Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 2A.113/2007
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2A.113/2007

Urteil vom 8. November 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Müller,
Bundesrichterin Yersin,
Gerichtsschreiber Matter.

A. und B. X.-Y.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt
Bruno Meier,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Zug,
Postfach, 6300 Zug,
Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Abgaberechtliche Kammer, Postfach 760,
6301 Zug.

Kantons- und Gemeindesteuern (Übergangssteuer 2000) und direkte Bundessteuer
(Übergangssteuer 2000),

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil
des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug,
vom 19. Dezember 2006.

Sachverhalt:

A.
A. X.________ arbeitete seit 1995 für Z.________ (nachfolgend: die
Gesellschaft oder die Arbeitgeberin). Das Anstellungsverhältnis wurde im
gegenseitigen Einvernehmen auf Ende Juli 2000 beendet. Der für A.X.________
erstellte Lohnausweis 2000 hielt nebst einem regulären Lohn von
Fr. 143'692.-- folgende Leistungen der Gesellschaft fest:
- Fr. 136'213.-- Bonuszahlungen aus dem sog. S.________-Programm für die
Jahre 1996, 1997 und 1998;
- Fr. 60'125.-- Bonuszahlungen aus dem S.________-Programm für das Jahr 1999
und für sieben Monate des Jahres 2000;
- Fr. 60'125.-- Bonuszahlungen aus dem arbeitsvertraglich vereinbarten
Bonussystem für das Jahr 1999 und für sieben Monate des Jahres 2000;
- Fr. 50'000.-- "Ex-gratia Zahlung" aufgrund der separaten Vereinbarung vom
14. Januar 2000 zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

B.
Mit Veranlagung vom 7. Februar 2002 qualifizierte die Steuerverwaltung des
Kantons Zug alle vier Zahlungen (im Gesamtbetrag von Fr. 306'463.--) für die
direkte Bundessteuer sowie die Kantons- und Gemeindesteuern als
ausserordentliche Einkünfte und unterwarf sie der Jahressondersteuer 2000
beim Übergang von der zweijährigen Vergangenheitsbemessung zur einjährigen
Gegenwartsbemessung.

Am 6. März 2002 erhoben A. und B. X.-Y.________ Einsprache gegen diese
Veranlagungen. Sie machten geltend, die genannten Leistungen seien allesamt
als ordentliche Einkünfte einzustufen und somit der Übergangssteuer nicht
unterworfen. Dem folgte die Rechtsmittelkommission der Steuerverwaltung
insoweit, als sie die regulär in das Jahr 2000 fallenden Bonuszahlungen aus
dem S.________-Programm (in der Höhe von Fr. 52'326.40) und Fr. 37'947.-- aus
dem arbeitsvertraglich vereinbarten Bonussystem für die Jahre 1999 und 2000
von der Sondersteuer ausnahm. Im Übrigen wurde die Einsprache abgewiesen und
der steuerbare Betrag auf Fr. 216'100.-- festgesetzt.

Dagegen erhoben die Eheleute X.-Y.________ Rekurs und Beschwerde an das
Verwaltungsgericht des Kantons Zug. Dieses erwog, wie schon die
Einsprachebehörde, dass die S.________-Bonuszahlungen 1996-98 im Umfang von
Fr. 52'326.40 regulär in das Jahr 2000 fielen und somit ordentliche Einkünfte
im Lückenjahr darstellten. Dasselbe gelte für die Zahlung von Fr. 50'000.--,
bei der es sich entgegen ihrer Bezeichnung nicht um eine ausserordentliche
"Ex gratia"-Leistung handle, sondern um den regulären Jahresbonus 1999. Die
restlichen Fr. 83'886.60 der S.________-Boni 1996-98 und die beiden
Leistungen von je Fr. 60'125.-- wären jedoch ohne Beendigung des
Arbeitsverhältnisses nicht im Jahr 2000 ausbezahlt worden. Dementsprechend
setzte das Gericht den der Sondersteuer 2000 unterworfenen Betrag mit
Entscheid vom 19. Dezember 2006 auf Fr. 204'136.60 fest (wovon es noch die
durch die Arbeitgeberin schon beglichenen AHV-Beiträge von 5,05 % abzog, was
zu einem für die Besteuerung massgeblichen Betrag von Fr. 193'827.70 führte).
Insoweit hiess das Gericht die Rechtsmittel der Steuerpflichtigen gut und
wies die Sache zur Neuberechnung der Steuerbeträge an die Veranlagungsbehörde
zurück. Im Übrigen bestätigte es den Einspracheentscheid.

C.
Am 15. Februar 2007 haben A. und B. X.-Y.________ beim Bundesgericht
Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht. Sie beantragen sinngemäss, das
Urteil des Verwaltungsgerichts vom 19. Dezember 2006 insoweit aufzuheben, als
die von der Gesellschaft im Jahr 2000 nebst dem regulären Lohn geleisteten
Zahlungen als ausserordentliche Einkünfte qualifiziert und der
Jahressondersteuer unterworfen worden seien. Die angefochtenen Veranlagungen
seien ersatzlos aufzuheben. Eventuell sei die Angelegenheit zu neuem
Entscheid - gegebenenfalls nach Durchführung eines zusätzlichen
Beweisverfahrens - an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Die Steuerverwaltung und das Verwaltungsgericht des Kantons Zug sowie die
Eidgenössische Steuerverwaltung schliessen auf Abweisung der Beschwerde
(soweit darauf einzutreten sei).

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

I. Eintreten, Art des Rechtsmittels, Kognition

1.
1.1 Der angefochtene Entscheid erging vor dem 1. Januar 2007. Auf das
Verfahren ist daher noch das Bundesgesetz über die Organisation der
Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 (OG) anwendbar (Art. 132 Abs. 1
BGG).

1.2 Letztinstanzliche kantonale Entscheide betreffend die direkte
Bundessteuer unterliegen nach der Regelung des OG der
Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht (Art. 97 Abs. 1 OG in
Verbindung mit Art. 5 VwVG und Art. 98 lit. g OG sowie Art. 146 des
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer, DBG;
SR 642.11).

Hinsichtlich der kantonalen Steuern ist die Anwendung von § 239 Abs. 3 des
Zuger Steuergesetzes vom 25. Mai 2000 (StG/ZG) streitig (ausserordentliche
Einkünfte des Jahres 2000 beim Wechsel der zeitlichen Bemessung). Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist in diesem Fall ausnahmsweise auch für
die kantonalen Steuern die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss Art. 73 des
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten
Steuern der Kantone und Gemeinden (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR
642.14) zu ergreifen. Nach Art. 69 StHG muss nämlich das kantonale Recht
insoweit bereits ab dem 1. Januar 1999 und somit vor Ablauf der allgemeinen
achtjährigen Übergangsfrist (per 1. Januar 2001; vgl. Art. 72 Abs. 1 und 2
StHG) harmonisiert sein (vgl. StR 59/2004 S. 361 E. 1.2 und S. 367 E. 2.2).
1.3 Angefochten ist der Entscheid, mit dem die letzte kantonale Instanz die
an sie gerichtete Beschwerde teilweise gutgeheissen und die Sache zwecks
Neuberechnung des Steuerbetrags an die Veranlagungsbehörde zurückgewiesen
hat. Ein solcher Rückweisungsentscheid gilt im Verfahren der
Verwaltungsgerichtsbeschwerde dann als (Teil-)Endentscheid, wenn er eine
Grundsatz- oder Teilfrage abschliessend und für die Vorinstanz verbindlich
beantwortet (vgl. BGE 130 II 321 E. 1 S. 324 mit Hinweisen). Das trifft hier
für die Qualifikation der verschiedenen Leistungen der Gesellschaft zu. In
diesem Punkt kann der vorinstanzliche Entscheid selbständig mit
Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden.

1.4 Anfechtbar ist allerdings im vorliegenden Verfahren ausschliesslich das
Urteil des Verwaltungsgerichts als letztinstanzlicher kantonaler Entscheid
(vgl. Art. 98 lit. g OG). Auf das Rechtsbegehren, die Veranlagungsverfügungen
seien ebenfalls "ersatzlos aufzuheben", ist deshalb nicht einzutreten (vgl.
BGE 131 II 470 E. 1.1 S. 474 f., mit Hinweis).

1.5 Das Bundesgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Verletzung
von Bundesrecht, einschliesslich einer Überschreitung oder eines Missbrauchs
des Ermessens, sowie auf unrichtige oder unvollständige Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 104 OG). An diesen ist es gebunden, wenn
ihn eine richterliche Behörde als Vorinstanz nicht offensichtlich unrichtig,
unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen
festgestellt hat (Art. 105 Abs. 2 OG). Damit wird die Möglichkeit, vor
Bundesgericht neue Tatsachen vorzubringen und neue Beweismittel einzureichen,
weitgehend eingeschränkt. Das Bundesgericht lässt diesfalls nur solche neuen
Tatsachen und Beweismittel zu, welche die Vorinstanz von Amtes wegen hätte
berücksichtigen müssen und deren Nichtbeachtung eine Verletzung wesentlicher
Verfahrensvorschriften darstellt (vgl. BGE 131 II 548 E. 2.4 S. 552 mit
Hinweisen).

II. Direkte Bundessteuer

2.
2.1 Der Kanton Zug ist am 1. Januar 2001 vom System der zweijährigen
Vergangenheitsbemessung zu demjenigen der einjährigen Gegenwartsbemessung
übergegangen; damit gelten die Art. 208 bis 220 DBG (vgl. Art. 41 DBG i.V.m.
§ 46 Abs. 1 der Zuger Verordnung vom 30. Januar 2001 zum Steuergesetz). Nach
Art. 218 Abs. 1 DBG wird die Einkommenssteuer der natürlichen Personen für
die erste Steuerperiode nach dem Wechsel gemäss Art. 41 DBG nach neuem Recht
veranlagt. Die beiden Jahre vor dem Systemwechsel, die Jahre 1999 und 2000,
fallen in die Bemessungslücke. Für diesen Fall bestimmt Art. 218 Abs. 2 DBG,
dass ausserordentliche Einkünfte in der Bemessungslücke für das Steuerjahr,
in dem sie zugeflossen sind, einer vollen Jahressteuer unterliegen zum Satz,
der sich für diese Einkünfte allein ergibt. Ordentliche Einkünfte fallen
dagegen in die Bemessungslücke.

2.2 Als ausserordentliche, der Jahressteuer nach Art. 218 Abs. 2 DBG
unterliegende Einkünfte nennt der Absatz 3 dieser Vorschrift
Kapitalleistungen, aperiodische Vermögenserträge, Lotteriegewinne sowie
ausserordentliche Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art. 206 Abs. 3 DBG. Die Aufzählung ist nicht abschliessend, sondern hat
beispielhaften Charakter, wie sich aus dem Wortlaut ergibt ("insbesondere").
Art. 218 DBG will verhindern, dass beim Wechsel des Systems der zeitlichen
Bemessung ungerechtfertigte Steuervorteile entstehen.

Für die Ausserordentlichkeit von Einkünften nach Art. 218 Abs. 3 DBG hat das
Bundesgericht in Anlehnung an das Kreisschreiben Nr. 6 der Eidgenössischen
Steuerverwaltung Kriterien aufgestellt (vgl. ASA 72 663 E. 2.1;
Kreisschreiben Nr. 6 der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 20. August
1999, Ziff. 252, in ASA 68 S. 384): Danach kann sich der ausserordentliche
Charakter einer Leistung namentlich aus deren Einmaligkeit ergeben, wie das
etwa beim Lotteriegewinn oder bei der Entschädigung für die Aufgabe oder die
Nichtausübung einer Tätigkeit der Fall ist. Die Nichtberücksichtigung solcher
Leistungen hätte zur Folge, dass sie nie besteuert werden könnten.
Ausserordentlich sind auch Einkünfte, die zwar regelmässig fliessen, aber im
Vergleich zu den sonstigen Jahren ungewöhnlich hoch scheinen und sich dadurch
vom Üblichen abheben. So kann es sich bei Abfindungen für spezielle
Leistungen oder bei ausserordentlichen Gratifikationen verhalten.
Schliesslich können auch Änderungen in der Verbuchung der Einkommensquelle zu
ausserordentlichen Einkünften führen, etwa dann, wenn Rückstellungen
aufgelöst oder geschäftsmässig begründete Abschreibungen unterlassen werden.
Hingegen sind private Kapitalgewinne auch in der Übergangsperiode steuerfrei.

Ausserordentliche Einkünfte sind solche, die in der Übergangsperiode nicht
unbesteuert gelassen werden können, weil sich sonst eine Disparität zwischen
Leistungsfähigkeit und effektiver Steuerbelastung ergäbe. Ihr Merkmal ist,
dass die steuerpflichtige Person ihr Einkommen gewöhnlich nicht oder nicht in
dieser Art und Weise schöpft. Dabei müssen die gesamten Umstände
berücksichtigt werden. Pauschale Abgrenzungen verbieten sich in der Regel
(vgl. zum Ganzen u.a. StE 2006 B 65.4 Nr. 22 E. 3.2; ASA 73 133 E. 3.1; 72
663 E. 2.1; StR 58/2003 620 E. 5; je mit Hinweisen).

3.
3.1 Streitig sind hier einerseits die Bonuszahlungen aus dem
S.________-Programm für die Jahre 1996 bis 1998 im Gesamtbetrag von
Fr. 136'213.--. Dieses Programm, dem der Beschwerdeführer im Jahr 1996
beigetreten war, sah Leistungen vor, die dem Begünstigten nach einer
dreijährigen Vesting-Periode in den darauffolgenden drei Jahren je zu einem
Drittel ausgerichtet wurden (vgl. zu den Einzelheiten und genauen Zahlen E.
4a des angefochtenen Entscheids).

3.1.1 Dementsprechend hat das Verwaltungsgericht zu Recht festgehalten, dass
nur zwei Teil-Leistungen regulär in das Jahr 2000 fielen: der zweite Drittel
der Leistung 1996 sowie der erste Drittel der Leistung 1997, das heisst
ingesamt Fr. 52'326.40.
3.1.2 In Übereinstimmung damit hat die Vorinstanz weiter angenommen, dass die
sonst noch ausstehenden (Teil-)Leistungen aus dem Programm - d.h. der letzte
Drittel 1996, der zweite und dritte Drittel 1997 sowie die gesamten
Leistungen ab 1998 - frühestens im Jahr 2001 ausbezahlt werden sollten. Da
sie jedoch schon bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgerichtet
wurden, sind sie im Jahr 2000 als ausserordentliche Einkünfte zu
qualifizieren, und zwar - wie auch schon von der Einsprachebehörde angenommen
- in der Höhe des gesamten Restbetrags von Fr. 83'886.60.

Die Beschwerdeführer machen geltend, diese (Teil-)Leistungen müssten
ebenfalls von der Sondersteuer 2000 ausgenommen werden. Es ist jedoch nicht
ersichtlich, warum gewisse Leistungen bei ihrer Auszahlung besteuert werden
sollten und andere schon anlässlich ihrer Gutschrift. Übrigens sind die in
den Jahren 1996 bis 1998 gutgesprochenen, aber einstweilen noch
zurückbehaltenen Boni nicht schon im Zeitpunkt ihrer jeweiligen Gutschrift
deklariert bzw. besteuert worden, was mit den allgemeinen steuerrechtlichen
Grundsätzen übereinstimmt: Zwar ist die Fälligkeit der Leistung nicht
unbedingt Voraussetzung dafür, dass sich der Einkommenszufluss realisiert
hat. Es genügt ein sicherer Anspruch, der aber unbedingt sein muss (vgl. BGE
113 Ib 23 E. 2e S. 26; BGE 105 Ib 238 E. 4a S. 242; StE 2005 A 24.21 Nr. 16
E. 4.1; mit weiteren Hinweisen). Diese Voraussetzung ist hier jedoch nicht
erfüllt. Nach den Bedingungen des S.________-Programms verfallen nämlich auch
die bereits gutgeschriebenen, aber erst in einem späteren Jahr
auszubezahlenden Ansprüche im Falle von Kündigung durch den Arbeitnehmer,
Entlassung und vorzeitiger Pensionierung, soweit sie nicht auf Initiative des
Arbeitsgebers erfolgt. Die Höhe der effektiven Zahlungen ist überdies vom
jeweiligen Wechselkurs abhängig. Dazu kommt, dass sich die Höhe der
gutgeschriebenen Beträge je nach der Entwicklung der "earnings per share"
verändern kann. Unter diesen Umständen konnte der Beschwerdeführer über die
gutgeschriebenen Beträge nicht vor deren Fälligkeit verfügen und das
entsprechende Einkommen nicht bereits mit der Gutschrift als realisiert
gelten.

3.2 Umstritten ist andererseits die steuerliche Behandlung der drei
restlichen, als "ex gratia payments" bezeichneten Leistungen der Gesellschaft
im Gesamtbetrag von Fr. 170'250.--.

Die Beschwerdeführer bringen vor, mit diesen Zahlungen seien ausschliesslich
ordentliche arbeitsrechtliche Ansprüche beglichen worden: Fixlohn und Zulagen
von August bis Oktober 2000; normaler Bonus 1999 (für die Zeit vom 1. April
1999 bis zum 31. März 2000) und 2000 (für die Zeit zwischen dem 1. April 2000
und dem 31. Oktober 2000); arbeitsvertraglicher S.________-Bonus für die Zeit
vom 1. Juli 1999 bis zum 31. Oktober 2000.

Unzutreffend ist vorab die Behauptung, das Arbeitsverhältnis habe bis zum 31.
Oktober 2000 gedauert. Das Verwaltungsgericht hat zu Recht angenommen, dass
das Anstellungsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen per Ende Juli 2000
aufgehoben wurde (vgl. E. 3c des angefochtenen Entscheids). Es hat sich dabei
auf die Beendigungsvereinbarung vom 8. Juni 2000 sowie auf den mit der
Steuererklärung eingereichten Lohnausweis stützen können. Auf die Einvernahme
des Personalchefs der Gesellschaft hat das Gericht in antizipierter
Beweiswürdigung verzichten dürfen, zumal sich dieser mit der von ihm selbst
mitunterzeichneten Vereinbarung vom 8. Juni 2000 in Widerspruch setzen würde,
wenn er die Behauptung des Beschwerdeführers bezüglich der Dauer des
Arbeitsverhältnisses bestätigen müsste.

Weiter sind hier nur diejenigen Zahlungen als ordentliche Einkünfte zu
qualifizieren, die auch ohne Beendigung des Anstellungsverhältnisses im Jahr
2000 ausgerichtet worden wären. Wie das Verwaltungsgericht zutreffend
festgehalten hat, gilt das - abgesehen von den genannten zwei Teilleistungen
1996 und 1997 aus dem S.________-Programm (vgl. oben E. 3.1.1) -
ausschliesslich für den regulären Jahresbonus 1999. Bei dessen Berechnung hat
die Vorinstanz durchaus mitberücksichtigt, dass der Beschwerdeführer nach
seiner Kündigung zu den Geschäftszahlen der Gesellschaft keinen Zugang mehr
hatte. Für die notwendige Schätzung hat sich das Gericht massgeblich auf die
Höhe der in den Vorjahren ausbezahlten Boni gestützt, die sich für 1996 bis
1998 im Durchschnitt auf Fr. 42'230.-- beliefen. Überdies hat es annehmen
dürfen, dass die Zahlung von Fr. 50'000.-- dem Jahresbonus 1999 entsprach:
Diese Leistung wurde per Ende April 2000 ausgerichtet, d.h. genau zu dem
Zeitpunkt, für den die Arbeitgeberin die entsprechende Bonuszahlung
angekündigt hatte. Zudem stimmte der Betrag ungefähr mit der Höhe der Boni
überein, die in den drei Vorjahren ausbezahlt worden waren.

Weshalb der Beschwerdeführer - anders als in den Vorjahren - Anspruch auf den
maximal möglichen Bonus gehabt hätte, wird in der Beschwerde nicht
substantiiert dargetan und ist auch nicht ersichtlich. Insbesondere legt der
Beschwerdeführer keine Unterlagen vor, aus denen sich die
Bemessungsgrundlagen des Bonus ergäben und woraus sich dieser berechnen
liesse. Deshalb kam ohnehin nur eine ermessensweise Berechnung in Frage.
Darüber hätte auch nicht Beweis abgenommen werden müssen; der Antrag auf
Einholung eines Gutachtens wäre im Übrigen neu und daher unbeachtlich (vgl.
oben E. 1.5). Zudem hätte der Maximalbonus höchstens 40 % des Grundlohns
betragen, so dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers die
restlichen Lohnbestandteile nicht in die Berechnung einzubeziehen wären. Die
Vorinstanz hat jedenfalls das ihr zustehende Ermessen nicht überschritten,
wenn sie den Bonus auf Fr. 50'000.-- festgesetzt hat. Damit muss aber der
darüber hinaus ausbezahlte Betrag von Fr. 120'250.-- ausserordentlichen
Charakter haben.

3.3 Soweit das Verwaltungsgericht die verschiedenen (Teil-)Leistungen als
ordentlich bzw. ausserordentlich eingestuft hat, verstösst seine
Qualifikation nach dem Gesagten nicht gegen Bundesrecht. Es besteht auch kein
Grund, von den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz abzuweichen (vgl.
oben E. 1.5).

III. Kantonale Steuer

4.
In Bezug auf den Begriff der "ausserordentlichen Einkünfte" weichen Art. 218
Abs. 3 DBG und Art. 69 Abs. 3 StHG sowie § 239 Abs. 3 des Zuger
Steuergesetzes vom 25. Mai 2000 (StG/ZG) nicht voneinander ab. Solche
Einkünfte unterliegen einer Sondersteuer aufgrund des Wechsels der zeitlichen
Bemessung (vgl. Art. 218 Abs. 2 DBG, Art. 69 Abs. 2 StHG, § 239 Abs. 1
StG/ZG). Die Regelung von Art. 69 StHG will aus Gründen der Rechtsgleichheit
und der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ebenfalls
sicherstellen, dass im Jahr vor dem Systemwechsel nicht Einkünfte der
Besteuerung entgehen, die (aus welchen Gründen auch immer) ausserhalb des
üblichen Rahmens liegen und deshalb nicht als mit der Vorjahresbemessung
hinreichend erfasst gelten können (vgl. u. a. StR 59/2004 S. 361, E. 3.1, 3.2
in fine, S. 367, E. 4.1.2, 4.3; mit Hinweisen). Ein solcher Fall liegt hier
vor; für die kantonalen Steuern gilt grundsätzlich dasselbe wie das zur
direkten Bundessteuer Gesagte.

IV. Kosten und Entschädigung

5.
Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen, soweit darauf einzutreten
ist. Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind den Beschwerdeführern
aufzuerlegen; sie haften hierfür solidarisch (Art. 156 Abs. 1 und 7 OG). Eine
Parteientschädigung ist nicht geschuldet.

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten
ist.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- wird den Beschwerdeführern unter
Solidarhaft auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Steuerverwaltung und dem
Verwaltungsgericht des Kantons Zug sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. November 2007

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Matter