Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 2A.29/2007
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{T 0/2}
2A.29/2007 /ble

Urteil vom 29. März 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Müller,
Gerichtsschreiber Häberli.

A. X.________, als Erbe von B.X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch den Willensvollstrecker Y.________,
dieser vertreten durch Willy Ackermann,

gegen

Kantonales Steueramt Zürich, Abteilung Spezialdienste, Postfach, 8090 Zürich,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich,
2. Kammer, Militärstrasse 36, 8090 Zürich.

Staats- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2001 (Nachsteuer),

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Entscheide des Verwaltungsgerichts
des Kantons Zürich, 2. Kammer, vom 15. November 2006.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Die am 26. Januar 2005 verstorbene B.X.________ sel. ist für die Staats- und
Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 2001 je mit einem steuerbaren
Einkommen von 40'000 Franken veranlagt worden. Am 23. September 2005
eröffnete das Kantonale Steueramt Zürich ein Nachsteuerverfahren gegen den
Bruder der Verstorbenen, A.X.________, der testamentarisch zum Alleinerben
bestimmt worden war. Mit Verfügung vom 29. Juni 2006 verpflichtete das
Steueramt den Erben, für die direkte Bundessteuer 2001 eine Nachsteuer in der
Höhe von 39'721.55 Franken und für die Staats- und Gemeindesteuern 2001 eine
solche von 83'349.60 Franken zu bezahlen. Nach erfolglosem
Einspracheverfahren gelangte A.X.________ mit zwei Beschwerden - eine
betreffend die direkte Bundessteuer und eine betreffend die Staats- und
Gemeindesteuern - an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Mit
Entscheiden vom 15. November 2006 schützte dieses die streitigen
Nachsteuerveranlagungen.

2.
Am 11. Januar 2007 hat Rechtsanwalt Y.________ als Vertreter von B.X.________
sel. bzw. ihres Erben beim Bundesgericht zwei Verwaltungsgerichtsbeschwerden
eingereicht, mit denen er sinngemäss die Aufhebung der beiden
Verwaltungsgerichtsentscheide betreffend die Nachsteuern 2001 beantragt.
Mit Schreiben vom 16. Januar 2007 hat der Präsident der II.
öffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts Rechtsanwalt Y.________
bzw. dem von diesem beauftragten Steuerberater - unter Androhung des
Nichteintretens im Unterlassungsfall - Frist bis zum 26. Januar 2007
angesetzt, um eine Vollmacht des Erben A.X.________ einzureichen. In seinem
Antwortschreiben vom 18. Januar 2007 erklärte Rechtsanwalt Y.________,
selbständig - als Willensvollstrecker - für den Nachlass Beschwerde führen zu
wollen; die vom Steuerberater gewählte Parteibezeichnung (B.X.________ sel.,
Gesuchstellerin) sei ungenau und entsprechend anzupassen. Eine Vollmacht des
Erben legte Rechtsanwalt Y.________ nicht vor.

3.
Mit der Nachsteuerverfügung vom 29. Juni 2006 wurden "die Erben der
B.X.________ [...], nämlich: A.X.________" ins Recht gefasst, wobei die
Verfügung dem Willensvollstrecker Rechtsanwalt Y.________ - bzw. dem von
diesem beauftragten Steuerberater - als Vertreter des Erben eröffnet wurde.
Gleich verhielt es sich mit dem Einspracheentscheid vom 14. August 2006 und
insbesondere auch mit den hier angefochtenen Verwaltungsgerichtsentscheiden.
Demnach war der Erbe zunächst Verfügungsadressat und später Partei des
Rechtsmittelverfahrens, während der Willensvollstrecker bloss als Vertreter
des Erben aufgetreten ist. Bei diesen Gegebenheiten ist unerheblich, dass dem
Willensvollstrecker - kraft seines Amtes - an sich auch selber Parteistellung
zukommen könnte (grundlegend: BGE 116 II 131 E. 3 S. 133 ff.). Nach dem
Gesagten hat er hier als blosser Vertreter des Erben gehandelt und kann nicht
plötzlich vor Bundesgericht in eigenem Namen auftreten, zumal dies einem
unzulässigen Parteiwechsel gleichkäme. Mithin ist androhungsgemäss auf die
Verwaltungsgerichtsbeschwerden im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG
nicht einzutreten.

4.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten für das bundesgerichtliche
Verfahren dem Willensvollstrecker aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 u. Abs. 6
OG). Parteientschädigung ist keine auszurichten (Art. 159 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht

im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerden wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Willensvollstrecker auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Kantonalen Steueramt Zürich und
dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Kammer, sowie der
Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. März 2007

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: