Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 5C.31/2007
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5C.31/2007 /bnm

Urteil vom 3. Mai 2007
II. zivilrechtliche Abteilung

Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiber Schett.

X.________ (Ehefrau),
Beklagte und Berufungsklägerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno Beeler,

gegen

Y.________ (Ehemann),
Kläger und Berufungsbeklagten,
vertreten durch Rechtsanwalt Peter Züger,

Ehescheidung,

Berufung gegen das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz,
Zivilkammer, vom 18. Dezember 2006.

Sachverhalt:

A.
Y. ________ (Ehemann) (geb. 1950) und X.________ (Ehefrau) (geb.  1951)
heirateten am 31. März 1973 in Dänemark, wo sie auch in den ersten Ehejahren
lebten. Der Ehe entspross am 4. August 1975 Sohn Z.________. Im Jahre 1978
übersiedelten die Parteien in die Schweiz.

B.
Y.________ (nachfolgend: Kläger) zog im Juni 1998 aus der ehelichen Wohnung.
Im Rahmen der von X.________ (nachfolgend: Beklagte) anbegehrten
Eheschutzmassnahmen bzw. vorsorglichen Massnahmen wurde der Kläger
verpflichtet, der Beklagten ab 1. Dezember 1998 bis Ende 1999 monatlich
Fr. 3'000.-- und ab 1. Januar 2000 Fr. 2'500.-- zu bezahlen. Ein dagegen
seitens des Ehemannes erhobener Rekurs (und Anschlussrekurs der Ehefrau)
blieb erfolglos. Eine erste, im Januar 1999 anhängig gemachte
Scheidungsklage, zog der Kläger zufolge des Inkrafttretens des neuen
Scheidungsrechts per 1. Januar 2000 wieder zurück.

C.
C.aAm 26. August 2002 erhob der Kläger beim Einzelrichter der March die
Scheidungsklage. Er beantragte, es seien die hälftige Teilung der
Austrittsleistungen der beruflichen Vorsorge sowie die güterrechtliche
Auseinandersetzung vorzunehmen; nacheheliche Unterhaltsleistungen seien nicht
zuzusprechen. Die Beklagte beantragte ebenfalls die Ehescheidung, die
hälftige Teilung der klägerischen Austrittsleistung sowie die güterrechtliche
Auseinandersetzung. An nachehelichem Unterhalt forderte sie vom Kläger
monatlich Fr. 2'700.-- (indexiert) bis zu ihrem Eintritt in das ordentliche
AHV-Alter und danach eine unbefristete Rente von monatlich Fr. 1'000.--. Am
18. Februar 2003 führte der Einzelrichter eine Referentenaudienz und
Parteibefragung durch. Duplikando verlangte die Beklagte Unterhaltsbeiträge
bis zu ihrem AHV-Alter von monatlich Fr. 2'400.-- und danach von Fr.
1'100.--.

C.b Mit Urteil vom 13. September 2005 schied der Einzelrichter die Ehe der
Parteien (Dispositivziffer 1), teilte die während der Ehe geäufneten
Austrittsleistungen der beruflichen Vorsorge je zur Hälfte und überwies die
Sache zur betragsmässigen Festsetzung an das Verwaltungsgericht
(Dispositivziffer 2). Der Kläger wurde verpflichtet, der Beklagten einen
monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'016.-- (indexiert) bis zum Erreichen
seines ordentlichen AHV-Rentenalters zu bezahlen, basierend auf einem
monatlichen Nettoeinkommen des Klägers von Fr. 5'646.-- und der Beklagten von
Fr. 2'812.-- (Dispositivziffer 3, 4 und 5). Unter dem Titel Güterrecht wurde
die Beklagte verurteilt, dem Kläger Fr. 31'137.45 zu bezahlen
(Dispositivziffer 6).

D.
Gegen dieses Urteil haben beide Parteien beim Kantonsgericht Schwyz Berufung
erhoben. Die Beklagte hat am 8. Mai 2006 auf die Berufung des Klägers in den
noch einzig strittigen Punkten des Unterhalts und Güterrechts
Anschlussberufung erhoben. Mit Urteil vom 18. Dezember 2006 entschied das
Kantonsgericht:
"1.Die Berufungen der Parteien werden teilweise gutgeheissen und die
Anschlussberufung der Beklagten abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. In Abänderung von Dispositivziffer 3 des angefochtenen Urteils wird der
Kläger verpflichtet, der Beklagten monatlich und zum Voraus gestützt auf Art.
125 ff. ZGB Fr. 1'300.-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum
Erreichen seines ordentlichen AHV-Rentenalters zu bezahlen.

3. In Abänderung von Dispositivziffer 5 des angefochtenen Urteils basiert der
Unterhaltsbeitrag auf einem monatlichen Nettoeinkommen des Klägers von Fr.
5'500.-- und einem solchen der Beklagten von Fr. 3'500.--.
..."

E.
Die Beklagte hat am 30. Januar 2007 gegen das kantonsgerichtliche Urteil beim
Bundesgericht Berufung eingereicht. Sie beantragt im Wesentlichen:
"1.Das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz vom 18. Dezember 2006 sei in den
Dispositivziffern 1, 2, 3, 5, 6, 7 und 8 vollumfänglich aufzuheben.

2. In Abänderung von Dispositivziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts March
vom 13. September 2005 sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten an deren
Unterhalt monatlich und zum Voraus zu bezahlen:
a)Fr. 2'300.-- ab dem Zeitpunkt des Bundesgerichtsurteils bis zum Erreichen
des ordentlichen AHV-Rentenalters des Klägers;
b)Fr. 1'000.-- ab dem Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters des
Klägers.

3. In Abänderung von Dispositivziffer 5 des Urteils des Bezirksgerichts March
vom 13. September 2005 sei festzustellen, dass die Unterhaltsregelung auf
einem monatlichen Nettoeinkommen des Klägers von Fr. 5'977.-- und einem
monatlichen Nettoeinkommen der Beklagten von Fr. 2'800.-- basiert.

...
6.Eventuell sei das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz vom 18. Dezember 2006
in den Dispositivziffern 1, 2, 3, 5, 6, 7 und 8 vollumfänglich aufzuheben und
zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht Schwyz zurückzuweisen.

7. Der Berufungsklägerin sei für das Berufungsverfahren die unentgeltliche
Rechtspflege zu gewähren."
Es wurde keine Berufungsantwort eingeholt.

F.
Das Bundesgericht hat mit Urteil vom heutigen Tag die staatsrechtliche
Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (Verfahren 5P.36/2007).

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Auf das vorliegende Verfahren gelangen die Vorschriften des
Bundesrechtspflegegesetzes (OG) zur Anwendung, da das angefochtene Urteil vor
Inkrafttreten des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) am
1. Januar 2007 ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG).

1.2 Die Beklagte verlangt mit der vorliegenden Berufung unter anderem die
Erhöhung ihres monatlichen Unterhaltsbeitrages um 1000 Franken bis zum
Eintritt des Klägers ins AHV-Alter. Mit Blick auf Art. 46 OG ist somit der
erforderliche Streitwert von 8000 Franken erreicht. Auf das Rechtsmittel ist
somit einzutreten.

1.3 Insoweit die Beklagte die Abänderung des Urteils des Bezirksgerichts
March begehrt, kann auf die Berufung nicht eingetreten werden, denn
Anfechtungsobjekt gemäss Art. 48 Abs. 1 OG bildet einzig das Urteil des
Kantonsgerichts.

1.4 Im Berufungsverfahren hat das Bundesgericht seiner Entscheidung die
Feststellungen der letzten kantonalen Instanz über tatsächliche Verhältnisse
zu Grunde zu legen, es sei denn, diese beruhten auf einem offensichtlichen
Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften
zustande gekommen oder bedürften der Ergänzung. Für eine blosse Kritik an den
Sachverhaltsfeststellungen und an der Beweiswürdigung des angefochtenen
Entscheids ist, soweit nicht Vorschriften des Bundesrechts infrage stehen,
die Berufung nicht gegeben (Art. 63 und 64 OG; BGE 115 II 484 E. 2a S. 485
f.; 127 III 248 E. 2c S. 252).

2.
Die Beklagte macht mit Bezug auf die ihr vom Kantonsgericht zugesprochene
Unterhaltsrente zunächst verschiedene Bundesrechtsverletzungen betreffend
ihren Notbedarf und die Ermittlung der Einkommen der Parteien geltend.

2.1 Gemäss dem angefochtenen Urteil lebten die Parteien eine Zuverdienstehe,
wobei neben der Vollerwerbstätigkeit des Klägers die Beklagte auch während
der Betreuungszeit für den gemeinsamen Sohn zeitweise ganz- oder teilzeitig
erwerbstätig war und ab 1989, mithin im Alter von 38 Jahren, eine
selbständige Erwerbstätigkeit in ihrem angestammten Beruf in Angriff nahm.
Eine durch die Ehe bewirkte erhebliche Beeinträchtigung der vorehelichen
Erwerbsfähigkeit der Beklagten liege deshalb nicht vor. Dass die Beklagte
heute nicht mehr in ihrem angestammten Beruf arbeite (oder arbeiten könne),
sei weniger auf fehlende Berufserfahrung oder Abwesenheit vom gelernten Beruf
während längerer Zeit zurückzuführen, sondern habe im Wesentlichen andere
Ursachen (gesundheitliche Einschränkung, Alter, schwieriges wirtschaftliches
Umfeld in der graphischen Branche). Eine lebensprägende Aufgabenteilung in
dem Sinne, dass der Kläger allein für das wirtschaftliche Auskommen und die
Beklagte in erster Linie für die Kinderbetreuung und den Haushalt zuständig
gewesen sei, könne deshalb nicht bejaht werden, auch wenn die Ehe auf Seiten
der Beklagten zweifellos zu einem gewissen wirtschaftlichen Nachteil geführt
habe. Es seien im Wesentlichen aber die Faktoren wie Alter und Gesundheit
sowie die Wirtschaftslage im Allgemeinen, die die Beklagte heute im
Erwerbsleben benachteiligten und nicht vorab die in der Ehe praktizierte
Aufgabenteilung. Der Unterhaltsanspruch der Beklagten erkläre sich deshalb
nicht allein mit dem Ausgleich ehebedingter Nachteile, sondern gründe
mindestens in gleichem Ausmass auf nachehelicher Solidarität.

2.2 Gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB besteht Anspruch auf nachehelichen Unterhalt,
soweit einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, für den ihm gebührenden Unterhalt
unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen. Absatz
2 zählt - wenn auch nicht abschliessend - die für die Beantwortung dieser
Frage massgebenden Kriterien auf, die auch bei der Bemessung des Beitrages zu
berücksichtigen sind. Absatz 3 nennt die Voraussetzungen, unter denen ein
Beitrag "ausnahmsweise versagt oder gekürzt werden" kann. Der nacheheliche
Unterhalt soll insbesondere den durch die Ehescheidung verursachten
Veränderungen Rechnung tragen. Einerseits hat jeder Ehegatte - soweit immer
möglich - für seinen Unterhalt selbst zu sorgen; anderseits ist der eine
Ehegatte zur Leistung von Geldbeiträgen an den anderen verpflichtet, wenn
dieser seine durch die Ehe allenfalls beeinträchtigte wirtschaftliche
Selbstständigkeit nicht erreichen kann (dazu zuletzt: BGE 132 III 593 E. 9.1
S. 600 mit Hinweisen).

Bei der Festlegung des gebührenden Unterhalts steht dem Richter ein
Ermessensspielraum zu (Art. 4 ZGB), bei dessen Überprüfung das Bundesgericht
Zurückhaltung übt. Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr
zustehenden Ermessen einen falschen Gebrauch gemacht hat, d.h. wenn sie
grundlos von in Rechtsprechung und Lehre anerkannten Grundsätzen abgegangen
ist, wenn sie Umstände berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen
dürfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht
gelassen hat (BGE 127 III 136 E. 3a S. 141; nicht publizierte E. 5.3 in BGE
132 III 593)

2.3 Die Beklagte wirft der Vorinstanz vor, diese habe zu Unrecht verschiedene
Auslagen nicht oder nicht in dem von ihr begehrten Umfang in die Berechnung
des Existenzminimums mit einbezogen.

2.3.1 Das Kantonsgericht hat vor der Prüfung der einzelnen Positionen
einleitend - zusammengefasst - Folgendes angemerkt: Die Unterhaltsregelung
gelte in aller Regel im Eheschutzverfahren und im vorsorglichen
Massnahmeverfahren nur für kurze Zeit, allenfalls für wenige Jahre, weshalb
es im Normalfall nötig sei, für die Regelung des Unterhalts auf die aktuelle,
mehr oder weniger genaue Bedarfssituation der Parteien abzustellen. Die
nacheheliche Unterhaltsregelung verlange dagegen vom Richter eine Abschätzung
darüber, wie sich Leistungsfähigkeit und Bedarf der Parteien in naher Zukunft
entwickelten. Dabei solle der Richter alle Kriterien abwägen und die
relevanten Umstände berücksichtigen, um eine billige und gerechte Lösung zu
finden. Der bisherige Bedarf der Parteien sei dabei ein Umstand, den es zwar
zu berücksichtigen gelte und häufig auch Richtschnur dafür sei, welche
notwendigen Auslagen auch in naher Zukunft anfallen würden. Von einer
sklavischen, akribischen Existenzminimumberechnung indes könne der Richter
auch absehen und stattdessen die voraussichtlichen Bedarfspositionen in
Berücksichtigung der persönlichen Lebensumstände der Parteien abschätzen.
Damit könne auch der Gefahr, dass (gerade in einem über Jahre geführten
heftigen Scheidungsprozess) von den Parteien teilweise versucht werde,
möglichst einen hohen aktuellen Notbedarf auszuweisen, begegnet werden. Zudem
zeige die Erfahrung, dass Bedarfszahlen (insbesondere die Wohn-, Arbeits- und
Krankheitskosten) in relativ kurzer Zeit Änderungen, seien sie beeinflussbar
oder nicht, erfahren könnten.

Die Beklagte beanstandet diese einleitenden Überlegungen nicht und erhebt im
Einzelnen folgende Einwendungen:
2.3.1.1Mit Bezug auf die von ihr geltend gemachten Fahrtkosten ist das
Bundesgericht im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde mangels
rechtsgenüglicher Begründung nicht eingetreten (E. 4.4). Die Beklagte rügt
diesbezüglich eine Ermessensüberschreitung, weil die Kosten von Fr. 702.--
auf Fr. 500.-- herabgesetzt worden seien. Es kann offen gelassen werden, ob
der Einwand auch hier den Begründungsanforderungen genügt (Art. 55 Abs. 1
lit. c OG; BGE 116 II 745 E. 3), denn er geht fehl.

Der Einzelrichter hatte eine Kilometerentschädigung von Fr. 402.-- (60
Rp./km) und Fr. 295.-- für die Leasingrate pro Monat zugesprochen. Das
Kantonsgericht hat dazu erwogen, in dem in Anschlag gebrachten
Kilometeransatz von 60 Rp. sei bereits ein Amortisationsanteil (nebst Benzin
und Unterhaltsaufwand) enthalten, womit sich die Beklagte auch in der
staatsrechtlichen Beschwerde nicht auseinandergesetzt hat. Infrage gestellt
werden könnte mit der Berufung einzig der Teil der Begründung im
angefochtenen Urteil, dass der Beklagten bloss pauschal Fr. 500.-- beim
Notbedarf anzurechnen seien. Eine Bundesrechtsverletzung liegt indessen aus
folgendem Grund nicht vor: Auch gemäss den Richtlinien des Kantons Schwyz für
die Berechnung des betreibungsrechtlichen Notbedarfs vom 29. Dezember 2006
wird bei Benützung eines Automobils ohne Kompetenzqualität Auslagenersatz wie
bei der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel zugestanden (Ziff. 4d S. 2).
Inwiefern der Beklagten mehr zustehen sollte als der Ersatz der Letzteren
(vgl. dazu: Georges Vonder Mühll, in: Kommentar zum Bundesgesetz über
Schuldbetreibung und Konkurs, Hrsg. Staehelin/Bauer/Staehelin, SchKG II,
Basel 1998, N. 28 zu Art. 93 SchKG, S. 947; Pierre-Robert Gilliéron,
Poursuite pour dettes, faillite et concordat, 4. Aufl., N. 998, S. 200, mit
Hinweis auf BlSchK 1997 223 f.), wird von ihr in keiner Weise dargetan.

2.3.1.2 Sodann rügt die Beklagte, das Kantonsgericht habe die
Krankheitskosten im Betrag von mindestens Fr. 469.15 (Fr. 263.20 Prämien;
ungedeckte Krankheitskosten von Fr. 83.35; Kosten für unabdingbare
Kontaktlinsen von Fr. 122.60) auf Fr. 400.-- nach unten pauschaliert. Diese
Aufwendungen könnten nicht gesenkt werden, da die Gesundheitskosten nach der
allgemeinen Lebenserfahrung stets anstiegen. Das Kantonsgericht habe auch
nicht erläutert, wie die ausgewiesenen Kosten auf Fr. 400.-- gesenkt werden
könnten.

Gemäss dem angefochtenen Entscheid betragen die aktuellen
Krankenkassenprämien (inkl. Anteil WG) auf Seiten der Beklagten Fr. 263.20.
Aktenkundig sei, dass beide Parteien gesundheitliche Probleme hätten, was zu
zusätzlichen nicht gedeckten Krankheitskosten führe. Inklusive der nicht
gedeckten Kosten seien die Krankheitskosten ermessensweise beim Kläger auf
Fr. 300.-- und bei der Beklagten auf Fr. 400.-- anzusetzen, wobei damit bei
der Beklagten auch Kosten für Kontaktlinsen in angemessener Höhe als
abgegolten gälten.

Die Vorinstanz hat somit betreffend die Kontaktlinsen lediglich  monatliche
Auslagen von Fr. 53.45 akzeptiert, und die Beklagte legt nicht dar, weshalb
der Aufwand Fr. 122.60 betragen solle. Mit dem blossen Hinweis, diese Kosten
seien unabdingbar, lässt sich eine Ermessensüberschreitung nicht begründen.
Im Übrigen hatte der Einzelrichter dazu bemerkt, es sei nicht ausgewiesen,
weshalb die Sehhilfe der Beklagten jährlich überdurchschnittliche Kosten von
Fr. 1'471.-- verursachen solle. Auf das Vorbringen ist nicht einzutreten.

2.3.1.3 Als Nächstes rügt die Beklagte, das Kantonsgericht habe die
ungedeckten Unfallkosten wegen des Verlustes des linken Ellbogengelenks,
nämlich die Kosten für eine Haushalthilfe (Bügeln, Staubsaugen,
Fensterputzen, Haarwaschen etc.), im Betrag von Fr. 532.45 pro Monat beim
Notbedarf ausgenommen und hierfür auf den angeblichen Überschuss verwiesen.
Damit sei Art. 125 ZGB verletzt worden.

2.3.1.3.1 Dazu wird im kantonsgerichtlichen Urteil - zusammengefasst -
ausgeführt, im Berufungsverfahren mache die Beklagte neu geltend, sie sei
nach dem Unfall im Dezember 2004 auf Dritthilfe in Haushalt und Garten
angewiesen, was bei ihr Kosten in der Höhe von Fr. 532.45 im
Monatsdurchschnitt verursache (vgl. dazu insbesondere das Arztzeugnis von Dr.
T.________ vom 1. Mai 2006, wonach die Beklagte infolge des Unfalls vom 22.
Dezember 2004 auf unbestimmte Zeit auf eine Haushaltshilfe von vier
Wochenstunden angewiesen sei). Auch wenn sich eine Deckung von Kosten, wie
sie bei Hilflosigkeit einer Person vorlägen (vgl. BGE 127 V 97), durch die
Unfallversicherung als unwahrscheinlich erweise (es fehle bereits an der
Voraussetzung der Invalidität), könnten die Aufwendungen der Beklagten in
ihrer Notbedarfsrechnung nicht berücksichtigt werden. Haushalts- und
Gartenunterhaltshilfe durch Dritte seien in den Richtlinien zum Notbedarf
nicht vorgesehen und könnten auch nicht als eigentliche Krankheitskosten
qualifiziert werden (www.kgsz.ch/ downloads; Ziff. II/7). Soweit die Beklagte
zwingend auf derartige Dritthilfe angewiesen sei, habe sie diese deshalb aus
den weiteren Mitteln, die ihr über den notwendigsten Bedarf zur Verfügung
ständen, zu decken. Gesamthaft trage die Zivilkammer dieser unfallbedingten
Einschränkung im Rahmen der Kriterien gemäss Art. 125 Abs. 2 ZGB bei der
nachfolgenden Festsetzung der Höhe des Unterhaltsbetrages in angemessener
Weise Rechnung.

2.3.1.3.2 Die Beklagte beanstandet im Wesentlichen, im angefochtenen Urteil
sei nicht ersichtlich, wie diese Aufwandpositionen berücksichtigt worden sein
sollen. Dabei ist vorweg zu erwähnen, dass die Vorinstanz am Ende dieser
Ausführungen auf E. 2h hingewiesen hat, wo in Betracht gezogen wird, dass der
Beklagten in Berücksichtigung eines Vorsorgebeitrages von Fr. 250.-- rund Fr.
1'150.-- über dem Existenzminimum zur weiteren Verfügung verblieben. Mit dem
Hauptargument, sie verfüge nur über ein Einkommen von Fr. 2'800.--, kann die
Beklagte keine Ermessensüberschreitung dartun.

Im Weiteren ist anzufügen, dass die Kosten für die Haushalthilfe gemäss den
Richtlinien des Kantons Schwyz nicht als eigentliche Krankheitskosten
qualifiziert werden können. Dieser Auffassung ist zuzustimmen. Denn die von
der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz erarbeiteten
Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums
gemäss Art. 93 SchKG stellen zwar kein objektives Recht dar, indessen ist in
Rechtsprechung und Lehre anerkannt, dass sie im Regelfall im Interesse einer
einheitlichen Rechtsanwendung zur Ermittlung des familienrechtlichen
Grundbedarfes heranzuziehen sind (vgl. Heinz Hausheer/Annette Spycher,
Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 1997, N. 02.28). Gemäss Elisabeth
Freivogel können spezielle Gesundheitsauslagen, die von keiner Versicherung
gedeckt werden (u.a Zahnarzt, besondere Auslagen bei Behinderungen oder
gesundheitlichen Problemen, Therapien) berücksichtigt werden (in:
FamKommentar Scheidung, Hrsg. Ingeborg Schwenzer, Bern 2005, Anh. UB, N. 44,
S. 1034). Entgegen der Meinung der Beklagten kann dieser Aufwandposten nicht
unter den Begriff Pflege subsumiert werden, denn in den Richtlinien wird von
der Pflege von Familienangehörigen gesprochen (vgl. dazu auch: Georges Vonder
Mühll, a.a.O., N. 23 zu Art. 93 SchKG, S. 942, Ziff. 8). Die Vorinstanz hat
dabei - wie erwähnt - auf ihre Erwägung 2h verwiesen, d.h. dass die Beklagte
diese Kosten aus dem Überschussanteil abzudecken hat, auch wenn das in dieser
Erwägung nicht nochmals gesondert festgehalten wird. Inwiefern diese
kompensatorische Aufrechnung Bundesrecht verletzen soll, wird nach dem
Ausgeführten nicht hinreichend begründet (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; vgl. dazu
im Weiteren E. 3.2 nachfolgend).

2.3.2 Schliesslich ist die Beklagte mit den ihr vom Kantonsgericht
zugestandenen Wohnkosten nicht einverstanden, denn sie habe Anspruch auf den
Wohnungsstandard während des Zusammenlebens der Parteien, d.h. auf eine 3 ?
-Zimmer-Wohnung zu einer Miete von Fr. 1'530.-- pro Monat.

Die Vorinstanz hat dazu unter anderem festgehalten, die Beklagte könne als
Einzelperson nicht für sich in Anspruch nehmen, ein 4 ?
Zimmer-Reiheneinfamilienhaus mit einer Nettowohnfläche von 132 m2 und zwei
Parkplätzen (mehr als Fr. 2'100.-- inkl. behauptete Pflichtamortisation)
bewohnen zu dürfen, während der Kläger mit einer Partnerin eine 4 ?
Zimmer-Mietwohnung teile. Das Kantonsgericht habe bereits im
Massnahmeentscheid vom 8. Februar 2000 ausgeführt, dass der Beklagten die
Wohnkosten für das Reiheneinfamilienhaus nur für eine beschränkte Zeit
zuzugestehen seien und habe deshalb die ihr anrechenbaren Wohnkosten ab 1.
Januar 2000 auf monatlich Fr. 1'200.-- reduziert. Aufgrund der in den letzten
Jahren im Bezirk Höfe weiter gestiegenen Wohnkosten sei von monatlichen
Kosten für eine 2? Zimmer-Wohnung von Fr. 1'300.00 (inkl. Nebenkosten)
auszugehen. Das Kantonsgericht hat das ihm zustehende Ermessen nicht verletzt
mit der Annahme, dass als Mietkosten für die Beklagte als alleinstehende
Person nur Fr. 1'300.-- berücksichtigt werden können (vgl. BGE 130 III 537 E.
2.4 mit Hinweisen).

2.4 Was die Höhe des hypothetischen Einkommens anbelangt, ist auf die
Rechtsprechung zu verweisen, wonach Annahmen kantonaler Instanzen über
hypothetische Geschehensabläufe, die auf Schlussfolgerungen aus konkreten
Anhaltspunkten (vorliegend: Alter, Gesundheitszustand, Arbeitsmarktlage)
beruhen, nicht als Rechtsfrage, sondern als Ergebnis von Beweiswürdigung
gelten (BGE 117 II 256 E. 2b S. 258; 126 III 10 E. 2a S. 12). Annahmen
betreffend hypothetische Einkommen sind deshalb im Berufungsverfahren für das
Bundesgericht verbindlich.

Die Vorbringen der Beklagten, weil sie gesundheitliche Probleme habe und
bereits 56-jährig sei, habe sie auf dem Arbeitsmarkt keine Chance, können
deshalb nicht gehört werden. Das Gleiche gilt auch für den Einwand, an einer
anderen Stelle werde sie als ungelernte Arbeitskraft auch bei einer
Arbeitsfähigkeit von 62,5% unter keinen Umständen über Fr. 2'800.--
verdienen. Das Bundesgericht hat der Beklagten im Verfahren der
staatsrechtlichen Beschwerde entgegengehalten (E. 3.2), sie mache nicht
geltend, es sei tatsächlich nicht möglich, ihren Beschäftigungsgrad beim
bisherigen Arbeitgeber etwas zu erhöhen. Dagegen wird nun in der Berufung von
ihr - unzulässigerweise - geltend gemacht, eine ergänzende Arbeit sei für sie
nicht möglich, weil an ihrer jetzigen Arbeitsstelle die Einsätze sich immer
wieder änderten (Schichtarbeit). Dass ihr ein Beschäftigungsgrad von 62,5%
nicht zumutbar sei, macht sie nicht geltend. Tatsächlich hält sie sogar einen
solchen von 70% für zumutbar, ist aber der Meinung, in diesem Fall müsse sie
wegen der Erwartungen ihres Arbeitgebers weit länger arbeiten. Es ist
indessen nicht Aufgabe ihres geschiedenen Ehemannes, ihre Mehrarbeit über den
Beschäftigungsgrad hinaus zu finanzieren. Daraus folgt, dass von einem
hypothetischen Einkommen der Beklagten von Fr. 3'500.-- auszugehen ist.

2.5 Im Weiteren hält die Beklagte dafür, weil der Verlust des linken
Ellbogens keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zur Folge gehabt habe,
sei kein Rentenanspruch begründet worden. Die Vorinstanz habe die
Voraussetzungen für eine Rentenzahlung gemäss UVG falsch angewendet.
Das Kantonsgericht hat diesbezüglich (S. 11 E. 2d) befunden, falls sich die
Folgen des Unfalls von Dezember 2004 negativ auf die Arbeitsfähigkeit der
Beklagten auswirken sollten, bestehe grundsätzlich ein Anspruch auf eine
Invalidenrente der Unfallversicherung, die Renten bereits ab 10%
Arbeitunfähigkeit gewähre (Art. 18 Abs. 1 UVG). Damit wird bloss beiläufig
auf die vorausgesetzte Kausalität zwischen dem Gesundheitsschaden und der
Erwerbsunfähigkeit hingewiesen. Da die kantonalen Richter der Beklagten unter
diesem Titel kein Ersatzeinkommen angerechnet haben, kann auch keine
Bundesrechtsverletzung vorliegen.

2.6 Als Nächstes bringt die Beklagte vor, das Kantonsgericht nehme
fälschlicherweise an, die Parteien würden von der AHV eine annähernd gleiche
Rente erhalten angesichts der Ehedauer von 33 Jahren. Es gehe jedoch nur um
26 Jahre. Während weiteren 10 Jahren werde der Kläger pro Jahr ca. Fr.
50'000.-- mehr als die Beklagte mit der AHV abrechnen, was aufgrund einer
gemeinsamen Basis von nur 26 Jahren einen Rentenunterschied von mindestens
Fr. 300.-- ausmachen werde.

Vorweg ist zu bemerken, dass die Vorinstanz nicht übersehen hat, dass die
Parteien 7 Jahre in Dänemark gelebt haben (E. 2a S. 9). Insoweit die Beklagte
dem Kantonsgericht mit Bezug auf die Abrechnungszeit von 26 Jahren ein
offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG vorwirft, geht ihr
Vorwurf fehl. Im Übrigen hat das Bundesgericht im Verfahren der
staatsrechtlichen Beschwerde die tatsächliche Feststellung des
Kantonsgerichts, dass bei der AHV-Rente der Unterschied zwischen den Parteien
aufgrund des Splitting bei der vorliegend langen Ehedauer von 33 Jahren
relativ bescheiden ausfallen werde, nicht als willkürlich beurteilt (E.
2.2.1.3).

2.7
2.7.1 Mit Bezug auf ihre BVG-Rente legt die Beklagte dem Kantonsgericht
ebenfalls ein offensichtliches Versehen zur Last. Gemäss ihren Lohnausweisen
werde ihr 21% an BVG-Guthaben gutgeschrieben. Das Kantonsgericht habe zweimal
die Sparprämie des Arbeitgebers (12,6%) angenommen und dabei übersehen, dass
die Arbeitnehmerprämie nur bei 8,4% liege. Diese aktenwidrige Annahme habe
dazu geführt, dass für die Beklagte eine jährliche BVG-Gutschrift von
Fr. 9'000.-- errechnet worden sei.

2.7.2 Das Kantonsgericht hat dazu unter anderem ausgeführt, bei der Beklagten
sei von einem gesamten Beitragssatz von 24% auf der beitragsberechtigten
Lohnsumme von monatlich Fr. 2'218.30 auszugehen (BB Il/12, vgl. die
Informationen und Prozentangaben zur beruflichen Vorsorge auf der jeweiligen
Lohnabrechnung), was hochgerechnet auf ein 65%-Pensum einen Jahresbeitrag von
Arbeitgeber und Arbeitnehmer von rund Fr. 9'000.-- ergebe (24% von Fr.
2'218.30 x 13 = Fr. 6'921.20 : 50 x 65 = Fr. 8'997.55). Demgegenüber sei beim
Kläger mit einem jährlichen Zuwachs von rund Fr. 12'000..-- an Alterssparen
zu rechnen, womit sich eine Differenz von rund Fr. 3'000.-- bzw. Fr. 250.--
pro Monat ergebe. Oder anders gesagt: Mit einem monatlichen Betrag von rund
Fr. 250.-- für den Ausgleich zukünftiger Versorgungslücken stünden den
Parteien nach der Pensionierung in etwa gleich viele Mittel für die
Rentenleistung der beruflichen Vorsorge zur Verfügung.

Gemäss Lohnabrechnung werden der Beklagen vom Monatslohn von Fr. 2'218.30
eine "BVK Sparprämie" von 8,4% und eine "BVK-Risikoprämie" von 1,2%, total
9,6% abgezogen. Der Arbeitgeber leistet seinerseits monatlich eine "BVK
Sparprämie" von 12,6% und eine "BVK-Risikoprämie" von 1,8% (siehe dazu: Carl
Helbling, Personalvorsorge und BVG, 8. Aufl., S. 109). Die Beiträge der
Beklagten und diejenigen des Arbeitgebers machen zusammen in der Tat 24% aus.
Von einem offensichtlichen Versehen kann somit keine Rede sein. Auf das von
der Beklagten gestützt auf ihre Beitragssätze errechnete BVG-Renteneinkommen
kann demnach nicht abgestellt werden.

2.8 Auch in ihrer Berufungsschrift macht die Beklagte geltend, für das Jahr
2006 und inskünftig sei beim Einkommen des Klägers von dem der
Vorsorgeeinrichtung gemeldeten Jahreslohn von Fr. 88'400.-- auszugehen,
wonach in Berücksichtigung der Sozialabzüge ein monatlicher Nettolohn von Fr.
5'977.50 verbleibe. Das Kantonsgericht habe deshalb nicht von einem
Monatslohn von Fr. 5'500.-- ausgehen dürfen.

Dieser Einwand ist im Berufungsverfahren unzulässig (E. 1.4 hiervor). Ob die
- auch hier - gerügte Verletzung von Art. 1 Abs. 2 BVG eine Angelegenheit des
Bundesprivatrechts beschlägt (vgl. BGE 129 III 415 f.), ist nicht zu
beantworten, denn im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde wurde der
Beklagten dargelegt, dass für die Berechnung der Leistungsfähigkeit das reale
Nettoeinkommen des Klägers massgeblich ist (E. 2.3.2).
2.9 Gemäss dem Urteil des Kantonsgerichts beträgt das monatliche
Existenzminimum der Beklagten Fr. 3'416.-- und dasjenige des Klägers Fr.
2'722.--. Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen hat die Beklagte ihren
Notbedarf nicht infrage stellen können. Das Gleiche gilt auch für das ihr
hypothetisch anzurechnende und von der Vorinstanz von Fr. 2'800.-- auf Fr.
3'500.-- erhöhte Erwerbseinkommen.

3.
3.1 Betreffend den Unterhaltsbeitrag der Beklagten hat die Vorinstanz
erwogen, dieser sei so festzusetzen, dass die Beklagte zum einen die künftige
Vorsorgelücke durch einen monatlichen Sparbeitrag von rund Fr. 250.--
ausgleichen könne und ihr gesamthaft Mittel für den gebührenden Unterhalt im
Sinne der oben erwähnten Kriterien im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit des
Klägers verblieben. Mit einem monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'300.--
stünden der Beklagten insgesamt Mittel von Fr. 4'800.-- (oder knapp Fr.
1'400.-- über dem Existenzminimum) zur Verfügung, die ihr erlaubten, neben
den notwendigsten Lebenskosten, die Vorsorgelücke laufend zu decken und sich
einen der Situation entsprechenden Lebensstil aufrechtzuerhalten. Die
Festsetzung eines höheren Unterhaltsbeitrages sei angesichts der erwähnten
Umstände, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass die
Unterhaltsregelung zu einem erheblichen Teil auf nachehelicher Solidarität
gründe und der Kläger seit der Trennung im Vergleich zu seinem Einkommen
relativ hohe Unterhaltsbeiträge an die Beklagte bezahlt habe (Dezember 1998
bis Ende 1999 Fr. 3'000.-- und seit 1. Januar 2000 Fr. 2'500.-- pro Monat),
nicht gerechtfertigt. Bei dieser Rentenlösung verblieben dem Kläger knapp Fr.
1'500.-- und der Beklagten in Berücksichtigung eines Vorsorgebeitrages von
Fr. 250.-- rund Fr. 1'150.-- über dem Existenzminimum zur weiteren Verfügung.

Bei der - wie hier gegebenen - lebensprägenden Ehe ist für den gebührenden
Unterhalt grundsätzlich am zuletzt gemeinsam gelebten Standard anzuknüpfen.
Diesen hat das Kantonsgericht zwar nicht im eigentlichen Sinn festgestellt,
aber aus den Zahlen, auf welche die Vorinstanz abgestellt hat, ist
ersichtlich, dass die Parteien vor der Trennung einen einiges über dem
Existenzminimum liegenden, aber sicher nicht komfortablen Lebensstil pflegen
konnten. Auf diesen Standard - welcher zusammen mit den scheidungsbedingten
Mehrkosten den gebührenden Unterhalt ergibt -  haben beide Ehegatten
Anspruch, soweit es die finanziellen Mittel erlauben (BGE 132 III 593 E. 3.2
S. 594 f.).

3.2 Die Beklagte ist der Ansicht, das Kantonsgericht habe bei der
Unterhaltsregelung nach Art. 125 ZGB das zulässige Ermessen bei weitem
überschritten. Der Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'150.-- bis zum ordentlichen
AHV-Rentenalter reiche nicht einmal aus, um zusammen mit dem eigenen
Einkommen von Fr. 2'800.-- das Existenzminimum von Fr. 4'449.-- zu decken. Es
bedürfe deshalb eines Unterhaltsbeitrages von Fr. 2'300.-- pro Monat. Von
vornherein nicht eingetreten werden kann darauf insoweit, als die Beklagte
von einem anderen Einkommen und Notbedarf ausgeht als die Vorinstanz (E. 1.4
hiervor).

Es wird in diesem Zusammenhang ferner vorgebracht, bis zum Zeitpunkt, da der
Kläger die AHV-Rente erhalte, partizipiere die Beklagte nur zu 41% am
Überschuss, womit die Aufwendungen von Fr. 532.-- für die Unfallfolgen nur
teilweise berücksichtigt würden. Angesichts der sehr langen Ehedauer bzw. der
lebensprägenden Ehe sowie der Tatsache, dass selbst bei einer hälftigen
Überschussteilung der - hier unbestrittenermassen ausschlaggebende -
Lebensstandard des Zusammenlebens kaum erreicht werden dürfte, wäre eine
hälftige Überschussteilung, wie sie der Beklagten vorschwebt, nicht
bundesrechtswidrig gewesen, auch wenn der die Erwerbsfähigkeit
beinträchtigende Unfall in die Trennungszeit fiel. Andererseits ist es unter
Würdigung aller Umstände vertretbar, dieses Ereignis zum Anlass zu nehmen,
die Überschussteilung leicht zu Gunsten des Ehemannes vorzunehmen. Vor dem
Hintergrund des richterlichen Ermessens ist daher keine
Bundesrechtswidrigkeit auszumachen.

3.3 Gemäss dem angefochtenen Urteil hat der Kläger seiner Ehefrau bis zum
Eintritt ins ordentliche AHV-Rentenalter im Jahre 2015 einen monatlichen
(indexierten) Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'300.-- zu bezahlen. Die Höhe des
Unterhaltsbedarfs hängt zwar vom Bedarf des Ehegatten ab, der ihn
beansprucht, doch muss sie in einem angemessenen Verhältnis zur
Leistungsfähigkeit des anderen Gatten stehen (BGE 127 III 136 E. 3b S. 141).
Dass der Kläger mehr als Fr. 5'500.-- netto verdient, hat die Beklagte nicht
dartun können. Die Vorinstanz hat bei der Festsetzung des gebührenden
Unterhalts auch dem Umstand Rechnung tragen dürfen, dass der Kläger ab 1.
Januar 2000 seine Ehefrau mit Fr. 2'500.-- unterstützt und damit finanziell
zur besseren Integration ins Erwerbsleben in erheblicher Weise beigetragen
habe. Sodann liegt das Existenzminimum beim Kläger (mit Recht) ca. Fr. 700.--
tiefer als bei der Beklagten. Dies ist wesentlich darauf zurückzuführen, dass
der Ehemann im Gegensatz zur Beklagten in einem gefestigten Konkubinat lebt.
Sollte sich diesbezüglich entweder bei der Beklagten oder beim Kläger etwas
ändern, würden sich die Verhältnisse beim Existenzminimum zulasten des
Letzteren auswirken. Insgesamt kann nicht gesagt werden, das Kantonsgericht
habe sein Ermessen bei der Festsetzung des Unterhaltsbeitrags überschritten.

4.
Schliesslich verlangt die Beklagte die Zusprechung eines Unterhaltsbeitrages
von Fr. 1'000.-- pro Monat nach dem Eintritt des Klägers ins AHV-Alter.

4.1 Wie in E. 2.7.2 erwähnt wurde, ist nach Berechnung der Vorinstanz bei der
Beklagten von einem jährlichen Alterssparen von rund Fr. 9'000.-- auszugehen.
Demgegenüber sei beim Kläger mit einem jährlichen Zuwachs von rund Fr.
12'000..-- zu rechnen, womit sich eine Differenz von rund Fr. 3'000.-- bzw.
Fr. 250.-- pro Monat ergebe. Mit einem monatlichen Betrag von rund Fr. 250.--
zugunsten der Beklagten für den Ausgleich zukünftiger Versorgungslücken
stünden den Parteien nach der Pensionierung in etwa gleich viele Mittel für
die Rentenleistung der beruflichen Vorsorge zur Verfügung.

Die Berufungsklägerin hat diese tatsächliche Schlussfolgerung weder im
Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde noch mit der Versehensrüge
umzustossen vermocht. Ihr Hinweis auf die von ihr in Ziff. 11 (Berufung S.
9/10) vorgenommene Berechnung kann nicht entgegengenommen werden (E. 1.4
hiervor), und diese wäre aufgrund der nachfolgenden Erwägung auch
unmassgeblich.

4.2 Das Kantonsgericht hat analog dem Urteil des Einzelrichters die
Beitragspflicht des Ehemannes limitiert (E. 2i S. 18). Der erstinstanzliche
Richter hat dazu erwogen (E. 3.3.5 S. 15), Art. 122 ZGB sehe die Teilung der
während der Ehe geäufneten Austrittsleistung vor. Würde nun der Kläger
aufgrund der nachehelichen Austrittsleistung bzw. einer jährlichen BVG-Rente
verpflichtet, der Beklagten (daraus) eine Unterhaltszahlung zu leisten, so
hätte dies eine doppelte Zahlungsverpflichtung des Klägers zur Folge: Er
hätte einerseits die während der Ehe geäufnete Austrittsleistung zu teilen
und anderseits die übrigen ihm zustehenden und teils nachehelichen
Vorsorgegelder abermals - wenigstens zum Teil - an seine ehemalige Ehefrau
abzuliefern. Dies entspreche nicht der ratio legis.

Diese Auffassung ist zutreffend, denn die Aufteilung nach Art. 122 ZGB führt
zu einer Verbesserung der Altersvorsorge der Unterhaltsberechtigten und zu
einer entsprechenden Verminderung der Leistungsfähigkeit beim
Unterhaltsverpflichteten, wenn er nicht in der Lage ist, seinen eigenen
Vorsorgeschutz - insbesondere durch einen Einkauf - nachträglich zu
verbessern. Der lebenslange Unterhaltsbeitrag behält jedoch dort seine
Berechtigung, wo keine Austrittsleistungen zu teilen sind oder wo eine
Teilung der Austrittsleistung nicht (mehr) möglich ist (Heinz
Hausheer/Annette Spycher, Unterhalt nach neuem Scheidungsrecht,
Ergänzungsband zum Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 2001, N. 05.167 S.
101; vgl. betreffend eine lebenslängliche Rente nach Art. 124 ZGB: BGE 131
III 1 ff.). Die Begrenzung der Unterhaltspflicht, die von der Beklagten nicht
hinreichend im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. c OG beanstandet wird, erweist
sich damit als bundesrechtskonform.

5.
Nach dem Ausgeführten ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten
ist. Die Beklagte wird daher kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Sie hat
jedoch ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt. Die
Voraussetzungen, um der Berufungsklägerin die unentgeltliche Rechtspflege zu
bewilligen, sind erfüllt (Art. 152 OG).

Dem Kläger ist keine Parteientschädigung zuzusprechen, da er nicht zur
Einreichung einer Berufungsantwort aufgefordert wurde.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch der Beklagten um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen,
und es wird ihr Rechtsanwalt Dr. Bruno Beeler als Rechtsbeistand beigegeben.

3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.-- wird der Beklagten auferlegt, einstweilen
jedoch auf die Bundesgerichtskasse genommen.

4.
Rechtsanwalt Dr. Bruno Beeler wird aus der Bundesgerichtskasse ein Honorar
von Fr. 2'000.-- ausgerichtet.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz,
Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. Mai 2007

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:   Der Gerichtsschreiber: