Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 5C.45/2007
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5C.45/2007

Urteil vom 14. Januar 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Marazzi,
Gerichtsschreiber Schett.

A. X.________,
Berufungskläger,
vertreten durch Advokat Nicolas Proschek,

gegen

B. X.________ geb. Y.________,
Berufungsbeklagte,
vertreten durch Advokatin Heidi Mayer Jülich.

Ehescheidung,

Berufung gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt
vom 1. Dezember 2006.

Sachverhalt:

A.
Das Zivilgericht Basel-Stadt schied mit Urteil vom 12. Mai 2004 die Ehe
zwischen A. X.________ (Berufungskläger) und B. X.________
(Berufungsbeklagte). Es verpflichtete den Berufungskläger unter anderem, der
Berufungsbeklagten monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 4'000.-- bis März
2014 und von Fr. 3'000.-- ab April 2014 bis zu deren ordentlichen
Pensionierung zu entrichten, und ihr aus Güterrecht den Betrag von Fr.
111'783.70 zu bezahlen. Die Kosten wurden den Parteien je zur Hälfte
auferlegt, und der vom Berufungskläger der Berufungsbeklagten bezahlte
Anwaltskostenvorschuss wurde für verfallen erklärt.

B.
Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt hat mit dem hier
angefochtenen Urteil vom 1. Dezember 2006 den monatlichen Unterhaltsbeitrag
für die Berufungsbeklagte auf Fr. 4'000.-- bis März 2012, auf Fr. 1'800.-- ab
April 2012 bis März 2014, und auf Fr. 2'400.-- ab April 2014 bis zu deren
ordentlichen Pensionierung festgesetzt. In güterrechtlicher Hinsicht hat es
den Berufungskläger zur Zahlung von Fr. 96'288.70 verurteilt. Es hat die
Verfahrenskosten dem Berufungskläger auferlegt und ihn verpflichtet, der
Berufungsbeklagten eine reduzierte Parteientschädigung zu entrichten.

C.
Dagegen erhebt der Berufungskläger sowohl die vorliegende Berufung als auch
eine staatsrechtliche Beschwerde (Verfahren 5P.53/2007); auf letzteres
Rechtsmittel ist die erkennende Abteilung mit Urteil vom heutigen Datum
gesamthaft nicht eingetreten. Mit der Berufung verlangt er die teilweise
Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Herabsetzung der
Unterhaltsbeiträge sowie des aus Güterrecht der Berufungsbeklagten
geschuldeten Betrages, eventualiter Rückweisung der Sache an die Vorinstanz
zur Vervollständigung des Sachverhaltes; auch stellt er den Antrag, es sei
die Berufungsbeklagte zu Rückerstattung des von ihm geleisteten und für
verfallen erklärten Anwaltskostenvorschusses zu verpflichten.

Es sind keine Vernehmlassungen eingeholt worden.

Erwägungen:

1.
1.1 Am 1. Januar 2007 ist das neue Bundesgerichtsgesetz in Kraft getreten
(BGG; SR 173.110). Weil aber das angefochtene Urteil vor diesem Zeitpunkt
ergangen ist, bleibt auf das vorliegende Verfahren noch das
Bundesrechtspflegegesetz von 1943 (OG) anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG).

1.2 Das Bundesgericht prüft die Rechtsmittelvoraussetzungen frei und von
Amtes wegen, ohne an die Auffassungen der Parteien gebunden zu sein (BGE 132
III 291 E. 1 S. 292; 130 III 76 E. 3.2.2 S. 81 f.; 129 II 453 E. 2 S. 456,
mit Hinweisen).

Die vorliegende Berufung richtet sich gegen einen letztinstanzlichen
kantonalen Endentscheid in einer vermögensrechtlichen Zivilsache. Die
Streitwertgrenze gemäss Art. 46 OG ist erreicht, so dass auf die rechtzeitig
eingelegte Berufung soweit eingetreten werden kann.

2.
2.1 Sowohl das Rechtsmittel der staatsrechtlichen Beschwerde als auch jenes
der eidgenössischen Berufung weisen eine wörtlich identische Begründung auf;
sie unterscheiden sich lediglich dadurch, dass der Beschwerdeführer bzw.
Berufungskläger den jeweiligen Abschnitt mit der allgemeinen Floskel
abschliesst bzw. einleitet, die gerügten Umständen würden Willkür bzw. eine
Bundesrechtsverletzung darstellen. Es fragt sich, ob derart abgefasste
Rechtsmittel die Begründungsanforderungen des jeweils erhobenen Rechtsmittels
überhaupt erfüllen.

2.2 Zwei Bundesrechtsmittel dürfen nicht miteinander verbunden, sondern
müssen je getrennt erhoben und begründet werden. Eine unzulässige Umgehung
dieser Rechtsprechung liegt vor, wenn zwei Rechtsmittel zwar in getrennten
Eingaben, aber mit gleicher Begründung eingereicht und zudem Rügen des einen
Rechtsmittels mit solchen des anderen vermengt werden. Diese Vermengung der
Rügen kann im Einzelfall zur Folge haben, dass die Begründung für die
bundesgerichtlichen Rechtsmittel nicht ausreichend klar ersichtlich wird und
damit den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt (BGE 116 II 745 E. 2a S.
747 in Präzisierung von BGE 116 II 92 S. 93). In solchen Fällen ist jede
Rechtsschrift daraufhin zu prüfen, ob damit Rügen vorgebracht werden, die im
Rahmen des entsprechenden Rechtsmittels grundsätzlich zulässig sind und den
jeweiligen Begründungsanforderungen genügen; zufolge der Verflechtung nicht
offenkundig aufscheinende und nicht eindeutig zugeordnete Vorbringen werden
jedoch vom Bundesgericht übergangen (BGE 115 II 396, E. 2b S. 398).

3.
3.1 Mit eidgenössischer Berufung kann eine Verletzung von Bundesrecht geltend
gemacht werden, allerdings unter Ausschluss der verfassungsmässigen Rechte,
wofür die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten bleibt (Art. 43 Abs. 1 OG;
BGE 127 III 248 Erw. 2c S. 252 mit Hinweisen). Ebenfalls ausgeschlossen sind
Rügen hinsichtlich der Anwendung von kantonalem Recht (Art. 55 Abs. 1 lit. c
OG; BGE 127 III 248 Erw. 2c).

3.2 Das Bundesgericht hat seiner Entscheidung im Berufungsverfahren die
tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz zugrunde zu legen, es sei denn,
sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung
bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder bedürften der
Ergänzung, weil das kantonale Gericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen
gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm
entscheidwesentliche Behauptungen und Beweisanträge rechtzeitig und in der
vorgeschriebenen Form unterbreitet worden sind (Art. 63 und 64 OG; BGE 127
III 248 E. 2c S. 252; 125 III 193 E. 1e S. 205, 368 E. 3 S. 372; 123 III 110
E. 2 S. 111; 115 II 484 E. 2a S. 486). Ausführungen, die sich gegen die
tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid richten sowie das
Vorbringen neuer Tatsachen, Einreden, Bestreitungen und Beweismittel sind
unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c dritter Satz OG). Blosse Kritik an der
Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts kann daher mit der Berufung nicht
vorgebracht werden (BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 12).

3.3 Ermessensentscheide kantonaler Instanzen überprüft das Bundesgericht an
sich frei. Es übt dabei aber Zurückhaltung und schreitet nur ein, wenn die
Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen
abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die für den
Entscheid im Einzelfall keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn Umstände
nicht in Betracht gezogen worden sind, die hätten beachtet werden müssen. Das
Bundesgericht greift ausserdem in Ermessensentscheide ein, wenn sich diese
als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE
130 III 571 E. 4.3 S. 576; 126 III 223 E. 4a S. 227 f.; 127 III 351 E. 4a S.
354).

3.4 Die Berufungsanträge sind zu begründen (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Das
Begründungserfordernis bezieht sich dabei nicht allein auf die
Berufungsschrift als solche, sondern auf jeden einzelnen Antrag (Poudret,
Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bern 1990,
N. 1.5.1.1 zu Art. 55 OG). Der Berufungskläger hat sich mit den als
rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen des angefochtenen Entscheids
auseinander zu setzen und darzutun, inwiefern diese bundesrechtswidrig sein
sollen (BGE 121 III 397 E. 2a). Auf nicht oder ungenügend begründete Begehren
tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 105 II 308 E. 6).

4.
Hinsichtlich der der Berufungsbeklagten geschuldeten Unterhaltsbeiträge rügt
der Berufungskläger, dass die Berücksichtigung und Berechnung einiger
Berechnungsfaktoren Art. 125 ZGB verletze.

4.1 Was zunächst die Höhe des der Berufungsbeklagten zugemuteten
Erwerbseinkommens anbelangt, kritisiert der Berufungskläger die Annahme einer
Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 %.
Das Kantonsgericht hat der Berufungsbeklagten nicht ein (tatsächlich)
erzieltes, sondern ein (hypothetisch) erzielbares Erwerbseinkommen
angerechnet und damit die Frage beantwortet, ob ihr die (Wieder-)Aufnahme
oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit nach der Scheidung tatsächlich möglich
und zumutbar ist. Soweit es um die "Zumutbarkeit" geht, liegt eine
Rechtsfrage vor, die im Verfahren der eidgenössischen Berufung überprüft
werden kann (BGE 126 III 10 E. 2b S. 13). Was die "tatsächliche Möglichkeit"
anbetrifft, ist zu unterscheiden, ob die appellationsgerichtlichen Annahmen
auf konkreten Anhaltspunkten oder auf allgemeiner Lebenserfahrung beruhen;
während Schlussfolgerungen aus allgemeiner Lebenserfahrung auf Berufung hin
überprüft werden können, bilden solche aus Indizien Ergebnis der
Beweiswürdigung (BGE 126 III 10 E. 2b S. 12); die entsprechenden Ausführungen
in der Berufung dazu sind unzulässig (Art. 43 Abs. 3, Art. 55 Abs. 1 lit. c
zweiter Satz OG).

Der Berufungskläger unterscheidet nicht zwischen Rechts- und Tatfragen bzw.
zwischen auf konkreten Anhaltspunkten oder auf allgemeiner Lebenserfahrung
beruhenden Annahmen. Es wird dadurch nicht klar, welche Einwände zu Recht im
Rahmen der Berufung erhoben werden und welche hingegen in die (übrigens
gleich begründete)
staatsrechtliche Beschwerde gehören würden. Das Eintreten auf die Vorbringen
ist zumindest zweifelhaft, aber sie sind auf jeden Fall unbegründet.

Der Einwand, die 50%-ige Arbeitsunfähigkeit sei nicht belegt, betrifft den
Sachverhalt und ist hier sowieso nicht zu hören (vorne, E. 3.2). Dasselbe
gilt hinsichtlich der angeblich unzureichenden Arbeitsbemühungen bzw. der Art
Stellen, für welche sich die Berufungsbeklagte interessiert haben soll: Damit
will ihr offensichtlich vorgeworfen werden, dass sie die Möglichkeiten, eine
Arbeitsstelle zu finden, nicht ausgeschöpft hat, was Tatfrage ist (Art. 63
Abs. 2 OG; vgl. BGE 126 III 10 E. 2b S. 13). Zulässig wäre hingegen der
Einwand, der Berufungsbeklagten wäre bereits ab der Trennung im Jahre 1997
zumutbar gewesen, sich wieder in die Arbeitswelt einzugliedern. Die
Ausführungen des Berufungsklägers sind aber zu diesem Punkt widersprüchlich,
gibt er doch selber zu, dass es der Berufungsbeklagten nach der Trennung
gesundheitlich nicht gut ging, und dass es deshalb nachvollziehbar ist, dass
sie nicht sogleich versucht hat, wieder ins Erwerbsleben einzusteigen. Er
legt aber auch nicht dar, warum und ab welchem Zeitpunkt es ihr zugemutet
werden musste, wieder aktiv zu werden; mit dem blossen Vorwurf der
Böswilligkeit kann keine Bundesrechtsverletzung dargetan werden. Zur Frage,
wie weit der Berufungsbeklagten die Ausnahme einer (teilweisen)
Erwerbstätigkeit zumutbar sei, hat sich das Appellationsgericht übrigens
deutlich geäussert und sich dabei auf ihr Alter und ihren Gesundheitszustand
berufen: Darauf geht der Berufungskläger aber mit keinem Wort ein;
insbesondere beanstandet er die zur Anwendung gebrachten Kriterien nicht.

Im Ergebnis sind die Rügen des Berufungsklägers zum hypothetischen Einkommen
der Berufungsbeklagten abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.

4.2 Wiederum gegen Art. 125 ZGB soll nach Auffassung des Berufungsklägers der
unter dem Titel "Altersvorsorge" in den Notbedarf der Berufungsbeklagten
eingesetzte Betrag von Fr. 550.-- verstossen: Die Höhe des Betrages sei
unbegründet, folge aus keiner konkreten Berechnung, und im Übrigen sei die
Berufungsbeklagte mit dem bereits übertragenen Betrag aus seiner beruflichen
Vorsorge genügend abgesichert.

Gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB besteht Anspruch auf nachehelichen Unterhalt,
soweit einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, für den ihm gebührenden Unterhalt
unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen.
Absatz 2 zählt - wenn auch nicht abschliessend - die für die Beantwortung
dieser Frage massgebenden Kriterien auf, die auch bei der Bemessung des
Beitrages zu berücksichtigen sind. Absatz 3 nennt die Voraussetzungen, unter
denen ein Beitrag "ausnahmsweise versagt oder gekürzt werden" kann. Der
nacheheliche Unterhalt soll insbesondere den durch die Ehescheidung
verursachten Veränderungen Rechnung tragen. Einerseits hat jeder Ehegatte -
soweit immer möglich - für seinen Unterhalt selbst zu sorgen; anderseits ist
der eine Ehegatte zur Leistung von Geldbeiträgen an den anderen verpflichtet,
wenn dieser seine durch die Ehe allenfalls beeinträchtigte wirtschaftliche
Selbstständigkeit nicht erreichen kann (dazu zuletzt: BGE 132 III 593 E. 9.1
S. 600 mit Hinweisen).

Das Appellationsgericht hat die Aufwendungen von Fr. 550.-- im Notbedarf der
Berufungsbeklagten zum Ausbau ihrer Altersvorsorge damit begründet, sie habe
sich eine ausreichende berufliche Vorsorge während der Ehe nicht aufbauen
können, und dazu werde der zu überweisende hälftige Betrag aus dem
Vorsorgeguthaben des Berufungsklägers nicht ausreichen, zumal keine Aussicht
bestehe, dass dieses Kapital bis zu ihrem Pensionsalter zu einem so hohen
Betrag anwachse, dass daraus eine ausreichende Rente fliessen würde. Den
konkreten Betrag von Fr. 550.-- hat das Appellationsgericht insbesondere
deshalb als angemessen betrachtet, weil der Berufungskläger (und sein
Arbeitgeber) bis zu seiner Pensionierung mehr als doppelt soviel in die Kasse
einzahlen wird. Ersichtlich hat das Appellationsgericht die einschlägigen
gesetzlichen Kriterien angewandt. Den Betrag hat es auch überzeugend
begründet, und Anlass für das Bundesgericht zum Einschreiten besteht umso
weniger, als der Sachrichter dabei über einen gewissen Ermessensspielraum
verfügt (BGE 127 III 136, E. 3a S. 141; zur Zurückhaltung des Bundesgerichtes
siehe vorne, E. 3.3). Hinzu kommt, dass die Kritik des Berufungsklägers sich
in allgemeinen Einwendungen erschöpft und daher seiner Begründungspflicht (E.
3.4 vorne) - wenn überhaupt - nur knapp genügt.

Im Umfang, im dem auf die Rüge eingetreten werden kann, ist sie folglich
abzuweisen.

4.3 Im Zusammenhang mit seinem eigenen Notbedarf rügt der Berufungskläger als
gegen Art. 125 ZGB verstossend, dass das Appellationsgericht nicht
berücksichtigt habe, dass es für ihn notwendig sei, die hypothekarische
Belastung des Eigenheimes zu erhöhen, um die güterrechtlichen Ansprüche der
Berufungsbeklagten zu tilgen. Der Sanierungsbedarf der Liegenschaft sei
ausgewiesen, und eine Veräusserung derselben unzumutbar, weil
unwirtschaftlich.

Es ist zunächst darauf hinzuweisen, dass der Berufungskläger wieder
tatbeständliche - namentlich jene zum Sanierungsbedarf der Liegenschaft und
jene zur Unwirtschaftlichkeit von deren Veräusserung - und rechtliche
Argumente vermengt, was die Zulässigkeit seiner Rüge als überaus zweifelhaft
erscheinen lässt (E. 2.2. vorne). Jedenfalls ist im Urteil über die
staatsrechtliche Beschwerde ausgeführt worden, weshalb die
tatbestandsmässigen Einwendungen unberücksichtigt bleiben müssen. Ist es nun
aber sachverhaltsmässig erstellt, dass die vorinstanzliche Bewertung der
Liegenschaft nicht zu beanstanden ist, dann entfallen die tatbestandsmässigen
Grundlagen für das rechtliche Argument des Berufungsklägers, die
Hypothekarzinsen bezüglich der Mehrbelastung, die zur Bezahlung der
güterrechtlichen Forderung angeblich erforderlich sein soll, müssten in
seinem Notbedarf berücksichtigt werden.

Der Einwand würde ohnehin fehlschlagen: Der vom Berufungskläger angerufene
Grundsatz, wonach die Vermögenssubstanz grundsätzlich nicht anzuzehren ist,
gilt nur für die (Berechnung und) Bezahlung der Unterhaltsbeiträge, hingegen
selbstverständlich nicht für die Regelung der güterrechtlichen
Auseinandersetzung. Folgte man seiner Überlegung, würde die Berufungsbeklagte
inskünftig nicht nur die Erhaltung eines Vermögenswertes des
Berufungsklägers, sondern sogar die für sie selber bestimmte Abfindung aus
Güterrecht mitfinanzieren. Es erstaunt daher nicht, dass das
Appellationsgericht auf das vollkommen abwegige Argument gar nicht
zurückgekommen ist.

Im Ergebnis ist die Rüge abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.

4.4 Hinsichtlich der für die Zeit ab April 2012 bis März 2014 geschuldeten
Unterhaltsbeiträge macht der Berufungskläger zusätzlich geltend, er müsse
AHV-Beiträge bezahlen, welche bei der Festlegung seines Notbedarfs nicht
berücksichtigt worden seien. Er behauptet aber nicht, und noch weniger belegt
er, diesen Einwand bereits vor dem Appellationsgericht erhoben zu haben.
Damit ist er neu und unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; E. 3.2 vorne).

5.
Der Berufungskläger bemängelt auch die grundsätzliche Zuordnung der
Liegenschaft zu seiner Errungenschaft und deren Bewertung.

5.1 Die Kritik der grundsätzlichen Zuordnung der Liegenschaft zu seiner
Errungenschaft begründet er bloss mit einer Verweisung auf seine
Appellationsbegründung, was unzulässig ist (BGE 115 II 83 E. 3 S. 85; 130 III
182 nicht publizierte E. 2; 127 III 300 nicht publizierte E. 1c; 124 III 363
nicht publizierte E. 1.2). Darauf ist nicht einzutreten.

5.2 Der Berufungskläger stellt sodann die Bewertung der Liegenschaft seitens
des Appellationsgerichtes in Frage, das zu Unrecht vom Vermögenswert von Fr.
680'000.-- ausgegangen sei und nicht vom (bereits zu hohen) Veräusserungswert
von Fr. 640'000.--; schon der Umstand, dass der Gutachter vor erster Instanz
vorgeladen, dann aber gar nicht angehört worden sei, sei "stossend" und hätte
das Appellationsgericht "hellhörig" stimmen müssen. Dieses habe vielmehr
"weitere Abklärungen ausser Acht gelassen"; damit übernimmt er praktisch
wörtlich die Begründung der staatsrechtlichen Beschwerde, verliert aber dabei
aus den Augen, dass in der Berufung der Sachverhalt nicht in Frage gestellt
werden darf (E. 3.2 vorne).

Im gleichen Zusammenhang wirft der Berufungskläger dem Appellationsgericht
vor, hinsichtlich der Bewertung der Liegenschaft deren Sanierungsbedarf nicht
berücksichtigt und ein ehemaliges Jaucheloch überbewertet zu haben. Dies
müsse zu einer Herabsetzung des an die Berufungsbeklagte aus Güterrecht zu
leistenden Betrages um "mindestens" Fr. 26'500.-- führen. Auch hier handelt
es sich um unzulässige Ausführungen gegen die tatsächlichen Feststellungen
der Vorinstanz (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Und von einer Vervollständigung
des Sachverhaltes gemäss Art. 64 OG kann ganz offensichtlich nicht die Rede
sein: Was der Berufungskläger in der Tat beabsichtigt, ist eine unzulässige
Abänderung des vorinstanzlich festgestellten Sachverhaltes zu seinen Gunsten
(zur Unterscheidung vgl. zuletzt etwa das Bundesgerichtsurteil vom 22. Juli
2002 [4C.152/2002], E. 1.3.3 und 1.3.4, in SJ 2003 I S. 359)
5.3 Auf die Rüge ist somit gesamthaft nicht einzutreten.

6.
Schliesslich kritisiert der Berufungskläger das Urteil des
Appellationsgerichtes hinsichtlich des Kostenpunktes.

6.1 Er widersetzt sich zunächst dagegen, dass das Appellationsgericht den von
ihm der Berufungsbeklagten geleisteten Anwaltskostenvorschuss für verfallen
erklärt hat. Aus der Begründung des angefochtenen Urteils muss geschlossen
werden, dass die fragliche Verfall-Erklärung nur bedeutet, dass die
Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens dem heutigen Berufungskläger
auferlegt wurden, diese jedoch mit dem Anwaltskostenvorschuss verrechnet
worden sind, den er für die Berufungsbeklagte bezahlt hatte. Es handelt sich
also um einen Entscheid im Kostenpunkt, auch wenn der Berufungskläger
vorbringt, die Berufungsbeklagte hätte den Vorschuss wegen der angefallenen
Erbschaft zurückerstatten müssen.

6.2 Kostenentscheide kantonaler Gerichtsverfahren beruhen aber auf kantonalem
Recht; Erörterungen dazu sind in der Berufung unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit.
c OG). Dies gilt selbstredend auch bezüglich der Diskussion über die
Auferlegung der zweitinstanzlichen Gerichtskosten. Auf die Rüge ist mithin
nicht einzutreten.

7.
Zusammenfassend erweist sich die Berufung als unbegründet, soweit auf sie
überhaupt eingetreten werden kann. Ausgangsgemäss trägt der unterliegende
Berufungskläger die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 156 Abs.
1 OG). Eine Entschädigung schuldet er der Berufungsbeklagten jedoch nicht,
wurde Letztere nicht zur Einreichung einer Stellungnahme angehalten und sind
ihr deshalb vor Bundesgericht keine notwendigen Auslagen entstanden (Art. 159
Abs. 1 und 2 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'500.-- wird dem Berufungskläger auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons
Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Januar 2008

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Schett