Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Staatsrecht 5P.27/2007
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5P.27/2007 /bnm

Urteil vom 2. August 2007
II. zivilrechtliche Abteilung

Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterinnen Nordmann, Escher,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiber Ruppen.

A. ________,
Beschwerdeführerin,
handelnd durch B.________,
diese vertreten durch Rechtsanwalt Beat Meyer,

gegen

CSS Versicherung AG, Tribschenstrasse 21,
Postfach 2568, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
Obergericht des Kantons Luzern, I. Kammer als Appellationsinstanz,
Postfach, 6002 Luzern.

Art. 9 und 29 BV (Zusatzversicherung),

Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons
Luzern, I. Kammer als Appellationsinstanz, vom 30. November 2006.

Sachverhalt:

A.
A. ________, die an einer psychischen Erkrankung leidet, ist seit vielen
Jahren bei den CSS Versicherungen (nachfolgend: CSS) krankenversichert. Bis
Ende 1996 war sie in der KUVG-Zusatzversicherung "Kombinierte
Spitalversicherung" (Allgemeine Versicherungsbedingungen; AVB 01.1995),
Leistungsgruppe 2: Halbprivate Abteilung (Zweibettzimmer mit anerkannter
Tarifbindung), versichert. Mit Einführung des Bundesgesetzes über die
Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) und der Unterstellung der
Zusatzversicherungen unter das Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
(Versicherungsvertragsgesetz, VVG; SR 221.229.1) erfolgte auf den 1. Januar
1997 bei der CSS die Überführung der "Kombinierten Spitalversicherung
Halbprivate Abteilung" in die Standardversicherung (AVB 01.1997). A.________
(geboren 1930) schloss im Oktober 2004 mit der CSS einen neuen
(modifizierten) Krankenversicherungsvertrag "Spitalversicherung halbprivat,
Heilungskostenversicherung" (AVB 01.1997) ab. Die neue Police ersetzte alle
bisherigen Versionen und erlangte Gültigkeit ab dem 1. Januar 2005. Neben der
obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) umfasst die Police unter
anderem auch eine Spitalversicherung halbprivat (nach VVG) mit Tarifbindung.

B.
Die Frauenklinik am Meissenberg, psychiatrisch-psychotherapeutische
Spezialklinik für Frauen in Zug, ersuchte im Auftrag von A.________ die CSS
am 29. April 2005 um Kostengutsprache ab demselben Datum für die stationäre
Behandlung von A.________. Die Spitalbedürftigkeit der Patientin war
unbestritten. Am 11. Mai 2005 lehnte die CSS das Gesuch unter folgendem
Hinweis ab: "Vertragsloser Zustand/Versicherungsleistungen auf dem
Rückerstattungsweg". Weiter bemerkte sie, dass gemäss den Empfehlungen ihres
Vertrauensarztes eine 90-tägige Hospitalisation der Patientin zwar indiziert
sei, da jedoch ein vertragsloser Zustand bestehe, werde sie lediglich die der
Versicherten zustehende Leistung aus der OKP in der Höhe von Fr. 214.-- pro
Tag vom 29. April bis zum 27. Juli 2005 rückerstatten. Mit Schreiben vom 12.
Mai 2005 teilte die CSS A.________ mit, dass die sie behandelnde Klinik auf
der sogenannten "Liste der Spitäler ohne allgemeine und/oder halbprivate
Abteilung" stehe, weil kein Tarifvertrag für die allgemeine und halbprivate
Abteilung bestehe. Des Weiteren führte sie aus, dass sie aufgrund der
ungenügenden Versicherungsdeckung (lediglich) die durch die OKP versicherten
Kosten für die Aufnahme in die allgemeine Abteilung des zuständigen
öffentlichen Spitals des Wohnkantons der Versicherten zu einem Ansatz von Fr.
214.-- pro Tag garantiere. Aus der "Spitalversicherung halbprivat" bestehe
demgegenüber kein Leistungsanspruch, weshalb weitergehende Kosten zu Lasten
der Versicherten gingen. Eine Kopie dieses Schreibens ging an die Klinik am
Meissenberg. Auf Ersuchen von A.________ lehnte die CSS eine Kostengutsprache
am 24. Mai 2005 erneut ab mit dem Hinweis auf ein Schreiben ihrer
Rechtsabteilung vom 19. April 2005 an die Klinik, das auch im vorliegenden
Falle Gültigkeit habe. Die Versicherte hielt sich vom 29. April bis zum 7.
Juni 2005 in der Klinik auf der Privatabteilung Zweibettzimmer auf.

C.
Am 5. Oktober 2005 reichte A.________ Klage beim Amtsgericht Luzern-Stadt
gegen die CSS ein und forderte von dieser aus (Kranken-) Zusatzversicherung
die Differenz zwischen 75 % des Gesamtrechnungsbetrages für den
Klinikaufenthalt und der von der CSS garantierten OKP-Pauschale, ausmachend
Fr. 37'612.85 samt Zinsen. In teilweiser Gutheissung der Klage verurteilte
das Amtsgericht die CSS zur Bezahlung von Fr. 28'209.60 samt Zinsen.

D.
Die dagegen von der CSS erhobene Appellation hiess das Obergericht des
Kantons Luzern, I. Kammer, mit Urteil vom 30. November 2006 gut und wies die
Klage vollumfänglich ab. Die von A.________ erhobene Anschlussappellation
wurde damit gegenstandslos.

E.
A.________ (fortan: Beschwerdeführerin) führt mit Eingabe vom 22. Januar 2007
staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung der Art. 9 und 29 Abs. 2 BV und
beantragt dem Bundesgericht in der Sache, den obergerichtlichen Entscheid vom
30. November 2006 aufzuheben. Die CSS (fortan: Beschwerdegegnerin;
Versicherer) sowie das Obergericht schliessen in ihren Vernehmlassungen auf
Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde unter Kosten- (und
Entschädigungs-) Folge zu Lasten der Beschwerdeführerin. In der gleichen
Sache hat A.________ beim Bundesgericht auch eidgenössische Berufung erhoben
(Verfahren 5C.20/2007).

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz über das Bundesgericht
(Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205,
1243). Der angefochtene Entscheid ist vorher ergangen, so dass noch die
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege
(Bundesrechtspflegegesetz, OG; SR 173.110) anzuwenden sind (vgl. Art. 132
Abs. 1 BGG).

1.2 Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und
in welchem Umfang auf eine staatsrechtliche Beschwerde einzutreten ist (BGE
131 I 153 E. 1 S. 156; 130 II 249 E. 2 S. 250). Wird in der gleichen Sache
sowohl Berufung als auch staatsrechtliche Beschwerde erhoben, so ist in der
Regel zuerst über die staatsrechtliche Beschwerde zu befinden und der
Entscheid über die Berufung auszusetzen, da bei Gutheissung der
staatsrechtlichen Beschwerde das angefochtene Urteil aufgehoben und die
Berufung gegenstandslos wird (Art. 57 Abs. 5 OG; BGE 114 II 239 E. 1b S. 240;
122 I 81 E. 1 S. 82). Im vorliegenden Fall besteht kein Anlass, von dieser
Regel abzuweichen.

1.3 Nach Art. 86 Abs. 1 OG ist eine staatsrechtliche Beschwerde nur gegen
letztinstanzliche kantonale Entscheide zulässig. Das Urteil des Luzerner
Obergerichts stellt einen solchen dar. Soweit die Beschwerdeführerin die
Verletzung verfassungsmässiger Rechte rügt, ist die Berufung an das
Bundesgericht nicht gegeben (Art. 43 Abs. 1 OG) und somit nur die
staatsrechtliche Beschwerde möglich (Art. 84 Abs. 2 OG).

1.4 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG hat sich eine Beschwerdeführerin mit den
Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinander zu setzen und im
Einzelnen darzustellen, worin die Verletzung der angerufenen
Verfassungsrechte bestehen soll. Im Verfahren der staatsrechtlichen
Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert (und damit
rechtsgenüglich) erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 131 I 313
E. 2.2 S. 315; 130 I 258 E. 1.3 S. 261 mit Hinweisen). Neue Vorbringen und
Belege sowie Ausführungen zum Sachverhalt, welche nicht mit einer konkreten
(Willkür-) Rüge verbunden sind, werden im staatsrechtlichen
Beschwerdeverfahren nicht berücksichtigt. Der von der Beschwerdeführerin mit
staatsrechtlicher Beschwerde vorgebrachte Beweismittelantrag, die Akten der
kantonalen Verfahren beizuziehen, gilt nicht als neu und wird vom
Bundesgericht somit im Rahmen des Verfassungsbeschwerdeverfahrens von Amtes
wegen berücksichtigt (BGE 129 I 49 E. 3 S. 57). Schliesslich tritt das
Bundesgericht auf ungenügend begründete Vorbringen und rein appellatorische
Kritik am angefochtenen Entscheid, wie sie allenfalls im Rahmen eines
Berufungsverfahrens zulässig ist, nicht ein (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3; 125 I
492 E. 1b S. 495; 131 I 291 E. 1.5 S. 297).

Wirft die Beschwerdeführerin - wie vorliegend - der kantonalen Instanz zur
Hauptsache Willkür vor, so hat sie aufzuzeigen, inwiefern deren Entscheid
offensichtlich unhaltbar sein soll, d.h. mit der tatsächlichen Situation in
klarem Widerspruch stehe, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz
krass verletze oder sonst wie in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken
zuwiderlaufe. Das Bundesgericht greift im Übrigen nur ein, wenn nicht bloss
die Begründung des Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist
(BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261; 132 I 13 E. 5.1 S. 17 mit Hinweisen). Vermag
die Beschwerdeführerin jedoch Willkür nicht auch im Ergebnis nachzuweisen, so
ist auf die Beschwerde gar nicht erst einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG;
BGE 131 I 217 E. 2.1 S. 219; 124 I 247 E. 5 S. 250).

Diesen Vorgaben wird die Beschwerdeführerin, die in ihrer Beschwerdeschrift
Art. 9 sowie Art. 29 Abs. 2 BV rügt, auf weiten Strecken nicht gerecht, was
im Zusammenhang mit den einzelnen Rügen aufzuzeigen ist.

2.
Die Beschwerdeführerin rügt am Ende ihrer Eingabe eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs, indem das Obergericht einerseits  - von Amtes wegen - die
Statuten, AVB und Reglemente der Beschwerdegegnerin (Ausgabe Januar 1995) zu
den Akten genommen habe, ohne dass der Beschwerdeführerin Gelegenheit gegeben
worden sei, sich zu diesen Akten zu äussern (dazu unten E. 2.2) und
andererseits die von der Beschwerdeführerin in der Klagedenkschrift vom 5.
Oktober 2005 gestellten Eventualanträge nicht behandelt habe (dazu unten
E. 2.3).
2.1 Da der verfassungsmässige Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV) gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung als ein solcher formeller Natur gilt, ist
er hier vorweg zu behandeln, da seine Verletzung ungeachtet der
Erfolgsaussichten des Rechtsmittels in der Sache selbst zur Aufhebung des
angefochtenen Entscheides führte (vgl. BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390). Der
Grundsatz des rechtlichen Gehörs als persönlichkeitsbezogenes
Mitwirkungsrecht umfasst unter anderem das Recht auf Stellungnahme zum
Beweisergebnis. Dabei hat das neue und entscheidende Akten beiziehende
Gericht den Betroffenen darüber zu orientieren. Der Anspruch einer Partei, im
Rahmen eines Gerichtsverfahrens zu replizieren, bildet einen Teilgehalt des
verfassungsmässigen Anspruchs auf rechtliches Gehör und gewährleistet, dass
die Partei nicht nur vom Gericht über den Eingang neuer Akten orientiert
werden muss, sondern ausserdem die Möglichkeit zur Replik erhält (BGE 132 I
42 E. 3.3.3 S. 46; 124 II 132 E. 2b S. 137). Die Beschwerdeführerin sieht
auch die (Entscheid-) Begründungspflicht verletzt, welche verlangt, dass die
Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen
auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der
Entscheidfindung berücksichtigt, was indessen nicht bedeutet, dass sich diese
ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen
Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den
Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 112 Ia 107 E. 2b S.
109 mit Hinweisen; 130 II 530 E. 4.3 S. 540). Die Begründungspflicht ist
Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör und begründet gemäss ständiger
bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine über dieses Verfassungsrecht
hinausgehenden Garantien, weshalb auf sie - insofern von der
Beschwerdeführerin in anderem Zusammenhang als verletzt gerügt - nicht mehr
gesondert eingegangen wird (vgl. BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b
S. 102).

2.2 Bei den von der Beschwerdegegnerin auf Ersuchen des Obergerichts edierten
Unterlagen handelt es sich um dieselben, die von der Beschwerdeführerin
anlässlich des Appellationsverfahrens eingereicht worden sind. Es kann somit
festgehalten werden, dass der Beschwerdeführerin diese Akten bekannt gewesen
sind. Dass unter diesen Umständen ein Gericht auf einen den Parteien
bekannten Beleg Bezug nimmt, muss diesen nicht noch einmal gesondert in
Aussicht gestellt werden. Deren rechtliches Gehör wird durch dieses Vorgehen
des Gerichts demnach nicht verletzt.

2.3 Soweit die Rüge der nicht behandelten Eventualanträge überhaupt in einer
tauglichen, den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise
vorgetragen wird (vgl. oben E. 1.4), dringt sie nicht durch. Der Begründung
des Obergerichts in seiner Vernehmlassung, dass durch die Gutheissung der
Appellation - und mit der Abweisung der Klage - die Beurteilung des
(Eventual-) Feststellungsbegehrens hinfällig geworden sei, kann ohne Weiteres
gefolgt werden. Aufgrund der Offensichtlichkeit der Rechtslage ist der
Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin nicht verletzt.

2.4 Die von der Beschwerdeführerin im Übrigen geltend gemachte einseitige
Beweiswürdigung zu ihren Ungunsten kann nur eine materielle
Rechtsverweigerung bedeuten; soweit daher die Beschwerdeführerin in ihrer
Eingabe weiterhin die Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV (Anspruch auf
rechtliches Gehör und Entscheidbegründung) rügt, ist ihre Rüge allein unter
dem Blickwinkel des Willkürverbotes zu prüfen, worauf im Sachzusammenhang
zurückzukommen sein wird.

3.
3.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Obergericht habe fälschlicherweise
angenommen, der zwischen ihr und dem Versicherer bestehende
(Krankenzusatzversicherungs-) Vertrag sei erstmals per 1. Januar 2005
abgeschlossen worden. Diese Sachverhaltsfeststellung betreffend den Beginn
des Vertragsverhältnisses rügt die Beschwerdeführerin als willkürlich und das
rechtliche Gehör verletzend, welche Rüge sich jedoch in ersterer erschöpft
(vgl. oben E. 2.4).

3.2 Wohl trifft es zu, dass die Beschwerdeführerin nicht erst seit dem 1.
Januar 2005 bei der Beschwerdegegnerin zusatzversichert ist. Diese räumt dies
in ihrer Vernehmlassung zur staatsrechtlichen Beschwerde sogar selbst ein:
"Vielmehr ist die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen seit vielen Jahren
bei der Beschwerdegegnerin bzw. bei ihrer Rechtsvorgängerin versichert,
gemäss den Unterlagen der Beschwerdegegnerin seit dem 1. Mai 1956."

Das Datum des Vertragsschlusses, dessen Bestimmung eine im staatsrechtlichen
Beschwerdeverfahren überprüfbare Tatfrage darstellt, ist im angefochtenen
Urteil offensichtlich falsch wiedergegeben worden. Jedoch hat das Obergericht
in diesem Zusammenhang vom zuletzt geschlossenen Versicherungsvertrag
gesprochen, was unter Hinweis auf den Klägerbeleg Nr. 5 (Versicherungspolice
für die Beschwerdeführerin) eindeutig darauf schliessen lässt, dass der
Versicherer eine neue Police ausgestellt und die Versicherungsprämien neu
festgelegt hat, was wiederum ausschliesst, dass die Beschwerdeführerin
erstmals bei der Beschwerdegegnerin versichert gewesen ist.

Da der von der Beschwerdeführerin als verletzt gerügten Begründungspflicht
als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör vorliegend keine
eigenständige Bedeutung zukommt (vgl. oben E. 2.1), sind die von ihr
vorgetragenen Rügen einzig unter dem Blickwinkel des Willkürverbotes zu
prüfen. Nach dem Gesagten kann jedoch gefolgert werden, dass die
Beschwerdeführerin mit ihren Rügen im Ergebnis keine Willkür darzutun
vermochte (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; vgl. BGE 131 I 217 E. 2.1 S. 219; vgl.
oben E. 1.4). Das Nichterfüllen dieser formellen Begründungsvoraussetzung
sowie die Tatsache, dass sich der Streit nur noch um die (Entscheid-)
Begründung drehte, was jedoch zur Annahme eines rechtsgenüglichen
Rechtsschutzinteresses nicht ausreicht, führen somit in diesem Punkt zum
Nichteintreten auf die staatsrechtliche Beschwerde.

4.
4.1 Sodann hält die Beschwerdeführerin dafür, die obergerichtliche
Sachverhaltsfeststellung betreffend das Versicherungsverhältnis sei
willkürlich und verletze das rechtliche Gehör. Namentlich sei dies dadurch
geschehen, dass das Obergericht verschiedene Tatsachen wie unter anderem die
Leistungserbringung durch die Klinik am Meissenberg gemäss kantonaler
Spitalliste sowie die Tarifanerkennung seitens der Beschwerdegegnerin ausser
Acht gelassen habe.

4.2 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin sind in diesem Zusammenhang darauf
ausgerichtet, eine Verletzung der Untersuchungsmaxime aufzuzeigen. Art. 85
Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 2004 betreffend die Aufsicht über
Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz, VAG; SR 961.01)
verpflichtet die kantonalen Gerichte, für Streitigkeiten aus
Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen. Da die Untersuchungsmaxime im Bereich der
Krankenzusatzversicherung Bundesrecht beschlägt (Art. 85 Abs. 2 VAG) und der
vorliegende Fall berufungsfähig ist, hat die Beschwerdeführerin die
diesbezüglichen Rügen mit Berufung vorzubringen (Art. 84 Abs. 2 OG), womit
sich ihre Willkürrüge als unzulässig erweist. Was die Gehörsverletzung
betrifft, kann der Beschwerdeführerin, die in diesem Zusammenhang rein
appellatorische Kritik übt, nicht gefolgt werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG;
vgl. oben E. 1.4 und 2.1). Auf die Beschwerde ist deshalb auch in diesem
Punkt nicht einzutreten.

5.
5.1 Weiter rügt die Beschwerdeführerin eine willkürliche
Sachverhaltsfeststellung betreffend das CSS-Magazin (Ausgabe Mai 2005). Nach
ihrem Dafürhalten stünden die obergerichtlichen tatsächlichen Feststellungen
mit den im Recht liegenden Akten (d. h. dem CSS-Magazin) in klarem
Widerspruch. Einher gehe mit dieser willkürlichen Tatsachenfeststellung auch
eine willkürliche Beweiswürdigung.

5.2 Soweit es um die tatsächlichen Feststellungen des angefochtenen
Entscheides geht, greift das Bundesgericht auf staatsrechtliche Beschwerde
hin nur ein, wenn die Feststellungen den Akten klar widersprechen; im Bereich
der Beweiswürdigung, bei welcher dem Richter ein weiter Ermessensspielraum
zukommt, schreitet es nur ein, wenn diese offensichtlich unhaltbar ist, mit
der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem
offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem
Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 173 E. 3.1 S. 178 mit
Hinweisen; vgl. oben E. 1.4). Dabei ist Aktenwidrigkeit nicht mit
Beweiswürdigung gleichzusetzen, sondern liegt nur vor, wenn der Richter bei
der Beweiswürdigung von unrichtigen tatsächlichen Prämissen ausgeht (vgl.
Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Nr. 149 Fn.
42, S. 213).

Das Bundesgericht überprüft die in diesem Zusammenhang geltend gemachte
allfällig willkürliche Tatsachenfeststellung oder Beweiswürdigung nicht, da
es die objektivierte Auslegung von Willenserklärungen - wozu auch das
CSS-Magazin als der erklärte Wille der Beschwerdegegnerin gehört - nach dem
Vertrauensprinzip ausschliesslich im Verfahren der eidgenössischen Berufung
als Rechtsfrage frei prüft (BGE 123 III 165 E. 3a S. 168; vgl. auch Münch,
in: Geiser/Münch, Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Aufl., N 4.49 S. 137).
Daher ist auf die Beschwerde diesbezüglich nicht einzutreten.

6.
6.1 Darin, dass das Obergericht auf den von der Beschwerdeführerin im
kantonalen Verfahren eingereichten Auszug aus der Internetseite der
Beschwerdegegnerin - in welchem diese eine für das gesamte Gebiet der Schweiz
geltende Kostenübernahme bezüglich der Spitalversicherung halbprivat anpreise
- nicht eingegangen ist, erblickt jene schliesslich eine Verletzung des
Willkürverbotes.

6.2 Der von der Beschwerdeführerin offerierte Internetauszug datiert vom 5.
September 2006, währenddem sie selbst sich vom 29. April bis zum 7. Juni 2005
in der Klinik aufhielt. Schon aufgrund dieser Tatsache ist nicht ersichtlich,
weshalb das Obergericht auf dieses Vorbringen hätte eingehen müssen. Ein
Gericht kann sich im Rahmen der Beweiswürdigung auf die entscheidwesentlichen
Fakten beschränken und muss sich nicht mit all denjenigen von den Parteien
anerbotenen Beweismitteln auseinandersetzen, die keinen Einfluss auf den
Entscheid auszuüben vermögen (vgl. dazu oben E. 2.1).
Die Beschwerdeführerin verkennt hierbei die Tragweite des verfassungsmässig
geschützten Willkürverbotes, mit dem ihr Vorbringen in keinem Zusammenhang
steht.

7.
Aufgrund des Dargelegten muss die staatsrechtliche Beschwerde abgewiesen
werden, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist
die Gerichtsgebühr der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG).
Der Beschwerdegegnerin, die sich vernehmen liess, wäre sodann eine
Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 159 Abs. 2 OG), wovon im vorliegenden
Fall jedoch praxisgemäss abgesehen werden kann, da der Beschwerdegegnerin,
die durch ihre Organe und nicht durch einen Anwalt vertreten war, kein
ausserordentlicher Aufwand entstanden ist, der eine solche zu rechtfertigen
vermöchte (BGE 113 Ib 353 E. 6b S. 357 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 125 II
518 E. 5b S. 519).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die staatsrechtliche Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten
ist.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, I.
Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. August 2007

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: