Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Staatsrecht 6P.47/2007
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6P.47/2007
6S.106/2007 /whl

Urteil vom 29. Juni 2007
Kassationshof

Bundesrichter Wiprächtiger, präsidierendes Mitglied
Bundesrichter Zünd, Mathys,
Gerichtsschreiber Boog.

X. ________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Stefan Flachsmann,

gegen

A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Walter Hofstetter,
D.B.________, vertreten durch Rechtsanwalt Hans W. Stössel,
B.B.________,
C.B.________,
Beschwerdegegner,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Martin Michel,
Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Archivgasse 1, 6430 Schwyz,
Kantonsgericht des Kantons Schwyz, Strafkammer, Postfach 2265, 6431 Schwyz.

6P.47/2007
Strafverfahren; willkürliche Beweiswürdigung, Unschuldsvermutung, rechtliches
Gehör,

6S.106/2007
Mord, Betrug; Strafzumessung,

Staatsrechtliche Beschwerde (6P.47/2007) und Nichtigkeitsbeschwerde
(6S.106/2007) gegen das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz,
Strafkammer, vom 29. November 2006.

Sachverhalt:

A.
Das Kantonale Strafgericht Schwyz erklärte X.________ mit Urteil vom 6. Juli
2006 des Mordes gemäss Art. 112 StGB, der falschen Anschuldigung gemäss Art.
303 Ziff. 1 StGB, des Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, der Irreführung
der Rechtspflege gemäss Art. 304 Ziff. 1 StGB sowie der Widerhandlung gegen
Art. 33 Abs. 1 lit. a des Waffengesetzes schuldig und verurteilte ihn zu
lebenslänglichem Zuchthaus, unter Anrechnung von 729 Tagen Untersuchungshaft.
Gleichzeitig ordnete es den Vollzug einer vom Untersuchungsrichteramt Uznach
am 11. Februar 2004 ausgesprochenen und bedingt aufgeschobenen Strafe von 3
Monaten Gefängnis an. Die Zivilforderungen der Geschädigten hiess es - in
teilweise reduziertem Umfang - gut. Das Verfahren wegen Drohung im Sinne von
Art. 180 StGB stellte es zufolge Rückzugs des Strafantrags ein. Schliesslich
entschied es über die Einziehung bzw. Herausgabe der beschlagnahmten
Gegenstände.

Eine vom Beurteilten gegen diesen Entscheid geführte Berufung wies das
Kantonsgericht Schwyz am 29. November 2006 ab und bestätigte das angefochtene
Urteil. An die zu verbüssende Freiheitsstrafe rechnete sie zusätzlich zur
ausgestandenen Untersuchungshaft 146 Tage Sicherheitshaft an.

B.
X.________ führt sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch eidgenössische
Nichtigkeitsbeschwerde, mit denen er je beantragt, das angefochtene Urteil
sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht Schwyz
zurückzuweisen. Ferner ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege.

C.
Das Kantonsgericht Schwyz stellt in seinen Gegenbemerkungen Antrag auf
Abweisung der Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei. Die
Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz hat mit Eingabe vom 24. April 2007 zur
staatsrechtlichen Beschwerde Stellung genommen. Mit Replik vom 4. Juni 2007
hält X.________ an den gestellten Anträgen sowie den erhobenen Rügen und
deren Begründung fest.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

I. Anwendbares Recht

1.
Der angefochtene Entscheid ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz [BGG]; SR 173.110)
am 1. Januar 2007 ergangen. Auf das gegen dieses Urteil erhobene Rechtsmittel
ist daher noch das bisherige Verfahrensrecht anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG,
e contrario). Im zu beurteilenden Fall richtet sich das Verfahren mithin nach
den Vorschriften über die staatsrechtliche Beschwerde nach Art. 84 ff. OG und
über die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde nach Art. 268 ff. BStP.

Am 1. Januar 2007 ist auch der revidierte Allgemeine Teil des
Strafgesetzbuches (erstes Buch) in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen
sind hier aber noch nicht von Bedeutung, da das Bundesgericht im Verfahren
der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nur prüft, ob das kantonale
Gericht das eidgenössische Recht richtig angewendet hat (Art. 269 Abs. 1
BStP), mithin das Recht, welches im Zeitpunkt der Ausfällung des
angefochtenen Entscheids noch gegolten hat (BGE 129 IV 49 E. 5.3 S. 51 f. mit
Hinweisen).

II. Staatsrechtliche Beschwerde

2.
Dem Beschwerdeführer wird die Tötung seiner langjährigen Lebenspartnerin
A.B.________ vorgeworfen. Die kantonalen Instanzen gehen davon aus, der
Beschwerdeführer habe seiner Freundin am 30. Juni 2004, um ca. 23.30 Uhr, im
Schlafzimmer ihrer Wohnung mit einem Kleinkaliber-Gewehr aus nächster Nähe in
den Hinterkopf geschossen. Nach dem Verlassen der Wohnung sei er noch einmal
zurückgekehrt, habe das auf dem Bett liegende Opfer auf den Bauch gedreht und
ihren Kopf mit mehreren Kissen gegen die Matratze gedrückt. Zur Tatzeit waren
in der Wohnung des Opfers auch dessen beide Kinder, geb. 2000 und 2003,
anwesend, von deren jüngerem der Beschwerdeführer der Vater war. Nach der Tat
habe der Beschwerdeführer sich zu seinen Eltern begeben. Von dort habe ihn
sein Onkel wenig später ohne jegliches Gepäck nach Chiasso chauffiert.
Anschliessend sei er über Italien und Kroatien in den Kosovo geflohen. Am 8.
Juli 2004 sei er am Flughafen Zürich-Kloten bei der Einreise aus Pri¨tina
verhaftet worden.

Der Beschwerdeführer hat eine Beteiligung an der Tötung seiner
Lebenspartnerin stets bestritten. Am Tag nach der Tat lenkte er den
Tatverdacht mittels eines gefälschten SMS zunächst auf die Schwester des
Opfers, die aufgrund dieser Falschbezichtigung in Untersuchungshaft versetzt
wurde. Später gab er an, C.________, der die Tatwaffe besorgt hatte, habe
sich ihm gegenüber zur Tat bekannt. Im Verlaufe des Verfahrens machte er
weitere unterschiedliche, teilweise sich widersprechende Aussagen zum Ablauf
der Tatnacht (angefochtenes Urteil S. 13 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 40
ff.).

Aufgrund einer einlässlichen Würdigung der vorhandenen Indizien und Aussagen
gelangt das Kantonsgericht zum Ergebnis, es bestünden keine vernünftigen
Zweifel an der Täterschaft des Beschwerdeführers  (angefochtenes Urteil S.
33).

3.
3.1 Hinsichtlich des Tatzeitpunkts nimmt das Kantonsgericht an, der Tod des
Opfers sei am 30. Juni 2004 um ca. 23.30, jedenfalls vor Mitternacht
eingetreten (angefochtenes Urteil S. 29). Nach den eigenen Aussagen des
Beschwerdeführers, mit denen er eine Drittperson der Tat beschuldigte, hatte
er bereits am Tattag nach ca. 23.45 Uhr Kenntnis von der Tötung des Opfers
(angefochtenes Urteil S. 14). Nach den Angaben des Bruders des
Beschwerdeführers habe ihm dieser noch in der Tatnacht, kurze Zeit nach
Mitternacht, mitgeteilt, dass das Opfer tot sei (angefochtenes Urteil S. 7
[Anklageschrift], 16).

3.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, aus der chronologischen Auswertung
des Mobiltelefons des Opfers (Untersuchungsakten act. 7.7.128) ergebe sich,
dass von diesem Natel am 1. Juli 2004 um 00.29 Uhr aus der Wohnung des Opfers
ein nicht beantworteter Anruf auf sein eigenes Mobiltelefon erfolgt sei.
Aufgrund dieses Umstands bestehe die starke Vermutung, dass das Opfer zu
diesem Zeitpunkt noch gelebt habe. Er selbst habe sich zu diesem Zeitpunkt
nachweislich nicht in der Wohnung des Opfers aufgehalten, sondern sei bei
seinen Eltern gewesen und verfüge somit über ein Alibi. Der Schuldspruch
verletze unter diesen Umständen den Grundsatz "in dubio pro reo". Dem
fraglichen Telefonanruf sei weder im Ermittlungs- und Untersuchungsverfahren
noch im gerichtlichen Beweisverfahren Beachtung geschenkt worden. Er sei
dementsprechend auch in der Begründung des Urteils nicht erwähnt worden. Das
angefochtene Urteil verweise vielmehr lediglich pauschal auf die
Telefonranddaten als belastendes Indiz (staatsrechtliche Beschwerde S. 4
ff.).
3.3
3.3.1 Das Kantonsgericht führt in seinen Gegenbemerkungen zur
staatsrechtlichen Beschwerde aus, bei der polizeilichen Natelauswertung
(Untersuchungsakten act. 7.7.128) handle es sich nur um eine für sich allein
nicht beweiskräftige Tabellenauswertung von Daten, die auf dem
beschlagnahmten Mobiltelefon des Opfers ablesbar gewesen seien. Eine
Abklärung beim polizeilichen Sachbearbeiter habe ausserdem ergeben, dass die
Uhrzeit des Mobiltelefons zum fraglichen Zeitpunkt um rund zwei Stunden
vorverschoben gewesen sei, so dass der Anruf effektiv am Vortag um 22.29 Uhr
stattgefunden habe, was mit den ermittelten rückwirkend bei der
Neztbetreiberin erhobenen Randdaten (mit dem Telefonverkehr verbundene
Informationen) übereinstimme (Gegenbemerkungen S. 1 f.).
3.3.2 Die Staatsanwaltschaft führt in ihrer Vernehmlassung aus, in der
Auswertung des Mobiltelefons des Opfers durch die Kantonspolizei Schwyz finde
sich unter der Überschrift "gewählte Nummern" tatsächlich der Eintrag:
01.07.2004/00:29/X.________". Auch die Staatsanwaltschaft weist in diesem
Zusammenhang indes darauf hin, ein Vergleich zwischen den von der
Kantonspolizei ermittelten und den bei der Mobiltelefon-Netzbetreiberin
erhobenen Daten über den mit dem Mobiltelefon des Opfers geführten
Telefonverkehr ergebe, dass zwischen der beim Natel eingestellten Uhrzeit und
der bei der Netzbetreiberin registrierten Uhrzeit eine Differenz von zwei
Stunden bestehe. Der fragliche Anruf vom 01.07.2004/00:29 an den Empfänger
X.________ sei in Wahrheit am 30.6.2004 um 22.30 Uhr erfolgt. Es handle sich
bei diesem offensichtlich um den in den Untersuchungsakten act. 7.7.121 S. 6
festgehaltenen Anruf des Opfers an den Beschwerdeführer (Vernehmlassung S. 2
f.).
3.3.3 Der Beschwerdeführer macht in seiner Replik demgegenüber geltend,
hinsichtlich der versendeten SMS stimmten die von der Netzbetreiberin
registrierten mit den auf dem Natel gespeicherten Zeiten überein. Überdies
fänden sich in der Auswertung der Daten auch Telefonate, welche mit der
Vermutung, die im Natel des Opfers eingestellte Uhrzeit sei um 2 Stunden
vorverschoben gewesen, nicht übereinstimmten. Wenn die Erklärung des
Kantonsgerichts und der Staatsanwaltschaft zuträfe, müsste im Übrigen von
einer Manipulation des Natels ausgegangen werden, da ab 17.07 Uhr die vom
Natel und der Netzbetreiberin aufgezeichneten Zeiten wieder übereinstimmten.
Eine solche Manipulation würde aber zusätzliche Fragen aufwerfen, die weitere
Zweifel zu seinen Gunsten begründeten (Replik S. 2 f.).
3.4
3.4.1 Nach Art. 86 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur gegen
letztinstanzliche kantonale Entscheide zulässig. Ein kantonaler Entscheid ist
letztinstanzlich, wenn gegen ihn auf kantonaler Ebene kein weiterer
Rechtsbehelf zur Verfügung steht. Als Rechtsmittel gilt jeder Rechtsweg, der
dem Beschwerdeführer Anspruch auf einen Entscheid der angerufenen Behörde
gibt und geeignet ist, den behaupteten rechtlichen Nachteil zu beseitigen
(BGE 120 Ia 61 E. 1a). Kein Rechtsmittel in Sinne von Art. 86 OG ist die
Revision im eigentlichen prozessrechtlichen Sinne, mit der u.a. die
nachträgliche Entdeckung wesentlicher Tatsachen oder Beweismittel geltend
gemacht werden kann (BGE 110 Ia 136 E. 2a; anders die etwa im früheren
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich vorgesehene sog.
kassatorische Revision, aufgrund welcher Aktenversehen und Verfahrensfehler
durch dieselben Richter behoben werden können, die den Entscheid gefällt
haben).

Nach kantonalem Recht steht gegen den Berufungsentscheid des Kantonsgerichts
kein weiteres Rechtsmittel offen. Der kantonale Instanzenzug ist daher
erschöpft.

3.4.2 Zu prüfen ist im Weiteren, ob es sich bei dem Vorbringen des
Beschwerdeführers um ein unzulässiges Novum handelt. Im Verfahren der
staatsrechtlichen Beschwerde können grundsätzlich keine neuen Tatsachen und
Beweismittel oder neue rechtliche Argumente vorgebracht werden (sog.
Novenverbot). Ausnahmen gelten nur für Vorbringen, zu deren Geltendmachung
erst die Begründung des angefochtenen Entscheids Anlass gibt, sowie für
Gesichtspunkte, die sich aufdrängen und daher von der kantonalen Instanz
offensichtlich von Amtes wegen hätten berücksichtigt werden müssen (BGE 128 I
354 E. 6c S. 357; 118 Ia 20 E. 5a; 107 Ia 187 E. 2a und b; 99 Ia 113 E. 4a;
vgl. auch Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2.
Auflage, Bern 1994, S. 369 ff.).
3.4.3 Im zu beurteilenden Fall beruft sich der Beschwerdeführer auf die in
den Akten dokumentierte polizeiliche Auswertung des beim Opfer
sichergestellten Natels und dabei namentlich auf die erhobenen im Natel
gespeicherten gewählten Telefonnummern (Untersuchungsakten, Ordner 14, act.
7.7.128 letzte Seite). Die ermittelte Uhrzeit des mit dem Natel des Opfers
geführten Gesprächs vom 01.07.2004, 00:29 Uhr, mit dem Beschwerdeführer steht
dabei im Widerspruch zu dem von den kantonalen Instanzen festgestellten
Todeszeitpunkt des Opfers.

In den Untersuchungsakten findet sich eine rückwirkende Erhebung der
Randdaten des vom Opfer benutzten Natels mit allen ein- und ausgehenden
Anrufen inkl. SMS und Antennenstandorten. Als letzten ausgehenden
Telefonanruf verzeichnet die Randdatenerhebung des auf das Opfer lautenden
Mobilanschlusses einen Anruf vom 30. Juni 2004 um 22:30:25 Uhr an den
Beschwerdeführer, der sieben Sekunden gedauert hat. Dieser Anruf wird im
angefochtenen Urteil im Zusammenhang mit Ermittlung des Aufenthaltsorts des
Beschwerdeführers und seiner Begleiter in der Tatnacht anhand der
Antennenstandorte erwähnt. Das Kantonsgericht stützt sich auf die Aussagen
der beiden Begleiter des Beschwerdeführers, wonach sie, nachdem sie um ca.
22.00 Uhr in Siebnen eingetroffen seien, gemeinsam mit dem Beschwerdeführer
in ein Waldstück in der Umgebung gefahren seien, wobei der Beschwerdeführer
unterwegs einen kurzen Anruf auf sein Mobiltelefon erhalten habe. Das
Kantonsgericht verweist darauf, dass dieser Anruf durch die Randdaten belegt
ist (angefochtenes Urteil S. 21 mit Hinweis auf Untersuchungsakten act.
7.1.67 S. 2; vgl. auch act. 7.7.117 bzw. 7.7.121 S. 6; vgl. angefochtenes
Urteil S. 30 [recte: 22.30 Uhr] und erstinstanzliches Urteil S. 22). Dass das
Opfer mit dem Beschwerdeführer in der Tatnacht ein kurzes Telefongespräch
führte, stellt somit keine neue Tatsache dar. Das Kantonsgericht hat sich für
die Rekonstruktion des Tatablaufs vielmehr auch explizit auf diesen Anruf
gestützt.

Daneben findet sich in den Akten auch die polizeiliche Auswertung des Natels
des Opfers. Unter der Rubrik "gewählte Nummern" sind hier die vom Natel des
Opfers gespeicherten, von der Randdatenerhebung abweichenden Uhrzeiten der
von diesem Mobilanschluss aus gewählten Telefonnummern festgehalten.
Hierunter figuriert auch ein mit Datum vom 01.07.2004, 00:29 Uhr
verzeichneter Anruf an den Beschwerdeführer (Untersuchungsakten act. 7.7128
vorletzte Seite).

Das Kantonsgericht hat diese Abweichung nicht ausdrücklich erwähnt. Dieser
Gesichtspunkt hätte sich aber aufgrund der Umstände aufgedrängt und hätte vom
Kantonsgericht berücksichtigt werden müssen, zumal sich die polizeiliche
Natelauswertung in den Untersuchungsakten im Anschluss an die
Randdatenerhebung befindet und die Uhrzeit des fraglichen Anrufs von 00.29
Uhr in der Liste der gewählten Nummern der Natelauswertung hervorgehoben ist.
Daraus ergibt sich zunächst, dass es sich bei der in der staatsrechtlichen
Beschwerde aufgeworfenen Frage um ein zulässiges Novum handelt, so dass in
diesem Punkt auf die Beschwerde eingetreten werden kann.

3.4.4 Das Kantonsgericht hat sich auf die gerichtlich genehmigte rückwirkende
Randdatenerhebung gestützt. Damit ist es nicht in Willkür verfallen. Denn wie
das Kantonsgericht und die Staatsanwaltschaft in ihren Vernehmlassungen
einleuchtend vorbringen, ist davon auszugehen, dass die im Natel des Opfers
am 1. Juli 2004 um 00.29 Uhr gespeicherte Anwahl der Telefonnummer des
Beschwerdeführers mit demjenigen Gespräch, das in der rückwirkenden
Randdatenerhebung mit Datum vom 30.06.2004, 22:30:25 Uhr aufgeführt ist,
identisch ist. Der im Natel des Opfers gespeicherten abweichenden Uhrzeit des
Telefongesprächs kommt daher keine Bedeutung zu. Jedenfalls ist dieser
Schluss nicht schlechterdings unhaltbar.

Denn aus dem Vergleich der im Natel gespeicherten Uhrzeiten der Telefonanrufe
mit den Ergebnissen der rückwirkenden Randdatenerhebung ergibt sich zwanglos,
dass im Mobiltelefon des Opfers die Uhrzeit um rund 2 Stunden vorverschoben
war, so dass die gewählten Nummern entsprechend mit einer späteren Uhrzeit
gespeichert worden sind. Das trifft entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers nicht nur für den fraglichen Anruf an ihn selbst, der auch
in der Randdatenerhebung für seinen Mobilanschluss registriert ist
(Untersuchungsakten act. 7.1.61 bzw. 7.11.02 S. 5), sondern auch für die drei
mit Uhrzeit von 12:40, 20:00 und 20:01 gespeicherten Anrufe zu, die nach der
Randdatenerhebung um 10:41:15, 18:00:57 und 18:02:22 Uhr stattgefunden haben
(Untersuchungsakten act. 7.7.115 und 117 sowie 7.7.121 S. 5/6; act. 7.7.128
letzte Seite). Dasselbe gilt für den in der polizeilichen Auswertung mit
Datum vom 30.6.2004 23.11 Uhr vom Opfer empfangenen Anruf des
Beschwerdeführers, der nach der Randdatenerhebung effektiv um 21:12:27 Uhr
erfolgte (Untersuchungsakten act. 7.7.117 bzw. 7.7.121 S. 6; 7.7.128
vorletzte Seite). Für die auf der Liste der gewählten Nummern aufgeführten
vier Anrufe finden sich denn in der Randdatenerhebung zu den fraglichen
Zeiten auch keine Entsprechungen. Als letztes vom Natel des Opfers zu dessen
Lebzeiten ausgehendes Gespräch ist der Anruf an den Beschwerdeführer vom
30.6.2004 um 22:30:25 verzeichnet. Der nächste mit dem fraglichen Natel
getätigte Anruf erfolgte erst am 2.7.2004 um 17:07:27 auf die Notrufnummer
der Polizei. Dass dieser Anruf auf der Liste der Natelauswertung unter der
Rubrik "gewählte Nummern" ebenfalls mit Uhrzeit von 17:07 verzeichnet ist,
trifft zu, ist hier aber ohne Relevanz. Selbst wenn die Übereinstimmung der
Uhrzeiten gemäss Randdatenerhebung und polizeilicher Natelauswertung von
jenem Zeitpunkt an auf einer Manipulation beruhen würde, käme einer solchen
keine Bedeutung zu, da sie sich auf den Zeitpunkt des fraglichen Gesprächs
zwischen dem Opfer und dem Beschwerdeführer nicht auswirkt.

Was der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorbringt, führt zu keinem
anderen Ergebnis. So trifft zunächst - mit einer Ausnahme - nicht zu, dass
sich für die von ihm angeführten, im Natel des Opfers gespeicherten "Anrufe
in Abwesenheit" vom 1.7.2004 auf der Liste der bei der Netzbetreiberin
registrierten Randdaten keine Äquivalente finden, auch wenn die Uhrzeiten zum
Teil um mehr als zwei Stunden verschoben sind (vgl. Replik S. 2 und
Untersuchungsakten act. 7.7.121 S. 7). Wesentlich ist auch hier, dass zu den
auf dem Natel gespeicherten Zeiten bei der Netzbetreiberin jedenfalls keine
Anrufe registriert sind. Schliesslich kommt für die Frage, zu welchem
Zeitpunkt der letzte Anruf vom Opfer erfolgt ist, auch dem Umstand, dass bei
den SMS die auf der Liste der Natelauswertung wiedergegebenen Zeiten mit
denjenigen gemäss Randdatenerhebung übereinstimmen, keine Bedeutung zu.

Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.

4.
4.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, das Kantonsgericht habe in
willkürlicher Weise die Aussage des Zeugen D.________ nicht gewürdigt. Dieser
Zeuge, der im selben Mehrfamilienhaus wie das Opfer gewohnt habe, habe
ausgesagt, das Fahrzeug des Opfers habe am Morgen des 1. Juli 2004, als er um
ca. 05.00 - 05.15 Uhr weggefahren sei, mit Sicherheit nicht auf dem Parkplatz
gestanden. Am Mittag des 1. Juli 2004 sei es wieder am Platz gewesen. Wenn
das Fahrzeug des Opfers vor 05.00 - 05.15 Uhr bewegt worden sei, bedeute
dies, dass das Opfer um diese Zeit noch gelebt habe. Zumindest habe eine
andere Person als er selbst den Wagen benutzt und ihn danach wieder auf den
Parkplatz gestellt und die Autoschlüssel im Kinderzimmer deponiert
(Beschwerde S. 6 f).

4.2 D.________ gab in den Befragungen vor der Kantonspolizei als
Auskunftsperson und vor dem Untersuchungsrichter als Zeuge an, der Wagen des
Opfers, ein schwarzer Fiat, habe am Morgen des 1. Juli 2004 gegen 5.00 Uhr
nicht auf dem Parkplatz gestanden. Das Opfer sei sowohl mit diesem schwarzen
als auch mit einem grauen, neueren Fahrzeug gefahren. Manchmal sei es auch
mit einem roten Auto gekommen, das eine Wechselnummer gehabt habe. Zuweilen
sei der Beschwerdeführer mit dem roten oder schwarzen Auto in Begleitung mit
zwei Frauen vorgefahren (Untersuchungsakten act. 10.20.01 und 11.20.01).

Das Kantonsgericht setzt sich nicht explizit mit den Aussagen des Zeugen
D.________ auseinander. Es nimmt lediglich an, auf die Auswertung der im
Fahrzeug des Opfers erhobenen Spuren habe verzichtet werden können, nachdem
sich die anfängliche Vermutung, das Fahrzeug sei in der Tatnacht bewegt
worden, nicht habe bestätigen lassen und die übrigen Indizien auf ein
Beziehungsdelikt hinwiesen (angefochtenes Urteil S. 35).

4.3 Das Kantonsgericht verfällt nicht in Willkür, wenn es angesichts der
zahlreichen Beweise, namentlich der belastenden Aussagen von C.________ und
E.________, die für die Täterschaft des Beschwerdeführers sprechen,
sinngemäss annimmt, den Aussagen des Zeugen D.________ komme keine Bedeutung
zu. Es mag zutreffen, dass der Umstand, dass das Fahrzeug des Opfers in der
Tatnacht von seinem Parkplatz wegbewegt worden ist, Fragen aufwerfen könnte.
Doch sprechen die diesbezüglichen Aussagen des Zeugen nicht ausdrücklich
gegen eine Täterschaft des Beschwerdeführers und widerlegen die belastenden
Indizien und Aussagen nicht explizit. Jedenfalls ist der Schluss des
Kantonsgerichts nicht schlechterdings unhaltbar. Im Übrigen genügt
praxisgenmäss für die Begründung von Willkür nicht schon, dass das
angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdeführers nicht
übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung vertretbar erscheint
oder gar vorzuziehen wäre (BGE 129 I 8 E. 2.1; 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen).

Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.

5.
5.1 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer Willkür im Zusammenhang mit der
Berechnung des Todeszeitpunkts. Das Kantonsgericht habe zu seinen Ungunsten
eine Todeszeit vor 24.00 Uhr angenommen (Beschwerde S. 7 f.).
5.2 Das Kantonsgericht geht gestützt auf ein Obergutachten des Instituts für
Rechtsmedizin des Universität Bern davon aus, der Tod des Opfers sei in einem
Zeitraum von frühestens ca. 20.00 Uhr bzw. ca. 22.50 Uhr des 30. Juni 2004
bis spätestens ca. 07.15 Uhr des 1. Juli 2004, bei einem inneren Rahmen
zwischen dem 30. Juni 2004 ca. 22.50 Uhr und dem 1. Juli 2004 ca. 04.30 Uhr,
eingetreten (angefochtenes Urteil S. 28; Untersuchungsakten act. 12.1.22, S.
6 ff.). Als effektiven Todeszeitpunkt nimmt es den 30. Juni 2004, 23.30 Uhr
an (angefochtenes Urteil S. 29; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 37 f.).
Dieser Todeszeitpunkt liegt im Rahmen des vom Gutachten angenommenen
möglichen inneren Zeitrahmens. Inwiefern das Kantonsgericht mit diesem
Schluss in Willkür verfallen sein soll, ist nicht ersichtlich.

Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.

6.
6.1 Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eine Verletzung der Garantie des
verfassungsmässigen Richters. Sowohl der Kantonsgerichtspräsident als auch
der Gerichtsschreiber, welche am angefochtenen Urteil beteiligt gewesen
seien, hätten auch in fünf vorangegangenen Haftprüfungsverfahren als Richter
bzw. Gerichtsschreiber mitgewirkt. Damit bestehe bei diesen zumindest der
Anschein der Befangenheit (Beschwerde S. 10 f.).
6.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 BV hat jede Person, deren Sache in einem
gerichtlichen Verfahren beurteilt werden muss, Anspruch auf ein durch Gesetz
geschaffenes, zuständiges, unabhängiges und unparteiisches Gericht (vgl. auch
§ 52 f. StPO/SZ). Liegen bei objektiver Betrachtungsweise Gegebenheiten vor,
die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu
begründen vermögen, so ist die Garantie verletzt (BGE 131 I 113 E. 3.4 und
3.5 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist grundsätzlich mit Verfassung
und Konvention vereinbar, wenn derjenige Richter, der in einer Strafsache als
Haftrichter tätig war, später auch beim Sachentscheid mitwirkt (BGE 117 Ia
182 E. 3b). Dies gilt entsprechend auch für die Mitwirkung des
Gerichtsschreibers an den Entscheiden über die Haftentlassungsgesuche. Gegen
Verfassung und Konvention verstösst lediglich die Mitwirkung des
Gerichtsschreibers zuerst im Rahmen der Strafuntersuchung und anschliessend
innerhalb des erkennenden Organs (BGE 115 Ia 224 (E. 7b).

Die Rüge der ungehörigen Besetzung des Gerichts ist zu Beginn der Verhandlung
zu erheben. Wer einen Organmangel dieser Art feststellt und sich nicht
dagegen zur Wehr setzt, verwirkt den Anspruch auf spätere Anrufung der
verletzten Bestimmung (BGE 112 Ia 339 E. 1c).

6.3 Im vorliegenden Fall wurde den Parteien zu Beginn des Berufungsverfahrens
mit Verfügung vom 6. September 2006 die Besetzung der Strafkammer des
Kantonsgerichts bekannt gegeben. Gleichzeitig wurden sie aufgefordert,
allfällige Einwendungen gegen die Besetzung des Gerichts, auch wegen
Vorbefassung von Gerichtsmitgliedern, geltend zu machen, wobei im
Unterlassungsfall Verzicht angenommen werde (Berufungsakten act. 3). Gemäss
Aktennotiz vom 11. September 2006 hat der damalige Verteidiger des
Beschwerdeführers auf die Stellung eines Ablehnungsbegehrens, trotz
Vorbefassung verzichtet (Berufungsakten act. 8; vgl. auch Gegenbemerkungen
des Kantonsgerichts S. 2; Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft S. 3, insb.
Beilagen 4 und 5; ferner Replik des Beschwerdeführers S. 4).

Bei dieser Sachlage lässt sich nicht sagen, erst das angefochtene Urteil habe
Anlass zur Erhebung der Rüge gegeben (vgl. Beschwerde S. 11). Auf die
Beschwerde ist daher in diesem Punkt nicht einzutreten.

7.
7.1 Zuletzt rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der Unschuldsvermutung
im Zusammenhang mit der Anklage des Versicherungsbetruges und der Irreführung
der Rechtspflege. Er macht geltend, er sei zu den wesentlichen subjektiven
Tatbestandselementen im Untersuchungsverfahren und im erstinstanzlichen
Verfahren nicht befragt worden. Es könne ihm als innere Tatsache nicht
widerlegt werden, dass er bei der Schadensmeldung am 30. April nicht gewusst
habe, dass ihm das Natel nicht gestohlen worden sei (Beschwerde S. 11 f.).
7.2 Die Beschwerde genügt in diesem Punkt den Anforderungen an die Begründung
von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Nach dieser Bestimmung prüft das
Bundesgericht im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nur klar und
detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. Auf ungenügend
begründete Rügen und eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen
Entscheid tritt es nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3; 125 I 492 E. 1b). Die
Beschwerde erschöpft sich hier in einer blossen Behauptung von Willkür mit
pauschalen Vorbringen.

Auf die Beschwerde kann daher auch in diesem Punkt nicht eingetreten werden.

III. Nichtigkeitsbeschwerde

8.
8.1 Der Beschwerdeführer wendet sich in der Nichtigkeitsbeschwerde zunächst
gegen die rechtliche Würdigung des Tötungsdelikts als Mord. Dass die Tat
nicht aus einem spontanen Entschluss begangen worden sei, spreche nicht für
den Tatbestand des Mordes. Weiter gehe aus dem angefochtenen Urteil nicht
hervor, ob und in welcher Form die bei der Tat in der Wohnung anwesenden
Kinder des Opfers die Tat miterlebt hätten. Auch die Schussabgabe von hinten
in den Kopf und das allfällige nachträgliche Ersticken des Opfers sprächen
für sich allein nicht für ein skrupelloses Verhalten (Beschwerde S. 4 f.).
8.2 Die Vorinstanz nimmt an, die besondere Skrupellosigkeit des
Beschwerdeführers im Sinne von Art. 112 StGB ergebe sich schon aus den
äusseren Umständen der Tat. Der Beschwerdeführer habe sich nicht spontan zur
Tat entschlossen, sondern sich während Wochen wiederholt und intensiv um eine
Tatwaffe bemüht. Er habe das Vertrauen und die Arglosigkeit des Opfers
ausgenützt, um mit der Waffe in die Wohnung zu gelangen. Dort habe er trotz
Kenntnis von der Anwesenheit der Kinder das Opfer erschossen. Besonders
schwer wiege die Tatausführung. Zwar sei die in der Anklageschrift
umschriebene Erschiessung nach Art einer Hinrichtung durch die Akten nicht
genügend nachgewiesen, doch sei die tödliche Schussabgabe jedenfalls von
hinten in den Kopf erfolgt. Seine Entschlossenheit und Skrupellosigkeit habe
der Beschwerdeführer sodann dadurch bewiesen, dass er nach erfolgter
Schussabgabe an den Tatort zurückgekehrt sei, um den Tod des offenbar noch
zuckenden, gemäss gerichtsmedizinischem Gutachten jedenfalls noch lebendem
Opfer durch Ersticken mit einem Kissen zu beschleunigen. Völlige
Gefühllosigkeit habe der Beschwerdeführer schliesslich dadurch bewiesen, dass
er die Kinder allein mit der toten Mutter in der Wohnung zurückgelassen habe
(angefochtenes Urteil S. 37; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 66 ff.).
8.3 Gemäss Art. 112 StGB macht sich des Mordes schuldig, wer vorsätzlich
einen Menschen tötet und dabei besonders skrupellos handelt, namentlich wenn
sein Beweggrund, der Zweck der Tat oder die Art der Ausführung besonders
verwerflich sind. Mord zeichnet sich nach der Rechtsprechung durch eine
aussergewöhnlich krasse Missachtung fremden Lebens bei der Durchsetzung
eigener Absichten aus. Das Gesetz will den skrupellosen, gemütskalten, krass
und primitiv egoistischen Täter ohne soziale Regungen erfassen, der sich zur
Verfolgung eigener Interessen rücksichtslos über das Leben anderer
hinwegsetzt. Der Richter hat somit eine ethische Wertung vorzunehmen.
Entscheidend ist eine Gesamtwürdigung der äusseren und inneren Umstände der
Tat. Für Mord typische Fälle sind die Tötung eines Menschen zum Zwecke des
Raubes, Tötungen aus religiösem oder politischem Fanatismus oder aus
Geringschätzung (BGE 127 IV 10 E. 1a mit Hinweisen).

8.4 Der Schuldspruch wegen Mordes verletzt kein Bundesrecht. Die kantonalen
Instanzen haben zu Recht schon aufgrund der äusseren Umstände der Tat
angenommen, der Beschwerdeführer habe skrupellos gehandelt. Dies ergibt sich
zunächst aus der Planung und Vorbereitung der Tat. Dass diese von langer Hand
geplant war, zeigt sich daraus, dass der Beschwerdeführer über längere Zeit
hinweg intensiv darum bemüht war, eine Schusswaffe zu erlangen. Sodann hat er
schon zwei Tage vor der Tat ein selber verfasstes fiktives SMS vom Natel des
Opfers auf sein eigenes Mobiltelefon versendet und auf diese Weise schon
frühzeitig Vorbereitungen dafür getroffen, den Verdacht nach der Tat auf die
Schwester des Opfers zu lenken. Indizien für eine besondere Skrupellosigkeit
ergeben sich aber auch aus der Ausführung der Tat, bei welcher der
Beschwerdeführer das Opfer unter Ausnützung seines Vertrauen zielstrebig und
kaltblütig von hinten erschoss. Ein besonderes Mass an Gefühlskälte offenbart
dabei auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Tat ohne Rücksicht
darauf ausführte, dass in der Wohnung die Kinder des Opfers, worunter auch
sein eigenes, anwesend waren und er diese nach der Tat mit ihrer toten Mutter
über zwölf Stunden allein zurückliess.

Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.

9.
9.1 Im Weiteren beanstandet der Beschwerdeführer den Schuldspruch wegen
Betruges. Er bringt diesbezüglich auch im Verfahren der eidgenössischen
Nichtigkeitsbeschwerde vor, er sei zu den wesentlichen subjektiven
Tatbestandselementen nicht befragt worden und es könne ihm nicht widerlegt
werden, dass er bei der Schadensmeldung nicht gewusst habe, dass ihm das
Natel nicht gestohlen worden sei (Beschwerde S. 5 f.).
9.2 Die Nichtigkeitsbeschwerde kann nur damit begründet werden, dass die
angefochtene Entscheidung eidgenössisches Recht verletze (Art. 269 Abs. 1
BStP). Ausführungen, die sich gegen die tatsächlichen Feststellungen des
Entscheides richten, sowie das Vorbringen neuer Tatsachen sind unzulässig
(Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm,
betrifft sogenannte innere Tatsachen, ist damit Tatfrage und kann daher im
Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht zur Entscheidung
gestellt werden (BGE 130 IV 58 E. 8.5; 125 IV 242 E. 3c S. 251).

Auf die Beschwerde kann daher in diesem Punkt nicht eingetreten werden.

10.
10.1Schliesslich wendet sich der Beschwerdeführer gegen die Strafzumessung.
Die Vorinstanz verletze namentlich das Doppelverwertungsverbot, indem es
nicht konkret anführe, in welcher Intensität die für die Strafzumessung
genannten Elemente vorhanden seien, so dass sie sich innerhalb des
Strafrahmens von Art. 112 StGB nochmals straferhöhend auswirkten. Mit der
Erwähnung eines äusserst schweren Verschuldens sei dem Erfordernis nicht
genüge getan (Beschwerde S. 6).

10.2 Gemäss Art. 63 StGB misst der Richter die Strafe nach dem Verschulden
des Täters zu; er berücksichtigt dabei die Beweggründe, das Vorleben und die
persönlichen Verhältnisse des Schuldigen. Das Gericht hat in seinem Urteil
die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und Täterkomponenten so zu erörtern,
dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgeblichen Gesichtspunkte
Berücksichtigung fanden und wie sie gewichtet wurden. Bei der Gewichtung der
zu beachtenden Komponenten steht dem urteilenden Gericht ein erheblicher
Spielraum des Ermessens zu, in welchen das Bundesgericht auf
Nichtigkeitsbeschwerde hin nur eingreift, wenn das vorinstanzliche Gericht
den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn es von
rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder wenn es
wesentliche Komponenten ausser Acht gelassen bzw. falsch gewichtet hat oder
wenn die Strafe in einem Masse unverhältnismässig streng bzw. mild erscheint,
dass von einer Überschreitung oder einem Missbrauch des Ermessens gesprochen
werden muss (BGE 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a; 123 IV 49 E. 2a; 122 IV
241 E. 1a je mit Hinweisen).

10.3 Die kantonalen Instanzen setzen sich in ihren einlässlichen Erwägungen
zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten
auseinander und würdigen sämtliche Zumessungsgründe zutreffend. Dass sie sich
dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten hätten leiten lassen
oder wesentliche Gesichtspunkte nicht berücksichtigt hätten, ist nicht
ersichtlich. So beurteilt die Vorinstanz das Verschulden des
Beschwerdeführers zu Recht als äusserst schwer (angefochtenes Urteil S. 42
f.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 75). Das ergibt sich auch in diesem
Zusammenhang in erster Linie aus dem planmässigen und kaltblütigen Vorgehen,
mit welchem der Beschwerdeführer das wehrlose Opfer von hinten in den Kopf
geschossen hat und seiner Gleichgültigkeit gegenüber dem Umstand, dass in der
Wohnung auch die Kinder des Opfers anwesend waren. Entgegen der Auffassung
des Beschwerdeführers verletzt die Vorinstanz auch nicht das
Doppelverwertungsverbot, indem sie einerseits das Mordmerkmal der besonderen
Skrupellosigkeit und andererseits das sehr schwere Verschulden des
Beschwerdeführers aus denselben Gründen bejaht. Der Richter hat bei der
Strafzumessung innerhalb des durch einen Qualifikationsgrund erhöhten
Strafrahmens zu berücksichtigen, in welchem Ausmass dieser
Qualifikationsgrund im konkreten Fall gegeben ist (BGE 120 IV 67 E. 2b; 118
IV 342 E. 2b; Urteil 6S.252/2004 vom 5. November 2004 E. 5.2). Es liegt auf
der Hand, dass die Bemessung der konkreten Strafe innerhalb des weiten
Strafrahmens für Mord gerade auch vom Ausmass der besonderen Skrupellosigkeit
abhängt, welches die Schwere des Verschuldens wesentlich mitbestimmt. Dass
die Vorinstanz im vorliegenden Fall dieses Ausmass als derart erheblich
einstuft, dass sie die Höchststrafe als angemessen erachtet, ist nicht zu
beanstanden. Nichts einzuwenden ist schliesslich dagegen, dass die kantonalen
Instanzen das Verhalten des Beschwerdeführers im Strafverfahren als fehlende
Reue straferhöhend würdigen. Dabei fällt erschwerend namentlich die falsche
Bezichtigung der Schwester des Opfers gegenüber den Untersuchungsbehörden als
Täterin ins Gewicht, die dazu führte, dass diese während ihrer Trauer um die
Schwester unter dringendem Tatverdacht für 26 Tage in Untersuchungshaft
versetzt wurde. Dasselbe gilt für die nachfolgende falsche Anschuldigung zum
Nachteil von C.________, der dem Beschwerdeführer nach dessen intensivem
Drängen eine Waffe besorgte, um ihm vermeintlich bei einer Geldeintreibung
behilflich zu sein (angefochtenes Urteil S. 43; erstinstanzliches Urteil S.
75 f.).

Insgesamt sind die Erwägungen der kantonalen Instanzen plausibel und leuchten
die daraus gezogenen Schlüsse ein. Die Vorinstanz hat somit ihr Ermessen in
der Strafzumessung nicht überschritten.

10.4IV. Kosten

11.
Aus diesen Gründen sind die staatsrechtliche Beschwerde und die
eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten
ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Kosten
(Art.156 Abs. 1 OG und Art. 278 Abs. 1 BStP). Das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege gemäss Art. 152 OG kann für das Verfahren der staatsrechtlichen
Beschwerde bewilligt werden, da von der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers
auszugehen ist (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4) und er den angefochtenen Entscheid
überdies - jedenfalls zur Hauptsache - mit vertretbaren Argumenten in Frage
gestellt hat (vgl. BGE 124 I 304 E. 2 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer
werden deshalb keine Kosten auferlegt. Seinem Vertreter wird aus der
Bundesgerichtskasse eine angemessene Entschädigung ausgerichtet.
In Bezug auf das Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde ist das
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen. da die Beschwerde von
vornherein keine Aussicht auf Erfolg hatte (Art. 152 Abs. 1 OG, vgl. BGE 124
I 304 E. 2 mit Hinweisen). Den schlechten finanziellen Verhältnissen des
Beschwerdeführers kann bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr Rechnung
getragen werden (Art. 153a Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die staatsrechtliche Beschwerde und die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde
werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Verfahren der
staatsrechtlichen Beschwerde wird gutgeheissen. Das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege für das Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde
wird abgewiesen.

3.
Für das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde werden keine Kosten
erhoben.

4.
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wird für das bundesgerichtliche
Verfahren eine Entschädigung von Fr. 3'000.-- aus der Bundesgerichtskasse
ausgerichtet.

5.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- für das Verfahren der eidgenössischen
Nichtigkeitsbeschwerde wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

6.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz
und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz, Strafkammer, schriftlich
mitgeteilt.

Lausanne, 29. Juni 2007

Im Namen des Kassationshofes
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied:  Der Gerichtsschreiber: