Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, NB in Strafsachen 6S.89/2007
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{T 0/2}
6S.89/2007 /rom

Urteil vom 15. März 2007
Kassationshof

Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Wiprächtiger, Zünd,
Gerichtsschreiber Monn.

X. ________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden, Sennhofstrasse 17, 7001 Chur.

Betrugsversuch etc.,

Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden,
Kantonsgerichtsausschuss, vom 1. November 2006.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bezirksgericht Plessur sprach X.________ mit Urteil vom 8. August 2006
unter anderem des vollendeten versuchten Betrugs schuldig und bestrafte ihn
mit drei Monaten Gefängnis. Eine dagegen gerichtete Berufung wurde durch das
Kantonsgericht Graubünden mit Urteil vom 1. November 2006 abgewiesen.

X. ________ wendet sich mit Nichtigkeitsbeschwerde ans Bundesgericht und
beantragt sinngemäss, das Urteil vom 1. November 2006 sei aufzuheben.

2.
Das angefochtene Urteil ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17.
Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG) am 1. Januar 2007 ergangen. Auf das
Rechtsmittel ist daher noch das bisherige Verfahrensrecht anwendbar (Art. 132
Abs. 1 BGG, e contrario), hier somit dasjenige der eidgenössischen
Nichtigkeitsbeschwerde nach Art. 268 ff. BStP.

3.
Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Verurteilung in den Fällen B1 und
B3. Zum ersten Fall macht er geltend, der angebliche Darlehensgeber sei nicht
loyal und ein Lügner, und er - der Beschwerdeführer - habe von diesem kein
Darlehen erhalten. Zum zweiten Fall bringt er vor, es stimme nicht, was die
Polizei damals ins Protokoll geschrieben habe.

Damit ist er im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde nicht zu hören. Mit
diesem Rechtsmittel kann nur die Verletzung von eidgenössischem (Straf-)Recht
gerügt werden (Art. 269 Abs. 1 BStP). Dabei ist das Bundesgericht an die
tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (Art. 277bis Abs. 1 Satz
2 BStP). Ausführungen, die sich dagegen und gegen die Beweiswürdigung der
Vorinstanz richten, sind unzulässig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP).

Dem Beschwerdeführer ist nicht geholfen, wenn die Eingabe als
staatsrechtliche Beschwerde behandelt wird. In einer solchen ist genau
anzugeben, welche verfassungsmässigen Rechte des Beschwerdeführers und
inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 90
Abs. 1 lit. b OG). Diesen Begründungsanforderungen genügt die Eingabe des
Beschwerdeführers, die sich in unzulässiger appellatorischer Kritik
erschöpft, nicht. Insbesondere vermag die eingereichte Postquittung nicht zu
beweisen, dass es sich bei dem angeblichen Darlehen um erspartes Geld des
Beschwerdeführers handelt.

4.
Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens
hat der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 278
Abs. 1 BStP; Art. 156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons
Graubünden und dem Kantonsgericht von Graubünden, Kantonsgerichtsausschuss,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. März 2007

Im Namen des Kassationshofes
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: