Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.112/2007
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8C_112/2007

Urteil vom 5. März 2008

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterinnen Widmer, Leuzinger,
Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

J. ________, Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Mauro G. Mora, Dufourstrasse 147, 8008 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons
Zürich
vom 13. Februar 2007.

Sachverhalt:

A.
Die 1961 geborene, von ihrem Ehemann getrennt lebende J.________, Mutter
einer 1992 geborenen Tochter, war vom 7. Januar bis Ende Juli 2000 zu 50 %
als Zimmermädchen bei der Firma X.________ AG angestellt gewesen. Ferner
arbeitet sie seit 1. April 2000 während zwei Stunden täglich als
Raumpflegerin für die Y.________ AG. Nachdem ein erstes Ersuchen vom 18. März
2002 um Umschulung und Arbeitsvermittlung von der IV-Stelle des Kantons
Zürich mit Verfügung vom 20. Januar 2003 abgeschlossen worden war, gelangte
J.________ am 25. Mai 2004 erneut an die Invalidenversicherung und beantragte
unter Hinweis auf seit 2000 bestehende Rückenbeschwerden die Zusprechung
einer Invalidenrente. Die IV-Stelle klärte die Verhältnisse in medizinischer
(Berichte der behandelnden Ärzte Dr. med. S.________, Arzt für Allgemeine
Medizin FMH, vom 20. September 2000, 10. Dezember 2001, 8./10. Mai 2002 und
12./14. Juli 2004 sowie des Dr. med. L.________, FMH Psychiatrie und
Psychotherapie, vom 6. Dezember 2004; Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen
Dienstes [RAD] vom 8. Februar 2005; Gutachten des Dr. med. M.________,
Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell
Rheumaerkrankungen, vom 11. Oktober 2004 und des Dr. med. H.________,
Facharzt für Psychiatrie FMH, vom 24. Januar 2005), beruflich-erwerblicher
(Auszug aus dem Individuellen Konto [IK] vom 2. Juni 2004; Arbeitgeberbericht
der Y.________ AG vom 3. Juni 2004) sowie haushaltlicher Hinsicht (Bericht
"Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt" vom
21. März 2005) ab. Gestützt darauf gelangte sie - ausgehend von einer
Aufteilung der Aufgabenbereiche Erwerbstätigkeit/ Haushalt im Gesundheitsfall
von je 50 %, einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, einer Erwerbsunfähigkeit von
0 % und einer Behinderung in den häuslichen Verrichtungen von 15,24 % - zu
einer gewichteten, rentenausschliessenden Invalidität von insgesamt 7,62 %
([0,5 x 0 %] + [0,5 x 15,24 %]; Verfügung vom 13. Mai 2005). Daran hielt die
Verwaltung auf Einsprache hin mit Entscheid vom 13. Juli 2005 fest.

B.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des
Kantons Zürich ab, wobei es ebenfalls eine hypothetische Gewichtung der
Aufgabenbereiche von je 50 % und eine Behinderung im Haushalt von 15,24 %
annahm, die Arbeitsunfähigkeit aber mit 80 % veranschlagte und auf dieser
Grundlage eine Erwerbseinbusse von - ungewichtet - 54,5 % ermittelte, woraus
ein Invaliditätsgrad von 35 % ([0,5 x 54,5 %] + [0,5 x 15,24 %]) resultierte
(Entscheid vom 13. Februar 2007).

C.
J.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei ihr
eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter seien berufliche
Massnahmen anzuordnen.
Während die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das
Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff.
BGG) kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das
Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz
festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren
Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen, wenn
sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von
Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).

1.2
1.2.1 Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist auf Grund der Vorbringen in
der Beschwerde ans Bundesgericht zu prüfen, ob der angefochtene kantonale
Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und
beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht, Völkerrecht oder kantonale
verfassungsmässige Rechte verletzt (Art. 95 lit. a-c BGG), einschliesslich
einer allfälligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 97 Abs. 1,
Art. 105 Abs. 2 BGG). Hingegen hat unter der Herrschaft des BGG eine freie
Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheides in tatsächlicher Hinsicht zu
unterbleiben (ausser wenn sich die Beschwerde gegen einen - im hier zu
beurteilenden Fall indessen nicht anfechtungsgegenständlichen - Entscheid
über die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Militär- oder
Unfallversicherung richtet; Art. 97 Abs. 2 BGG). Ebenso entfällt eine Prüfung
der Ermessensbetätigung nach den Grundsätzen zur Angemessenheitskontrolle
(BGE 126 V 75 E. 6 S. 81 zu Art. 132 lit. a OG [in der bis 30. Juni 2006
gültig gewesenen Fassung]).

1.2.2 Im Rahmen der Invaliditätsbemessung - insbesondere bei der Ermittlung
von Gesundheitsschaden, Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeitsprofil sowie bei
der Festsetzung der Vergleichseinkommen (Einkommen, welches die versicherte
Person ohne Gesundheitsschädigung hätte erzielen können [Valideneinkommen];
Einkommen, welches sie trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch zu
erzielen vermöchte [Invalideneinkommen]) - sind zwecks Abgrenzung der (für
das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen) Tatsachenfeststellungen von
den (letztinstanzlich frei überprüfbaren) Rechtsanwendungsakten der
Vorinstanz weiterhin die kognitionsrechtlichen Grundsätze heranzuziehen, wie
sie in BGE 132 V 393 E. 3 S. 397 ff. für die ab 1. Juli bis 31. Dezember 2006
gültig gewesene Fassung von Art. 132 des nunmehr aufgehobenen OG entwickelt
wurden.

2.
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführerin ein Rentenanspruch
zusteht. Soweit letztinstanzlich eventualiter um Zusprechung beruflicher
Massnahmen ersucht wird, kann darauf, da nicht Prozessthema des vorliegenden
Verfahrens bildend, nicht eingetreten werden. Der Verwaltungsakt vom
20. Januar 2003, mit welchem die IV-Stelle die Einstellung der Unterstützung
in der Stellensuche deklarierte, blieb seitens der Versicherten - anders als
die am 13. Mai 2005 erlassene (Renten-)Verfügung - unbeanstandet.

3.
Im kantonalen Entscheid wird namentlich die gesetzliche Bestimmung zum Umfang
des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG) richtig dargelegt. Zutreffend
wiedergegeben werden des Weitern die rechtsprechungsgemäss für die
Beurteilung der Statusfrage und damit der anwendbaren
Invaliditätsbemessungsmethode (bei Erwerbstätigen nach der allgemeinen
Methode des Einkommensvergleichs [Art. 28 Abs. 2 IVG in Verbindung mit
Art. 16 ATSG; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348 f.], bei
nichterwerbstätigen, insbesondere im Haushalt beschäftigten Versicherten nach
der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs [Art. 28 Abs. 2bis IVG in
Verbindung mit Art. 27 IVV; vgl. auch BGE 130 V 97 E. 3.3.1 S. 99] sowie bei
teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode [Art. 28
Abs. 2ter IVG in Verbindung mit Art. 27bis IVV; BGE 130 V 393, 125 V 146;
vgl. auch BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 507]) relevanten Kriterien (BGE 125 V 146
E. 2c S. 150, 117 V 194 E. 3b S. 194 ff., je mit Hinweisen; siehe ferner SVR
2005 IV Nr. 21 S. 83, E. 4.2, I 249/04). Darauf wird verwiesen.

4.
Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, dass sie ohne gesundheitliche
Beeinträchtigungen im vorliegend massgeblichen Beurteilungszeitraum (bis zum
Erlass des Einspracheentscheides vom 13. Juli 2005; BGE 130 V 445 E. 1.2
S. 446) nicht nur - wie von Vorinstanz und Verwaltung angenommen - zu 50 %,
sondern im Umfang von 80 % einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre.

4.1 Die auf einer Würdigung konkreter Umstände basierende Festsetzung des
hypothetischen Umfanges der Erwerbstätigkeit ist eine Tatfrage, welche für
das Bundesgericht verbindlich ist, ausser wenn sie offensichtlich unrichtig
ist oder auf einer Rechtsverletzung beruht. Eine Rechtsfrage liegt hingegen
vor, wenn der Umfang der Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall ausschliesslich
auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt wird (Urteile I 693/06 vom
20. Dezember 2006, E. 4.1, sowie I 708/06 vom 23. November 2006, E. 3.1 und
3.2, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399).

4.2
4.2.1 Das kantonale Gericht hat zur Beurteilung der Statusfrage im
Wesentlichen auf die im Abklärungsbericht Haushalt vom 21. März 2005
wiedergegebene Auskunft der Beschwerdeführerin abgestellt, wonach sie, um die
Betreuung ihrer - damals knapp 13-jährigen - Tochter weiterhin nicht zu
vernachlässigen, bei Gesundheit aus finanziellen Gründen während vier bis
fünf Stunden täglich eine ausserhäusliche Tätigkeit verrichtet hätte. Die
anlässlich der Erhebungen im Haushalt getätigte Aussage der Versicherten
wurde von der IV-Abklärungsperson auf Anfrage hin als glaubhaft bestätigt
(vgl. Stellungnahme vom 1. Juli 2005). Wie letztinstanzlich durch die
Beschwerdeführerin indessen grundsätzlich zutreffend ausgeführt wird, liegen
gewisse objektive Kriterien vor, welche für die Annahme eines ohne
gesundheitliche Beeinträchtigungen in höherem zeitlichen Ausmass ausgeübten
Erwerbspensums sprächen. So war die Versicherte vor Eintritt des zur
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führenden Gesundheitsschadens Mitte Juli
2000 (vgl. Zeugnis des Dr. med. S.________ vom 20. September 2000; Gutachten
des Dr. med. H.________ vom 24. Januar 2005, S. 8; Stellungnahme des RAD vom
8. Februar 2005) nicht nur seit April 2000 zu rund 23 % als Raumpflegerin für
die Firma Y.________ AG tätig gewesen (Arbeitgeberbericht vom 3. Juni 2004),
sondern hatte seit Januar 2000 zusätzlich auch in einem Pensum von 50 % als
Zimmermädchen bei der Firma X.________ AG gearbeitet (vgl. IK-Auszug vom
2. Juni 2004; Abklärungsbericht Haushalt vom 21. März 2005, S. 2 unten).
Ferner lebt die Beschwerdeführerin seit Juni 2001 von ihrem Ehemann getrennt
und erhält keine Alimente für sich und ihr Kind, weshalb sie auf finanzielle
Unterstützung durch das Sozialamt angewiesen ist. Des Weitern war die 1992
geborene Tochter im vorliegend relevanten Beurteilungszeitraum dem
Kleinkindalter - und damit auch der hinsichtlich der Betreuungsbedürftigkeit
intensivsten Phase - bereits entwachsen, sodass auch unter diesem Blickwinkel
eine über ein 50 %-Pensum hinausgehende ausserhäusliche Beschäftigung
durchaus vorstellbar gewesen wäre.

4.2.2 Obschon somit auf Grund der gegebenen persönlichen, familiären,
sozialen und finanziellen Verhältnisse (vgl. zur diesbezüglich massgeblichen
Gesamtbetrachtung: BGE 125 V 146 E. 2c S. 150, 117 V 194 E. 3b S. 194 ff.)
zwar gewichtige Anhaltspunkte eine Erweiterung des Teilzeitpensums im
Gesundheitsfall indiziert hätten, kann die auf der Selbstangabe der
Versicherten - und damit ebenfalls auf einer konkreten Verumständung -
beruhende Annahme der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin würde ohne
Gesundheitsschaden einer 50%igen erwerblichen Beschäftigung nachgehen, nicht
als offensichtlich unrichtig bzw. auf einer Rechtsverletzung oder
unvollständigen Sachverhaltsfeststellung basierend disqualifiziert werden.
Vielmehr ist den Aussagen der versicherten Personen im Rahmen der
Haushaltsabklärung rechtsprechungsgemäss erhöhtes Gewicht beizumessen
(AHI 2000 S. 197, E. 2d; E. 3 des in RKUV 2001 Nr. U 437 S. 342 ff.
auszugsweise publizierten Urteils U 430/00 vom 18. Juli 2001; Urteil I 77/03
vom 2. September 2003, E. 3.2.3; vgl. auch BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit
Hinweisen), zumal keine Hinweise dafür ersichtlich sind, dass die
Beschwerdeführerin die ihr gestellte Statusfrage beispielsweise infolge
sprachlicher Verständigungsprobleme (vgl. dazu auch die Ausführungen im
Gutachten des Dr. med. H.________ vom 24. Januar 2005, S. 5 zu Ziffer 3)
nicht korrekt erfasst hätte, und es letztlich jeder Person frei steht - unter
Inkaufnahme der sich daraus allenfalls ergebenden Konsequenzen -, die ihr im
Lichte der bestehenden Situation am geeignetsten erscheinende Lebensform zu
wählen. Anzumerken bleibt im Übrigen, dass die Versicherte ihre Tätigkeit als
Zimmermädchen bei der Firma X.________ AG nicht aus gesundheitlichen Gründen,
sondern, wie in ihrem Schreiben vom 17. November 2000 an die
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich betont wurde, wegen
Lohnabrechnungsproblemen per Ende Juli 2000 beendet hat.

5.
Gemäss vorinstanzlicher - und für das Bundesgericht grundsätzlich
verbindlicher (vgl. E. 1.2.1 und 1.2.2 hievor) - Feststellung beläuft sich
die verbliebene (Rest-)Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf knapp 23 %
in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungshilfe (zehnstündiges Pensum
wöchentlich bei einer Wochenarbeitszeit von 44 Stunden) oder in jeder anderen
leidensadaptierten Beschäftigung.

5.1 Die medizinische Aktenlage stellt sich diesbezüglich wie folgt dar.

5.1.1 Dr. med. S.________ attestierte der Versicherten mit Zeugnissen vom
20. September 2000 und 10. Dezember 2001 vollständige Arbeitsunfähigkeiten im
angestammten Beruf als Raumpflegerin für die Zeit vom 10. bis 31. Juli 2000
und vom 21. November bis 12. Dezember 2001. Als zumutbar bezeichnete er
rückenschonende Tätigkeiten. Am 8./10. Mai 2002 bestätigte er diese
Einschätzung insofern, als er eine ganztägige behinderungsangepasste
Beschäftigung weiterhin für möglich einstufte. In seinem Bericht vom
12./14. Juli 2004 sprach er schliesslich von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit
in der bisherigen Tätigkeit seit Frühling 2003 und beurteilte eine
leidensangepasste Arbeit generell als halbtags ausübbar.

5.1.2 In seinem rheumatologischen Gutachten vom 11. Oktober 2004 stellte Dr.
med. M.________ die Diagnose eines chronisch rezidivierenden lumbovertebralen
Syndroms bei Osteochondrose L5/S1 links, eines intermittierend auftretenden
Zervikalsyndroms (zur Zeit eher bland), eines Zustandes nach einer Geburt
1992 mittels Kaiserschnitt sowie einer beginnenden Depression. Er führte im
Weiteren aus, dass aktuell (seit Januar 2003) schmerzbedingt eine
Arbeitsunfähigkeit als Reinigungshilfe von 40 % bestehe, im Rahmen einer
rückenschonenden Tätigkeit eine Steigerung des Leistungsvermögens auf 80 %
aber realistisch erscheine.

5.1.3 Der behandelnde Psychiater Dr. med. L.________, der zur Hauptsache (mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) eine schwere chronifizierte somatisierte
Depression diagnostizierte, bescheinigte mit ausführlichem Bericht vom
6. Dezember 2004 eine 80%ige Beeinträchtigung des Leistungsvermögens als
Raumpflegerin, welche die zur Zeit einzig überhaupt zumutbare Tätigkeit
darstelle.

5.1.4 Dr. med. H.________ gelangte in seiner psychiatrischen Expertise vom
24. Januar 2005 zum Schluss, dass die Explorandin mindestens an einer
schweren neurotischen Entwicklung leide, wobei im Vordergrund eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung im Sinne einer psychogenen Aggravation eines
nachgewiesenen rheumatischen Befundes oder aber einer genuinen Schmerzstörung
stehe. Zum Grad der Arbeitsfähigkeit befragt, gab er an, dass in Anbetracht
der etwas unsicheren Diagnose ein grosser Ermessensspielraum vorhanden sei,
wie bereits die diesbezüglich stark differierenden Beurteilungen der Dres.
med. M.________ (60 %) und L.________ (20 %) zeigten. Er neige zur Annahme
einer mittleren Beeinträchtigung von 50 % und zwar nur für das angestammte
Tätigkeitsfeld.

5.1.5 Der RAD äusserte sich in seiner Stellungnahme vom 8. Februar 2005
schliesslich insoweit, als unter Berücksichtigung der gesamten medizinischen
Unterlagen nurmehr von einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit im bisherigen,
entsprechend angepassten Berufsgebiet, bestehend ab Juli 2000, auszugehen
sei.

5.2 Angesichts dieser Aktenlage, namentlich den Ausführungen des Dr. med.
H.________ (im Rahmen seines Gutachtens vom 24. Januar 2005), wonach sich die
erhaltene Arbeitsfähigkeit von 50 % aus einer Kombination der täglichen
Erwerbsarbeit von zwei Stunden ausser Haus und der Haushaltsarbeit in etwa
gleichem Umfang ergebe, hat die Vorinstanz eine Einschränkung des
erwerblichen Leistungsvermögens von knapp 80 % angenommen, was im Übrigen
auch der vom behandelnden Psychiater Dr. med. L.________ in dessen Bericht
vom 6. Dezember 2004 bescheinigten Beeinträchtigung entspreche. Die
gutachterlichen Erörterungen des Dr. med. H.________ enthalten indessen
ebenfalls die Aussagen, er neige - Bezug nehmend auf die
Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der Dres. med. M.________ (60 %) und
L.________ (20 %) - "zur Annahme einer mittleren Beeinträchtigung, also 50 %
und halbe Rente", und, auf die Frage, ab wann genau und in welchem Ausmass
eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten und
einer angepassten Tätigkeit bestehe, "ab Juli 2000 50 % in bisheriger
Tätigkeit". Ob diese Feststellungen tatsächlich, wie vom kantonalen Gericht
ausgeführt, mit dem Hinweis, sie seien auf "eine unkorrekte Verwendung
rechtlicher Begriffe beziehungsweise eine unpräzise Formulierung
zurückzuführen", zu relativieren sind, oder sie nicht doch mit der
Beschwerdegegnerin - in Anbetracht auch der Stellungnahmen der Dres. med.
S.________ und M.________ sowie des RAD - die Annahme einer um lediglich 50 %
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit zu stützen vermöchten, braucht aus den
nachfolgenden Gründen nicht abschliessend beurteilt zu werden.

5.3 Würde vom höheren, vorinstanzlich ermittelten Leistungsunvermögen der
Beschwerdeführerin im erwerblichen Bereich ausgegangen, beliefe sich die
Erwerbsunfähigkeit, da die Versicherte als vollständig Gesunde in einem
Teilzeitpensum von 50 % als Raumpflegerin tätig wäre (vgl. E. 4.2.2 hievor)
und ihr dieser Einsatz sowohl in zeitlicher Hinsicht wie auch vom
Tätigkeitsfeld her weiterhin zumutbar ist, auf rund 54,5 % (noch zuzumutendes
wöchentliches Arbeitspensum von zehn Stunden verglichen mit einem als Gesunde
ausgeübten Pensum von 22 Stunden [50 % von 44 Stunden]). Es kann
diesbezüglich auf die unbestritten gebliebenen Erwägungen im kantonalen
Entscheid verwiesen werden. Eine Arbeitsunfähigkeit von lediglich 50 % wirkte
sich demgegenüber bei gleichen Vorzeichen erwerblich nicht aus.

6.
Gerügt wird ferner die vom kantonalen Gericht gestützt auf die Ergebnisse des
Abklärungsberichts Haushalt vom 21. März 2005 auf 15,24 % festgesetzte
beschwerdebedingte Einschränkung in der Verrichtung der häuslichen
Tätigkeiten.

6.1 Die auf einen den entsprechenden Anforderungen genügenden
Abklärungsbericht an Ort und Stelle (Art. 69 Abs. 2 IVV) gestützten
Feststellungen einer gerichtlichen Vorinstanz bezüglich der Einschränkung im
Haushalt sind - analog zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit im
erwerblichen Bereich (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.) - tatsächlicher Natur,
welche vom Bundesgericht nur in den genannten Schranken (E. 1.2.1 und 1.2.2
hievor) überprüft werden (Urteil I 693/06 vom 20. Dezember 2006, E. 6.3).
6.2
6.2.1 Im Falle einer Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit stellt der
Abklärungsbericht gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV ein grundsätzlich geeignetes
Beweismittel für die Bemessung der Einschränkung der betroffenen Personen
dar. Stimmen jedoch die Ergebnisse der Abklärung an Ort und Stelle nicht mit
den ärztlichen Feststellungen der Behinderungen im gewohnten
Tätigkeitsbereich überein, so haben Letztere in der Regel mehr Gewicht als
die vor Ort durchgeführte Abklärung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1 S. 468 mit
Hinweisen; Urteil I 303/06 vom 17. August 2006, E. 7).

6.2.2 Die IV-Abklärungsperson hatte gemäss Bericht vom 21. März 2005 gestützt
auf eine vor Ort im Zweipersonen-Haushalt der Beschwerdeführerin
durchgeführte Erhebung eine Einbusse der Leistungsfähigkeit von 15,24 %
eruiert. Daran hielt sie auf Anfrage hin mit Stellungnahme vom 1. Juli 2005
fest. Dieser Wert weicht jedoch beträchtlich von dem durch Dr. med.
H.________ im Rahmen seiner Expertise vom 24. Januar 2005 für den häuslichen
Bereich auf lediglich 25 % bzw. zwei Stunden täglich geschätzten verbliebenen
Leistungsvermögen der - unbestrittenermassen an erheblichen psychischen
Problemen leidenden - Versicherten ab. Im Lichte der dargelegten
Rechtsprechungsgrundsätze müsste daher allenfalls eine Berichtigung im Sinne
der ärztlichen Feststellungen in Erwägung gezogen werden, zumal die
Tätigkeiten als Raumpflegerin und diejenigen im privaten Haushalt sich nicht
derart unterscheiden dürften, dass eine Differenz in der gesundheitsbedingten
Beeinträchtigung von 35 % (bei Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %)
bzw. gar 65 % (bei Annahme einer solchen von 80 %) gerechtfertigt erschiene.
Zu berücksichtigen gilt es in diesem Zusammenhang jedoch zum einen, dass sich
die konkreten Haushaltsverhältnisse - die Beschwerdeführerin und ihre Tochter
leben in einer 1 1/2-Zimmerwohnung - als wenig aufwändig erweisen. Des
Weitern hat sich die Versicherte die durch ihre 1992 geborene Tochter zu
gewährleistende Unterstützung durch Familienangehörige (vgl. die in BGE 130 V
396 nicht veröffentlichte E. 8 [mit weiteren Hinweisen] des Urteils I 457/02
vom 18. Mai 2004, publ. in: SVR 2005 IV Nr. 6 S. 21; Urteile I 725/04 vom
20. Januar 2006, E. 3.2, und I 568/04 vom 16. Februar 2005, E. 4.2.2 mit
Hinweisen) sowie den Umstand anrechnen zu lassen, dass in diesem
Aufgabenbereich ein grösserer Spielraum hinsichtlich der Einteilung der
Arbeit sowie der Art und Weise, wie sie ausgeführt wird (SVR 2006 IV Nr. 42
S. 151, E. 6.2, I 156/04), besteht. Vor diesem Hintergrund kann davon
ausgegangen werden, dass die im Haushalt anfallenden Arbeiten in den zwei von
Dr. med. H.________ als zumutbar erachteten Stunden weitgehend zu bewältigen
sind. Die von der IV-Abklärungsperson bezogen auf den konkreten Haushalt
festgestellte geringfügige Einschränkung erweist sich damit grundsätzlich als
plausibel. Würde eine noch zumutbare (Rest-)Arbeitsfähigkeit von 50 %
angenommen, stellte sich indessen die Frage von - nach Massgabe der in BGE
I 246/05 vom 30. Oktober 2007, E. 7.3 - 7.3.7, aufgeführten Kriterien
wahrscheinlich zu bejahenden - Wechselwirkungen vom Erwerbs- in den
Haushaltsbereich. Da diese aber maximal im Umfang von 15 ungewichteten
Prozentpunkten berücksichtigt werden könnten (vgl. E. 7.3.6 des erwähnten
Urteils), änderte sich am Ergebnis, wie hiernach aufzuzeigen ist, nichts.

6.3 Selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von
knapp 80 % bzw. eine Erwerbsunfähigkeit von rund 54,5 % als erstellt
anzusehen wäre, resultierte in Anbetracht einer Beeinträchtigung im Haushalt
von 15,24 % somit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ([0,5 x 54,5 %] [0,5
x 15,24 %]). Dasselbe gälte bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % bzw.
einer Erwerbsunfähigkeit von 0 % sowie einer Einschränkung im Haushalt von
30,24 % (15,24 % + 15 %), beliefe sich die Invalidität diesfalls doch auf
lediglich 15 % ([0,5 x 0 %] + [0,5 x 30,24 %]; zu den Rundungsregeln: BGE 130
V 121). Es hat demnach beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.

7.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 Abs. 4 lit. a BGG). Dem
Prozessausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons
Zürich, der Ausgleichskasse des Kantons Zürich und dem Bundesamt für
Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 5. März 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Fleischanderl