Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.128/2007
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8C_128/2007

Urteil vom 14. Januar 2008

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

D. ________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Brunner,
Gartenhofstrasse 15, 8036 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17,   8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons
Zürich vom 7. Februar 2007.

Sachverhalt:

A.
A.a Der 1958 geborene, als Maurer sowie Mitarbeiter in einem Teppichgeschäft
tätige D.________ meldete sich am 25. Juli 2001 unter Hinweis auf ein seit
November 2000 bestehendes Hüftleiden erstmals bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug (Umschulung, Rente) an. Mit Verfügung vom 12. September
2001 stellte die IV-Stelle des Kantons Zürich fest, dass zwar seit dem 20.
April 2001 eine langdauernde, die Arbeitsfähigkeit erheblich einschränkende
Erkrankung bestehe, die gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG für den
Rentenanspruch erforderliche einjährige Wartezeit aktuell aber noch nicht
erfüllt sei, weshalb das Rentenersuchen abgelehnt werden müsse.

A.b Am 13. November 2002 gelangte D.________ durch Vermittlung der
Orthopädischen Universitätsklinik X.________ erneut an die IV-Stelle. Diese
klärte die Verhältnisse in medizinischer sowie beruflich-erwerblicher
Hinsicht ab und gelangte zum Schluss, dass keine rentenbegründende
Invalidität vorliege (Vorbescheid vom 25. November 2002). Nach Intervention
seitens des Versicherten beauftragte die Verwaltung Dr. med. T.________,
Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie mit der Erstellung eines
Gutachtens, welches am 3. Februar 2003 erstattet wurde. Gestützt darauf
sprach sie D.________ auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 100 % eine
ganze Rente (samt Zusatz- und Kinderrenten) rückwirkend ab 1. April 2002 zu
(Verfügung vom 6. Mai 2003); gleichenorts führte sie Folgendes aus: "Das
aufgrund des Einwandes vom 17.12.02 erstellte orthopädische Gutachten von Dr.
med. T.________kommt zum Schluss, dass in den letzten Tätigkeiten als Maurer
sowie als Teppichverkäufer eine volle Arbeitsunfähigkeit besteht. Zur Zeit
liegt auch in einer leichteren Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit vor. Es
besteht jedoch die zwingende Indikation zum Einsetzen einer Hüfttotalprothese
beidseits, womit die Arbeitsfähigkeit in einer der Behinderung angepassten
Tätigkeit voraussichtlich markant gesteigert werden kann. Wir verweisen dabei
auf die in der Sozialversicherung bestehende Schadenminderungspflicht, wonach
der Versicherte alles ihm Zumutbare vorzukehren hat, um die Folgen seiner
Invalidität bestmöglich zu mildern. Wir fordern Sie deshalb auf, sich der
genannten Massnahme zu unterziehen, machen Sie aber gleichzeitig darauf
aufmerksam, dass die Kosten nicht zu Lasten der Invalidenversicherung gehen,
da es sich um eine Leistung der Krankenversicherung handelt. Anlässlich der
nächsten Rentenrevision gehen wir bei Nichtbefolgen der
Schadenminderungspflicht davon aus, dass die erwähnte Massnahme erfolgreich
durchgeführt wurde, wobei mit einer Herabsetzung bzw. Aufhebung der Rente zu
rechnen ist." Dieser Verwaltungsakt erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Anlässlich des Mitte Januar 2005 eingeleiteten Revisionsverfahrens zog die
IV-Stelle u.a. einen Bericht der Dres. med. F.________, Teamleiter
Hüftchirurgie, und A.________, Assistenzarzt, Orthopädie, Universitätsklinik,
vom 9. Februar 2005 bei, welche den Versicherten von Oktober 2001 bis 21.
August 2003 behandelt hatten. Am 31. Mai 2005 verfügte sie die sofortige
Einstellung der Rentenzahlungen mit der Begründung, dass der am 6. Mai 2003
verfügungsweise angeordnete und im Rahmen der Schadenminderungspflicht als
zumutbar einzustufende operative Eingriff (Hüfttotalendoprothese) zur
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit nicht vorgenommen worden sei. Daran wurde
auf Einsprache hin festgehalten (Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2005).

Am 31. August 2005 unterzog sich D.________ einer Hüftgelenks-Implantation
links (Berichte des PD Dr. med. F.________ vom 14. Dezember 2005 und 26. März
2007).

B.
Die gegen den Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 21. Oktober 2005 erhobene
Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit
Entscheid vom 7. Februar 2007 in dem Sinne teilweise gut, als der
angefochtene Einspracheentscheid dahingehend abgeändert wurde, dass die
Rentenzahlungen erst auf 1. August 2005 einzustellen seien.

C.
D.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
und beantragen, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei ihm ab August
2005 weiterhin eine Rente auszurichten, eventualiter sei die Sache zur
Prüfung milderer Massnahmen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ferner sei ihm
für das letztinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und
Verbeiständung zu gewähren.

Während die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das
Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten         (Art. 82
ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren
Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen, wenn
sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von
Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).

1.2 Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist auf Grund der Vorbringen in
der Beschwerde ans Bundesgericht zu prüfen, ob der angefochtene kantonale
Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und
beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht, Völkerrecht oder kantonale
verfassungsmässige Rechte verletzt       (Art. 95 lit. a-c BGG),
einschliesslich einer allfälligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung
(Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Hingegen hat unter der Herrschaft des
BGG eine freie Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheides in tatsächlicher
Hinsicht zu unterbleiben (ausser wenn sich die Beschwerde gegen einen - im
hier zu beurteilenden Fall indessen nicht anfechtungsgegenständlichen -
Entscheid über die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der
Militär- oder Unfallversicherung richtet; Art. 97 Abs. 2 BGG). Ebenso
entfällt eine Prüfung der Ermessensbetätigung nach den Grundsätzen zur
Angemessenheitskontrolle (BGE 126 V 75 E. 6 S. 81 zu Art. 132 lit. a OG [in
der bis 30. Juni 2006 gültig gewesenen Fassung]).

2.
Streitig und zu prüfen ist, ob die dem Beschwerdeführer per 1. April 2002
zugesprochenen Rentenleistungen zu Recht auf 1. August 2005 eingestellt
wurden.

2.1
2.1.1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren
Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit
verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu
bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder
verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die
Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit
einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für
Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG).

2.1.2 Die Norm des Art. 21 Abs. 4 ATSG stimmt inhaltlich weitgehend mit der
Regelung der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Bestimmungen der Art. 10
Abs. 2 und Art. 31 IVG überein (BBl 1991 II 256, 1999 4567). Die hierzu
ergangene Rechtsprechung bleibt somit gültig (Urteil I 462/05 vom 16. August
2006, E. 3.2; vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich 2003, N 54 ff. zu Art. 21).
Dies betrifft insbesondere die formellen Erfordernisse des Mahn- und
Bedenkzeitverfahrens (BGE 122 V 218; SVR 2007 IV Nr. 34 S. 120 f., E. 3.1, I
744/06, und 2005 IV Nr. 30 S. 114, E. 2.2 und 2.3, I 605/04; Urteile I
1068/06 vom 31. August 2007, E. 2.2, I 824/06 vom 13. März 2007, E. 2.3, und
I 462/05 vom 16. August 2006, E. 3.3).
2.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar
(Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Art. 7 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar
2004 bis 31. Dezember 2007 in Kraft gestandenen, vorliegend anwendbaren
Fassung) verpflichtet die anspruchsberechtigten Personen zusätzlich, unter
Hinweis auf die Kürzungs- und Verweigerungsmöglichkeiten gemäss Art. 21 Abs.
4 ATSG, die Durchführung aller Massnahmen, die zur Eingliederung ins
Erwerbsleben getroffen werden, zu erleichtern.

3.
3.1 Für die Beantwortung der Frage nach der Zumutbarkeit der Behandlung oder
Eingliederungsmassnahme im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG kann auf die zu Art.
31 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung ergangene
Rechtsprechung verwiesen werden, da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht
nichts geändert hat (vgl. auch SVR 2007 IV Nr. 34 S. 121, E. 3.1, I 744/06;
Urteile I 1068/06 vom 31. August 2007, E. 2.2, und I 824/06 vom 13. März
2007, E. 3.1.1). Danach sind die gesamten persönlichen Verhältnisse,
namentlich die berufliche und soziale Stellung der versicherten Person, zu
berücksichtigen. Massgebend ist aber das objektiv Zumutbare, nicht die
subjektive Wertung des Versicherten (ZAK 1982 S. 495, E. 3; Urteil I 105/93
vom 11. März 1994, E. 2a; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im
staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 189). Die gesetzliche
Vorgabe, wonach Massnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit
darstellen, nicht zumutbar sind, bedeutet nicht, dass eine Vorkehr, die keine
solche Gefahr darstellt, automatisch zumutbar ist (ZAK 1985 S. 326, E. 1;
Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21; Meyer-Blaser, a.a.O., S. 138 f.); sie weist
aber doch daraufhin, dass nur Gründe von einer gewissen Schwere zur
Unzumutbarkeit führen. Die Zumutbarkeit ist sodann in Relation einerseits zur
Tragweite der Massnahme, andererseits zur Bedeutung der in Frage stehenden
Leistung zu beurteilen. Insbesondere bei medizinischen Massnahmen, die einen
starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person
darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen
(ZAK 1985 S. 325 f., E. 1). Umgekehrt ist die Zumutbarkeit eher zu bejahen,
wenn die fragliche Massnahme unbedenklich ist (RKUV 1995 Nr. U 213 S. 68 f.,
E. 2b). Sodann sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort
strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage
steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren
Rentenleistungen auslöst (BGE 113 V 22 E. 4d S. 32 f.; SVR 2007 IV Nr. 34 S.
121, E. 3.1, I 744/06; Urteile I 1068/06 vom            31. August 2007, E.
2.2, und I 824/06 vom 13. März 2007, E. 3.1.1).
3.1.1 Das kantonale Gericht ist auf Grund einer umfassenden, sorgfältigen und
inhaltsbezogenen Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG; vgl. auch BGE 132 V
393 E. 4.1 S. 400), insbesondere gestützt auf den Bericht der Dres. med.
F.________ und A.________ vom 9. Februar 2005 und das Gutachten des Dr. med.
T.________ vom 3. Februar 2003, - mit der Beschwerdegegnerin - zum Schluss
gelangt, dass zur Behandlung des Hüftleidens des Beschwerdeführers primär
eine Massnahme zur Verfügung steht, die überwiegend wahrscheinlich eine
Heilung oder mindestens eine wesentliche Besserung erwarten liesse, nämlich
ein operativer Eingriff in Form einer Hüft-Endoprothesen-Implantation.

3.1.2 Bei den Feststellungen über die möglichen Therapien sowie deren
Erfolgswahrscheinlichkeit und Risiken handelt es sich um
Sachverhaltsfeststellungen, welche das Bundesgericht nur mit eingeschränkter
Kognition überprüft (E. 1.1 und 1.2 hievor; SVR 2007 IV   Nr. 34 S. 121, E.
3.3, I 744/06; Urteil I 1068/06 vom 31. August 2007, E. 3.2). Die vom
Beschwerdeführer gegen die vorinstanzlichen Feststellungen vorgebrachten
Einwendungen, welche sich indessen zu Recht nicht gegen die Zumutbarkeit der
empfohlenen - und mittlerweile Ende August 2005 auch durchgeführten -
Operation an sich richten, sind nicht geeignet, diese als offensichtlich
unrichtig oder unvollständig erscheinen zu lassen. Soweit der Versicherte
geltend macht, noch Ende August 2002 hätten die behandelnden Ärzte der
Orthopädischen Universitätsklinik X.________ eine Indikation für eine
Hüfttotalprothese verneint (vgl. Bericht vom 30. August 2002), sodass ihm
eine solche bis zum Zeitpunkt des Erlasses der Rentenverfügung der IV-Stelle
vom 6. Mai 2003 nicht bewusst gewesen sei und auf Grund der Umstände auch
nicht habe bewusst sein müssen, ist er nicht zu hören. Die Ärzte der Klinik
X.________ hatten bereits in ihrem Bericht vom 19. September 2002
festgehalten, dass, sollte sich die Beschwerdesituation auch nach neuerlicher
Physiotherapie in den folgenden sechs Wochen nicht bessern, über die
Implantation einer Hüfttotalprothese links gesprochen werde müsse. Am 11.
November 2002 vermerkten dieselben Ärzte, der Patient komme mit den
bestehenden Restbeschwerden gut zurecht, weshalb er im jetzigen Zeitpunkt
keine Hüfttotalendoprothese wünsche. Vor diesem Hintergrund kann als erwiesen
angenommen werden, dass die beteiligten Ärzte im Verlaufe der zweiten Hälfte
des Jahres 2002 eine Operation im genannten Sinne zusehends - einhergehend
mit den sich nicht verbessernden Beschwerden - in grundsätzlicher Hinsicht
befürworteten, der Beschwerdeführer selber einer solchen aber kritisch
gegenüber stand. Das gleiche Bild vermittelt der Bericht der Ärzte der Klinik
X.________vom 9. Februar 2005, in dem diese - bezogen wohl auf die
Verhältnisse anlässlich der letzten Konsultation des Patienten am 21. August
2003 - eine Hüft-Endoprothesen-Implantation nunmehr in Übereinstimmung mit
der gutachterlichen Beurteilung durch Dr. med. T.________ vom 3. Februar 2003
ausdrücklich als zweckmässig erachteten, der Versicherte einen operativen
Eingriff, trotz Kenntnis des Verfügungsinhaltes vom 6. Mai 2003, indessen
erneut ablehnte. Dass dem Beschwerdeführer die von der IV-Stelle
ausgesprochene, ihm in erster Linie als Ausfluss der zu treffenden
schadenmindernden Vorkehren, welchen gerade im Falle der Ausrichtung von
nicht unerheblichen Rentenzahlungen erhöhtes Gewicht beizumessen ist (vgl.
E. 3.1 in fine hievor), obliegende "Verpflichtung" zur Durchführung der
Hüftoperation auf Grund der vorangegangenen ärztlichen Einschätzungen nicht
nachvollziehbar gewesen sein soll, erscheint nach dem Gesagten nicht
glaubhaft. Daran ändert im Übrigen auch der im Anschluss an eine
Hüftsprechstunde verfasste Bericht des PD Dr. med. F.________ vom 26. März
2007 nichts, beziehen sich die darin enthaltenen Ausführungen doch wiederum
auf die - im vorliegenden Kontext jedoch nicht allein ausschlaggebende -
Frage, ob ein entsprechender Eingriff im betreffenden Zeitpunkt aus rein
medizinischer Sicht zwingend erforderlich war oder nicht.

3.2 Eine Kürzung oder Verweigerung der Leistung ist nach Art. 21 Abs. 4 ATSG
sodann davon abhängig, dass die fragliche Massnahme eine wesentliche
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit verspricht. Vorausgesetzt wird also, dass
die medizinische oder erwerbliche Vorkehr geeignet ist, eine erhebliche
Minderung des versicherten Schadens zu bewirken. Der Beschwerdeführer
bestreitet das Vorliegen dieses Erfordernisses im Wesentlichen mit der
Begründung, wie das Ergebnis der am 31. August 2005 durchgeführten
Hüftoperation - in Form von rezidivierenden Hüftluxationen - gezeigt habe,
sei damit keine erhebliche Steigerung des Leistungsvermögens erreicht worden.

3.2.1 Die Frage, ob die verweigerte Leistung zu einer Steigerung der
Erwerbsfähigkeit beigetragen hätte, wird zuweilen unter dem Aspekt der
Zumutbarkeit (so in Art. 18 Abs. 2 MVG), jedenfalls aber als Problem des
Kausalzusammenhangs zwischen der Verweigerung und dem Ausbleiben der
Zustandsverbesserung behandelt (vgl. Gabriela Riemer-Kafka, Die Pflicht zur
Selbstverantwortung, Zürich 1999, S. 160 ff.). Die Kausalität muss
notwendigerweise prospektiv und damit hypothetisch beurteilt werden
(Meyer-Blaser, a.a.O., S. 84 FN 381 und S. 140 FN 587). Es bedarf keines
strikten Beweises, dass die verweigerte Massnahme tatsächlich zum erwarteten
Erfolg geführt hätte; es genügt, wenn die Vorkehr mit einer gewissen
Wahrscheinlichkeit erfolgreich gewesen wäre. Der erforderliche Grad an
Wahrscheinlichkeit ist wiederum unter Berücksichtigung der Schwere des mit
der Massnahme verbundenen Eingriffs in Persönlichkeitsrechte zu beurteilen
(vgl. oben E 3.1): Bei therapeutischen Massnahmen, welche mit einem nur
geringen Eingriff verbunden sind, dürfen an die Wahrscheinlichkeit der zu
erwartenden Besserung keine hohen Anforderungen gestellt werden (Jürg
Maeschi, Kommentar zum MVG, Bern 2000, N 24 zu     Art. 18). Ist der Eingriff
erheblich, wird eine höhere Wahrscheinlichkeit, aber nicht ein sicherer
Erfolg verlangt. In diesem Sinne schützte das Eidgenössische
Versicherungsgericht eine Leistungsverweigerung, nachdem die versicherte
Person eine wirbelsäulenorthopädische Operation mit einer
Erfolgswahrscheinlichkeit von 70-80 % abgelehnt hatte (Urteil I 462/05 vom
16. August 2006; zum Ganzen: Urteil I 824/06 vom 13. März 2007, E. 3.2.1).
3.2.2 Massgebend ist hinsichtlich der fraglichen operativen Massnahme somit,
was der Beschwerdeführer verkennt, eine vorgängige Betrachtungsweise.
Diesbezüglich ergeben die medizinischen Akten ein deutliches Bild: Dr. med.
T.________ hielt in seinem Gutachten vom        3. Februar 2003 dafür, dass
die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten und zumutbaren Tätigkeit nach dem
erfolgreichen Einsetzen einer beidseitigen Hüfttotalendoprothese mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit markant gesteigert werden könne.
Diese Einschätzung wurde durch die Dres. med. F.________ und A.________ im
Rahmen ihres Berichtes vom 9. Februar 2005 bestätigt, indem sie ausführten,
mit dem vorgesehenen Eingriff wäre der Patient wohl wieder in der Lage, in
einer optimal angepassten Tätigkeit mit regelmässigen Positionswechseln
vollzeitlich zu arbeiten. Im Lichte dieser Stellungnahmen durfte die
Beschwerdegegnerin den Erfolg der vorgeschlagenen Massnahme, obgleich diese
als nicht unerheblicher Eingriff zu werten ist und die Anforderungen an die
zu erwartende Erfolgswahrscheinlichkeit deshalb relativ hoch zu stecken
waren, - prospektiv betrachtet - als äusserst günstig beurteilen. Auch unter
diesem Titel kommen mithin die in Art. 21 Abs. 4 ATSG verankerten
Rechtsfolgen zum Tragen, zumal die Operation unbestrittenermassen eine
zumutbare Vorkehr darstellt. Der Umstand, dass sich im Anschluss an die Ende
August 2005 eingesetzte Hüfttotalendoprothese links wiederholt Luxationen
einstellten, vermag daran nach dem Gesagten nichts zu ändern. Namentlich ist
der Beschwerdegegnerin, da derartige Komplikationen im Lichte der ärztlichen
Angaben nicht von vornherein absehbar waren und überdies, wie vom
Beschwerdeführer ausgeführt, offenbar lediglich in 2-8 % der Fälle auftreten,
keine Verletzung der Untersuchungsmaxime vorzuwerfen.

3.3 Ebenfalls nicht durchzudringen vermag der Versicherte ferner mit dem
Einwand, er habe die Folgen der in der Rentenverfügung (vom   6. Mai 2003)
enthaltenen Vorgaben auf Grund mangelnder Sprachkenntnisse zu wenig erfasst.
Es darf von einer versicherten Person erwartet werden, dass sie, falls ihr
ein Verfügungstext infolge sprachlicher oder inhaltlicher Unklarheiten nicht
verständlich ist, entsprechende Auskünfte einholt, sei dies bei der
verfügenden Behörde selber oder aber, wie im Falle des Beschwerdeführers, der
im Nachgang zum Vorbescheid der IV-Stelle (vom 25. November 2002) nach Lage
der Akten eine Rechtsvertreterin beigezogen hatte (vgl. Mitteilung der
Beschwerdegegnerin vom 10. Januar 2003), bei einer sonst wie qualifizierten
Person. Dass der Beschwerdeführer nach Erlass der Verfügung vom 6. Mai 2003
in Bezug auf die angeforderte Operation abermals durch die Beschwerdegegnerin
in einem separaten Schreiben hätte "gemahnt" werden sollen, kann weder als
Ausfluss der in Art. 27 Abs. 1 ATSG verankerten Aufklärungspflicht durch den
Versicherungsträger noch als ein im Rahmen des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens
gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG erforderlicher Schritt eingestuft werden.

3.4 Der Beschwerdeführer macht des Weitern geltend, die Verfügung vom 6. Mai
2003 sei insofern als mangelhaft zu bezeichnen - und verstosse gegen den
Grundsatz von Treu und Glauben -, als ihm darin keine konkrete Frist zur
Vornahme der Operation gesetzt, sondern bloss darauf hingewiesen worden sei,
dass die IV-Stelle anlässlich der nächsten Rentenrevision von einer
erfolgreich durchgeführten operativen Massnahme ausgehen werde.

3.4.1 Die betroffene versicherte Person ist im Rahmen des gemäss Art. 21 Abs.
4 ATSG anzusetzenden Mahn- und Bedenkzeitverfahrens u.a. aufzufordern, ihrer
(zumutbaren) Schadenminderungspflicht nachzukommen; dazu ist ihr eine
angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Urteil I 824/06 vom 13. März 2007, E.
3.3.1; Kieser, a.a.O., N 70 zu Art. 21).

3.4.2 Die Revision einer zugesprochenen Rente von Amtes wegen gemäss Art. 87
Abs. 2 IVV (in Verbindung mit Art. 41 IVG [in Kraft gestanden bis 31.
Dezember 2002] bzw. - seit 1. Januar 2003 - Art. 17 ATSG) erfolgt in
Berücksichtigung der konkreten Umstände, wobei im Regelfall eine zwei- bis
dreijährige Frist intern vorgemerkt wird (vgl. Kieser, a.a.O., N 16 zu Art.
17; Gabriela Riemer-Kafka, Veränderungen der familiären Verhältnisse als
Rentenrevisionsgrund in der IV, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Die
Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S.
102 FN 23). In Anbetracht dieser Verhältnisse musste der Beschwerdeführer bei
(Renten-)Verfügungserlass am 6. Mai 2003 frühestens mit der Einleitung eines
Revisionsverfahrens durch die Verwaltung im Mai 2005 rechnen. Dieses wurde
denn aber, wie der Versicherte zutreffend bemerkt, bereits anfangs Januar
2005 eröffnet. Daraus kann indessen nichts zu seinen Gunsten abgeleitet
werden, wurde die Verletzung der Schadenminderungspflicht doch letztendlich
erst mit der Einstellung der Rentenleistungen auf 1. August 2005 - und damit
geraume Zeit nach Ablauf des angesetzten Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (vgl.
dazu SVR 2007 IV Nr. 34 S. 121 f., E. 4 mit Hinweis, I 744/06) -
sanktioniert. Dem Beschwerdeführer war somit genügend Zeit eingeräumt worden,
um die geforderte Operation in die Wege zu leiten bzw. der Beschwerdegegnerin
darzulegen, weshalb eine solche im anberaumten Zeitraum nicht stattfinden
könne. Er opponierte jedoch weder dem Inhalt der Verfügung vom 6. Mai 2003,
noch traf er in der massgebenden Zeitspanne Anstalten, die Durchführung des
verlangten Eingriffs voranzutreiben, noch wandte er sich in dieser Sache an
die IV-Stelle. Vielmehr deklarierte er die Hüftoperation gegenüber den Ärzten
der Klinik X.________ noch am 21. August 2003 ausdrücklich als nicht
erwünscht (vgl. Bericht vom 9. Februar 2005). Ein wie auch immer gearteter
Verstoss der Beschwerdegegnerin gegen den Grundsatz von Treu und Glauben im
Sinne des daraus abgeleiteten Schutzes des Bürgers in das berechtigte
Vertrauen auf behördliches Verhalten (siehe dazu BGE 131 II 627 E. 6.1 S. 636
f. mit Hinweisen) kann darin nicht erblickt werden.

3.5 In der Beschwerde wird schliesslich bemängelt, die dauerhafte Einstellung
der Rentenleistungen stelle eine unverhältnismässige Rechtsfolge der - wenn
überhaupt - einmaligen Pflichtverletzung des Versicherten dar.

3.5.1 Sind alle Tatbestandsvoraussetzungen des Art. 21 Abs. 4 ATSG erfüllt,
ist die Rechtmässigkeit der Leistungsverweigerung oder -kürzung zusätzlich
davon abhängig, ob das Kürzungsausmass mit Blick auf die erhoffte Auswirkung
der zumutbaren Massnahme auf den Erwerbsschaden verhältnismässig ist (Urteil
I 824/06 vom 13. März 2007, E. 4; vgl. dazu auch Kieser, a.a.O., N 72 zu Art.
21).

3.5.2 Die beteiligten Ärzte waren, wie bereits dargelegt (vgl. E. 3.2.2
hievor), übereinstimmend davon ausgegangen, dass die Vornahme der
Hüftoperation mit einer grossen Wahrscheinlichkeit eine vollständige
dauerhafte Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Beschäftigung zu
bewirken vermöge. Die von der Beschwerdegegnerin verfügte gänzliche
Leistungseinstellung trägt mithin dem Umstand Rechnung, dass mit dem
vorgeschlagenen operativen Eingriff - prospektiv betrachtet - eine volle
Erwerbstätigkeit erreichbar gewesen wäre, und ist folglich als
verhältnismässig einzustufen.

Anzumerken bleibt, dass die Sanktion nach Art. 21 Abs. 4 ATSG nur solange
greifen kann, als zwischen Verhaltensweise und Schaden ein Kausalzusammenhang
besteht. Entschliesst sich die versicherte Person die bisherige Verweigerung
aufzugeben, fällt für die Zukunft der Kausalzusammenhang grundsätzlich dahin.
Es ist deshalb ab diesem Zeitpunkt und mit Wirkung für die Zukunft zu prüfen,
ob auf die bisherige Kürzung bzw. Verweigerung der Leistung zurückzukommen
ist (Kieser, a.a.O., N 75 [mit Hinweisen] zu Art. 21). Die Beschwerdegegnerin
hat demnach zu Recht im Rahmen ihres Einspracheentscheides vom 21. Oktober
2005 festgehalten, dass es dem Beschwerdeführer frei stehe, für die Dauer der
am 31. August 2005 nachgeholten Operation und der Rehabilitation, während der
eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, um Zusprechung einer allfälligen
befristeten Rente zu ersuchen.

4.
Die Gerichtskosten werden dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt (Art.
65 Abs. 4 lit. a in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 BGG). Gleichzeitig wird ihm
die unentgeltliche Rechtspflege (Prozessführung [Art. 64 Abs. 1 BGG];
Verbeiständung [Art. 64 Abs. 2 BGG]) gewährt, da die hiefür erforderlich
Bedingungen (Bedürftigkeit, Nichtaussichtslosigkeit der Beschwerde,
Gebotenheit der Verbeiständung) gegeben sind (BGE 125 V 201 E. 4a S. 202 und
371, E. 5b S. 372, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdrücklich auf Art.
64 Abs. 4 BGG aufmerksam gemacht, wo die begünstigte Partei der Gerichtskasse
Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie später dazu im Stande ist.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, indes
vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.

4.
Rechtsanwalt Matthias Brunner, Zürich, wird aus der Gerichtskasse eine
Entschädigung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons
Zürich, der Ausgleichskasse des Kantons Zürich und dem Bundesamt für
Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 14. Januar 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Fleischanderl