Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.167/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_167/2007

Urteil vom 8. April 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Bundesrichterin Leuzinger,
Gerichtsschreiber Flückiger.

Parteien
Z.________, Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Guy Reich, Münchhaldenstrasse 24, 8008 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz
vom 23. Februar 2007.

Sachverhalt:

A.
Der 1961 geborene Z.________ war seit 2000 als Maschinenbediener bei der
Q.________ AG angestellt und damit bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert.
Bei einem Auffahrunfall vom 16. März 2005 erlitt er gemäss Arztzeugnis UVG der
am Folgetag aufgesuchten Dr. med. C.________, Innere Medizin FMH, vom 11. Mai
2005 ein leichtes Schleudertrauma. Die entsprechende Behandlung konnte am 19.
April 2005 abgeschlossen werden.
Mit Schreiben vom 13. Juni 2005 kündigte die Arbeitgeberin das
Arbeitsverhältnis auf Ende September 2005.
Wegen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) begab sich Z.________ am
16. und 21. Juni 2005 erneut bei Dr. med. C.________ in Behandlung. Ab 23. Juni
2005 wurde die Therapie bei Dr. med. B.________, Allgemeinmedizin FMH,
fortgesetzt. Diesen Arzt konsultierte der Versicherte am 25. Juni 2005 wegen
eines tags zuvor erlittenen neuerlichen Auffahrunfalls. Nach einem
Ferienaufenthalt im Herkunftsland vom 30. Juni bis 31. Juli 2005 stand der
Versicherte ab 2. August 2005 bei Dr. med. S.________, Allgemeinmedizin FMH
(Praxispartner des ferienabwesenden Dr. med. B.________), in Behandlung. Dr.
med. S.________ gab am 11. September 2005 als Beurteilung posttraumatisch
verstärkte, vorbestehende lumbale Schmerzen im Sinne einer ISG-Blockierung an.
Die SUVA zog weitere Berichte des Dr. med. W.________, Rheumatologie FMH und
Physikalische Medizin, vom 27. September und 28. November 2005 sowie des MRI
des Zentrums A.________ vom 5. Oktober 2005 bei und holte eine Stellungnahme
des Kreisarztes Dr. med. F.________ vom 9. Dezember 2005 ein. Ausserdem liess
sie durch die Arbeitsgruppe für Unfallmechanik eine Technische Unfallanalyse
vom 30. November 2005, eine Kurzbeurteilung vom 5. Dezember 2005 und eine
biomechanische Beurteilung vom 29. Dezember 2005 erstellen. Am 16. Januar 2006
wurde der Versicherte durch den Kreisarzt Dr. med. F.________ untersucht.
Anschliessend schloss die Anstalt den Fall mit dem 31. Januar 2006 ab und
stellte ihre Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung) auf dieses Datum hin ein
(Verfügung vom 18. Januar 2006). Daran hielt die SUVA - nach Eingang weiterer
Berichte des Dr. med. W.________ vom 27. März 2006 und 27. Juni 2006 - mit
Einspracheentscheid vom 3. August 2006 fest.

B.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
ab (Entscheid vom 23. Februar 2007). Während des Rechtsmittelverfahrens hielt
sich der Versicherte vom 22. August bis 8. September 2006 in der Rehaklinik
X.________ auf (Austrittsbericht vom 22. September 2006). Er liess dem
kantonalen Gericht eine Bestätigung von Dr. med. I.________, Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, vom 24. November 2006 einreichen.

C.
Z.________ lässt Beschwerde führen mit dem Rechtsbegehren, es seien ihm - in
Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides - die gesetzlichen Leistungen
auszurichten. Mit der Beschwerdeschrift werden zwei Schreiben des
Paraplegikerzentrums Y.________ vom 28. März und 17. April 2007 eingereicht.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt für Gesundheit
verzichtet auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
1.1 Der Beschwerdeführer lässt zunächst geltend machen, das kantonale Gericht
habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Es habe seinem Vertreter,
welcher, nachdem er zuvor nicht am Verfahren beteiligt gewesen war, mit
Schreiben vom 2. Februar 2007 die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels
sowie Akteneinsicht verlangt hatte, die Gerichtsakten erst am 9. Februar 2007
(Eintreffen) zugestellt. Gleichzeitig habe es den Vertreter aufgefordert, die
Akten bis am 8. Februar 2007 zurückzusenden, da der Fall bereits für die
nächste Gerichtssitzung traktandiert sei. Dadurch (keine Gelegenheit zur
Stellungnahme, Frist zur Aktenrückgabe von "minus ein Tag") sei es dem
Beschwerdeführer und seinem Vertreter verunmöglicht worden, den Antrag auf
Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels zu begründen.

1.2 Nach der Rechtsprechung (SVR 1995 AHV Nr. 65 S. 196 E. 2b mit Hinweisen, H
152/94) gebietet der Grundsatz des rechtlichen Gehörs (altArt. 4 Abs. 1 BV;
nunmehr Art. 29 Abs. 2 BV) die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels,
wenn die Vernehmlassung der Gegenpartei neue tatsächliche oder rechtliche
Begründungsgesichtspunkte enthält, mit denen der Beschwerdeführer nicht zu
rechnen brauchte. Diese Voraussetzungen waren hier nicht erfüllt, denn die
Vernehmlassung der SUVA vom 28. Dezember 2006 enthielt keine grundlegend neuen
Argumente. Der Vertreter des Beschwerdeführers stellte in seinem Schreiben vom
9. Februar 2007 denn auch keinen Antrag, es sei ihm die Frist zur Stellungnahme
innerhalb eines zweiten Schriftenwechsels zu verlängern und die Behandlung der
Angelegenheit durch das Gericht sei zu verschieben. Eine Gehörsverletzung liegt
unter diesen Umständen nicht vor.

2.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über den für die
Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 UVG)
erforderlichen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und
eingetretenem Gesundheitsschaden (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337; vgl. auch BGE 129
V 177 E. 3.1 S. 181, 402 E. 4.3.1 S. 406, 119 V 335 E. 1 S. 337, 118 V 286 E.
1b S. 289, je mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Richtig sind auch die vorinstanzlichen Erwägungen zur Beweislast für das
Dahinfallen des natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der Unfallversicherer
seine Leistungspflicht für eine bestimmte gesundheitliche Störung zunächst
anerkannt hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b, U 180/93; vgl. auch RKUV 2000
Nr. U 363 S. 45, U 355/98), sowie zum Beweiswert und zur Würdigung
medizinischer Berichte und Stellungnahmen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.
Streitig und zu prüfen ist, ob die SUVA für Folgen der Unfälle vom 16. März und
/oder 24. Juni 2005 über den 31. Januar 2006 hinaus Leistungen zu erbringen
hat. Versicherer und Vorinstanz haben dies verneint mit der Begründung, die
über dieses Datum hinaus fortbestehenden Beschwerden stünden in keinem
natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis. Der Beschwerdeführer
erachtet die Kausalität als gegeben.

3.1 Bezüglich der geltend gemachten Symptomatik im Bereich der HWS geht aus den
Akten hervor, dass der Versicherte nach dem Unfall vom 16. März 2005, bei dem
er laut Arztzeugnis UVG ein leichtes Schleudertrauma erlitt, über
Nackenschmerzen klagte. Er konnte die Arbeit ab 4. April 2005 zu 50 % und ab
16. April 2005 zu 100 % wieder aufnehmen. Die Behandlung wurde am 19. April
2005 abgeschlossen. Was den weiteren Verlauf anbelangt, hält Dr. med.
S.________ im Bericht vom 11. September 2005 fest, die nach dem Ereignis vom
24. Juni 2005 neu aufgetretenen Nackenschmerzen hätten sich während der Ferien
im Heimatland (30. Juni bis 31. Juli 2005) vollständig gebessert. Die ab 2.
August 2005 attestierte Arbeitsunfähigkeit bezog sich auf die lumbalen
Beschwerden. In der Beurteilung erwähnt Dr. med. S.________ dementsprechend
keine HWS-Symptomatik. Gemäss dem Bericht von Dr. med. W.________ vom 27.
September 2005 beschränkte sich der Befund im Bereich der HWS auf eine
geringgradige Bewegungseinschränkung beidseits bei leichten Endphasenschmerzen.
Diagnostiziert wurde auch durch diesen Arzt nur ein noch in Abklärung
befindliches lumbovertebrales Syndrom. Der SUVA-Arzt Dr. med F.________ hielt
am 16. Januar 2006 fest, der klinische HWS-Befund sei normal. Entgegen den
Vorbringen in der Beschwerdeschrift enthalten die Akten somit keine
hinreichenden Anhaltspunkte für länger dauernde unfallkausale Beschwerden im
Bereich der HWS, welche geeignet sein könnten, einen Leistungsanspruch zu
begründen. Ebenso wenig bestehen diesbezüglich Unklarheiten, welche eine
ergänzende Untersuchung verlangen würden.
3.2
3.2.1 Wegen lumbaler Rückenbeschwerden war der Beschwerdeführer seit 16. Juni
2005 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben, als er am 24. Juni 2005 den zweiten
Auffahrunfall erlitt. Danach klagte er über eine Verschlimmerung dieser
Beschwerden. Dr. med. S.________ konnte aufgrund einer Röntgenuntersuchung
keine Hinweise für degenerative oder posttraumatische Veränderungen
feststellen. Weil sich die vom Patienten angegebenen Beschwerden auch durch
Physiotherapie nicht nachhaltig reduzieren liessen, überwies er den Patienten
an den Rheumatologen Dr. med. W.________. Dieser hält in seinem Bericht vom 27.
September 2005 fest, es bestehe ein lumbovertebrales Syndrom, "welches
möglicherweise tatsächlich posttraumatisch ausgelöst wurde, wobei radiologisch
keine pathologischen Befunde festgestellt werden können". Zur Klärung der
Situation veranlasste er eine MRI-Untersuchung. Diese ergab laut dem Bericht
des MRI des Zentrums A.________ vom 5. Oktober 2005 mediane bis links
paramediane Diskushernien bei Anulus fibrosus-Defekten L4/L5 und L5/S1 sowie
leichte spondylarthrotische Veränderungen. Es wurde keine erkennbare
eigentliche Nervenwurzelkompression festgestellt. Wie Dr. med. W.________ in
seinem Bericht vom 28. November 2005 festhält, wurde in der Folge eine
epidurale Infiltration L4/L5 durchgeführt. Der Versicherte habe daraufhin über
eine vorübergehende Teilbesserung berichtet und die Schmerzen vor allem im
Ileolumbalbereich, links stärker als rechts, lokalisiert, entsprechend der
Druckdolenz. Er, der Arzt, empfehle deshalb eine stationäre Behandlung in
rehabilitativem Sinne, wobei aus versicherungstechnischer Sicht zu überlegen
sei, ob damit auch gleichzeitig eine abschliessende Behandlung von der
Unfallseite her erreicht sei, zumal die Veränderungen im MRI eher auf einen
degenerativen Prozess hinwiesen. Der Kreisarzt Dr. med. F.________ führt im
nach seiner Untersuchung vom 16. Januar 2006 verfassten Bericht aus, der
Unfallmechanismus schliesse eine schwerwiegendere traumatische Schädigung der
LWS aus. Kernspintomographisch hätten sich die bereits erwähnten Diskushernien
ergeben. Unter den gegebenen Umständen dürfe der Unfallkausalzusammenhang als
erloschen betrachtet werden. Er fügt hinzu, falls Dr. med. W.________ aus in
dieser kreisärztlichen Beurteilung allenfalls nicht berücksichtigten Gründen
diesbezüglich zu anderen Schlussfolgerungen gelange, bitte er um einen
ergänzenden Bericht. Er habe auch keine Einwände gegen eine Überprüfung dieser
Stellungnahme im Rahmen eines externen Gutachtens.
3.2.2 Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des
Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen
degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur
ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in
Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet
werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine
Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie
(vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger
Arbeitsunfähigkeit auftreten. In solchen Fällen hat die Unfallversicherung
praxisgemäss auch für Rezidive und allfällige Operationen aufzukommen. Wird die
Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber verursacht,
übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis ausgelösten
Beschwerdeschub, spätere Rezidive dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome
gegeben sind (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192 E. 2a [U 138/99] mit Hinweis auf das
nicht veröffentlichte Urteil U 159/95 vom 26. August 1996, E. 1b; zuletzt
Urteil 8C_281/2007 vom 18. Januar 2008, E. 5.2.1).
3.2.3 Die SUVA hat die Schwere der beiden Auffahrunfälle vom 16. März und 24.
Juni 2005 mittels einer biomechanischen Beurteilung abklären lassen. Die dabei
ermittelten kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderungen (delta-v) lagen beim
ersten Ereignis zwischen 5 und 15 km/h, beim zweiten zwischen 3.5 und 9 km/h.
Eine Zunahme der lumbalen Beschwerden wurde nach dem letzteren Ereignis
angegeben. Dieses war mit Blick auf die vorstehend dargelegten Grundsätze nicht
geeignet, eine Diskushernie zu verursachen. Die SUVA hat somit nur für einen
durch diesen Unfall allenfalls bewirkten vorübergehenden Beschwerdeschub
aufzukommen, wobei der Vorzustand zu berücksichtigen ist, welcher bereits zur
Bescheinigung voller Arbeitsunfähigkeit wegen lumbaler Rückenschmerzen ab dem
16. Juni 2005 führte. Angesichts der schlüssigen und überzeugenden
Stellungnahme des Kreisarztes Dr. med. F.________ vom 16. Januar 2006 hat als
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt zu gelten, dass dieser
Beschwerdeschub spätestens Ende Januar 2006 abgeklungen und der status quo sine
erreicht war. Der Kreisarzt hält ausdrücklich fest, Dr. med. W.________ werde
um einen ergänzenden Bericht gebeten, falls er sich der Kausalitätsbeurteilung
nicht anschliessen könne. Nachdem Dr. med. W.________ keinen solchen Bericht
erstattete (die Stellungnahmen vom 27. März und 27. Juni 2006 äussern sich
nicht zur Unfallkausalität), kann angenommen werden, seine Einschätzung stimme
mit jener des Kreisarztes überein. Der Rheumatologe lässt denn auch bereits in
seiner Stellungnahme vom 28. November 2005 deutlich erkennen, dass er die
Beschwerden eher auf einen degenerativen Prozess als auf den Unfall
zurückführt. Auch der Austrittsbericht der Rehaklinik X.________ vom 22.
September 2006 bildet keine Grundlage für eine abweichende Beurteilung. Die
während des Klinikaufenthalts durchgeführte psychosomatische Abklärung ergab
keine krankheitswertige psychische Störung. Eine Unfallkausalität unter diesem
Gesichtspunkt scheidet somit ebenfalls aus, woran auch der Umstand nichts
ändert, dass sich der Versicherte gemäss der vorinstanzlich eingereichten
Bestätigung von Dr. med. I.________ vom 24. November 2006 seit 22. November
2006 bei diesem Arzt in "Abklärung/Behandlung" befindet. Weiterer Abklärungen
bedarf es unter diesen Umständen nicht. SUVA und Vorinstanz haben den
natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den Unfallereignissen vom 16. März bzw.
24. Juni 2005 einerseits und den über den 31. Januar 2006 hinaus anhaltenden
Beschwerden andererseits zu Recht verneint. Die Beschwerde ist abzuweisen.

4.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 Abs. 1, 2 und 4 lit. a BGG). Die
Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer als der unterliegenden Partei
aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und
dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 8. April 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Flückiger