Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.194/2007
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8C_194/2007

Urteil vom 4. Oktober 2007

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Ersatzrichter Weber,
Gerichtsschreiber Flückiger.

W. ________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Albrecht
Metzger, Seefeldstrasse 62, 8008 Zürich,

gegen

1. SKBH Kranken- und Unfallversicherung, Rue du Nord 5, 1920 Martigny,
2. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern, Beschwerdegegnerinnen.

Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons
Zürich vom 8. März 2007.

Sachverhalt:

A.
A.a Der 1948 geborene W.________ erlitt am 12. August 1994 als Beifahrer in
einem Personenwagen einen Verkehrsunfall, bei dem er sich gemäss
Unfallmeldung vom 15. August 1994 ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule
(HWS) zuzog. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) als
obligatorischer Unfallversicherer sprach ihm für die Folgen dieses
Ereignisses eine Rente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 33.33% ab 1. April
1996 sowie eine Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse
von 20% zu (Verfügung vom 24. Mai 1996). Mit Verfügung vom 13. Juli 1998
wurde die Rente per 1. August 1998 auf 20% reduziert.

A.b Ab 1. Juli 2000 war W.________ bei der Firma Y.________ AG angestellt und
damit bei der Schweizerischen Krankenkasse für das Bau- und Holzgewerbe und
verwandte Berufe (SKBH) obligatorisch unfallversichert. Am 9. Januar 2002
wurde er erneut Opfer eines Verkehrsunfalls, indem ein anderer Personenwagen
auf das Heck des von ihm gelenkten, am Ende einer Kolonne stehenden Autos
auffuhr. Dabei erlitt der Versicherte gemäss Bericht des am Unfalltag
aufgesuchten Spitals L.________, vom 11. Januar 2002 eine HWS-Distorsion. Die
SKBH zog Berichte der Dr. med. F.________, Allgemeine Medizin FMH, von Mai
2002 und des Prof. Dr. med. M.________, Neurologie FMH, vom 17. Mai 2002 bei.
Weiter holte sie Auskünfte des Versicherten vom 2. Juli 2002 sowie Gutachten
und Verlaufsberichte des Dr. med. S.________, Neurologie FMH, vom
27. September 2002, 5. März 2003 und 12. September 2003 ein. Zudem wandte
sich der Versicherer an die SUVA. Die Anstalt liess ihrerseits durch Dr. med.
P.________, Chirurgie FMH, SUVA-Abteilung Versicherungsmedizin, eine
ärztliche Beurteilung vom 7. Januar 2003 vornehmen. Gestützt darauf stellte
sie sich mit Schreiben vom 10. Januar 2003 auf den Standpunkt, für die nach
dem Ereignis vom 9. Januar 2002 aufgetretenen Beschwerden sei
unfallversicherungsrechtlich ausschliesslich die SKBH zuständig. Diese
stellte in der Folge - nach einer entsprechenden Ankündigung vom 6. November
2003 - mit Verfügung vom 5. März 2004 ihre Leistungen auf den 31. Dezember
2003 ein. Nachdem der Versicherte hatte Einsprache erheben lassen, holte die
SKBH ein neurologisches Gutachten des Spitals A.________, Neurologische
Klinik, vom 9. November 2004 ein. Anschliessend hielt der Versicherer mit
Einspracheentscheid vom 18. März 2005 an der Einstellung der Leistungen per
31. Dezember 2003 sowie an der überdies beanstandeten Berechnung der
Taggelder fest.

A.c Mit Verfügung vom 27. August 2004 sprach die Sozialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, W.________ für die Zeit vom 1. April bis 30.
Juni 2002 eine Viertelsrente und ab 1. Juli 2002 eine ganze Rente der
Eidgenössischen Invalidenversicherung zu.

B.
W.________ erhob am 20. Juni 2005 Beschwerde gegen den Einspracheentscheid
der SKBH vom 18. März 2005. Im Verlauf des Rechtsmittelverfahrens liess er
eine biomechanische Kurzbeurteilung (Triage) der Firma X.________, vom 7.
Feburar 2005, ein Gutachten von Dr. med. O.________, Facharzt FMH für
Neurologie, vom 26. April 2005 (mit Bericht über EEG vom 3. Januar 2005)
sowie einen Bericht von lic. phil. V.________, Psychologin FSP, vom 4.
Februar 2005 über eine neuropsychologische Testuntersuchung einreichen. Die
SKBH legte ihrerseits eine ergänzende Stellungnahme des Spitals A.________,
Neurologische Klinik, vom 11. Oktober 2005 auf. Das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies die Beschwerde in den
beiden Hauptpunkten (Rentenanspruch und Höhe der Taggelder) ab. Es
verpflichtete jedoch die SKBH, dem Versicherten die Kosten des Gutachtens von
Dr. med. O.________ und des Berichts von lic. phil. V.________ zu erstatten
(Entscheid vom 8. März 2007).

C.
W.________ lässt Beschwerde führen mit dem Rechtsbegehren, die SKBH sei zu
verpflichten, ihm auch ab 1. Januar 2004 die gesetzlichen Leistungen nach UVG
ausbezahlen; eventuell seien ihm aus dem Unfallereignis vom 9. Januar 2002
konkret eine Invalidenrente von 60% ab 1. Januar 2004 und eine
Integritätsentschädigung von 30% zuzusprechen. Zudem habe ihm die
Beschwerdegegnerin Fr 21'722.40 für zu wenig bzw. zu tief ausbezahlte
Taggelder in der Zeit vom 11. Januar 2002 bis 31. Dezember 2003 nachzuzahlen.
Für zurückliegende Geldleistungen seien überdies Verzugszinsen zu entrichten.
In prozessualer Hinsicht wird die Beiladung der SUVA verlangt.

Die SKBH schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt für Gesundheit
und die SUVA, welche ebenfalls zur Vernehmlassung eingeladen wurde, haben auf
eine Stellungnahme verzichtet.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Das kantonale Gericht hat die Grundsätze über den für die Leistungspflicht
des obligatorischen Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 UVG) vorausgesetzten
natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und eingetretenem
Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 402 E. 4.3.1 S. 406, 119 V 335 E. 1 S.
337, 118 V 286 E. 1b S. 289, je mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf
wird verwiesen. Richtig sind auch die vorinstanzlichen Erwägungen zur
überdies erforderlichen Adäquanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE
129 V 177 E. 3.2 S. 181, 402 E. 2.2 S. 405, 125 V 456 E. 5a S. 461 mit
Hinweisen) sowie bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS; BGE 117
V 359) oder einem gleichgestellten Verletzungsmechanismus (BGE 117 V 369; SVR
1995 UV Nr. 23. S. 67 E. 2), einschliesslich der Abgrenzung dieser Praxis zu
derjenigen bei psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall (BGE 115 V
133).

2.
Streitgegenstand des letztinstanzlichen Verfahrens bildet einerseits die
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ab 1. Januar 2004 und andererseits
die Taggeldberechnung für die Zeit vor diesem Datum.

3.
3.1 Das kantonale Gericht hat den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfallereignis vom 9. Januar 2002 und den vom Beschwerdeführer geklagten
Beschwerden mit ausführlicher Begründung bejaht. In Übereinstimmung mit der
Vorinstanz ist festzuhalten, dass einzig bei der durch Dr. med. O.________
vorgenommenen Begutachtung sämtliche Akten zur Verfügung standen, während
dies auf die durch Dr. med. S.________ sowie die Ärzte des Spitals A.________
erstellten Gutachten nicht zutrifft. Dieser Umstand ist der
Beschwerdegegnerin anzulasten, welche davon absah, die Akten der SUVA
beizuziehen, und stattdessen der Anstalt lediglich mitteilte, diese sei für
die Angelegenheit zuständig. Spätestens nach der ablehnenden Stellungnahme
der SUVA vom 10. Januar 2003 hätte die Beschwerdegegnerin Anlass und
Gelegenheit gehabt, diese Akten beizuziehen (vgl. Art. 47 ATSG).

3.2 Das von Dr. med. O.________ gestützt auf seine eigenen Untersuchungen,
die Akten sowie die neuropsychologische Abklärung durch lic. phil. V.________
erstellte Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend und genügt den
durch die Rechtsprechung entwickelten Kriterien (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352).
An der Beweistauglichkeit dieser Expertise ändert der Umstand nichts, dass
die SKBH in der vorinstanzlichen Beschwerdeantwort vom 2. November 2005
erklärte, sie wäre mit der Wahl von Dr. med. O.________ als Gutachter kaum
einverstanden gewesen und das Gericht könne sich auf dessen Website "von
seinem Tun ein Bild machen". Die Konsultation dieser Website ergibt keine
Erkenntnisse, die gegen die fachliche Qualifikation des Arztes sprechen
würden. Auch Dr. med. T.________, Oberarzt am Spitals A.________, attestierte
Dr. med. O.________ in seiner Stellungnahme vom 11. Oktober 2005, dieser habe
in sehr sorgfältiger Art und Weise bisher vorliegende Befunde
zusammengestellt und für die Beschaffung der noch ausstehenden
Beurteilungsgrundlagen gesorgt. Letztinstanzlich hat sich die
Beschwerdegegnerin nicht mit der Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs
auseinandergesetzt, sondern es beim Hinweis bewenden lassen, das
Bundesgericht sei gemäss Art. 105 Abs. 3 BGG nicht an die
Sachverhaltsfeststellung des kantonalen Gerichts gebunden. Dies ist zwar
zutreffend. Auf Grund der medizinischen Akten besteht jedoch kein Anlass, von
den Ergebnissen des Gutachtens von Dr. med. O.________ abzuweichen.
Demgegenüber ist das Gutachten des Spitals A.________, weil nicht in Kenntnis
sämtlicher Akten erstellt, inhaltlich unvollständig.

3.3 Zusammenfassend ist mit dem kantonalen Gericht davon auszugehen, dass die
beim Unfall vom 9. Januar 2002 erlittene HWS-Distorsion über den 31. Dezember
2003 hinaus Beschwerden verursacht hat, welche sich organisch nicht
(hinreichend) nachweisen lassen.

4.
4.1 Das kantonale Gericht hat die Beurteilung der Adäquanz nach der mit BGE
117 V 359 E. 6 S. 366 ff. begründeten Methode vorgenommen, welche auf eine
Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet.
Ebenso war - im Sinne einer Eventualbegründung - bereits die
Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 18. März 2005 vorgegangen. Dies
lässt sich nicht beanstanden. Der Auffahrunfall vom 9. Januar 2002 ist den
mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten zuzuordnen (vgl. RKUV
2005 Nr. U 549 S. 237 E. 5.1.2 mit Hinweisen, U 380/04). Der adäquate
Kausalzusammenhang ist somit zu bejahen, wenn entweder ein einzelnes der
durch die Rechtsprechung entwickelten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367)
besonders ausgeprägt vorliegt oder die Kriterien insgesamt in gehäufter oder
auffallender Weise erfüllt sind (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367 f.).
4.2 Die einzelnen Merkmale sind wie folgt zu beurteilen:
4.2.1 Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere
Eindrücklichkeit des Unfalles liegen nicht vor.

4.2.2 Das Kriterium der besonderen Schwere oder Art der Verletzung wurde
ursprünglich mit Bezug auf die psychischen Unfallfolgen entwickelt und
betrifft insbesondere die erfahrungsgemässe Eignung einer Verletzung,
psychische Fehlentwicklungen auszulösen (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140).
Übertragen auf die Schleudertraumapraxis hat es dementsprechend als erfüllt
zu gelten, wenn die Unfallverletzung in besonderer Weise geeignet ist, eine
intensive, dem so genannten typischen Beschwerdebild (BGE 119 V 335 E. 1 S.
338) entsprechende Symptomatik zu bewirken (vgl. BGE 117 V 359 E. 7b S. 369
oben). Es entspricht allgemeiner Erfahrung, dass pathologische Zustände nach
HWS-Verletzungen bei erneuter Traumatisierung ausserordentlich stark
exazerbieren können. Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits durch einen
früheren versicherten Unfall erheblich vorgeschädigte HWS trifft, ist demnach
speziell geeignet, die "typischen" Symptome hervorzurufen, und deshalb als
Verletzung besonderer Art zu qualifizieren (Urteil U 39/04 vom 26. April
2006, E. 3.4.2). Da eine erhebliche Vorschädigung der HWS durch den Unfall
vom 12. August 1994, welcher zur Zusprechung einer Rente von 33.33%
respektive 20% führte, ausgewiesen ist, hat dieses Kriterium als erfüllt zu
gelten (vgl. zitiertes Urteil U 39/04, E. 3.4.2).
4.2.3  Der Beschwerdeführer steht seit dem Unfallereignis in ärztlicher
Behandlung. Diese wird auch in den Gutachten des Spitals A.________ und von
Dr. med. O.________ dokumentiert. Auf die durch Prof. Dr. med. M.________
abgegebene Prognose vom 17. Mai 2002 kann nicht abgestellt werden, da sich
diese in der Folge nicht verwirklicht hat. Dieser Arzt hatte offenbar die
durch das Unfallereignis vom 9. Januar 2002 hervorgerufene Exazerbation des
Vorzustandes nicht in ihrer ganzen Tragweite berücksichtigt. Er erklärte denn
auch selbst, er wisse nichts Näheres über das Unfallereignis im Jahre 1994.
Dr. med. O.________ bejaht die Notwendigkeit weiterer medizinischen
Behandlungen. Diese Aussage bezieht sich keineswegs auf blosse komplementär-
und alternativmedizinische Massnahmen. Die Erwähnung der Craniosacraltherapie
kann nicht in diesem Sinne interpretiert werden. Es fand auch eine längere
neuropsychologische Therapie (eineinhalb Jahre) bei Dr. phil. W.________
statt, welche durch den von der Beschwerdegegnerin beauftragten Gutachter Dr.
med. S.________ veranlasst wurde. Dr. med. T.________, Spitals A.________,
weist in seiner Stellungnahme zum Gutachten Dr. med. O.________ auch noch auf
eine depressive Symptomatik hin. Eine allfällige psychiatrische
Behandlungsbedürftigkeit wäre im Rahmen der Praxis nach BGE 117 V 359 E. 6 S.
366 ff. ebenfalls zu berücksichtigen. Eine ungewöhnlich lange Dauer der
ärztlichen Behandlung ist deshalb zu bejahen.

4.2.4 Dauerbeschwerden sind durch die medizinischen Unterlagen dokumentiert.
Es kann diesbezüglich auf das Gutachten Dr. med. O.________ verwiesen werden.
Die Dauerbeschwerden führten auch zur Zusprechung einer Rente der
Invalidenversicherung (Viertelsrente ab 1. April 2002, ganze Rente ab 1. Juli
2002). Diese geht ab 9. Januar 2002 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
aus.

4.2.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung liegt nicht vor.

4.2.6 Der Heilungsverlauf kann nicht als einfach bezeichnet werden. Er wurde
offensichtlich dadurch erheblich erschwert und kompliziert, dass das
Unfallereignis eine Exazerbation der Folgen des früheren Unfalls vom 12.
August 1994 bewirkte. Im Gutachten O.________, das mehr als vier Jahre nach
dem Unfallereignis erstellt wurde, werden denn auch medizinische Behandlungen
immer noch als notwendig erachtet. Da die richtunggebende Verschlimmerung
durch das Unfallereignis vom 9. Januar 2002 hervorgerufen wurde, ist der
erschwerende Einfluss der Restfolgen des früheren Unfalls auch bei der
vorliegenden Adäquanzbeurteilung zu berücksichtigen.

4.2.7 Der Beschwerdeführer ist seit dem Unfallereignis vom 9. Januar 2002,
wie auch die Rentenverfügung der Invalidenversicherung vom 27. August 2004
dokumentiert, zu 100% arbeitsunfähig, während zuvor lediglich eine
Erwerbseinbusse von 20% gegeben war. Damit ist dieses Adäquanzkriterium
erfüllt.

4.3 Zusammenfassend haben wohl fünf, mindestens aber vier der massgebenden
Kriterien als erfüllt zu gelten. Damit ist der adäquate Kausalzusammenhang
der gesundheitlichen Beschwerden mit dem Unfallereignis vom 9. Januar 2002
gegeben. Die Beschwerdegegnerin hat somit auch über den 31. Dezember 2003
hinaus die gesetzlichen Leistungen aus obligatorischer Unfallversicherung zu
erbringen. Die vom Beschwerdeführer beantragte direkte Festsetzung des
Anspruchs durch das Bundesgericht rechtfertigt sich jedoch auf Grund der
vorliegenden Akten nicht, sondern die Sache ist zu diesem Zweck an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.
Umstritten ist des Weiteren die Höhe der Taggelder, die bis zum 31. Dezember
2003 zur Auszahlung gelangten.

5.1 Wie das kantonale Gericht zutreffend festhält, werden die Taggelder nach
dem versicherten Verdienst bemessen (Art. 15 Abs. 1 und 2 UVV). Als
versicherter Verdienst gilt grundsätzlich - mit Abweichungen, die vorliegend
nicht strittig sind - der nach dem Bundesgesetz über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG) massgebende Lohn (Art. 22 Abs. 2 und 3 UVV
in Verbindung mit Art. 15 UVG). Dieser umfasst, wie die Vorinstanz ebenfalls
richtig dargelegt hat, unter anderem auch Provisionen (Art. 5 Abs. 2 AHVG).

5.2 Das kantonale Gericht gelangte zum Ergebnis, gemäss den vorhandenen Akten
(Arbeitsvertrag vom 26. Juni 2000; Besprechungsnotiz vom 28. September 2000;
Unfallmeldung vom 21. Januar 2002) hätten der Beschwerdeführer und die
Arbeitgeberin Firma Y.________ AG einen Bruttolohn von Fr. 4'400.- pro Monat
vereinbart. Für den vom Beschwerdeführer zusätzlich geltend gemachten
vertraglichen Provisionsanspruch liege kein rechtsgenüglicher Nachweis vor.

5.3 Für das Verwaltungsverfahren und das kantonale Beschwerdeverfahren gilt
der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 respektive Art. 61 lit. c ATSG).
Dieser verpflichtet die Behörden, unter Vorbehalt der Mitwirkungspflichten
der Parteien von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des
rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V
157 E. 1a S. 158, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 180 E. 3.2 S. 183).
Insbesondere sind (weitere) Massnahmen zur Klärung des rechtserheblichen
Sachverhalts vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn dazu auf Grund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 281 E. 4a S. 282; AHI 1994 S. 210 E.
4a S. 212; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 27 E. 2c S. 28; Urteil K 11/06 vom 11. Juli
2006, E. 3.1, mit weiteren Hinweisen). Im Geltungsbereich des
Untersuchungsgrundsatzes dürfen Verwaltung und Gericht rechtserhebliche
Parteivorbringen nicht einfach mit der Bemerkung abtun, sie seien nicht
belegt worden (AHI 1994 S. 210 E. 4a S. 212 mit Hinweis, H 213/93; Urteil I
110/07 vom 25. Juni 2007, E. 4.2.2).
5.4 Der Beschwerdeführer hat im Verwaltungsverfahren und im kantonalen
Beschwerdeverfahren seinen Standpunkt ausführlich dargelegt und diverse
Beweisanträge gestellt. Nach seiner Darstellung bilden die Angaben in der
Unfallmeldung und im Arbeitsvertrag vom 26. Juni 2000 sowie die Auszüge aus
dem Individuellen Konto der AHV-Ausgleichskasse keine hinreichende Grundlage
für die Festsetzung des versicherten Verdienstes, weil sie die ihm
zustehenden Provisionsanteile unberücksichtigt lassen. Der Versicherte
verweist in diesem Zusammenhang auf die durch C.________, den damaligen
Delegierten der Firma Y.________ AG mit Einzelzeichnungsberechtigung,
unterzeichnete Notiz über die Besprechung vom 28. September 2000. Diese
enthält den Vermerk, dass "von abgeschlossenen Verträgen die Provisionen zur
Hälfte ebenfalls mit dem Vorschuss verrechnet" würden. Damit bestehen
hinreichende Anhaltspunkte dafür, dass dem Beschwerdeführer auch ein Teil der
Provisionen zukommen sollte, obwohl dies im drei Monate früher
abgeschlossenen Arbeitsvertrag nicht explizit vermerkt wurde. Über die Firma
Y.________ AG wurde im 2003, knapp zehn Monate nach Auflösung des
Arbeitsverhältnisses per 2002, der Konkurs eröffnet. Das Verfahren wurde
bereits im 2004 mangels Aktiven wieder eingestellt (vgl. www.zefix.ch oder
www.moneyhouse.ch). Der Beschwerdeführer konnte somit seine Forderungen im
Rahmen des Konkurses nicht eingeben. Die Beschwerdegegnerin wird deshalb für
die Ermittlung des versicherten Verdienstes noch zusätzliche Abklärungen
vorzunehmen und insbesondere auch die vom Beschwerdeführer bei der Vorinstanz
gestellten Beweisanträge zu berücksichtigen haben. Die Beschwerde ist somit
auch diesbezüglich gutzuheissen.

6.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 Abs. 4 BGG). Da die
Beschwerdegegnerin, welche unterliegt, in ihrem Vermögensinteresse handelt
(vgl. Art. 66 Abs. 4 BGG), sind ihr die Gerichtskosten aufzulegen (Art. 66
Abs. 1 BGG). Sie hat dem Beschwerdeführer ausserdem eine Parteientschädigung
zu bezahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Es ist Sache des kantonalen Gerichts,
darüber zu befinden, ob und gegebenenfalls inwiefern die dem Beschwerdeführer
zugesprochene Prozessentschädigung von Fr. 8'000.- auf Grund des Ausgangs des
bundesgerichtlichen Verfahrens anzupassen ist.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des
Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 8. März 2007 und der
Einspracheentscheid der SKBH Kranken- und Unfallversicherung vom
18. März 2005 aufgehoben werden und die Sache an die SKBH Kranken- und
Unfallversicherung zurückgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abklärung
im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch ab 1. Januar 2004 sowie
über die Höhe der Taggelder ab 11. Januar 2002 neu verfüge.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.

3.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.- wird dem Beschwerdeführer
zurückerstattet.

4.
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche
Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2500.- (einschliesslich
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

5.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wird über eine Neuverlegung
der Parteikosten für das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des
letztinstanzlichen Prozesses zu befinden haben.

6.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Helsana Versicherungen AG, Dübendorf,
dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für
Gesundheit zugestellt.

Luzern, 4. Oktober 2007

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: