Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.293/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_293/2007

Urteil vom 6. Juni 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterinnen Widmer, Leuzinger,
Gerichtsschreiber Krähenbühl.

Parteien
P.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Beat Rohrer,
Willisauerstrasse 11, 6122 Menznau,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom
1. Mai 2007.

Sachverhalt:

A.
P.________ (Jg. 1963) wurde am 4. Juli 2002 nach einer Auffahrkollision ins
Spital X.________ eingeliefert, wo bei einem Verdacht auf eine Commotio cerebri
eine Distorsion von Hals- und Brustwirbelsäule sowie eine Kontusion der
Lendenwirbelsäule diagnostiziert wurden. Seither klagt sie über vermehrte
Nackenbeschwerden mit Ausstrahlungen in beide Schultern sowie über
Kopfschmerzen. Zudem ist es vorübergehend zu einer Verminderung der
Sensibilität des rechten Daumens sowie gelegentlich zu morgendlicher
Schwellungsneigung der Hände und schliesslich auch zu cervikalen Schmerzen in
beiden Armen gekommen. Ihre Arbeit als Produktionsmitarbeiterin in der Firma
Y.________ AG hatte P.________ am 19. August 2002 zunächst zu 50 % wieder
aufnehmen können und ab 2. September 2002 war sie voll einsatzfähig. Am 1.
Oktober 2003 erstattete die Arbeitgeberfirma der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (SUVA), welche für die Heilbehandlung aufgekommen
war und Taggelder ausgerichtet hatte, eine zweite Unfallmeldung. Nachdem
P.________ ab 10. September 2003 arbeitsunfähig gewesen war, konnte sie ihrer
Erwerbstätigkeit ab 13. Oktober 2003 wieder uneingeschränkt nachgehen. Der
Hausarzt Dr. med. K.________ sprach am 25. Februar 2004 von Restbeschwerden,
welche wohl auf das Unfallereignis zurückzuführen seien, aber auch von eher
unfallfremden und vorbestehenden Beschwerden, namentlich einem tendomyotischen
Syndrom entlang der ganzen Wirbelsäule sowie beidseitigen Kniebeschwerden bei
Synovitis. Für die Zeit schon vor dem Unfall vom 4. Juli 2002 aktenkundig sind
des weiteren Migräneanfälle sowie Rückenschmerzen. Ab 13. August 2004
attestierte Dr. med. K.________ erneut eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit, was
die Arbeitgeberfirma am 7. September 2004 zu einer weiteren Unfallmeldung
veranlasste.

Mit Verfügung vom 26. November 2004 stellte die SUVA ihre Leistungen auf den
31. Dezember 2004 ein, weil die noch geklagten Beschwerden organisch als Folge
des erlittenen Unfalles nicht mehr erklärbar seien, sondern laut fachärztlicher
Beurteilung auf psychischen Gründen beruhten, welche nicht in einem
rechtserheblichen Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis stünden.
Dies bestätigte sie im Ergebnis mit Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2005.

B.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern
mit Entscheid vom 1. Mai 2007 ab.

C.
Beschwerdeweise lässt P.________ die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen
auch nach dem 31. Dezember 2004 beantragen; eventuell sei die Sache zu weiterer
Sachverhaltsabklärung und neuem Entscheid an die SUVA zurückzuweisen.

Die SUVA schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt für Gesundheit
verzichtet auf eine Vernehmlassung.

D.
In BGE 134 V 109 hat das Bundesgericht seine Praxis zur Kausalitätsprüfung bei
Unfällen mit Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung der Halswirbelsäule oder
Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden (so
genannte Schleudertrauma-Praxis) präzisiert (Urteil U 394/06 vom 19. Februar
2008). Den Parteien wurde am 10. März 2008 Gelegenheit gegeben, sich zu dieser
Präzisierung der Rechtsprechung und allfälligen Auswirkungen derselben auf die
in ihren bisherigen Rechtsschriften eingenommenen Standpunkte zu äussern. Davon
haben die SUVA mit Eingabe vom 25. März 2008 und P.________ am 18. April 2008
Gebrauch gemacht.

Erwägungen:

1.
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen
Unfallversicherung aus dem Unfall vom 4. Juli 2002 über den 31. Dezember 2004
hinaus.

1.1 Mit dem kantonalen Gericht kann bezüglich des für eine Leistungspflicht
erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen
versichertem Unfallereignis und noch vorhandenen Beschwerden (BGE 129 V 177 E.
3.1 und 3.2 S. 181 mit Hinweisen) auf den Einspracheentscheid vom 16. Dezember
2005 verwiesen werden. Richtig sind auch die vorinstanzlichen Ausführungen über
den nach einmal anerkannter Unfallkausalität dem Versicherungsträger
obliegenden Nachweis für das Dahinfallen jeglicher kausalen Bedeutung des
Unfalles für das noch vorhandene Beschwerdebild (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2
[U 355/98], 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b [U 180/93], je mit Hinweisen).

1.2 Auch nach der erwähnten Präzisierung der Schleudertrauma-Praxis in BGE 134
V 109 ist am Erfordernis einer besonderen Adäquanzprüfung bei Unfällen mit
Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung der Halswirbelsäule (HWS) oder
Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden
festzuhalten (BGE 134 V 109 E. 7 S. 118 f. bis E. 9 S. 121 ff.). Ebenso besteht
keine Veranlassung, die bewährten Grundsätze über die bei dieser Prüfung
vorzunehmende Einteilung der Unfälle nach deren Schweregrad und den abhängig
von der Unfallschwere gegebenenfalls erforderlichen Einbezug weiterer Kriterien
in die Adäquanzbeurteilung zu ändern (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f.). Das
Bundesgericht hat hingegen die Anforderungen an den Nachweis einer natürlich
unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis
rechtfertigt, erhöht (BGE 134 V 109 E. 9 S. 121 ff.) und die adäquanzrelevanten
Kriterien teilweise modifiziert (BGE 134 V 109 E. 10 S. 126 ff.).

2.
2.1 SUVA und Vorinstanz haben eine weitere Leistungspflicht des
Unfallversicherers mit der Begründung verneint, dass kein adäquater
Kausalzusammenhang zwischen Unfall und noch vorhandenem Beschwerdebild mehr
gegeben sei. Offen gelassen haben sie dabei die Frage nach der natürlichen
Kausalität, was nicht zu beanstanden ist, bedarf dieser Aspekt doch dann keiner
abschliessenden Klärung, wenn ohnehin der adäquate Kausalzusammenhang zu
verneinen ist (Urteile 8C_135/2007 vom 25. April 2008, E. 3, und 8C_42/2007 vom
14. April 2008, E. 2 [Ingress] mit Hinweisen). Die Adäquanzprüfung schliesslich
erfolgte dem Grundsatz nach nach der in BGE 117 V 367 publizierten
Rechtsprechung, wogegen die Beschwerdeführerin nichts einwendet. Im Einzelnen
sind SUVA und Vorinstanz dabei von einem mittelschweren, im Grenzbereich zu den
leichten Unfällen liegenden Ereignis ausgegangen. Auch dies ist seitens der
Beschwerdeführerin unbeanstandet geblieben.

2.2 Übereinstimmend sind demnach die Parteien der Ansicht, dass im Rahmen der
Adäquanzprüfung nebst dem Unfallgeschehen als solchem weitere, objektiv
fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen
oder als Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung mit einzubeziehen sind
(BGE 117 V 359 E. 6b S. 367 f.). Für eine Bejahung des adäquaten
Kausalzusammenhangs müssten von diesen entweder ein einzelnes in besonders
ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise
gegeben sein (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f. mit Hinweis auf BGE 117 V 359 E.
6 S. 366 ff., 369 E. 4b S. 382 f. und E. 4c S. 384). Uneinigkeit herrscht
zwischen den Parteien bezüglich der konkreten Beurteilung einzelner dieser
Kriterien.

2.3 Unbestrittenermassen nicht erfüllt sind die Kriterien der besonders
dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles, der
Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen, der ärztlichen
Fehlbehandlung und des schwierigen Heilungsverlaufs mit erheblichen
Komplikationen. Streitig und zu prüfen sind hingegen die Kriterien der
ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung (nach BGE 134 V 109 E.
10.2.3 S. 128: der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen
Behandlung), der Dauerbeschwerden (nach BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128: der
erheblichen Beschwerden) sowie des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit
(nach BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f.: der erheblichen Arbeitsunfähigkeit
trotz ausgewiesener Anstrengungen).
2.3.1 Bezüglich der ärztlichen Behandlung erwog das kantonale Gericht wie zuvor
schon die SUVA, auch wenn diese entgegen der ursprünglich von Dr. med.
L.________ gestellten Prognose nicht schon Mitte September 2002 abgeschlossen
werden konnte, sondern darüber hinaus weitere Abklärungen folgten und nebst
einer medikamentösen Betreuung chiropraktische sowie physiotherapeutische
Massnahmen durchgeführt wurden, habe es sich insgesamt nicht um eine
kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des
Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer
Dauer gehandelt. Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung
entscheidwesentlich ist gemäss BGE 134 V 109 E. 10.2.3. S. 128, ob nach dem
Unfall fortgesetzt spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche
Behandlung bis zum Fallabschluss notwendig war. Wie auch den in der
Beschwerdeschrift aufgelisteten Belegen entnommen werden kann, beschränkte sich
die Heilbehandlung im Wesentlichen auf wiederholte chiropraktische und
physiotherapeutische Massnahmen, welche allerdings nicht durchgehend
ununterbrochen in Anspruch genommen, sondern wiederholt während jeweils
längerer Zeit unterbrochen wurden. Nebstdem kam es verschiedentlich zur
ärztlichen Verabreichung vorwiegend schmerzstillender Medikamente. Insgesamt
kann das Kriterium einer fortgesetzt spezifischen Behandlung mit einer sich
daraus ergebenden zusätzlichen Mehrbelastung höchstens teilweise als erfüllt
betrachtet werden. In besonders ausgeprägter Weise jedenfalls war es nicht
gegeben, zumal eine Behandlungsbedürftigkeit im Rahmen der von der
Beschwerdeführerin beanspruchten Vorkehren während zwei bis drei Jahren nach
einem Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung mit ähnlichem
Beschwerdebild durchaus üblich ist (vgl. RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 [U 380/04]
E. 5.2.4 in fine, Urteile 8C_402/2007 vom 23. April 2008, E. 5.2.3, und U 5/06
vom 23. Mai 2006, E. 4. 2. mit Hinweisen).
2.3.2 Was den Aspekt der Dauerbeschwerden - oder nach BGE 134 V 109 E. 10.2.4
S. 128: der erheblichen Beschwerden - anbelangt, ist festzuhalten, dass
adäquanzrelevant nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss nach
Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche
Beschwerden sein können, wobei sich die Erheblichkeit nach den glaubhaft
dargelegten Schmerzen und der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person
wegen der Beschwerden in ihrem Lebensalltag erfährt, beurteilt (BGE 134 V 109
E. 10.2.4 S. 128). Gemäss Bericht des Kreisarzt-Stellvertreters Dr. med.
C.________ vom 22. September 2004 beklagte sich die Beschwerdeführerin über
eine diffuse Schmerzhaftigkeit im Nacken-, Hals- und Schultergürtelbereich und
im ventralen Teil des Brustkorbs sowie über eine Kraftverminderung der rechten
oberen Extremität. Schon dass in den ersten Arztberichten nach dem Unfall die
erwähnten Schmerzangaben keine dominante Stellung einnahmen und im Vordergrund
nebst den schon vor dem Unfallereignis bekannten Rückenschmerzen eher
Sensibilitätsstörungen in Händen und rechtem Daumen standen, spricht gegen die
Annahme von seit dem Unfall anhaltenden Beschwerden erheblicher Intensität.
Insgesamt kann daher dieses Kriterium zumindest nicht als in auffallender oder
besonders ausgeprägter Weise erfüllt qualifiziert werden.

Grundsätzlich beizupflichten ist dem beschwerdeführerischen Einwand zwar
insoweit, als es nicht angeht, auf der einen Seite die Frage nach der
natürlichen Kausalität unter Verneinung der Adäquanz offen zu lassen, auf der
andern Seite aber das Vorliegen einzelner Adäquanzkriterien gerade wegen
Fehlens der natürlichen Unfallkausalität in Frage zu stellen. Indem die
Vorinstanz die Adäquanz unter Betonung des Begriffs "soweit unfallbedingt"
(Kursivschrift) geprüft hat, wurde die natürliche Kausalität indessen höchstens
teilweise angezweifelt, dem Grundsatz nach aber nicht verneint. Aus dem Bericht
des Dr. med. K.________ vom 25. Februar 2004 geht klar hervor, dass die
Beschwerdeführerin unter anderem auch ein tendomyotisches Syndrom entlang der
ganzen Wirbelsäule sowie Kniebeschwerden beidseits bei Synovitis aufweist,
beides Befunde, die offensichtlich nicht auf den Unfall vom 4. Juli 2002
zurückzuführen sind. Zudem lagen schon vor dem versicherten Unfallereignis
migräneartige Beschwerden und Rückenschmerzen vor. Dass daneben zumindest
teilweise auch unfallbezogene Ursachen als natürlich kausale Faktoren in
Betracht fallen, hat die Vorinstanz mit ihrer Argumentation nicht
ausgeschlossen. Weil es für die Annahme eines natürlichen Kausalzusammenhangs
genügt, dass der Unfall eine Teilursache der in der Folge aufgetretenen
Beschwerden bildet, ist die vorinstanzliche Betrachtungsweise insoweit trotz
der diesbezüglichen Kritik der Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden.
2.3.3 Zum Kriterium der Arbeitsunfähigkeit schliesslich ist zu bemerken, dass
die Beschwerdeführerin nach ihrem Unfall vom 4. Juli 2002 nur gerade bis im
August 2002 vollständig arbeitsunfähig war. Ab 19. bis 31. August 2002 wurde
ihr eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und ab 2. September 2002 war sie
an ihrer vor dem erlittenen Unfall innegehabten Stelle bis am 10. September
2003, mithin während rund eines Jahres wieder voll einsatzfähig, ohne auf Grund
ihrer Beschwerden aktenkundig wesentlich beeinträchtigt gewesen zu sein. In der
Folge kam es zu einer lediglich vom 10. September bis 13. Oktober 2003
dauernden Arbeitsunfähigkeitsphase und für die Zeit ab 3. August 2004
attestierte Dr. med. K.________ erneut eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.

Die SUVA hat den Fall mit Verfügung vom 26. November 2004, bestätigt durch
Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2005, auf den 31. Dezember 2004
abgeschlossen. Der Zeitpunkt des Fallabschlusses wurde von der
Beschwerdeführerin mit Recht nicht beanstandet. Die Arbeitsunfähigkeitsphasen
ab dem Unfallzeitpunkt bis zum Fallabschluss waren jeweils von beschränkter
Dauer, an die sich jeweils eine länger anhaltende Einsatzfähigkeit anschloss.
Insbesondere der Umstand, dass die Beschwerdeführerin schon kurz nach ihrem
Unfall wieder voll einsatzfähig war und dies auch während eines vollen Jahres
blieb, verbietet die Annahme einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit. Kommt hinzu,
dass eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit ernsthafte Anstrengungen um eine
Wiedereingliederung ins Erwerbsleben voraussetzt. Sollte die Beschwerdeführerin
tatsächlich Schwierigkeiten gehabt haben, ihren Pflichten am Arbeitsplatz
nachzukommen, wären von ihr zumindest solche Bemühungen zu erwarten gewesen.

2.4 Da somit weder eines der für die Adäquanzbeurteilung massgebenden Kriterien
in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist noch die für die Beurteilung
geltenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind, ist die
Adäquanz zu verneinen. Damit besteht über den 31. Dezember 2004 hinaus keine
Leistungspflicht der SUVA mehr im Zusammenhang mit dem Unfall vom 4. Juli 2002.

2.5 Die in der Beschwerdeschrift eventualiter beantragte Rückweisung an die
SUVA zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zielt auf eine Prüfung der
natürlichen Unfallkausalität ab, welche sich nach dem Gesagten erübrigt (E. 2.1
hievor).

3.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten von der
Beschwerdeführerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern,
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit
schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 6. Juni 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Krähenbühl