Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.324/2007
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8C_324/2007

Urteil vom 12. Februar 2008

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Lustenberger, Bundesrichterin
Leuzinger, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Postfach, 8085 Zürich, Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. André Largier, Sonneggstrasse 55, 8006
Zürich,

gegen

B.________, 1971, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Peter M.
Saurer, Wengistrasse 7, 8004 Zürich,

Ersatzkasse UVG, Hohlstrasse 552, 8048 Zürich, vertreten durch Rechtsanwalt
René W. Schleifer, Stampfenbachstrasse 42, 8006 Zürich.

Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau
vom 18. April 2007.

Sachverhalt:

A.
Die 1971 geborene B.________ vereinbarte am 22. August 2005
arbeitsvertraglich mit der Firma A.________ eine ab 1. September 2005
bestehende Vollzeitanstellung als Bürohilfe. Auf schriftlichen Antrag des
Arbeitgebers vom 16. September 2005 um Durchführung der obligatorischen
Unfallversicherung nach UVG stellte die Zürich Versicherungs-Gesellschaft
(nachfolgend: "Zürich") am 20. September 2005 eine ab 1. September 2005
geltende Unfallversicherungspolice aus. Am 7. September 2005 erlitt
B.________ anlässlich eines Auffahrunfalles eine Distorsion der
Halswirbelsäule (HWS; Schadenmeldung UVG vom 21. September 2005) und wurde in
der Folge vollständig arbeitsunfähig geschrieben. Die "Zürich" erbrachte
zunächst die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggeld),
erklärte den Versicherungsvertrag mit Verfügung vom 3. Mai 2006 aber als
nichtig, da dessen Abschluss erst nach dem Unfallgeschehen - und damit nach
Eintritt des versicherten Ereignisses - erfolgt sei, und verweigerte
weitergehende Leistungen; gleichzeitig forderte sie die bereits erbrachten
Leistungen in Höhe von insgesamt Fr. 33'132.55 zurück. Daran hielt der
Unfallversicherer auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 18.
Oktober 2006).

B.
Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons
Thurgau mit Entscheid vom 18. April 2007 gut, nachdem es gleichentags eine
mündliche Verhandlung durchgeführt hatte.

C.
Die "Zürich" lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten
führen und beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben. Ferner
sei dem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

Während B.________ und das kantonale Gericht auf Abweisung der Beschwerde
schliessen lassen, verzichtet das Bundesamt für Gesundheit auf eine
Vernehmlassung. Die als Mitinteressierte beigeladene Ersatzkasse UVG lässt
ebenfalls den Antrag auf Abweisung der Rechtsvorkehr stellen.

D.
Mit Zwischenverfügung vom 23. November 2007 hat die I. sozialrechtliche
Abteilung des Bundesgerichts das Gesuch der "Zürich" um Zuerkennung der
aufschiebenden Wirkung abgewiesen.

Erwägungen:

1.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin als für das Ereignis
vom 7. September 2005 zuständiger obligatorischer Unfallversicherer zu
betrachten ist.

1.1 Die "Zürich" bestreitet dies u.a. mit der Begründung, dass sich der
fragliche Verkehrsunfall am 7. September 2005 ereignet habe, der Arbeitgeber
der Beschwerdegegnerin den Versicherungsantrag mit der ab 1. September 2005
geltenden Versicherungsdeckung jedoch erst am 16. September 2005 gestellt
habe. Die Annahme des Antrags sei sodann mit Zusendung der vom 20. September
2005 datierten Police durch den Unfallversicherer - und damit nach Eintritt
des versicherten Ereignisses - erfolgt, weshalb der Vertrag nach Art. 9 des
Bundesgesetzes vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag (VVG), wonach
ein Versicherungsvertrag, unter bestimmten Vorbehalten, nichtig ist, wenn im
Zeitpunkt des Abschlusses der Versicherung die Gefahr bereits weggefallen
oder das befürchtete Ereignis schon eingetreten war, als nicht existent zu
betrachten sei und daraus keine Versicherungsleistungen erbracht werden
könnten.

1.2 Beschwerdegegnerin und die als Mitinteressierte beigeladene Ersatzkasse
UVG sprechen sich demgegenüber, bestätigt durch die Vorinstanz, für die
Leistungspflicht der Beschwerdeführerin aus, da der Versicherungsvertrag
zwischen dem Versicherungsagenten der Beschwerdeführerin, V.________, und dem
Arbeitgeber der Beschwerdegegnerin bereits mündlich im August 2005 mit Beginn
ab 1. September 2005 zustande gekommen sei und es sich bei der Mitte
September 2005 erfolgten Korrespondenz zwischen den Parteien lediglich noch
um eine schriftliche Bestätigung gehandelt habe. Selbst für den Fall, dass
der Vertrag als erst nach Eintritt des Unfalles vom 7. September 2005
abgeschlossen zu betrachten wäre, sei der Versicherungsbeginn klar auf den
Tag des Arbeitsantritts der Beschwerdegegnerin zurückdatiert worden, sodass
die Vereinbarung ihre Wirkungen ab 1. September 2005 entfalte. Im Übrigen
ergäbe sich auch bei Annahme eines Vertragsabschlusses und des Beginns der
Versicherungsdeckung nach dem Unfallereignis noch nicht zwingend die -
analoge - Anwendbarkeit von Art. 9 VVG. Da die Beschwerdeführerin es,
obgleich sie vorgängig von ihrem Agenten über das Unfallereignis informiert
worden sei, pflichtwidrig unterlassen habe, für die Abklärung des
rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen, und über Monate hinweg
Versicherungsleistungen erbracht habe, könne sie der Beschwerdegegnerin nun
nicht ihr eigenes Fehlverhalten anlasten, indem sie sich auf Art. 9 VVG
berufe.

2.
2.1 Die Beschwerdeführerin führt die obligatorische Unfallversicherung im
Sinne eines "anderen Versicherers" gemäss Art. 68 ff. UVG durch. Das
Versicherungsverhältnis wird daher regelmässig durch einen Vertrag zwischen
dem Arbeitgeber und dem Versicherer begründet (Art. 59 Abs. 2 UVG), bei
welchem es sich um einen selbstständigen Vertrag im Sinne des UVG handelt.
Sowohl die Versicherungsgesellschaften als auch die Krankenkassen, welche
gemäss Art. 68 UVG als Versicherer zugelassen sind, sind Träger hoheitlicher
Gewalt, da das Gesetz ihnen die Befugnis einräumt, Verfügungen im Sinne des
Verwaltungsrechts zu erlassen. Sie schliessen als solche Träger ihre
Versicherungsverträge mit den Arbeitgebern ab und regeln Inhalte, die dem
öffentlichen Recht zuzuordnen sind. Ihre Verträge lassen sich zwanglos als
besondere öffentlich-rechtliche Verträge nach UVG verstehen, welche weder an
das VVG noch an das KVG gebunden sind (Maurer, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 134 f.; vgl. vom selben Autor auch:
Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Bd. I, Bern 1979, S. 258, und:
Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3. Aufl., Bern 1995, S. 218). Da
das UVG und die dazugehörige Verordnung die obligatorische Unfallversicherung
bereits sehr detailliert normieren, bleibt den Parteien nur wenig Spielraum
für vertragsautonome Regelungen. Die Versicherer sind daher gehalten,
gemeinsam einen - vom Departement des Innern zu genehmigenden - Typenvertrag
aufzustellen, der die Bestimmungen enthält, welche in jedem Fall in die
Versicherungsverträge aufzunehmen sind (Art. 93 UVV; Maurer, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, a.a.O., S. 59 FN 55b). Innerhalb dieser Schranken
sind die Vertragsparteien in der Vertragsgestaltung grundsätzlich frei, so
können sie beispielsweise die Dauer und die Kündigungsmodalitäten des
Vertrages, die Fälligkeit sowie die Zahlungsart der Prämien etc. vereinbaren
(vgl. Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, a.a.O., S. 135 f.;
Jean-Maurice Frésard/Margit Moser-Szeless, L'assurance-accidents obligatoire,
in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, 2.
Aufl., Basel/Genf/München 2007, S. 989 f. Rz. 539). Die Regeln, denen die
Versicherungsverträge nach UVG unterliegen, sind durch Auslegung des UVG und,
wo Gesetzeslücken bestehen, durch deren Füllung zu bestimmen, wobei
Regelungsinhalte übernommen werden können, die für Versicherungsverträge im
VVG oder im KVG festgelegt worden sind. Wie allgemein bei
öffentlich-rechtlichen Verträgen kommen ergänzend auch Bestimmungen des OR
zur Anwendung, z.B. jene über das Zustandekommen, die Willensmängel, die
Nichtigkeit usw. Bei der Übernahme der Regeln aus dem Privatrecht oder auch
aus dem öffentlichen Recht ist stets zu prüfen, ob sie Sinn, Zweck und System
des UVG entsprechen (Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht,
a.a.O., S. 135; vgl. vom selben Autor auch: Schweizerisches
Privatversicherungsrecht, a.a.O., S. 218). Maurer führt an anderer Stelle
(Bundessozialversicherungsrecht, 2. unveränderte Auflage, Basel 1994, S. 339)
aus, alle mit der Existenz des Versicherungsvertrages nach UVG
zusammenhängenden Fragen beurteilten sich nach dem VVG. Sollte der Autor
dabei davon ausgehen, das VVG sei entgegen den zuvor dargelegten Regeln
zumindest teilweise direkt anwendbar, könnte ihm indessen nicht gefolgt
werden (zum Ganzen: in BGE 130 V 553 nicht publizierte E. 4.4 des Urteils
U 307/03 vom 19. August 2004 [SVR 2005 UV Nr. 3 S. 5]; Frésard/Moser-Szeless,
a.a.O., S. 989 Rz. 538 und FN 761).

2.2
2.2.1 Das UVG selber enthält keine Bestimmungen betreffend das Zustandekommen
des Versicherungsvertrages zwischen Versicherer und Arbeitgeber im Sinne des
Art. 59 Abs. 2 UVG. Die entsprechenden Regelungen des KVG lassen sich alsdann
nicht analog anwenden, da die Krankenversicherer grundsätzlich zum
Vertragsabschluss mit einem Antragsteller verpflichtet sind (vgl. Art. 4 Abs.
2 KVG), was bei den "anderen Versicherern" gemäss Art. 68 UVG - mit Ausnahme
der Zuweisung eines Arbeitgebers an einen Versicherer nach Art. 73 Abs. 2 UVG
in Verbindung mit Art. 95 UVV -, entgegen den Ausführungen des kantonalen
Gerichts, nicht der Fall ist (vgl. Maurer, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, a.a.O., S. 59). Sinn, Zweck und System des UVG
rechtfertigen ferner auch keine generelle Vermutung, nach welcher Versicherer
Anträge grundsätzlich angenommen haben, wenn sie nicht innerhalb einer - vom
Antragsteller gesetzten - Frist reagieren. Namentlich der Schutz der
Arbeitnehmenden verlangt nach keiner derartigen Regelung, da die gesetzlichen
Versicherungsleistungen von der Ersatzkasse UVG gewährt werden, sofern ein
Versicherungsobligatorium besteht und kein Unfallversicherer vorhanden ist
(Art. 59 Abs. 3 und Art. 73 Abs. 1 Satz 1 UVG; vgl. demgegenüber im Sinne
einer Einzelfalllösung: in BGE 130 V 553 nicht publizierte E. 4.4 des Urteils
U 307/03 vom 19. August 2004 [SVR 2005 UV Nr. 3 S. 5]; siehe auch Thomas
Gächter, Der haushaltführende Konkubinatspartner als Arbeitnehmer,
Bemerkungen zum BGE U 307/03 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom
19. August 2004, in: Jusletter vom 20. Dezember 2004, Rz. 35). Das VVG
schliesslich hat für den Zeitpunkt des Zustandekommens des
Versicherungsvertrages ebenfalls keine besondere Regelung vorgesehen.
Massgebend sind im Privatversicherungsbereich - gemäss dem in Art. 100 Abs. 1
VVG enthaltenen Verweis - daher die allgemeinen Grundsätze des OR, wonach die
Zustimmung bzw. Annahme mit dem Eintreffen beim Adressaten wirksam wird
(Moritz W. Kuhn/R. Luka Müller-Studer/Martin K. Eckert,
Privatversicherungsrecht, 2. Aufl., Zürich 2002, S. 162; Gerhard Stoessel,
in: Honsell/Vogt/Schnyder [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über den
Versicherungsvertrag [VVG], Basel 2001, N 19 zu Vorbemerkungen zu Art. 1-3;
Urs Ch. Nef, in: Honsell/Vogt/Schnyder [Hrsg.], Basler Kommentar,
Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag [VVG], Basel 2001, N 18 zu Art.
9). Der Versicherungsvertrag kommt mithin in dem Augenblick zustande, in
welchem die Annahme des Versicherers beim Versicherungsnehmer eintrifft (vgl.
auch Art. 1 Abs. 4 VVG; Kuhn/Müller-Studer/Eckert, a.a.O., S. 162; Stoessel,
a.a.O., N 29 zu Art. 1). Vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ist jener des
Eintritts der Vertragswirkungen und damit des Versicherungsbeginns zu
unterscheiden. Da das VVG keine Regeln über den Eintritt der
Vertragswirkungen enthält, wird auch diesbezüglich auf die Grundsätze des OR
zurückgegriffen (Kuhn/Müller-Studer/Eckert, a.a.O., S. 162 f.; Nef, a.a.O., N
18 zu Art. 9).

2.2.2 Lassen sich für die Frage des Zustandekommens des
Versicherungsvertrages gemäss Art. 59 Abs. 2 UVG nach dem Gesagten weder dem
KVG noch dem VVG Regeln entnehmen, welche analog zur Anwendung gelangen
könnten, und drängt sich aus den genannten Gründen auch keine
allgemeingültige, eigenständige Lösung auf, erscheint es unter allen Titeln
sachdienlich, diesbezüglich - wie im Privatversicherungsbereich - die
Grundsätze des OR beizuziehen.

3.
3.1 Im hier zu beurteilenden Fall ereignete sich der Verkehrsunfall am 7.
September 2005. Der Arbeitgeber der Beschwerdegegnerin stellte den
(schriftlichen) Versicherungsantrag am 16. September 2005 und erklärte sich
für die Dauer von 14 Tagen als daran gebunden. Ausdrücklich bestätigt wurde
die Annahme des Antrags durch die Beschwerdeführerin mit Zusendung der vom
20. September 2005 datierten Police, welche als Vertragsbeginn (und
Gültigkeitsdatum) den 1. September 2005 nennt.

3.2 In - ergänzender - Anwendung der hievor beschriebenen OR-Regeln zum
Zustandekommen von Verträgen erfolgte der Abschluss des
Versicherungsvertrages mit der Zustellung der am 20. September 2005
ausgestellten Police an den Arbeitgeber der Beschwerdegegnerin und damit nach
dem Unfallereignis vom 7. September 2005.

3.2.1 Der Umstand, dass als Vertragsbeginn rückwirkend der 1. September 2005
festgelegt wurde, ändert daran nichts, beschlägt dieser doch die Frage des
Eintritts der Vertragswirkungen (vgl. dazu aber das im
Privatversicherungsbereich grundsätzlich geltende Verbot der
Rückwärtsversicherung: BGE 127 III 21 E. 2b/aa S. 23; Urteil 5C.45/2004 vom
9. Juli 2004, E. 2.1.1; Stoessel, a.a.O., Rz. 46 zu Art. 1; Nef, a.a.O., N 3
zu Art. 9; Stephan Fuhrer, in: Honsell/Vogt/ Schnyder [Hrsg.], Basler
Kommentar, Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag [VVG], Basel 2001, N 27
f. zu Art. 25-27) und nicht den Abschluss des Vertrages an sich. Ist ein
Vertragsverhältnis im Hinblick auf ein konkretes Ereignis als nicht gültig
zustande gekommen zu beurteilen, kann es - jedenfalls bezogen auf diesen
Vorfall - auch keine Wirkungen mehr entfalten. Als in diesem Zusammenhang
ebenso wenig entscheidrelevant erweisen sich die Ziff. 20 ("Der Vertrag
beginnt an dem in der Police festgesetzten Datum.") und 22 ("Der
Versicherungsschutz beginnt mit dem Tag des Arbeitsantrittes im versicherten
Betrieb, in jedem Fall aber im Zeitpunkt, da sich der Versicherte auf den Weg
zur Arbeit begibt.") der Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB) der
Beschwerdeführerin, da sie sich ebenfalls zu den Wirkungen des - zustande
gekommenen - Vertrages, nicht aber zu dessen Abschluss selber äussern. Eine
provisorische Deckungszusage im Sinne einer Zusicherung des
Unfallversicherers, im Schadenfall nach erfolgter Übergabe des
Antragsformulars schon vor dem Vertragsabschluss Leistungen zu erbringen
(dazu Kuhn/Müller-Studer/Eckert, a.a.O., S. 150; Nef, a.a.O., N 5 zu Art. 9;
Fuhrer, a.a.O., N 69 zu Vorbemerkungen zu Art. 28-32), besteht schliesslich
nicht - eine diesbezügliche Erklärung seitens der Beschwerdeführerin ist aus
den Akten nicht ersichtlich -, zumal der Versicherungsantrag ohnehin erst am
16. September 2005 und mithin nach dem Unfall vom 7. September 2005 gestellt
worden ist (vgl. auch E. 3.2.3 hiernach).

3.2.2 Ferner lassen sich auch aus dem im bereits erwähnten Urteil U 307/03
vom 19. August 2004, E. 4, hergeleiteten Ergebnis keine abweichenden
Schlussfolgerungen für den vorliegenden Fall treffen. Der dort zu
beurteilende Sachverhalt stellte sich insofern anders dar, als der
Versicherungsantrag (mit 14-tägiger Bindungswirkung) durch den Arbeitgeber am
6. März 2001 - und damit vor dem fraglichen Unfallereignis vom 13. April 2001
- gestellt worden war, die Police durch den Versicherer indessen erst am 2.
Mai 2001 ausgefertigt wurde und die Rücksendung am 9. Mai 2001 erfolgte. Im
Lichte dieser konkreten Gegebenheiten schloss das höchste Gericht, dass keine
Anhaltspunkte dafür vorlägen, dass der Versicherer den Antrag nicht
rechtzeitig - innerhalb der Bindungswirkung - habe annehmen wollen und sich
die Annahmeerklärung lediglich aus administrativen Gründen verzögert habe.
Wenn der Unfallversicherer sich vor diesem Hintergrund im Versicherungsfall
dennoch darauf berufe, der Vertrag sei erst mit der Zustellung der
Versicherungspolice zustande gekommen, verstosse er gegen den Grundsatz von
Treu und Glauben.

3.2.3 Ebenfalls nicht stichhaltig ist schliesslich der Einwand, der
betreffende Versicherungsvertrag sei bereits mündlich im August 2005
abgeschlossen worden. Der Arbeitgeber hat weder in seinem Schreiben vom 18.
Juli 2006 an die Ersatzkasse UVG noch in demjenigen vom 23. September 2006 an
den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin behauptet, es sei im August 2005
ein Versicherungsvertrag zustande gekommen. Vielmehr wird darin einzig
ausgeführt, im August 2005 sei der Versicherungsagent, V.________, mit Blick
auf den Arbeitsbeginn der Beschwerdegegnerin per 1. September 2005 beauftragt
worden, einen entsprechenden Versicherungsvertrag vorzubereiten. Dies geschah
in der Folge jedoch erst im Anschluss an den Unfall vom 7. September 2005,
indem V.________ auf Anruf des Arbeitgebers hin diesen aufsuchte und ihm die
"Kurzofferte 13.622.414", datiert vom 16. September 2005, unterbreitete,
woraufhin gleichentags der schriftliche Antrag zum Abschluss einer
Unfallversicherung nach UVG gestellt wurde. Dass allein durch den Hinweis des
Arbeitgebers an den Versicherungsagenten anlässlich des im August 2005
geführten Gesprächs, wonach für die Beschwerdegegnerin ein
UVG-Versicherungsschutz benötigt werde, sowie die Erwiderung des Agenten,
eine derartige Versicherung sei "zwingend und obligatorisch", der Vertrag
abgeschlossen worden sein soll, kann angesichts der aufgezeigten Aktenlage
nicht angenommen werden, zumal die "Essentialia des Versicherungsvertrages",
wie sie der "Kurzofferte 13.622.414" zu entnehmen sind, in diesem Zeitpunkt -
entgegen den Ausführungen der Ersatzkasse UVG in deren Vernehmlassung
zuhanden des Bundesgerichts vom 11. Juli 2007 - noch nicht im Detail bekannt
waren (vgl. beispielsweise die massgebende Jahreslohnsumme von Fr. 46'000.-
etc.). Anzufügen bleibt, dass es sich bei V.________, wie sich u.a. aus einer
Notiz der Ersatzkasse UVG vom 27. Juli 2007 ergibt, um einen so genannten
Vermittlungsagenten handelt, der - im Gegensatz zu einem Abschlussagenten
(vgl. Nef, a.a.O., N 13 zu Art. 8) - nicht ermächtigt war, Versicherungen
abzuschliessen oder Abschlussdaten zuzusichern, sondern lediglich den
Abschluss vermitteln, d.h. Anträge und Mitteilungen des Versicherungsnehmers
entgegennehmen und sie dem Versicherer zur Annahme oder Ablehnung
weiterleiten konnte (Nef, a.a.O., N 15 zu Art. 8).

4.
Zu prüfen ist im Weiteren, ob Art. 9 VVG, wonach der Versicherungsvertrag -
vorbehältlich hier nicht weiter interessierender Ausnahmen (vgl. Art. 100
Abs. 2 VVG) - nichtig ist, wenn im Zeitpunkt des Abschlusses der Versicherung
das befürchtete Ereignis schon eingetreten war, vorliegend analog Anwendung
findet.

4.1 Wie hievor dargelegt, regelt das UVG die mit der Existenz des
Versicherungsvertrages nach Art. 59 Abs. 2 UVG zusammenhängenden Fragen
nicht. Was im Speziellen die Frage der Zulässigkeit einer
Rückwärtsversicherung im Falle des Eintritts des befürchteten Ereignisses -
und damit diejenige nach der analogen Anwendbarkeit von Art. 9 VVG -
betrifft, welche im erwähnten Urteil U 307/03 vom 19. August 2004 offen
gelassen worden war (vgl. E. 4.4), stellt sich diese in anderen
Sozialversicherungszweigen (AHV, IV, ALV etc.) nicht, da das
Versicherungsverhältnis nicht durch Vertrag, sondern von Gesetzes wegen
entsteht. Im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge hat das
Eidgenössische Versicherungsgericht den in Art. 1 Abs. 1 lit. d BVV2 (in der
bis 31. Dezember 2005 gültig gewesenen Fassung; vgl. nunmehr Art. 1j Abs. 1
lit. d BVV2) festgehaltenen Grundsatz, dass eine vollständig invalide Person
nicht versichert werden kann, für gesetzmässig erklärt; die gleiche Lösung
wurde mittels analoger Anwendung von Art. 9 VVG sodann auch für den
überobligatorischen Bereich statuiert, da es in diesem Fall keine
verbleibende Resterwerbsfähigkeit gibt, die versichert werden könnte (BGE 118
V 158 E. 5 S. 168 f. mit Hinweisen, 116 V 218 E. 6b S. 229 f.; SVR 2005 BVG
Nr. 17 S. 55, E. 4.5, B 101/02, 2004 BVG Nr. 8 S. 24, E. 3.3.5, B 42/03;
Urteile B 63/99 vom 26. Oktober 2001, E. 5a, und B 61/98 vom 29. Dezember
2000, E. 3b, je zusammengefasst wiedergegeben in SZS 2003 S. 43 und 41).
Diese Rechtsprechung erging vor dem Art. 9 VVG zugrunde liegenden Gedanken,
dass die Gefahr, gegen deren Folgen versichert wird, sich auf ein
zukünftiges, d.h. nach Abschluss des Vertrages eintretendes Ereignis beziehen
muss. Wenn das befürchtete Ereignis im Zeitpunkt des Abschlusses des
Versicherungsvertrages schon eingetreten ist, verliert der
Versicherungsvertrag (objektiv) seine ökonomische Rechtfertigung. Indem Art.
9 VVG derartige Verträge für nichtig erklärt, wirkt er als Ausdruck des
"ordre public" unlauteren Machenschaften und dem Missbrauch der Versicherung
entgegen (BGE 118 V 158 E. 5c S. 169; SVR 2005 BVG Nr. 17 S. 55, E. 4.5 mit
Hinweis, B 101/02; Nef, a.a.O., N 1 zu Art. 9).

Vor diesem Hintergrund ist nicht einsehbar, weshalb Art. 9 VVG als Träger
eines allgemeingültigen Grundprinzips per analogiam nicht auch im hier zu
beurteilenden Bereich der Versicherungsverträge nach Art. 59 Abs. 2 UVG
Anwendung finden sollte, zumal die AVB der Beschwerdeführerin keine
Bestimmungen enthalten, welche eine abweichende Lösung indizierten (vgl. dazu
SVR 2004 BVG Nr. 8 S. 24, E. 3.3.5, B 42/03). Zwar verweist Ziff. 12 der AVB
für Sachverhalte, die in den Bedingungen für die UVG-Versicherung nicht
ausdrücklich geregelt sind, auf das UVG. Da sich dieses zu der sich hier
stellenden Frage aber eben gerade nicht äussert, ist es erforderlich, auf
ergänzende Normen - und die darin verankerten Prinzipien - abzustellen. Für
dieses Ergebnis spricht im Übrigen auch der Umstand, dass die Ersatzkasse UVG
die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen hat für Unfälle von
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, für deren Versicherung nicht die
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zuständig ist und die von
ihrem Arbeitgeber nicht versichert worden waren (Art. 59 Abs. 3 und Art. 73
Abs. 1 Satz 1 UVG). Mit anderen Worten hat der Gesetzgeber für den Fall einer
fehlenden Versicherungsdeckung eine Auffanglösung geschaffen (Maurer,
Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, a.a.O., S. 63).

4.2
4.2.1 Die Voraussetzungen des Art. 9 VVG sind nach dem hievor Gesagten erfüllt
mit der Folge, dass der Versicherungsvertrag als nichtig anzusehen ist, d.h.
der Vertrag keine rechtlichen Wirkungen zu entfalten vermag. Die
Vertragsparteien können die Erfüllung des Vertrages verweigern; allenfalls
bereits erbrachte Leistungen (v.a. Prämien und Versicherungsleistungen)
können nach den Bestimmungen über die ungerechtfertigte Bereicherung (Art. 62
ff. OR) zurückgefordert werden (Nef, a.a.O., N 22 zu Art. 9). Ob im
vorliegenden Fall von einer vollständigen oder einer auf das Unfallereignis
vom 7. September 2005 beschränkten Teilnichtigkeit des Vertrages (gemäss Art.
20 Abs. 2 OR) auszugehen ist (zur Unterscheidung vgl. Nef, a.a.O., N 23 zu
Art. 9), braucht nicht abschliessend beurteilt zu werden, da jedenfalls in
Bezug auf den hier zu prüfenden Verkehrsunfall keine Versicherungsdeckung bei
der Beschwerdeführerin besteht. Der Umstand, dass Letztere im Zeitpunkt des
Vertragsabschlusses - informiert durch ihren Versicherungsagenten V.________
- um den Unfall wusste (vgl. Notiz der Ersatzkasse UVG vom 27. Juli 2007;
"Memo" der Beschwerdeführerin vom 20. September 2006; Einspracheentscheid der
Beschwerdeführerin vom 18. Oktober 2006, E. 4b; letztinstanzliche Beschwerde,
S. 12), wobei es unerheblich ist, an welche interne Abteilung des
Unfallversicherers die entsprechende Meldung erging (Fach- oder Schadengruppe
UVG), ändert daran nichts (BGE 127 III 21 E. 2b/aa S. 23 mit Hinweis; Urteil
5C.45/2004 vom 9. Juli 2004, E. 2.1.2; Nef, a.a.O., N 25 zu Art. 9).

4.2.2 Zu berücksichtigen gilt es bei dieser Sachlage, dass, wenn entgegen
einer - hier analogieweise herangezogenen - gesetzlichen Vorschrift ein
Ereignis versichert wird, das bei Abschluss des Versicherungsvertrages schon
eingetreten ist, der Versicherer gegenüber dem Versicherungsnehmer
schadenersatzpflichtig wird, sofern die Voraussetzungen der
Vertrauenshaftung, insbesondere der Haftung aus "culpa in contrahendo",
erfüllt sind (Urteil 5C.45/2004 vom 9. Juli 2004, E. 2.1.3 und 2.2; Nef,
a.a.O., N 25 zu Art. 9). Das Verhalten der Beschwerdeführerin im Rahmen der
Vertragsverhandlungen mit dem Arbeitgeber der Beschwerdegegnerin,
insbesondere die fehlende Aufklärung über das jedenfalls im Hinblick auf das
Unfallereignis vom 7. September 2005 geltende Rückversicherungsverbot, muss
angesichts ihres fachlichen Wissensvorsprungs als Versicherer als treuwidrig
bezeichnet werden, weshalb der Abschluss des Versicherungsvertrages ihre
Verantwortlichkeit aus dem Grundgedanken der "culpa in contrahendo" nahe legt
(vgl. dazu das sachverhaltsmässig ähnlich gelagerte Urteil 5C.45/2004 vom 9.
Juli 2004, E. 2.2.1). Da zur Bejahung der entsprechenden Haftungsgrundlage
das widerrechtliche Verhalten der verantwortlichen Beschwerdeführerin
indessen auch kausal sein muss für den bei der Beschwerdegegnerin
eingetretenen Schaden (Urteil 5C.45/2004 vom 9. Juli 2004, E. 2.2.2 mit
Hinweisen), wovon hier nicht ausgegangen werden kann, entfällt eine
diesbezügliche Schadenersatzpflicht des Unfallversicherers. Namentlich
erscheint es unwahrscheinlich, dass der Arbeitgeber der Beschwerdegegnerin
den Versicherungsvertrag nicht abgeschlossen hätte, wenn seitens des
Versicherers eine Versicherungsdeckung hinsichtlich des Unfallereignisses vom
7. September 2005 klar verneint worden wäre. Zwar drängte der Arbeitgeber,
wie den Akten zu entnehmen ist (vgl. Schreiben des Arbeitgebers vom 18. Juli
und 23. September 2006), primär als Folge des entsprechenden Unfalles auf den
Abschluss des Versicherungsvertrages und wurde die Schadenmeldung UVG auch
unmittelbar nach Ausstellung der Police (vom 20. September 2005) am
21. September 2005 ausgefüllt und dem Versicherer zugestellt, doch hätte der
Arbeitgeber ohnehin keinen anderen Unfallversicherer gefunden, welchem die
versicherungsmässigen Konsequenzen des bereits eingetretenen Unfalles
aufzuerlegen gewesen wären, und war er verpflichtet - im Hinblick auf
mögliche künftige Schadenfälle seiner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer -,
eine UVG-Versicherung abzuschliessen. Ob die im "Memo" der Beschwerdeführerin
vom 20. September 2006 festgehaltenen - und vom Arbeitgeber bestrittenen
(vgl. Schreiben vom 23. September 2006) - Aussagen des Versicherungsagenten
V.________, wonach er den Arbeitgeber darüber informiert habe, dass der
Auffahrvorfall nicht durch die Police gedeckt sei, und dieser darauf erwidert
habe, auf Grund der Leistungspflicht des Haftpflichtversicherers für den
Unfall vom 7. September 2005 sei dies unmassgeblich, bedarf vor diesem
Hintergrund keiner weiteren Klärung.

5.
Die Beschwerdeführerin hat mit Verfügung vom 3. Mai 2006, bestätigt durch
Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2006, einerseits die Ausrichtung
zukünftiger Leistungen verweigert und anderseits, auf der Grundlage des Art.
25 Abs. 1 ATSG, die bisher erbrachten Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder)
im Umfang von insgesamt Fr. 33'132.55 zurückgefordert.

5.1 Nach dem hievor Ausgeführten hat das Unfallereignis vom 7. September 2005
als nicht bei der Beschwerdeführerin UVG-versichert zu gelten, weshalb es
dieser rechtsprechungsgemäss (BGE 130 V 380 E. 2 S. 381 ff.) zustand, die
durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht
ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der
prozessualen Revision mit Wirkung ex nunc et pro futuro zu verneinen.

5.2 Die Beschwerdeführerin fordert im Weiteren die bereits erbrachten
Versicherungsleistungen zurück.

5.2.1 Nach Art. 25 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen
zurückzuerstatten (Abs. 1 Satz 1). Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen
hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Abs. 1
Satz 2). Die Rückforderung zu Unrecht ausbezahlter Leistungen ist alsdann nur
zulässig, wenn die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen
Revision der ursprünglichen Verfügung (oder formlosen Leistungszusprechung)
erfüllt sind (BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384 mit Hinweisen). Dies gilt auch
unter der Herrschaft von Art. 25 ATSG, der an die Stelle der
spezialgesetzlichen Rückerstattungsnormen getreten ist (vgl. BGE 130 V 318 E.
5.2 S. 319 mit Hinweisen). Laut Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der
Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und
wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.

5.2.2 Die auf Grund des Unfalles vom 7. September 2005 erfolgte
Leistungsausrichtung erweist sich als zweifellos unrichtig, da das Ereignis
nicht von der Versicherungsdeckung erfasst wird bzw. der betreffende
Versicherungsvertrag jedenfalls bezogen auf diesen Vorfall als nichtig
anzusehen ist. Die Rückforderungssumme von Fr. 33'132.55 ist ferner
zweifelsohne erheblich, weshalb das - entgegen der vorinstanzlichen
Betrachtungsweise (vgl. Entscheid, S. 14 unten) sehr wohl
streitgegenständliche - wiedererwägungsweise Zurückkommen der
Beschwerdeführerin auf die Leistungszusprechung als korrekt anzusehen ist.
Die Beschwerdeführerin hat schliesslich richtigerweise sowohl in ihrer
Verfügung wie auch im Einspracheentscheid auf die Möglichkeit eines Erlasses
der Rückforderung aufmerksam gemacht (Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit
Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG sowie Art. 3 Abs. 2 und Art. 4 ATSV).

5.3 Darauf hinzuweisen bleibt, dass ein Versicherungsschutz durch die
Ersatzkasse UVG gemäss Art 59 Abs. 3 und Art. Art. 73 Abs. 1 UVG nicht
auszuschliessen ist. Sollte deren Zuständigkeit grundsätzlich anerkannt
werden, drängt sich indessen allenfalls eine Prüfung der Frage auf, ob die
Beschwerdegegnerin, welche am 11. Juni 2005 einen Sohn zur Welt gebracht und
deren Ehemann, Yves Braun, Mitinhaber des arbeitgeberischen Firma A.________
ist, ihre Tätigkeit tatsächlich, wie im Arbeitsvertrag vom 22. August 2005
stipuliert, am 1. September 2005 aufgenommen hat und - bejahendenfalls -, ob
dies, im Hinblick auf den am 7. September 2005 erlittenen Nichtberufsunfall,
im Rahmen eines acht Wochenstunden überschreitenden Pensums (vgl. Art. 13
Abs. 1 UVV) geschehen ist.

6.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der unterliegenden
Beschwerdegegnerin und der als Mitinteressierten beigeladenen Ersatzkasse UVG
je hälftig aufzuerlegen (Art. 65 Abs. 4 lit. a in Verbindung mit Art. 66 Abs.
1 und 5 BGG). Als Organisation mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben hat die
obsiegende "Zürich" keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 68 Abs. 3
BGG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150; Urteil 8C.228/2007 vom 19. November 2007, E.
6.2).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Verwaltungsgerichts
des Kantons Thurgau vom 18. April 2007 aufgehoben.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 3000.- werden je zur Hälfte der Beschwerdegegnerin
und der Ersatzkasse UVG auferlegt.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau
und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 12. Februar 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Fleischanderl