Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.334/2007
Zurück zum Index I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2007
Retour à l'indice I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2007


Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_334/2007

Urteil vom 14. März 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

Parteien
D.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Hebeisen, Löwenstrasse
12, 8280 Kreuzlingen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom
18. April 2007.

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügung vom 21. Februar 2006 sprach die Schweizerische
Unfallversicherungsanstalt (SUVA) dem 1954 geborenen D.________ für die Folgen
eines am 1. Juni 2004 erlittenen Unfalles (Sturz vom Mofa) eine Invalidenrente
ab 1. März 2006 auf der Grundlage einer Invalidität von 17 % sowie eine
Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 20 % zu;
die Voraussetzungen für eine Hilflosentschädigung erachtete sie als nicht
gegeben. Daran wurde auf Einsprache hin festgehalten (Einspracheentscheid vom
4. September 2006).

B.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons
Thurgau mit Entscheid vom 18. April 2007 ab.

C.
D.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei ihm eine auf
einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit beruhende Rente, eine einem
Integritätsschaden von mindestens 80 % entsprechende Integritätsentschädigung
und eine Hilflosenentschädigung mindestens mittleren Grades zuzuerkennen;
eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die
Vorinstanz, allenfalls an den Unfallversicherer zurückzuweisen. Ferner wird um
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (im Sinne der Befreiung von den
Gerichtskosten sowie der unentgeltlichen Verbeiständung) ersucht.

Während das kantonale Gericht und die SUVA auf Abweisung der Beschwerde
schliessen, verzichtet das Bundesamt für Gesundheit auf eine Vernehmlassung.

D.
Mit Verfügung vom 11. Februar 2008 wies das Bundesgericht, I. sozialrechtliche
Abteilung, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zufolge Aussichtslosigkeit
der Rechtsvorkehr ab und forderte den Beschwerdeführer mit zusätzlicher
Verfügung auf, bis 28. Februar 2008 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-
einzuzahlen, was fristgerecht geschehen ist.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen
Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das
Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist
somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die
Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen
als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der
Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen (vgl. BGE 130 III
136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht prüft grundsätzlich nur die geltend
gemachten Rügen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Behörde alle
sich stellenden rechtlichen Fragen zu prüfen, wenn diese vor Bundesgericht
nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von
kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern prüfen, als eine solche Rüge
in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen
der Militär- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die
vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art.
97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).

2.
Streitig und zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer höhere als die ihm mit
Verfügung der SUVA vom 21. Februar 2006, bestätigt durch Einspracheentscheid
vom 4. September 2006, zugesprochenen (Invalidenrente auf der Basis einer
Invalidität von 17 %, Integritätsentschädigung auf der Grundlage einer Einbusse
von 20 %) bzw. verweigerten Leistungen (Hilflosenentschädigung) zustehen. Das
kantonale Gericht hat die diesbezüglich massgeblichen Bestimmungen und
Grundsätze zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird.

3.
3.1 In pflichtgemässer Würdigung der gesamten Aktenlage, insbesondere gestützt
auf die Berichte des Hausarztes Dr. med. M.________, Spezialarzt für Innere
Medizin FMH, vom 17. Juni und 4. November 2005, des Kantonsspitals X.________
vom 29. September 2005, der Rehaklinik Y.________ vom 6. Oktober 2005 sowie des
Kreisarztes Dr. med. C.________ vom 10. Januar 2006, hat die Vorinstanz mit
einlässlicher und nachvollziehbarer Begründung erkannt, dass der Versicherte
seine angestammte, körperlich schwere Arbeit als Metallverarbeiter auf Grund
der somatischen Unfallfolgen zwar nicht mehr ausüben kann, ihm indessen eine
mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit (ohne repetitives Treppensteigen,
Überkopfarbeiten, Zwangshaltung für das linke Knie sowie Tragen von Gewichten
über 15 kg) ganztägig zumutbar ist. Aus den Berichten des Dr. med. S.________,
Chefarzt Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Kantonsspital
X.________, vom 1. September 2006 und 26. Februar 2007, mit denen sich bereits
das kantonale Gericht eingehend befasst hat, lässt sich entgegen den Vorbringen
des Beschwerdeführers kein anderes Ergebnis herleiten. Im Verzicht des
Unfallversicherers, weitere diesbezügliche Untersuchungen zu veranlassen, kann,
da daraus keine neuen Erkenntnisse zu resultieren vermöchten, weder eine
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch des Anspruchs auf rechtliches
Gehör erblickt werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S.
27, E. 4b, I 362/99; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende
Rechtsprechung: BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162, je mit
Hinweisen).

3.2 Vorinstanzlich ebenfalls korrekt ausgeführt worden ist ferner, dass
zwischen dem Unfall vom 1. Juni 2004 und dem psychischen Beschwerdebild (in
Form einer psychogenen Somatisierungsproblematik) kein adäquater
Kausalzusammenhang besteht, weshalb eine diesbezügliche Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin entfällt. Auf die entsprechenden Erwägungen kann verwiesen
werden. Im Übrigen begründen zum Formenkreis der somatoformen Schmerzstörungen
gehörende Leiden in aller Regel keine Invalidität im Rechtssinne (Art. 8 Abs. 1
ATSG; vgl. dazu BGE 131 V 49, 130 V 352 und 396 [anhaltende somatoforme
Schmerzstörung]; Urteil I 437/05 vom 25. Oktober 2005, E. 3.3.2 mit Hinweisen
[Somatisierungsstörung]; BGE 132 V 65 E. 4 S. 70 ff.; Urteil I 288/04 vom 13.
April 2006, E. 5.1 und 5.2, je mit Hinweisen [Fibromyalgie]), sodass ein darauf
zurückzuführender Rentenanspruch vorliegend wohl bereits aus diesem Grunde
abzulehnen ist.

3.3 Schliesslich sind auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche Zweifel am
mittels der Einkommensvergleichsmethode festgesetzten Invaliditätsgrad (von 17
%), an der Höhe der die Basis der Integritätsentschädigung bildendenden
Integritätseinbusse (von 20 %) sowie an der Feststellung des kantonalen
Gerichts, wonach die Anspruchsvoraussetzungen für eine Hilflosenentschädigung
zu verneinen sind, weckten. Die diesbezüglichen Vorbringen des
Beschwerdeführers erschöpfen sich weitgehend in der Wiederholung der bereits im
kantonalen Verfahren erhobenen Vorbringen und sind nicht geeignet, zu
abweichenden Schlussfolgerungen zu gelangen.

4.
4.1 Die offensichtlich unbegründete Beschwerde wird im vereinfachten Verfahren
nach Art. 109 (Abs. 2 lit. a) BGG mit summarischer Begründung und unter Verweis
auf den vorinstanzlichen Entscheid (Abs. 3) erledigt.

4.2 Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei
auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und
dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 14. März 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Fleischanderl