Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.367/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_367/2007

Urteil vom 7. April 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Frésard,
Gerichtsschreiberin Riedi Hunold.

Parteien
E.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno Häfliger,
Schwanenplatz 7, 6004 Luzern,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom
31. Mai 2007.

Sachverhalt:

A.
E.________, geboren 1972, war von 31. August 1998 bis 30. September 2002 bei
der S.________ als Hilfsarbeiter auf dem Bau angestellt und in dieser
Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend:
SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 21. Mai 2000 zog er sich ein
Distorsionstrauma des rechten oberen Sprunggelenkes (OSG) zu. Am 18. Juni 2000
erlitt er eine Schnittwunde an der linken Hand und am 5. August 2000 verletzte
er sich bei einem Autounfall. In der Folge wurde er verschiedentlich
medizinisch abgeklärt und es waren Nachoperationen notwendig. Vom 6. September
bis 1. Oktober 2004 wurde er in der BEFAS, Berufliche Abklärungsstelle,
(nachfolgend: BEFAS), beruflich abgeklärt. Die SUVA sprach ihm eine
Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 27 % und eine
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 15 % zu (Verfügung
vom 14. Juni 2005). Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 13. Oktober
2005 fest.

B.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern
mit Entscheid vom 31. Mai 2007 ab und setzte die Invalidenrente im Rahmen einer
reformatio in peius auf 21 % herab.

C.
E.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
mit dem Antrag, es seien der kantonale Entscheid aufzuheben und die SUVA zu
verpflichten, eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 70 % sowie
eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 35 %
auszurichten. Zudem ersucht er um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung.
Vorinstanz und SUVA schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt für
Gesundheit verzichtet auf eine Stellungnahme.

D.
Mit Eingabe vom 24. September 2007 lässt E.________ den Bericht der
Orthopädischen Klinik, Spital A.________ (nachfolgend: Orthopädische Klinik),
vom 27. Juli 2007 nachreichen.

E.
Mit Verfügung vom 20. November 2007 wies der Instruktionsrichter das Gesuch um
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab.

Erwägungen:

1.
Die Vorinstanz verweist auf den Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2005, in
welchem die Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf eine
Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG), den Begriff der
Invalidität (Art. 8 ATSG) und der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) sowie die
Ermittlung des Invaliditätsgrades für Erwerbstätige nach der allgemeinen
Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG; BGE 128 V 29 E. 1 S. 30 mit
Hinweisen; vgl. zu den DAP Profilen BGE 129 V 472) und die Aufgabe des Arztes
bei der Ermittlung der Invalidität (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261 mit Hinweisen)
zutreffend dargelegt sind. Dasselbe gilt für die Ausführungen der Vorinstanz
zum massgebenden Zeitpunkt der Sachverhaltsermittlung (BGE 129 V 1 E. 1.2 S. 4
mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.

2.
Vor Bundesgericht sind das Invalideneinkommen sowie die
Integritätsentschädigung nicht mehr streitig. Hingegen rügt der Versicherte, er
sei ungenügend abgeklärt worden, die angenommene Arbeitsfähigkeit sei nicht
zutreffend und dem Einkommensvergleich sei ein höheres Valideneinkommen
zugrunde zu legen.

3.
Die wichtigsten medizinischen Akten ergeben folgendes Bild:

3.1 Die Rehabilitationsklinik Z.________ (nachfolgend: Rehaklinik) hielt am 2.
Oktober 2000 fest, der Versicherte habe am 21. Mai 2000 ein Distorsionstrauma
des rechten OSG erlitten. Am 18. Juni 2000 habe er sich eine Schnittwunde an
der linken Hand mit Durchtrennung des Nervus medianus, der Sehnen des Musculus
flexor carpi radialis sowie des Musculus palmaris longus zugezogen.
Schliesslich habe er sich am 5. August 2000 bei einem Autounfall eine commotio
cerebri, eine zweitgradig offene Femurfraktur rechts sowie eine
Tibiakopffraktur rechts mit Beteiligung des medialen Tibiaplateaus zugezogen.
Noch am selben Tag sei eine offene Reposition des rechten Femurs und eine
Stabilisation mit Fixateur externe erfolgt. Auf Grund der Indikation zu einer
weiteren Operation überwies ihn die Rehaklinik noch am Eintrittstag ans Spital
A.________.

3.2 Die Chirurgische Klinik A, Spital A.________ (nachfolgend: Chirurgische
Klinik), in welcher sich der Versicherte vom 28. September bis 27. Oktober 2000
aufhielt, diagnostizierte am Austrittstag den Status nach zweitgradig offener
Femurfraktur rechts und Fixateur externe Versorgung im August 2000 mit
verzögerter Frakturheilung und Schanzschraubenbruch, den Status nach
Osteosynthesematerialentfernung und Anlage einer suprakondylären
Femurextension, den Status nach Tibiakopffraktur und den Status nach
Schnittverletzung des Musculus flexor carpi radialis und des Nervus medianus
links mit Nerven und Sehnennaht im Juni 2000.

3.3 Am 15. Dezember 2000 hielt die Rehaklinik, in welcher der Versicherte vom
30. Oktober bis 29. November 2000 stationär behandelt wurde, als funktionelle
Probleme eine Paraparese im Versorgungsgebiet des linken Nervus medianus sowie
bewegungs- und belastungsabhängige Knieschmerzen rechts mit verminderter
Beweglichkeit fest. Im Bereich der linken Hand sei eine deutliche Verbesserung
der Kraft und der Koordination erreicht worden. Im rechten Bein habe die
Beweglichkeit und Belastbarkeit ebenfalls verbessert werden können. Es bestehe
volle Arbeitsunfähigkeit seit 5. August 2000.

3.4 Anlässlich einer Nachkontrolle hielt die Chirurgische Klinik am 18. Januar
2001 bezüglich des rechten Knies zusätzlich eine Teilruptur des vorderen und
hinteren Kreuzbandes, einen kapselnahen Einriss im Innenmeniskushinterhorn,
eine Teilruptur des Innen- und Aussenbandes im femoralen Ansatz sowie eine
Zerrung der Quadrizepssehne am oberen Patellapol fest.

3.5 Der Kreisarzt konstatierte am 19. Juni 2001, die Sensibilität und Kraft der
linken Hand scheine sich langsam zu erholen. Im Vordergrund stehe das rechte
Bein, insbesondere das Knie und der Oberschenkel. Das rechte OSG mache
ebenfalls Beschwerden. Es sei gut beweglich, aber etwas instabil. Dies sei
durch die Schuhversorgung kompensierbar. Die langfristige Prognose sei noch
offen.

3.6 Bei einer erneuten Nachkontrolle diagnostizierte die Chirurgische Klinik am
12. Juli 2001 neu den Verdacht auf eine Pseudoarthrosebildung Femurschaft
rechts. Am 23. August 2001 hielt sie fest, der Versicherte gebe an, es gehe ihm
nach einem Kuraufenthalt in der Heimat deutlich besser. Gemäss Bericht vom 11.
Oktober 2001 war die proximale Verriegelungsschraube am 3. September 2001
entfernt worden und er habe sich gleichentags eine distale Radiusfraktur links
zugezogen. Seit der Schraubenentfernung verspüre er verstärkte Schmerzen am
Knie. Gemäss Bericht der Chirurgischen Klinik vom 22. Februar 2002 fand am 19.
Februar 2002 eine Achsenkorrektur statt.

3.7 Im Bericht vom 11. Oktober 2002 hielt die Rehaklinik zum Aufenthalt vom 21.
August bis 2. Oktober 2002 fest, es habe keine Schmerzfreiheit erzielt werden
können, da der Versicherte eine subjektive persistierende, intermittierende
Instabilität im Bereich des rechten Knies sowie chronische Schmerzen im Bereich
des medialen Kondylenoberrandes verspüre. Nach beruflichen Abklärungen
erachtete sie eine leichte bis mittelschwere wechselnd belastende Tätigkeit
ganztags ohne Arbeiten auf einer Leiter, einem Baugerüst, ohne repetierendes
Treppensteigen oder Zwangshaltung des rechten Knies ab 7. Oktober 2002 für
zumutbar. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar.

3.8 Das Arthroskopiezentrum, Orthopädie und Traumatologie, Spital A.________,
diagnostizierte am 22. November 2002 neu eine mediale Gonarthrose Knie rechts
mit chronischen Schmerzen im ganzen Kniegelenk rechts medialbetont bei
residueller, vor allem subjektiver Kniegelenksinstabilität.

3.9 Die Klinik für Orthopädie, Spital A.________ (nachfolgend: Klinik für
Orthopädie), stellte am 27. Februar 2003 einen hämorrhagischen Kniegelenkerguss
rechts sowie eine beginnende mediale und laterale Gonarthrose rechts fest. Am
25. August 2003 diagnostizierte sie zusätzlich eine Infraktion des lateralen
Tibiakopfplateaus mit der Differenzialdiagnose einer aseptischen Nekrose. Sie
könne keine Besserung durch eine Operation anbieten. Eine definitive Versorgung
mittels Totalprothese sei in Anbetracht des Alters noch obsolet.

3.10 Die Klinik Y.________ nahm am 20. Februar 2004 eine Marknagelentfernung
(CFN) Femur rechts sowie eine Kniearthroskopie rechts vor und attestierte volle
Arbeitsunfähigkeit bis 6. März 2004.

3.11 Die BEFAS erachtete am 9. November 2004 gestützt auf ihre Abklärungen eine
leichte wechselnd belastende Tätigkeit in vorwiegend sitzender Position ohne
Gehen auf Leitern, Gerüsten oder unebenem Boden sowie ohne Arbeiten im Stehen
von über 1 bis 2 Stunden ganztags zumutbar. Dabei sollten keine Schläge,
Vibrationen oder kraftvolle Bewegungen auf die linke obere Extremität erfolgen.
In der technischen Montage, Elektromontage sowie Bedienung und Überwachung von
Maschinen sowie Kontrollarbeiten sei eine volle Arbeitsleistung möglich.
Bezüglich der Handfertigkeit hielt die BEFAS fest, der Versicherte sei
Linkshänder und habe die linke Hand gut als Haltehand einsetzen können. Er habe
ein mittelfeines Handgeschick; feinere Arbeiten hätten ihn nervös gemacht. Bei
verschiedenen Arbeiten habe er beide Hände gleichmässig eingesetzt.

3.12 In der Abschlussuntersuchung vom 21. Dezember 2004 beurteilte der
Kreisarzt die Beweglichkeit im rechten Sprunggelenk als leicht eingeschränkt.
Im Vordergrund stehe das rechte Knie. Beweglichkeit und Stabilität seien
insgesamt ordentlich. Restbeschwerden mache noch die Fraktur. Die rechte Hüfte
sei etwas eingeschränkt. Die Beweglichkeit der linken Hand sei recht gut.
Störend sei die Sensibilitätsveränderung. Entsprechend seien die Feinmotorik
und die rohe Kraft auch etwas eingeschränkt. Als bleibende Unfallfolgen hielt
der Kreisarzt Sensibilitätsveränderung, Kraftverminderung sowie eine
verlangsamte und umständlichere Feinmotorik der linken Hand, eine leichte
Instabilität bei beginnender Arthrose und etwas Belastungsschmerzen im rechten
OSG, verminderte Beweglichkeit, Belastungsschmerzen, Anlaufbeschwerden und eine
z.T. bereits ausgeprägte Arthrose im rechten Knie sowie Kraftminderung und
Beweglichkeitseinschränkungen in der rechten Hüfte fest. Bezüglich der linken
Hand seien Tätigkeiten mit Verletzungsrisiko für die Finger I bis IV sowie mit
Kälteexposition nicht mehr zumutbar. Bei feinmotorischen Arbeiten sei eine
leichte Einschränkung, insbesondere eine Verlangsamung, gegeben. Das Tragen von
Lasten sei auf 10 bis 12 kg beschränkt. Bezüglich des rechten Beins seien
Arbeiten mit Schlägen und Vibrationen sowie mit häufigem Begehen von Leitern,
Treppen und Gerüsten oder Gehen in unebenem Gelände nicht mehr zumutbar.
Arbeiten in knieender Position oder Hocke seien nur ausnahmsweise und für kurze
Zeit zumutbar. Die Gehstrecke betrage 1 bis 2 km, die Gewichtslimite 10 bis 15
kg.

4.
4.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Einholung eines polydisziplinären
Gutachtens zur Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit, da die von der SUVA
berücksichtigten ärztlichen Berichte ein ungenügendes Abbild seines
Gesundheitszustandes geben würden. Dabei stützt er sich namentlich auf die
Berichte des Dr. med. T.________, Facharzt für Physikalische Medizin und
Rehabilitation, vom 14. Februar und 30. März 2006, auf den Bericht des Dr. med.
F.________, Facharzt für Gastroenterologie, vom 18. Juni 2007 sowie auf die
Berichte des Spitals A.________ vom 23. Oktober und 17. November 2005 sowie vom
17. Februar 2006.

4.2 Der Versicherte macht geltend, zwar seien die erwähnten ärztlichen Berichte
teilweise nach dem Einspracheentscheid ergangen, doch handle es sich bei den
darin festgestellten Leiden (Arthrose, Verschlechterung im Handgelenk,
Oberbauchbeschwerden) um solche, welche nicht "über Nacht" auftreten würden, so
dass ein enger Sachzusammenhang bestehe und die Berichte zu beachten seien. Dem
kann nicht gefolgt werden. Denn einerseits hat die SUVA bei der Einschätzung
der zumutbaren Arbeitsfähigkeit die beginnende Gonarthrose sowie die geklagten
Schmerzen berücksichtigt (vgl. den kreisärztlichen Bericht vom 21. Dezember
2004 sowie die Beurteilung des Integritätsschadens vom 21. Dezember 2004);
andererseits ergeben sich aus keinem der ärztlichen Berichte im massgebenden
Zeitpunkt (Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2005; BGE 129 V 1 E. 1.2 S. 4
mit Hinweisen) Klagen des Versicherten über Oberbauchbeschwerden oder
Unverträglichkeiten der verschriebenen Medikamente, so dass medizinische
Feststellungen anderthalb Jahre nach Erlass des Einspracheentscheids nicht zu
berücksichtigen sind. Was die linke Hand betrifft, ist mit den Berichten vom
17. November 2005 und 17. Februar 2006 keine Verschlechterung ausgewiesen,
welche bereits im massgebenden Zeitpunkt die von der BEFAS nach einlässlichen
Abklärungen festgestellte Arbeitsunfähigkeit in Frage zu stellen vermöchte.
Insbesondere ist nicht dargetan, inwiefern die vom Kreisarzt und von der BEFAS
als geeignet erachteten Tätigkeiten dem Versicherten gestützt auf die Aussagen
des Spitals A.________ nicht (mehr) zugemutet werden könnten. Schliesslich ist
mit der Vorinstanz festzuhalten, dass im massgebenden Zeitpunkt kein Anlass für
eine psychiatrische Abklärung bestand, woran auch die Diagnose von Dr. med.
T.________ nichts zu ändern vermag, da er sich dabei ausserhalb seines
Fachgebietes bewegt. Bezüglich des von Dr. med. T.________ festgehaltenen
Halbkörperschmerzsyndroms sind die vom Versicherten geklagten Beschwerden
bereits anlässlich der medizinischen Untersuchung im Rahmen der BEFAS-Abklärung
festgestellt und bei der Würdigung der zumutbaren Tätigkeit sowohl von der
BEFAS als auch vom Kreisarzt berücksichtigt worden. Insgesamt ist festzuhalten,
dass die Berichte des Dr. med. T.________ mangels Feststellung neuer
objektivierter Leiden sowie fehlender Auseinandersetzung mit den übrigen
ärztlichen Berichten nicht geeignet sind, die Feststellung der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit gestützt auf den kreisärztlichen Bericht vom 21. Dezember 2004
sowie den BEFAS-Bericht vom 9. November 2004 in Zweifel zu ziehen. Damit
handelt es sich bei den Berichten des Dr. med. T.________ höchstens um eine
abweichende Einschätzung eines an sich gleichen Sachverhalts.
Der massgebende Sachverhalt ist hinreichend abgeklärt, so dass sich weitere
medizinische Abklärungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung; SVR 2001 IV
Nr. 10 S. 27 E. 4b mit Hinweisen). Bei dieser Sachlage ist auf den Bericht der
Orthopädischen Klinik vom 27. Juli 2007 nicht näher einzugehen, und es kann
offen bleiben, ob es sich dabei um ein zulässiges Novum im Sinne von Art. 99
BGG handelt.

4.3 Vorinstanz und SUVA haben gestützt auf die Berichte des Kreisarztes vom 21.
Dezember 2004 sowie der BEFAS vom 9. November 2004 eine leichte wechselnd
belastende Tätigkeit in vorwiegend sitzender Position ohne Gehen auf Leitern,
Gerüsten oder unebenem Boden sowie ohne Arbeiten im Stehen von über 1 bis 2
Stunden als ganztags zumutbar erachtet. Entgegen den Ausführungen des
Versicherten haben sie ihm dabei weder Simulation noch Aggravation unterstellt.
Auch haben sie bei ihrer Einschätzung der zumutbaren Tätigkeiten sehr wohl
berücksichtigt, dass Verletzungen aus mehreren Unfällen vorliegen (vgl. dazu
etwa die Aussagen im kreisärztlichen Bericht vom 21. Dezember 2004). Somit ist
für die Ermittlung des Invaliditätsgrades von der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
gemäss diesen beiden Berichten auszugehen.

5.
5.1 Im Weiteren rügt der Versicherte das zugrunde gelegte Valideneinkommen.

5.2 Am 28. Juni 2002 gab die Arbeitgeberin an, der Versicherte hätte ohne
Unfall in den Jahren 2001 und 2002 monatlich Fr. 4275.- (zuzüglich eines 13.
Monatslohnes) verdient. Nach einer erneuten Anfrage der SUVA teilte die
Arbeitgeberin am 10. Januar 2005 mit, er hätte ohne Unfall im Jahr 2003
monatlich Fr. 4040.-, hernach Fr. 4060.- und ab 1. März 2005 Fr. 4140.-, je
zuzüglich eines 13. Monatslohnes, verdient. Allerdings legt sie nicht dar,
weshalb der Lohn ohne Unfall von 2002 auf 2003 um über Fr. 200.- monatlich
gesunken sein soll. Nachdem der am 28. Juni 2002 angegebene Lohn ohne Unfall
deutlich unter dem statistischen Durchschnitt des Baugewerbes liegt, ist es
angebracht, vom höheren Betrag auszugehen. Unter Berücksichtigung der Teuerung
ergibt sich - wie der Versicherte in seiner Beschwerde richtig festhält - ein
Valideneinkommen von Fr. 58'205.-.

5.3 Die Vorinstanz hat zutreffend dargelegt, dass die SUVA bei der Ermittlung
des Invaliditätsgrades gestützt auf DAP-Zahlen unzulässigerweise einen Abzug
von 10 % gewährt hat, und hat das Invalideneinkommen gestützt auf die
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) berechnet. Allerdings
fällt angesichts des nunmehr höheren Valideneinkommens ein Abzug beim
Invalideneinkommen wegen unterdurchschnittlichem Valideneinkommen weg, da die
Differenz angesichts des durchschnittlichen Einkommens eines Bauarbeiters für
2005 von Fr. 61'075.- (LSE 2004, TA 1, Anforderungsniveau 4, Ziff. 45,
aufgerechnet auf die durchschnittliche Arbeitszeit im Baugewerbe von 41.7
Stunden und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 1.1 %, vgl.
Volkswirtschaft, 6/2007, Tabellen B 9.2 und 10.2, S. 90 f.) weniger als 5 %
beträgt (vgl. Urteil I 186/01 vom 30. September 2002, E. 5.1, sowie nicht
publiziertes Urteil I 314/00 vom 7. Mai 2001, E. 2c). Unter Berücksichtigung
des nicht beanstandeten leidensbedingten Abzugs von 10 % beträgt das
Invalideneinkommen Fr. 52'048.-. Somit ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 11
%. Da das Bundesgericht an die Parteibegehren gebunden ist (Art. 107 Abs. 1
BGG), erfolgt jedoch keine reformatio in peius, und es hat beim kantonalen
Entscheid sein Bewenden.

6.
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Der Versicherte hat als unterliegende Partei
die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern,
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit
schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 7. April 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Riedi Hunold