Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.387/2007
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8C_387/2007

Urteil vom 25. Februar 2008

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterinnen Widmer, Leuzinger,
Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

G. ________, 1958, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Guy Reich,
Münchhaldenstrasse 24, 8008 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern, Beschwerdegegnerin.

Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz
vom 25. Mai 2007.

Sachverhalt:

A.
Der 1958 geborene G.________ war seit März 1989 bei der Firma K.________ AG
als Steinbrucharbeiter angestellt gewesen und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (SUVA) u.a. gegen die Folgen von Berufsunfällen
versichert. Am 26. Mai 2004 stand er zwischen einer Steinsäge sowie einem an
einem Kran hängenden, schwankenden Bagger, als dieser ihn touchierte und
zweimal - im Bereich der rechten Schulter und des Brustkorbes - gegen die
Steinsäge drückte. Er zog sich dabei eine mehrfragmentäre Claviculafraktur
zu, welche zunächst konservativ versorgt wurde. Am 10. Juni 2004 erfolgte
eine offene Reposition und eine Osteosynthese mittels
8-Loch-Repositionsplatte. Nachdem eine Lockerung des Osteosynthesematerials
bei fehlendem Frakturdurchbau festgestellt worden war, wurde am 12. Mai 2005
eine Osteosynthesematerialentfernung, ein Débridement der Clavicula und eine
Rekonstruktion mit bikortikalem Span am ipsilateralen Beckenkamm rechts sowie
eine Plattenosteosynthese mit Rekonstruktionsplatte durchgeführt. Vom 11.
Oktober bis 8. November 2005 hielt G.________ sich in der Klinik B.________
auf. Die SUVA klärte die Verhältnisse namentlich in medizinischer Hinsicht ab
und verfügte am 12. Dezember 2005, insbesondere gestützt auf den
Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 11. November 2005 und einen
Schulter-/Ellbogensprechstundenbericht der Klinik T.________ vom 7. Dezember
2005, die Einstellung der bisher erbrachten Taggeldleistungen rückwirkend auf
8. November 2005 und diejenige der Heilbehandlung per 23. November 2005 im
Wesentlichen mit der Begründung, die angestammte Tätigkeit sei, da als leicht
bis mittelschwer einzustufen, grundsätzlich wiederum vollzeitlich zumutbar.
Daran wurde auf Einsprache hin festgehalten (Einspracheentscheid vom 29.
August 2006).
Auf Ende Februar 2006 erfolgte die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch
die Firma K.________ AG. Seither geht der Versicherte keiner erwerblichen
Tätigkeit mehr nach.

Am 30. März 2007 nahmen die Ärzte der Klinik T.________ die Metallentfernung
an der Clavicula rechts, deren Kostenübernahme vom Unfallversicherer
vorbehalten worden war, vor.

B.
Die gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 29. August 2006 erhobene
Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ab (Entscheid vom
25. Mai 2007).

C.
G.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
und beantragen, ihm seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten.

Während das kantonale Gericht und die SUVA auf Abweisung der Beschwerde
schliessen, verzichtet das Bundesamt für Gesundheit auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen
Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das
Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es
ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an
die Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem
anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von
der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen (vgl. BGE
130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht prüft grundsätzlich nur die
geltend gemachten Rügen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche
Behörde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu prüfen, wenn diese vor
Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von
Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern
prüfen, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet
worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).

1.2 Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von
Geldleistungen der Militär- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht
nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts
gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).

2.
Im vorinstanzlichen Entscheid wurden die gesetzlichen Bestimmungen (Art. 6
Abs. 1 UVG [allgemeine Leistungspflicht des Unfallversicherers]; Art. 10 Abs.
1 UVG [Anspruch auf Heilbehandlung], Art. 16 Abs. 1 UVG [Anspruch auf
Taggeld]) und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zu dem für
die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers erforderlichen
natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem
eingetretenen Gesundheitsschaden (Krankheit, Invalidität, Tod; BGE 119 V 335
E. 1 S. 337, 117 V 359 E. 4a S. 360, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 129 V
177 E 3.1 S. 181, 402 E. 4.3.1 S. 406, 123 V 43 E. 2b S. 45) sowie zur im
Weiteren erforderlichen Adäquanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE
118 V 286 E. 1c S. 290 mit Hinweisen; siehe auch BGE 129 V E. 3.2 S. 181, 402
E. 2.2 S. 405, 125 V 456 E. 5a S. 461 f., je mit Hinweisen) und bei
psychischen Unfallfolgen bzw. Beschwerdebildern, in denen die psychische
Seite klar im Vordergrund steht, im Besonderen (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 mit
Hinweisen, 115 V 133) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Gleiches
gilt für die Erwägungen zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. auch BGE 129 V 177
E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung
medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit
Hinweis).

3.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die
Versicherungsleistungen zu Recht per 8. November 2005 (Taggeld) bzw.
23. November 2005 (Heilbehandlung) mit dem Argument eingestellt hat, der
Beschwerdeführer sei auf Grund der somatischen Unfallfolgen in der Lage,
uneingeschränkt eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit
auszuüben, wohingegen auf allfällige psychische Gesundheitsstörungen
zurückzuführende Beeinträchtigungen als nicht adäquat kausal zum
Unfallereignis zu betrachten seien. Unbestrittenermassen erbringt die SUVA
jedoch noch Leistungen für gewisse mit der Fraktur des Schlüsselbeins im
Zusammenhang stehende Restbeschwerden (Metallentfernung Clavicula rechts vom
30. März 2007; vgl. angefochtener Entscheid, S. 3 E. 1.1; Einspracheentscheid
der SUVA vom 29. August 2006, S. 9 E. 6b; Verfügung der SUVA vom 12. Dezember
2005, S. 1). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einer unfallfremden Genese
(im Sinne einer degenerativen Veränderung der Halswirbelsäule; vgl. u.a.
Bericht der Klinik T.________ vom 16. März 2006) zuzuordnen bzw. als blosse
Ausstrahlungen der versicherungsmässig bereits abgegoltenen oder noch
abzugeltenden Schulterproblematik zu werten (Bericht des Kreisarztes Dr. med.
W.________ vom 14. Oktober 2004) - und deshalb zu Recht nicht mehr im Streit
stehend - sind demgegenüber die Nackenbeschwerden (vgl. vorinstanzlicher
Entscheid, S. 13 f. E. 4.1 und 4.2; kantonale Beschwerdeantwort der SUVA vom
29. Dezember 2006, S. 5 unten f.).

4.
4.1 Der Beschwerdeführer macht im Zusammenhang mit den von ihm beklagten
chronischen Schulterschmerzen namentlich geltend, die medizinischen
Abklärungen seien insofern unvollständig, als es an neurologischen
Untersuchungen fehle. Die im Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 11.
November 2005 zusammengefasst wiedergegebenen Schlussfolgerungen eines
neurologischen Konsiliums seien in ihrer vollständigen Form nicht
aktenkundig.

4.2 Die Ärzte der Klinik B.________ bescheinigten dem Versicherten vor dem
Hintergrund auch der neurologisch erhobenen Befunde trotz der bestehenden
Schulterproblematik in der angestammten Tätigkeit als Steinbrucharbeiter und
in jeder anderen geeigneten mittelschweren Beschäftigung aus somatischer
Sicht eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Diese Einschätzung wurde in der
Folge durch die Fachpersonen der Klinik T.________ in Kenntnis des genauen
Arbeitsprofils mit geringfügigen Ausnahmen (ohne Anbringen von Steinschlegeln
zum Spalten von Steinen sowie ohne Schaufeltätigkeiten) bestätigt (Berichte
vom 7. Dezember 2005 und 21. Juni 2006; vgl. angefochtener Entscheid, S. 12
E. 3.9). Anhaltspunkte für auf neurologische Defizite zurückzuführende
weitergehende Beeinträchtigungen sind offenkundig keine vorhanden, ist doch
davon auszugehen, dass andernfalls die Ärzte der Klinik T.________
entsprechende Abklärungen in die Wege geleitet hätten, zumal auch die vom
Beschwerdeführer bereits zu einem früheren Zeitpunkt in Mazedonien
konsultierten Neurochirurgen keine schwerwiegenderen neurologischen
Einschränkungen hatten feststellen können (Berichte vom 27. und 28. Juli
2004).

Im Verzicht des Unfallversicherers, weitere diesbezügliche Untersuchungen zu
veranlassen, kann, da daraus nach dem Gesagten keine neuen Erkenntnisse zu
resultieren vermöchten, weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes
noch des Anspruchs auf rechtliches Gehör des Versicherten erblickt werden
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27, E. 4, I 362/99;
zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V
90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162, je mit Hinweisen).

5.
Zu beurteilen ist im Weiteren, ob die beim Beschwerdeführer diagnostizierten
psychischen Gesundheitsstörungen (Angst und depressive Störung, gemischt, mit
zusätzlicher Somatisierungstendenz bei asthenischen Persönlichkeitszügen,
aktuell akzentuierter in Erscheinung tretend [ICD-10: F41.2, Z73.1]; gemäss
Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 11. November 2005 [samt
Psychosomatischem Konsilium des Dr. med. P.________, Leitender Arzt, FMH
Psychiatrie und Psychotherapie, und des Dr. phil. I.________, Fachpsychologe
für klinische Psychologie und Psychotherapie FSP, vom 21. Oktober 2005]) in
einem rechtsgenüglichen Zusammenhang zum Unfall vom 26. Mai 2004 stehen.

5.1 Aus den Akten erhellt, dass der Versicherte sich im Zeitpunkt des
Unfalles vom 26. Mai 2004 auf Grund einer posttraumatischen Anpassungsstörung
in ambulanter psychiatrischer Behandlung befand und bis 28. Mai 2004 zu 50 %
arbeitsunfähig geschrieben war (vgl. u.a. Psychosomatisches Konsilium vom 21.
Oktober 2005; Situationsanalyse der SUVA vom 23. März 2006, Ziff. 2.3). Trotz
qualitativ weitgehend unverändertem Erscheinungsbild qualifizierten die Dres.
med. P.________ und phil. I.________ die aktuelle psychische Störung
anlässlich ihres am 19. Oktober 2005 durchgeführten Konsiliums nicht mehr als
Anpassungsstörung (etwa im Rahmen einer Reaktion auf die erneute
Unfallverletzung) sondern als "Angst- und depressive Reaktion, gemischt"
(ICD-10: F41.2), wobei eine Somatisierung mit somatoformen Symptomen und
einer Überlagerung der Schmerzproblematik hinzu getreten sei. Ob das
Unfallereignis vom 26. Mai 2004 angesichts dieser Angaben als natürliche
(Teil-)Ursache der im Anschluss daran aufgetretenen psychischen Beschwerden
zu betrachten ist oder es sich dabei um eine blosse Akzentuierung des bereits
angeschlagenen Gemütszustandes des Versicherten handelte, kann indessen - mit
der Vorinstanz - offen bleiben, wie die nachstehenden Erwägungen zeigen.

5.2 Ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf (zur diesbezüglichen
Relevanz bei der Prüfung der Unfallschwere: Urteile U 2/07 vom 19. November
2007 und U 503/05 vom 17. August 2006), wie er sich aus den Akten ergibt
(Unterlagen der Kantonspolizei vom 19. Juni sowie 13. und 14. August 2004;
SUVA-Bericht vom 3. September 2004), ist im Rahmen der für die
Adäquanzbeurteilung bei einer im Anschluss an einen Unfall eingetretene
psychische Fehlentwicklung vorzunehmenden Einteilung (BGE 115 V 133 E. 6
S. 138 unten ff.) von einem mittelschweren Ereignis auszugehen (vgl. die in
SZS 2001 S. 431 ff. erwähnte Rechtsprechung; ferner auch RKUV 2005 Nr. U 548
S. 228, U 306/04, 1999 Nr. U 330 S. 122, 1998 Nr. U 307 S. 448, E. 3a; siehe
auch die im vorinstanzlichen Entscheid aufgeführten Beispiele [S. 16 E.
5.2.2]). Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs wäre daher zu bejahen, wenn die
Kriterien gemäss BGE 115 V 133 E. 6c aa S. 140 (mit der charakteristischen
Differenzierung zwischen physischen und psychischen Beschwerdekomponenten;
BGE 117 V 359 E. 6a in fine S. 367) gehäuft gegeben wären oder eines der
Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegen würde.

5.2.1 Das Unfallereignis vom 26. Mai 2004 wies weder besonders dramatische
Begleitumstände auf, noch kann es als besonders eindrücklich eingestuft
werden, wobei die Behauptung des Versicherten, er sei "mehrmals von einem
mehrere Tonnen schweren Bagger getroffen" worden, sowohl in Anbetracht der
Aktenlage wie auch des Verletzungsbildes jeglicher Grundlage entbehrt.
Hervorzuheben bleibt, dass sich das betreffende Kriterium nach einer
objektiven Betrachtungsweise beurteilt. Nicht die innerseelischen Vorgänge
sind entscheidend, sondern die objektive Eignung eines Ereignisses,
psychische Fehlentwicklungen auszulösen (vgl. RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, E.
3b/cc). Wie der Beschwerdeführer den besagten Vorfall - vor dem Hintergrund
einer offenbar aussergewöhnlich hohen psychischen Vulnerabilität (vgl. dazu
die im Psychosomatischen Konsilium vom 21. Oktober 2005 festgehaltene
Anamnese) - subjektiv erlebt hat, spielt im vorliegenden Kontext deshalb
keine Rolle. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang mit dem
Einwand, der Unfallhergang sei als solcher geeignet, eine psychische
Fehlentwicklung hervorzurufen, das Vorliegen eines Schreckereignisses geltend
macht, kann ihm nicht gefolgt werden. Als typische Ereignisse dieser Art
(vgl. zur grundsätzlichen Definition: BGE 129 V 177 E. 2.1 S. 179 f.; Urteil
U 548/06 vom 20. September 2007) sind etwa Brand- oder Erdbebenkatastrophen,
Eisenbahn- oder Flugzeugunglücke, eine schwere Autokollision, ein
Brückeneinsturz, ein Bombenabwurf, ein verbrecherischer Überfall, eine
sonstige plötzliche Todesgefahr (Rumo-Jungo, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2003, S. 29) oder - aktuell -
das Seebeben vom 26. Dezember 2004 in Thailand (Urteil U 548/06 vom 20.
September 2007) zu nennen. In Anbetracht dieser exemplarischen Aufzählung ist
dem vorliegend zu prüfenden Unfall vom 26. Mai 2004 der Charakter eines
Schreckereignisses mit Vorinstanz und Unfallversicherer abzusprechen, zumal
weder die diesen inhärente Schockwirkung noch eine im Anschluss an den
Vorfall notwendig gewordene psychologische Betreuung ausgewiesen ist.

5.2.2 Die erlittenen körperlichen Verletzungen (Schlüsselbeinfraktur,
Thoraxkompressionstrauma) waren sodann weder besonders schwer, noch sind sie
erfahrungsgemäss geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen.

5.2.3 Ferner zogen sich, wie der Beschwerdeführer selber zugesteht (vgl.
vorinstanzliche Beschwerde, S. 4 Ziff. 10), die ärztliche Behandlung der
somatisch bedingten Unfallfolgen nicht ungewöhnlich lange hin und ist auch
das Kriterium von Grad und Dauer der darauf beruhenden Arbeitsunfähigkeit zu
verneinen.

5.2.4 Was die körperlichen Dauerschmerzen anbelangt, hielten die Ärzte der
Klinik B.________ im Austrittsbericht vom 11. November 2005 fest, dass sich
das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen mit den relativ
geringfügigen objektivierbaren pathologischen Befunde der klinischen
Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den aus somatischer Sicht
gestellten Diagnosen nur ungenügend erklären liesse. Die konsiliarisch
beigezogenen psychiatrischen Experten betonten denn auch eine Somatisierung
mit somatoformen Symptomen und einer Überlagerung der Schmerzproblematik
(vgl. Psychosomatisches Konsilium vom 21. Oktober 2005, S. 6). Es kann somit
davon ausgegangen werden, dass spätestens ab jenem Zeitpunkt vornehmlich
psychische Ursachen verantwortlich für die - im Bericht der Klinik T.________
vom 28. Juni 2005 noch im Zusammenhang mit der Claviculafraktur erwähnten -
Schmerzen zeichneten, zumal die Fraktur in den Berichten der Klinik
T.________ vom 6. September 2005 und des SUVA-Kreisarztes vom 29. September
2005 übereinstimmend als nach dem am 12. Mai 2005 vorgenommenen zweiten
operativen Eingriff konsolidiert beschrieben worden war. Entgegen den
Vorbringen in der Beschwerde können demnach, jedenfalls ab der vom
Unfallversicherer verfügten Leistungseinstellung, keine physisch bedingten
Dauerschmerzen mehr angenommen werden.

5.2.5 Schliesslich liegen auch keine ärztlichen Fehlbehandlungen vor. Dass
anlässlich der Erstversorgung im Spital L.________ vorab eine konservative
Therapie im Vordergrund stand, ist nicht zu beanstanden, zumal die operative
Versorgung bereits am 10. Juni 2004 - und damit rund zwei Wochen nach dem
Unfall - stattfand. Die Gründe für die zunächst verzögerte Knochenheilung und
Ausbildung einer Pseudoarthrose dürften in der Plattendislokation bzw.
-lockerung liegen. Die angebliche Kontamination des entfernten
Ostheosynthesematerials wird alsdann zwar im Bericht des Dr. med. S.________,
Allgemeine Medizin FMH, vom 23. Juni 2005 erwähnt, findet in allen anderen
medizinischen Akten indes keine Stütze. Selbst wenn eine solche bejaht werden
müsste, fehlte es im Übrigen an einem relevanten Zusammenhang zur
Plattenverschiebung, welche letztlich die zweite Operation (vom 12. Mai 2005)
erforderlich machte.

5.2.6 Nach der am 10. Juni 2004 durchgeführten Erstversorgung der
Claviculamehrfragmentfraktur verzögerte sich der Heilungsprozess durch das
Auftreten einer Plattenverbiegung sowie einer Pseudoarthrose. Dass der
notwendig gewordene zweite operative Eingriff erst am 12. Mai 2005 erfolgte,
liegt, wie den Akten entnommen werden kann (vgl. Bericht des Dr. med.
S.________ vom 23. Juni 2005), teilweise auch im Verhalten des
Beschwerdeführers selber begründet, dessen Bereitschaft zur Kooperation
innerhalb des gesamten Genesungszeitraums generell als eher mangelhaft
bezeichnet wurde (vgl. Berichte des Dr. med. S.________ vom 27. September
2004, des C.________, Physikalische Therapie, vom 12. Oktober 2004, des Dr.
med. W.________ vom 14. Oktober 2004 und der Klinik B.________ vom
11. November 2005). Auch eine Bejahung des Kriteriums des schwierigen
Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen genügte jedoch allein für
sich mangels besonders ausgeprägter Form nicht, eine Unfalladäquanz zu
begründen.

Es hat demnach beim kantonalen Gerichtsentscheid sein Bewenden.

6.
Die auf der Grundlage des Art. 65 Abs. 4 lit. a BGG zu erhebenden
Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei
auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 25. Februar 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung i.V. Berger