Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.402/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_402/2007

Urteil vom 23. April 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

Parteien
L.________, 1950, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Alex Beeler,
Frankenstrasse 3, 6003 Luzern,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom
14. Mai 2007.

Sachverhalt:

A.
Der 1950 geborene L.________ war seit 1976 als Dokumentalist bei der in
X.________ domizilierten Firma R.________ tätig und dadurch bei der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) u.a. gegen die Folgen von
Berufsunfällen versichert. Am 20. November 2003 begab er sich gemäss
Unfallmeldung vom 17. Dezember 2003 ins Kellerarchiv, rutschte auf der Treppe
aus und schlug dabei mit dem Hinterkopf auf den Stufen auf. Der erstmalig am 4.
Dezember 2003 konsultierte Dr. med. V.________, Allgemeine Medizin FMH, gab in
seinem Zeugnis vom 28. Januar 2004 an, der Patient leide seit dem Sturz an
Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Brummen im Schädel, Schwindel sowie
Tonveränderung bei Kieferbewegung; diagnostiziert wurde eine "wahrscheinliche
commotio cerebri". Insbesondere gestützt auf das Ergebnis einer kreisärztlichen
Untersuchung durch Dr. med. B.________, FMH Chirurgie, vom 17. März 2004
kündigte die SUVA am 8. April 2004 die Einstellung der bisher erbrachten
Taggeldleistungen auf 13. April 2004 an, woran sie mit Schreiben vom 18. Mai
2004, auf der Grundlage weiterer Unterlagen (u.a. Berichte des Dr. med.
I.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, vom 30. März 2004 und der Frau Dr.
med. T.________, Spezialärztin FMH für Ohren-Nasen-Halskrankheiten, vom 11. Mai
2004), festhielt. Ein vom 26. Januar 2005 datierendes Schreiben des
Versicherten interpretierte die SUVA als Wiedererwägungsgesuch, auf welches sie
mit Verfügung vom 3. Februar 2005 nicht eintrat; namentlich vor dem Hintergrund
der zwischenzeitlich durchgeführten medizinischen Abklärungen (Berichte des
Sozialpsychiatrischen Dienstes vom 9. Juli 2004, der Klinik N.________
[Konsilien der Dres. phil. C.________, Fachpsychologie für Neuropsychologie
FSP, und med. Z.________, Facharzt FMH für Neurologie und Physikalische Medizin
und Rehabilitation, vom 5. August 2004, des Dr. med. Z.________ vom 24. August
2004 und des Dr. med. K.________, Leitender Arzt, FMH Psychiatrie und
Psychotherapie, vom 10. September 2004] sowie des Dr. med. A.________, Facharzt
FMH für Innere Medizin, spez. Rheumaerkrankungen, vom 24. November 2004)
verneinte sie gleichzeitig auch das Vorliegen eines Rückfalls. Dagegen liess
L.________ Einsprache erheben. Am 1. Juli 2005 nahm der Unfallversicherer
seinen "Entscheid" vom 3. Februar 2005 und 8. April 2004 verfügungsweise zurück
und erklärte das Einspracheverfahren als formlos erledigt; ferner führte er
aus, dass nach Lage der ärztlichen Akten keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit mehr ausgewiesen und eine weitere Behandlung nicht länger
erforderlich sei, weshalb sämtliche Versicherungsleistungen per 30. September
2004 eingestellt würden. Dies wurde auf Einsprache hin, mit welcher L.________
u.a. ein Gutachten des Dr. med. H.________, Facharzt FMH für Neurologie, vom
26. Juli 2005 hatte auflegen lassen, bestätigt (Einspracheentscheid vom 22.
September 2006).

B.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
mit Entscheid vom 14. Mai 2007 ab.

C.
L.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die SUVA zu
verpflichten, ihm über den 31. Dezember 2004 hinaus Taggelder bei einer vollen
Arbeitsunfähigkeit zu erbringen und für die Heilkosten aufzukommen; ferner habe
die SUVA ihn bei einer Invalidität von 100 % zu berenten, ihm eine
Integritätsentschädigung bei einer Einbusse von 17,5 % auszurichten sowie die
Kosten für das durch Dr. med. H.________ am 26. Juli 2005 erstellte Gutachten
zu übernehmen.

Während die SUVA auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das
Bundesamt für Gesundheit auf eine Vernehmlassung.

D.
Mit Verfügungen vom 14. März 2008 erhielten die Parteien letztinstanzlich
Gelegenheit, ihre Vorbringen in Anbetracht des zwischenzeitlich ergangenen, die
so genannte Schleudertrauma-Praxis bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen
Beschwerden präzisierenden Urteils BGE U 394/06 vom 19. Februar 2008
(nachfolgend: BGE U 394/06) zu ergänzen. Davon wurde mit Vernehmlassungen vom
7. April 2008 (SUVA) und 9. April 2008 (L.________) Gebrauch gemacht.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen
Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das
Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist
somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die
Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen
als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der
Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen (vgl. BGE 130 III
136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht prüft grundsätzlich nur die geltend
gemachten Rügen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Behörde alle
sich stellenden rechtlichen Fragen zu prüfen, wenn diese vor Bundesgericht
nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von
kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern prüfen, als eine solche Rüge
in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).

1.2 Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von
Geldleistungen der Militär- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht
an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden
(Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).

2.
2.1 Im angefochtenen Entscheid wurden die vorliegend massgeblichen Bestimmungen
(Art. 6 UVG [in Verbindung mit Art. 4 ATSG; Unfallbegriff], Art. 10 Abs. 1 UVG
[Anspruch auf Heilbehandlung] und Art. 16 Abs. 1 UVG [Anspruch auf Taggeld])
sowie die Rechtsprechung zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers
vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem
eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod; BGE 119 V 335 E. 1 S. 337,
117 V 359 E. 4a S. 360; vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen)
und zur im Weiteren erforderlichen Adäquanz des Kausalzusammenhangs im
Allgemeinen (BGE 118 V 286 E. 1c S. 290 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 129 V 177
E. 3.1 S. 181, 402 E. 2.2 S. 405, je mit Hinweisen) sowie bei psychischen
Unfallfolgen (BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.; siehe auch BGE 123 V 98 E. 2a S.
99), bei Folgen eines Unfalls mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS; BGE
117 V 359 E. 6 S. 366 ff.) oder einem diesem äquivalenten
Verletzungsmechanismus (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67, E. 2; vgl. auch RKUV 2000 Nr.
U 395 S. 316, E. 3, U 160/98) bzw. einem Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369)
ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle im Besonderen grundsätzlich
zutreffend dargelegt (vgl. dazu aber E. 2.2 hiernach). Gleiches gilt für die
Erwägungen zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit
Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung medizinischer Berichte
und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis). Darauf wird verwiesen.

2.2 Im jüngst ergangenen Urteil BGE U 394/06 hat das Bundesgericht die Praxis
zur Kausalitätsprüfung bei Unfall mit Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung
der HWS oder Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene
Beschwerden (so genannte Schleudertrauma-Praxis) in mehrfacher Hinsicht
präzisiert. Demgemäss ist am Erfordernis einer besonderen Adäquanzprüfung bei
Unfällen mit solchen Verletzungen festzuhalten (E. 7-9 des erwähnten Urteils).
Auch besteht keine Veranlassung, die bewährten Grundsätze über die bei dieser
Prüfung vorzunehmende Einteilung der Unfälle nach deren Schweregrad und den
abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls erforderlichen Einbezug weiterer
Kriterien in die Adäquanzbeurteilung zu ändern (E. 10.1). Das Bundesgericht hat
aber die Anforderungen an den Nachweis einer natürlich unfallkausalen
Verletzung, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertigt,
erhöht (E. 9) und die adäquanzrelevanten Kriterien teilweise modifiziert (E.
10).

3.
Streitig und zu prüfen ist, ob die vom Beschwerdeführer über den 30. September
2004 hinaus geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen in einem
rechtsgenüglichen Zusammenhang zum Unfall vom 20. November 2003 stehen.

4.
4.1 Das kantonale Gericht hat in einlässlicher Wiedergabe und Würdigung der
relevanten medizinischen Akten dargelegt, dass sämtliche Untersuchungen
jeglicher Fachrichtung ein organisches Korrelat für die vom Versicherten
weiterhin geklagten Beschwerden (Kopf- und Nackenschmerzen, Tinnitus) vermissen
lassen, diese also keiner fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung
zugeordnet werden können.

4.2 Im Weiteren schloss die Vorinstanz ein HWS-Distorsionstrauma als
auslösenden Faktor aus, wohingegen sie es letztlich offen liess, ob der
Versicherte anlässlich seines Sturzes vom 20. November 2003 eine leichte
traumatische Hirnverletzung erlitten hat oder zur Hauptsache psychische
Fehlentwicklungen für die noch bestehenden Einschränkungen verantwortlich
zeichnen.
4.2.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass erstmals Dr. med. I.________ in seinem
Bericht vom 30. März 2004 - und damit über vier Monate nach dem Unfallereignis
- eine "Distorsion HWS und Hinterkopfkontusion" erwähnte. Frau Dr. med.
T.________ sprach am 11. Mai 2004 sodann von einem "Schleudertrauma ähnlichen
Geschehen" und Dr. med. H.________ führte die Gesundheitsstörungen in seinen
gutachtlichen Erörterungen vom 26. Juli 2005 u.a. ebenfalls auf eine
Rücken-HWS-Kopfkontusion zurück.

Angesichts dieser doch eher dürftigen und teilweise diffus anmutenden
diagnostischen Hinweise kann mit dem kantonalen Gericht - und entgegen den
Vorbringen des Beschwerdeführers - wohl nicht als erstellt angesehen werden,
dass es beim fraglichen Sturz auf der Treppe zu einem HWS-Distorsionstrauma
gekommen ist. Die entsprechende Diagnosestellung dürfte im Übrigen nicht den
mit BGE U 394/06 verschärften Anforderungen an die Feststellung einer
derartigen Verletzung (Dokumentation des Unfallhergangs; medizinische
Erstabklärung) genügen (E. 9.1-9.5 des Urteils). Wie es sich damit verhält,
braucht indessen, wie nachstehend noch darzulegen ist, nicht abschliessend
beurteilt zu werden.
4.2.2 Was die Annahme einer leichten traumatischen Hirnverletzung anbelangt,
äusserten bereits der erstbehandelnde Arzt Dr. med. V.________ in seinem
Bericht vom 28. Januar 2004 ("wahrscheinlich Commotio cerebri") wie auch das
von diesem vorab konsultierte Zentrum für medizinische Radiologie,
Röntgeninstitut Schwyz, mit Bericht vom 4. Dezember 2003 einen entsprechenden
Verdacht. Diesen Befund bestätigten im Folgenden sowohl Dr. med. B.________ im
Rahmen seiner kreisärztlichen Untersuchung vom 17. März 2004, indem er zum
Ergebnis gelangt war, dass eine leichte Kontusion, allenfalls eine Commotio
cerebri stattgefunden habe (Bericht vom 18. März 2004), wie auch Dr. med.
Z.________, welcher in seinem - zusammen mit Dr. phil. C.________ erstellten -
Bericht vom 5. August 2004 den Verdacht auf eine leichte traumatische
Hirnverletzung nannte und am 24. August 2004 wiederholte, dass hier
definitionsgemäss wohl eine leichte traumatische Hirnverletzung durchgemacht
worden sei. Sodann führten Frau Dr. med. T.________ am 11. Mai 2004 eine
"Commotio" und Dr. med. O.________, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, am 14.
April 2005 ein "Schädel-Hirntrauma" an. Dr. med. H.________ sprach sich in
seinem Gutachten vom 26. Juli 2005 schliesslich ebenfalls für ein
Verletzungsbild dieser Art aus ("Commotio cerebri").

In Anbetracht der diesbezüglich übereinstimmenden Aussagen verdichten sich die
Anzeichen dafür, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich seines Sturzes vom
20. November 2003 ein leichtes Schädel-Hirntrauma zugezogen hat, zumal
Anhaltspunkte für eine nach dem Vorfall eingetretene kurze Bewusstlosigkeit
bzw. Bewusstseinsstörung (Benommenheitsgefühl, Desorientierung) bestehen (vgl.
Berichte der Medizinischen Klinik des Spitals Y.________ vom 29. Dezember 2003
und des Dr. med. Z.________ vom 24. August 2004, S. 1, sowie Gutachten des Dr.
med. H.________ vom 26. Juli 2005, S. 7; Urteil U 197/04 vom 29. März 2006, E.
3.1). Dass das auch für diese Verletzung charakteristische "bunte
Beschwerdebild" (Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel,
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörung, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.;
BGE 117 V 359 E. 4b S. 360, 369 E. 4b S. 382) vorliegend nur teilweise
dokumentiert ist bzw. sich mit zunehmender zeitlicher Distanz vom
Unfallereignis verflüchtigt, wie von der Vorinstanz dargelegt, und zudem auch
unfallfremde, das gesundheitliche Geschehen (mit-)beeinflussende Gründe
(degenerative Veränderungen der Wirbelsäule; ehemals berufliche Tätigkeit auf
Schiessplätzen; unsichere berufliche Zukunft etc.; vgl. angefochtener
Entscheid, E. 3.2.2, 3.2.3, 3.3 und 3.7.3) ausgewiesen sind, ändert nichts
daran, dass der Sturz zumindest eine - rechtsprechungsgemäss für die Bejahung
der natürlichen Kausalität genügende (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 und 402 E.
4.3.1 S. 406, je mit Hinweisen) - Teilursache für die noch vorhandenen
Einschränkungen darstellt (vgl. dazu auch Urteil U 147/05 vom 8. Juni 2006).

5.
Ist nach dem Gesagten von einem leichten Schädel-Hirntrauma als Unfallfolge
ohne organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden auszugehen, hat im Weiteren -
eine psychische Störung mit Krankheitswert konnte ausgeschlossen werden (vgl.
Bericht des Dr. med. K.________ vom 10. September 2004) - eine
adäquanzrechtliche Beurteilung nach Massgabe der in BGE 117 V 369 dargelegten,
mit erwähntem Urteil BGE U 394/06 (E. 10) modifizierten Grundsätzen zu
erfolgen. Ob der Beschwerdeführer anlässlich des Sturzes vom 20. November 2003
auch eine HWS-Distorsion erlitten hat, kann, da diesfalls das gleiche
Prüfungsschema (gemäss BGE 117 V 359 und den im Urteil BGE U 394/06 enthaltenen
Präzisierungen), namentlich ohne Differenzierung zwischen physischen und
psychischen Komponenten bei dem mittleren Bereich zuzuordnenden
Unfallereignissen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367), zur Anwendung gelangte, offen
gelassen werden.

5.1 Vorab ist jedoch der Rüge des Beschwerdeführers nachzugehen, es sei eine
"verfrühte Adäquanzprüfung" vorgenommen worden.
5.1.1 Im Urteil BGE U 394/06 hat sich das Bundesgericht auch kritisch mit dem
verschiedentlich erhobenen Einwand auseinandergesetzt, mit der Prüfung des
adäquaten Kausalzusammenhangs bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen
Beschwerden müsse bis zur Beendigung des normalen, unfallbedingten
Heilungsprozesses zugewartet werden. Es hat erkannt, dass nicht danach zu
fragen ist, in welchem Zeitpunkt die Adäquanzprüfung vorzunehmen ist, sondern
wann der Unfallversicherer den Fall (unter Einstellung der vorübergehenden
Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung) abzuschliessen hat (erwähntes Urteil, E. 3.2). Dies
hat gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen
sind. Das Bundesgericht hat klargestellt, der Fallabschluss dürfe nicht mit der
Begründung, der adäquate Kausalzusammenhang könne noch nicht geprüft werden,
über diesen Zeitpunkt hinausgezögert werden (erwähntes Urteil, E. 3 und 4;
Urteil U 291/06 vom 4. März 2008, E. 4.1).

Aus dem Gesagten erhellt, dass der auf Ende September 2004 vorgenommene
Fallabschluss nicht mit der Begründung der verfrühten Adäquanzprüfung für
unrechtmässig erklärt werden kann. Die Rechtmässigkeit des Fallabschlusses
beurteilt sich, da keine Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zur
Diskussion stehen (vgl. Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 12. April 2005),
danach, ob von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über den 30.
September 2004 hinaus noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes
erwartet werden konnte, was seitens der SUVA bestritten wird (vgl. insbesondere
Beschwerdeantwort vom 29. Dezember 2006, S. 7 unten f.).
5.1.2
5.1.2.1 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne
von Art. 19 Abs. 1 UVG zu verstehen ist, hat das Bundesgericht im Urteil BGE U
394/06 näher umschrieben. Danach bestimmt sich dies namentlich auf Grund der zu
erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit
unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu
erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen
genügen nicht (besagtes Urteil, E. 4.3 mit Hinweisen; Urteil U 291/06 vom 4.
März 2008, E. 4.2).
5.1.2.2 Den medizinischen Akten kann diesbezüglich entnommen werden, dass sich
die physiotherapeutisch lockernden Massnahmen im HWS-/Rückenbereich teilweise
symptomlindernd auswirkten, während manualtherapeutische Behandlungen keine
Verbesserung gebracht hatten, sodass der gesundheitliche Status des
Versicherten bereits im Mai 2004 als am sich chronifizieren bezeichnet wurde
(Bericht der Frau Dr. med. T.________ vom 11. Mai 2004). Der
Sozialpsychiatrische Dienst W.________ hielt in seinem Bericht vom 9. Juli 2004
fest, neben der Entspannungs- komme insbesondere die Schmerzgruppe in Frage,
ferner Methoden der Schmerzbeeinflussung. Therapeutisch fühle der Patient sich
augenblicklich bei der Physiotherapeutin gut aufgehoben. In der Folgezeit wurde
sodann durch Dr. med. O.________ eine Farbtherapie durchgeführt (vgl. u.a.
Schreiben der SUVA vom 18. Januar 2005). Der vom Beschwerdeführer beigezogene
Dr. med. H.________ hielt seinerseits im Rahmen seines Gutachtens vom 26. Juli
2005 dafür, dass durch eine weitere medizinische Behandlung keine namhafte
Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erreichen sei; er riet zur
Aufrechterhaltung der bestehenden Verhältnisse mittels einer myotonolotyschen
Therapie sowie zu gezielten physiotherapeutischen Vorkehren zur Korrektur der
Fehlstellungen der oberen HWS.

Daraus ergibt sich, dass die von den Fachärzten empfohlenen therapeutischen
Massnahmen primär dazu dienen sollten, die Schmerzen zu lindern und eine
Stabilisierung des Erreichten zu bewirken. Eine namhafte Verbesserung des
Gesundheitszustandes konnte davon aber, jedenfalls ab dem hier massgeblichen
Zeitpunkt, übereinstimmend nicht mehr erwartet werden. Aus der letztinstanzlich
exemplarisch zitierten Rechtsprechung vermag der Beschwerdeführer, da es sich
dabei um jeweils andersgelagerte Sachverhalte handelt, nichts zu seinen Gunsten
abzuleiten.

5.2 Ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf (zur diesbezüglichen Relevanz
bei der Prüfung der Unfallschwere: SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07; Urteil U
503/05 vom 17. August 2006, zusammengefasst wiedergegeben in SZS 2008 S. 183)
ist der am 20. November 2003 erlittene Sturz im Rahmen der für die
Adäquanzbeurteilung vorzunehmenden Einteilung (BGE U 394/06, E. 10.1, 117 V 369
E. 4b S. 383) mit dem kantonalen Gericht als mittelschweres Ereignis im
Grenzbereich zu den leichten Unfällen einzustufen (vgl. die in SZS 2001 S. 431
ff. erwähnte Rechtsprechung; ferner auch RKUV 2005 Nr. U 548 S. 228, U 306/04,
1999 Nr. U 330 S. 122, 1998 Nr. U 307 S. 448, E. 3a). Die Adäquanz des
Kausalzusammenhangs wäre daher zu bejahen, wenn die in E. 10.2 und
10.2.1-10.2.7 des Urteils BGE U 394/06 überarbeiteten und nunmehr in ihrer
Fassung gemäss E. 10.3 relevanten Kriterien gehäuft gegeben wären oder eines
der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegen würde (BGE 117 V 369 E.
4c S. 384).
5.2.1 Das - unverändert gebliebene (vgl. BGE U 394/06, E. 10.2.1) - Kriterium
der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des
Unfalls kann vorliegend ohne weiteres verneint werden.
5.2.2 Was die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen anbelangt,
hat das Bundesgericht in E. 10.2.2 (mit Hinweisen) des Urteils BGE U 394/06
präzisiert, dass es zur Bejahung dieses Kriteriums einer besonderen Schwere der
für die gegebene Verletzung typischen Beschwerden oder besonderer Umstände,
welche das Beschwerdebild beeinflussen können, bedarf. Davon kann in casu nicht
ausgegangen werden, da die für ein leichtes Schädel-Hirn- bzw.
HWS-Distorsionstrauma charakteristischen Beschwerden - im Gegensatz zu den
Gegebenheiten, welche dem vom Beschwerdeführer angeführten Urteil U 287/04 vom
17. März 2005, E. 11, publiziert in RKUV 2005 Nr. U 550 S. 242, zugrunde
gelegen haben - nicht in akzentuierter Form vorliegen, sondern im Wesentlichen
auf, wenn auch starke Kopfschmerzen beschränkt sind, die indessen, wie bereits
ausgeführt wurde, zusätzlich durch unfallfremde Faktoren "genährt" werden
dürften (vgl. E. 4.2.2 hievor in fine). Ebenfalls nicht ausgewiesen sind in
diesem Kontext schliesslich erhebliche Verletzungen, welche sich der
Versicherte neben dem Schädel-Hirntrauma (bzw. der HWS-Distorsion) zugezogen
hat.
5.2.3 Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung entscheidwesentlich ist (vgl.
E. 10.2.3 des Urteils BGE U 394/06), ob nach dem Unfall fortgesetzt
spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche Behandlung bis zum
Fallabschluss notwendig war. Der Beschwerdeführer unterzog sich zwar bis Ende
September 2004 regelmässig physio- und - darüberhinaus - farbtherapeutischen
Massnahmen. Gestützt darauf rechtfertigt sich jedoch noch nicht die Bejahung
des zu prüfenden Kriteriums, resultiert daraus doch keine erhebliche - im Sinne
einer sich allein daraus ergebenden zusätzlichen - Mehrbelastung, zumal eine
Behandlungsbedürftigkeit (in Form medikamentöser Schmerz- und Physiotherapie)
während zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der HWS respektive
äquivalenten Verletzungen mit ähnlichem Beschwerdebild durchaus üblich ist
(RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, E. 5.2.4 in fine, U 380/04; Urteil U 5/06 vom 23.
Mai 2006, E. 4.2 mit diversen Hinweisen).
5.2.4 Ebenfalls zu verneinen sind schliesslich mit der Vorinstanz die -
unverändert übernommenen - Kriterien der ärztlichen Fehlbehandlung sowie des
schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen (E. 10.2.5 und
10.2.6 des Urteils BGE U 394/06). Zwar mutet das anfängliche Verhalten des
Unfallversicherers (Einstellung der Versicherungsleistungen auf 13. April 2004
[Schreiben der SUVA vom 8. April und 18. Mai 2004], Nichteintreten auf das vom
Beschwerdeführer gestellte Wiedererwägungsgesuch, Verneinung eines Rückfalls
[Verfügung vom 3. Februar 2005], Rücknahme des "Entscheids" vom 3. Februar 2005
und 8. April 2004, Zusprechung der Leistungen bis Ende September 2004
[Verfügung vom 1. Juli 2005]) verwirrlich an, lässt sich jedoch vor dem
Hintergrund der medizinischen (insbesondere in der Klinik N.________ im August/
September 2004 erfolgten) Abklärungen weitgehend nachvollziehen und war
jedenfalls nicht geeignet, die Beschwerden des Versicherten im Sinne eines
Nichternstnehmens durch den Unfallversicherer wesentlich (mit-)zuverschlimmern
bzw. diese gleichsam aufrechtzuerhalten (vgl. dazu SVR 1996 UV Nr. 58 S. 193,
E. 4e). Ebenso wenig lässt sich der Heilungsverlauf als schwierig und von
erheblichen Komplikationen geprägt qualifizieren.
5.2.5 Adäquanzrelevant können sodann nur in der Zeit zwischen dem Unfall und
dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch
bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach
den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte
Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (E. 10.2.4 des Urteils BGE
U 394/06). Dieses Kriterium kann mit dem kantonalen Gericht in Anbetracht der
andauernden Kopfschmerzen als grundsätzlich erfüllt angesehen werden. Dies
aber, da es dem Beschwerdeführer immer noch möglich ist, gewisse
Freizeitaktivitäten auszuüben (Schwimmen, Spaziergänge in den Bergen etc.),
nicht in besonders ausgeprägter Form.
5.2.6 Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, ist dem
Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis mittelschweren
Schleudertraumen der HWS (und punkto Adäquanzbeurteilung gleich zu behandelnden
Verletzungen) ein längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess
vom medizinischen Standpunkt aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die
Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher massgebend, sondern eine erhebliche
Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die versicherte Person
ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Darin liegt der Anreiz für die versicherte
Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig zu
werden. Gelingt es ihr trotz solcher Anstrengungen nicht, ist ihr dies durch
Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein,
sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder optimal in den
Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person
können sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger
persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der persönliche
Einsatz im Rahmen von medizinischen Therapiemassnahmen zu berücksichtigen.
Sodann können Bemühungen um alternative, der gesundheitlichen Einschränkung
besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in der Zeit
bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in erheblichem Masse
arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das
Kriterium erfüllen (E. 10.2.7 [mit Hinweisen] des Urteils BGE U 394/06). In den
Akten dokumentiert sind ab 18. März 2004 ca. einmal monatlich durchgeführte
Arbeitsversuche beim ehemaligen Arbeitgeber, welche der Beschwerdeführer
indessen jeweils erst auf Aufforderung hin (seitens seiner Ärzte bzw. der SUVA)
antrat und stets bereits nach rund zwei Stunden infolge starker, migräneartiger
Kopfschmerzen wieder abbrach (vgl. Bericht des Dr. med. K.________ vom 10.
September 2004, S. 4 oben). Ob vor diesem Hintergrund das vorliegend zu
prüfende Kriterium als gegeben eingestuft werden kann, scheint zumindest
zweifelhaft, braucht jedoch, da selbst bei Bejahung desselben - wenn auch nicht
in besonders auffälliger Weise - nach dem Ausgeführten ein adäquater
Kausalzusammenhang zu verneinen ist.

Der vom Unfallversicherer auf Ende September 2004 vorgenommene - vorinstanzlich
bestätigte - Fallabschluss erfolgte daher zu Recht.

6.
6.1 Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei
auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

6.2 Dem Ersuchen um Rückerstattung der Kosten des von Dr. med. H.________
erstellten Gutachtens vom 26. Juli 2005 kann aus den im angefochtenen Entscheid
schlüssig dargelegten Gründen, denen das Bundesgericht nichts beizufügen hat,
auch letztinstanzlich nicht entsprochen werden.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und
dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 23. April 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Fleischanderl