Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.446/2007
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8C_446/2007

Urteil vom 28. Dezember 2007

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Leuzinger,
nebenamtlicher Bundesrichter Maeschi,
Gerichtsschreiber Krähenbühl.

Z. ________, Beschwerdeführer,
vertreten durch Fürsprecher Herbert Schober, Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern, Beschwerdegegnerin.

Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau
vom 2. Mai 2007.

Sachverhalt:

A.
Der 1976 geborene Z.________ arbeitete als Farb-Qualitätsprüfer bei der
Q.________ AG und war damit bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch für die Folgen von Berufs-
und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 22. August
1999 erlitt er einen Verkehrsunfall, als er mit seinem Personenwagen bei
einer Autobahnausfahrt anhalten musste und ein nachfolgendes Fahrzeug in das
Heck seines Wagens stiess. Der am nächsten Tag aufgesuchte Dr. med.
M.________, Facharzt für Innere Medizin, diagnostizierte ein Schleudertrauma
der Halswirbelsäule (HWS) mit zerebralen Verspannungen und Kopfschmerzen
(Bericht vom 16. September 1999). Am 16. September 1999 erlitt Z.________
einen weiteren Unfall, als er im Personenwagen seines Schwagers an einer
Postautohaltestelle wartete und ein alkoholisierter Fahrzeuglenker mit seinem
Landwirtschaftstraktor in das Heck des stehenden Wagens prallte. Dr. med.
M.________ diagnostizierte erneut ein Schleudertrauma der HWS ohne ossäre
Läsionen (Bericht vom 19. Oktober 1999). Am 25. Oktober 1999 nahm der
Versicherte die bisherige Tätigkeit mit gewissen Restbeschwerden wieder
vollumfänglich auf. Anfang Juni 2000 stellte Dr. med. M.________ die
Behandlung mit der Feststellung ein, dass mit regelmässiger Physiotherapie
eine zunehmende Mobilisation erreicht worden sei und weitere Abklärungen der
vorhandenen Kopfschmerzen eine Retrobulbärneuritis ergeben hätten (Bericht
vom 5. Juni 2000). Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom
28. Juli 2000 lehnte die SUVA eine Leistungspflicht für das Augenleiden
mangels Unfallkausalität ab.
Am 27. Februar 2005 meldete Frau Dr. med. D.________, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie, der SUVA, der zurzeit arbeitslose Versicherte
leide an Kopfschmerzen sowie weiteren Beschwerden wie Schlaflosigkeit,
Lärmempfindlichkeit, depressive Verstimmung und Kraftlosigkeit im ganzen
Körper; es sei eine baldige fachgerechte Behandlung durchzuführen, um eine
Dauerinvalidität zu verhindern. Dr. med. S.________, Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen,
berichtete am 29. März 2005, der Versicherte leide an einem chronischen
zephalen und zervikovertebralen Syndrom sowie einer zunehmenden depressiven
Verstimmung; eine neurologische Abklärung im Spital X.________ vom
20. Dezember 2004 sei in Bezug auf Unfallfolgen negativ verlaufen; die
Behandlung sei abgeschlossen. Ab 5. bis 9. Januar 2004 war der Versicherte im
Spital X.________ hospitalisiert gewesen, wo eine Amblyopie rechts bei
Mikrostrabismus, eine leichte Visusminderung links bei asthenopischen
Beschwerden und Hyperopie, ein chronischer Spannungskopfschmerz biparietal
und temporal links, leichte bis mittelschwere kognitive Störungen sowie eine
leichtgradige Depression diagnostiziert wurden. Nach Einholung eines weiteren
augenärztlichen Berichts des Spitals X.________ vom 23. März 2005 erliess die
SUVA am 15. April 2005 eine Verfügung, mit welcher sie eine Leistungspflicht
für die gemeldeten Kopf-, Nacken- und Augenschmerzen mit der Begründung
verneinte, ein Zusammenhang mit den Unfällen vom 22. August und 16. September
1999 sei nicht überwiegend wahrscheinlich. Im Einspracheentscheid vom
16. September 2005 stellte sie präzisierend fest, das Augenleiden sei nicht
unfallkausal; im Übrigen lägen organisch nicht fassbare Beschwerden vor,
welche zum typischen Beschwerdebild nach Schleudertraumata der HWS gehörten
und als natürlich kausal zu den Unfallereignissen zu betrachten seien; es
fehle indessen an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs, weshalb die Verfügung
zu bestätigen sei.

B.
Z.________ liess gegen den Einspracheentscheid Beschwerde erheben und
beantragen, die SUVA sei zu verpflichten, ihm - allenfalls nach weiteren
Abklärungen - die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau führte einen zweifachen
Schriftenwechsel durch, in dessen Rahmen der Versicherte unter anderem
Stellungnahmen von PD Dr. med. W.________, Augenarzt FMH, speziell
Augenchirurgie, vom 13. April 2006 und Dr. med. U.________, Facharzt für
Neurologie, vom 16. Juni 2006 sowie einen Bericht über eine Untersuchung mit
funktioneller Magnetresonanztomographie (FMRT) durch Dr. med. N.________,
Facharzt für Radiologie, vom 19. Oktober 2006 einreichte und geltend machte,
es liege ein unfallbedingtes organisches Substrat vor, welches für die
bestehenden Beschwerden ursächlich sei. Dazu hat sich die SUVA mit
Stellungnahmen ihrer Ärzte Dr. med. B.________, Facharzt für Neurologie und
Psychiatrie, vom 16. August 2006, Dr. med. F.________, Facharzt für
Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie, vom 12. September 2006, Dr. med.
H.________, Abteilung Arbeitsmedizin, vom 24. Oktober 2006 und Frau Dr. med.
C.________, Fachärztin Neurologie und Psychiatrie, vom 11. Januar sowie
25. April 2007 geäussert.
Mit Entscheid vom 2. Mai 2007 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau
die Beschwerde mit der Feststellung ab, eine Kausalität zwischen den als
Rückfall gemeldeten Beschwerden und den Unfällen sei nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.

C.
Z.________ lässt beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten führen mit dem Begehren, in Aufhebung des angefochtenen
Entscheids sei die SUVA zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen,
insbesondere Taggelder und Heilbehandlungskosten, eventuell eine Rente sowie
eine Integritätsentschädigung, auszurichten; eventuell sei die Sache zu
ergänzenden Abklärungen an das kantonale Gericht oder an die SUVA
zurückzuweisen; ferner seien ihm die unentgeltliche Rechtspflege und
Verbeiständung zu gewähren.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau äussert sich zur erhobenen Rüge
einer Verletzung des rechtlichen Gehörs, während die SUVA Abweisung der
Beschwerde beantragt und das Bundesamt für Gesundheit auf eine Vernehmlassung
verzichtet.

Erwägungen:

1.
Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von
Geldleistungen der Militär- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht
nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts
gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).

2.
Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem die
Vorinstanz den angefochtenen Entscheid am 2. Mai 2007 gefällt habe, ohne den
Ablauf der für die Stellungnahme zur neurologischen Beurteilung der SUVA
(Stellungnahme von Frau Dr. med. C.________ vom 25. April 2007) gesetzten
Frist abzuwarten. In seiner Vernehmlassung weist das kantonale Gericht darauf
hin, dass die Urteilsberatung ursprünglich für den 2. Mai 2007 vorgesehen
war, im Hinblick auf die nachträgliche Eingabe der SUVA und nach Eingang der
Stellungnahme des Beschwerdeführers aber neu auf den 16. Mai 2007 festgesetzt
worden sei; bei der Ausfertigung des Entscheids sei es versehentlich
unterlassen worden, im Rubrum auch dieses neue Datum aufzuführen. Diese
Angaben sind zutreffend. Wie sich aus dem letzten Absatz von Erwägung 2 des
angefochtenen Entscheids ergibt, wurde der Entscheid erst nach Eingang und
unter Berücksichtigung der Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 10. Mai
2007 gefällt. Die Rüge einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ist somit
unbegründet.

3.
3.1 Im kantonalen Entscheid werden die nach der Rechtsprechung für den
Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1
UVG) geltenden Voraussetzungen des natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181), insbesondere bei Schleudertraumata und
schleudertraumaähnlichen Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff.; RKUV 2000
Nr. U 395 S. 317 E. 3; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67), zutreffend dargelegt,
worauf verwiesen wird. Dasselbe gilt hinsichtlich der vorinstanzlichen
Ausführungen zu den Grundsätzen der Beweiswürdigung und zum Beweiswert
ärztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, 122 V 157
E. 1c S. 160).

3.2 Zu ergänzen ist, dass nicht die für den Wegfall des Kausalzusammenhangs
zwischen dem Unfall und den bestehenden Beschwerden (RKUV 2000 Nr. U 363
S. 46 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b), sondern die bei Rückfällen und
Spätfolgen massgebenden Regeln zur Beweislast Anwendung finden. Auch wenn
eine formelle Erledigung nur bezüglich des Augenleidens erfolgt war
(Verfügung vom 18. Juli 2000), ist das erst rund 4 ½ Jahre später gestellte
neue Begehren unter dem Titel eines Rückfalls oder von Spätfolgen zu prüfen.
Die Beweislast liegt daher grundsätzlich beim Beschwerdeführer, welchen im
Hinblick auf den Untersuchungsgrundsatz eine Beweislast allerdings nur
insofern trifft, als bei Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener
Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte
ableiten wollte (BGE 115 V 38 E. 2b S. 44). Hinsichtlich der Unfallkausalität
des Augenleidens ist es Sache des Beschwerdeführers darzutun, dass Tatsachen
vorliegen, welche ein Zurückkommen auf die rechtskräftige Verfügung vom
28. Juli 2000 zu begründen vermögen (Art. 53 ATSG).

4.
Zu prüfen ist zunächst, ob die SUVA Leistungen in Zusammenhang mit dem
Augenleiden zu erbringen hat.

4.1 Im Anschluss an die Unfälle vom 22. August und 16. September 1999 hatte
der Beschwerdeführer zunächst über keine Sehstörungen geklagt. Im Februar
2000 kam es zu einer plötzlichen Visusverminderung rechts und
Bewegungsschmerzen der Augen. Im Spital X.________ wurde anlässlich einer
stationären Untersuchung vom 15. bis 17. Februar 2000 eine
Retrobulbärneuritis (Bericht vom 18. Februar 2000) und bei einer späteren
ambulanten Untersuchung ein Mikrostrabismus rechts festgestellt und die
Verdachtsdiagnose einer vorbestehenden Amblyopie erhoben (Bericht vom 10. Mai
2000). Im Rahmen einer vom Spital X.________ veranlassten konsiliarischen
augenärztlichen Untersuchung im Januar 2004 wurde die Diagnose einer
Amblyopie rechts bei Mikrostrabismus bestätigt und eine leichte
Visusminderung links bei asthenopischen Beschwerden gefunden (Bericht vom
20. Januar 2004). Die gleichen Diagnosen wurden in einem Bericht der
Augenklinik vom 23. März 2005 gestellt. Es lagen demzufolge keine neuen
Tatsachen vor, welche im Lichte von Art. 53 ATSG zu einer anderen Beurteilung
Anlass gegeben hätten, weshalb die SUVA den Leistungsanspruch in diesem Punkt
zu Recht verneint hat (Art. 53 ATSG [Revision und Wiedererwägung]).

4.2 An dieser Feststellung vermag der vom Beschwerdeführer bei PD Dr. med.
W.________ in Auftrag gegebene augenärztliche Bericht vom 13. April 2006
nichts zu ändern. Zwar wird darin nebst einer vorbestehenden Amblyopie des
rechten Auges und einer korrekturbedürftigen Weitsichtigkeit (Hyperopie)
links eine gestörte Farbwahrnehmung erwähnt, welche den Beschwerdeführer in
der beruflichen Tätigkeit als Farb-Qualitätsprüfer beeinträchtigt hat und
nach Auffassung des Augenarztes mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine
Unfallfolge darstellt. Wie es sich hinsichtlich der von den Ärzten der SUVA
bestrittenen Unfallkausalität dieser Störung verhält und ob allenfalls eine
Berufskrankheit im Sinne von Art. 14 UVV vorliegt, kann offen bleiben, weil
es sich nach den Angaben von PD Dr. med. W.________ um eine leichte Störung
("grenzwertig normal bis pathologisch") handelt, welche keiner Behandlung
zugänglich ist und sich lediglich in einem bezüglich der Farbwahrnehmung hoch
anspruchsvollen Beruf auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Sie vermag daher zu
keinen Versicherungsleistungen Anlass zu geben. Mangels Erheblichkeit des
Schadens besteht auch kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
(Art. 24 UVG; Art. 36 Abs. 1 Satz 2 UVV).

5.
Streitig ist des Weiteren die Unfallkausalität der geklagten Kopfschmerzen
und zervikothorakalen Beschwerden.

5.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, es lägen organische
Unfallfolgen in Form einer milden traumatischen Hirnverletzung (MTBI) vor. Er
beruft sich dabei auf den beim Neurologen Dr. med. E.________ eingeholten
Bericht vom 16. Juni 2006, worin ausgeführt wird, bei den Unfällen vom
22. August und 16. September 1999 sei es zu einer HWS-Distorsion sowie einer
milden traumatischen Hirnverletzung gekommen; als Folge dieser
Verletzungsmechanismen bestehe auch heute noch ein linksbetontes, zumindest
mässig ausgeprägtes, insbesondere oberes Zervikalsyndrom mit zerviko-zephalen
Beschwerden, "migraine cervicale" sowie leichten Schwindelbeschwerden; das
Zervikalsyndrom sei anhand der klinischen Untersuchung eindeutig abgrenzbar
und es bestehe eine deutliche Einschränkung der Rotation bei Inklination auf
beide Seiten. Bezüglich der geklagten kognitiven Störungen
(Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit) wird ausgeführt, diese dürften
gemischter Ursache sein; einerseits bestehe ein Zustand nach milder
traumatischer Hirnverletzung, andererseits ergäben sich aber auch eindeutig
Elemente für Schmerz- und seelische Interferenzen.

5.2 Bezüglich des Zervikalsyndroms liessen sich weder Läsionen noch relevante
neurologische Befunde nachweisen. Auch das am 22. Januar 2000 in der Klinik
Y.________ durchgeführte kranio-zerebrale Kernspintomogramm ergab keine
Hinweise auf posttraumatische Veränderungen; ebenso wenig das
kranio-zerebrale und orbitale Tomogramm vom 10. November 2003 sowie das
vertebro-spinale Tomogramm vom 6. Januar 2004, welches ausser leichten
degenerativen Veränderungen normale Befunde zeigte (Bericht des Spitals
X.________ vom 20. Januar 2004). Das von Dr. med. E.________ klinisch
festgestellte Zervikalsyndrom und die Bewegungseinschränkung der HWS bilden
für sich allein keine objektiv nachweisbaren Unfallfolgen (Urteil U 39/06 vom
3. November 2006, E. 3.1). Eine solche stellt auch die diagnostizierte MTBI
nicht dar, zumal Dr. med. E.________ bei einer elektroenzephalographischen
Untersuchung keine wesentlichen Befunde erheben konnte. Im Übrigen ist
fraglich, ob die Diagnose einer MTBI als gesichert gelten kann, setzt sie
nach allgemein anerkannter Lehrmeinung doch entweder eine Episode von
Bewusstlosigkeit oder einen Gedächtnisverlust für Ereignisse unmittelbar vor
oder nach dem Unfall, zumindest aber eine Bewusstseinstrübung (etwa ein
Benommenheitsgefühl, eine Desorientierung) im Zeitpunkt der Verletzung voraus
(Adrian M. Siegel, Neurologisches Beschwerdebild nach
Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule, in: Die neurologische
Begutachtung, Zürich 2004, S. 166, Tabelle 9, mit bibliographischen
Hinweisen). Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist fraglich. Zwar hat der
Beschwerdeführer bei der Befragung durch den Aussendienstmitarbeiter der SUVA
am 28. Oktober 1999 angegeben, beim zweiten Unfall einen Moment benommen oder
gar bewusstlos gewesen zu sein. Gegenüber den Ärzten des Spitals X.________
präzisierte er, es sei zu einer kurzen Orientierungslosigkeit von ein paar
Sekunden, aber zu keiner Bewusstlosigkeit gekommen (Bericht vom 20. Januar
2004). Im Bericht des Dr. med. U.________ vom 16. Juni 2006 ist anamnestisch
erstmals von einer Erinnerungslücke die Rede. Das Vorliegen einer Amnesie war
von Dr. med. L.________ unmittelbar nach dem Unfall vom 16. September 1999
aber verneint worden. Nach Angaben des Beschwerdeführers wurde sein Kopf bei
der Kollision gegen die Kopfstütze geschlagen, ein Kopfanprall bei der
anschliessenden Beschleunigung nach vorne hat nicht stattgefunden. Soweit bei
dieser Sachlage überhaupt davon ausgegangen werden kann, dass es beim Unfall
vom 16. September 1999 zu einem Schädel-Hirntrauma mit MTBI gekommen ist, hat
dieses jedenfalls zu keinen objektiv (hinreichend) nachweisbaren organischen
Unfallfolgen geführt. Zu weiteren Abklärungen, einschliesslich der von Dr.
med. U.________ vorgeschlagenen PET-Untersuchung, besteht kein Anlass.

6.
Der Beschwerdeführer beruft sich des Weiteren auf einen Bericht des
Facharztes für Radiologie Dr. med. N.________ vom 19. Oktober 2006 über die
Ergebnisse einer Untersuchung mit funktioneller Magnetresonanztomographie
(FMRT) und macht geltend, es liege ein organisch nachweisbarer Befund in Form
einer Läsion der Kopfgelenksbänder vor.

6.1 Bei der funktionellen Magnetresonanztomographie (FMRT, auch: fMRT,
englisch: FMRI [functional Magnetic Resonance Imaging]) handelt es sich um
eine neuere Form der Kernspintomographie, welche sich vom herkömmlichen MRT
dadurch unterscheidet, dass Aufnahmen in verschiedenen Funktionsstellungen
(oder Aktivierungszuständen) durchgeführt werden. Bei
Beschleunigungsverletzungen der HWS werden neben Aufnahmen in der
Normalstellung in der Regel solche in unterschiedlicher Rechts- und
Linksrotation sowie in Flexions- und Extensionsstellung des Schädels
vorgenommen. Über die diagnostische Bedeutung der erhobenen Befunde und deren
Eignung für die Beurteilung der Unfallkausalität von Beschwerden nach
HWS-Distorsionen gehen die ärztlichen Meinungen auseinander. Dies gilt auch
hinsichtlich der hier zur Diskussion stehenden Läsionen der Kopfgelenkbänder,
insbesondere der Ligamenta alaria (nachfolgend: Ligg. alaria). Eine
Durchsicht der von den Parteien eingereichten Auszüge aus der medizinischen
Literatur und ein Blick auf das weitere Schrifttum (vgl. hiezu die
Literaturhinweise in: Hans Schmidt/Jürg Senn [Hrsg.], Schleudertrauma -
neuester Stand, Zürich 2004) zeigt ein uneinheitliches Bild. Teils wird der
Aussagewert von FMRT-Befunden grundsätzlich in Frage gestellt, weil
Untersuchungen ergeben haben, dass auch bei Personen ohne
HWS-Distorsionstrauma Breitenasymmetrien der Ligg. alaria ausgesprochen
häufig sind und die Bänder oft unregelmässige Konturen aufweisen, weshalb
entsprechende Befunde in der Regel keinen zuverlässigen Schluss auf durch
Schleudertrauma bewirkte Bandläsionen zulassen (C.W. Pfirrmann et al.,
Functional MR imaging of the craniocervical junction. Correlation with alar
ligaments and occipito-atlantoaxial joint morphology: a study in 50
asymptomatic subjects, Schweiz. Medizinische Wochenschrift, 130/2000
S. 645-651). Verschiedene Autoren weisen auf die Schwierigkeiten bei der
Interpretation der FMRT-Befunde hin, insbesondere wenn es um den Nachweis
leichterer Läsionen und die Beurteilung des Schweregrades von
Bandverletzungen geht (S. Roy et al., Pitfalls of magnetic resonance imaging
of alar ligament, in: Neuroradiology, 46(5): 392-398; 2004; J.T. Wilmink/J.
Patijn, MR imaging of alar ligament in whiplash-associated disorders: an
observer study, in: Neuroradiology, 43(10) S. 859-63, 2001). Teils wird die
Signifikanz des Befundes für eine durch Schleudertrauma verursachte Läsion
generell oder unter bestimmten Voraussetzungen (hohe Signalintensität,
Rotation des Kopfes, Schwere des Traumas) bejaht (so etwa: B.H. Johansson,
Whiplash injuries can be visible by functional magnetic resonance imaging,
in: Pain Res Manage, 11(3) S. 197-199, 2006; J. Krakenes/B.R. Kaale, Magnetic
resonance imaging assessment of craniovertebral ligaments and membranes after
whiplash trauma [deutsch: MRT-Darstellung der craniovertebralen Ligamente und
Membranen nach einem Schleudertrauma], in: Spine, 31(24), S. 2820-2826,
2006).

6.2 Auf die medizinische Kontroverse und die diesbezüglichen Vorbringen der
Parteien braucht an dieser Stelle nicht näher eingegangen zu werden. Auch
besteht kein Anlass zur Einholung eines Grundsatzgutachtens, da hievon kaum
Erkenntnisse zu erwarten wären, welche sich auf den Ausgang des Verfahrens
auswirken könnten (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162). Den
diesbezüglich von Dr. med. N.________ erhobenen Befunden kann nämlich keine
Bedeutung beigemessen werden, welche sich auf den Ausgang des Verfahrens
auswirken könnte. Aus dessen Beurteilung kann insbesondere nicht geschlossen
werden, dass die geltend gemachten Kopfschmerzen und zervikothorakalen
Beschwerden auf organisch (hinreichend) nachweisbare Unfallfolgen
zurückzuführen sind, nachdem der FMRT-Befund laut Bericht des Radiologen
lediglich einem alten Teilriss rechts und einem fraglichen Teilriss links
entspricht und die Befunde an den Ligg. alaria weder als eindeutig ("entweder
hyperintens oder nicht abgrenzbar") noch als erheblich (links: "nicht
inhomogen", rechts: "etwas dünner") beschrieben werden. Zu einer andern
Beurteilung gibt auch die von Dr. med. N.________ als sehr wahrscheinlich
bezeichnete Instabilität der Kopfgelenke kein Anlass, zumal in den bisherigen
Arztberichten, einschliesslich der Stellungnahme des Dr. med. U.________,
eine eingeschränkte Beweglichkeit im HWS-Kopfgelenksbereich, aber keine
Instabilität erwähnt wurde.

7.
7.1 Im Einspracheentscheid vom 16. September 2005 ist die SUVA zum Schluss
gelangt, dass der Versicherte zwar nicht an organischen Unfallfolgen im Sinne
struktureller Veränderungen, jedoch an klinisch fassbaren Beschwerden leide,
welche zum typischen Beschwerdebild nach Schleudertraumata und
schleudertraumaähnlichen Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 E. 4b S. 360)
gehören. Sie hat den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den geklagten
Beschwerden und den versicherten Unfallereignissen bejaht, die Adäquanz des
Kausalzusammenhangs indessen verneint, wobei sie von den für psychische
Unfallfolgen geltenden Regeln ausgegangen ist (BGE 115 V 133 ff.).
Demgegenüber verneint die Vorinstanz den natürlichen Kausalzusammenhang auch
bezüglich der Kopfschmerzen und der zervikothorakalen Beschwerden
insbesondere im Hinblick darauf, dass für die Jahre 2000 bis 2004 keine
Hinweise auf entsprechende Beschwerden vorhanden seien und neurologische
Untersuchungen unauffällige Befunde ergeben hätten.

7.2 Auf Grund der Akten steht fest, dass die Unfallbehandlung nach günstigem
Verlauf am 2. Juni 2000 abgeschlossen werden konnte, nachdem der
Beschwerdeführer die Arbeit bereits am 26. Oktober 1999 wieder voll
aufgenommen hatte (Berichte Dr. med. M.________ vom 1. Februar und 5. Juni
2000). Für die folgende Zeit und bis zur Rückfallmeldung Anfang 2005 liegen
keine Arztberichte vor. Seinen Angaben gegenüber dem Aussendienst der SUVA
vom 9. März 2005 zufolge verspürte der Versicherte keine Nackenbeschwerden
mehr, litt jedoch seit den Unfällen an Kopfschmerzen und an Sehbeschwerden.
Hinzu kamen psychische Probleme und Schlafstörungen. Im Bericht vom
27. Februar 2005 führt die Psychiaterin Dr. med. D.________ aus, der
Versicherte habe aus gesundheitlichen Gründen die Stelle wechseln müssen und
nehme zur Zeit an einem Beschäftigungsprogramm der Arbeitslosenversicherung
teil, welches er aus gesundheitlichen Gründen kaum zu absolvieren vermöge; zu
den Kopfschmerzen seien weitere Beschwerden dazugekommen, wie
Schlaflosigkeit, Lärmempfindlichkeit, depressive Verstimmung und
Kraftlosigkeit im ganzen Körper. Gestützt auf diesen Bericht hat der
Ärztliche Dienst der SUVA Brückensymptome zu den versicherten
Unfallereignissen und deren Folgen bejaht, was nicht zu beanstanden ist. Mit
der SUVA ist daher davon auszugehen, dass der natürliche Kausalzusammenhang
zwischen den geklagten Beschwerden und diesen Ereignissen zumindest im Sinne
einer Teilkausalität zu bejahen ist. Weil nachweisbare organische
Unfallfolgen fehlen, hat eine spezifische Adäquanzbeurteilung zu erfolgen.

8.
8.1 Im Hinblick darauf, dass einerseits die unmittelbaren Unfallfolgen rasch
abgeheilt waren, die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der
HWS gehörenden Beeinträchtigungen in der Folge höchstens in geringem Masse
vorhanden waren und auch später keine wesentlichen somatischen Befunde
erhoben werden konnten und dass anderseits schon anlässlich der
Rückfallmeldung Anfang 2005 vom behandelnden Arzt auf eine zunehmende
depressive Entwicklung sowie eine Schmerzausweitung geschlossen wurde
(Berichte Dr. med. S.________ vom 29. März und 15. April 2005) und sich der
Beschwerdeführer in der Folge einer psychotherapeutischen Behandlung
unterzogen hat, ist davon auszugehen, dass für die Fortdauer des
Beschwerdebildes psychische Faktoren ausschlaggebend waren. Auch wenn
offenbar kein psychisches Leiden mit Krankheitswert vorliegt, ist auf Grund
der vorhandenen medizinischen Akten anzunehmen, dass die zum typischen
Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS gehörenden Beeinträchtigungen
zwar teilweise gegeben waren, im Vergleich zur psychischen Problematik in der
massgebenden Zeitspanne kurz nach dem Unfall bis zur Rückfallmeldung Anfang
2005 und dem für die Beurteilung ausschlaggebenden Zeitpunkt des
Einspracheentscheids vom 16. September 2005 aber ganz in den Hintergrund
getreten sind. Die Adäquanzbeurteilung ist daher nicht nach den für
Schleudertraumata oder schleudertraumaähnlichen Verletzungen der HWS (BGE 117
V 359 ff.), sondern nach den für psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.)
geltenden Regeln vorzunehmen (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99, RKUV 2002 Nr. U 465
S. 437, je mit Hinweisen).

8.2 Nach der Rechtsprechung werden einfache Auffahrunfälle bei der
Adäquanzbeurteilung in der Regel als mittelschwer im Grenzbereich zu den
leichten Unfällen qualifiziert (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237 E. 5.1.2 mit
Hinweisen). Im vorliegenden Fall bestehen insofern besondere Verhältnisse,
als der Beschwerdeführer kurz nacheinander zwei Auffahrunfälle erlitten hat
und der Heilungsprozess bei Eintritt des schwereren zweiten Unfalls noch
nicht abgeschlossen war. Zudem ist der alkoholisierte Unfallverursacher - mit
allerdings unbekannter Geschwindigkeit - offenbar praktisch ungebremst in den
stehenden Personenwagen gestossen, welcher von der Bushaltestelle auf die
Strasse geschleudert wurde. Der Sachschaden am angefahrenen Fahrzeug wurde
polizeilich auf ca. Fr. 10'000.- geschätzt. Es rechtfertigt sich unter diesen
Umständen, den Unfall als mittelschwer im engeren Sinn zu qualifizieren, wie
auch die SUVA im Einspracheentscheid vom 16. September 2005 angenommen hat.

8.3 Auch wenn es sich jedenfalls beim zweiten Unfall um eine heftige
Kollision gehandelt hat, haben sich die beiden Unfälle nicht unter besonders
dramatischen Begleitumständen ereignet noch waren sie - objektiv betrachtet
(RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313) -
von besonderer Eindrücklichkeit. Sie hatten weiter keine schweren
Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge. Die Diagnose eines
Schleudertraumas oder einer schleudertraumaähnlichen Verletzung der HWS
vermag die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung und
insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen
auszulösen, für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf hiezu einer
besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder
besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen. Diese können
beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung
und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 361
E. 4.3 mit Hinweisen). Solche Umstände sind hier indessen nicht gegeben. Es
liegt auch keine besondere Schwere der für das Schleudertrauma typischen
Beschwerden vor. Nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der ungewöhnlich
langen Dauer der ärztlichen Behandlung. Die medizinischen Massnahmen
beschränkten sich auf ambulante Physiotherapie, die Verordnung eines
Halskragens und eine medikamentöse Behandlung. Bereits am 2. Juni 2000 konnte
die Behandlung abgeschlossen werden. Eine erneute ärztliche Behandlung
erfolgte anscheinend erst Ende 2004/Anfang 2005. Dabei stand jedoch die
psychische Problematik im Vordergrund, was bei der Adäquanzbeurteilung
unberücksichtigt zu bleiben hat (Urteil U 79/05 vom 10. Februar 2006). Von
einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden wie von einem
schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Es bedarf hiezu
besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteile U 79/05
vom 10. Februar 2006, U 343/02 vom 25. Oktober 2002 und U 313/01 vom
7. August 2002). Solche Gründe sind hier nicht gegeben. Vielmehr war es die
psychische Symptomatik, welche zu einem protrahierten Heilungsverlauf geführt
hat. Zum Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer bereits am
25. Oktober 1999 die Arbeit wieder voll aufnehmen konnte. Die Aufgabe der
seit 2003 bei der Firma I.________ verrichteten Tätigkeit erfolgte nach
Angaben des Beschwerdeführers wegen der Sehbeschwerden. Diese sind nach dem
Gesagten indessen nicht unfallbedingt. Dass er ab März 2004 nicht mehr
arbeitete, lässt sich höchstens teilweise mit Unfallfolgen begründen und war
weitgehend psychisch bedingt, wofür auch der Umstand spricht, dass die
somatische Behandlung Anfang 2005 eingestellt und von einer psychiatrischen
Therapie abgelöst wurde. Das Kriterium von Grad und Dauer der physisch
bedingten Arbeitsunfähigkeit kann unter diesen Umständen nicht als erfüllt
gelten. Ob schliesslich das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen zu
bejahen ist, kann offen bleiben, weil es jedenfalls nicht in besonders
ausgeprägter Weise erfüllt ist. Da somit weder eines der für die
Adäquanzbeurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise
erfüllt ist noch mehrere der zu berücksichtigenden Kriterien gegeben sind,
ist die Unfalladäquanz der geltend gemachten Beschwerden zu verneinen, was
zur Abweisung der Beschwerde führt.

9.
Dem Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung
(Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG) kann entsprochen werden, weil die Bedürftigkeit
auf Grund der eingereichten Unterlagen als ausgewiesen gelten kann, die
Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin als geboten
erscheint und die Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet werden kann
(BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135, 128 I 225 E. 2.5.3 S. 235). Der
Beschwerdeführer wird der Gerichtskasse jedoch Ersatz zu leisten haben, wenn
er später dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt.

3.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.
Fürsprecher Herbert Schober, Zürich, wird als unentgeltlicher Anwalt des
Beschwerdeführers bestellt, und es wird ihm für das bundesgerichtliche
Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 2500.-
ausgerichtet.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau
und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 28. Dezember 2007

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Krähenbühl