Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.452/2007
Zurück zum Index I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2007
Retour à l'indice I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2007


Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_452/2007

Urteil vom 10. Juni 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Frésard,
nebenamtlicher Bundesrichter Weber,
Gerichtsschreiber Lanz.

Parteien
C.________, Beschwerdeführerin,
vertreten durch Dr. Roger Bollag,
Börsenstrasse 18, 8001 Zürich,

gegen

Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft, Steinengraben 41, 4051
Basel, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons
Zürich
vom 22. Mai 2007.

Sachverhalt:

A.
Die 1959 geborene C.________ zog sich im Jahr 1985 als Autoinsassin bei einer
Frontalkollision ein erstes Trauma der Halswirbelsäule (HWS) zu. Sie war danach
ab 1988 wieder voll arbeitsfähig und bedurfte keiner Heilbehandlung mehr. Am
22. März 2003 erlitt C.________ einen erneuten Verkehrsunfall. Ein
nachfolgender VW Scirocco prallte ins Heck des Mercedes 500 SEC, in welchem sie
als Beifahrerin vorne sass. Wegen danach aufgetretenen Beschwerden suchte
C.________ Frau Dr. med. G.________, Allgemeine Medizin FMH, auf, welche mit
Bericht vom 25. Juni 2003 eine Einschränkung der Beweglichkeit der HWS sowie
Ohrensausen und Kopfschmerzen beschrieb, ein HWS-Distorsions- und
Kontusionstrauma diagnostizierte und eine Arbeitsunfähigkeit bestätigte. In der
Folge traten auch lumbale Beschwerden auf. Mittels bildgebender Untersuchungen
wurden Bandscheibenveränderungen im Bereich der HWS und der Lendenwirbelsäule
(LWS) festgestellt. C.________ war im Zeitpunkt des zweiten Unfalls als
Fitnessinstruktorin in der Firma X.________ AG tätig und dadurch bei der
Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: National)
obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Die National erbrachte die
gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld). Nach Abklärungen zum
medizinischen Sachverhalt (unter anderem Einholung des Gutachtens des Dr. med.
Z.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, vom 6. Juni 2005 mit Ergänzung vom
31. Oktober 2005) eröffnete sie der Versicherten mit Verfügung vom 29. November
2005 die Einstellung der Leistungen rückwirkend ab 1. April 2004. Zur
Begründung wurde ausgeführt, seit diesem Zeitpunkt hätten keine Unfallfolgen
mehr vorgelegen. Die vom Krankenversicherer der C.________ hiegegen vorsorglich
eingereichte Einsprache wurde wieder zurückgezogen. Die auf Zusprechung
weiterer Leistungen, insbesondere auch einer Invalidenrente und einer
Integritätsentschädigung, lautende Einsprache der Versicherten wies die
National ab, wobei sie sich bereit erklärte, an das Honorar des von C.________
beigezogenen Dr. med. J.________, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
einen Anteil von Fr. 970.80 zu leisten (Einspracheentscheid vom 25. August
2006).

B.
Die von C.________ gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde wies das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 22. Mai 2007
ab.

C.
Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lässt C.________
beantragen, der kantonale Gerichtsentscheid sei aufzuheben und es seien
Leistungen gemäss UVG, insbesondere eine Rente entsprechend einer
Erwerbsunfähigkeit von 55 % sowie eine Integritätsentschädigung auf der
Grundlage einer Integritätseinbusse von 15 %, zuzusprechen; eventuell sei ein
multidisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben, um die Arbeitsfähigkeit und
den Integritätsschaden abzuklären; subeventualiter sei der angefochtene
Entscheid aufzuheben und die Sache zur erneuten Beurteilung und Verfügung an
die Vorinstanz resp. an die National zurückzuweisen.
Die National schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt für
Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.

D.
Mit Eingaben vom 6. resp. 7. Mai 2008 ergänzen die Parteien ihre Vorbringen im
Hinblick auf das zwischenzeitlich ergangene Urteil BGE 134 V 109.

Erwägungen:

1.
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen
Unfallversicherung aus dem Unfall vom 22. März 2003 über den 1. April 2005
hinaus.
Die Rechtsgrundlagen für die Beurteilung der Streitsache sind im angefochtenen
Entscheid, auf den verwiesen wird, zutreffend dargelegt. Es betrifft dies nebst
den massgeblichen Gesetzesbestimmungen zunächst den für einen Leistungsanspruch
vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem
eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen), insbesondere auch
bei Diskushernien (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 3a, Nr. U 379 S. 192 E. 2a mit
Hinweisen und Nr. U 379 S. 190 E. 3; Urteil U 441/04 vom 13. Juni 2005, E.
3.1), und das Dahinfallen dieses Zusammenhanges - und damit der
Leistungspflicht des Unfallversicherers - bei Erreichen des Zustand vor dem
Unfall resp. ohne diesen (status quo ante vel sine; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326
E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Die Rechtsprechung über
den nebst dem natürlichen erforderlichen adäquaten Kausalzusammenhang im
Allgemeinen (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweisen) und bei klar ausgewiesenen
organischen Unfallfolgen (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen), bei
psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall (BGE 115 V 133) sowie bei nicht mit
organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen verbundenen Schleudertraumen (BGE
117 V 359), äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule (HWS; SVR 1995 UV Nr.
23 S. 67 E. 2) und Schädel-Hirntraumen (BGE 117 V 369) im Besonderen ist
ebenfalls richtig wiedergegeben. Zu berichtigen ist einzig, dass mit der
Prüfung der Adäquanz nicht bis zum Abschluss des unfallbedingt erforderlichen
Heilungsprozesses abzuwarten ist (BGE 134 V 109 E. 3 und 4 S. 112 ff.).
Wiederum zutreffend dargelegt sind die zu beachtenden beweisrechtlichen Regeln.
Anzufügen bleibt, dass das Bundesgericht jüngst die sog. Schleudertrauma-Praxis
präzisiert hat (BGE 134 V 109 E. 9 und 10 S. 121 ff.).

2.
Das kantonale Gericht hat zunächst geprüft, ob sich ein weiterer
Leistungsanspruch aufgrund der mittels bildgebenden Untersuchungen
festgestellten Diskushernien/-protrusionen auf Höhe der HWS und der LWS ergeben
kann.

2.1 Mit der Vorinstanz ist zuverlässig auszuschliessen, dass die Diskushernien/
-protrusionen durch den Unfall vom 22. März 2003 verursacht wurden. Es
entspricht im Bereich des Unfallversicherungsrechts einer medizinischen
Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen
degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur
ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in
Betracht fällt (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192 und Nr. U 378 S. 190; vgl. auch RKUV
2000 Nr. U 363 S. 45). Diese Voraussetzungen sind hier nicht gegeben. Aus
sämtlichen fachärzlichen Stellungnahmen ergibt sich nichts anderes.

2.2 Damit stellt sich die Frage, ob der Unfall vom 22. März 2003 zu einer
Verschlimmerung der Bandscheibenproblematik geführt hat.
2.2.1 In Bezug auf den unteren Rückenbereich kann dies schon aufgrund des
erheblichen Zeitraums zwischen dem Unfall und dem Auftreten von Beschwerden
ohne weiteres verneint werden. Die fachärztlichen Berichte äussern sich denn
auch einhellig in diesem Sinne. Lediglich Dr. med. K.________, FMH
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, scheint
gemäss Stellungnahme vom 31. Januar 2005 eine abweichende Auffassung zu
vertreten. Seine Aussagen sind indessen nur sehr kurz begründet und überdies
widersprüchlich, weshalb sie an der vorgenannten Beurteilung nichts zu ändern
vermögen.
2.2.2 Im HWS-Bereich wird von den berichterstattenden Fachärzten eine
unfallbedingte Verschlimmerung überwiegend bejaht. Die Meinungen gehen aber
darin auseinander, ob es sich um eine bloss vorübergehende und Ende März 2004
beendete oder um eine richtunggebende und damit für noch bestehende Beschwerden
verantwortliche Verschlimmerung handelt.
Dr. med. Z.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, gelangte im von der
National eingeholten Gutachten vom 6. Juni 2005 (mit Ergänzung vom 31. Oktober
2005) zum Ergebnis, es handle sich hier um eine lediglich vorübergehende
Verschlimmerung eines Grundleidens mit schicksalsmässigem Verlauf, wobei
anzunehmen sei, dass der status quo sine per Ende März 2004 erreicht wurde.
Diese fachärztliche Beurteilung ist überzeugend begründet. Sie berücksichtigt
die medizinische Vorgeschichte und trägt den mittels bildgebenden
Untersuchungen festgestellten Befunden ebenso wie der klinischen Präsentation
und dem Unfallhergang Rechnung. Die Beurteilung durch den Experten hält sich
namentlich auch im Rahmen der Erkenntnisse der Unfallmedizin, welche die
Rechtsprechung als allgemein anerkannt betrachtet und für massgeblich hält.
Danach ist die unfallbedingte Verschlimmerung einer vorbestehenden
Wirbelsäulenerkrankung nur unter bestimmten Voraussetzungen, welche hier nicht
vorliegen, als richtunggebend zu betrachten. Ansonsten ist sie vorübergehender
Natur, wobei ihre Dauer auf längstens ein Jahr anzusetzen ist (Urteil U 290/06
vom 11. Juni 2007, E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Eine abweichende Auffassung vertritt der von der Versicherten beigezogene Dr.
med. J.________, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie, im Bericht vom 7.
September 2005 (mit Ergänzung vom 2. Dezember 2005). Er beschränkt sich
indessen darauf, das Gutachten des Dr. med. Z.________ zu kritisieren, wobei er
namentlich die von diesem für massgeblich erachteten medizinischen
Erfahrungswerte hinterfragt. Es besteht indessen kein Anlass, diesbezüglich von
der erwähnten, bewährten Rechtsprechung abzuweichen. Zu keiner abweichenden
Betrachtungsweise führen auch der - aus den schon erwähnten Gründen nicht
aussagekräftige - Bericht des Dr. med. K.________ vom 31. Januar 2005 und die
weiteren medizinischen Akten. Namentlich vermag auch Dr. med. H.________,
Facharzt FMH für Neurologie und Computer-Tomographie, im vom Versicherten
eingeholten Gutachten vom 17. August 2007 eine Verschlimmerung oder eine
richtungweisende Änderung gestützt auf die durchgeführten bildgebenden
Untersuchungen nicht zu bestätigen. Mit der weiteren Aussage des Dr. med.
H.________, der klinische Befund sei nach dem Unfall neu aufgetreten, ist eine
unfallbedingte richtunggebende Verschlimmerung der Bandscheibenproblematik
nicht dargetan (vgl. Urteil U 290/06 vom 11. Juni 2007, E. 4.2.3 mit
Hinweisen).
Sämtliche Vorbringen in der Beschwerde führen zu keiner anderen
Betrachtungsweise. Dies gilt namentlich auch, soweit Einwände gegen die
Einholung und den Inhalt des Gutachtens des Dr. med. Z.________ erhoben werden.
Dessen fachärztliche Beurteilung ist im Rahmen der freien Beweiswürdigung und
der rechtsprechungsgemässen Anforderungen an beweiskräftige Arztberichte (vgl.
BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.) als überzeugend zu betrachten.
Verfahrensrechtliche Mängel, welche Zweifel hieran zu begründen vermöchten,
liegen nicht vor. Sodann ist auf weitere medizinische Abklärungen zu
verzichten, da davon kein entscheidrelevanter neuer Aufschluss erwartet werden
kann.

2.3 Zusammenfassend ist mit der Vorinstanz als unwahrscheinlich anzusehen, dass
die persistierenden Beschwerden in einer durch den Unfall vom 22. März 2003
bedingten Beeinflussung im Bereich der Bandscheiben begründet liegen.

3.
Anhaltspunkte für eine anderweitige, organisch objektiv ausgewiesene
Unfallfolge, welche gegebenenfalls die noch bestehenden Beschwerden zu erklären
vermöchte, liegen nicht vor. Demnach hat, anders als bei Gesundheitsschäden mit
einem klaren unfallbedingten organischen Substrat, bei welchen der adäquate
Kausalzusammenhang in der Regel mit dem natürlichen bejaht werden kann (BGE 127
V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen), eine besondere Adäquanzprüfung zu
erfolgen. Dabei kann auf weitere Abklärungen zur natürlichen Kausalität
verzichtet werden, wenn ohnehin der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen
ist (Urteil 8C_42/2007 vom 14. April 2008, E. 2 Ingress mit Hinweisen). Zu
letzterem Ergebnis ist die Vorinstanz gelangt, was es nachfolgend zu prüfen
gilt.

3.1 Das kantonale Gericht hat den adäquaten Kausalzusammenhang der
persistierenden Beschwerden nach der sog. Schleudertrauma-Praxis beurteilt.
Dies ist mit Blick auf die erlittene HWS-Distorsion und die hiezu sich
äussernden Arztberichte zutreffend und auch nicht umstritten. Eine daneben
bestehende eigenständige psychische Erkrankung, deren Adäquanz nach den bei
psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen zu prüfen wäre,
haben die medizinischen Abklärungen nicht ergeben.

3.2 Für die Adäquanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis
anzuknüpfen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 f.; BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Die
Heckauffahrkollision vom 22. März 2003 ist aufgrund des augenfälligen
Geschehensablaufes (höchstens) als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den
leichten Unfällen einzuordnen.
Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in
Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als
massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 117 V 359
E. 6a S. 367), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten
Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise
oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V
359 E. 6b S. 367 f.). Daran hat sich mit BGE 134 V 109 (dortige E. 10.1 S. 126
f.) nichts geändert.

3.3 Gemäss dem angefochtenen Entscheid ist von den nach der bisherigen
Rechtsprechung relevanten Kriterien einzig, und nicht in besonders ausgeprägter
Weise, dasjenige des schwierigen Heilungsverlaufs erfüllt. Die Versicherte
erachtet mehrere Kriterien nach der bisherigen wie nach der mit BGE 134 V 109
präzisierten Praxis für gegeben.
Zu Recht nicht geltend gemacht werden die beiden (unveränderten) Kriterien der
besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des
Unfalls sowie der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert. Gleiches gilt für das Kriterium der fortgesetzt spezifischen,
belastenden ärztlichen Behandlung (bisher: ungewöhnlich lange Dauer der
ärztlichen Behandlung).
Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung ist sodann das
(unveränderte) Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen
Verletzungen nicht erfüllt. Praxisgemäss genügt dafür die Diagnose eines
HWS-Distorsionstraumas nicht. Und der weiter geltend gemachte Gesichtspunkt der
Arbeitsunfähigkeit ist nicht hier, sondern beim entsprechenden eigenständigen
Kriterium zu prüfen.
Die Bejahung des (unveränderten) Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs
und erheblicher Komplikationen im angefochtenen Entscheid erscheint nicht
zwingend, unterscheidet sich doch die diesbezügliche Entwicklung nicht
wesentlich von dem bei derartigen Unfällen Üblichen. Abschliessend muss dies
aber nicht beantwortet werden. Denn selbst wenn dieses und, ohne nähere
Prüfung, die beiden weiteren Kriterien der erheblichen Beschwerden (bisher:
Dauerbeschwerden) sowie der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener
Anstrengungen (bisher: Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit) als gegeben
betrachtet würden, lägen die adäquanzrelevanten Faktoren nicht in gehäufter
oder auffälliger Weise vor. Auch wäre kein Kriterium in besonders ausgeprägter
Weise erfüllt, zumal mit den hinzugekommenen lumbalen Beschwerden auch
unfallfremde Faktoren einen wesentlichen Einfluss hatten.
Die Vorinstanz hat somit eine weitere Leistungspflicht der National zu Recht
mangels eines rechtserheblichen Zusammenhangs zwischen den noch bestehenden
Beschwerden und dem Unfall vom 22. März 2003 verneint.

4.
Die Gerichtskosten sind von der unterliegenden Beschwerdeführerin zu tragen
(Art. 65 Abs. 4 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons
Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 10. Juni 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Lanz