Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.470/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_470/2007

Urteil vom 15. Mai 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterinnen Widmer, Leuzinger,
Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

Parteien
R.________, Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Peter Jäger, Magnolienstrasse 3, 8008 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons
Zürich
vom 23. Juli 2007.

Sachverhalt:

A.
Die 1976 geborene R.________ arbeitete seit 1994 im Büro- und Zustelldienst und
war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) u.a.
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 16. Oktober
1998 wurde sie als Lenkerin ihres Personenwagens in eine Auffahrkollision
verwickelt, als sie vor einem Fussgängerstreifen angehalten hatte und ein
anderes Fahrzeug sie von hinten rammte. Auf Grund der am nächsten Morgen
verstärkt auftretenden Nacken- und Kopfschmerzen konsultierte sie Dr. med.
W.________, Allgemeine Medizin FMH, welcher bei röntgenologisch unauffälligen
Befunden eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) diagnostizierte (Zeugnis vom
9. November 1998). Zunächst vollständig arbeitsunfähig geschrieben, nahm
R.________ ihre Tätigkeit ab 16. November 1998 wiederum zu 50 % und ab 21.
Dezember 1998 zu 100 % auf (Berichte des Dr. med. S.________, Allgemeine
Medizin FMH, vom 4. Dezember 1998 sowie 16. Februar und 21. April 1999). Die
SUVA erbrachte, gestützt auf weitere hausärztliche Auskünfte (Berichte des Dr.
med. S.________ vom 17. Dezember 1999, 13. September 2000, 18. April 2001, 7.
Juni und 21. Oktober 2002 sowie 18. August 2004) und die
Untersuchungsergebnisse der Kreisärzte (Berichte des Dr. med. O.________,
Orthopädische Chirurgie FMH, vom 15. Februar 2000 und 25. November 2002 sowie
des Dr. med. I.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 20. Oktober 2004),
die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Nach Kenntnisnahme des
Gutachtens des Spitals X.________, Rheumaklinik und Institut für Physikalische
Rehabilitation, vom 9. Juni 2005 kündigte der Unfallversicherer mit Schreiben
vom 11. August 2005 die Einstellung der bisher erbrachten Leistungen auf 1.
September 2005 an, woran am 5. Oktober 2005 - zwischenzeitlich war eine
weitere, vom 4. Oktober 2005 datierende Expertise durch die Neurologische
Klinik des Spitals X.________ ergangen - verfügungsweise festgehalten wurde;
gleichenorts verneinte die SUVA die Voraussetzungen für weitere Geldleistungen
in Form einer Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung. Dieser
Bescheid wurde auf Einsprache hin bestätigt (Einspracheentscheid vom 8. Februar
2006).

B.
Die dagegen eingereichte Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des
Kantons Zürich mit Entscheid vom 23. Juli 2007 ab.

C.
R.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die SUVA
anzuweisen, die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Invalidenrente und
Integritätsentschädigung) über den 31. August 2005 hinaus zu erbringen,
eventualiter sei die Sache an den Unfallversicherer zurückzuweisen, damit
dieser weitere Abklärungen vornehme und hernach erneut entscheide.
Während die SUVA auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das
Bundesamt für Gesundheit auf eine Vernehmlassung.

D.
Mit Verfügungen vom 17. März 2008 erhielten die Parteien letztinstanzlich
Gelegenheit, ihre Vorbringen in Anbetracht des in der Zwischenzeit erlassenen,
die so genannte Schleudertrauma-Praxis bei organisch nicht objektiv
ausgewiesenen Beschwerden präzisierenden Urteils BGE U 394/06 vom 19. Februar
2008 (nachfolgend: BGE U 394/06) zu ergänzen. Davon wurde mit Vernehmlassungen
vom 2. April 2008 (SUVA) und 11. April 2008 (R.________) Gebrauch gemacht.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen
Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das
Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist
somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die
Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen
als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der
Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen (vgl. BGE 130 III
136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht prüft grundsätzlich nur die geltend
gemachten Rügen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Behörde alle
sich stellenden rechtlichen Fragen zu prüfen, wenn diese vor Bundesgericht
nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von
kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern prüfen, als eine solche Rüge
in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).

1.2 Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von
Geldleistungen der Militär- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht
an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden
(Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).

2.
2.1 Im angefochtenen Entscheid sowie im Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin vom 8. Februar 2006, auf welchen das kantonale Gericht in
diesem Punkt verweist, wurden die vorliegend massgeblichen Bestimmungen (Art. 6
UVG [in Verbindung mit Art. 4 ATSG; Unfallbegriff], Art. 10 Abs. 1 UVG
[Anspruch auf Heilbehandlung]) sowie die Rechtsprechung zu dem für die
Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden
(Krankheit, Invalidität, Tod; BGE 119 V 335 E. 1 S. 337, 118 V 286 E. 1b S.
289; vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) und zur im Weiteren
erforderlichen Adäquanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 115 V 133
E. 4a S. 135 und 403 E. 4a S. 405 f.; vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181,
402 E. 2.2 S. 405, je mit Hinweisen) sowie bei psychischen Unfallfolgen (BGE
115 V 133 E. 6 S. 138 ff.; siehe auch BGE 123 V 98 E. 2a S. 99) und bei Folgen
eines Unfalls mit Schleudertrauma der HWS ohne organisch nachweisbare
Funktionsausfälle im Besonderen (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366 ff.) grundsätzlich
zutreffend dargelegt (vgl. zu Letzterem aber E. 2.2 hiernach). Gleiches gilt
für die Erwägungen zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 335 E. 1 S. 338, 118 V 286 E. 1b S.
289 f.; vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie zu den
Grundsätzen über die - nicht an die Voraussetzung eines Rückkommenstitels
(Wiedererwägung; prozessuale Revision) geknüpfte - Einstellung von bis anhin
erbrachten Leistungen mit Wirkung ex nunc et pro futuro (BGE 130 V 380). Darauf
wird verwiesen.
Zu ergänzen ist, dass sich an den Prinzipien zu dem für die Leistungspflicht
des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 UVG vorausgesetzten natürlichen und
adäquaten Kausalzusammenhang mit Inkrafttreten des ATSG auf den 1. Januar 2003
nichts geändert hat (RKUV 2005 Nr. U 555 S. 322, E. 1 in fine, U 458/04; Urteil
U 161/06 vom 19. Februar 2007, E. 3.1). Keine materiellrechtliche Änderung
beinhaltet auch der redaktionell neu gefasste Unfallbegriff des Art. 4 ATSG
(RKUV 2004 Nr. U 530 S. 576, E. 1.2, U 123/04). Für die Frage des intertemporal
anwendbaren Rechts ist somit nicht von Belang, dass der dem vorliegend zu
beurteilenden Sachverhalt zu Grunde liegende Unfall vom 16. Oktober 1998
datiert, der Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin (auf 1. September 2005)
und der Einspracheentscheid (vom 8. Februar 2006) aber erst nach Inkrafttreten
des ATSG ergingen (vgl. BGE 130 V 318, 329 und 445).

2.2 Im jüngst gefällten Urteil BGE U 394/06 hat das Bundesgericht die Praxis
zur Kausalitätsprüfung bei Unfall mit Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung
der HWS oder Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene
Beschwerden (so genannte Schleudertrauma-Praxis) in mehrfacher Hinsicht
präzisiert. Demgemäss ist am Erfordernis einer besonderen Adäquanzprüfung bei
Unfällen mit solchen Verletzungen festzuhalten (E. 7-9 des erwähnten Urteils).
Auch besteht keine Veranlassung, die bewährten Grundsätze über die bei dieser
Prüfung vorzunehmende Einteilung der Unfälle nach deren Schweregrad und den
abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls erforderlichen Einbezug weiterer
Kriterien in die Adäquanzbeurteilung zu ändern (E. 10.1). Das Bundesgericht hat
aber die Anforderungen an den Nachweis einer natürlich unfallkausalen
Verletzung, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertigt,
erhöht (E. 9) und die adäquanzrelevanten Kriterien teilweise modifiziert (E.
10).

3.
Streitgegenstand bildet die Frage, ob die über den 31. August 2005 hinaus
geklagten gesundheitlichen Störungen in einem rechtsgenüglichen Zusammenhang
zum am 16. Oktober 1998 erlittenen Auffahrunfall stehen. Nach Lage der
medizinischen Akten unter den Verfahrensbeteiligten demgegenüber zu Recht
unbestritten ist, dass sich die Beschwerdeführerin anlässlich dieses Vorfalles
eine Distorsion der HWS ohne organisch nachweisbares Substrat zugezogen hat.

4.
Zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin auch nach dem 31. August 2005
Anspruch auf Heilbehandlung, insbesondere in Form von weiteren
physiotherapeutischen Massnahmen, hat.

4.1 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer den Fall (unter
Einstellung der vorübergehenden Leistungen [Heilbehandlung, Taggeld] und
Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung) abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der
versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind
(erwähntes Urteil BGE U 394/06, E. 4.1; Urteil U 291/06 vom 4. März 2008, E.
4.1). Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes im genannten
Sinne zu verstehen ist, bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu
erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit
unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu
erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen
genügen nicht (besagtes Urteil, E. 4.3 mit Hinweisen; Urteil U 291/06 vom 4.
März 2008, E. 4.2).
4.2
4.2.1 Die Ärzte der Rheumaklinik des Spitals X.________ führten in ihrem
Gutachten vom 9. Juni 2005 aus, nach mehrjährigem Verlauf sei von einer
weiteren ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes mehr zu erwarten. Den gutachterlichen Erörterungen der
neurologischen Spezialisten desselben Spitals vom 4. Oktober 2005 ist
diesbezüglich zu entnehmen, dass eine weitere ärztliche Behandlung der
Unfallfolgen keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes
herbeizuführen vermöge; gelegentliche intermittierende Physiotherapien seien
aber voraussichtlich erforderlich, um den aktuellen Leistungszustand zu
stabilisieren.
4.2.2 Übereinstimmend gehen die beigezogenen Fachärzte mithin von einem
weitgehend gefestigten Beschwerdebild aus, das durch weitere ärztliche
Vorkehren keiner erheblichen Optimierung mehr zugänglich ist. Die empfohlenen
therapeutischen Massnahmen sollen primär dazu dienen, eine Stabilisierung des
bereits Erreichten zu bewirken. Mit dem kantonalen Gericht ist es demnach nicht
zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss hinsichtlich der
vorübergehenden Versicherungsleistungen auf Ende August 2005 vorgenommen hat.
Die Voraussetzungen des Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG, wonach u.a. Pflegeleistungen
auch nach Festsetzung der Rente gewährt werden können, wenn die versicherte
Person zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Pflege und
Behandlung bedarf (vgl. auch BGE U 394/06, E. 4.2), braucht, wie sich aus den
nachstehenden Erwägungen ergibt, sodann nicht abschliessend beurteilt zu
werden.

5.
5.1 Kann als erstellt angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin anlässlich
des Auffahrunfalles vom 16. Oktober 1998 eine HWS-Distorsion ohne organisch
objektiv ausgewiesene Beschwerden erlitten hat, ist im Weiteren, da das
Unfallereignis zumindest eine, rechtsprechungsgemäss für die Bejahung der
natürlichen Kausalität genügende (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 und 402 E. 4.3.1
S. 406, je mit Hinweisen) Teilursache für die noch vorhandenen gesundheitlichen
Einschränkungen darstellen dürfte (Expertisen der Rheumaklinik des Spitals
X.________ vom 9. Juni 2005, S. 5, und der Neurologischen Klinik vom 4. Oktober
2005, S. 8; vgl. dazu auch Urteil U 147/05 vom 8. Juni 2006), der adäquate
Kausalzusammenhang nach Massgabe der in BGE 117 V 359 (E. 6 S. 366 ff.)
dargelegten, mit erwähntem Urteil BGE U 394/06 (E. 10) modifizierten
Grundsätzen zu prüfen. Die medizinischen Unterlagen enthalten keine
Anhaltspunkte für eine eigenständige, nicht als Teil des für solche
Verletzungen charakteristischen, einer Differenzierung kaum zugänglichen
somatisch-psychischen Beschwerdebildes zu betrachtende psychische
Gesundheitsstörung (vgl. BGE U 394/06, E. 9.5), sodass keine Veranlassung
besteht, die Adäquanzprüfung nach der für psychische Unfallfolgen geltenden,
zwischen physischen und psychischen Beschwerdekomponenten unterscheidenden (BGE
117 V 359 E. 6a in fine S. 367) Praxis (BGE 115 V 133) vorzunehmen. Namentlich
scheinen sich die von der Beschwerdegegnerin in ihren letztinstanzlichen
Vernehmlassungen vom 31. Oktober 2007 und 2. April 2008 erwähnten, mit der
Trennung und Scheidung der Beschwerdeführerin in Zusammenhang stehenden
angeblichen Partnerschaftsprobleme "psychosozialer" Natur jedenfalls nicht in
krankheitswertiger Weise ausgewirkt zu haben.

5.2 Rechtsprechungsgemäss werden einfache Auffahrunfälle im Rahmen der
Kategorisierung, welche in derartigen Fällen zu erfolgen hat (BGE U 394/06, E.
10.1, 117 V 359 E. 6a S. 366 mit Hinweis), in der Regel als mittelschwer im
Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236,
E. 5, U 380/04; Urteil U 167/06 vom 31. Januar 2007, E. 5.1). Ausgehend vom
augenfälligen Geschehensablauf (zur diesbezüglichen Relevanz bei der Prüfung
der Unfallschwere: BGE U 394/06, E. 10.1; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07;
Urteil U 503/05 vom 17. August 2006, zusammengefasst wiedergegeben in SZS 2008
S. 183), insbesondere in Berücksichtigung des Unfallhergangs und der
Fahrzeugschäden (vgl. dazu Befragung der Versicherten durch die
Beschwerdegegnerin vom 26. November 1998; aktenkundige Fotos der beschädigten
Fahrzeugteile), sind in casu keine Faktoren ersichtlich, welche zu einer
anderen Beurteilung Anlass zu geben vermöchten. Die Adäquanz des
Kausalzusammenhangs wäre daher zu bejahen, wenn die in E. 10.2 und
10.2.1-10.2.7 des Urteils BGE U 394/06 überarbeiteten und nunmehr in ihrer
Fassung gemäss E. 10.3 relevanten Kriterien gehäuft gegeben wären oder eines
der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegen würde (BGE 117 V 359 E.
6b S. 368; vgl. auch BGE U 394/06, E. 10.1).
5.2.1 Der Auffahrunfall vom 16. Oktober 1998 hat sich weder unter besonders
dramatischen Begleitumständen ereignet, noch war er - objektiv betrachtet (RKUV
1999 Nr. U 335 S. 207, E. 3b/cc, U 287/97) - von besonderer Eindrücklichkeit.
Das diesbezügliche - unverändert gebliebene (vgl. BGE U 394/06, E. 10.2.1) -
Kriterium ist ohne weiteres zu verneinen.
5.2.2 Was das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen
Verletzungen anbelangt, hat das Bundesgericht in E. 10.2.2 (mit diversen
Hinweisen) des Urteils BGE U 394/06 präzisiert, dass die Diagnose eines
Schleudertraumas der HWS dieses für sich allein nicht zu begründen vermag. Es
bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für das Verletzungsbild typischen
Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen
können. Es kann sich dabei beispielsweise um eine beim Unfall eingenommene
spezielle Körperhaltung und die dadurch bewirkten Komplikationen handeln (RKUV
2005 Nr. U 549 S. 236, E. 5.2.3 mit Hinweisen, U 380/04; SVR 2007 UV Nr. 26 S.
86, E. 5.3, U 339/06). Derartige Umstände sind hier nicht auszumachen, stellt
die leichte Kopfdrehung der Beschwerdeführerin nach rechts im Unfallzeitpunkt
(vgl. Bericht des Dr. med. O.________ vom 15. Februar 2000, S. 1; Gutachten der
Rheumaklinik des Spitals X.________ vom 9. Juni 2005, S. 4 Mitte) mangels
Ausmasses des dafür erforderlichen Rotationswinkels des Kopfes doch keine
zusätzliche Gefährdung dar (siehe auch Urteil U 433/06 vom 25. Juni 2007, E.
4.2). Ferner liegen die für ein HWS-Distorsionstrauma charakteristischen
Beschwerden auch nicht in akzentuierter Form vor, sondern sind im Wesentlichen
auf Nackenbeschwerden beschränkt. Ebenfalls nicht ausgewiesen sind in diesem
Kontext schliesslich erhebliche Verletzungen, welche sich die Versicherte neben
der HWS-Distorsion zugezogen hat.
5.2.3 Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung entscheidwesentlich ist (vgl.
E. 10.2.3 des Urteils BGE U 394/06), ob nach dem Unfall fortgesetzt
spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche Behandlung bis zum
Fallabschluss notwendig war.
5.2.3.1 Den Unterlagen kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin sich
unmittelbar nach dem Unfall zweimal wöchentlich physiotherapeutischen Vorkehren
unterzog. Zudem war sie in regelmässiger hausärztlicher Kontrolle (vgl. u.a.
Bericht der Beschwerdegegnerin vom 26. November 1998). Nachdem sie ihre
Arbeitstätigkeit am 16. November 1998 wiederum zu 50 % und ab 21. Dezember 1998
zu 100 % aufgenommen hatte, wurde die Physiotherapie im Rahmen der bisherigen
Frequenz weitergeführt, die ärztlichen Konsultationen fanden demgegenüber
nurmehr ein- bis zweimal monatlich statt (Berichte des Dr. med. S.________ vom
16. Februar, 21. April und 17. Dezember 1999). Die Versicherte nahm in der
Folgezeit beruflich einen internen Wechsel in den Innendienst vor, wurde
schwanger und brachte anfangs Juni 2000 eine Tochter zur Welt (Telefonnotiz vom
25. Januar 2000; Berichte des Dr. med. O.________ vom 15. Februar 2000 und des
Dr. med. S.________ vom 13. September 2000). Auch in dieser Phase wurde die
physiotherapeutische Behandlung fortgesetzt. Während der nächsten zwei Jahre -
die Beschwerdeführerin hatte ihre Beschäftigung bei der Post anfangs Februar
2001 aufgegeben - fand die ärztliche Verlaufskontrolle unregelmässig und in
grossen zeitlichen Abständen statt; die Physiotherapie wurde noch gelegentlich
durchgeführt und, nachdem eine ca. dreimonatige Pause eingelegt worden war, ab
Mai 2001 zufolge wieder verstärkt aufgetretener Nackenschmerzen erneut
regelmässig absolviert (Berichte des Dr. med. S.________ vom 18. April 2001, 7.
Juni und 21. Oktober 2002, der Beschwerdegegnerin vom 20. Juni 2002 sowie des
Dr. med. O.________ vom 25. November 2002). Nach der Trennung von ihrem Ehemann
fand die Versicherte zu Beginn des Jahres 2002 eine 70 %-Anstellung im
buchhalterischen Bereich. Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 18. August 2004
gab Dr. med. S.________ an, dass bezüglich des Unfalles vom 16. Oktober 1998
keine eigentliche Behandlung mehr stattfinde (halbjährliche bis jährliche
hausärztliche Beratungen, intermittierend Physiotherapie [einmal jährlich
entsprechende Verordnung]).
5.2.3.2 Vor diesem Hintergrund kann nicht von einer fortgesetzt spezifischen,
für die Beschwerdeführerin eine erhebliche Mehrbelastung darstellenden
ärztlichen Behandlung ausgegangen werden, zumal eine derartige - sich allein
aus dem Umstand der Therapierung ergebende - Zusatzbelastung selbst im Falle
von im wöchentlichen Rhythmus durchgeführten physiotherapeutischen Vorkehren
nicht bejaht werden könnte.
5.2.4 Zu verneinen sind mit der Vorinstanz sodann klarerweise die - unverändert
übernommenen - Kriterien der ärztlichen Fehlbehandlung sowie des schwierigen
Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen (E. 10.2.5 und 10.2.6 des
Urteils BGE U 394/06). Ob das ärztlich angeordnete mehrwöchige Tragen eines
weichen Halskragens nach heutiger medizinischer Auffassung als kontraindiziert
zu betrachten ist, kann dahingestellt bleiben, weil jedenfalls nichts dafür
spricht, dass die Unfallfolgen dadurch erheblich verschlimmert wurden.
Insbesondere lässt der Umstand, dass Dr. med. O.________ anlässlich seiner
kreisärztlichen Untersuchung vom 25. November 2002 - und damit über vier Jahre
nach dem Unfallereignis - eine ungenügend trainierte tonische
Schultergürtelmuskulatur festgestellt hat, entgegen der Betrachtungsweise der
Beschwerdeführerin keinen derartigen Schluss zu. Ebenso wenig kann dem Hausarzt
in Anbetracht des sich mittelfristig auf einem weitgehend stabilen Niveau
eingependelten Beschwerdebildes vorgeworfen werden, er hätte die Versicherte in
einem früheren Stadium an auf Schleudertrauma-Patienten spezialisierte
Fachärzte überweisen sollen.
5.2.5 Adäquanzrechtlich bedeutsam können im Weiteren nur in der Zeit zwischen
dem Unfall und dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen
Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt
sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die
verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (E. 10.2.4 des
Urteils BGE U 394/06). Gemäss gutachtlichen Ausführungen der rheumatologischen
Fachärzte des Spitals X.________ (vom 9. Juni 2005) leidet die
Beschwerdeführerin aktuell noch an persistierenden, belastungs- und
positionsabhängigen Schmerzen im Nacken und Schultergürtel rechtsbetont mit
Besserung im Liegen. Gegenüber den Experten der Neurologischen Klinik gab die
Versicherte (laut Gutachten vom 4. Oktober 2005) an, ständig Nackenbeschwerden
im Sinne eines Spannungsgefühls zu haben; zusätzlich bestünden Schmerzen im
Nackenbereich. Relevante Kopfschmerzen wurden demgegenüber verneint. Auf Grund
dieses Befundes kann dem kantonalen Gericht, welches das diesbezügliche
Kriterium verneint, nicht ohne weiteres gefolgt werden. Auch wenn die
Beschwerdeführerin mittlerweile gelernt hat, "mit ihren Beschwerden umzugehen
und damit zu leben" (vgl. Gutachten der Rheumaklinik des Spitals X.________ vom
9. Juni 2005, S. 5), ergeben sich daraus doch gewichtige Einschränkungen in den
alltäglichen Verrichtungen: Die Versicherte war gezwungen, ihren angestammten
Beruf der Zustellung aufzugeben und sich in den Innendienst versetzen zu
lassen. Ferner musste sie auf die anvisierte Ausbildung zur Fahrlehrerin
verzichten, kann diverse ihrer vormals ausgeübten sportlichen
Freizeitaktivitäten (Tanzen, Kino, Schwimmen, Motor- und Fahrradfahren, Ski-
und Snowboardfahren, Reiten etc.) nicht oder nurmehr unter Schmerzen ausüben
und ist auch im Haushalt sowie bei der Betreuung ihrer kleinen Tochter
beeinträchtigt. Das Kriterium ist daher, wenn auch nicht in besonders
ausgeprägter Form - immerhin ist es der Beschwerdeführerin noch möglich und
zumutbar, vollzeitig einer leidensangepassten beruflichen Betätigung
nachzugehen (vgl. E. 5.2.6 hiernach) -, als erfüllt zu betrachten.
5.2.6 Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, ist dem
Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis mittelschweren
Schleudertraumen der HWS (und punkto Adäquanzbeurteilung gleich zu behandelnden
Verletzungen) ein längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess
vom medizinischen Standpunkt aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die
Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher massgebend, sondern eine erhebliche
Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die versicherte Person
ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Darin liegt der Anreiz für die versicherte
Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig zu
werden. Gelingt es ihr trotz solcher Anstrengungen nicht, ist ihr dies durch
Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein,
sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder optimal in den
Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person
können sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger
persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der persönliche
Einsatz im Rahmen von medizinischen Therapiemassnahmen zu berücksichtigen.
Sodann können Bemühungen um alternative, der gesundheitlichen Einschränkung
besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in der Zeit
bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in erheblichem Masse
arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das
Kriterium erfüllen (E. 10.2.7 [mit Hinweisen] des Urteils BGE U 394/06).
5.2.6.1 Die Beschwerdeführerin hat ihre angestammte berufliche Tätigkeit einen
Monat nach dem Auffahrunfall wieder im Umfang von 50 % aufgenommen und dieses
Pensum am 21. Dezember 1998 auf 100 % aufgestockt. Nach einem
innerbetrieblichen Wechsel arbeitet sie seit anfangs 2002 zu 70 % im
kaufmännisch-buchhalterischen Bereich eines Reisebüros. Gemäss
übereinstimmender Aussage der involvierten Ärzte ist ihr eine leichte,
wechselbelastende Beschäftigung (ohne repetitive oder schwere Tragarbeiten und
ohne monotone/stereotype manuelle Verrichtungen mit Dauerposition des Kopfes in
Flexion) vollzeitig zumutbar (Gutachten der Rheumaklinik des Spitals X.________
vom 9. Juni 2005, S. 7, und der Neurologischen Klinik vom 4. Oktober 2005, S.
9).
5.2.6.2 Auf Grund der dargelegten Sachlage kann das Kriterium der erheblichen
Arbeitsunfähigkeit nicht als gegeben angesehen werden, zumal sich dieses, was
die Beschwerdeführerin in ihrer Argumentation übersieht, nicht allein auf das
Leistungsvermögen im angestammten Beruf bezieht (RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, U
56/00; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81, E. 8.6.1, U 479/05; Urteile U 11/07 vom 27.
Februar 2007, E. 5.7, und U 37/06 vom 22. Februar 2007, E. 7.7; vgl. auch Art.
6 Satz 2 ATSG). Der Einwand der Versicherten, dass ihr bezüglich der aktuellen
Arbeit ärztlicherseits nur eine Leistungsfähigkeit im tatsächlich ausgeübten
Umfang von 70 % bescheinigt wird (Gutachten der Rheumaklinik des Spitals
X.________ vom 9. Juni 2005, S. 7 f.), ändert daran nichts.

5.3 Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass, da das grundsätzlich als
erfüllt zu betrachtende Kriterium der erheblichen Beschwerden nicht in
auffallender Weise vorliegt, dem Auffahrunfall vom 16. Oktober 1998 unter
adäquanzrechtlichem Blickwinkel keine massgebende Bedeutung für die über den
31. August 2005 andauernden gesundheitlichen Beschwerden beizumessen ist. Der
vom Unfallversicherer auf diesen Zeitpunkt vorgenommene - vorinstanzlich
bestätigte - Fallabschluss erfolgte daher zu Recht.

6.
Dem Prozessausgang entsprechend werden die Gerichtskosten der unterliegenden
Beschwerdeführerin auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons
Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 15. Mai 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

i.V. Widmer Fleischanderl