Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.483/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

8C_483/2007 {T 0/2}

Urteil vom 7. August 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Weber Peter.

Parteien
L._________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta, Obergasse 20,
8400 Winterthur,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons
Zürich vom 5. Juni 2007.

Sachverhalt:
-
Mit Verfügung vom 15. Mai 1986 sprach die IV-Stelle des Kantons Zürich dem 1958
geborenen L._________, der am 17. September 1976 mit dem Motorrad verunfallte
und seither an einer Beinlähmung links leidet, nach verschiedenen
Eingliederungsmassnahmen ab 1. Mai 1986 eine halbe Rente der
Invalidenversicherung zu. Am 28. Februar 1995 ersuchte der Versicherte um
Erhöhung der Rentenleistungen. Nach Einholung eines Berichts der Beruflichen
Abklärungsstelle (BEFAS) vom 6. Juni 1996 gewährte ihm die IV-Stelle mit
Verfügung vom 31. Januar 1997 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 68 % mit
Wirkung ab 1. März 1995 eine ganze Rente, welche am 25. März 1998 und am 28.
Mai 2001 revisionsweise bestätigt wurde. Infolge der 4. IV-Revision (per 1.
Januar 2004 in Kraft) setzte die IV-Stelle die laufende ganze Rente bei
unverändertem Invaliditätsgrad mit Verfügung vom 25. Juni 2004 per 1. August
2004 auf eine Dreiviertelsrente herab. Dagegen liess L._________ Einsprache
erheben, mit der Begründung, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert.
Am 26. September 2005 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie nicht
nur an der angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2004 festhalte, sondern eine
wiedererwägungsweise Herabsetzung der Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad
von 50 % beabsichtige. Sodann gab sie ihm die Möglichkeit sich zur Sache zu
äussern, kündigte eine reformatio in peius an und stellte ihm frei, die
Einsprache zurückzuziehen. Nachdem der Versicherte an seiner Einsprache
festhielt, wies die IV-Stelle diese mit Einspracheentscheid vom 13. Januar 2006
ab, setzte die Rente mit Wirkung ab 1. März 1995 basierend auf einem
Invaliditätsgrad von 50 % auf eine halbe Rente fest und sprach ihm - unter
Berücksichtigung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV - mit Wirkung ab 1. März 2006
eine halbe Invalidenrente zu.
-
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies die dagegen erhobene
Beschwerde, in deren Folge weitere ärztliche Berichte eingereicht worden waren,
mit Entscheid vom 5. Juni 2007 ab.
-
Der Versicherte lässt unter Beilage eines kreisärztlichen Untersuchungsberichts
der SUVA (vom 6. Juli 2007) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten führen mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des kantonalen
Gerichtsentscheides sei festzustellen, dass er ab 1. März 1995 Anspruch auf
eine volle Rente bei einem Invaliditätsgrad von 68 % habe. Weiter sei
festzustellen, dass ihm eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 70 % ab dem 1. März 2006 zustehe. Eventuell sei die Sache zwecks
Durchführung medizinischer Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen, zudem
sei ein Parteiverhör durchzuführen.

Während die IV-Stelle unter Verweis auf den Gerichtsentscheid auf Abweisung der
Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt für Sozialversicherungen auf
eine Vernehmlassung.

Erwägungen:
-
Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelenheiten kann u.a. die
Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (Art. 95 lit. a BGG). Das
Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz
festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung
von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich
unrichtig ist oder wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG
beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG), wozu auch die unvollständige (gerichtliche)
Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen (Urteile 9C_40/2007 vom 31. Juli
2007, E. 1; Ulrich Meyer, N 25, 36 und 58-61 zu Art. 105, in: Niggli/Uebersax/
Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Basel 2008)
und die Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes als einer wesentlichen
Verfahrensvorschrift gehört (Urteile 8C_364/2007 vom 19. November 2007, E.
3.3). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur soweit vorgebracht werden, als
erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
-
- Das kantonale Gericht hat die Begriffe der Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG in
Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) und der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG)
sowie die gesetzlichen Vorschriften über den Umfang eines allfälligen
Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG) und die Invaliditätsbemessung bei
Erwerbstätigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG in
Verbindung mit Art. 16 ATSG) einschliesslich der dazu ergangenen Rechtsprechung
(BGE 128 V 29 E. 1 S. 30 f. mit Hinweisen) zutreffend dargelegt, worauf
verwiesen wird. Gleiches gilt für die Rentenrevison (Art. 17 Abs. 1 ATSG) und
die massgebende Rechtsprechung (BGE 130 V 343 E. 3.5 S 349 ff., ferner BGE 133
V 108 E. 5 S. 110 ff.). Richtig sind auch die Ausführungen zur Bedeutung
ärztlicher Auskünfte im Rahmen der Invaliditätsbemessung (BGE 125 V 256 E. 4 S.
261 und 351 E. 3 S. 352 ff.).
- Zu betonen bleibt, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen
auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, welche nicht
Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben,
zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von
erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung im Sinne
dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen
Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung
des Sachverhalts (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17 mit Hinweis; Urteil 9C_215/2007 vom
2. Juli 2007 E. 3.1). Ein Verwaltungsakt ist zweifellos unrichtig, wenn kein
vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit möglich ist. Es ist nur ein einziger
Schluss - derjenige auf Unrichtigkeit der Verfügung - möglich (SVR 2005 ALV Nr.
8 S. 27 E. 3.1.1 [C 214/03]). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung
eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des
Art. 17 ATSG nicht erfüllt sind (vgl. BGE 127 V 466 E. 2c S. 469 mit
Hinweisen).
-
Streitig und zu prüfen ist zunächst die Frage, ob die Rentenrevisionsverfügung
vom 31. Januar 1997 zu Recht in Wiedererwägung gezogen und die Zusprache einer
Rente im Ausmass über eine halbe Rente per 1. März 1995 aufgehoben wurde.
Mithin gilt zu beurteilen, ob diese Revisionsverfügung zweifellos unrichtig
war. Ausser Frage steht indessen, dass deren Berichtigung im Falle zweifelloser
Unrichtigkeit von erheblicher Bedeutung wäre.
- Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, dass sich der von der
IV-Stelle revisionsweise vorgenommene Einkommensvergleich als falsch erweise,
was im Einspracheentscheid vom 13. Januar 2006 korrekt dargelegt worden sei.
Die IV-Stelle habe in der Revisionsverfügung vom 31. Januar 1997 das
Valideneinkommen mit Fr. 63'211.- (in der angestammten Tätigkeit als Zementer)
und das Invalideneinkommen mit Fr. 20'475.- bemessen und so einen
Invaliditätsgrad von 67,7% errechnet. Dabei habe sie das Invalideneinkommen zu
Unrecht allein unter Berücksichtigung einer möglichen Tätigkeit als
Hilfsmechaniker in einer Velowerkstatt festgelegt.
In der Folge nahm die Vorinstanz einen eigenen Einkommensvergleich vor. Beim
Valideneinkommen ging sie davon aus, dass der Beschwerdeführer in seiner
angestammten Tätigkeit als Zementer im Jahre 1995 (Zeitpunkt der
Rentenerhöhung) ein Einkommen von Fr. 61'750.- (4'750.- x 13) hätte erzielen
können und verwies auf ein eigenes Urteil vom 22. September 2000 im
entsprechenden Unfallversicherungsprozess. Bei der Bemessung des
Invalideneinkommens zog sie die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik
herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) bei und
berücksichtigte, da dem Beschwerdeführer nur Hilfsarbeiten offen stehen, die
Rubrik "einfache und repetitive Tätigkeiten". Ausgehend vom durchschnittlichen
monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) für Männer, Anforderungsniveau 4, privater
Sektor, total (Tabelle TA1, LSE 1994), aufgerechnet auf die betriebsübliche
wöchentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden im Jahre 1995 und unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 1,3 % bis ins Jahre 1995,
errechnete sie ein Invalideneinkommen von Fr. 52'551.-. Dieses reduzierte sie
auf Fr. 37'626.- mit der Begründung, dass der Versicherte bloss noch im Umfang
von 30 Stunden pro Woche (sechs Stunden täglich) arbeiten könne. Zudem gewährte
sei einen Abzug vom Tabellenlohn von 20 % zufolge mannigfaltig eingeschränkter
Einsatzfähigkeit, woraus ein Invalideneinkommen von Fr. 30'100.80 resultierte.
In Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Valideneinkommen von Fr.
61'750.- und Invalideneinkommen von Fr. 30'100.80) errechnete sei einen
Invaliditätsgrad von 51,25 % und folgerte, dass der Rentenrevisionsentscheid
vom 31. Januar 1997 offensichtlich unrichtig war und zu Recht in Wiedererwägung
gezogen wurde.
- Das kantonale Gericht stützte sich bezüglich der Arbeitsfähigkeit in
Bestätigung der IV-Stelle auf den Bericht der BEFAS vom 6. Juni 1996. Entgegen
den Einwendungen des Beschwerdeführers ist dies nicht zu beanstanden, erfüllt
dieser doch alle von der Rechtsprechung aufgestellten Anforderungen an eine
beweistaugliche und beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage (BGE 125 V
351 E. 3a S. 352). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist dabei entgegen dem
Beschwerdeführer nicht die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. In diesem BEFAS-Bericht
wird von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % für eine vorwiegend sitzend
auszuführende, leichtere manuelle Tätigkeit, bei Möglichkeit zu kurzzeitigen
Positionswechseln (Sitzen/Stehen oder ein paar Schritte Gehen) ausgegangen.
Wegen verminderter körperlicher Belastbarkeit und auch prophylaktisch möglichst
zur Vermeidung des Auftretens von Druckulcedra am linken Fuss empfiehlt sich
gemäss medizinischer Einschätzung eine Verwertung der Arbeitsfähigkeit bei
reduziertem Arbeitspensum (z.B. 4 ½ bis 6 Stunden täglich). Indem die
Vorinstanz gestützt darauf bei der Bestimmung des Invalideneinkommens von einer
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von sechs Stunden täglich, bzw. 30
Stunden wöchentlich ausging, hat sie, wie vom Beschwerdeführer zu Recht gerügt
wird, den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, weshalb das
Bundesgericht daran nicht gebunden ist. Vielmehr ist auf der Basis einer
ausgewiesenen zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % von einem Invalideneinkommen
von Fr. 26'275.50 (gemäss LSE Fr. 52'551.- : 2) auszugehen. Unter
Berücksichtigung eines Abzuges von 20 % resultiert ein Invalideneinkommen von
Fr. 21'020.40. Was den beschwerdeweise geltend gemachten höheren Abzug von 25 %
betrifft, gilt festzustellen, dass die Frage nach der Höhe eines in einem
konkreten Fall grundsätzlich angezeigten leidensbedingten Abzugs eine typische
Ermessensfrage darstellt, deren Beantwortung letztinstanzlicher Korrektur nur
mehr dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht sein Ermessen
rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, also Ermessensmissbrauch oder aber
Ermessensüberschreitung oder -unterschreitung vorliegt (vgl. BGE 132 V 393 E.
3.3 in fine S. 399). Davon kann vorliegend indessen keine Rede sein. Die
Vorbringen in der Beschwerdeschrift lassen den vorinstanzlich bestätigten
20%igen Abzug nicht als ermessensmissbräuchlich erscheinen, sodass daran
festgehalten wird.
Bezüglich des Valideneinkommens ging die Vorinstanz von Fr. 61'750.- aus.
Weshalb sie nicht das gleiche Einkommen wie in der Verfügung in Höhe von Fr.
63'211.- zu Grunde legte, welches gemäss dem vorinstanzlich bestätigten
Einspracheentscheid aufgrund der Angaben des ehemaligen Arbeitgebers unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ermittelt wurde, wird nicht
begründet, schon gar nicht, dass dieses zweifellos unrichtig war. Der Verweis
auf den Einkommensvergleich im Unfallversicherungsprozess vermag nicht zu
genügen (vgl. BGE 133 V 549 und BGE 126 V 288). Mithin ergibt sich in
Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 63'211.- und des
Invalideneinkommens von Fr. 21'020.40 ein Invaliditätsgrad von 66,8 % oder
gerundet von 67 %. Bei dieser Ausgangslage erweist sich der in der
Revisionsverfügung vom 31. Januar 1997 errechnete Invaliditätsgrad von 67,7 %
nicht als zweifellos unrichtig. Somit mag das damalige Vorgehen der Verwaltung
(Abstellen auf eine einzige Verweisungstätigkeit) mit der Vorinstanz zwar
falsch gewesen sein, allerdings rechtfertigt dies nicht, die Revisionsverfügung
vom 31. Januar 1997, mit welcher gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 68 %
mit Wirkung ab 1. März 1995 eine ganze Rente zugesprochen wurde,
wiedererwägungsweise aufzuheben. Um eine zugesprochene Rente
wiedererwägungsweise aufheben zu können, müsste - nach damaliger Sach- und
Rechtslage - erstellt sein, dass eine korrekte Invaliditätsbemessung
hinsichtlich des Leistungsanspruchs zu einem anderen Ergebnis geführt hätte
(vgl. Urteil 9C_575/2007 vom 18. Oktober 2007, E. 3.3 mit Hinweisen).
-
- Weiter gilt es zu prüfen, ob sich im massgebenden Vergleichszeitraum seit der
Rentenverfügung vom 31. Januar 1997 bis zum Einspracheentscheid vom 13. Januar
2006 (BGE 130 V 71 E. 3.2.3. S. 76 mit Hinweisen) der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers und mithin die Arbeitsfähigkeit in Renten relevantem Ausmass
verschlechtert hat, wie der Beschwerdeführer geltend macht.
- Nach überzeugender Würdigung der medizinischen Aktenlage, insbesondere auch
der im Rahmen des kantonalen Gerichtsverfahrens eingereichten Berichte des
Spitals X._________ (vom 13. September 2005, 21. Dezember 2005 und 16. März
2006), wo am 1. September 2005 eine Laminektomie L5, eine mikrochirurgische
Dekompression der Wurzeln L4, L5 und S1 beidseits, eine interkorporelle Fusion
L4/L5 und L5/S1 mit PEEK-Cages und autologem Knochen, eine dynamische
Instrumentierung von L3-S1 mit Dynesys-Pedikelschraubensystem vorgenommen
wurden, und des Berichts des Rehabilitationszentrums der Klinik Y.________ (vom
30. September 2005), hat die Vorinstanz erwogen, dass sich der
Gesundheitszustand seitens der Unfallfolgen nicht verändert hat. Was die vom
Hausarzt Dr. med. B.________, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, im Bericht vom
31. Dezember 2004 erwähnten, neu aufgetretenen Rückenbeschwerden (als Folge der
Fehlbelastung und der Lähmung des linken Beines) betrifft, hielt sie gestützt
auf die aktuellen Berichte des Spitals X._______ zu Recht fest, dass diese
erfolgreich operativ behandelt wurden und anlässlich der Schlusskontrolle Mitte
März 2006 keine Einschränkungen mehr erwähnt wurden. Von einer willkürlichen
Würdigung der vorhandenen medizinischen Akten und einer offensichtlich
unrichtigen Sachverhaltsfeststellung, wie beschwerdeweise geltend gemacht wird,
kann nicht die Rede sein. Wenn der Beschwerdeführer mit Hinweis auf den Bericht
der kreisärztlichen Untersuchung der SUVA (vom 6. Juli 2007) etwas
Gegenteiliges ableiten will, kann dem nicht gefolgt werden. Die darin ergangene
medizinische Beurteilung liegt im Wesentlichen ausserhalb des gerichtlichen
Prüfungszeitraumes (BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 S. 412, 116 V 246 E. 1a S. 248).
Zudem wäre dieser Bericht als neues Beweismittel ohnehin unzulässig, legt doch
der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern erst der angefochtene Entscheid dazu
Anlass gab (Art. 99 Abs. 1 BGG). Eine offensichtlich unrichtige Feststellung
des Sachverhalts durch die Vorinstanz ist nicht zu erkennen, weshalb das
Bundesgericht daran gebunden ist. Auch die Einwände des Beschwerdeführers
betreffend die vorhandenen Alkoholprobleme und die damit zusammenhängende
psychische Problematik, welche in Verletzung des Untersuchunsgrundsatzes nicht
weiter abgeklärt worden seien, überzeugen nicht. Wie die Vorinstanz zutreffend
erwog, sind die angeführten Alkoholprobleme nicht dergestalt, dass sie eine
invalidenversicherungsrechtlich bedeutsame Arbeitsunfähigkeit verursachen
würden. Sie stützte sich diesbezüglich auf den Abklärungsbericht der Klinik
Z.________ (vom 23. Juni 2004), wo am 21. Juni 2004 (wegen wiederholten Fahrens
in angetrunkenem Zustand) ein Abklärungsgespräch stattgefunden hatte. Darin
wurde von einem Alkoholabhängigkeitssyndrom vom Konsummuster des
Intoxikationstrinkens mit episodischem Substanzgebrauch (F10.26) gesprochen und
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Betreffend den geltend gemachten
psychischen Problemen finden sich in den Akten keine entsprechenden
Anhaltspunkte.

Vor diesem Hintergrund sind von den beantragten weiteren Beweismassnahmen keine
entscheidserheblichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb auf deren Abnahme
verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94,
122 V 157 E. 1d S. 162). Dies gilt insbesondere für das beantragte Parteiverhör
(Art. 55 BGG in Verbindung mit Art. 62 - 65 BZP, vgl. Seiler/von Werdt/
Güngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, N 11 zu Art. 55 BGG). Im
vorliegenden Fall ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde auch nicht
überzeugend begründet, inwiefern von einem Parteiverhör ein entsprechender
Erkenntnisgewinn für den massgebenden Beurteilungszeitraum erwartet werden
könnte. Davon ist ebenfalls abzusehen.
-
Zusammenfassend steht fest, dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers seit der Revisionsverfügung vom 31. Januar 1997 bis zum
relevanten Vergleichszeitpunkt vom 13. Januar 2006 gestützt auf die für das
Bundesgericht verbindliche vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht
verändert hat. Die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
beträgt somit weiterhin 50% und nicht wie fälschlicherweise die Vorinstanz
angenommen hat 6 Stunden pro Tag. Nachdem in erwerblicher Hinsicht
unbestrittenermassen keine Veränderung eingetreten ist, ist weiterhin von einem
Invaliditätsgrad von 68% auszugehen. Mithin ist die Beschwerde teilweise
gutzuheissen, der vorinstanzliche Entscheid und der Einspracheentscheid
aufzuheben und dem Beschwerdeführer in Bestätigung der Verfügung vom 25. Juni
2004 - unter Berücksichtigung der 4. IV-Revision - die laufende ganze Rente per
1. August 2004 (Art. 88bis Abs. 1 lit.a IVV) auf eine Dreiviertelrente
herabzusetzen.
-
Die Gerichtskosten sind anteilmässig zu verlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die
Beschwerdegegnerin hat dem teilweise obsiegenden Beschwerdeführer eine
reduzierte Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:
-
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des
Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 5. Juni 2007 und der
Einspracheentscheid der IV-Stelle des Kantons Zürich vom 13. Januar 2006 werden
aufgehoben. Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer bis 31. Juli 2004 eine ganze
und ab 1. August 2004 eine Dreiviertelsrente auszurichten.
-
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden im Umfang von Fr. 200.- dem
Beschwerdeführer, im Umfang von Fr. 300.- der Beschwerdegegnerin auferlegt.
-
Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin für das bundesgerichtliche
Verfahren mit Fr. 1'500.- zu entschädigen.
-
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientschädigung des vorangegangenen
Verfahrens an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich zurückgewiesen.
-
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons
Zürich, dem Bundesamt für Sozialversicherungen und der Ausgleichskasse des
Schweizerischen Baumeisterverbandes schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 7. August 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Weber Peter