Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.485/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_485/2007

Urteil vom 28. März 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Lustenberger,
Gerichtsschreiberin Weber Peter.

Parteien
V.________, 1974, Beschwerdeführer, vertreten durch Centro Consulenze,
Direzione Centrale, Belpstrasse 11, 3007 Berna,

gegen

IV-Stelle Glarus, Zwinglistrasse 6, 8750 Glarus, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom
11. Juli 2007.

Sachverhalt:
Mit Verfügung vom 1. Februar 2007 lehnte die IV-Stelle des Kantons Glarus nach
beruflichen und medizinischen Abklärungen das Begehren des 1974 geborenen
V.________ auf Leistungen der Invalidenversicherung (Rente, Umschulung) mangels
anspruchsbegründender Invalidität ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das
Verwaltungsgericht des Kantons Glarus mit Entscheid vom 11. Juli 2007 ab.

Der Versicherte lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten
führen mit dem Antrag, in Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides seien
berufliche Eingliederungsmassnahmen insbesondere eine Umschulung, eventualiter
Rentenleistungen mit Wirkung ab 4. Januar 2005 zu gewähren. Zudem wird um
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht.

Mit Verfügung vom 12. Februar 2008 wies die I. sozialrechtliche Abteilung das
Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege wegen
Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und forderte diesen mit zusätzlicher
Verfügung auf, bis 14. März 2008 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-
einzuzahlen, was er fristgemäss tat.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann
wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht
legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt
hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes
wegen nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder
auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2
BGG; vgl. zur auch unter der Herrschaft des BGG gültigen Abgrenzung von Tat-
und Rechtsfragen im Bereich der Invaliditätsbemessung [Art. 16 ATSG] für die
Ermittlung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 1 IVG BGE 132 V 393).

2.
2.1 Das kantonale Gericht hat in pflichtgemässer Würdigung der gesamten
Aktenlage mit in allen Teilen überzeugender Begründung, auf die verwiesen wird
(Art. 109 Abs. 3 BGG), erkannt, dass der Beschwerdeführer für eine
leidensangepasste, wechselbelastende Tätigkeit mit überwiegend sitzendem Anteil
und ohne kniende Verrichtungen zu 100 % arbeitsfähig ist. An dieser
Betrachtungsweise vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu
ändern. Sie sind nicht geeignet, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung
als offensichtlich unrichtig und unvollständig erscheinen zu lassen. Von einer
willkürlichen Beweiswürdigung durch die Vorinstanz kann ohnehin nicht
gesprochen werden. Eine Beweiswürdigung ist nicht bereits willkürlich, wenn
eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre,
sondern erst, wenn der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, zur
tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem
offenkundigen Fehler beruht (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56). So verhält es sich hier
indessen nicht.

2.2 Für die Ermittlung des Invaliditätsgrades stellte das kantonale Gericht auf
die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen
Lohnstrukturerhebung (LSE) ab und gewährte dem Versicherten einen Abzug von 15
% von den Tabellenlöhnen, womit ein Invaliditätsgrad von 15 % resultierte.
Dabei stellte es dem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 55'300.- das
korrekt aufgrund der LSE-Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, festgesetzte
Invalideneinkommen von Fr. 46'920.- gegenüber. Diese Ermittlung des
Invaliditätsgrades hat das kantonale Gericht entgegen den Einwendungen in der
Beschwerde ohne Verletzung von Bundesrecht vorgenommen. Insbesondere hat es
zutreffend begründet, weshalb auf die Tabellenlöhne abzustellen ist. Von einer
Verletzung des rechtlichen Gehörs kann keine Rede sein. Im massgebenden
Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 1. Februar 2007 hatte der Versicherte die
neue Stelle (50 %) noch nicht inne, weshalb entgegen dessen Auffassung nicht
vom tatsächlichen Einkommen auszugehen ist. Wenn der Beschwerdeführer zudem
einen höheren als den gewährten Abzug vom Tabellenlohn geltend macht, dringt er
ebenfalls nicht durch. Dabei handelt es sich nämlich um einen typischen
Ermessensentscheid, welcher einer Korrektur nur bei rechtsfehlerhafter Ausübung
des Ermessens durch das kantonale Gericht zugänglich wäre (Art. 95 lit. a BGG),
wofür bei der gewährten 15%igen Reduktion (anstelle der verlangten 25 %)
indessen keine Anhaltspunkte bestehen.

3.
Die Beschwerde hatte keine Aussicht auf Erfolg, weshalb sie im vereinfachten
Verfahren nach Art. 109 BGG als offensichtlich unbegründet (Abs. 2 lit. a),
ohne Durchführung eines Schriftenwechsels, mit summarischer Begründung und
unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid (Abs. 3) erledigt wird.

4.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei
auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, der
Ausgleichkasse des Kantons Glarus und dem Bundesamt für Sozialversicherungen
schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 28. März 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Weber Peter