Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.497/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_497/2007

Urteil vom 25. März 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

Parteien
M.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.
Juli 2007.

Sachverhalt:

A.
Die 1958 geborene, seit Dezember 1999 von ihrem Ehemann getrennt lebende und
seit April 2005 geschiedene M.________, Mutter zweier 1987 und 1990 geborener
Kinder, meldete sich am 8. Januar 2003 unter Hinweis auf seit einem
Auffahrunfall vom 20. April 1998 persistierende Beschwerden ("HWS/
BWS-Schleudertrauma") bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die
IV-Stelle Bern klärte die Verhältnisse in medizinischer, beruflich-erwerblicher
sowie haushaltlicher Hinsicht ab, wobei sie insbesondere eine polydisziplinäre
Begutachtung durch die Medizinische Abklärungsstation (MEDAS; Expertise vom 18.
Juli 2005 [samt Ergänzung vom 25. August 2006]) und Erhebungen vor Ort
(Abklärungsbericht Haushalt vom 23. Mai 2006 [samt Fragebogen vom 4. April
2006]) veranlasste. Gestützt darauf gelangte sie, nachdem mit Verfügung vom 31.
Januar 2006 berufliche Massnahmen in Form von Berufsberatung und Abklärung der
beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten gewährt worden waren, - ausgehend von
einer Aufteilung der Aufgabenbereiche Erwerbstätigkeit/Haushalt im
Gesundheitsfall von je 50 %, einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, einer
Erwerbseinbusse von 0 % sowie einer Einschränkung in den häuslichen
Verrichtungen von 27 % - zu einem gewichteten Invaliditätsgrad von
rentenausschliessenden 14 % ([0,5 x 0 %] + [0,5 x 27 %]; Vorbescheid vom 27.
Juni 2006). Daran wurde am 18. Dezember 2006, u.a. nach Einholung einer
Stellungnahme des IV-Abklärungsdienstes vom 5. Dezember 2006, verfügungsweise
festgehalten.

B.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons
Bern ab, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 10. Juli 2007).

C.
M.________ führt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und
subsidiäre Verfassungsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren um Aufhebung des
vorinstanzlichen Entscheides und - sinngemäss - Zusprechung einer Rente. Ferner
ersucht sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (im Sinne der
unentgeltlichen Prozessführung sowie, sofern ein zweiter Schriftenwechsel
angeordnet werden sollte, der Bestellung eines unentgeltlichen
Rechtsbeistandes).

Während die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das
Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
Da sich die letztinstanzlich erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten als zulässig erweist (Art. 82 lit. a BGG), ist auf die
ebenfalls erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten (Art. 113
BGG).

2.
2.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG)
kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das
Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz
festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung
von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich
unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht
(Art. 105 Abs. 2 BGG).
2.2
2.2.1 Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist auf Grund der Vorbringen in
der Beschwerde ans Bundesgericht zu prüfen, ob der angefochtene kantonale
Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und
beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht, Völkerrecht oder kantonale
verfassungsmässige Rechte verletzt (Art. 95 lit. a-c BGG), einschliesslich
einer allfälligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 97 Abs. 1,
Art. 105 Abs. 2 BGG). Hingegen hat unter der Herrschaft des BGG eine freie
Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheides in tatsächlicher Hinsicht zu
unterbleiben (ausser wenn sich die Beschwerde gegen einen - im hier zu
beurteilenden Fall indessen nicht anfechtungsgegenständlichen - Entscheid über
die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Militär- oder
Unfallversicherung richtet; Art. 97 Abs. 2 BGG). Ebenso entfällt eine Prüfung
der Ermessensbetätigung nach den Grundsätzen zur Angemessenheitskontrolle (BGE
126 V 75 E. 6 S. 81 zu Art. 132 lit. a OG [in der bis 30. Juni 2006 gültig
gewesenen Fassung]).
2.2.2 Im Rahmen der Invaliditätsbemessung - insbesondere bei der Ermittlung von
Gesundheitsschaden, Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeitsprofil sowie bei der
Festsetzung der Vergleichseinkommen (Einkommen, welches die versicherte Person
ohne Gesundheitsschädigung hätte erzielen können [Valideneinkommen]; Einkommen,
welches sie trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch zu erzielen
vermöchte [Invalideneinkommen]) - sind zwecks Abgrenzung der (für das
Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen) Tatsachenfeststellungen von den
(letztinstanzlich frei überprüfbaren) Rechtsanwendungsakten der Vorinstanz
weiterhin die kognitionsrechtlichen Grundsätze heranzuziehen, wie sie in BGE
132 V 393 E. 3 S. 397 ff. für die ab 1. Juli bis 31. Dezember 2006 gültig
gewesene Fassung von Art. 132 des nunmehr aufgehobenen OG entwickelt wurden.

3.
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführerin ein Rentenanspruch
zusteht. Das kantonale Gericht hat die hierfür massgeblichen Bestimmungen und
Grundsätze zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird.

4.
4.1 Die Vorinstanz ist bei der Invaliditätsbemessung davon ausgegangen, die
Versicherte wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nach der Trennung von
ihrem Ehemann im Dezember 1999 vorerst zu 50 % im kaufmännischen Bereich tätig
gewesen und hätte dieses Pensum mit zunehmendem Alter ihrer Kinder sukzessive
auf einen Beschäftigungsgrad von 60 bis 80 % erhöht. Angesichts des Alters des
jüngeren Kindes (13. November 1990) und der Tatsache, dass die
Beschwerdeführerin aktuell Anspruch auf Unterhaltszahlungen für sich und ihre
Tochter in der Höhe von monatlich Fr. 2500.- habe, könne eine 100 %ige
Erwerbstätigkeit im massgeblichen Beurteilungszeitraum ausgeschlossen werden.
Unter Annahme einer im Gesundheitsfall zu maximal 80 % ausgeübten erwerblichen
Beschäftigung wurde - in Anwendung der gemischten Methode (vgl. dazu BGE 125 V
146 E. 2a-c S. 148 ff. in Verbindung mit BGE 130 V 343 und BGE I 246/05 vom 30.
Oktober 2007, E. 7) - bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, einer
Erwerbseinbusse von 37,5 % sowie einer Einschränkung im Haushalt von 27 % ein
Invaliditätsgrad von 35 % ([0,8 x 37,5 %] + [0,2 x 27 %]) ermittelt.
Die Beschwerdeführerin bringt dagegen, namentlich zur Statusfrage vor, dass sie
spätestens bei Schulaustritt ihres jüngsten Kindes wieder vollzeitig
erwerbstätig gewesen wäre.

4.2 Bei der Feststellung des kantonalen Gerichts, in welchem Ausmass die
Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung einer ausserhäuslichen Arbeit
nachginge, handelt es sich um eine Erkenntnis tatsächlicher Art, die für das
Bundesgericht grundsätzlich verbindlich ist (E. 2 hievor; Urteil I 693/06 vom
20. Dezember 2006, E. 4.1).
4.2.1 Zur Statusfrage enthalten die Akten die folgenden sachdienlichen
Hinweise: Nachdem die Beschwerdeführerin die nach der obligatorischen Schulzeit
begonnene Lehre als kaufmännische Angestellte abgebrochen hatte, erlangte sie
1986 das Bürofachdiplom, woraufhin sie im kaufmännischen Bereich arbeitete.
Nach der Geburt ihres ersten Kindes im Jahr 1987 war sie vollzeitig im Haushalt
tätig. Von 1995 bis 2000 verkaufte die Versicherte auf selbstständiger Basis
Berufs- und Sicherheitsbekleidung. Anfangs September 2001 nahm sie eine
Tätigkeit als Versicherungsmaklerin auf, welche sie auch aus gesundheitlichen
Gründen jedoch lediglich während eines Monats ausübte. Seit April 2006 erledigt
die Beschwerdeführerin stundenweise Administrationsarbeiten für eine
physiotherapeutische Praxis. Im Dezember 1999 trennte sie sich von ihrem
Ehemann, wobei die beiden 1987 und 1990 geborenen Kinder unter ihre Obhut
gestellt wurden und der Ehegatte sich verpflichtete, für die beiden Kinder
Unterhaltsbeiträge von monatlich je Fr. 829.- zu bezahlen (vgl.
Trennungsvereinbarung vom 11. Januar 2001). Die Scheidung wurde - hinsichtlich
des Scheidungspunktes sowie der Kinderzuteilung - anfangs April 2005
rechtskräftig (Bescheinigung des Gerichtskreises X.________ vom 10. Januar
2006). Mit Vergleich vom 8. Dezember 2005 vereinbarten die geschiedenen
Ehegatten vor dem Obergericht des Kantons Bern, dass der Ehemann für die 1990
geborene Tochter einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1000.- sowie für
die Beschwerdeführerin einen solchen von Fr. 1500.-, erstmals zahlbar ab 1.
Januar 2006, leiste (vgl. auch Schreiben des Obergerichts des Kantons Bern vom
26. Januar 2006). Seit Februar 2002 wird die Versicherte sozialdienstlich
betreut und finanziell unterstützt (bis Ende Juni 2004 durch die Sozialdienste
S.________, daraufhin durch diejenigen der Gemeinde H.________; Formular der
IV-Stelle vom 23. Februar 2006; letztinstanzliche Beschwerde, S. 15).
Anlässlich der im Oktober 2005 im Haushalt der Beschwerdeführerin
durchgeführten IV-Erhebung erklärte sie, dass sie ohne Behinderung gerne einem
Erwerb im Bürobereich nachgehen würde. Aus finanziellen Gründen hätte sie nach
der Trennung von ihrem Ehemann 1999 eine Halbtagesstelle angenommen und das
Pensum wahrscheinlich mit Schulaustritt der Kinder gesteigert (vgl.
Abklärungsbericht Haushalt vom 23. Mai 2006, Ziff. 3.5). Auf die Frage, in
welchem Ausmass und seit wann sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung
ausserhäuslich erwerbstätig wäre, gab die Beschwerdeführerin im Rahmen eines
vom 4. April 2006 datierten Fragebogens der IV-Stelle an: "50 % ab Trennung,
individuelle Steigerung bis 100 %, den Verhältnissen der Kinder angepasst". In
ihrer Stellungnahme vom 16. August 2006 zum Vorbescheid der IV-Stelle vom 27.
Juni 2006, welchem eine hypothetische Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall von
50 % zugrunde gelegt worden war, liess die Versicherte ausführen, ohne Unfall
zu mehr als 50 % gearbeitet zu haben. Spätestens nach der Trennung hätte sie
dieses Pensum, wie bereits dargelegt, einhergehend mit dem Abschluss der
Ausbildung der Tochter sowie dem Auszug der Kinder sukzessive auf 100 % erhöht.
Sowohl in ihrer gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 18. Dezember 2006
erhobenen Beschwerde wie auch letztinstanzlich hielt die Versicherte daran
fest, als Gesunde spätestens nach der Trennung ihr Arbeitspensum stufenweise
auf 100 % gesteigert zu haben.
4.2.2 Vor diesem Hintergrund kann als erstellt angesehen werden, dass die
Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkungen nach der Trennung von
ihrem Ehemann im Dezember 1999 zunächst zu 50 % im kaufmännischen Bereich
gearbeitet und dieses Pensum sukzessive mit zunehmender Verselbstständigung
ihrer Kinder erhöht hätte. Entgegen der Annahme des kantonalen Gerichts
erscheint indessen in Anbetracht der Akten nicht eine Steigerung des
Arbeitspensums ab Abschluss der Schulausbildung der Tochter (bis zum Zeitpunkt
des grundsätzlich die zeitliche Grenze der richterlichen Beurteilung bildenden
Erlasses der Verfügung durch die IV-Stelle vom 18. Dezember 2006 [BGE 129 V 1
E. 1.2 S. 4 mit Hinweis]) auf 60 bis 80 % als überwiegend wahrscheinlich,
sondern eine solche auf 100 %. Dies ergibt sich zum einen aus den diesbezüglich
schlüssigen und widerspruchsfreien Aussagen der Beschwerdeführerin sowie dem -
von der Vorinstanz in nur ungenügendem Ausmasse berücksichtigten - Umstand,
dass die Versicherte vorerst, gemäss Trennungsvereinbarung vom 11. Januar 2001,
keine Alimentenzahlungen für sich beansprucht hat und der ihr gemäss Vergleich
vom 8. Dezember 2005 per 1. Januar 2006 zugesprochene Unterhaltsbeitrag in
ihrem beeinträchtigten Gesundheitszustand bzw. im Fehlen der wider Erwarten
nicht geflossenen sozialversicherungsrechtlichen Leistungen begründet liegt
(vgl. auch Schreiben des Obergerichts des Kantons Bern vom 26. Januar 2006
sowie der Versicherten vom 10. Juni 2006 zuhanden ihres Rechtsvertreters;
letztinstanzliche Beschwerde, S. 15). Entgegen der Stellungnahme des
IV-Abklärungsdienstes vom 5. Dezember 2006 sowie den Erwägungen im
angefochtenen Entscheid kann auf Grund der aktenkundigen Trennungs- und
Scheidungsakten nicht davon ausgegangen werden, dass die Versicherte bei
gesundheitlich intakter Situation Alimentenzahlungen für sich in Anspruch
genommen hätte, zumal diese, da der geschiedene Ehegatte seiner
Unterhaltsverpflichtung gemäss Angaben der Sozialdienste H.________ nicht oder
jedenfalls nicht regelmässig nachkommt, weshalb für die Tochter eine
Alimentenbevorschussung besteht, ohnehin keine verlässliche Einnahmequelle zu
bilden scheinen. Unter diesen Vorzeichen gaben denn auch die Sozialdienste
H.________ im Februar 2006 zuhanden der Beschwerdegegnerin auf die Frage, in
welchem Ausmass (Beschäftigungsgrad) von Seiten des Sozialdienstes bei gutem
Gesundheitszustand der Versicherten eine Erwerbstätigkeit erwartet würde, 100 %
an. Im Übrigen war die Beschwerdeführerin seit 1995 stets bemüht gewesen,
zumindest in einem Teilpensum erwerbstätig zu sein, was eine etappenweise
Aufstockung im Gesundheitsfall angesichts der konkreten Gegebenheiten ebenfalls
nahe legt.

Auf Grund der persönlichen, familiären, sozialen und finanziellen Verhältnisse
(vgl. zur diesbezüglich massgeblichen Gesamtbetrachtung: BGE 125 V 146 E. 2c S.
150, 117 V 194 E. 3b S. 194 ff.) bestehen somit gewichtige Anhaltspunkte dafür,
dass die Beschwerdeführerin in einem gesundheitlich unbelasteten Zustand nach
Abschluss der Schulausbildung der Tochter - laut Zwischenbericht der IV-Stelle,
Abteilung Berufliche Eingliederung, vom 16. Februar 2006 war dies im Verlaufe
des Jahres 2006 der Fall - ihr nach der Trennung von ihrem Ehemann
aufgenommenes und sukzessive erweitertes Halbtagespensum auf eine
Vollzeittätigkeit erweitert hätte. Der von der Vorinstanz insoweit
offensichtlich unrichtig ermittelte, rechtlich relevante Sachverhalt ist für
das Bundesgericht nicht verbindlich und entsprechend zu berichtigen. Es ist
mithin von einem (hypothetischen) Beschäftigungsgrad bis Ende Schulausbildung
der Tochter von 60 bis 80 % (bzw. 80 %; vgl. angefochtener Entscheid, E. 4.3) -
und der Bemessung der Invalidität nach der gemischten Methode - sowie ab diesem
Zeitpunkt von einem Vollzeitpensum auszugehen, was die Festsetzung der
Erwerbsunfähigkeit anhand der Einkommensvergleichsmethode indiziert.

5.
Zu prüfen ist im Weiteren - wenn auch ebenfalls lediglich unter eingeschränktem
Blickwinkel (E. 2.2.2 hievor) -, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin auf
Grund ihrer gesundheitlichen Probleme in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
ist. Nach Lage der Akten zu Recht vor- wie letztinstanzlich unbeanstandet
geblieben ist demgegenüber die gemäss Abklärungsbericht Haushalt vom 23. Mai
2006 auf 27 % veranschlagte Behinderung in den häuslichen Verrichtungen.

5.1 Namentlich gestützt auf die gutachterlichen - rheumatologische,
neurologische sowie psychiatrische Teilbegutachtungen beinhaltenden -
Schlussfolgerungen der MEDAS vom 18. Juli 2005 (samt ergänzender Stellungnahme
vom 25. August 2006) hat das kantonale Gericht erwogen, dass die
Beschwerdeführerin an einem sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden
funktionell-mechanischen cervicospondylogenen und cervicocephalen
Schmerzsyndrom beidseits sowie an einem progredienten Weichteilschmerzsyndrom
leidet, welche ausserhäusliche, den Leiden entsprechend angepasste Tätigkeiten
im kaufmännischen Bereich (Sachbearbeiterin/kaufmännische Angestellte/
Einzelunternehmerin im Detailhandel) noch im Umfang von vier Stunden pro Tag
(50 % eines Vollpensums) zuliessen, dieser Leistungsgrad längerfristig aber
noch erheblich steigerbar sei. Es besteht kein Anlass, von dieser Feststellung
der noch vorhandenen (Rest-)Arbeitsfähigkeit abzuweichen. Sie ist vor dem
Hintergrund der medizinischen Aktenlage weder offensichtlich unrichtig, noch
beruht sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG. Das kantonale
Gericht hat im Rahmen einer umfassenden, sorgfältigen und inhaltsbezogenen,
mithin bundesrechtskonformen Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG; BGE 132
V 393 E. 4.1 S. 400) zutreffend erläutert, weshalb es die MEDAS-Expertise im
Lichte der bundesrechtlichen Beweisgrundsätze als verlässliche
Entscheidungsgrundlage einstuft und der dortigen Einschätzung des verbliebenen
Leistungsvermögens ausschlaggebendes Gewicht beimisst.

5.2 Die vor dem Bundesgericht dagegen erhobenen Einwendungen vermögen, soweit
nicht bereits im vorinstanzlichen Verfahren entkräftet, zu keinem anderen
Ergebnis zu führen.
5.2.1 Soweit die Beschwerdeführerin, um die Plausibilität des von ihr geltend
gemachten Beschwerdebildes zu dokumentieren, erneut auf den Unfallhergang (vom
20. April 1998) Bezug nimmt, ist darauf hinzuweisen, dass die
Invalidenversicherung als finale Versicherung - im Unterschied zur
Unfallversicherung - sämtliche Leiden unabhängig von ihrer Ursache zu
berücksichtigen hat (BGE 124 V 174 E. 3b S. 178; Urteil I 654/05 vom 22.
November 2006, E. 3.2.3 mit Hinweisen).
5.2.2 Ferner hat sich bereits das kantonale Gericht einlässlich mit den gegen
das konsiliarische Teilgutachten des Dr. med. C.________, Innere Medizin FMH,
speziell Rheumaerkrankungen, vom 18. Juli 2005 vorgebrachten Rügen befasst und
schlüssig dargelegt, weshalb diese die Glaubwürdigkeit der betreffenden
Aussagen nicht in Zweifel zu ziehen vermögen. Weiterungen in dieser Hinsicht
erübrigen sich daher.
5.2.3 Was schliesslich die Aussagen der behandelnden Ärztinnen Frau Dr. med.
R.________, Innere Medizin & Rheumatologie FMH, in deren Berichten vom 12. und
22. Februar 2007 sowie der Frau Dr. med. K.________, Fachärztin FMH Psychiatrie
/Psychotherapie, vom März 2007 anbelangt, wonach die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin (nunmehr) zu einem erheblichen Teil durch eine psychische
Störung eingeschränkt sei, dürften diese, soweit überhaupt entscheidwesentlich
(vgl. dazu die E. 3.3.2 - 3.3.4 des angefochtenen Entscheides), mangels
Relevanz für den vorliegenden Prozess - die richterliche Überprüfungsbefugnis
endet in zeitlicher Hinsicht mit Erlass der Verfügung der Beschwerdegegnerin
vom 18. Dezember 2006 (vgl. E. 4.2.2 hievor) -, allenfalls im Rahmen eines
Revisionsverfahrens zu berücksichtigen sein (BGE 121 V 362 E. 1b S. 366 mit
Hinweis).

6.
Zu beurteilen sind sodann die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten
Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdeführerin meldete sich erstmals im Januar 2003
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an, sodass ein allfälliger
Rentenbeginn nach Massgabe von Art. 48 Abs. 2 Satz 1 IVG, nach welchem
Leistungen grundsätzlich lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden
Monate ausgerichtet werden (für den Tatbestand des Art. 48 Abs. 2 Satz 2 IVG
liegen keine Anhaltspunkte vor), frühestens auf den 1. Januar 2002 fallen
könnte. Es sind folglich, wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, die
(hypothetischen) Einkommensverhältnisse des Jahres 2002 massgebend.

6.1 Zur Bemessung des Valideneinkommens wurde - in für das Bundesgericht
grundsätzlich verbindlicher Weise (vgl. E. 2.2.2 hievor) - die vom Bundesamt
für Statistik periodisch herausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002
herangezogen und gestützt auf deren Tabelle TA7 (Privater und öffentlicher
Sektor zusammen), wonach der monatliche Durchschnittslohn im Wirtschaftszweig
23 (Andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten) bei Anforderungsniveau 4
(Einfache und repetitive Tätigkeiten) für Arbeitnehmerinnen bei Fr. 4769.-
liegt (S. 53), ein Valideneinkommen von Fr. 45'782.- für ein im Gesundheitsfall
zu 80 % (bzw. von Fr. 57'228.- für ein zu 100 %) ausgeübtes Arbeitspensum
ermittelt. Wie hiernach noch aufzuzeigen ist, würde selbst unter Zugrundelegung
der für Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt)
geltenden Lohnansätze (Fr. 5070.- monatlich; S. 53), wie sie die
Beschwerdeführerin moniert, kein höherer Invaliditätsgrad erreicht.

6.2 Das Invalideneinkommen ist ebenfalls auf der Basis der statistischen Werte
des Jahres 2002 festzusetzen, indessen ausgehend von einer noch zumutbaren
Arbeitsleistung von 50 %, woraus ein Betrag von Fr. 28'614.- resultiert (Fr.
57'228.- : 2). Gründe, welche einen hievon vorzunehmenden Abzug rechtfertigten
(vgl. dazu BGE 126 V 75 E. 5b/bb S. 80 mit Hinweisen), sind - mit der
Vorinstanz - nicht erkennbar und werden denn auch nicht geltend gemacht, zumal
eine allenfalls gesundheitlich bedingte Lohnminderung bereits mit der
Berücksichtigung der dem Anforderungsniveau 4 inhärenten tieferen Ansätze
abgegolten würde.

Für die Zeit bis zum Schulaustritt der jüngeren Tochter im Frühsommer 2006
ergibt sich mithin aus der Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 45'782.- [80
%-Pensum, Anforderungsniveau 4], Fr. 48'672.- [80 %-Pensum, Anforderungsniveau
3]) und Invalideneinkommen (Fr. 28'614.-) eine Erwerbseinbusse von 37,5 bzw.
41,2 %. Ab diesem Zeitpunkt beläuft sich diese bei gleichbleibendem
Invalideneinkommen aber einem Valideneinkommen von Fr. 57'228.- (100 %-Pensum,
Anforderungsniveau 4) bzw. Fr. 60'840.- (100 %-Pensum, Anforderungsniveau 3)
auf 50 bzw. 53 %. In Anbetracht einer Beeinträchtigung im Aufgabenbereich
Haushalt von 27 % beträgt die Invalidität gewichtet insgesamt während der
ersten Phase demnach rentenausschliessende 35 bzw. 38 % ([0,8 x 37,5 bzw. 41,2
%] + [0,2 x 27 %]; zu den Rundungsregeln: BGE 130 V 121). Ab Sommer 2006, wobei
der genaue Zeitpunkt noch durch die Beschwerdegegnerin zu eruieren sein wird,
ist alsdann ein Invaliditätsgrad von 50 bzw. 53 % zu verzeichnen, welcher
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente begründet (zum Moment der
revisionsrechtlich bedeutsamen prozentualen Erweiterung des Erwerbspensums im
Gesundheitsfall: Urteil I 599/05 vom 6. Februar 2006, E. 5.2.3 mit Hinweisen).

7.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Gerichtskosten je hälftig
den Parteien auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem Gesuch der Beschwerdeführerin
um unentgeltliche Prozessführung kann jedoch, da die diesbezüglichen
Voraussetzungen zu bejahen sind (Art. 64 BGG; BGE 125 V 201 E. 4a S. 202),
entsprochen werden. Es wird indessen ausdrücklich auf Art. 64 Abs. 4 BGG
hingewiesen, wonach die begünstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten
hat, wenn sie später dazu in der Lage ist. Das Ersuchen der Beschwerdeführerin
um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung im Sinne der Bestellung eines
unentgeltlichen Rechtsbeistandes erweist sich mangels Durchführung eines
zweiten Schriftenwechsels als gegenstandslos.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des
Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juli 2007 und die Verfügung der
IV-Stelle Bern vom 18. Dezember 2006 werden aufgehoben. Die Sache wird an die
IV-Stelle Bern zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und
den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Invalidenrente festsetze. Im Übrigen
wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt.

4.
Von den Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin und der
Beschwerdegegnerin je Fr. 250.- auferlegt. Der Anteil der Beschwerdeführerin
wird vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern,
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für
Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 25. März 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Fleischanderl