Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.518/2007
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8C_518/2007

Urteil vom 7. Dezember 2007

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiber Holzer.

H. ________, 1960, Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau,
Untertor 34, 8401 Winterthur,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17,
8005 Zürich, Beschwerdegegnerin.

Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons
Zürich
vom 10. Juli 2007.

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügung vom 6. Juli 2005 sprach die Schweizerische
Unfallversicherungsanstalt (SUVA) der 1960 geborenen H.________ für die ihr
dauerhaft verbliebenen gesundheitlichen Folgen eines Auffahrunfalles vom
4. Dezember 1995 wiedererwägungsweise eine Rente von 35 % und eine
Integritätsentschädigung von 30 % zu. Die IV-Stelle des Kantons Zürich lehnte
mit Verfügung vom 14. September 2005 die Ausrichtung einer Rente nach IVG ab,
da der Invaliditätsgrad 35 % betrage und somit nicht rentenbegründend sei.
Mit Einspracheentscheid vom 10. November 2005 hielt sie an dieser Ablehnung
fest.

B.
Die von H.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 10. Juli 2007
ab.

C.
Mit Beschwerde beantragt H.________, ihr sei unter Aufhebung des Einsprache-
und des kantonalen Gerichtsentscheides eine Rente der Invalidenversicherung
zuzusprechen, eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärungen an die
Vorinstanz zurückzuweisen.
Während die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das
Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG
erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an
(Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend
gemachten Argumente noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann
eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es
kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden
Begründung abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht
prüft grundsätzlich nur die geltend gemachten Rügen; es ist nicht gehalten,
wie eine erstinstanzliche Behörde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu
prüfen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann
die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht
nur insofern prüfen, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und
begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).

1.2 Der angefochtene Entscheid betrifft Leistungen der Invalidenversicherung.
Gemäss dem anwendbaren Art. 132 Abs. 1 BGG prüft das Bundesgericht nur, ob
das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzte, einschliesslich
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens oder ob der rechtserhebliche
Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung
wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde.

2.
Die Beschwerdegegnerin hat im Einspracheentscheid vom 10. November 2005 die
Bestimmungen zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG), zur
Bemessung der Invalidität aufgrund eines Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG)
und aufgrund der gemischten Methode (Art. 28 Abs. 2ter IVG) zutreffend
dargelegt. Darauf wird ebenso verwiesen wie auf die vorinstanzlichen
Ausführungen zum Beweiswert medizinischer Unterlagten (BGE 125 V 351 E. 3
S. 352 ff.).
Zu ergänzen ist Folgendes: Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist
die Verwaltung - und im Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen
angewiesen, die der Arzt oder die Ärztin und gegebenenfalls andere Fachleute
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachperson ist es,
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261,
115 V 133 E. 2 S. 134).

3.
3.1 Das kantonale Gericht hat aufgrund einer umfassenden Würdigung sämtlicher
medizinischer Akten in tatsächlicher Hinsicht für das Bundesgericht
verbindlich festgestellt, dass der Beschwerdeführerin trotz ihrer
gesundheitlichen Beeinträchtigungen die angestammte Tätigkeit als
Fotolaborantin zu 70 %, eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit
ohne Stress und ohne Lärm indessen vollumfänglich zumutbar ist. Damit
verneinte es über die unfallbedingten Einschränkungen hinausgehende
Auswirkungen gesundheitlicher Beschwerden auf das Leistungsvermögen der
Versicherten. Die Feststellung des Gesundheitsschadens betrifft praxisgemäss
ebenso eine Tatfrage, wie die medizinischen Einschätzungen über das
verbliebene funktionelle Leistungsvermögen und der Aspekt der zumutbaren
Arbeit (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.).
3.2 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag die vorinstanzliche
Sachverhaltsfestellung nicht als offensichtlich unrichtig im Sinne von
Art. 97 BGG erscheinen zu lassen. Entgegen der Darstellung der Versicherten
ist das Gutachten des Dr. med. O.________ vom 10. März 2004 nicht
offensichtlich widersprüchlich oder unschlüssig. Es trifft zwar zu, dass der
Gutachter einerseits davon ausgeht, die Schulterbeschwerden würden bereits
für sich alleine zu einer Einschränkung im Leistungsvermögen der Versicherten
führen, andererseits sich aber dahingehend äussert, dass die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin sowohl unter Berücksichtigung als auch unter
Auslassung der Schulterbeschwerden gleich einzuschätzen sei. Diesbezüglich
ist jedoch zu beachten, dass beim Zusammentreffen verschiedener
Gesundheitsbeeinträchtigungen deren erwerbliche Auswirkungen sich in der
Regel überschneiden, weshalb der Grad der Arbeitsunfähigkeit diesfalls
aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden ärztlichen
Gesamtbeurteilung zu bestimmen ist. Eine blosse Addition der mit Bezug auf
einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten
Arbeitsunfähigkeitsgrade ist nicht zulässig (RDAT 2002 I N. 72 S. 485 E. 2b
S. 486 [I 338/01], Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 209/03
vom 17. Juni 2003, E. 3.2.1). Zudem hat sich Dr. med. O.________
korrekterweise (vgl. E. 2 hievor) lediglich zu den Einschränkungen in der
Arbeitsfähigkeit und zum Zumutbarkeitsprofil möglicher
Verweisungstätigkeiten, nicht aber zum Invaliditätsgrad der Versicherten
geäussert. Die vom Gutachter vorgenommene Gesamtschätzung der Einschränkungen
des funktionellen Leistungsvermögens ist demgemäss nicht zu beanstanden.

3.3 Die vorinstanzlichen Ausführungen zur Bemessung des Invaliditätsgrades
werden von der Beschwerdeführerin als richtig anerkannt; sie sind daher
grundsätzlich nicht zu überprüfen (vgl. E. 1.1 hievor).

4.
Da die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach
Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG erledigt. Bei diesem Verfahrensausgang sind die
Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1
BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons
Zürich, der Ausgleichskasse des Kantons Zürich und dem Bundesamt für
Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 7. Dezember 2007

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Holzer