Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.546/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_546/2007

Urteil vom 6. August 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Hofer.

Parteien
S.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Dr. Michael
Weissberg, Zentralstrasse 47, 2502 Biel,

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Bundesgasse 35, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Fürsprecherin Sibyl Matter, Monbijoustrasse
26, 3011 Bern.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom
20. Juni 2007.

Sachverhalt:

A.
A.a Der 1967 geborene S.________ war seit Juni 1999 bei der Firma X.________
GmbH als Programmierer angestellt und in dieser Eigenschaft bei der
Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Mobiliar)
gegen Unfall versichert. Am 2. Januar 2000 zog er sich bei einem Sturz beim
Skifahren eine Beckenringfraktur und eine Blasenverletzung zu, worauf er
mehrmals operiert werden musste. Die Mobiliar kam für die Heilungskosten auf
und richtete Taggelder aus. Gestützt auf umfassende medizinische Abklärungen
und insbesondere das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten des PD Dr. med.
K.________, Spezialarzt für Chirurgie, vom 25. Februar 2003 stellte sie ihre
Leistungen mit Verfügung vom 2. April 2003 rückwirkend auf den 31. März 2003
ein, da der Versicherte ab diesem Zeitpunkt trotz Restbeschwerden in einer
teils sitzend und teils stehend auszuübenden intellektuellen Erwerbstätigkeit
voll arbeitsfähig sei. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 7. Oktober
2003 fest. Das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht schützte mit Urteil
vom 22. April 2005 den diesen bestätigenden kantonalen Entscheid vom 13.
Oktober 2004.
A.b Am 7. April 2006 liess S.________ unter Hinweis auf die Berichte des Dr.
med. M.________, Facharzt für physikalische Medizin, speziell
Rheumaerkrankungen, vom 16. September 2005 und des Dr. med. H.________,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 4. Januar 2006 einen Rückfall
zum Unfall vom 2. Januar 2000 melden. Die Mobiliar holte daraufhin die
Stellungnahme des PD Dr. med. K.________ vom 22. Mai 2006 ein. Gestützt darauf
verneinte sie das Vorliegen eines Rückfalls, von Spätfolgen oder einer
Ausweitung oder Verschlimmerung der Unfallfolgen und wies das Leistungsbegehren
mit Verfügung vom 31. Mai 2006 ab; auch bestehe kein Anspruch auf
Integritätsentschädigung. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit
Einspracheentscheid vom 13. September 2006 ab, soweit sie darauf eintrat.

B.
Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid wies das Versicherungsgericht des
Kantons Aargau mit Entscheid vom 20. Juni 2007 ab.

C.
Beschwerdeweise lässt S.________ beantragen, die Mobiliar sei anzuweisen, ihm
ab dem 23. November 2005 die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls
vom 2. Januar 2000 in Form eines 100%igen Taggeldes sowie einer seinen
Einschränkungen entsprechenden Integritätsentschädigung auszurichten. Eventuell
sei die Sache zur ergänzenden medizinischen Abklärung an die Mobiliar
zurückzuweisen.

Die Mobiliar schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt für
Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten im Sinne von Art. 82
ff. BGG kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden.
Richtet sich die Beschwerde gegen einen Entscheid über die Zusprechung oder
Verweigerung von Geldleistungen der Militär- oder Unfallversicherung, so kann
jede unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts gerügt werden (Art. 97 Abs. 2 BGG), und das Bundesgericht ist an
die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nicht gebunden (Art. 105 Abs. 3
BGG).

2.
2.1 Im kantonalen Entscheid werden die nach der Rechtsprechung für den Anspruch
auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG)
geltenden Voraussetzungen des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181),
insbesondere bei Rückfällen und Spätfolgen (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296)
zutreffend dargelegt. Darauf wird ebenso verwiesen wir auf die vorinstanzlich
wiedergegebene Rechtsprechung zur Adäquanz des Kausalzusammenhangs bei
psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133). Beizufügen ist, dass im
Sozialversicherungsrecht die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus
dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im
Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle
spielt, da sich die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt
(BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Bei natürlich unfallkausalen,
aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist bei der Beurteilung
der Adäquanz dagegen vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind
je nachdem weitere unfallkausale Kriterien einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 2.1
S. 112 mit Hinweisen).

2.2 Ebenfalls zutreffend sind die vorinstanzlichen Erwägungen zum Nachweis des
Vorliegens eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen
Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit. Dasselbe gilt, wenn die versicherte Person sich - bei
gleichbleibendem Leiden - auf eine Verminderung der Erwerbsfähigkeit beruft. Im
Sozialversicherungsprozess tragen die Parteien in der Regel eine Beweislast nur
insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten jener
Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten
wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als
unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer
Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (RKUV 1994 Nr.
U 206 S. 326 und U 189 S. 138).

3.
3.1 Beim Unfall vom 2. Januar 2000 zog sich der Beschwerdeführer eine
Beckenringfraktur und eine Harnblasenruptur zu. Seither leidet er an
glaubhaften Schmerzen, welche bisher indessen trotz eingehenden klinischen und
bildgebenden Abklärungen nicht objektiviert werden konnten. Obwohl das
Schmerzbild vom nervus ischiadicus auszugehen scheint, konnten mittels MR des
Beckens keine Zeichen einer Raumforderung oder einer sonstigen Pathologie mit
Beziehung zum nervus ischiadicus links gefunden werden. Auch die
Elektromyographie zeigte gemäss Bericht des Dr. med. E.________ vom 28. Juli
2001 keine neurologischen Ausfälle und keinen Hinweis auf eine Läsion des
nervus ischiadicus. Eine Diskushernie wurde mittels MRI ausgeschlossen. PD Dr.
med. K.________, welcher sich im Gutachten vom 25. Februar 2003 mit der
Schmerzproblematik auseinandergesetzt hat, ging angesichts der Schwierigkeit
einer medizinischen Zuordnung von unspezifischen und uncharakteristischen
posttraumatischen Beschwerden ohne neurogene Beteiligung aus. Da der
Versicherte angab, nicht längere Zeit sitzen oder stehen zu können, ohne dass
Schmerzen auftreten würden, empfahl der Gutachter eine Tätigkeit in abwechselnd
sitzender und stehender Position. Die bisher ausgeübte vorwiegend
intellektuelle Erwerbstätigkeit bezeichnete er als den Restbeschwerden in
idealer Weise angepasst, sofern der Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet
werde. Aufgrund der unter diesen Voraussetzungen attestierten vollen
Arbeitsfähigkeit wurden die Taggeldleistungen eingestellt.

3.2 Mit Rückfallmeldung vom 7. April 2006 macht der Beschwerdeführer eine
Verschlimmerung der Schmerzproblematik, das Auftreten von psychischen
Beeinträchtigungen und als Folge davon eine Verminderung der Arbeitsfähigkeit
geltend. Zudem bringt er vor, neuere Arztberichte würden belegen, dass PD Dr.
med. K.________ in seinem Gutachten vom 25. Februar 2003 fälschlicherweise
davon ausgegangen sei, der nervus ischiadicus sei nicht verletzt worden.
Gleichzeitig reichte er der Mobiliar den Bericht des Dr. med. M.________ vom
16. September 2005 ein, gemäss welchem der Versicherte im Wesentlichen an
Schmerzen und Gefühlsstörungen im Ausbreitungsgebiet des nervus ischiadicus am
linken Bein leide. Weiter legte er den Bericht des Dr. med. H.________ vom 4.
Januar 2006 auf, welcher einen Verdacht auf larvierte Depression und
Schmerzmittelabusus diagnostizierte und von einer um rund 50 % reduzierten
Arbeitsfähigkeit ausging. Weiter gab er den Bericht des Dr. med. T.________ vom
12. August 2005 zu den Akten. Die Beschwerdegegnerin unterbreitete die
medizinischen Unterlagen PD Dr. med. K.________, welcher am 22. Mai 2006
Stellung nahm. Dabei nahm er eine Analyse der seit seiner Begutachtung vom 25.
Februar 2003 ergangenen ärztlichen Berichte vor, wobei er zum Schluss gelangte,
eine neurogene Beteiligung des Beinplexus links am Beschwerdebild habe auch
aufgrund der neueren Untersuchungen nicht objektiviert werden können. Da eine
solche bisher weder neuroklinisch, elektroneurographisch oder
elektromyographisch noch kernspintomographisch habe nachgewiesen werden können,
seien die Beschwerden weiterhin als posttraumatische Schmerzen unspezifischer,
uncharakteristischer Art zu beurteilen. Im Nachgang zu seiner Begutachtung vom
25. Februar 2003 seien keine elektorneurographische Untersuchungen veranlasst
worden, die allein den Nachweis einer Ischiadicusläsion hätten erbringen
können. In seiner sich allein auf die Akten stützenden Beurteilung vom 22. Mai
2006 hielt PD Dr. med. K.________ an einer vollen Arbeitsfähigkeit für eine
vorwiegend intellektuelle Tätigkeit, welche teils sitzend, teils stehend
ausgeübt werden könne, fest. Zur näheren Präzisierung der Möglichkeit einer
Schädigung plexonaler Anteile im Beckenraum empfahl er die Zuweisung des
Beschwerdeführers an einen in Elektroneurographie hochspezialisierten
Neurologen, da unter dem Gesichtspunkt zunehmender Verwachsungen und
Vernarbungen im Beckenraum nach erlittener Beckenringfraktur und
osteosynthetischer Stabilisierung eine gewisse Schmerzzunahme nicht rundwegs
auszuschliessen sei.

4.
4.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, aufgrund der medizinischen Unterlagen -
insbesondere der Berichte des Dr. med. Z.________ vom Röntgeninstitut
Y.________ vom 26. November 2003, des Prof. Dr. med. D.________ vom 27. Januar
2004, des Dr. med. I.________ vom 2. März 2004, des Dr. med. T.________ vom 12.
August 2005, des Dr. med. M.________ vom 16. September 2005, des Dr. med.
H.________ vom 4. Januar 2006 und des PD Dr. med. K.________ vom 22. Mai 2006 -
lägen nach wie vor keine organisch ausgewiesenen Folgen des Unfalles vom 2.
Januar 2000 vor, welche das persistierende Schmerzbild oder gar eine
Verschlimmerung der gesundheitlichen Situation zu erklären vermöchten. Die
Frage, ob beim Beschwerdeführer eine psychische Störung von Krankheitswert
vorliegt, liess die Vorinstanz offen, da der adäquate und wohl auch der
natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den psychischen
Beschwerden ohnehin zu verneinen sei. Überdies verneinte sie auch einen
Anspruch auf Integritätsentschädigung.

4.2 Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, namentlich Dr. med. M.________ habe
Gefühlsstörungen in der Gesässregion links und einen fehlenden
Achillessehnenreflex klinisch nachgewiesen. Die Beurteilung des PD Dr. med.
K.________ beruhe demgegenüber nicht auf eigenen Wahrnehmungen. Zudem bestünden
begründete Zweifel an dessen Unvoreingenommenheit, da er - nunmehr als
Vertrauensarzt des Unfallversicherers tätig - sein früheres Gutachten zu
verteidigen suche.

5.
5.1 Dr. med. E.________ ging im Bericht vom 28. Juli 2001, gestützt auf eine
von ihm durchgeführte elektromyographische Untersuchung, angesichts beidseits
vorhandener Achillessehnenreflexe von einem intakten nervus ischiadicus aus.
Darauf beruht im Wesentlichen auch das Gutachten des PD Dr. med. K.________ vom
25. Februar 2003. Im Bericht vom 27. Januar 2004 hielt Prof. Dr. med.
D.________ fest, der H-Reflex (S1-Wurzel bzw. N. ischiadicus) links fehle, was
korrelierend zum klinischen Befund sei. Er beurteilte die linksseitigen
Beinschmerzen als neuropathisch nach Läsion des nervus ischiadicus und
durchgemachter Ischias-Läsion. Auf die Feststellungen des Dr. med. E.________
nahm er nicht Bezug, weshalb fraglich ist, ob er davon Kenntnis hatte. Dr. med.
I.________ diagnostizierte am 2. März 2004 unter anderem einen Status nach
Läsion des nervus ischiadicus mit neuropathischen Restbeschwerden. Auch er
nimmt keinen Bezug zur Beurteilung des Dr. med. E.________. Dr. med. M.________
ging laut Bericht vom 16. September 2005 gestützt auf anamnestische Erhebungen,
das Beschwerdebild sowie die klinischen Befunde ebenfalls von einer Läsion des
nervus ischiadicus als Folge einer instabilen Becken-(Sacrumfraktur) und einer
extraperitonealen Harnblasenruptur aus. Wenn er jedoch ausführt, offenbar sei
die Nervus-ischiadicus-Läsion links in der Vergangenheit bereits in mehreren
spezialärztlichen neurologischen Untersuchungen festgestellt worden, lässt dies
darauf schliessen, dass auch er keine Kenntnis der Vorakten hatte. Seine
Beurteilung beruht vielmehr auf der von ihm erhobenen Gefühlsstörung in der
linken Gesässregion und einem fehlenden Achillessehnenreflex. Überdies äussert
sich ausser PD Dr. med. K.________ keiner dieser Ärzte zur Arbeitsfähigkeit.
Die nach dessen Gutachten aus dem Jahre 2003 ergangenen ärztlichen Berichte
sind daher für die streitigen Belange nicht umfassend genug, um gestützt darauf
eine zuverlässige Beurteilung des medizinisch relevanten Sachverhalts und
insbesondere einer Verschlimmerung des somatischen Gesundheitszustandes
vornehmen zu können.

5.2 Erst wenn die von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen die Verwaltung
oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung führen,
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und
es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts
mehr ändern, ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte
Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162). Aufgrund
des Hinweises des PD Dr. med. K.________ in der Stellungnahme vom 22. Mai 2006
auf möglicherweise elektroneurographisch nachweisbare Beeinträchtigungen
neuraler Strukturen, welche für die geltend gemachte Schmerzzunahme
verantwortlich wären, ergeben sich erhebliche Zweifel, ob der medizinische
Sachverhalt tatsächlich umfassend abgeklärt worden ist. Es rechtfertigt sich
daher, den Einsprache- und den kantonalen Gerichtsentscheid aufzuheben und die
Sache an die Mobiliar zurückzuweisen, damit diese im Sinne des Vorschlages von
PD Dr. med. K.________ elektroneurographisch abklären lässt, ob bisher nicht
bekannte, unfallbedingte strukturelle Verletzungen das Beschwerdebild
beeinflussen und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen. Anschliessend wird sie -
vorzugsweise unter Beizug eines mit dem Beschwerdeführer bisher nicht befassten
Facharztes - über ihre Leistungspflicht neu zu verfügen haben.

6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens kann offen bleiben, ob die Stellungnahme des
PD Dr. med. K.________ vom 22. Mai 2006 wegen Befangenheit des Arztes aus dem
Recht zu weisen ist.

7.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdegegnerin die
Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG) und dem Beschwerdeführer eine
Parteientschädigung zu entrichten (Art. 68 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 20. Juni 2007 und der
Einspracheentscheid der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft vom
13. September 2006 werden aufgehoben. Die Sache wird an die Schweizerische
Mobiliar Versicherungsgesellschaft zurückgewiesen, damit sie, nach erfolgter
Abklärung im Sinne der Erwägungen, über das Leistungsbegehren neu verfüge. Im
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.

3.
Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche
Verfahren mit Fr. 2'500.- zu entschädigen.

4.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientschädigung des vorangegangenen
Verfahrens an das Versicherungsgericht des Kantons Aargau zurückgewiesen.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau
und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 6. August 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Hofer