Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.582/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_582/2007

Urteil vom 29. April 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer,
nebenamtlicher Bundesrichter Bühler,
Gerichtsschreiberin Durizzo.

Parteien
Z.________,Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Marianne I. Sieger,
Kuttelgasse 8, 8001 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons
Zürich vom 16. August 2007.

Sachverhalt:

A.
Z.________, geboren 1956, war Mitinhaber und Geschäftsführer der Firma
X.________, dabei als Chauffeur tätig und bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen und
Berufskrankheit versichert. Am 5. September 2004 war er auf der Autobahn A1
(Bern-Zürich) in eine Auffahrkollision verwickelt, weil er mit seinem PW
Mercedes Benz S 320 CDI in das Heck des vor ihm fahrenden PW prallte, als
dieser stark abbremste. Z.________ begab sich am 9. September 2004 in ärztliche
Behandlung bei A.________, praktische Ärztin, welche eine Kontusion der
Halswirbelsäule diagnostizierte (Bericht vom 16. Oktober 2004).

Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht, kam für die Kosten der
Heilbehandlung auf und richtete dem Versicherten Taggelder aus. Zwecks
Abklärung des Unfallherganges zog sie den Polizeirapport und die von der Basler
Versicherungs-Gesellschaft veranlasste Reparaturkostenexpertise vom 31. Oktober
2004 betreffend den am PW des Versicherten entstandenen Sachschaden sowie eine
biomechanische Kurzbeurteilung der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik vom 22.
März 2005 bei. Z.________ liess ausserdem eine technische Expertise von dipl.
Ing. HTL T.________, vom 29. April 2005 betreffend die an seinem Fahrzeug
Mercedes Benz S 320 CDI durchgeführten Bremstests einreichen. Mit Bezug auf den
medizinischen Verlauf holte die SUVA Berichte der Hausärztin A.________
(telefonische Auskunft vom 17. November 2004, Bericht vom 18. Februar 2005),
des Radiologen PD Dr. med. B.________, (vom 25. November 2004), sowie des
Neurologen Dr. med. C.________, (vom 6. und 26. Januar 2005), ein und liess den
Versicherten durch Kreisarzt Dr. med. D.________ untersuchen (Bericht vom 31.
Mai 2005). Hierauf liess sie Z.________ vom 15. Juni bis 3. August 2005 in der
Klinik E.________ stationär behandeln sowie die von ihm geklagten Beschwerden
polydisziplinär abklären. Gestützt auf den Austrittsbericht dieser Klinik vom
10. August 2005 stellte die SUVA die Taggeldleistungen per 31. Oktober 2005 ein
(Verfügung vom 17. November 2005). Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit
Einspracheentscheid vom 25. Januar 2006 ab.

B.
Beschwerdeweise liess Z.________ beantragen, es seien ihm die gesetzlichen
Leistungen, insbesondere die vollen Taggeldleistungen und die Kostenübernahme
für die notwendige Heilbehandlung, zuzusprechen; eventuell sei eine neutrale,
polydisziplinäre "Beurteilung" der persistierenden Beschwerden "in Auftrag zu
geben". Mit Entscheid vom 16. August 2007 wies das Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.

C.
Z.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
mit dem Rechtsbegehren, es seien ihm ab 1. November 2005 weiterhin
Taggeldleistungen für eine Arbeitsunfähigkeit von 50% auszurichten und die
Kostenübernahme für Heilbehandlungen zuzusprechen; ferner lässt er sein
vorinstanzliches Eventualbegehren erneuern.

Die SUVA und das Bundesamt für Gesundheit verzichten auf eine Vernehmlassung.

Mit Eingabe vom 10. April 2008 nimmt der Beschwerdeführer nochmals Stellung
hinsichtlich der präzisierten Schleudertrauma-Praxis.

Erwägungen:

1.
Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid die Bestimmung über die
Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 UVG) richtig
wiedergegeben. Gleiches gilt für die Grundsätze über den für einen
Leistungsanspruch nebst anderem erforderlichen natürlichen Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod;
BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie die Beweislast des
Unfallversicherers bezüglich der anspruchsaufhebenden Tatfrage, ob der
ursächliche Zusammenhang mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dahingefallen
sei. Ebenfalls zutreffend dargelegt ist die Rechtsprechung über den zusätzlich
zum natürlichen Kausalzusammenhang erforderlichen adäquaten Kausalzusammenhang.
Danach spielt im Sozialversicherungsrecht die Adäquanz als rechtliche
Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung
des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen
praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen
Kausalität deckt (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Anders verhält
es sich bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv
ausgewiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom
augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere
unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366 ff. und 369
E. 4 S. 382 ff., 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.). Bei psychischen Fehlentwicklungen
nach Unfall werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte
geprüft (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), während bei Schleudertraumen (BGE 117
V 359 E. 6a S. 367) und äquivalenten Verletzungen der HWS (SVR 1995 UV Nr. 23
S. 67 E. 2) sowie Schädel-Hirntraumen (BGE 117 V 369 E. 4b S. 383) auf eine
Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird
(vgl. zum Ganzen auch BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 und SVR 2007 UV Nr. 8 S.
27, E. 2 ff., U 277/04, je mit Hinweisen).

Anzufügen bleibt, dass das Bundesgericht jüngst die sogenannte
Schleudertrauma-Praxis in zweierlei Hinsicht präzisiert hat: Zum einen wurden
die Anforderungen an den Nachweis einer natürlich unfallkausalen Verletzung,
welche die Anwendung dieser Praxis bei der Prüfung des adäquaten
Kausalzusammenhangs rechtfertigt, erhöht. Zum anderen wurden die Kriterien,
welche abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls in die Adäquanzbeurteilung
einzubeziehen sind, teilweise modifiziert (noch nicht in der Amtlichen Sammlung
veröffentlichtes Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008, E. 9 und 10). Die bei
psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätze liess das
Bundesgericht hingegen unverändert bestehen (E. 6.1 des erwähnten Urteils).

2.
Das kantonale Gericht hat erwogen, weil der Beschwerdeführer am vierten Tag
nach dem Unfall ärztliche Hilfe beansprucht und die kollisionsbedingte
Geschwindigkeitsänderung bei seinem PW 20-30 km/h betragen habe, könne davon
ausgegangen werden, dass er beim Unfall vom 5. September 2004 ein
Schleudertrauma erlitten habe. Demgemäss sei der natürliche Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfallereignis und den gesundheitlichen Beeinträchtigungen des
Beschwerdeführers zu bejahen.

Damit hat die Vorinstanz lediglich die initiale, leistungsbegründende
(natürliche) Kausalität zwischen Unfallereignis und den unmittelbar danach
geklagten gesundheitlichen Beschwerden bejaht. Die im vorliegenden Fall
rechtserhebliche Frage geht aber dahin, ob für die Zeit ab 1. November 2005 das
gänzliche Fehlen von unfallkausalen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, welche
sich limitierend auf die Arbeitsfähigkeit auswirken, mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit bejaht werden kann oder nicht. Dazu hat die Vorinstanz keine
tatsächlichen Feststellungen getroffen. Dennoch ist von einer Rückweisung der
Streitsache zwecks Vervollständigung des rechtserheblichen Sachverhaltes
abzusehen, weil es - wie die nachstehenden Erwägungen zeigen - jedenfalls an
der Adäquanz des Kausalzusammenhanges fehlt.

3.
3.1 Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhanges von organisch nicht
nachweisbaren Unfallfolgeschäden eines Schleudertraumas muss geprüft werden, ob
die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden
Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen
Problematik aber ganz in den Hintergrund getreten sind. Trifft dies zu,
gelangen die von der Rechtsprechung in BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff. zur
Adäquanz von psychischen Unfallfolgen entwickelten Grundsätze zur Anwendung;
andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 E.
6a S. 366 f. und 369 E. 4b S. 382 f. festgelegten Kriterien (BGE 123 V 98 E. 2a
S. 99; BGE U 394/06 vom 19. Februar 2008, E. 6.1).

3.2 Das kantonale Gericht ist unter Würdigung aller vorliegenden ärztlichen
Verlaufs- und Untersuchungsberichte zum Schluss gelangt, dass sich beim
Beschwerdeführer bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 25. Januar
2006 ein überwiegend psychisch bedingtes Beschwerdebild entwickelt hat. Es hat
dabei namentlich dem Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 10. August 2005
volle Beweiskraft beigemessen. Die Ärzte dieser Klinik haben beim
Beschwerdeführer eine leichte Anpassungsstörung bei aktuell stark belastender
psychosozialer Situation diagnostiziert und ihm allein wegen dieser psychischen
Gesundheitsstörung eine noch kurzfristige Beeinträchtigung seiner
Arbeitsfähigkeit während acht Wochen attestiert. Hingegen konnten die Ärzte der
Klinik E.________ gleich wie bereits Kreisarzt Dr. med. D.________ bei seiner
Untersuchung vom 31. Mai 2005 keinerlei objektivierbare, organische
Unfallfolgen mit limitierenden Auswirkungen auf eine leichte bis mittelschwere
Arbeit finden.

3.3 Der Beschwerdeführer bestreitet, dass er unter einem überwiegend psychisch
bedingten Beschwerdebild leide und verweist hiefür auf die verschiedenen
ärztlichen Untersuchungs- und Verlaufsberichte; namentlich auf diejenigen der
Hausärztin A.________ vom 18. Februar 2005 und des Neurologen Dr. med.
C.________ vom 6. Januar 2005 und 19. April 2006. Dabei übergeht er sowohl die
in den Berichten von Dr. med. C.________ enthaltenen anamnestischen
Unstimmigkeiten (wiederholte Überdehnungstraumata der HWS mit mehrmaligem
Kopfanschlagen und sofortigen Nackenschmerzen) als auch die nicht
nachvollziehbaren Diagnosen der Hausärztin A.________, welche die Vorinstanz
veranlassten, diese Berichte als nicht beweiskräftig einzustufen. Soweit der
Beschwerdeführer die vom Rheumatologen der Klinik E.________ festgestellten
mässiggradigen muskuloligamentären Beschwerden im Bereich der HWS sowie deren
enggradig eingeschränkte Beweglichkeit anführt, verkennt er, dass die
Vorinstanz diesen somatischen Befund in ihrer Beweiswürdigung mitberücksichtigt
hat. Dasselbe gilt für die in der neuropsychologischen Untersuchung vom 17.
Juni 2005 erhobene verminderte Dauerbelastbarkeit bei mentalen Anforderungen.
Insgesamt bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was Zweifel an der
Richtigkeit der vorinstanzlichen Beweiswürdigung und der daraus gezogenen
Schlussfolgerung begründen könnte, dass bei ihm ein deutliches Übergewicht der
psychisch bedingten Unfallfolgen gegenüber den physischen Beschwerden gegeben
ist.

3.4 Demnach gelangt zur Prüfung der Adäquanz die Rechtsprechung zu den
psychischen Unfallfolgen gemäss BGE 115 V 133 zur Anwendung; diese Grundsätze
gelten auch weiterhin und werden von der Präzisierung der
Schleudertrauma-Praxis in BGE U 394/06 vom 19. Februar 2008 nicht berührt (E.
6.1).

4.
4.1 Bei dieser Sachlage setzt die Bejahung der Adäquanz von psychischen
Unfallfolgen eines Schleudertraumas voraus, dass dem Unfall für die Entstehung
einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung
zukommt, was zutrifft, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit
anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 E. 7 S. 141). Für die
hiefür erforderliche Qualifikation eines Unfalles als schwer, mittelschwer oder
leicht ist vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen (BGE 115 V 133 E. 6 S.
139; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07, E. 5.3.1). Einfache Auffahrunfälle werden
rechtsprechungsgemäss in der Regel als mittelschwer im Grenzbereich zu den
leichten Unfällen qualifiziert (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, E. 5.1.2
mit Hinweisen). Bei Frontalkollisionen ist zu beachten, dass sich die
kollisionsbedingten Kräfte nicht in gleicher Weise auf den Körper auswirken wie
bei einem eigentlichen Schleudertrauma der HWS, wo der Kopf zunächst nach
hinten flektiert wird; die Harmlosigkeitsgrenze für HWS-Beschwerden liegt in
einem Bereich von 20-30 km/h (Urteile U 51/05 vom 21. April 2006, E. 4.1, und
8C_51/2007 vom 20. November 2007, E. 4.3.1).

Das kantonale Gericht hat den Auffahrunfall des Beschwerdeführers in
Übereinstimmung mit dieser Rechtsprechung als mittelschweres Unfallereignis im
Grenzbereich zu den leichten Unfällen eingestuft und die Adäquanz der bei ihm
eingetretenen psychischen Unfallfolgen verneint, weil es keines der bei dieser
Unfallkategorie erforderlichen weiteren Adäquanzkriterien (besonders
dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles,
schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, ungewöhnlich lange
Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, ärztliche
Fehlbehandlung, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen, Grad
und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit; vgl. BGE 115 V 133 E. 6c/
aa S. 140) als erfüllt erachtete.

4.2 Der Beschwerdeführer behauptet, es liege ein mittelschwerer Unfall im
Grenzbereich zu einem schweren Unfall vor. Er begründet dies im Wesentlichen
mit der besonderen Art des Unfallherganges: mehrmaliges Aufschlagen des Kopfes
auf das Lenkrad zufolge eines Bremsversagens. Das kantonale Gericht hat sich
mit dieser bereits im erstinstanzlichen Verfahren vorgebrachten Unfallversion
auseinandergesetzt und sie als unwahrscheinlich, ja beim Tragen der
Sicherheitsgurten, wie vom Beschwerdeführer gegenüber der Polizei angegeben,
sogar als physikalisch unmöglich erachtet. Auf diese zutreffende
vorinstanzliche Beweiswürdigung kann verwiesen werden. Beizufügen ist, dass ein
mehrmaliger Kopfanprall auf das Lenkrad zufolge eines Bremsversagens erstmals
im Bericht des Neurologen Dr. med. C.________ vom 6. Januar 2005, also vier
Monate nach dem Unfall vom 5. September 2004, aktenkundig geworden ist und auch
in der technischen Expertise von dipl. Ing. HTL T.________ vom 29. April 2005
keine Stütze findet. Danach führte eine Undichtigkeit der ESP Hydraulikeinheit
1.3 des PW Mercedes Benz S 320 CDI des Beschwerdeführers zu einem Ausfall des
linken Bremskreises und zu einer geringeren Bremsverzögerung, nicht aber zu
einem ruckartigen Bremsmanöver mit mehrmaligem Heckaufprall auf das vordere
Kollisionsfahrzeug. Die Vorinstanz hat daher die vom Beschwerdeführer
nachträglich behauptete Unfallversion richtigerweise als unbewiesen erachtet.
Schliesslich lag die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (delta-v)
gemäss biomechandischer Kurzbeurteilung der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik
vom 22. März 2005 unterhalb der Harmlosigkeitsgrenze von 20-30 km/h (s. oben E.
4.1).

4.3 Demgemäss ist das kantonale Gericht zutreffend von einem mittelschweren
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen ausgegangen. Der
Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass keines der hier massgebenden
Adäquanzkriterien (s. oben E. 3.3 und 4.1) in besonders ausgeprägter Weise und
auch nicht mehrere davon in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind. Das
kantonale Gericht hat daher den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfall vom 5. September 2004 und den ab 1. November 2005 beim Beschwerdeführer
fortbestehenden psychischen Unfallfolgen zu Recht verneint.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons
Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 29. April 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

i.V. Widmer Durizzo