Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.590/2007
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

8C_590/2007 {T 0/2}

Urteil vom 6. Oktober 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Bundesrichterin Leuzinger,
Gerichtsschreiber Hochuli.

Parteien
T.________,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt, Tobias Figi, Seefeldstrasse
62, 8008 Zürich,

gegen

Unfallversicherung Stadt Zürich, Stadelhoferstrasse 33, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons
Zürich
vom 22. August 2007.

Sachverhalt:

A.
T.________, geboren 1956, arbeitete seit 1989 als Hausangestellte mit
Vollzeitpensum im Altersheim X.________ und war in dieser Eigenschaft bei der
Unfallversicherung Stadt Zürich (nachfolgend: UVZ) obligatorisch gegen die
Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Sie hat drei Söhne
(geboren 1980, 1982 und 1986). Ihr Ehegatte bezieht seit 2000 wegen
Depressionen und Migräne eine Rente der Invalidenversicherung. Nach Angaben des
Hausarztes Dr. med. K.________ vom 4. Oktober 2003 leidet die Versicherte seit
Jahren an einem essentiellen Tremor mit Tendomyosen im Nacken, in der Schulter
und im Arm rechts. Gemäss Bericht des Spitals Y.________ vom 16. Oktober 2001
beklagte sie sich laut Anamnese über häufige Kreuzschmerzen und gelegentliche
Kopfschmerzen. Am 22. Januar 2002 beschrieb dieselbe Klinik Tendomyosen der
rechten oberen Extremität mit Generalisierungstendenz sowie starke
Nacken-Schulter-Arm-Schmerzen rechts. Im Bericht des Spitals W.________,
Zürich, vom 28. Februar 2002 findet sich der Hinweis auf ein anamnestisch
bekanntes chronisches Schulter-Arm-Schmerzsyndrom.

Am 18. Juli 2002 sass die Versicherte (hinten links) zusammen mit ihrem Mann
(vorne auf dem Beifahrersitz) im Opel Vectra eines befreundeten Ehepaares und
sprach mit der neben ihr sitzenden Ehefrau dieses Paares. Dessen Ehegatte fuhr
in einer Kolonne hinter einem Fahrschüler und hielt seinen Wagen mit einem
Abstand von ca. sechs Metern hinter dem Fahrschüler an, als die Kolonne vor
einem Rotlicht zum Stillstand kam. Der nachfolgende Lenker eines Hyundai Lantra
vermochte sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig abzubremsen und prallte ins Heck
des Opel Vectra. Die Versicherte war angegurtet und klagte noch auf der
Unfallstelle über rechtsseitige Schulterschmerzen. An beiden Personenwagen
entstand nach polizeilicher Schätzung ein Sachschaden von insgesamt etwa Fr.
800.- (Polizeirapport vom 19. Juli 2002). Laut Gutachten des Ingenieurbüros
B._________ vom 8. Dezember 2002 (nachfolgend: B-Gutachten) betrug die
kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) am Opel Vectra zwischen
3,95 und 5,68 km/h. Nach dem Unfall begab sich die Versicherte notfallmässig
zur Untersuchung und Erstbehandlung in das nahe gelegene Spital W.________. Dr.
med. F._______ welcher sie am Unfalltag untersuchte, wies auf starke lumbale
Rückenschmerzen sowie auf Schmerzausstrahlungen vom Hals in die Schulter und
auf rechtsseitige Kribbelparästhesien hin, schloss radiologisch ossäre Läsionen
aus, stellte eine Regredienz der Parästhesien sowie der Schmerzen im Bereich
der Hals- und Lendenwirbelsäule (HWS und LWS) fest und diagnostizierte eine
HWS-Distorsion. Zudem bescheinigte er am 19. Juli 2002, dass die Versicherte
vom 18. bis 19. Juli 2002 im Spital W.________ hospitalisiert war. In der Folge
übernahm die UVZ die Heilbehandlung und richtete ein Taggeld aus. Nach
umfangreichen medizinischen Abklärungen stellte sie - unter anderem gestützt
auf eine interdisziplinäre Expertise des Begutachtungsinstituts U.________ vom
28./30. Juni 2005 (nachfolgend: U-Gutachten) - mit Verfügung vom 1. Februar
2006, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 8. Januar 2007, sämtliche
Leistungen per 31. Januar 2006 ein und schloss den Fall folgenlos ab.

B.
Die hiegegen erhobene Beschwerde der T.________ wies das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 22. August 2007
ab.

C.
Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lässt T.________ unter
Aufhebung des kantonalen Gerichts- sowie des Einspracheentscheides beantragen,
die UVZ habe ihr auch ab 1. Februar 2006 weiterhin die Leistungen nach UVG,
insbesondere eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung auf Grund
einer Integritätseinbusse von 40%, zu erbringen; zudem sei auf den ausstehenden
Leistungen ein Verzugszins von 5% zu entrichten. Die Kosten- und
Entschädigungsfolgen seien der UVZ aufzuerlegen.

Während die UVZ auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das
Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf eine Vernehmlassung.

D.
Unaufgefordert lässt die Beschwerdeführerin am 18. Dezember 2007 eine
Stellungnahme zur Vernehmlassung der UVZ einreichen.

E.
Mit Verfügungen vom 12. März 2008 erhielten die Parteien letztinstanzlich
Gelegenheit, ihre Vorbringen in Anbetracht des zwischenzeitlich ergangenen, die
so genannte Schleudertrauma-Praxis bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen
Beschwerden präzisierenden Urteils U 394/06 vom 19. Februar 2008 (teilweise
publiziert in BGE 134 V 109) bis zum 10. April 2008 zu ergänzen. Davon wurde
mit Vernehmlassungen vom 25. März 2008 (UVZ) und 7. April 2008 (T.________)
Gebrauch gemacht.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG
erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106
Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten
Argumente noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine
Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann
sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung
abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht prüft
grundsätzlich nur die geltend gemachten Rügen; es ist nicht gehalten, wie eine
erstinstanzliche Behörde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu
untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es
kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem
Recht nur insofern prüfen, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht
und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).

1.2 Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von
Geldleistungen der Militär- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht
an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden
(Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).

2.
2.1 Im kantonalen Gerichts- sowie im Einspracheentscheid wurde die
Rechtsprechung zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers
vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem
eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod; BGE 119 V 335 E. 1 S. 337,
117 V 359 E. 4a S. 360; vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen)
und zur im Weiteren erforderlichen Adäquanz des Kausalzusammenhangs im
Allgemeinen (BGE 118 V 286 E. 1c S. 290 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 129 V 177
E. 3.1 S. 181, 402 E. 2.2 S. 405, je mit Hinweisen) sowie bei psychischen
Unfallfolgen (BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.; siehe auch BGE 123 V 98 E. 2a S.
99), bei Folgen eines Unfalles mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule (BGE 117
V 359 E. 6 S. 366 ff.) oder einem diesem äquivalenten Verletzungsmechanismus
(SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67, E. 2; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316, E. 3, U
160/98) bzw. einem Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369) ohne organisch
nachweisbare Funktionsausfälle im Besonderen grundsätzlich zutreffend dargelegt
(vgl. dazu aber E. 2.2 hienach). Gleiches gilt für die Erwägungen zu dem im
Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit (vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie
zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung medizinischer Berichte und Gutachten
(BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis). Darauf wird verwiesen.

2.2 Das Bundesgericht hat mit BGE 134 V 109 die Praxis zur Kausalitätsprüfung
bei Unfall mit Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung der HWS oder
Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden (sog.
Schleudertrauma-Praxis) in mehrfacher Hinsicht präzisiert. Am Erfordernis einer
besonderen Adäquanzprüfung bei Unfällen mit solchen Verletzungen wird
festgehalten (BGE 134 V 109 E. 7-9 S. 118 ff.). Die bewährten Grundsätze über
die bei dieser Prüfung vorzunehmende Einteilung der Unfälle nach deren
Schweregrad und den abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls
erforderlichen Einbezug weiterer Kriterien in die Adäquanzbeurteilung sind
nicht zu ändern (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Das Bundesgericht hat aber die
adäquanzrelevanten Kriterien teilweise modifiziert. Dies betrifft zunächst das
Kriterium der "ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung", das nur
dann vorliegt, wenn nach dem Unfall fortgesetzt spezifische und die versicherte
Person belastende ärztliche Behandlung im Zeitraum bis zum Fallabschluss
notwendig gewesen war (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128). Weiter wird für die
Erfüllung des Kriteriums "Dauerbeschwerden" vorausgesetzt, dass diese erheblich
sind, was aufgrund glaubhaft geltend gemachter Schmerzen und nach der
Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person im Lebensalltag erfährt, zu
beurteilen ist (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128 f.). Hinsichtlich des Kriteriums
"Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit" ist nicht die Dauer an sich, sondern
eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche massgeblich, die zu überwinden
die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt (BGE 134 V 109 E.
10.2.7 S. 129).

Zusammenfassend hat das Bundesgericht den Katalog der bisherigen
adäquanzrelevanten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 369 E. 4b S. 383) in
BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130 wie folgt neu gefasst:
?. besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des
Unfalls;
?. die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
?. fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
?. erhebliche Beschwerden;
?. ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
?. schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
?. erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
?

3.
Soweit die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 7. April 2008 geltend macht, auf
den hier zu beurteilenden Sachverhalt müsse noch die "alte
Schleudertrauma-Praxis" zur Anwendung gelangen, hat das Bundesgericht mit
Urteil 8C_57/2008 vom 16. Mai 2008 E. 4.2 entschieden, dass die mit BGE 134 V
109 präzisierte neue Praxis nach der Rechtsprechung grundsätzlich sofort und in
allen hängigen Verfahren anzuwenden ist (BGE 133 V 96 E. 4.4.6 S. 103 mit
Hinweisen), ohne dass es darauf ankäme, ob der massgebende Sachverhalt vor oder
nach der Änderung eingetreten oder ob eine vor diesem Zeitpunkt in Frage
stehende Anspruchsberechtigung betroffen ist. Unter den gegebenen Umständen
verletzt dies weder die Grundsätze der Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit
noch den Grundsatz des Vertrauensschutzes (vgl. Art. 9 BV; Urteil 8C_57/2008
vom 16. Mai 2008 E. 4.2 mit Hinweisen), zumal den Parteien zur neu präzisierten
Rechtsprechung letztinstanzlich das rechtliche Gehör gewährt wurde (BGE 128 V
272 E. 5b/bb S. 278).

4.
Streitig ist, ob die UVZ ihre Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 18.
Juli 2002 zu Recht per 31. Januar 2006 eingestellt hat.

4.1 Das kantonale Gericht hat die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang
zwischen den ab 1. Februar 2006 anhaltend geklagten Beschwerden und dem Unfall
vom 18. Juli 2002 nicht abschliessend beantwortet, da es ohnehin am adäquaten
Kausalzusammenhang fehle. Dies ist nicht zu beanstanden, wenn die Adäquanz in
der Tat zu verneinen ist. Denn diesfalls kann praxisgemäss auf weitere
Beweisvorkehren zur natürlichen Kausalität verzichtet werden, woran sich mit
BGE 134 V 109 nichts geändert hat (Urteil 8C_42/2007 vom 14. April 2008, E. 2
mit Hinweisen).

4.2 Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, soweit sie zutreffend erkannte,
dass die Vorinstanz die Adäquanzprüfung zu Recht nach der
Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359 ff.) vorgenommen hat. Hier gelangt nach
dem in Erwägung Ziffer 3 hievor Gesagten die inzwischen mit BGE 134 V 109
präzisierte Schleudertrauma-Praxis zur Anwendung.

5.
Zu prüfen bleibt im Folgenden, ob die ab 1. Februar 2006 geklagten Beschwerden
nach den mit BGE 134 V 109 modifizierten Grundsätzen in einem adäquaten
Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 18. Juli 2002 stehen.

6.
6.1 Eine unfallanalytische oder biomechanische Analyse vermag allenfalls
gewichtige Anhaltspunkte zur - einzig mit Blick auf die Adäquanzprüfung
relevanten - Schwere des Unfallereignisses zu liefern; sie bildet jedoch für
sich allein in keinem Fall eine hinreichende Grundlage für die
Kausalitätsbeurteilung (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357 E. 3.2, U 193/01; Urteil
8C_252/2007 vom 16. Mai 2008, E. 6.1 mit Hinweis).

6.2 Laut B-Gutachten betrug die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung
(Delta-v) am Opel Vectra, in welchem die Beschwerdeführerin sass, zwischen 3,95
und 5,68 km/h. Nach polizeilicher Schätzung entstand am Heck dieses Fahrzeuges
ein Sachschaden von circa Fr. 500.-. Gemäss Polizeirapport (S. 6) blieben die
übrigen drei Mitfahrer im Opel Vectra, welche alle IV-Renten bezogen, sowie der
Kollisionsgegner bei dieser Heckauffahrkollision unverletzt. Die Vorinstanz hat
richtig erkannt, dass dieser Unfall auf Grund des augenfälligen
Geschehensablaufes als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu
qualifizieren ist (zur Unfalleinstufung vgl. BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126; SVR
2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1, U 2/07).

6.3 Die Adäquanz des Kausalzusammenhanges wäre daher zu bejahen, wenn die
nunmehr relevanten modifizierten Kriterien gemäss BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130
gehäuft oder auffallend gegeben wären oder eines der Kriterien in besonders
ausgeprägter Weise vorliegen würde (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367, 369 E. 4c S.
384).

7.
7.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen
Eindrücklichkeit des Unfalles besteht unverändert weiter (BGE 134 V 109 E.
10.2.1 S. 127; Urteil 8C_402/2007 vom 23. April 2008, E. 5.2.1). Es ist
objektiv zu beurteilen und nicht auf Grund des subjektiven Empfindens bzw.
Angstgefühls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. 3b/cc;
Urteil U 56/07 vom 25. Januar 2008, E. 6.1). Das Kriterium ist vorliegend nicht
erfüllt (vgl. auch RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2 und 5.2.1, U 380/04).
7.2
7.2.1 Die Diagnose einer HWS-Distorsion (oder einer anderen, adäquanzrechtlich
gleich zu behandelnden Verletzung) genügt für sich allein nicht zur Bejahung
des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung. Es
bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen
Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen
können (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86 E. 5.3, U 339/06; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236
E. 5.2.3 mit Hinweisen, U 380/04). Diese können beispielsweise in einer beim
Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung und den dadurch bewirkten
Komplikationen bestehen (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86 E. 5.3, U 339/06; RKUV 2003
Nr. U 489 S. 357 E. 4.3 mit Hinweisen, U 193/01). Auch erhebliche Verletzungen,
welche sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma, der äquivalenten
HWS-Verletzung oder dem Schädel-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, können
bedeutsam sein (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 mit Hinweisen).
7.2.2 Entgegen der Beschwerdeführerin ist dem Polizeirapport vom 19. Juli 2002
nirgends zu entnehmen, dass sie im Moment der Kollision den Kopf in einer nach
rechts abgedrehten Stellung gehalten habe. Ihre Aussage wurde lediglich
dahingehend protokolliert, dass sie zum Unfallhergang nichts sagen könne. Sie
habe mit ihrer Kollegin gesprochen. Im Gegensatz zu der von der Versicherten
wiederholt vorgetragenen Behauptung hat Dr. med. F._______ die
Beschwerdeführerin am Unfalltag als erstbehandelnder Arzt im Spital W.________
eingehend untersucht (Bericht vom 18. Juli 2002) und auf dem Formular mit den
"Zusatzfragen bei HWS-Verletzungen" am 4. September 2002 gegenüber der UVZ
ausdrücklich bestätigt, dass die Kollision in gerader Kopfstellung erfolgt sei,
die Versicherte überrascht habe und es zu keinem Kopfanprall gekommen sei. Es
finden sich in den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass auf diese
unmissverständliche "Aussage der ersten Stunde" (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47) des
sachkundigen Mediziners nicht abgestellt werden könnte. Die vom Notfallarzt
nicht erhobenen Angaben zur früheren HWS- und Kopfschmerzenanamnese (vgl. S. 3
Ziff. 7 des genannten Formulares mit den "Zusatzfragen bei HWS-Verletzungen")
liess er - im Gegensatz zur Frage nach der Kopfstellung - offen, was den
konkreten Angaben des Dr. med. F._______ zur Kopfstellung während der Kollision
zusätzliche Beweiskraft verleiht.
7.2.3 Die im August 2002 gestützt auf eine MRI-Untersuchung diagnostizierte
mediolaterale Diskushernie C5/6 ohne Kompression neuraler Strukturen stellt -
entgegen dem UMEG-Gutachten - angesichts der geringen kollisionsbedingten
Kräfteeinwirkung (E. 6.2 hievor) mit Blick auf die einschlägige Rechtsprechung
nach unfallmedizinischer Erfahrung (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts U 163/05 vom 3. Oktober 2005 E. 3.1 mit zahlreichen
Hinweisen [vgl. AJP 2006 S. 877 ff.]; RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190, U 149/99, und
Nr. U 379 S. 192, U 138/99, je mit Hinweisen) keine natürlich kausale Folge des
Unfalles vom 18. Juli 2002 dar, fehlt es diesem doch offensichtlich an der für
einen derartigen Gesundheitsschaden vorausgesetzten besonderen Schwere. In
Bezug auf den rechtsseitigen Tinnitus, den Schwindel, die Schwäche auf der
rechten Körperseite und die Sensibilitätsstörung sowie die Anosmie handelt es
sich hier um organisch nicht objektiv ausgewiesene Befindlichkeitsstörungen,
welche gemäss U-Gutachten nach spezialärztlichen Untersuchungen nicht einem
organischen Substrat zugeordnet werden konnten.
7.2.4 Schliesslich ist festzuhalten, dass die Beweisregel "post hoc ergo
propter hoc" (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.) im Sinne der natürlichen
Vermutung, Beschwerden müssten unfallbedingt sein, wenn eine vorbestehende
Erkrankung der Wirbelsäule bis zum Unfall schmerzfrei war, unfallmedizinisch
nicht haltbar und beweisrechtlich nicht zulässig ist, sofern der Unfall keine
strukturellen Läsionen an der Wirbelsäule und namentlich keine
Wirbelkörperfrakturen verursacht hat (SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, U 290/06).
Letzteres trifft hier zu. Bereits anlässlich der medizinischen Erstversorgung
im Spital W.________ (am 18. Juli 2002) konnten ossäre Läsionen ausgeschlossen
werden. Schon am Unfalltag berichtete Dr. med. F._______ von "regredienten
Schmerzen im Bereich der HWS und LWS" sowie von einer "Regredienz der
Parästhesien [bei] noch geringen Residuen". Dem Bericht der Klinik R.________
ist zudem zu entnehmen, dass fünf von insgesamt fünf Waddellzeichen positiv
getestet worden seien, weshalb ein Verdacht auf Symptomausweitung
diagnostiziert wurde. Dies lässt in Verbindung mit dem Fehlen unfallbedingter
struktureller Läsionen an der Wirbelsäule darauf schliessen, dass nicht alle in
der Folge des Unfalles geklagten Beschwerden in einem ursächlichen Zusammenhang
mit dem fraglichen Ereignis standen.
7.2.5 Nach dem Gesagten steht fest, dass die am Unfalltag nach eingehender
Untersuchung im Spital W.________ einzig diagnostizierte HWS-Distorsion mit den
in der Folge aufgetretenen, zum typischen Beschwerdebild (BGE 117 V 359 E. 4b
S. 360) gehörenden Beeinträchtigungen (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 mit
Hinweisen) das Kriterium der Schwere und besonderen Art der erlittenen
Verletzung nicht erfüllt.
7.3
7.3.1 Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung entscheidwesentlich ist, ob
nach dem Unfall bis zum Fallabschluss eine fortgesetzt spezifische, die
versicherte Person belastende Behandlung notwendig war (BGE 134 V 109 E. 10.2.3
S. 128).
7.3.2 Der Unfall ereignete sich am 18. Juli 2002. Anschliessend begab sich die
Beschwerdeführerin ins Spital W.________, wo sie bis am darauf folgenden Tag
hospitalisiert blieb. Dr. med. F._______ verordnete eine Ruhigstellung in
hartem Halskragen für maximal fünf Tage sowie Analgesie und Muskelrelaxation.
Hausarzt Dr. med. K.________ ersuchte das Spital W.________ am 22. Juli 2002 um
Fortsetzung der begonnenen Behandlung. Es folgten verschiedene
spezialmedizinische Abklärungen. Dr. med. P._______ empfahl anlässlich des
rheumatologischen Konsiliums vom 25. September 2002 baldmöglichst die
Hospitalisation in einer Rehabilitationsklinik, da die konservative Therapie
mit Analgesie und Physiotherapie keine wesentliche Verbesserung gebracht habe.
Gemäss Austrittsbericht der Klinik R.________ vom 12. Dezember 2002 war während
des vierwöchigen stationären Aufenthalts unter anderem der Verdacht auf eine
Symptomausweitung diagnostiziert worden. Therapeutisch riet die Klinik
R.________ nach dem Austritt zur fortgesetzten Durchführung des erlernten
Heimprogrammes, zu Physiotherapie zwecks Verbesserung der HWS-Beweglichkeit,
zur Unterstützung der Versicherten bei ihren Copingbemühungen sowie zur
Aufnahme eines moderaten körperlichen Aktivitätstrainings nebst
schmerzmodulierender Medikation. Dr. med. A.________ berichtete am 14. April
2003, nach Angaben der Beschwerdeführerin gehe es ihr heute schlechter im
Vergleich zum Gesundheitszustand bei der Voruntersuchung vom 12. August 2002,
alle therapeutischen Bemühungen seien ohne nachhaltigen Effekt geblieben. Der
Neurologe ging daher von einer Chronifizierung der Symptomatik mit
Symptomausweitung aus. Anfangs September 2003 leitete die UVZ eine unabhängige
umfassende Begutachtung ein. Das UMEG-Gutachten (interdisziplinäre Beurteilung)
wurde am 28./30. Juni 2005 erstattet.
7.3.3 Festzuhalten ist, dass die Verhältnisse bis zum Fallabschluss auf den 31.
Januar 2006 zu beurteilen sind (vgl. Urteil 8C_252/2007 vom 16. Mai 2008, E.
7.3.3, mit Hinweis). Die nachfolgenden therapeutischen Bemühungen, insbesondere
die im Oktober 2006 begonnene psychiatrische Behandlung, sind somit nicht
relevant. Insgesamt ist das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden
ärztlichen Behandlung erfüllt, aber weder auffallend noch besonders ausgeprägt.
Dies ergibt sich auch mit Blick auf die Zusammenstellung der Heilungskosten der
UVZ, die zwar auf regelmässig absolvierte Arztkonsultationen, spezialärztliche
Abklärungen und physiotherapeutische Behandlungen schliessen lässt, ohne dass
jedoch belastende operative Eingriffe oder sonstige stationäre Behandlungen
(abgesehen vom vierwöchigen Rehabilitationsaufenthalt) erforderlich gewesen
wären.

7.4 Adäquanzrelevant können nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem
Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende
erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den
glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte
Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4
S. 128). Gemäss Austrittsbericht der Klinik R.________ vom 12. Dezember 2002
war damals nach der vierwöchigen stationären Rehabilitation die bis dahin
bereits etwas verbesserte Belastbarkeit noch zu tief für eine Reintegration in
den Arbeitsprozess, doch befürworteten die behandelnden Ärzte die unmittelbare
Übernahme von leichteren Haushaltsarbeiten mit bis zu fünf Kilogramm schweren
Lasten ohne Überkopfarbeit sowie eine schrittweise Wiederaufnahme der
angestammten Tätigkeit ab Mitte Januar 2003 während drei Halbtagen pro
Arbeitswoche. Gleichzeitig war es der Versicherten nach fachärztlicher
Einschätzung zumutbar, das erlernte Heimprogramm fortzusetzen und zusätzlich
ein moderates körperliches Aktivitätsprogramm aufzunehmen. Die zahlreichen
weiteren Untersuchungen und spezialärztlichen Abklärungen zeigten laut
rheumatologischem U-Teilgutachten vom 23. April 2004 (S. 5) seit dem
Rehabilitationsaufenthalt in Q.________ das immer gleiche Beschwerdebild. Das
Kriterium erheblicher Beschwerden kann in Anbetracht der aktenkundigen
gesundheitlichen Beeinträchtigungen (E. 7.2 hievor) als grundsätzlich erfüllt
angesehen werden. Dies aber weder auffallend noch in besonders ausgeprägter
Form, da es ihr immer noch möglich blieb, gewisse Aktivitäten auszuüben (Urteil
8C_252/2007 vom 16. Mai 2008, E. 7.4).

7.5 Das nicht geänderte Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die
Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat (BGE 134 V 109 E. 10.2.5 S. 129), ist
unbestrittenermassen nicht erfüllt.

7.6 Unverändert beibehalten wird das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs
und der erheblichen Komplikationen (BGE 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129) Diese
beiden Teilaspekte müssen nicht kumulativ erfüllt sein (BGE 117 V 359 E. 7b S.
369). Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden - welche im
Rahmen der spezifischen Adäquanzkriterien (E. 6.3 f. hievor) zu berücksichtigen
sind - darf nicht auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche
Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Gründe, welche
die Heilung beeinträchtigt haben. Die Einnahme vieler Medikamente und die
Durchführung verschiedener Therapien genügen nicht zur Bejahung dieses
Kriteriums. Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz regelmässiger Therapien
weder eine Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit erreicht werden konnten (Urteile 8C_252/2007 vom 16. Mai
2008, E. 7.6, und 8C_57/2008 vom 16. Mai 2008, E. 9.6.1, je mit Hinweisen). Im
Vergleich mit anderen Fällen von HWS-Distorsionstraumen und äquivalenten
Verletzungen kann vorliegend bis zum Fallabschluss nicht von erheblichen
Komplikationen ausgegangen werden. Hingegen ist insgesamt das Kriterium des
schwierigen Heilungsverlaufs zu bejahen, aber weder auffallend noch besonders
ausgeprägt.
7.7
7.7.1 Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, ist dem
Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis mittelschweren
Schleudertraumen der HWS ein längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem
Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt aus als eher ungewöhnlich
erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher massgebend, sondern
eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die
versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Darin liegt der Anreiz
für die versicherte Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise
arbeitsfähig zu werden. Gelingt es ihr trotz solcher Anstrengungen nicht, ist
ihr dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille
erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder optimal in
den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person
können sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger
persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der persönliche
Einsatz im Rahmen von medizinischen Therapiemassnahmen zu berücksichtigen.
Sodann können Bemühungen um alternative, der gesundheitlichen Einschränkung
besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in der Zeit
bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in erheblichem Masse
arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das
Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 mit Hinweisen; Urteil 8C_252
/2007 vom 16. Mai 2008, E. 7.7.1, mit Hinweis).
7.7.2 Gemäss U-Gutachten und den übrigen ärztlichen Berichten war die
Beschwerdeführerin seit dem Unfall vom 18. Juli 2002 bis zum Fallabschluss auf
den 31. Januar 2006 vollständig arbeitsunfähig. Dies allein genügt gerade nicht
zur Bejahung des Kriteriums. Entgegen dem letztinstanzlichen Vorbringen der
Versicherten entbindet ein ärztliches Arbeitsunfähigkeitsattest die versicherte
Person nicht von der Schadenminderungspflicht. Obwohl die Beschwerdeführerin
nach dem vierwöchigen Aufenthalt in der Klinik R.________ ab Mitte Januar 2003
schrittweise die angestammte Tätigkeit wieder hätte aufnehmen sollen und das
Beschwerdebild laut rheumatologischem U-Teilgutachten vom 23. April 2004 (S. 5)
seit dem stationären Rehabilitationsaufenthalt im Wesentlichen unverändert
blieb, geht aus den Akten nicht hervor, dass sie ernsthafte Versuche zur
Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit unternommen hätte. Das von der
Versicherten in der klinischen Untersuchung gezeigte Verhalten, welches gemäss
eben genanntem Teilgutachten "die Beweglichkeit der gesamten Wirbelsäule nicht
vernünftig" untersuchen und auf eine "praktisch vollständig aufgehobene
HWS-Beweglichkeit mit Blockadegefühl in alle Richtungen" (Austrittsbericht der
Klinik R.________ vom 12. Dezember 2002 S. 2) schliessen liess, kontrastiert
mit den Feststellungen gemäss der vom zuständigen Haftpflichtversicherer
veranlassten Personenobservation, wonach Mitarbeiter der Firma W.________ die
Beschwerdeführerin unter anderem am 12. Januar 2006 bei selbstständiger
unbegleiteter Fortbewegung zu Fuss und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohne
Behinderung der Gangart oder Einschränkungen der Kopfrotation beobachtet haben.
Dies, obgleich die Versicherte gemäss psychiatrischem Teilgutachten laut
eigenen Angaben seit dem Unfall an Schwindel leide, Mühe beim Gehen habe und
schon einige Male hingefallen sei, weshalb sie "nicht mehr alleine ausser Haus
[gehe], sondern sich begleiten lasse". Der Diskrepanz zwischen den umfassend
geklagten, angeblich ständig anhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen
einerseits und der freien Beweglichkeit in der Öffentlichkeit andererseits ist
im Hinblick auf die von der Rechtsprechung (E. 7.7.1 hievor) geforderten
ernsthaften Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit Rechnung zu
tragen. Das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit ist nicht erfüllt.

8.
Zusammenfassend sind höchstens drei der sieben Kriterien erfüllt, jedoch nicht
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise (E. 7.3 f. und 7.6 hievor).
Dies reicht zur Adäquanzbejahung praxisgemäss nicht aus (E. 6.3 hievor; Urteil
8C_252/2007 vom 16. Mai 2008, E. 8, mit Hinweis).

9.
Die Gerichtskosten werden der unterliegenden Beschwerdeführerin auferlegt (Art.
66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons
Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 6. Oktober 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Hochuli