Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.624/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_624/2007

Urteil vom 20. Mai 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Widmer, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Lustenberger, Frésard,
Gerichtsschreiberin Fleischanderl.

Parteien
K.________,
L.________,
Gemeinde U.________,
Beschwerdeführer,
alle drei vertreten durch das Sozialamt
der Gemeinde Uzwil, Postfach, 9240 Uzwil,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St.
Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 10. September 2007.

Sachverhalt:

A.
Die 1991 geborene L.________, Tochter von S.________ und K.________, wurde nach
der Scheidung ihrer Eltern im Jahre 1994 unter die elterliche Gewalt bzw. Sorge
des Vaters gestellt. Im Nachgang zu einem Obhutsentzug und der Errichtung einer
Beistandschaft nach Art. 308 ZGB erfolgte am 17. November 2003 die
Fremdplatzierung in der Sozialpädagogischen Grossfamilie A.________
(Pflegevertrag vom 1./3. Dezember 2003). Die in Y.________ wohnhafte S.________
bezieht seit Februar 2000 eine ganze Invalidenrente (samt Kinderrente für
L.________; Verfügung der IV-Stelle Luzern vom 7. Januar 2003) und seit Februar
2001 Ergänzungsleistungen, welche durch die Ausgleichskasse des Kantons Luzern
ausgerichtet werden. Auf Anmeldung von Dezember 2003 hin wurden zusätzliche
Ergänzungsleistungen für L.________ ausbezahlt. Mit Verfügung vom 6. Juni 2006
sprach die IV-Stelle Luzern L.________ rückwirkend ab 1. März 2005 eine
Kinderrente zur ganzen Invalidenrente ihres Vaters zu.

Am 14. Juni 2006 reichte die Gemeinde U.________, handelnd durch das Sozialamt,
bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons St. Gallen eine
EL-Anmeldung ein, bei welcher unter der Rubrik "Personalien des AHV- oder
IV-Rentners" diejenigen der L.________ aufgeführt wurden, und beantragte eine
Neuberechnung der Ergänzungsleistungen für die Zeit ab 1. März 2005. Am 5.
September 2006 trat die SVA verfügungsweise mangels örtlicher Zuständigkeit auf
das Gesuch nicht ein. Die dagegen von der Gemeinde in eigenem Namen und in
Vertretung der L.________ erhobene Einsprache wurde abgewiesen (Entscheid vom
8. Februar 2007).

B.
In teilweiser Gutheissung der hiegegen von L.________ und der Gemeinde
U.________, beide vertreten bzw. handelnd durch das Sozialamt, eingereichten
Beschwerde hob das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen den
angefochtenen Einspracheentscheid mit Entscheid vom 10. September 2007 auf und
ersetzte ihn "durch die Abweisung des Leistungsgesuches vom 14. Juni 2006"
(Dispositiv-Ziffer 1), da dieses nicht durch den rentenberechtigten Vater
K.________ gestellt worden sei.

C.
L.________ und K.________ sowie die Gemeinde U.________, alle vertreten bzw.
handelnd durch das Sozialamt, führen Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids
sei die SVA anzuweisen, das Verfahren zur Festsetzung der Ergänzungsleistungen
durchzuführen und hernach die ab 1. März 2005 zustehenden Leistungen
festzusetzen und auszurichten; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an
die Vorinstanz zurückzuweisen.

Während das kantonale Gericht und die SVA auf Abweisung der Beschwerde
schliessen, verzichtet das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) auf eine
Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann
wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Die
Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich
unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht
und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend
sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den
Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1
BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen
berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer
Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).

2.
Die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
haben durch das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Bundesgesetz vom 6.
Oktober 2006 über die Schaffung von Erlassen zur Neugestaltung des
Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (AS 2007
5779) eine umfassende Neuregelung erfahren. Weil in zeitlicher Hinsicht
grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend sind, welche bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, und
weil ferner das Sozialversicherungsgericht grundsätzlich auf den bis zum
Zeitpunkt des Einspracheentscheids (hier: 8. Februar 2007) eingetretenen
Sachverhalt abstellt (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220 mit Hinweisen), finden
vorliegend die bis Ende 2007 gültig gewesenen Bestimmungen Anwendung
(nachfolgend zitiert mit "aELG"; Urteil 8C_594/2007 vom 10. März 2008, E. 2).

3.
3.1
3.1.1 Die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG (und Art. 59 ATSG)
ist in erster Linie auf Privatpersonen zugeschnitten. Nach der Rechtsprechung
schliesst dies indessen nicht aus, dass sich auch eine Behörde zur Begründung
ihrer Beschwerdebefugnis auf diese Bestimmung berufen kann, sofern sie mit der
Beschwerdeführung nicht nur ein öffentliches Interesse an der richtigen
Durchführung des Bundesrechts, sondern wie ein Privater ein bestimmtes, eigenes
finanzielles Interesse verfolgt oder aber in schutzwürdigen eigenen
hoheitlichen Interessen berührt ist (BGE 133 V 188 E. 4.3.2 S. 192 mit
Hinweisen).
Besondere Bedeutung kommt dem Legitimationserfordernis zu, wenn nicht der
Verfügungsadressat im materiellen Sinn, sondern ein Dritter
(Drittbeschwerdeführer) den Entscheid anficht. Hier haben die
Legitimationsanforderungen die Funktion, die Popularbeschwerde auszuschliessen,
weshalb bei der Bejahung der Beschwerdelegitimation von Drittbeschwerdeführern
Zurückhaltung geboten ist. Erforderlich ist ein spezifisches
Rechtsschutzinteresse, welches nur bejaht wird, wenn der Dritte ein
unmittelbares und konkretes Interesse an der Aufhebung oder Änderung der
Verfügung hat oder eine spezifische, besonders nahe Beziehung zur Streitsache
für sich in Anspruch nehmen kann. Das allgemeine Interesse an der richtigen
Auslegung und Durchsetzung des Bundesrechts genügt nicht (zum Ganzen: BGE 133 V
188 E. 4.3.3 S. 192 f. mit Hinweisen).
3.1.2 Die Gemeinde U.________ ist für die in der fraglichen Zeitspanne nicht
durch die vom Kanton ausgerichteten Ergänzungsleistungen gedeckten Heim- und
Lebenshaltungskosten von L.________ aufgekommen und daher gestützt auf Art. 20
Abs. 1 ELV (in Verbindung mit Art. 67 Abs. 1 AHVV [sowohl in der bis 31.
Dezember 2002 gültig gewesenen wie auch in der seit 1. Januar 2003 in Kraft
stehenden, hier massgeblichen Fassung]; vgl. auch Art. 22 Abs. 4 ELV) zur
Geltendmachung des Anspruchs gegenüber der Beschwerdegegnerin auf (mutmasslich
höhere) Ergänzungsleistungen berechtigt. Die Befugnis von Dritten oder Behörden
zur Anmeldung aus eigenem Recht - und dabei insbesondere das dahinterstehende
spezifische finanzielle Interesse - hat im Lichte der aufgeführten Grundsätze
zur Folge, dass ihnen auch die Beschwerdelegitimation (vor- wie
letztinstanzlich) zusteht (BGE 133 V 188 E. 4.4.1 S. 193 mit Hinweisen; ARV
1999 Nr. 14 S. 74, E. 2b mit Hinweisen; Urteile I 559/05 vom 31. März 2006, E.
2.2 mit Hinweisen, und P 27/01 vom 31. Januar 2003, E. 2.2; vgl. auch SVR 2005
EL Nr. 7 S. 15, E. 1.2 mit Hinweis, P 37/04). Das kantonale Gericht ist somit
zu Recht auf die für die Gemeinde U.________ eingereichte Beschwerde des
Sozialamtes eingetreten.

3.2 Hinsichtlich des durch die Gemeinde U.________ im Namen von L.________
vorinstanzlich erhobenen Rechtsmittels gilt es demgegenüber zu beachten, dass
anlässlich der Scheidung im Jahr 1994 die elterliche Sorge zwar K.________
übertragen worden war, ihm aber in der Folgezeit die Obhut entzogen und im
Rahmen der Fremdplatzierung des Mädchens eine Beistandschaft errichtet wurde.
Angesichts dieser Verhältnisse stellt sich die Frage, ob von einer
Prozessfähigkeit der im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung knapp 16-jährigen
L.________ ausgegangen werden kann (vgl. dazu namentlich Martin Stettler,
Schweizerisches Privatrecht, Bd. III/2, Das Kindesrecht, § 20 [Die Vertretung
des Kindes], S. 412 unten ff.), oder ob diesbezüglich allenfalls eine
gesetzliche Vertretung durch den Vater, soweit diesem eine solche für derartige
Rechtshandlungen trotz des Obhutsentzugs sowie der Beistandserrichtung
überhaupt zukommt, bzw. durch den Beistand ausgeübt wird (vgl. dazu Ingeborg
Schwenzer, N 4 ff. zu Art. 304/305, in: Basler Kommentar zum Schweizerischen
Privatrecht, Zivilgesetzbuch I, 2. Aufl., Basel/Genf/München 2002; Peter
Breitschmid, N 6 ff. zu Art. 308 sowie N 1 zu Art. 310, in: Basler Kommentar,
a.a.O.).
3.2.1 Den Akten kann diesbezüglich eine, vom kantonalen Gericht nachträglich
eingeforderte und vom Beistand von L.________ unterzeichnete
"Spezial-Vollmacht" vom 7. September 2007 entnommen werden, mit welcher das
Sozialamt zur (vorinstanzlichen) Beschwerdeerhebung bevollmächtigt wurde. Im
Rahmen des letztinstanzlichen Verfahrens wurde sodann eine von K.________
visierte, das Sozialamt Uzwil bevollmächtigende "Spezial-Vollmacht" ("für
K.________ und L.________, vertreten durch den Vater, K.________") vom 5.
Oktober 2007 nachgereicht, welche sich auf den Weiterzug des kantonalen
Entscheids bezog.
3.2.2 Der Frage, wie es sich vorliegend mit den Vertretungsverhältnissen im
Einzelnen verhält, braucht indessen nicht näher nachgegangen zu werden. Da sich
die Beschwerde, soweit von der Gemeinde U.________ aus eigenem Recht geführt,
sowohl vor- wie letztinstanzlich als zulässig erweist und das Bundesgericht
sich somit ohnehin mit den sich in der Sache selber stellenden, unmittelbar
Rechtswirkungen auf die EL-rechtliche Situation von Karl Heinz und L.________
zeitigenden Fragen zu befassen hat, kann von diesbezüglichen Weiterungen
abgesehen werden.

4.
4.1 Mit Verfügung vom 5. September 2006 ist die Beschwerdegegnerin auf das
durch die Gemeinde U.________, vertreten durch deren Sozialamt, (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) gestellte EL-Gesuch vom 14. Juni 2006 mangels örtlicher
Zuständigkeit nicht eingetreten. Eine dagegen erhobene Einsprache wurde
abgewiesen (Entscheid vom 8. Februar 2007). Als Begründung wurde im
Wesentlichen angeführt, L.________ würden als Bezügerin einer Kinderrente zur
Invalidenrente ihrer im Kanton X.________ beheimateten, EL-berechtigten Mutter
seit Dezember 2003 Ergänzungsleistungen durch die Ausgleichskasse des Kantons
X.________ ausgerichtet. Da keine relevante Veränderung des Sachverhalts
eingetreten sei, namentlich habe weder ein Wohnsitz- noch ein Statuswechsel
stattgefunden, bestehe keine Veranlassung, in die EL-rechtlichen Verhältnisse
der Mutter - und damit auch der Tochter - einzugreifen. Insbesondere
rechtfertigte die Aussicht auf allfällige höhere Ergänzungsleistungen in einem
anderen Kanton, ausgelöst durch die dem damals im Kanton Y.________ wohnhaften
(aktuell: Deutschland; vgl. "Spezial-Vollmacht" vom 5. Oktober 2007),
sorgeberechtigten Vater von L.________ rückwirkend ab 1. März 2005
zugesprochene ganze Invalidenrente, keinen Wechsel der EL-Zuständigkeit, welche
weiterhin bei der Ausgleichskasse des Kantons X.________ liege.

4.2 Das kantonale Gericht hielt demgegenüber dafür, dass die
Beschwerdegegnerin, da die EL-Anmeldung vom 14. Juni 2006 ausdrücklich
L.________ als Gesuchstellerin nenne, wohingegen es seitens ihres Vaters an
einem entsprechenden Leistungsersuchen fehle, ausgehend vom Grundsatz, wonach
die Tochter keinen eigenen EL-Anspruch begründen könne, mit Verfügung vom 5.
September 2006 auf das Gesuch hätte eintreten müssen, dieses infolge mangelnder
Anspruchsberechtigung aber abzulehnen gewesen wäre.

4.3 Die Beschwerdeführerin macht ihrerseits geltend, die EL-Anmeldung vom 14.
Juni 2006 sei als von K.________ gestellt zu betrachten, da dieser das Gesuch
unterschrieben habe; andernfalls wäre die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen,
ihn auf den diesbezüglichen Mangel hinzuweisen und - unter Nachfristansetzung -
zur Verbesserung aufzufordern. Weil ferner mit der Zusprechung einer ganzen
Invalidenrente an den Vater von L.________ auch in EL-rechtlicher Hinsicht eine
massgebende Veränderung der Verhältnisse eingetreten sei, hätte die
Beschwerdegegnerin trotz bisheriger Zuständigkeit der Behörde X.________ auf
das Gesuch (des Vaters) eintreten und dieses materiell behandeln sollen. Die in
der Sache zu beurteilende konkurrierende Zuständigkeit zweier Kantone - für die
Zeit ab 1. März 2005 löse sowohl die Invalidenrente der im Kanton X.________
lebenden Mutter wie auch diejenige des im Kanton Y.________ wohnhaft gewesenen
Vaters von L.________ eine Kinderrente und damit mögliche Ergänzungsleistungen
aus - sei auf dem Wege richterlicher Lückenfüllung in der Weise zu beantworten,
als primär der Umstand des Wohnsitzes bzw. tatsächlichen Aufenthalts des
sorgeberechtigten Vaters und der in einer Pflegeinstitution untergebrachten
Tochter im Kanton Y.________ die Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin nahe
lege.

5.
Zu prüfen ist zunächst, welcher Kanton in casu zuständig ist für die
Festsetzung und allfällige Auszahlung der in Frage stehenden
Ergänzungsleistung. Wäre die örtliche Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin zu
verneinen, wie von dieser vertreten, erübrigten sich sowohl Ausführungen zur
gesuchstellenden Person wie auch zur Frage der EL-Ausrichtung an sich.
5.1
5.1.1 Art. 2 Abs. 1 aELG sieht vor, dass Schweizer Bürgern mit Wohnsitz und
gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, welche eine der
Voraussetzungen nach den Art. 2a-2d aELG erfüllen, ein Anspruch auf
Ergänzungsleistungen einzuräumen ist, wenn die gesetzlich anerkannten Ausgaben
die anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Gemäss Art. 2c lit. a aELG sind
EL-anspruchsberechtigt u.a. Invalide, die Anspruch auf eine IV-Rente haben. Für
die Festsetzung und Auszahlung der Ergänzungsleistung zuständig ist nach Art.
1a Abs. 3 aELG der Kanton, in dem der (Renten-)Bezüger seinen Wohnsitz hat.
5.1.2 Anrecht auf Ergänzungsleistungen im Sinne der angeführten Bestimmungen
haben somit, sofern die übrigen Voraussetzungen zu bejahen sind, nur Personen,
welchen ein selbstständiger IV-Rentenanspruch zusteht. Von Gesetzes wegen
keinen solchen originären Rentenanspruch besitzt eine Person, für die ein
Versicherter eine Zusatzrente bezieht (vgl. Rz. 2005 der vom BSV
herausgegebenen Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL]).
Demgemäss finden die Bezüger von Kinderrenten, welche derivate Zusatzrenten zur
Stammrente von Mutter und Vater darstellen (vgl. Art. 35 Abs. 1 IVG; BGE 108 V
73 E. 3 S. 78), in den entsprechenden gesetzlichen Normen denn auch keine
Erwähnung (vgl. Art. 2a-2d aELG; BGE 122 V 300 E. 4b S. 304 mit Hinweisen; ZAK
1989 S. 224). Abgelehnt hat es die Rechtsprechung schliesslich auch, Kinder,
für die eine Kinderrente der Invalidenversicherung gewährt wird, auf Grund
wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Destinatäre eines Teils der
Ergänzungsleistungen zu betrachten mit der Folge, dass ihnen ein separat
ausgeschiedener Ergänzungsleistungsanteil ausgerichtet würde (BGE 123 V 118 E.
5b S. 120 f., 122 V 300 E. 4b S. 304; ZAK 1989 S. 224, E. 2c; Urs Müller,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, S. 18 in fine; vgl.
auch zur diesbezüglichen IV-rechtlichen Stellung des mündigen Kindes: BGE 134 V
15).

5.2 Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass vorliegend die Eltern von
L.________, welche seit Januar 2000 (Mutter) bzw. März 2005 (Vater) eine ganze
Invalidenrente beziehen, Anspruch auf Ausrichtung von Ergänzungsleistungen
haben, sofern die restlichen Erfordernisse gegeben sind, nicht aber sie selber
als Bezügerin von Kinderrenten. Daran ändert der Umstand, dass gemäss Art. 7
Abs. 1 lit. c ELV, in Kraft seit 1. Januar 1995, die Ergänzungsleistung u.a.
für ein, einen Anspruch auf eine Kinderrente der IV begründendes Kind, das
nicht bei den Eltern lebt, gesondert zu berechnen ist, nichts (vgl. auch Rz.
2043.3 WEL), zumal das Einkommen der Eltern auch in diesem Fall insoweit zu
berücksichtigen ist, als es deren eigenen Unterhalt und den der übrigen
unterhaltsberechtigten Familienangehörigen übersteigt (Art. 7 Abs. 2 ELV; Rz.
2044 WEL). Die betreffende Verordnungsnorm wurde in BGE 122 V 300 zwar für
gesetzwidrig erklärt, da sie namentlich nicht von Art. 3 Abs. 6 aELG (in Kraft
gestanden bis 31. Dezember 1997) gedeckt sei und gegen Art. 2 Abs. 3 aELG (in
der bis 31. Dezember 1997 gültig gewesenen Fassung) verstosse (vgl. auch die
Nachfolgefälle BGE 123 V 118 E. 5b S. 120 f.; Urteile P 6 und 7/99 vom 24.
September 1999, P 40/96 vom 26. Juni 1998, P 36/95 vom 4. März 1998 und P 56/96
vom 13. Februar 1997). Mit der im Rahmen der 3. EL-Revision auf den 1. Januar
1998 aufgenommenen Delegationsbestimmung Art. 3a Abs. 7 lit. a aELG, nach
welcher der Bundesrat die Zusammenrechnung der anerkannten Ausgaben und
anrechenbaren Einnahmen von Familienmitglieder regelt, wobei er Ausnahmen von
der Zusammenrechnung insbesondere bei Kindern, die einen Anspruch auf eine
Kinderrente der AHV oder IV begründen, vorsehen kann, schuf der Gesetzgeber
indessen eine nunmehr genügende Grundlage für die gesonderte
Anspruchsberechnung von nicht mit den Eltern zusammenlebenden Kindern (Urteil
8C_43/2007 vom 4. Dezember 2007, E. 4.2.2; bundesrätliche Botschaft über die 3.
Revision des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [3.
EL-Revision] vom 20. November 1996, BBl 1997 I 1212; Erwin Carigiet/Uwe Koch,
Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, Supplement, Zürich 2000, S. 81 Ziff. 4 [und FN
204]; vgl. ferner BGE 127 V 18 E. 4c S. 22). Im Übrigen dürfte L.________,
welche sich seit Mitte November 2003 in der Sozialpädagogischen Grossfamilie
A.________ aufhält, als Heimbewohnerin einzustufen sein (vgl. dazu namentlich
Ralph Jöhl, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer [Hrsg.],
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 2. Aufl.,
Basel 2007, S. 1710 Rz. 110 in Verbindung mit FN 360), was ebenfalls eine
gesonderte Berechnung (unter Einschluss der elterlichen Einkommen) indiziert
(vgl. Rz. 4007 in Verbindung mit Rz. 4003 und 2044 WEL).

Der Vorinstanz ist nach dem Gesagten darin beizupflichten, dass der Vater von
L.________, K.________, als jedenfalls im hier massgeblichen Zeitraum (bis zum
Erlass des Einspracheentscheids durch die Beschwerdegegnerin vom 8. Februar
2007; vgl. E. 2 hievor) im Kanton Y.________ wohnhafter IV-Rentenbezüger
grundsätzlich berechtigt war bzw. gewesen wäre, bei der Beschwerdegegnerin als
zuständiger Amtsstelle ein Gesuch um Ausrichtung von Ergänzungsleistungen
einzureichen. Der Umstand, dass seine geschiedene, im Kanton X.________ lebende
Ehefrau und Mutter von L.________ seit Februar 2000 ebenfalls eine
Invalidenrente bezieht und ihr gestützt darauf seit Februar 2001 - seit
Dezember 2003 zusätzlich unter Anrechnung der Einkommensverhältnisse der
Tochter - Ergänzungsleistungen ausgerichtet werden, ändert daran nichts. Es
handelt sich dabei, wie das kantonale Gericht einlässlich und zutreffend
dargelegt hat, um ein koordinationsrechtliches Problem, welches im vorliegenden
Verfahren jedoch nur für den Fall einer Beurteilung bedürfte, dass von einer -
seitens der Vorinstanz jedoch verneinten - rechtsgenüglichen EL-Anmeldung durch
K.________ auszugehen ist.

6.
In einem nächsten Schritt ist deshalb zu prüfen, ob das vom 14. Juni 2006
datierte Formular "Anmeldung für Ergänzungsleistungen" namens des grundsätzlich
zur EL-Anmeldung berechtigten Vaters von L.________ eingereicht wurde.

6.1 Gemäss Art. 20 Abs. 1 Satz 1 ELV wird der Anspruch auf eine jährliche
Ergänzungsleistung durch eine schriftliche Anmeldung geltend gemacht (vgl. auch
Rz. 8001.1 WEL). Das Anmeldeformular hat laut Abs. 2 der Bestimmung Aufschluss
zu geben über die Personalien und die Einkommens- und Vermögensverhältnisse
aller in die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung eingeschlossenen
Personen (Rz. 7011 WEL). Zur Geltendmachung befugt sind der Leistungsansprecher
bzw. für ihn sein gesetzlicher Vertreter, sein Ehegatte, seine Eltern oder
Grosseltern, seine Kinder oder Enkel, seine Geschwister sowie die Drittperson
oder die Behörde, welche die Auszahlung an sich verlangen kann (Art. 20 Abs. 1
Satz 2 ELV in Verbindung mit Art. 67 AHV). Hat eine private oder öffentliche
Fürsorgestelle einer Person im Hinblick auf Ergänzungsleistungen
Vorschussleistungen für den Lebensunterhalt während einer Zeitspanne gewährt,
für die rückwirkend Ergänzungsleistungen ausgerichtet werden, so kann ihr bei
der Nachzahlung dieser Vorschuss direkt vergütet werden (Art. 22 Abs. 4 ELV;
Rz. 8001.2 WEL).
6.2
6.2.1 Im angefochtenen Entscheid ist richtig erkannt worden, dass die Rubrik
"Personalien des AHV- oder IV-Rentners" diejenigen von L.________ enthält und
die Spalte "Eheliche Kinder des Rentners (unmündige Kinder und Kinder in
Ausbildung bis 25 Jahre)" leer gelassen wurde. Ferner deuten auch die übrigen,
zu den Ausgaben-, Vermögens- und Einnahmenverhältnissen aufgeführten Angaben
klar auf die Tochter als Gesuchstellerin hin. Das Formular unterschrieben
("Unterschrift des Antragstellers/Vertreters") hat jedoch, worauf die
Beschwerdeführerin zu Recht hinweist, eindeutig K.________. Daraus lässt sich
jedoch entgegen deren Betrachtungsweise noch keine Antragstellung durch den
Vater ableiten. Vielmehr scheint dieser sowohl das besagte EL-Formular wie auch
das diesem beigelegte "Gesuch um Rentenauszahlung an eine Drittperson oder
Behörde" vom 13. Juni 2006 in seiner Funktion als gesetzlicher Vertreter seiner
Tochter (zur diesbezüglich nicht zweifelsfreien Rechtsstellung: E. 3.2 hievor)
unterzeichnet zu haben, worauf im Übrigen auch der Passus im Schreiben der
Beschwerdeführerin vom 14. Juni 2006 an die Beschwerdegegnerin schliessen
lässt, neben dem Vater, welcher die elterliche Sorge inne habe, sei auch dem
Sozialamt eine Verfügung zuzustellen. Ebenso wenig kann die Anmeldung als durch
die - gemäss zitierter Rechtslage dazu berechtigte (vgl. auch E. 3.1.2 hievor)
- Beschwerdeführerin eingereicht betrachtet werden, da es hierfür ebenfalls der
Angaben des grundsätzlich Leistungsberechtigten, d.h. vorliegend der
Personalien sowie Einkommens- und Vermögensverhältnisse des K.________
bedürfte.
6.2.2 Es ist folglich mit dem kantonalen Gericht als erstellt anzusehen, dass
die EL-Anmeldung vom 14. Juni 2006 L.________ als Gesuchstellerin - und damit
potentielle Leistungsansprecherin - nennt, der aber wie zuvor dargelegt, kein
eigenständiger Anspruch auf Ergänzungsleistungen zukommt. Die infolge der
Fremdplatzierung gesondert vorzunehmende Anspruchsberechnung des Kindes (vgl.
E. 5.1.2 und 5.2 hievor) ändert daran ebenso wenig etwas wie der Umstand, dass
sich in der hier zu beurteilenden Konstellation ein EL-Anspruch des Vaters
lediglich unter Einbezug der finanziellen Verhältnisse der Tochter ergeben
dürfte und es letztlich einzig um die Deckung der Heimkosten von L.________
durch Ergänzungsleistungen geht.

6.3 Entgegen der von der Vorinstanz vertretenen Auffassung kann aus dieser
Sachlage indes, wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt, nicht
geschlossen werden, dass die Beschwerdegegnerin das Leistungsersuchen von
L.________ mangels Legitimation ohne weiteres hätte (materiell) ablehnen
müssen.
6.3.1
6.3.1.1 Art. 29 Abs. 1 ATSG statuiert, dass, wer eine Versicherungsleistung
beansprucht, sich beim zuständigen Versicherungsträger in der für die jeweilige
Sozialversicherung gültigen Form anzumelden hat. Ferner sieht Art. 27 Abs. 1
ATSG vor, dass die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen
Sozialversicherungsträger verpflichtet sind, im Rahmen ihres
Zuständigkeitsbereiches die interessierten Personen über ihre Rechte und
Pflichten aufzuklären. Jede Person hat gemäss Abs. 2 der Norm Anspruch auf
grundsätzlich unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten. Dafür
zuständig sind die Versicherungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu
machen oder die Pflichten zu erfüllen sind. Beide Bestimmungen finden nach Art.
1 Abs. 1 ELG auch auf das EL-Verfahren Anwendung.
6.3.1.2 Der im vorliegenden Zusammenhang nicht weiter einschlägige Absatz 1 des
Art. 27 ATSG stipuliert eine allgemeine und permanente Aufklärungspflicht der
Versicherungsträger und Durchführungsorgane, die nicht erst auf persönliches
Verlangen der interessierten Personen zu erfolgen hat, und hauptsächlich durch
die Abgabe von Informationsbroschüren, Merkblättern und Wegleitungen erfüllt
wird. Der vorliegend relevante Absatz 2 derselben Bestimmung beschlägt dagegen
ein individuelles Recht auf Beratung durch den zuständigen Versicherungsträger.
Jede versicherte Person kann vom Versicherungsträger im konkreten Einzelfall
eine unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten verlangen (BGE 131
V 472 E. 4.1 S. 476 mit Hinweisen). Sinn und Zweck der Beratungspflicht ist,
die betreffende Person in die Lage zu versetzen, sich so zu verhalten, dass
eine den gesetzgeberischen Zielen des jeweiligen Erlasses entsprechende
Rechtsfolge eintritt (BGE 131 V 472 E. 4.3 S. 478; SVR 2008 IV Nr. 10 S. 30, E.
4.1, I 714/06; Ulrich Meyer, Grundlagen, Begriff und Grenzen der
Beratungspflicht der Sozialversicherungsträger nach Art. 27 Abs. 2 ATSG, in:
René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2006,
S. 9 ff., insbes. S. 14 und 15), wobei die zu beratende Person über die für die
Wahrnehmung der Rechte und Pflichten massgebenden Umstände rechtlicher oder
tatsächlicher Art zu informieren und gegebenenfalls ein Rat bzw. eine
Empfehlung für das weitere Vorgehen abzugeben ist (BGE 131 V 472 E. 4.3 S. 478
mit Hinweisen).
6.3.2 Wo die Grenzen der in Art. 27 Abs. 2 ATSG statuierten Beratungspflicht in
generell-abstrakter Weise zu ziehen sind, braucht vorliegend nicht entschieden
zu werden. Auf Grund des Wortlautes ("Jede Person hat Anspruch auf [...]
Beratung über ihre Rechte und Pflichten."; "Chacun a le droit d'être conseillé
[...] sur ses droits et obligations."; "Ognuno ha diritto [...] alla consulenza
in merito ai propri diritti e obblighi.") sowie des Sinnes und Zwecks der Norm
(Ermöglichung eines Verhaltens, welches zum Eintritt einer den
gesetzgeberischen Zielen des betreffenden Erlasses entsprechenden Rechtsfolge
führt) steht mit Blick auf den zu beurteilenden Sachverhalt fest, dass es auf
jeden Fall zum Kern der Beratungspflicht gehört, die gesuchstellende Person, in
casu L.________, bzw. deren als gesetzlicher Vertreter die EL-Anmeldung
unterzeichnenden Vater darauf aufmerksam zu machen, dass der Bezügerin einer
Kinderrente grundsätzlich kein eigenständiger EL-Anspruch zukommt, sondern die
betreffenden Einkommens- und Vermögensverhältnisse anlässlich der Prüfung der
elterlichen Anspruchsberechtigung, wenn auch hier im Rahmen einer gesonderten
Berechnung, zu berücksichtigen sind. Es kann nicht angehen, einer
rechtsunkundigen Person eine Rechtslage, die bzw. deren Umsetzung, wie das
vorliegende Beispiel zeigt, selbst den Behörden nicht klar ist,
entgegenzuhalten, indem ein diesbezügliches Ersuchen ohne Weiterungen abgelehnt
wird. Vielmehr wäre die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen, K.________ unter
Darlegung der rechtlichen Situation zu informieren, dass dem Gesuch um
Ausrichtung von Ergänzungsleistungen in der gestellten Form infolge mangelnder
Legitimation nicht stattgegeben werden könne, und ihm dadurch die Möglichkeit
zu eröffnen, eine diesen Erfordernissen genügende Anmeldung unter Nennung des
Vaters als Gesuchsteller sowie Einschluss der Angaben zur finanziellen
Situation von Vater und Tochter einzureichen.

Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie in
diesem Sinne verfahre und hernach, sobald das bereinigte EL-Anmeldeformular
vorliegt, über den Leistungsanspruch des K.________ für den hier massgeblichen
Zeitraum (vgl. E. 2 hievor) befinde. Zu beachten sein wird in diesem
Zusammenhang insbesondere auch der Umstand, dass K.________ zur Zeit offenbar
in Deutschland wohnhaft ist, was einen EL-Anspruch ausschliesst (Art. 2 Abs. 1
aELG; Ralph Jöhl, a.a.O., S. 1668 ff. Rz. 40 ff.; vgl. auch Mitteilung des BSV
an die AHV-Ausgleichskassen und EL-Durchführungsstellen Nr. 171 vom 2. Juni
2005). Die Beschwerdegegnerin wird sich sodann mit dem zuvor erwähnten Problem
zu befassen haben, dass die geschiedenen Eltern der - fremdplatzierten -
L.________ beide Invalidenrenten beziehen und daher je für sich
Ergänzungsleistungen beantragen können (vgl. dazu namentlich Ralph Jöhl
[a.a.O., S. 1689 Rz. 75 in fine], der in einer derartigen Situation das
Resultat der beim Kind vorgenommenen gesonderten Berechnung zwar in die
Anspruchsberechnung beider Elternteile einsetzen will, allerdings nicht in
voller Höhe, sondern je zur Hälfte [dazu ferner die Mitteilung des BSV Nr. 171
vom 2. Juni 2005: Wohnsitz der Person, welche die Kinderrente auslöst, bestimmt
den zuständigen Kanton in den Fällen nach Art. 7 Abs. 1 lit. c ELV];
demgegenüber die durch die Beschwerdeführerin vertretene Rechtsauffassung,
wonach die EL-Zuständigkeit [auch für L.________] allein beim Kanton Y.________
liege [zum diesbezüglichen Argumentarium im Detail: Beschwerde, S. 8 ff.]).

7.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 Abs. 1 und 4 lit. a BGG). Die
Gerichtskosten sind der Beschwerdegegnerin als der unterliegenden Partei
aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin als in ihrem
amtlichen Wirkungskreis handelnde, mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betraute
Organisation hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 68 Abs. 3
BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. September 2007 und der
Einspracheentscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen vom
8. Februar 2007 werden aufgehoben und es wird die Sache an die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen zurückgewiesen, damit sie im
Sinne der Erwägungen verfahre. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St.
Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 20. Mai 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

i.V. Lustenberger Fleischanderl