Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.651/2007
Zurück zum Index I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2007
Retour à l'indice I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2007


Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_651/2007

Urteil vom 5. August 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Lustenberger,
Gerichtsschreiber Lanz.

Parteien
K.________, Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christian Häuptli, Kasernenstrasse 26, 5001
Aarau,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Rechtsdienst, 8085 Zürich,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Gfeller, Florastrasse 44, 8008 Zürich.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom
12. September 2007.

Sachverhalt:

A.
Der 1948 geborene K.________, hauptsächlich in einer Leitungsfunktion bei der
Firma S.________ und als Pflegefachmann an der Klinik B.________ tätig und
dadurch bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Zürich)
obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert, erlitt am 21. Dezember 2004 einen
Verkehrsunfall. Er hatte den von ihm gelenkten Hyundai Lantra innerorts
unmittelbar nach einem Bahnübergang hinter einem anderen, vor einem
Fussgängerstreifen angehaltenen Fahrzeug zum Stillstand gebracht. Ein
nachfolgender Mazda 626 fuhr ins Heck des Hyundai. Wegen in der Folge
aufgetretenen Beschwerden suchte K.________ anderntags das Spital L.________
auf, wo eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS), Grad II, diagnostiziert und
eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt wurde. Die Zürich gewährte Heilbehandlung und
richtete Taggeld aus. Nach unfalltechnischen und medizinischen Abklärungen
verneinte sie mit Verfügung vom 31. Mai 2006 mit Wirkung ab 1. Juni 2006 einen
weiteren Leistungsanspruch aus dem Unfall vom 21. Dezember 2004. Zur Begründung
führte sie aus, es fehle am adäquaten Kausalzusammenhang zwischen diesem
Ereignis und den noch bestehenden Beschwerden. Daran hielt die Zürich auf
Einsprache des Versicherten hin fest (Einspracheentscheid vom 17. Januar 2007).
Zwischenzeitlich hatte K.________ am 23. September 2006 einen weiteren
Verkehrsunfall erlitten, wofür die Zürich von neuem Leistungen gewährte.

B.
Die von K.________ gegen den Einspracheentscheid vom 17. Januar 2007 erhobene
Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom
12. September 2007 ab.

C.
Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lässt K.________
beantragen, es sei der kantonale Gerichtsentscheid aufzuheben und die Zürich zu
verpflichten, die Versicherungsleistungen ab 1. Juni 2006 weiterhin zu
gewähren; evtl. sei die Sache für weitere medizinische Abklärungen an den
Versicherer zurückzuweisen.

Die Zürich schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt für Gesundheit
verzichtet auf eine Vernehmlassung.

D.
Mit Eingaben vom 2. resp. 8. April 2008 ergänzen die Parteien ihre Vorbringen
im Hinblick auf das Urteil BGE 134 V 109.

Erwägungen:

1.
Streitig und zu prüfen ist, ob das kantonale Gericht einen Anspruch auf
Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung aus dem Verkehrsunfall vom
21. Dezember 2004 ab 1. Juni 2006 zu Recht verneint hat.

Die massgeblichen Bestimmungen und Grundsätze sind im angefochtenen Entscheid,
auf den verwiesen wird, zutreffend dargelegt. Dies gilt namentlich in Bezug auf
den für einen Leistungsanspruch nebst anderem erforderlichen natürlichen und
adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden,
insbesondere nach der sog. Schleudertrauma-Praxis, welche bei nicht mit
organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen verbundenen Schleudertraumen,
äquivalenten Verletzungen der HWS und Schädel-Hirntraumen zur Anwendung
gelangt.

Anzufügen bleibt, dass das Bundesgericht jüngst die Schleudertrauma-Praxis in
zweierlei Hinsicht präzisiert hat: Zum einen wurden die Anforderungen an den
Nachweis einer natürlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung dieser
Praxis bei der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs rechtfertigt, erhöht.
Zum anderen wurden die Kriterien, welche abhängig von der Unfallschwere
gegebenenfalls in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehen sind, teilweise
modifiziert (BGE 134 V 109 E. 9 und 10 S. 121 ff.).

2.
Das kantonale Gericht hat zunächst erwogen, dass keine organisch objektiv
ausgewiesene Folge des Unfalles vom 21. Dezember 2004 besteht, welche die
persistierenden Beschwerden zu erklären vermöchte. Diese Beurteilung ist nach
Lage der Akten richtig und auch nicht umstritten.

Demnach hat, anders als bei organisch klar ausgewiesenen Unfallfolgen, bei
welchen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres zusammen mit
dem natürlichen Kausalzusammenhang bejaht werden kann, eine besondere
Adäquanzprüfung zu erfolgen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen).

3.
Unfallversicherer und Vorinstanz haben eine solche Prüfung des adäquaten
Kausalzusammenhangs vorgenommen und diesen verneint. Der Beschwerdeführer
wendet in diesem Zusammenhang zunächst, wie schon vorinstanzlich, ein, die
Adäquanz sei zu früh beurteilt worden, da der medizinische Endzustand noch
nicht erreicht sei.

3.1 In BGE 134 V 109 hat sich das Bundesgericht auch kritisch mit dem
verschiedentlich erhobenen Einwand auseinandergesetzt, mit der Prüfung des
adäquaten Kausalzusammenhanges bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen
Beschwerden müsse bis zur Beendigung des normalen, unfallbedingten
Heilungsprozesses zugewartet werden. Es hat in Präzisierung der Rechtsprechung
erkannt, dass nicht danach zu fragen ist, in welchem Zeitpunkt die
Adäquanzprüfung vorzunehmen ist, sondern wann der Unfallversicherer den Fall
(unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf
eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung) abzuschliessen hat. Dies
hat gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Das
Bundesgericht hat klargestellt, der Fallabschluss dürfe nicht mit der
Begründung, die Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhang sei noch nicht
zulässig, über diesen Zeitpunkt hinausgezögert werden (BGE 134 V 109 E. 3 und 4
S. 112 ff.).

Aus dem Gesagten erhellt, dass der von der Zürich vorgenommene Fallabschluss
nicht mit der Begründung der verfrühten Adäquanzprüfung für unrechtmässig
erklärt werden kann. Massgeblich ist, ob von einer Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung über den genannten Zeitpunkt hinaus noch eine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes erwartet werden konnte und ob allfällige
Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen waren. Dies gilt es zu prüfen.

3.2 Eingliederungsmassnahmen der IV stehen nicht zur Diskussion. Das kantonale
Gericht hat sodann erkannt, eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes
habe über den 1. Juni 2006 hinaus nicht erwartet werden können. Dies bestreitet
der Beschwerdeführer.
3.2.1 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne von
Art. 19 Abs. 1 UVG zu verstehen ist, bestimmt sich namentlich nach Massgabe der
zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit
unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu
erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen
genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115 mit Hinweisen).
3.2.2 Aus den medizinischen Akten ergibt sich, dass nach dem Unfall vom 21.
Dezember 2004 mittels Physiotherapie und Fussreflexzonenmassagen nach und nach
eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auf zuletzt, ab 1. Mai 2006, 70 % erreicht
werden konnte. Die Hausärztin bestätigte diesen Wert erstmals am 6. April 2006
und erneut nach den am 22. Mai, 27. Juni und 14. August 2006 erfolgten
Konsultationen. Es trat mithin eine Stagnation ein. Die Ärztin führte sodann
mit Bericht vom 15. Januar 2007 aus, ohne den erneuten Unfall vom 23. September
2006 wäre möglicherweise eine kleine Steigerung der Arbeitsfähigkeit per Ende
2006 wieder möglich gewesen. Auch die Hausärztin ging mithin nur von einer
geringfügigen weiteren Besserung aus, welche sie zudem lediglich für möglich
hielt. Bei dieser Aktenlage schloss die Vorinstanz zu Recht, dass am 1. Juni
2006, auf welchen Zeitpunkt hin die Zürich den Fall abschloss, keine namhafte
Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnte.
3.2.3 Was der Beschwerdeführer vorbringt, führt zu keinem anderen Ergebnis.
Dies gilt auch, soweit er sich auf die weiteren Berichte der Hausärztin beruft.
Namentlich wird in deren aktuellsten Stellungnahme vom 20. Oktober 2007 erneut
von einer nur möglichen Besserung ab Juni 2006 ausgegangen resp. im Weiteren
ausgeführt, es sei nicht belegt, dass es nicht doch wieder zu einer vollen
Arbeitsfähigkeit gekommen wäre. Eine zuverlässige Grundlage, um auf eine im
damaligen Zeitpunkt noch zu erwartende namhafte Besserung zu schliessen, liegt
damit nicht vor. Es erübrigen sich daher auch Weiterungen zu der - von der
Beschwerdegegnerin bestrittenen - prozessualen Zulässigkeit dieser erst im
letztinstanzlichen Verfahren aufgelegten hausärztlichen Stellungnahme. Dass
weiter Physiotherapie und Fussreflexzonenmassagen durchgeführt wurden,
rechtfertigt ebenfalls keine andere Beurteilung. Gleiches gilt, soweit erneut
geltend gemacht wird, der medizinische Endzustand sei nicht erreicht gewesen.
Darauf kommt es nach dem zuvor Gesagten nicht an. Sodann ist auch von weiteren
medizinischen Abklärungen abzusehen, da diese keinen entscheidsrelevanten neuen
Aufschluss erwarten lassen.

3.3 Wenn der Versicherer auf den 1. Juni 2006 den Fall abgeschlossen und die
vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) eingestellt hat, ist
dies demnach mit der Vorinstanz nicht zu beanstanden. Zu prüfen bleibt, ob ab
diesem Zeitpunkt noch Unfallfolgen vorlagen, welche einen Anspruch auf weitere
Leistungen der Unfallversicherung zu begründen vermögen. Die Zürich und das
kantonale Gericht verneinen dies mit der Begründung der mangelnden adäquaten
Unfallkausalität der noch bestehenden Beschwerden.

4.
Die Adäquanzprüfung hat gemäss dem diesbezüglich unbestrittenen
vorinstanzlichen Entscheid nach der Schleudertrauma-Praxis zu erfolgen.

4.1 Dabei ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen, wobei
zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen
anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich
unterschieden wird (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126, 117 V 359 E. 6a S. 366 f.).
Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige
Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften. Dieser Grundsatz,
den das Bundesgericht jüngst in Bezug auf die Adäquanzbeurteilung bei
psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall bestätigt hat (SVR 2008 UV Nr. 8 S.
26, U 2, 3 und 4/07, E. 5.2 und 5.3.1), gilt auch bei Anwendung der
Schleudertrauma-Praxis (Urteil 8C_536/2007 vom 11. Juni 2008, E. 6.1).

Versicherer und kantonales Gericht haben die Auffahrkollision vom 21. Dezember
2004 bei den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen
eingeordnet. Dies stellt der Beschwerdeführer, welcher zuvor noch von einem
Grenzfall zu den schweren Unfällen ausgegangen war, letztinstanzlich nicht mehr
in Frage. Mit Blick darauf, dass die beteiligten Autos bei der Auffahrkollision
nur recht geringe Beschädigungen erlitten und die Fahrt danach offenbar
fortsetzen konnten, was auf eher bescheidene Krafteinwirkungen hindeutet, wäre
allerdings auch eine Einreihung bei den leichten Unfällen nicht undenkbar. Es
wurde denn auch weder die Polizei beigezogen noch ärztliche Hilfe am Unfallort
beansprucht (vgl. Urteile 8C_536/2007 vom 11. Juni 2008, E. 6.1, und U 42/07
vom 16. Januar 2008, E. 3.3).

4.2 Bei der von der Vorinstanz bestätigten Unfallschwere müssten von den
weiteren massgebenden Kriterien entweder ein einzelnes in besonders
ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise
gegeben sein (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f., 117 V 359 E. 6a S. 367).
4.2.1 Das kantonale Gericht ist zum Ergebnis gelangt, es seien lediglich, und
nicht in besonders ausgeprägter oder auffälliger Weise, die (bisherigen)
Kriterien der Dauerbeschwerden sowie des Grades und der Dauer der
Arbeitsunfähigkeit gegeben. Demgegenüber erachtet der Beschwerdeführer das
(durch BGE 134 V 109 nicht geänderte) Kriterium des schwierigen
Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen und von den durch BGE 134 V 109
modifizierten Kriterien diejenigen der fortgesetzt spezifischen, belastenden
ärztlichen Behandlung, der erheblichen Beschwerden sowie der erheblichen
Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen für, teilweise in
ausgeprägter Weise, erfüllt. Dies gilt es nachfolgend zu prüfen. Die weiteren
adäquanzrelevanten Kriterien werden, nach Lage der Akten zu Recht, nicht
geltend gemacht.
4.2.2 Die medizinische Behandlung beschränkte sich auf Physiotherapie und
Fussreflexzonenmassagen sowie auf die Abgabe von Medikamenten. Daneben fanden
monatliche Gespräche mit der Hausärztin und einzelne fachärztliche resp.
neuropsychologische Abklärungen statt. Eine fortgesetzt spezifische, belastende
ärztliche Behandlung kann darin nicht gesehen werden (vgl. Urteil 8C_500/2007
vom 16. Mai 2008, E. 5.4).

Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung lassen sich ein
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen nicht mit einer
gesundheitsbedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Diesem
Gesichtspunkt ist bei dem dafür vorgesehenen eigenen Kriterium Rechnung zu
tragen. Eine medizinische Abklärung, wie sie in diesem Zusammenhang beantragt
wird, lässt keinen entscheidsrelevanten neuen Aufschluss erwarten und ist daher
nicht zu veranlassen. Es liegen im Übrigen auch keine anderen Faktoren vor,
welche die Bejahung des Kriteriums gestatteten.

Selbst wenn die verbleibenden zwei Kriterien bejaht würden, läge keine Häufung
adäquanzrelevanter Faktoren vor. Das Kriterium der erheblichen Beschwerden
erscheint zudem eher fraglich. Es liegt jedenfalls nicht in besonders
ausgeprägter Weise vor. Letzteres gilt ebenfalls für das Kriterium der
erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Es kann daher
offen bleiben, ob dieses Kriterium in der einfachen Form erfüllt wäre. Da die
massgeblichen Faktoren auch nicht in auffälliger Weise gegeben sind, hat das
kantonale Gericht den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 21.
Dezember 2004 und den noch bestehenden Beschwerden, und damit eine
Leistungspflicht der Zürich hiefür, zu Recht verneint. Damit erübrigen sich
auch die vom Versicherten beantragten medizinischen Abklärungen zur Frage der
natürlichen Unfallkausalität.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau
und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 5. August 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Lanz