Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.693/2007
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8C_693/2007

Urteil vom 3. Januar 2008

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiber Krähenbühl.

W. ________, Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf, Bahnhofstrasse 24,
6210 Sursee,

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Bundesgasse 35, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Fürsprecher René W. Schleifer,
Stampfenbachstrasse 42, 8006 Zürich.

Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern
vom 8. Oktober 2007.

Sachverhalt:
Mit Einspracheentscheid vom 2. Juni 2006 bestätigte die Schweizerische
Mobiliar Versicherungsgesellschaft ihre Verfügung vom 4. Januar 2006, mit
welcher sie die W.________ im Zusammenhang mit einem am 14. Juni 1997
erlittenen Fahrradunfall erbrachten Leistungen rückwirkend per 31. Dezember
2005 eingestellt hatte.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons
Luzern mit Entscheid vom 8. Oktober 2007 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde (recte: Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) lässt W.________ beantragen, es sei
festzustellen, dass sie auch über den 31. Dezember 2005 hinaus Anspruch auf
die gesetzlichen Leistungen, insbesondere auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung habe; eventuell seien die Akten zur weiteren
Abklärung und anschliessenden neuen Verfügung an die Schweizerische Mobiliar
zurückzuweisen.

Erwägungen:

1.
1.1 Nachdem der angefochtene Entscheid am 8. Oktober 2007 ergangen ist,
findet das auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretene Bundesgesetz über das
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (Bundesgerichtsgesetz [BGG]; SR 173.110)
Anwendung (Art. 132 Abs. 1 BGG). In Streitigkeiten um Geldleistungen der
Unfallversicherung (und der Militärversicherung) ist die Überprüfungsbefugnis
des Bundesgerichts anders als in anderen Sozialversicherungsbereichen nicht
auf die Verletzung von Bundesrecht beschränkt, sondern erstreckt sich auch
auf die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung (Art. 97 Abs. 2 BGG).

1.2 Bezüglich des für die Leistungspflicht des Unfallversicherers
vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen einem Unfall und
den danach festgestellten Gesundheitsschäden (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit
Hinweisen), dem Wegfall dieser Leistungspflicht nach Dahinfallen jeglicher
kausalen Bedeutung des Unfalles für die noch geltend gemachten Beschwerden
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b) und des im Sozialversicherungsrecht
erforderlichen Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V
177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) wird mit der Vorinstanz auf den
Einspracheentscheid vom 2. Juni 2006 verwiesen.

2.
Das kantonale Gericht ist in eingehender Würdigung der medizinischen
Aktenlage gestützt auf die Expertise des Dr. med. H.________ vom Zentrum
X.________ vom 21. Mai 2005 zum Schluss gelangt, dass für die geltend
gemachten Schmerzen namentlich im unteren Rückenbereich mit Ausstrahlungen in
den linken Oberschenkel kein überwiegend wahrscheinlicher natürlicher
Kausalzusammenhang mit dem Fahrradunfall vom 14. Juni 1997 mehr besteht. Der
diesbezüglich überzeugenden und einlässlichen Begründung im angefochtenen
Entscheid vom 8. Oktober 2007 ist seitens des Bundesgerichts nichts
beizufügen.

2.1 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag nicht zu einer von
der vorinstanzlichen Betrachtungsweise abweichenden Beurteilung zu führen.
Insbesondere ist das Gutachten des Dr. med. T.________ vom 18. Juni 1999
schon auf Grund des Zeitpunktes der erfolgten Untersuchung nur gerade zwei
Jahre nach dem Unfallereignis vom 14. Juni 1997 von vornherein ebenso wenig
wie die nur auf einem Aktenstudium basierende Stellungnahme des Dr. med.
P.________ vom 28. September 2004 geeignet, das seitherige, im ausführlichen
Gutachten des Dr. med. H.________ vom 21. Mai 2005 ausgewiesene Dahinfallen
jeglicher kausalen Bedeutung des erlittenen Unfalles für die noch vorhandenen
Beschwerden in Frage zu stellen.

2.2 Unbegründet ist namentlich auch der beschwerdeführerische Einwand der
unvollständigen Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz. Von einer
commotio cerebri jedenfalls ist in den ersten ärztlichen Berichten nach dem
Unfallereignis vom 14. Juni 1997 nicht die Rede und die Beschwerdeführerin
unterlässt denn auch jeglichen Hinweis auf Aktenstellen, welche die
behauptete Hirnerschütterung belegen würden. Dr. med. I.________ spricht in
einer kurzen Auskunft an die Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2001 zwar von
einem Schädel-Hirn-Trauma, das wegen eines neurologischen Verdachts auf eine
"schwerfassbare Läsion" Anlass für eine neuro-psychologische Beurteilung in
der neurologischen Abteilung des Paraplegikerzentrums Y.________ gegeben
habe. Eine psychometrisch erfassbare Einschränkung der mentalen
Leistungsfähigkeit hatte dort am 13. August 1999 indessen nicht festgestellt
werden können. Weiter erwähnt Dr. med. P.________, dessen Beurteilung vom
28. September 2004 einzig auf Grund der Akten und des Röntgendossiers
erfolgte, eine "wahrscheinliche" commotio cerebri, welche "möglicherweise"
als Ursache der geklagten Beschwerden angenommen werden könne. Aus solchen
lange Zeit nach dem erlittenen Fahrradunfall vage formulierten Hinweisen kann
nicht auf eine gesicherte Diagnose geschlossen werden, weshalb der Vorinstanz
insoweit keine unvollständige Sachverhaltsfeststellung vorzuhalten ist. Ein
im vorinstanzlichen Entscheid ebenfalls unerwähnt gebliebener Zahnschaden
findet aktenmässig einzig in einem von Frau Dr. med. dent. J.________ am
11. Juli 1997 ausgefüllten Unfallformular eine Stütze. Darin wird die
Notwendigkeit einer Beobachtung während mindestens zehn Jahren bescheinigt
und als definitive Versorgung "eventuell später Krone an Zahn 46"
vorgeschlagen. Zu einer eigentlichen Zahnbehandlung ist es aber offenbar
nicht gekommen. Was die Beschwerdeführerin daraus bezüglich ihrer den unteren
Rückenbereich, die linke Gesässhälfte und den linken Oberschenkel
betreffenden Schmerzen ableiten könnte, bleibt im Übrigen ohnehin unklar.
Auch insoweit ist die Rüge einer mangelhaften Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts unbegründet. Nichts anderes gilt hinsichtlich
des in der Beschwerdeschrift erwähnten, in den medizinischen Unterlagen
jedoch nirgends dokumentierten "Knackens im linken und rechten Kiefergelenk".

2.3 Ist demnach die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht zu
beanstanden und hält die Verneinung des natürlichen Kausalzusammenhangs
zwischen dem Fahrradunfall vom 14. Juni 1997 und den noch geklagten Schmerzen
einer Überprüfung durch das Bundesgericht stand, entfällt die Adäquanzfrage.
Die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerde zielen von vornherein ins
Leere, woran nichts ändert, dass das kantonale Gericht von einer
Chronifizierung der Schmerzsymptomatik ausgeht und diese als eigenständiges
Krankheitsbild charakterisiert. Zusätzlicher Abklärungen schliesslich bedarf
es, wie das kantonale Gericht mit Recht erkannt hat, nicht.

3.
Die Beschwerde hatte keine Aussicht auf Erfolg, weshalb sie im vereinfachten
Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG als offensichtlich unbegründet,
ohne Durchführung eines Schriftenwechsels, mit summarischer Begründung und
unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid erledigt wird.

4.
Die Gerichtskosten sind von der Beschwerdeführerin als unterliegender Partei
zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern,
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit
schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 3. Januar 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Krähenbühl