Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.6/2007
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8C_6/2007
Urteil vom 29. Januar 2008

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterinnen Widmer, Leuzinger,
Gerichtsschreiber Flückiger.

I. ________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno
Häfliger, Schwanenplatz 7, 6004 Luzern,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom
8. Januar 2007.

Sachverhalt:

A.
Der 1958 geborene I.________ war seit 1985 bei der P.________ AG, angestellt
und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen
versichert. Am 25. Mai 1987 stürzte der Versicherte (er trug damals noch den
Namen J.________) mit dem Mofa und schlug mit dem Kopf im Bereich der Stirn
auf dem Boden auf. Er war bis 27. Mai 1987 im Spital X.________
hospitalisiert und nahm die Arbeit am 1. Juni 1987 wieder auf. Die Behandlung
wurde am 11. Juni 1987 abgeschlossen.
Am 26. Juli 1994 fuhr der Versicherte mit einem Stapler gegen ein Hindernis.
Er wurde nach vorne geschleudert und verletzte sich am Steuerradknopf. Laut
Unfallschein (mit Eintragungen von Dr. med. H.________) wurde die ärztliche
Behandlung am 9. August 1994 abgeschlossen und die Arbeit am Folgetag wieder
zu 100% aufgenommen. Spätere Berichte gehen von einer Sternumkontusion aus.
Im weiteren Verlauf des Arbeitsverhältnisses erfolgten zwei
Bagatellunfall-Meldungen betreffend einen Vorfall vom 26. Dezember 1998
(Prellung der linken Hüfte, welche von einer Papierrolle getroffen wurde) und
einen solchen vom 3. Juni 2003 (Tritt auf einen Nagel mit Verletzung des
Mittelfusses).
Am 22. Juli 2003 wurde I.________ von einem Hebeisen an der Brust getroffen.
Dabei zog er sich eine Thorax-Prellung zu. Die SUVA holte verschiedene
Arztberichte ein und liess den Versicherten am 26. April 2004 durch den
Kreisarzt Dr. med. B.________ untersuchen. Nach Einsicht in die Röntgenbilder
nahm der Kreisarzt am 5. Mai 2004 ergänzend Stellung. Anschliessend hielt die
SUVA mit Verfügung vom 7. Mai 2004 fest, dem Versicherten sei ab 10. Mai 2004
auf Grund der reinen Unfallfolgen wieder eine volle Arbeitsfähigkeit
zumutbar. Die Taggeldleistungen würden deshalb ab diesem Tag eingestellt. Der
Versicherte wandte sich daraufhin schriftlich an Dr. med. B.________, welcher
ihm am 1. Juli 2004 antwortete.
Am 25. September 2004 fiel der Versicherte von einem Stuhl und prallte mit
dem Hinterkopf gegen die Wand. Ab 7. November 2004 setzte er wegen
Kopfschmerzen die Arbeit aus. Die SUVA zog einen Bericht des Dr. med.
Y.________, Neurologie FMH, vom 15. Dezember 2004 und das Arztzeugnis UVG von
Dr. med. Z.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 10. Januar 2005 bei. Zudem
liess sie am 7. Januar 2005 erneut eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr.
med. A.________ vornehmen. Anschliessend hielt die Anstalt - nach Einholung
eines Berichts der Klinik C.________, Institut für medizinische Radiologie
und Nuklearmedizin, vom 25. Januar 2005 - mit Verfügung vom 11. Februar 2005
fest, der Versicherte gelte ab 10. Januar 2005 auf Grund der reinen
Unfallfolgen als voll arbeitsfähig. Dieser Standpunkt wurde mit
Einspracheentscheid vom 25. Mai 2005 bestätigt. Zur Begründung führte die
SUVA aus, die fortbestehenden Beschwerden stünden in keinem adäquaten
Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis.

B.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons
Luzern ab, wobei es den natürlichen Kausalzusammenhang verneinte (Entscheid
vom 8. Januar 2007). Im Verlauf des Rechtsmittelverfahrens hatte der
Versicherte insbesondere ein der IV-Stelle Luzern erstattetes Gutachten der
Medizinischen Abklärungsstelle Zentralschweiz (MEDAS) vom 20. Oktober 2005,
ein Protokoll der IV-Stelle vom 24. November 2005 sowie Berichte der
Rheumatologin Dr. med. W.________, vom 11. Juli 2006 und des Neurologen Dr.
med. Q.________, vom 8. September 2006 einreichen lassen.

C.
I.________ lässt Beschwerde führen mit dem Rechtsbegehren, die SUVA sei zu
verpflichten, ihm "weiterhin die gesetzlichen Leistungen aus den versicherten
Unfallereignissen zu entrichten, insbesondere aus den Unfallereignissen 1987
und 2004." Insbesondere habe ihm die Beschwerdegegnerin ab 10. Januar 2005
bis auf weiteres Taggelder bei einer vollen Arbeitsunfähigkeit zu entrichten,
für Heil- und Pflegekosten aufzukommen und die Rentenfrage und den Anspruch
auf Integritätsentschädigung zu prüfen.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt für Gesundheit
verzichtet auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
Das kantonale Gericht hat - teilweise unter Verweis auf den
Einspracheentscheid vom 25. Mai 2005 - die Bestimmungen und Grundsätze über
den für die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Art. 6
Abs. 1 UVG) vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen
Unfallereignis und Gesundheitsschaden (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337 f.; vgl.
auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 402 E. 4.3.1 S. 406, 118 V 286 E. 1b S.
289, je mit Hinweisen) sowie den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1
UVG), auf Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG), auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs.
1 UVG) und auf eine Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG) zutreffend
dargelegt. Darauf wird verwiesen. Richtig ist auch, dass die Beweislast beim
Unfallversicherer liegt, wenn dieser geltend macht, bestimmte Symptome oder
Beschwerden, deren Unfallkausalität zunächst anerkannt worden war, stünden ab
einem bestimmten Zeitpunkt  nicht mehr in einem natürlichen
Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b,
U 180/93; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, U 355/98).

2.
Streitig und zu prüfen ist der Kausalzusammenhang zwischen den versicherten
Unfallereignissen und den über den 9. Januar 2005 hinaus fortbestehenden
Beschwerden.

3.
3.1 Das kantonale Gericht gelangte gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 20.
Oktober 2005 zum Ergebnis, der Beschwerdeführer leide abgesehen von den
glaubhaften Kopfschmerzen an keinen wesentlichen organischen oder psychischen
Defiziten, welche die Arbeitsfähigkeit bleibend signifikant einschränken
würden. Unter diesen Umständen sei keine Leistungspflicht der SUVA für die
neben den Kopfschmerzen geltend gemachten weiteren somatischen Beschwerden im
Thorax- und Hüftbereich auszumachen. Die Kopfschmerzen stünden in keinem
Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 25. Mai 1987. Gemäss dem
MEDAS-Gutachten sei auch der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfallereignis vom 24. September 2004 und den fortbestehenden Kopfschmerzen
nur möglich. Dies genüge für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht.
Der Einwand des Beschwerdeführers, die Kopfschmerzen seien zumindest
teilursächlich als posttraumatisch qualifiziert worden und Teilkausalität
reiche aus, um die Haftung des UVG-Versicherers zu begründen, gehe insofern
fehl, als auch eine Teilkausalität mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein müsse. Im MEDAS-Gutachten vom 20.
Oktober 2005 werde als Diagnose mit wesentlicher Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit chronische Kopfschmerzen bitemporal, DD postkommotionell,
Spannungskopfschmerzen genannt. Als Differenzialdiagnosen (Abkürzung DD)
bezeichne man Erkrankungen mit ähnlicher bzw. nahezu identischer Symptomatik,
die vom Arzt neben der eigentlichen Verdachtsdiagnose ebenfalls als mögliche
Ursachen in Betracht gezogen werden müssten. Somit seien die chronischen
Kopfschmerzen auch nach Ansicht der MEDAS-Ärzte nur möglicherweise auf die
bei den Unfällen erlittene commotio cerebri zurückzuführen. Die SUVA habe nur
zu beweisen, dass unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre
kausale Bedeutung verloren hätten (RKUV 1994 S. 329 E. 3b mit Hinweisen).
Gemäss den genannten Umständen sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen und
den ab 10. Januar 2005 fortbestehenden Kopfschmerzen nicht mehr gegeben sei.
An der Schlüssigkeit des MEDAS-Gutachtens vermöchten auch die während des
Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte von Dr. med. W.________ vom 11.
Juli 2006 und Dr. med. Q.________ vom 8. September 2006 nichts zu ändern.

3.2  Der Beschwerdeführer stimmt der Vorinstanz darin zu, dass auf das
MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005 abgestellt werden könne. Der daraus
respektive aus dem Teilgutachten der Neurologin Dr. med. E.________ gezogene
Schluss, der natürliche Kausalzusammenhang der Kopfschmerzen mit den
Unfallereignissen sei nur noch möglicherweise gegeben, sei jedoch nicht
zulässig. Vielmehr ergebe sich aus den erwähnten medizinischen
Stellungnahmen, dass zumindest eine Teilkausalität bestehe. Wenn allenfalls
andere Faktoren die Kopfschmerzen ebenfalls unterstützten, tue dies der
festgestellten Teilkausalität nicht Abbruch. Selbst wenn aufgrund des
Ausmasses der Kopfschmerzen eine psychogene Komponente eine Rolle gespielt
haben sollte, ändere dies an der Unfallkausalität der somatisch bedingten
Kopfschmerzen nichts. Dasselbe gelte für die vorinstanzliche Deutung der
Differenzialdiagnose "DD postcommotionell". Hinzu komme, dass die Beurteilung
der MEDAS-Neurologin durch die Feststellungen von Dr. med. Y.________
gestützt werde. Das Unfallereignis von 1987 sei insofern relevant, als sich
der "auf den gleichen Körperteil zielende" Unfall vom September 2004 zufolge
der latenten Vorschädigung erschwerend ausgewirkt habe.

4.
4.1 Das kantonale Gericht stützte sich für die Beurteilung des natürlichen
Kausalzusammenhangs zu Recht auf das MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005.
Dieses nennt als (einzige) Diagnose mit wesentlicher Einschränkung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit "chronische Kopfschmerzen bitemporal, DD
postkommotionell, Spannungskopfschmerzen." Gemäss dem dieser Aussage zugrunde
liegenden neurologischen Teilgutachten von Dr. med. E.________ bestehen
einerseits Kopfschmerzen bitemporal, die sich erstmals nach dem Arbeitsunfall
mit Kontusion der linken Schläfe 1989 manifestierten. Nach einer
Kopfkontusion okzipital im September 2004 bei Sturz rückwärts bestünden
zusätzliche Kopfschmerzen im Schläfenbereich rechts. Die
Kopfschmerzintensität werde sehr stark angegeben mit häufigen Exazerbationen
bis ins Unerträgliche und damit verbunden auch ungerichtetem Schwindel sowie
Übelkeit. Neurologisch-klinisch hätten sich keine Hinweise auf eine
strukturelle cerebrale Läsion ergeben; gemäss den Unterlagen sei ein MRI des
Kopfes vom 25. Januar 2005 ebenfalls unauffällig ausgefallen. Die
Kopfschmerzen könnten zum Teil posttraumatisch bedingt bzw. ausgelöst sein.
Letztendlich könne aber nicht differenziert werden, inwieweit andere
Komponenten, z.B. Spannungskopfschmerzen, eine Rolle spielten. Das Ausmass
der Kopfschmerzen werde als sehr hoch angegeben, sodass auch eine psychogene
Komponente eine Rolle spielen könnte.

4.2  Gemäss den vorstehend wiedergegebenen Aussagen von Dr. med. E.________
lässt sich der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den fortbestehenden
Kopfschmerzen und den Unfallereignissen nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachweisen. Ebenso wenig kann jedoch davon gesprochen
werden, es sei mit dem erforderlichen Beweisgrad erstellt, dass die
verbliebenen Symptome ausschliesslich auf unfallfremde Faktoren zurückgehen.
Vielmehr erklärt die Gutachterin, eine Differenzierung sei unmöglich. Damit
liegt bezüglich der (natürlichen) Unfallkausalität Beweislosigkeit vor. Mit
Blick auf die dargelegten Grundsätze zur Beweislast (E. 1 hiervor am Ende)
ist unter diesen Umständen von einer weiterhin gegebenen natürlichen
(Teil-)Kausalität auszugehen.

5.
Zu prüfen bleibt die Adäquanz des Kausalzusammenhangs.

5.1  Die vom Beschwerdeführer angegebenen Symptome lassen sich nicht auf eine
mit bildgebenden Verfahren oder anderweitig nachweisbare organische Ursache
zurückführen; entsprechende Untersuchungen blieben ohne Ergebnis. Die
Adäquanzbeurteilung hat daher nach Massgabe der Regeln zu erfolgen, welche
die Rechtsprechung für organisch nicht (hinreichend) nachweisbare
Unfallfolgeschäden entwickelt hat. In diesem Rahmen ist grundsätzlich danach
zu differenzieren, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma
der Halswirbelsäule, eine diesem äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23
S. 67 E. 2, U 183/93) oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat - in diesen
Fällen richtet sich die Adäquanzprüfung grundsätzlich nach der mit BGE 117 V
359 respektive 369 begründeten Praxis - oder ob dies nicht zutrifft, was zur
Anwendung der Praxis nach BGE 115 V 133 führt (zum Ganzen BGE 127 V 102 E.
5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Vorliegend kommt die Annahme eines
Schädel-Hirntraumas prinzipiell in Frage (Dr. med. Y.________ spricht in
seinem Bericht vom 15. Dezember 2004 von einem "SHT 1. Grades"), wobei
allerdings als fraglich erscheint, ob das frühzeitige Auftreten spezifischer
Beschwerden (dazu RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 E. 5e, U 264/97) hinreichend
erstellt ist. Diese Frage kann aber letztlich unbeantwortet bleiben, da die
Adäquanz, wie sich aus dem Folgenden ergibt, auch in Anwendung der Methode
gemäss BGE 117 V 369 zu verneinen ist.

5.2  Über den Hergang des Unfalls vom 25. September 2004 ist den Akten zu
entnehmen, dass der Versicherte am Arbeitsplatz (Nachtschicht) auf einem
Stuhl mit vier Rollen sass und diesen verstellen wollte, worauf der Stuhl
nach hinten kippte und der Versicherte mit dem Kopf gegen die Wand schlug. Im
Rahmen der für die Belange der Adäquanzbeurteilung vorzunehmenden Einteilung
(BGE 117 V 369 E. 4b S. 383) ist dieses Ereignis den mittelschweren Unfällen
im Grenzbereich zu den leichten zuzuordnen. Die Adäquanz ist somit zu
bejahen, wenn die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder
auffallender Weise erfüllt sind (BGE 117 V 369 E. 4b S. 383 f.).
5.2.1  Der geschilderte Vorfall ereignete sich weder unter besonders
dramatischen Begleitumständen noch weist er eine besondere Eindrücklichkeit
auf.

5.2.2  Auch ausgehend von der Annahme, der Versicherte habe ein
Schädel-Hirntrauma erlitten, welches die Anwendung der Praxis nach BGE 117 V
369 nach sich zieht, ist das Kriterium der besonderen Art oder Schwere der
erlittenen Verletzungen nicht erfüllt. Insbesondere ist keine Vorschädigung
der HWS durch die früheren Unfälle erstellt, welche im Sinne des in der
Beschwerde angeführten Urteils U 39/04 vom 26. April 2006, E. 3.3.2 und 3.4.2
(SVR 2007 UV Nr. 1) die Bejahung dieses Merkmals zu rechtfertigen vermöchte.

5.2.3  Eine ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer liegt ebenso
wenig vor wie eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
erheblich verschlimmert hätte.

5.2.4  Das Kriterium der Dauerbeschwerden ist erfüllt, wenn die Beschwerden
regelmässig wiederkehren, auch wenn sie nicht ununterbrochen vorhanden sind
(vgl. Urteile U 357/01 vom 8. April 2002, E. 3c/dd und U 396/99 vom 30. April
2001, E. 3b). Es ist hinlänglich dokumentiert, dass der Beschwerdeführer seit
dem Unfall an Kopfschmerzen leidet. Das Kriterium ist daher - wenn auch nicht
in besonders ausgeprägter Form - als erfüllt zu betrachten.

5.2.5  Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen können
nach der neueren Rechtsprechung nicht bereits aus dem Fortbestehen bestimmter
Symptome abgeleitet werden, sondern setzen voraus, dass besondere Gründe
gegeben sind (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 ff. E. 8.5, U 479/05). Derartige
Umstände sind hier nicht ersichtlich, weshalb das Kriterium verneint werden
muss.

5.2.6  Gemäss dem beweiskräftigen MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005 ist
dem Beschwerdeführer jegliche Tätigkeit ohne Nachtschicht und ohne
Lärmexposition zu 90% zumutbar. Damit liegt mit Blick auf die von der
Gerichtspraxis entwickelten Massstäbe (vgl. RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 f., U
56/00) keine nach Grad und Dauer erhebliche Arbeitsunfähigkeit vor.

5.2.7  Zusammenfassend hat eines der relevanten Kriterien als erfüllt zu
gelten, und dies nicht in einer Ausprägung, welche für sich allein die
Adäquanz zu begründen vermöchte. Dementsprechend ist der adäquate
Kausalzusammenhang zwischen den über den 9. Januar 2005 hinaus
fortbestehenden Kopfschmerzen und dem Unfallereignis vom 25. September 2004
zu verneinen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

6.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG). Als
unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu tragen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern,
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit
schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. Januar 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Flückiger