Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.732/2007
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8C_732/2007

Urteil vom 22. Februar 2008

I. sozialrechtliche Abteilung

Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Kopp Käch.

K. ________, Beschwerdeführer,
vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer, Schützengasse 7, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle Uri, Dätwylerstrasse 11, 6460 Altdorf,
Beschwerdegegnerin.

Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des
Obergerichts des Kantons Uri
vom 26. Oktober 2007.

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügung vom 16. Juni 2005 lehnte die IV-Stelle Uri das
Leistungsbegehren des 1953 geborenen K.________ aufgrund eines
rentenausschliessenden Invaliditätsgrades von 20 % ab. An ihrem Standpunkt
hielt sie mit Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2006 fest.

B.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Uri,
Verwaltungsrechtliche Abteilung, mit Entscheid vom 26. Oktober 2007 ab.

C.
Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lässt K.________
beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei ihm eine
3/4-Rente auszurichten, eventualiter sei die Sache zur beruflichen Abklärung
und anschliessendem Entscheid über die Rente an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Gleichzeitig ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung.

D.
Mit Verfügung vom 16. Januar 2008 wies das Schweizerische Bundesgericht,
I. sozialrechtliche Abteilung, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff.
BGG) kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG) und kann deren
Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen, wenn
sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von
Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).

1.2 Die Feststellung des Gesundheitsschadens, d.h. die Befunderhebung und die
gestützt darauf gestellte Diagnose betreffen ebenso eine Tatfrage wie die
aufgrund von medizinischen Untersuchungen gerichtlich festgestellte
Arbeitsunfähigkeit (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398). Soweit hingegen die
Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen auf die allgemeine
Lebenserfahrung gestützt wird, geht es um eine Rechtsfrage; dazu gehören auch
Folgerungen, die sich auf die medizinische Empirie stützen wie z.B. die
Vermutung, dass eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit zumutbarer
Willensanstrengung überwindbar ist (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398).

2.
Im Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2006 sind die gesetzlichen
Bestimmungen zum Invaliditätsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit
Art. 8 ATSG), zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG in der
seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung) und zur Bestimmung des
Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Personen nach der allgemeinen Methode
des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Darauf kann
verwiesen werden.

3.
Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad bzw. die Höhe der noch
zumutbaren Arbeitsfähigkeit.

3.1 Die Vorinstanz hat in pflichtgemässer Würdigung der gesamten Aktenlage,
insbesondere gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 2. Juni 2005, mit
einlässlicher und nachvollziehbarer Begründung erkannt, dass der
Beschwerdeführer an einer subsyndromalen Depression und einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung leidet, sowohl in der bisherigen wie auch in
einer vergleichbaren Tätigkeit 80 % arbeitsfähig ist und die Voraussetzungen
nicht gegeben sind, um ausnahmsweise eine durch die somatoforme
Schmerzstörung verursachte Invalidität zu begründen (vgl. BGE 132 V 65
E. 4.2.2 S. 71, 130 V 352 E. 2.2.3 S. 353 ff.) Auf die entsprechenden
Erwägungen, welchen das Bundesgericht nichts beizufügen hat, kann verwiesen
werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).

3.2 Diese Betrachtungsweise vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers
nicht in Zweifel zu ziehen. Die tatsächlichen Feststellungen sind nicht
mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG und die rechtliche Würdigung des
kantonalen Gerichts ist bundesrechtskonform. Soweit der Beschwerdeführer eine
unvollständige Sachverhaltsabklärung rügt, verkennt er, dass das kantonale
Gericht die ganze medizinische Aktenlage in die Beweiswürdigung miteinbezogen
und in rechtsprechungsgemässer und nachvollziehbarer Weise dargetan hat,
weshalb auf das den beweisrechtlichen Anforderungen genügende, umfassende
MEDAS-Gutachten vom 2. Juni 2005 und nicht auf die bezüglich
Arbeitsunfähigkeit abweichenden Arztberichte abzustellen ist. Die Vorbringen
in der Beschwerde beschränken sich darauf, den Sachverhalt sowie einzelne
Arztberichte zusammenzufassen und pauschale, unbegründete, Kritik am
vorinstanzlichen Entscheid anzubringen, und vermögen den angefochtenen
Entscheid nicht ernsthaft in Frage zu stellen.

4.
Die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet und im Verfahren nach Art. 109
BGG zu erledigen. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als
unterliegender Partei auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Uri,
Verwaltungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse der Schweizer
Maschinenindustrie und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich
mitgeteilt.
Luzern, 22. Februar 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Kopp Käch