Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.752/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_752/2007

Urteil vom 5. Mai 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Bundesrichterin Leuzinger,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Parteien
C.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin Heidi
Koch-Amberg, Stauffacherstrasse 1, 6020 Emmenbrücke,

gegen

IV-Stelle Luzern, Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom
19. Oktober 2007.

In Erwägung,

dass die IV-Stelle Luzern gestützt auf Abklärungen in erwerblicher,
hauswirtschaftlicher und medizinischer Hinsicht, insbesondere ein Gutachten des
Zentrums M.________, vom 18. Januar 2005, das Gesuch der 1967 geborenen
C.________ um Zusprechung einer Invalidenrente mit Verfügung vom 22. August
2005, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2006, ablehnte,
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern die hiegegen erhobene Beschwerde
mit Entscheid vom 19. Oktober 2007 abwies,
dass C.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
lässt mit den Anträgen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen und des
Einspracheentscheids sei ihr mindestens eine halbe Invalidenrente zu gewähren,
eventuell sei die Sache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und neuem
Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass C.________ verfahrensmässig u.a. um Einvernahme einer von ihr näher
bezeichneten Zeugin, die Einholung eines zusätzlichen Gutachtens bei der Klinik
N.________ und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, einschliesslich
der Beigabe eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, ersucht,

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom Bundesgericht mit Verfügung
vom 17. März 2008 abgewiesen worden ist,
dass das Verwaltungsgericht auf die in den Erwägungen im Einspracheentscheid
näher dargelegten Bestimmungen und Grundsätze über den Umfang des
Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2007 gültig gewesenen
Fassung), die Bemessung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten
nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28
Abs. 2 IVG in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung; BGE 130 V 343 E.
3.4.2 S. 349) und bei teils erwerblich, teils im Aufgabenbereich, namentlich im
Haushalt, Tätigen nach der so genannten gemischten Methode (Art. 28 Abs. 2ter
IVG in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung; Art. 27 und 27bis IVV)
zutreffend verwiesen hat,
dass die Erwägungen über die Aufgabe des Arztes bei der Bestimmung des
Invaliditätsgrades (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261 mit Hinweisen) und den Beweiswert
ärztlicher Berichte (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis) ebenfalls richtig
sind,
dass die Vorinstanz für das Bundesgericht im Rahmen von Art. 105 Abs. 1 BGG
verbindlich festgestellt hat, die Versicherte würde als Gesunde zu 50 % einer
Erwerbstätigkeit nachgehen und im Übrigen im Haushalt arbeiten, wobei die
berufliche Leistungsfähigkeit 50 % der Norm und die Einschränkungen im Haushalt
6,5 % betragen würden,
dass in der Beschwerde nichts vorgebracht wird, was die
Sachverhaltsfeststellung des kantonalen Gerichts nach Art. 97 Abs. 1 BGG als
offensichtlich unrichtig oder auf einer Bundesrechtsverletzung im Sinne von
Art. 95 lit. a BGG beruhend erscheinen lassen könnte,
dass sich die Beschwerde im Wesentlichen vielmehr in einer im Rahmen der
geltenden Überprüfungsbefugnis unzulässigen Kritik an der Beweiswürdigung der
Vorinstanz und an der Expertise des Zentrums M.________ vom 18. Januar 2005
erschöpft,
dass abgesehen davon die auf einer umfassenden Würdigung sämtlicher Vorbringen
und in den Akten liegenden Dokumenten beruhende Feststellung, die Versicherte
würde als Gesunde ein Arbeitspensum vom 50 % absolvieren, keineswegs als
willkürlich betrachtet werden kann, da die von der Beschwerdeführerin
angesprochene Lohnhöhe in der zweiten Jahreshälfte von 2001 mit Blick auf das
ganze Jahr lediglich auf eine flexible Arbeitzeitgestaltung schliessen lässt,
nicht jedoch die Aussage der damaligen Arbeitgeberin, wonach die Versicherte
zuletzt in einem Teilzeitverhältnis von 50 % angestellt gewesen sei, widerlegt,
dass die Vorinstanz überdies auf die Befragung der von der Beschwerdeführerin
angerufenen Zeugen zur Bestätigung der behaupteten Absicht, wieder zu 100 %
erwerbstätig zu sein, verzichten durfte, musste sie doch nur jene Beweise
abnehmen, von denen neue Erkenntnisse zu erwarten waren, die geeignet gewesen
wären, zu einem abweichenden Ergebnis zu führen (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94),
dass aus demselben Grund die letztinstanzlich geforderte Zeugenbefragung
ebenfalls zu unterbleiben hat,
dass entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ebenso wenig Anlass
besteht, vom Administrativgutachten abzuweichen, zumal das kantonale Gericht
eingehend und ohne Bundesrecht zu verletzen begründet hat, weshalb es den
Experten des Zentrums M.________ und nicht anderen ärztlichen Stellungnahmen
gefolgt ist, die teilweise mit Bezug auf Diagnose und Grad der
Arbeitsunfähigkeit divergierende Folgerungen enthalten,

dass die Experten insbesondere die Schmerzen der Versicherten umfassend
abgeklärt und sich dabei nicht darauf beschränkt haben, die Tenderpoints für
eine Fibromyalgie zu untersuchen, sondern den Körper und die Psyche als ganzes,
was zur Diagnose u.a. einer somatoformen Schmerzstörung mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit führte,
dass die Krankengeschichte der Versicherten hinreichend dokumentiert und diese
polydisziplinär begutachtet wurde, somit auch nicht eine unvollständige
Feststellung des Sachverhalts, die eine Rechtsverletzung nach Art. 95 lit. a
BGG darstellen würde, vorliegt, weshalb das Eventualbegehren um Rückweisung der
Sache zu ergänzenden Abklärungen in medizinischer Hinsicht genauso unbegründet
ist wie der in die gleiche Richtung zielende prozessuale Antrag auf weitere
Abklärungen,

dass die erwerblichen Auswirkungen der Arbeitsunfähigkeit von 22 % zusammen mit
der Einschränkung im Haushalt von 6,5 % keinen Invaliditätsgrad von mindestens
40 % begründen, wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat, sodass die
Versicherte keine Invalidenrente beanspruchen kann,

dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, weshalb sie im Verfahren
nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG erledigt wird,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern,
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für
Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 5. Mai 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel