Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.765/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_765/2007

Urteil vom 11. Juli 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Bundesrichterin Leuzinger,
Gerichtsschreiberin Schüpfer.

Parteien
C.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer, Schützengasse
7, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle Schaffhausen, Oberstadt 9, 8200 Schaffhausen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom
26. Oktober 2007.

Sachverhalt:

A.
Der 1961 geborene C.________ arbeitete seit 1988 als Bade- beziehungsweise
Eismeister in einem Sportzentrum in X.________. Seit Oktober 2001 amtete er
darüber hinaus als Hausmeister. Am 26. Juni 2003 meldete er sich wegen seit dem
24. August 2002 bestehenden Rückenbeschwerden (Diskushernie) zum Bezug einer
Rente bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle zog verschiedene
Arztzeugnisse bei und liess den Versicherten an der Klinik Y.________
(Expertise vom 13. Dezember 2004 inklusive einer funktionellen
Leistungsprüfung) und durch Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie
(Expertise vom 24. Mai 2005), begutachten. Mit Verfügung vom 16. Februar 2006
sprach sie C.________ ab 1. September 2005 eine Viertelsrente und ab 1.
Dezember 2005 eine halbe Rente nebst Zusatzrenten zu. Auf Einsprache hin
verfügte die IV-Stelle mit Entscheid vom 28. Dezember 2006, der Versicherte
habe vom 1. August 2003 bis 31. Mai 2004 Anspruch auf eine ganze Rente und ab
1. Januar 2005 auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung. Das in der Folge
angerufene Obergericht des Kantons Schaffhausen hiess eine gegen den
Einspracheentscheid gerichtete Beschwerde, mit welcher auch nach dem 1. Juni
2004 die Ausrichtung einer ganzen Rente beantragt worden war, mit Entscheid vom
1. Juni 2007 in dem Sinne teilweise gut, als es den Anspruchsbeginn der halben
Rente auf den 1. Juni 2004 festsetzte.

Das Bundesgericht hob den Entscheid des Obergerichts auf Beschwerde hin auf,
und wies die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurück (Urteil vom 29.
August 2007).

B.
Das Obergericht des Kantons Schaffhausen hiess mit Entscheid vom 26. Oktober
2007 die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 28. Dezember 2006 erneut
in dem Sinne teilweise gut, als es den Anspruchsbeginn für die halbe Rente auf
den 1. Juni 2004 ansetzte. Im übrigen wies es die Beschwerde ab.

C.
C.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen
und sinngemäss beantragen, es sei ihm auch ab 1. Juni 2004 eine ganze,
eventuell eine Dreiviertelsrente zuzusprechen.
Die IV-Stelle und das Bundesamt für Sozialversicherungen verzichten auf
Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
1.1 Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die
Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (Art. 95 lit. a BGG). Das
Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz
festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung
der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie
offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von
Artikel 95 beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine unvollständige
Sachverhaltsfeststellung stellt eine vom Bundesgericht ebenfalls zu
korrigierende Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG dar (Seiler/von
Werdt/Güngerich, Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Bern 2007, N. 24 zu Art.
97 BGG).

1.2 Die Feststellung des Gesundheitsschadens, d.h. die Befunderhebung und die
gestützt darauf gestellte Diagnose betreffen ebenso eine Tatfrage wie die
aufgrund von medizinischen Untersuchungen gerichtlich festgestellte
Arbeitsunfähigkeit (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398). Tatfrage ist weiter, in
welchem Umfang eine versicherte Person vom funktionellen Leistungsvermögen und
vom Vorhandensein bzw. von der Verfügbarkeit psychischer Ressourcen her eine
(Rest-)Arbeitsfähigkeit aufweist und ihr die Ausübung entsprechend profilierter
Tätigkeiten zumutbar ist, es sei denn, andere als medizinische Gründe stünden
der Bejahung der Zumutbarkeit im Einzelfall in invalidenversicherungsrechtlich
erheblicher Weise entgegen. Soweit hingegen die Beurteilung der Zumutbarkeit
von Arbeitsleistungen auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt wird, geht es
um eine Rechtsfrage. Die konkrete Beweiswürdigung sodann stellt eine Tatfrage
dar. Dagegen steht eine frei überprüfbare Rechtsfrage zur Diskussion, soweit
gerügt wird, das kantonale Gericht habe den Grundsatz der freien
Beweiswürdigung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) und die daraus fliessende Pflicht
zu umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Würdigung der
medizinischen Berichte und Stellungnahmen (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) sowie
den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) verletzt.

2.
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen über den Umfang des
Rentenanspruches (Art. 28 Abs. 1 IVG) sowie die Bemessung des
Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der allgemeinen Methode
des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) richtig wiedergegeben. Die am 1. Januar
2008 in Kraft getretenen materiellen Änderungen des IVG und der IVV im Rahmen
der 5. IV-Revision (Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 und Verordnung vom 28.
September 2007) sind nach den allgemeinen übergangsrechtlichen Grundsätzen
vorliegend nicht anwendbar (vgl. BGE 130 V 445, 129 V 1 E. 1.2 S. 4; Urteil U
604/06 vom 16. Januar 2008 E. 1.2). Zutreffend hat das kantonale Gericht sodann
dargelegt, dass es Aufgabe des Arztes ist, den Gesundheitszustand zu beurteilen
und zur Arbeitsfähigkeit der versicherten Person Stellung zu nehmen (BGE 125 V
256 E. 4 S. 261). Dem angefochtenen Entscheid können schliesslich die
Anforderungen an den Beweiswert von Arztberichten entnommen werden (BGE 125 V
351 E. 3a S. 352, 122 V 157 E. 1c S. 160). Darauf wird verwiesen.

Zu ergänzen bleibt, dass einer rückwirkend verfügten abgestuften und/oder
befristeten Rente Revisionsgründe unterlegt sein müssen (BGE 109 V 125), wobei
sich der Zeitpunkt der Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der Rente nach Art.
88a IVV bestimmt (BGE 131 V 164; 125 V 413; 121 V 264 Erw. 6b/dd S. 275 mit
Hinweis). Dabei ist in streitgegenständlicher Hinsicht festzuhalten, dass in
Fällen, in denen nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen
angefochten wird, die gerichtliche Überprüfung nicht in dem Sinne eingeschränkt
wird, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung
ausgeklammert bleiben (BGE 131 V 164 E. 2.2 S. 165 mit Hinweis).

3.
Streitig und zu prüfen ist, ob die ab 1. August 2003 ausgerichtete ganze
Invalidenrente des Beschwerdeführers zu Recht ab 1. Juni 2004 revisionsweise
auf eine halbe Rente reduziert worden ist.

3.1 Nach Art. 17 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen,
herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den
Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob eine solche
Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie
er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit
demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (vgl. BGE 125 V 368 E. 2
S. 369 mit Hinweis).
3.2
3.2.1 Weder der Verfügung vom 16. Februar 2006 und dem Einspracheentscheid vom
28. Dezember 2006 noch dem vorinstanzlichen Entscheid vom 26. Oktober 2007
lassen sich explizite Revisionsgründe entnehmen. Da die Vorinstanz
diesbezüglich keine letztinstanzlich verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen
(vgl. E. 1) getroffen hat, hat das Bundesgericht diese selbst vorzunehmen.
3.2.2 Zu vergleichen sind die medizinischen Fakten im Zeitpunkt des
Rentenbeginns im August 2003 einerseits und diejenigen im Frühjahr 2004
andererseits. Dr. med. L.________, Chefarzt der Abteilung Rheumatologie/
Rehabilitation des Spitals X.________, stellte in seinem Bericht vom 6. Juni
2003 die Diagnosen eines lumbospondylogenen beziehungsweise lumboradikulären
Reizsyndroms beidseits bei Status nach Diskushernien-Operation L4/5 rechts mit
Verwachsungen der Arachnoidea sowie einem Diskushernienrezidiv auf gleicher
Höhe rechts. Der Patient sei durch die Beschwerden stark beeinträchtigt und
offenbar 100 % arbeitsunfähig. Im Gutachten der Klinik Y.________ vom 13.
Dezember 2004, welches auf Untersuchungen vom 27. Mai und 5. Oktober 2004
beruht, werden im Wesentlichen dieselben Diagnosen gestellt. Hinzu kommen noch
chronische Fussschmerzen beidseits. Im Gutachten wird nicht davon ausgegangen,
dass sich die Verhältnisse verbessert haben. Hingegen attestieren die
zuständigen Ärzte eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer 10 bis maximal 20
% reduzierten Leistungsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit beziehungsweise
eine unverminderte Arbeitsfähigkeit in einer leichten angepassten Tätigkeit.

3.3 Anhand der Akten ergibt sich, dass ab Frühling 2004 gegenüber dem Zustand
bei Rentenbeginn keine veränderten Verhältnisse belegt sind, sondern lediglich
eine andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anhand der gleich gebliebenen
somatischen Befunde vorgenommen wurde. Dies genügt nicht, um eine
revisionsweise Reduzierung des Rentenanspruchs zu begründen.

3.4 Im Einspracheentscheid vom 28. Dezember 2006 wird der Anspruch auf eine
ganze Rente ab August 2003 lediglich mit der bis zu diesem Zeitpunkt vom
Hausarzt attestierten vollen Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit begründet.
Die kurze Stellungnahme des Dr. med. L.________ vom 6. Juni 2003 zur
Arbeitsunfähigkeit "offenbar 100 % arbeitsunfähig" weist darauf hin, das er
diese nicht selbst eingeschätzt hat. Eine Prüfung der Frage, ob dieses Attest
nur die bis anhin ausgeübte Tätigkeit als Bade- und Eismeister oder auch
leichtere Arbeiten betrifft, wurde erst bei der Begutachtung in der Klinik
Y.________ vorgenommen. Damit steht fest, dass die Verfügung einer ganzen Rente
ab August 2003 nicht auf einer umfassenden bundesrechtskomformen Beurteilung
der Erwerbsfähigkeit basiert.

4.
Zu prüfen bleibt der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. Da sich die
tatsächlichen Verhältnisse zwischen August 2003 und dem Zeitpunkt der verfügten
Rentenreduktion auf den 1. Juni 2004 - wie dargelegt - nicht wesentlich
verändert haben, gelten die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen für den
gesamten zu überprüfenden Zeitraum.

4.1 Der Beschwerdeführer rügte sowohl im kantonalen Verfahren wie auch
letztinstanzlich die Nichtberücksichtigung des Einkommens, welches er vor
Eintritt des Gesundheitsschadens als nebenamtlicher Hauswart erzielt hatte. Zu
prüfen ist daher vorerst das Valideneinkommen.
4.1.1 Die IV-Stelle berücksichtigte gemäss Einspracheentscheid vom 28. Dezember
2006 das Einkommen, welches der Beschwerdeführer als Hauswart verdiente hatte,
nicht, weil es ihres Erachtens gleichermassen beim Invalideneinkommen hätte
berücksichtigt werden müssen. Das kantonale Gericht bestätigte diese Auffassung
im angefochtenen Entscheid.
4.1.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der
Versicherte im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei
wird in der Regel am zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 222 Erw. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen). Aus
einem "Über-100%-Pensum" stammendes Einkommen wird nach der Rechtsprechung
vollumfänglich berücksichtigt, wenn jemand regelmässig Überstunden leistet oder
eine Nebenerwerbstätigkeit ausübt oder selbstständig erwerbend ist (Ulrich
Meyer-Blaser, Rechtsprechung zum IVG, S. 207; Urteil 8C_676/2007 vom 11. März
2008 m. H.).
4.1.3 Der Beschwerdeführer erzielte neben seinem Lohn für die Haupttätigkeit im
Sportzentrum von Fr. 67'637.- im Jahre 2002 einen Verdienst als nebenamtlicher
Hauswart im Betrage von Fr. 10'278.- , gesamthaft also Fr. 77'915.-. Da nicht
davon auszugehen ist, dass es sich um eine bloss vorübergehende
Zusatzbeschäftigung handelte und es sich bei dieser Tätigkeit als Hauswart
einer Stockwerkeigentümergemeinschaft um eine typische Nebenerwerbstätigkeit
handelt, ist sie bei der Bestimmung des Valideneinkommens zu berücksichtigen.
Davon geht sinngemäss auch die Vorinstanz aus. Das Valideneinkommen für das
Jahr 2004 beträgt demnach unter Berücksichtigung der statistischen
Nominallohnentwicklungen für das Jahr 2003 von 1,4 % und für 2004 von 0,7 % Fr.
79'559.-.
4.2
4.2.1 Das kantonale Gericht hat in pflichtgemässer Würdigung der gesamten
Aktenlage erkannt, dass der Beschwerdeführer für eine leidensangepasste, das
heisst körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu höchstens 50 %
arbeitsfähig ist. Es hält in tatsächlicher Hinsicht fest, dass sowohl auf die
Feststellungen im somatischen Gutachten der Klinik Y.________ vom 13. Dezember
2004 als auch auf jenes des Psychiaters Dr. med. H.________ vom 24. Mai 2005
abzustellen ist. An dieser Betrachtungsweise vermögen die Vorbringen des
Beschwerdeführers nichts zu ändern. Sie sind nicht geeignet, die
vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als offensichtlich unrichtig und
unvollständig erscheinen zu lassen. Von einer willkürlichen Beweiswürdigung
durch die Vorinstanz kann nicht gesprochen werden. Eine Beweiswürdigung ist
nicht bereits willkürlich, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar
erscheint, sondern erst, wenn der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, zur
tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem
offenkundigen Fehler beruht (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56). So verhält es sich hier
indessen nicht.
4.2.2 Die IV-Stelle hat das Invalideneinkommen für 2004 auf Fr. 29'105.-
beziffert. Hinzu kommen noch Fr. 5'247.- (entsprechend 50 % des Einkommens als
nebenamtlicher Hauswart nebst Nominallohnentwicklungen für 2003 und 2004),
nachdem die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht, welche vom Bundesgericht nur
auf Willkür, offensichtliche Unrichtigkeit und Rechtswidrigkeit hin zu
überprüfen ist (vgl. E. 1), festgestellt hat, auch diese Tätigkeit könne vom
Beschwerdeführer noch im Rahmen von 50 % ausgeführt werden. Das
Invalideneinkommen ist somit auf Fr. 34'352.- zu beziffern.
4.3
4.3.1 Der Beschwerdeführer wendet dagegen lediglich ein, dass von diesem Betrag
kein sogenannter leidensbedingter Abzug vorgenommen worden ist. Konkret macht
er einen solchen von 15 % geltend.

Die Frage, ob ein Abzug nach Massgabe der Grundsätze von BGE 126 V 75
vorzunehmen sei ist rechtlicher Natur, die Bestimmung eines solchen Abzuges
dagegen Ermessensfrage, die im Gegensatz zum früheren Recht (vgl. Art. 104 lit.
c OG) nicht zu prüfen ist (Art. 95 und 97 BGG). Gerügt werden kann nur die Höhe
des Abzuges im Hinblick auf Ermessensüberschreitung oder -missbrauch als Formen
rechtsfehlerhafter (Art. 95 lit. a BGG) Ermessensbetätigung (BGE 132 V 393 E.
3.3 S. 399).
4.3.2 Die Vorinstanz hat die Frage, ob ein Abzug von dem für die Ermittlung des
Invalideneinkommens herangezogenen statistischen Wert gerechtfertigt sei,
eingehend geprüft und ist zur Erkenntnis gelangt, dass dafür keine Gründe
vorliegen. Insbesondere führt sie aus, der Beschwerdeführer könne gemäss
Gutachten der Klinik Y.________ dieselbe körperlich leichte bis mittelschwere
Tätigkeit ausüben wie als Gesunder. Für weitere, einen Abzug rechtfertigende
Umstände wie Alter, Nationalität oder Aufenthaltsstatus fehlten jegliche
Anhaltspunkte. In der Beschwerde wird nicht argumentiert, inwiefern diese
Beurteilung nicht richtig sei. Es wird lediglich vorgebracht, "der Leidensabzug
sei nicht vorgenommen worden". Da die Rechtsfrage, ob ein Abzug gerechtfertigt
ist, vom Bundesgericht frei überprüfbar ist, bleibt zu prüfen, ob ein solcher
wegen des auf 50 % reduzierten Pensums gerechtfertigt sei.
4.3.3 Indem das Eidgenössische Versicherungsgericht unter dem Titel des
Beschäftigungsgrades bei Teilzeittätigkeit einen leidensbedingten Abzug
anerkannte, wollte es unter anderem dem Umstand Rechnung tragen, dass
Teilzeitbeschäftigte in der Regel überproportional weniger verdienen als
Vollzeitangestellte (BGE 124 V 321 E. 3b/aa S. 322 f.; vgl. überdies BGE 126 V
75 E. 5a/cc S. 78 und S. 79 in fine; AHI 1998 S. 175 E. 4b). Erfasst werden
sollte mit diesem Abzug die eigentliche Teilzeitarbeit, nicht aber eine
vollzeitliche Tätigkeit mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit (vgl. Urteile I
292/05 vom 19. Oktober 2005, E. 5.3, und I 2/01 vom 24. Januar 2002, E. 2b/ee).
Es besteht keine rechtsgenügliche Grundlage, um bei vollzeitlich mit
reduzierter Leistungsfähigkeit tätigen Versicherten regelmässig eine über die
Einschränkung der Leistungsfähigkeit hinaus gehende, überproportionale
Lohneinbusse anzunehmen und beim leidensbedingten Abzug - oder mit einem
solchen - zu berücksichtigen (vgl. Urteil I 69/07 vom 2. November 2007, E. 5).
Die Rüge, quasi praxisgemäss auf einen solchen Abzug Anspruch zu haben, zielt
deshalb daneben. Nach der dargelegten Rechtsprechung, hat der Abzug nicht
automatisch, sondern dann zu erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür
bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer der dafür
relevanten Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem
Erfolg verwerten kann. Wie das kantonale Gericht in Würdigung der medizinischen
Akten festgestellt hat, ist der Beschwerdeführer lediglich aus psychischen
Gründen in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Konkret heisst dies
Verlangsamung, vermehrte Pausen und "überdurchschnittliches Verständnis" seines
Umfeldes. Mit einer anerkannten Arbeitsfähigkeit von 50 %, welche über einen
ganzen Arbeitstag zu realisieren ist, wurde diesen Umständen aber bereits
hinreichend Rechnung getragen. Eine zusätzliche Reduktion wegen
"Teilzeitarbeit" rechtfertigt sich nicht. Damit hat die Vorinstanz rechtlich
einwandfrei erwogen, auf einen Abzug vom ermittelten Tabellenlohn sei zu
verzichten.
4.3.4 Damit steht das Valideneinkommen von Fr. 79'559.- dem zumutbaren
Invalideneinkommen von Fr. 34'352.- gegenüber, was einem Invaliditätsgrad von
57 % entspricht. Damit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Rente.
Da das Bundesgericht nicht über die Begehren einer Partei hinausgehen darf
(Art. 107 Abs. 1 BGG), bleibt die vom August 2003 bis Mai 2004 zugesprochene
ganze Rente bestehen. Die Beschwerde wird abgewiesen.

5.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei
auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Schaffhausen und
dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 11. Juli 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung i.V. Flückiger