Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.780/2007
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_780/2007

Urteil vom 27. August 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiber Jancar.

Parteien
A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Ehrenzeller,
Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

IV-Stelle des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Kasernenstrasse 4, 9100 Herisau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts von Appenzell
Ausserrhoden vom 22. August 2007.

Sachverhalt:

A.
Der 1960 geborene A.________ war seit 1. April 1992 bei der Firma X.________ AG
als Hilfsarbeiter angestellt. Am 31. März 2003 zog er sich bei einem Sturz am
Arbeitsplatz eine BWK12- Impressionsfraktur zu. Am 5. November 2003 meldete er
sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Am 19. Dezember 2003
wurde er im Spital Y.________ operiert (Infiltration Facettengelenke Th11/12).
Zur Abklärung der Verhältnisse holte die IV-Stelle des Kantons Appenzell
Ausserrhoden die SUVA-Akten und diverse Arztberichte ein. Zudem zog sie ein
Gutachten der Dres. med. K.________, FMH Physikalische Medizin und
Rehabilitation/Rheumatologie, sowie M.________, FMH Innere Medizin/
Rheumatologie, Zentrum C.________, vom 20. Juli 2005, bei, in dessen Rahmen
eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit des Versicherten
durchgeführt sowie ein Teilgutachten des Dr. med. Dr. phil. B.________,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie/
Forensisch-versicherungsmedizinische Psychiatrie, vom 15. Juni 2005 eingeholt
wurde. Mit Verfügung vom 30. Januar 2006 verneinte die IV-Stelle den Anspruch
auf berufliche Massnahmen. Mit zwei Verfügungen vom 21. April 2006 sprach sie
dem Versicherten ab 1. März 2004 eine ganze Invalidenrente (Invaliditätsgrad
100 %) und ab 1. Oktober 2004 eine halbe Invalidenrente (Invaliditätsgrad 55 %)
zu. Die gegen diese Rentenverfügungen erhobene Einsprache wies sie mit
Entscheid vom 7. September 2006 ab.

B.
Hiegegen reichte der Versicherte beim Verwaltungsgericht von Appenzell
Ausserrhoden Beschwerde ein. Er legte neu Berichte des Instituts für
Radiologie, Spital Y.________, vom 16. Juni 2007 (betreffend MRI Neurocranium
vom 15. Juni 2007), der HNO-Klinik, Hals- und Gesichtschirurgie, Spital
Y.________, vom 27. Juni 2007 (betreffend Hospitalisation vom 9. bis 18. Juni
2007), und der Medizinischen Klinik, Spital Z.________, vom 9. Juli 2007
(betreffend Hospitalisation vom 8. Juni 2007) ein. Mit Entscheid vom 22. August
2007 wies das kantonale Gericht die Beschwerde ab.

C.
Mit Beschwerde beantragt der Versicherte, in Aufhebung des kantonalen
Entscheides sei ihm über den Oktober 2004 hinaus mindestens eines
Dreiviertelrente zuzusprechen; eventuell sei die Sache im Sinne der Erwägungen
an die Vorinstanz oder die IV-Stelle zurückzuweisen.
Die IV-Stelle schliesst am 13. März 2008 - nach Ablauf der angesetzten
Vernehmlassungsfrist - auf Beschwerdeabweisung, während das Bundesamt für
Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichtet.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG
erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106
Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten
Argumente noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine
Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann
sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung
abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140).
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die
Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder
ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung
im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG) und wenn die Behebung des
Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1
BGG). Dies ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde zu prüfen (nicht publ.
E. 1.2 und 2.2 des Urteils BGE 133 V 640). Das Bundesgericht darf nicht über
die Begehren der Parteien hinausgehen (Art. 107 Abs. 1 BGG).

1.1 Die Vernehmlassung der IV-Stelle vom 13. März 2008 ist unbeachtlich, da sie
nach Ablauf der bis 20. Februar 2008 erstreckten Frist eingereicht wurde.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die
Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder
ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung
im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG) und wenn die Behebung des
Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1
BGG). Dies ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde zu prüfen (nicht publ.
E. 1.2 und 2.2 des Urteils BGE 133 V 640). Das Bundesgericht darf nicht über
die Begehren der Parteien hinausgehen (Art. 107 Abs. 1 BGG).

1.1 Die Vernehmlassung der IV-Stelle vom 13. März 2008 ist unbeachtlich, da sie
nach Ablauf der bis 20. Februar 2008 erstreckten Frist eingereicht wurde.

2.
Umstritten und zu prüfen ist, ob die seit 1. März 2004 ausgerichtete ganze
Invalidenrente zu Recht revisionsweise ab 1. Oktober 2004 auf eine halbe
Invalidenrente herabgesetzt wurde.

2.1 Der streitige Einspracheentscheid datiert vom 7. September 2006, weshalb
die am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen des IVG vom 6. Oktober
2006 und der IVV vom 28. September 2007 (5. IV-Revision) nicht anwendbar sind
(BGE 131 V 329 E. 4.6 S. 337).

2.2 Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grundsätze über die Invalidität
(Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 4 Abs. 1 IVG), die Invaliditätsbemessung bei
erwerbstätigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG;
Art. 28 Abs. 2 IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs
(Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung), die
Ermittlung des ohne Invalidität erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen; BGE
129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweis) sowie die Bestimmung des trotz
Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens
(Invalideneinkommen) nach den vom Bundesamt für Statistik in der
Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelten Tabellenlöhnen und die von diesen
zulässigen Abzüge (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 und E. 4.2.3 S. 481)
zutreffend dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich des Beweiswerts von
Arztberichten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.; SVR 2007
UV Nr. 33 S. 111 E. 4.2, U 571/06). Darauf wird verwiesen.

2.3 Zu ergänzen ist, dass die rückwirkend ergangene Verfügung über eine
befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente einerseits
die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung
umfasst. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE
113 V 273 E. 1a S. 275 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der
Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S.
119 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E.
6b/dd S. 275 mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung
des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder
Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich in dieser
Konstellation durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung
bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d S. 418 am Ende, 368 E. 2 S.
369, 113 V 273 E. 1a S. 275, 109 V 262 E. 4a S. 265, je mit Hinweisen). In
anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht ist es irrelevant, ob eine
rückwirkende Zusprechung einer abgestuften und/ oder befristeten Invalidenrente
in einer oder in mehreren Verfügungen gleichen Datums eröffnet wird. Es gelten
die Grundsätze gemäss BGE 125 V 413 (BGE 131 V 164 E. 2.3.4 S. 166; Urteil I 33
/06 vom 9. Januar 2007, E. 4.2.1).

Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), der
Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), der Invalidität (Art. 8), der
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16) sowie der Revision der Invalidenrente und
anderer Dauerleistungen (Art. 17) entsprechen den bisherigen von der
Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung,
weshalb die diesbezügliche Rechtsprechung weiterhin anwendbar ist (BGE 130 V
343; Urteil 8C_533/2007 vom 9. Januar 2008, E. 3.2 mit Hinweis).

3.
Die aufgrund medizinischer Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeits(un)
fähigkeit ist Entscheidung über eine Tatfrage. Tatfrage ist weiter, in welchem
Umfang eine versicherte Person vom funktionellen Leistungsvermögen und vom
Vorhandensein bzw. von der Verfügbarkeit psychischer Ressourcen her eine
(Rest-)Arbeitsfähigkeit aufweist und ihr die Ausübung entsprechend profilierter
Tätigkeiten zumutbar ist, es sei denn, andere als medizinische Gründe stünden
der Bejahung der Zumutbarkeit im Einzelfall in invalidenversicherungsrechtlich
erheblicher Weise entgegen. Soweit die Beurteilung der Zumutbarkeit von
Arbeitsleistungen auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt wird, geht es um
eine Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.).

Die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes sowie der Beweiswürdigungsregeln
nach Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG ist Rechtsfrage. Die konkrete
Beweiswürdigung wie auch die antizipierte Beweiswürdigung (als Teil derselben)
betreffen Tatfragen. Demnach hält ein Verzicht der Vorinstanz auf weitere
Beweisvorkehren aufgrund antizipierter Beweiswürdigung etwa dann nicht stand,
wenn die Sachverhaltsfeststellung unauflösbare Widersprüche enthält (vgl. BGE
124 II 103 E. 1a S. 105; in BGE 126 III 431 nicht publ. E. 4c/bb des Urteils
5P.119/2000 vom 24. Juli 2000) oder wenn eine entscheidwesentliche Tatsache auf
unvollständiger Beweisgrundlage - beispielsweise ohne Beizug des notwendigen
Fachwissens unabhängiger Experten/Expertinnen, obwohl im Einzelfall unabdingbar
- beantwortet wird (BGE 132 III 83 E. 3.5 S. 88; SVR 2007 IV Nr. 39 S. 132 E.
3.3 f., I 1051/06; Urteil 8C_168/2008 vom 11. August 2008, E. 4).

4.
4.1 Dr. med. E.________, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten,
Hals- und Gesichtschirurgie und Arbeitsmedizin, SUVA Abteilung Arbeitsmedizin,
führte im Bericht vom 8. Juli 2004 gestützt auf die Untersuchung des
Versicherten vom 6. Juli 2004 aus, der Tinnitus müsse gemäss Tabelle 13 der
Integritätsschäden als ein schwerer beurteilt werden. Der Versicherte wisse,
dass er die absolute Stille meiden und darauf achten solle, immer angenehme,
nicht allzu laute Geräuschquellen um sich herum zu haben. Direkte eigentliche
therapeutische Möglichkeiten bestünden aktuell nicht.

4.2 Vom 18. Mai bis 13. Juli 2004 war der Versicherte in der Klinik D.________
hospitalisiert. Die Dres. med. G.________, Facharzt Orthopädische Chirurgie
FMH, Leitender Arzt, und H.________, Assistenzärztin, diagnostizierten im
Austrittsbericht vom 22. Juli 2004 eine beim Unfall vom 31. März 2003 erlittene
BWK12-Impressionsfraktur ohne Beteiligung der Hinterkante, konservative
Therapie mit reklinierendem Gipskorsett; jetzt chronische
Zervikothorakolumbalgie bei muskulärer Insuffizienz bei Status nach
konservativer BWK12-Fraktur; Tinnitus (mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als
Unfallfolge zu interpretieren). Aus diagnostischen und therapeutischen Gründen
sei eine Facettengelenksblockade L5/S1 und L4/5 durchgeführt worden. Nach der
Infiltration habe der Versicherte während ca. zwei bis drei Tagen eine
Verschlechterung der Symptomatik gespürt. Arbeitsrelevante Problembereiche
seien nach wie vor die Rückenschmerzen, vor allem im LWS-Bereich. Im Basistest
habe der Versicherte beim Heben Boden zu Taillenhöhe 7,5 kg, beim Heben zu
Taille zu Kopfhöhe 10 kg, beim Heben horizontal 10 kg sowie beim Tragen mit der
rechten Hand 5 kg und mit der linken Hand 5 kg erreicht. Eine leichte
wechselbelastende rückenschonende Tätigkeit sei ihm ganztags zumutbar. Im
angestammten Beruf als Dachdecker sei er 100 % arbeitsunfähig. Zur Abklärung
der Tinnitus-Symptomatik sei am 6. Juli 2004 eine otorhinologische Abklärung
bzw. ein otoneurologisches Konsil durchgeführt worden; der Bericht sei noch
ausstehend.

4.3 Vom 25. Oktober 2004 bis 10. Dezember 2004 wurde der Versicherte in der
Lehr- und Arbeitswerkstätte mit Wohnangeboten für Menschen mit Behinderung
abgeklärt. Im Schlussbericht des R.________, Abteilungsleiter, und des
O.________, Bereichsleiter Lebensgestaltung, vom 16. Dezember 2004 wurde
ausgeführt, zur Zeit seien seine permanenten Rückenschmerzen sein grösstes
Problem. In Abständen von ein bis zwei Stunden müsse er sich ab und zu auf eine
Matte legen, um zwischendurch eine ganz andere Körperhaltung einnehmen zu
können. Auch in der Nacht liessen die Schmerzen nicht nach. Weil er nicht
schlafen könne, sei er morgens oft müde, zur Arbeit zu erscheinen. Der
Versicherte halte dem zeitlichen Druck eines Arbeitsalltags problemlos stand.
Auch seine psychische Verfassung könne als stabil bezeichnet werden. Die damit
verbundene Belastbarkeit reiche aus, um den täglichen Anforderungen gewachsen
zu sein. Hingegen sei er nicht in der Lage, der physischen Belastung eines
ganzen Arbeitstages stand zu halten. Trotz wechselnder Körperhaltung würden die
Schmerzen für ihn nach dem Mittag zu gross, um weiter arbeiten zu können. Einen
ganzen Vormittag halte er nur durch, wenn er die Möglichkeit habe,
zwischendurch eine Ruhepause von mindestens einer halben Stunde einzuschalten.
Unter den gegebenen Voraussetzungen sei der Versicherte nicht in der Lage,
einer geregelten Arbeit nachzugehen. Seine körperlichen Einschränkungen machten
regelmässige Ruhepausen nötig, d.h. einen normalen Arbeitstag könne er nicht
durchstehen. Von einem Eingliederungsversuch müsse deshalb zum gegewärtigen
Zeitpunkt abgesehen werden.

4.4 Der Psychiater Dr. med. Dr. phil. B.________ diagnostizierte im
Teilgutachten vom 15. Juni 2005 einen Zustand nach gemischter Anpassungsstörung
mit Störung der Gefühle und des Sozialverhaltens (ICD-10: F43.25) leichten bis
mittelschweren Grades. Langfristig betrage die Arbeitsunfähigkeit (40-)50 %. Im
weiteren zeitlichen Längsverlauf sei eine Konsolidierung des beruflichen
Leistungspensums von theoretisch über 50 % nicht durchzuhalten.

Das Zentrum C.________ diagnostizierte im Gutachten vom 20. Juli 2005
Folgendes: chronisches Panvertebralsyndrom (Status nach Sturztrauma mit
BWK12-Impressionsfraktur vom 31. März 2003, konservative Therapie mit
reklinierendem Gipskorsett während drei Monaten, seit Ende Mai stabiler
Keilwirbel BWK 12, Osteochondrose Th11/12, kleine mediane Diskushernie L1/2
ohne Neurokompression, Sacrum arcuatum, Fehlhaltung, Fehlform, muskuläre
Insuffizienz, Somatisierungsstörung); bilateraler Tinnitus, wahrscheinlich
posttraumatisch; Adipositas; arterielle Hypertonie. Der Versicherte klage über
permanente Schmerzen im Rücken (zeige auf den thorakolumbalen Übergang) mit
Ausstrahlung bis in den Nacken/Kopf (okzipitoparietal), verbunden mit Tinnitus
beidseits. Zusätzlich strahlten die Beschwerden vom thorakolumbalen Übergang
nach unten bis ins Gesäss und in die Knie lateral beidseits. Im Rahmen der
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit sei eine Beurteilung der
effektiven Leistungsgrenze infolge der Selbstlimitierung des Versicherten nicht
möglich. Lokalisierte körperliche Limits hätten aufgrund seines
Schmerzverhaltens nicht ermittelt werden können. Als arbeitsbezogene
Problematik äussere sich vor allem sein Schonungs- und Schmerzverhalten. Die
Leistungsbereitschaft des Versicherten werde als nicht zuverlässig beurteilt.
Die Konsistenz bei den Tests könnten sie nicht zuverlässig beurteilen. Die
demonstrierte Belastbarkeit sei nur minimal. Aufgrund der Selbstlimitierung des
Versicherten könnten sie eine definitive Aussage über die Zumutbarkeit in der
angestammten Tätigkeit als Dachdecker und für andere berufliche Tätigkeiten
nicht machen. Aus rein rheumatologisch-orthopädischer Sicht sei der Versicherte
in der bisherigen Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr arbeitsfähig. Hingegen
bestehe für eine leichte und wechselpositionierte Tätigkeit eine volle
Arbeitsfähigkeit ganztags (100%ige Arbeitsfähigkeit). Interdisziplinär und
unter Berücksichtigung der psychiatrischen Beurteilung des Dr. med. Dr. phil.
B.________ bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit im Rahmen des obgenannten
Tätigkeitsprofils. Von weiteren rehabilitativen Massnahmen seien keine
Verbesserungen der Arbeitsfähigkeit zu erwarten.

4.5 Der Hausarzt Dr. med. V.________, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH,
diagnostizierte im Bericht vom 16. September 2005 eine BWK12-Impressionsfraktur
mit panvertebralem Schmerzsyndrom, muskulärer Dysbalance, Dekonditionierung,
Tinnitus, Status nach konservativer Therapie mit Gipskorsett, Depression und
posttraumatische Belastungsstörung; arterielle Hypertonie, Adipositas,
Nikotinabusus, Hypercholesterinämie. Der Versicherte habe Schmerzen in erster
Linie in der lumbalen LendenwirbeIsäule, die ins Becken, in die Oberschenkel
und in den Rücken ausstrahlten und bis in den Kopf reichten. Die Kopfschmerzen
seien immer wieder vorhanden, teils sehr intensiv. Posttraumatisch sei ein
Tinnitus vorhanden, der den Versicherten weiter sehr beeinträchtige. Im
bisherigen Beruf sei er seit 31. März 2003 zu 100 % arbeitsunfähig. Im Bericht
vom 25. November erneuerte Dr. med. V.________ seine obgenannte Diagnose und
führte weiter aus, der Versicherte sei wirklich leidend. Je schlechter es ihm
gehe, desto mehr dröhne der Tinnitus, so dass er eigentlich immer geplagt sei,
sei es durch Schmerz, Tinnitus oder Psyche.

4.6 Vom 14. bis 17. Dezember 2005 war der Versicherte im Spital Z.________
hospitalisiert. Er gebe an, seit dem Jahr 2003, bei Status nach einem Unfall
mit Rückenbeteiligung, zunehmende Schmerzen im rechten Skrotumbereich zu haben.
Ausserdem berichte er über ein Taubheitsgefühl in der rechten
Skrotalhauthälfte. Diagnostiziert wurde ein Corpus liberum im Cavum serosum
links (wahrscheinlich abgestorbene Hydatide). Am 15. Dezember 2005 wurde eine
Exzision dieses Corpus liberum vorgenommen. Weiter wurde ausgeführt,
intraoperativ sei im Bereich des linken Hodens ein Corpus liberum festgestellt
worden, das differentialdiagnostisch die Ursache für die nach rechts
ausstrahlenden Schmerzen darstelle. Der Versicherte wurde vom 14. bis 26.
Dezember 2005 zu 100 % arbeitsunfähig erklärt (Bericht vom 16. Dezember 2005).

4.7 Am 8. Juni 2007 hielt sich der Versicherte im Spital Z.________ auf,
welches den Verdacht auf Morbus Menière, DD akute Vestibulocochleopathie
(chronisches Tinnitusleiden), arterielle Hypertonie und ein chronisch
lumbovertebrales Schmerzsyndrom diagnostizierte. Vom 9. bis 18. Juni 2007 war
der Versicherte in der HNO-Klinik, Hals- und Gesichtschirurgie, Spital
Y.________, hospitalisiert. Diese diagnostizierte im Bericht vom 27. Juni 2007
eine Vestibulocochleopathie links, DD; Morbus Menière.

5.
5.1
5.1.1 Der HNO-Spezialist Dr. med. E.________ ging im Bericht vom 8. Juli 2004
von einem schweren Tinnitus des Versicherten aus. Zur Arbeits(un)fähigkeit
unter diesem Aspekt nahm er indessen nicht Stellung (E. 4.1 hievor). Dieser
Bericht war der Klinik D.________ im Rahmen der Abfassung des Austrittsberichts
vom 22. Juli 2004 mit Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten nicht
bekannt (E. 4.2 in fine hievor).

Im Rahmen des Gutachtens des Zentrums C.________ vom 20. Juli 2005 (E. 4.4
hievor) und auch bis zum massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des
Einspracheentscheides (7. September 2006; BGE 129 V 354 E. 1 S. 356 mit
Hinweisen) wurde die Tinnitus-Problematik und ihr allfälliger Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten spezialärztlich nicht mehr abgeklärt.

Der Hausarzt Dr. med. V.________ führte im Bericht vom 16. September 2005 aus,
der Tinnitus beeinträchtige den Versicherten weiter sehr. Im Bericht vom 25.
November 2005 legte er dar, je schlechter es ihm gehe, desto mehr dröhne der
Tinnitus, so dass er eigentlich immer geplagt sei, sei es durch Schmerz,
Tinnitus oder Psyche (E. 4.5 hievor).

Hinsichtlich der Tinnitus-Problematik ist weiter zu beachten, dass die
HNO-Klinik, Spital Y.________, im Bericht vom 27. Juni 2007 eine
Vestibulocochleopathie links, DD; Morbus Menière, diagnostizierte. Zur Arbeits
(un)fähigkeit unter diesem Aspekt nahm sie nicht Stellung (E. 4.7 hievor). Die
Feststellungen in diesem Bericht sind jedoch geeignet, die Beurteilung bezogen
auf den Zeitraum vor Erlass des Einspracheentscheides zu beeinflussen. Denn der
Morbus Menière ist ein Symptomenkomplex mit Trias aus Anfällen von Schwindel
(mit Übelkeit und Erbrechen), Tinnitus aurium und fluktuierender
Schwerhörigkeit (Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 261. Auflage, 2007, S.
1203 und 1923).
Unter diesen Umständen ist spezialärztlich zu klären, ob und bejahendenfalls in
welchem Ausmass der Tinnitus bis zum Erlass des Einspracheentscheides Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten hatte.
5.1.2 Erforderlich ist zudem eine spezialärztliche Abklärung der
Kopfwehproblematik in somatischer Hinsicht, zumal im Gutachten des Zentrums
C.________ vom 20. Juli 2005 somatischerseits einzig die Rückenproblematik
eingehend untersucht wurde (E. 4.4 hievor).
5.1.3 Weiter enthalten das Gutachten des Zentrums C.________ vom 20. Juli 2005
samt dem Teilgutachten des Psychiaters Dr. med. Dr. phil. B.________ vom 15.
Juni 2005 keine eigenen Angaben zur Frage der Entwicklung der Arbeits(un)
fähigkeit des Versicherten seit Juli 2004, dem Zeitraum, ab welchem eine
allfällige Verbesserung der Erwerbsfähigkeit andauern musste, damit die
Rentenherabsetzung ab 1. Oktober 2004 erfolgen konnte (Art. 88a Abs. 1 IVV).
Vielmehr wurde im Gutachten des Zentrums C.________ vom 20. Juli 2005 im Rahmen
der Beurteilung ausgeführt, erst "über zwei Jahre nach dem Sturztrauma auf den
Rücken" vom 31. März 2003 - mithin Mitte 2005 - habe sich die Situation
somatisch weitgehend stabilisiert. Unter diesen Umständen kann nicht unbesehen
auf die Einschätzung der Klinik D.________ vom 22. Juli 2004 (E. 4.2 hievor)
abgestellt werden, zumal die Valida aufgrund der vom 25. Oktober bis 10.
Dezember 2004 dauernden beruflichen Abklärung zum Schluss kam, von einem
Eingliederungsversuch müsse zum gegenwärtigen Zeitpunkt abgesehen werden (E.
4.3 hievor).
5.1.4 Im Weiteren fehlt eine spezialärztliche Stellungnahme zur Frage, ob und
bejahendenfalls inwieweit die seit 2003 zunehmende Schmerzproblematik im
Zusammenhang mit dem Corpus liberum im Cavum serosum links, das am 15. Dezember
2005 entfernt wurde (E. 4.6 hievor), zu einer Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit des Versicherten führte. Das Gutachten des Zentrums C.________
vom 20. Juli 2005 enthält hiezu keine rechtsgenüglichen Feststellungen (E. 4.4
hievor).
5.1.5 Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Versicherte aus den Berichten
des Hausarztes Dr. med. V.________ 16. September und 25. November 2005, zumal
dieser sich nicht zur Arbeits(un)fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
äusserte (E. 4.5 hievor) und zu beachten ist, dass behandelnde Ärzte aufgrund
ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zu
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; erwähntes
Urteil 8C_168/2008, E. 6.2.2).

5.2 Nach dem Gesagten enthält der vorinstanzliche Entscheid nicht für den
gesamten relevanten Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheides am 7.
September 2006 rechtsgenügliche Feststellungen zur Arbeits(un)fähigkeit des
Versicherten, denen mit Blick auf Art. 105 Abs. 1 BGG Verbindlichkeit
beigemessen werden kann. Der Sachverhalt wurde unter Verletzung des
Untersuchungsgrundsatzes (E. 3 hievor) festgestellt. Es kann vorliegend nicht
im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157;
SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149 E. 4, I 9/07) gesagt werden, dass von einer
zusätzlichen, nachvollziehbar und schlüssig begründeten interdisziplinären
medizinischen Beurteilung keine verwertbaren entscheidrelevanten Erkenntnisse
zur Arbeits(un)fähigkeit des Versicherten zu erwarten sind. Die Sache ist daher
zwecks Einholung eines weiteren interdisziplinären Gutachtens betreffend das
gesamte Beschwerdebild des Versicherten an die IV-Stelle zurückzuweisen, zumal
es beim Zusammenwirken von physischen und psychischen Beeinträchtigungen nicht
gerechtfertigt ist, diese isoliert abzuklären (vgl. auch erwähntes Urteil
8C_168/2008, E. 6.2.2 und 6.3 mit Hinweis). Hernach hat sie über den
Rentenanspruch für die Zeit ab 1. Oktober 2004 neu zu verfügen.

Ob die erforderliche Begutachtung ambulant oder - wie der Versicherte fordert -
stationär durchzuführen ist, kann vorliegend nicht zum vornherein bestimmt
werden. Vielmehr haben die ärztlichen Gutachter zu entscheiden, welche
Abklärungen vorzunehmen sind und ob eine stationäre Begutachtung erforderlich
ist (vgl. auch Urteil I 336/03 vom 8. Januar 2004, E. 5)

6.
6.1 In erwerblicher Hinsicht (zur entsprechenden bundesgerichtlichen Kognition
vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399) hat die Vorinstanz die Validen- und
Invalideneinkommen für das Jahr 2002 ermittelt und gestützt darauf einen
Invaliditätsgrad von 55 % errechnet, wobei sie keinen Abzug vom aufgrund der
LSE-Tabelle eruierten Invalideneinkommen vornahm.

6.2 Das vorinstanzlich für das Jahr 2002 ermittelte Valideneinkommen von Fr.
61'434.- ist unbestritten und nicht zu beanstanden, weshalb es diesbezüglich
sein Bewenden hat. Indessen ist festzuhalten, dass für den Einkommensvergleich
die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs im Jahre 2004
massgebend sind, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer
Grundlage zu erheben und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des
Einspracheentscheides im Jahre 2006 zu bestimmen sind (BGE 129 V 222, 484;
erwähntes Urteil 8C_168/2008, E. 7.1).

6.3 Über das zu veranschlagende Invalideneinkommen und die Frage, ob und
bejahendenfalls in welchem Umfang vom heranzuziehenden Tabellenlohn ein Abzug
gerechtfertigt ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 und 4.2.3 S. 475 und 481), kann erst
nach rechtsgenüglicher Ermittlung der Arbeits(un)fähigkeit befunden werden
(vgl. auch erwähntes Urteil 8C_168/2008, E. 7.1 mit Hinweis). Im Hinblick auf
das weitere Vorgehen ist hiezu Folgendes festzuhalten:
6.3.1 Das Alter des Versicherten (45 Jahre bei Erlass des
Einspracheentscheides) fällt nicht ins Gewicht, weil das
invalidenversicherungsrechtlich festgelegte Invalideneinkommen auf der
Grundlage eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes (Art. 16 ATSG) ermittelt wird.
Dieser ist ein theoretischer und abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die
konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und sieht von den fehlenden
oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare und geeignete
Arbeitsstelle zu finden, ab (BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f., Urteil 8C_529/2007
vom 23. Mai 2008, E. 4.1, je mit Hinweisen). Zudem ist zu beachten, dass sich
das Alter bei Männer-Hilfsarbeitertätigkeiten nicht lohnsenkend, sondern im
hier relevanten Anforderungsniveau 4 bis zum Lebensalter 63/65 (LSE 2004 S. 65
Tabelle TA9) bzw. 64/65 (LSE 2006 Tabelle TA9) sogar lohnerhöhend auswirkt
(vgl. auch AHI 1999 S. 237 E. 4c; Urteil 8C_223/2007 vom 2. November 2007, E.
6.2.2 mit Hinweis).
6.3.2 Die Ausländereigenschaft ist zu vernachlässigen, da der Versicherte seit
langem in der Schweiz erwerbstätig war und die Niederlassungsbewilligung
besitzt. Diese wirkt sich bei Männern im Anforderungsniveau 4 gegenüber dem
entsprechenden, nicht nach dem Merkmal der Nationalität differenzierenden und
hier massgebenden Totalwert tendenziell lohnerhöhend aus (LSE 2004 S. 69
Tabelle TA12, LSE 2006 Tabelle TA12; BGE 126 V 75 E. 5a/cc S. 79; erwähntes
Urteil 8C_223/2007, E. 6.2.2 mit Hinweis). Nicht gefolgt werden kann dem
Einwand des Versicherten, er gehöre einer negativ gefärbten Nationalität an,
was lohnmässig relevant sei.
6.3.3 Der Beschwerdeführer war seit 1992 für die gleiche Arbeitgeberin tätig.
In dieser Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass sich das Anfangseinkommen in
einer neuen Firma in der Regel nicht isoliert nach der Anzahl Dienstjahre,
sondern u.a. auch auf Grund der mitgebrachten Berufserfahrungen bestimmt. Zudem
ist eine lange Dienstdauer beim gleichen Arbeitgeber auf dem hypothetischen
ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus positiv zu werten, indem die durch die
langjährige Betriebstreue ausgewiesene Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit sich bei
einem anderen Arbeitgeber im Anfangslohn niederschlägt. Vor allem aber bleibt
zu beachten, dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor abnimmt, je
niedriger das Anforderungsprofil ist (BGE 126 V 75 E. 5a/cc S. 79, erwähntes
Urteil 8C_223/2007, E. 6.2.2 mit Hinweis).
6.3.4 Teilzeitarbeit wirkt sich bei Männern im Anforderungsniveau 4 in allen
Pensen proportional berechnet zu einer Vollzeittätigkeit tendenziell
lohnsenkend aus (LSE 2004 S. 25 Tabelle 6*, LSE 2006 S. 16 Tabelle T2*; vgl.
auch Urteil I 793/06 vom 4. Oktober 2007, E. 2.4 mit Hinweisen).

7.
Die unterliegende IV-Stelle hat die Gerichtskosten zu tragen und dem
Versicherten eine Parteientschädigung zu entrichten (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68
Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts von
Appenzell Ausserrhoden vom 22. August 2007 und der Einspracheentscheid der
IV-Stelle des Kantons Appenzell Ausserrhoden vom 7. September 2006 werden
aufgehoben. Die Sache wird an die IV-Stelle des Kantons Appenzell Ausserrhoden
zurückgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen,
über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab 1. Oktober 2004 neu verfüge.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.

3.
Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche
Verfahren mit Fr. 2500.- zu entschädigen.

4.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientschädigung des vorangegangenen
Verfahrens an das Verwaltungsgericht von Appenzell Ausserrhoden zurückgewiesen.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht von Appenzell
Ausserrhoden, der Ausgleichskasse SPIDA und dem Bundesamt für
Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 27. August 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Jancar