Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Sozialrechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 8C.798/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
8C_798/2007

Urteil vom 3. Juli 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Frésard,
Gerichtsschreiberin Weber Peter.

Parteien
F.________, Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Heidi Mérillat-Holenstein, Gupfengasse 1, 9230
Flawil,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004
Luzern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau
vom 19. September 2007.

Sachverhalt:

A.
Die 1960 geborene F.________ war als Aushilfe der Unternehmung X.________ bei
der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von
Unfällen versichert, als sie am 17. Februar 2000 auf einer Aussentreppe
ausrutschte und kopfüber stürzte. Bei dem am nächsten Tag aufgesuchten
Notfallarzt Dr. med. K.________, Allg. Medizin FMH, klagte die Versicherte über
Schwindelgefühle und Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule, der rechten
Schulter und des Schädels. Der Hausarzt Dr. med. G.________, Allg. Medizin FMH,
diagnostizierte eine HWS-Kontusion/Distorsion und ein Distorsionstrauma der
rechten Schulter (Bericht vom 26. April 2000). Die SUVA anerkannte ihre
Leistungspflicht für die Folgen dieses Ereignisses und erbrachte die
gesetzlichen Leistungen. Nach diversen Abklärungen und Behandlungen stellte sie
mit Verfügung vom 20. April 2006 die Leistungen per 30. April 2006 ein, da die
über dieses Datum hinaus geklagten Beschwerden organisch nicht mehr als Folgen
des Unfalls erklärbar seien und der adäquate Kausalzusammenhang fehle. Daran
hielt sie mit Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2006 fest.

B.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons
Thurgau mit Entscheid vom 19. September 2007 ab.

C.
Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lässt die Versicherte
beantragen, in Aufhebung des Einsprache- und des kantonalen Gerichtsentscheides
sei die SUVA zu verpflichten, weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu
erbringen, wobei mindestens eine 50%ige Rente zuzusprechen sei. Eventuell sei
die Sache zu weiteren Abklärungen an die Verwaltung zurückzuweisen.
Während die SUVA auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das
Bundesamt für Gesundheit auf eine Vernehmlassung.

D.
In BGE 134 V 109 hat das Bundesgericht die sog. Schleudertrauma-Praxis bei
organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden präzisiert. Die Parteien
hielten im Rahmen des ihnen zu dieser Präzisierung gewährten rechtlichen Gehörs
an ihren Rechtsbegehren fest.
Erwägungen:

1.
1.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG
erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106
Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten
Argumente noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine
Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann
sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung
abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht prüft
grundsätzlich nur die geltend gemachten Rügen; es ist nicht gehalten, wie eine
erstinstanzliche Behörde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu prüfen,
wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die
Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur
insofern prüfen, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und
begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).

1.2 Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von
Geldleistungen der Militär- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht
an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden
(Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).

2.
Streitig und zu prüfen ist, ob die über den 30. April 2006 hinaus geklagten
Beschwerden noch adäquat kausal durch das Unfallereignis vom 17. Februar 2000
verursacht sind.

2.1 Im Einspracheentscheid werden die nach der Rechtsprechung für den Anspruch
auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG)
geltenden Voraussetzungen des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs
zwischen dem versicherten Unfall und dem Gesundheitsschaden (BGE 119 V 335 E. 1
S. 337, vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181) zutreffend dargelegt.
Darauf wird verwiesen. Entsprechendes gilt für die Darstellung der
Rechtsprechung zum Erfordernis des adäquaten Kausalzusammenhangs bei Folgen
eines Unfalles mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule ohne organisch
nachweisbare Funktionsausfälle (BGE 117 V 359), bei äquivalenten Verletzungen
der HWS (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) und bei Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V
369).

2.2 Im jüngst ergangenen BGE 134 V 109 hat das Bundesgericht die Praxis zur
Kausalitätsprüfung bei Unfall mit Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung der
HWS oder Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden
(sog. Schleudertrauma-Praxis) in mehrerer Hinsicht präzisiert. Gemäss diesem
Urteil ist am Erfordernis einer besonderen Adäquanzprüfung bei Unfällen mit
solchen Verletzungen festzuhalten (E. 7-9 des erwähnten Urteils). Auch besteht
keine Veranlassung, die bewährten Grundsätze über die bei dieser Prüfung
vorzunehmende Einteilung der Unfälle nach deren Schweregrad und den abhängig
von der Unfallschwere gegebenenfalls erforderlichen Einbezug weiterer Kriterien
in die Adäquanzbeurteilung zu ändern (E. 10.1). Das Bundesgericht hat aber die
Anforderungen an den Nachweis einer natürlich unfallkausalen Verletzung, welche
die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertigt, erhöht (E. 9) und die
adäquanzrelevanten Kriterien teilweise modifiziert (E. 10). Die bei psychischen
Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätze (BGE 115 V 133) liess das
Bundesgericht hingegen unverändert stehen (BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116).
Im Rahmen der Beurteilung der Adäquanz von Unfällen mit Schleudertraumen der
Halswirbelsäule ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle oder ähnlichen
Verletzungsmechanismen sowie bei Unfällen mit Schädel-Hirntraumen sind folgende
Kriterien nunmehr zu beachten: besonders dramatische Begleitumstände oder
besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der
erlittenen Verletzungen; fortgesetzte spezifische und belastende ärztliche
Behandlung; erhebliche Beschwerden; eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die
Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein schwieriger Heilungsverlauf und
erhebliche Komplikationen sowie eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz
nachgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.2 und 10.3 S. 127).

2.3 Rechtsprechungsgemäss ist eine Änderung oder Präzisierung einer
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht nur auf zukünftige Fälle anwendbar,
sondern auch auf jene Fälle, die im Zeitpunkt der Änderung oder der
Präzisierung der Praxis bereits beim Bundesgericht hängig waren (BGE 120 V 128
E. 3a S. 131 mit Hinweisen).

3.
3.1 Das kantonale Gericht hat zunächst erwogen, dass keine organisch objektiv
ausgewiesenen Unfallfolgen vorliegen, welche die persistierenden Beschwerden zu
erklären vermöchten. Diese Beurteilung ist nach Lage der Akten richtig. Die
Einwendungen der Beschwerdeführerin vermögen daran nichts zu ändern.
In seinem Bericht vom 4. April 2000 hielt Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH
für Neurologie, fest, die Versicherte habe am 17. Februar 2000 einen
Treppensturz unklarer, möglicherweise bereits symptomatischer Ursache erlitten.
Eine von diesem Neurologen als möglich befürchtete Subarachnoidalblutung konnte
noch am gleichen Tag im Spital Y.________ durch eine Computer-Tomographie (CT)
ausgeschlossen werden. Weder durch das MRI vom 8. Juni 2001 noch durch die CT
vom 10. Juli 2002 wurden organische Unfallfolgen nachgewiesen. Die Vorinstanz
durfte somit - ohne weitere Abklärungen vornehmen zu müssen - davon ausgehen,
dass keine objektiven klinischen Befunde vorliegen, welche die Beschwerden
erklären könnten. Es trifft zwar zu, dass Dr. med. H.________, Spezialarzt für
Neurologie FMH, in seinem Bericht vom 10. Juli 2002 eine weitere Abklärung für
erwünscht hielt; doch führte auch dieser Arzt nicht aus, damit allenfalls
organische Unfallfolgen nachweisen zu können. Abklärungen zur Frage der Ursache
des Unfalles können aus versicherungsrechtlicher Sicht unterbleiben, da die
SUVA auch für die Folgen von Unfällen leistungspflichtig ist, welche ihrerseits
durch krankhafte Vorzustände verursacht wurden (vgl. EVGE 1961 S. 201 E. 1).
Vor diesem Hintergrund sind von zusätzlichen Abklärungen, wie beantragt, keine
entscheiderheblichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb auf deren Abnahme
verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94,
122 V 157 E. 1d S. 162).

3.2 Demnach hat, anders als bei organisch klar ausgewiesenen Unfallfolgen, bei
welchen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres zusammen mit
dem natürlichen Kausalzusammenhang bejaht werden kann, eine besondere
Adäquanzprüfung zu erfolgen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen).
Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin bei ihrem Treppensturz eine dem
Schleudertrauma äquivalente Verletzung erlitten hat. Unbestritten ist zudem,
dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 17.
Februar 2000 und den über den 30. April 2006 hinaus geklagten, organisch nicht
hinreichend nachweisbaren Beschwerden gegeben ist. Streitig und zu prüfen ist
daher einzig das Vorliegen der Adäquanzkriterien nach der revidierten
Schleudertrauma-Praxis.

4.
4.1 Vorinstanz und Verwaltung haben den Treppensturz als mittelschweren Unfall
im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen qualifiziert. Dieser
Betrachtungsweise ist beizupflichten, bestimmt sich doch die Schwere eines
Unfalles aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei
entwickelnden Kräften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, E. 5.3.1 [U 2/07]). Gleich
beurteilt wurde etwa der Sturz eines Bauarbeiters in einen Lichtschacht (Urteil
U 232/02 vom 5. August 2003) oder der Sturz an einem steinigen Flussufer
hangabwärts auf den Rücken (Urteil U 173/03 vom 15. November 2004, E. 4.2.2).

4.2 Die Adäquanz des Kausalzusammenhanges wäre somit dann zu bejahen, wenn
eines der in E. 2.2 hievor aufgezählten Adäquanzkriterien in besonders
ausgeprägter Weise erfüllt wäre, oder wenn mehrere dieser Kriterien in
gehäufter oder auffallender Weise erfüllt wären.
4.2.1 In den echtzeitlichen Akten finden sich keine Hinweise darauf, dass der
Unfall besonders eindrücklich gewesen wäre oder sich unter besonders
dramatischen Begleitumständen ereignete hätte. Selbst wenn man vom
Geschehensablauf ausgeht, welchen die Versicherte über sieben Jahre nach dem
Unfall in der Beschwerde an die Vorinstanz geltend gemacht hat, ist dieses
Kriterium nicht erfüllt. Somit erübrigt sich auch die beantragte
Zeugeneinvernahme, zumal die angerufenen Zeuginnen während des Unfalls nicht
anwesend waren.
4.2.2 Insoweit die Beschwerdeführerin geltend macht, das Kriterium der Schwere
oder der besonderen Art der erlittenen Verletzungen sei erfüllt, ist daran zu
erinnern, dass das Bundesgericht im Urteil BGE 134 V 109, E. 10.2.2 S. 127 f.
seine Rechtsprechung bestätigt hat, wonach die Diagnose einer HWS-Distorsion
für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen
Art der erlittenen Verletzung genügt. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere
der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände,
welche das Beschwerdebild beeinflussen können (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86 [U 339/
06], E. 5.3; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 [U 380/04] E. 5.2.3 mit Hinweisen).
Solche sind vorliegend nicht ersichtlich, womit das Kriterium nicht erfüllt
ist.
4.2.3 Neu gefasst wurde in BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128 das Kriterium der
ärztlichen Behandlung. Nunmehr ist zu seiner Bejahung erforderlich, dass nach
dem Unfall fortgesetzt eine spezifische, die versicherte Person belastende
ärztliche Behandlung bis zum Fallabschluss notwendig war. Eine solche fand
vorliegend nicht statt. Mit der Vorinstanz erschöpften sich die
Therapiemassnahmen schon bald nach dem Unfall in einer Ergotherapie (maximal
zweimal wöchentlich ca. eine Stunde) und war damit für die Beschwerdeführerin
nicht besonders belastend (vgl. dazu auch RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 [U 380/04]
E. 5.2.4 mit Hinweisen).
4.2.4 Gemäss den Angaben der Versicherten gegenüber dem SUVA-Kreisarzt Dr. med.
O.________ während der Untersuchung vom 20. Oktober 2005 ist ihr Hauptproblem
die grosse Müdigkeit. Die Schmerzen im Nacken- und Rückenbereich habe sie
gelernt selber zu behandeln, die Kopfwehattacken seien seltener geworden.
Insgesamt erscheinen daher die geschilderten Beschwerden zwar als glaubhaft,
aber nicht als erheblich im Sinne der präzisierten Rechtsprechung; auch dieses
Kriterium ist somit zu verneinen.
4.2.5 In den Akten finden sich sodann keine Hinweise auf eine ärztliche
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätten.
4.2.6 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann der Heilungsverlauf
nicht als besonders schwierig bezeichnet werden. Es traten keine Komplikationen
auf. Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und aufgrund der geklagten
Beschwerden kann nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf geschlossen
werden (Urteil U 79/05 vom 10. Februar 2006, E. 4.2). Zur Bejahung dieses
Kriteriums braucht es besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt
haben (Urteil U 608/06 vom 25. Oktober 2007, E. 5.4.6). Solche Gründe liegen
hier nicht vor.
4.2.7 Was schliesslich das durch BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f. präzisierte
Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen
betrifft, gilt festzustellen, dass selbst wenn dies bejaht werden könnte, es
jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise gegeben ist.

4.3 Da mithin keines der massgeblichen Kriterien besonders ausgeprägt vorliegt
und selbst dann, wenn man zugunsten der Versicherten das Kriterium der
erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen als erfüllt
erachten würde, die Kriterien nicht in gehäufter oder auffallender Weise
gegeben sind, haben Vorinstanz und Verwaltung die Adäquanz eines allfälligen
Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis vom 17. Februar 2000 und den
über den 30. April 2006 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden zu Recht
verneint.

5.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und
dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 3. Juli 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung i.V. Hofer