Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.210/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_210/2008 /ber

Urteil vom 14. November 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Meyer,
Bundesrichterinnen Hohl, Jacquemoud-Rossari, Gerichtsschreiber von Roten.

Parteien
K.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Martin Kuhn,

gegen

B.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Doris Doggwiler,

Gegenstand
Ehescheidung, nachehelicher Unterhalt,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts
des Kantons Aargau, Zivilgericht, 1. Kammer, vom 4. März 2008.

Sachverhalt:

A.
K.________, Jahrgang 1962, und B.________, Jahrgang 1958, heirateten am xxxx
1985. Sie war als Primarschullehrerin berufstätig und bestritt den
Familienunterhalt, während er mit ihrer Unterstützung ab WS 1986/87 an der
Abteilung für Informatik der ETH Zürich studierte. Die Ehegatten wurden Eltern
von drei Söhnen, geboren in den Jahren 1992, 1994 und 1995. Die Ehefrau gab
nach der Geburt des ersten Kindes ihre Berufstätigkeit als Lehrerin auf. Ab
diesem Zeitpunkt besorgte sie den Haushalt der Familie und betreute die Kinder.
Der Ehemann war nach Beendigung seines Studiums als Informatiker berufstätig.
Die Ehegatten trennten sich am 1. Februar 2000. Ein halbes Jahr nach der
Trennung nahm die Ehefrau zusätzlich zur Haushaltführung und Kinderbetreuung
eine Teilzeitarbeit als Mundartlehrerin im Kindergarten an. Das Getrenntleben
musste gerichtlich geregelt werden. Der Ehemann lebt seit der Trennung mit
einer neuen Partnerin und deren zwei Kindern zusammen.

B.
Der Ehemann reichte am 1. Februar 2004 die Klage auf Scheidung ein, der sich
die Ehefrau nicht widersetzte. Über die Scheidung, die elterliche Sorge der
Ehefrau, den persönlichen Verkehr zwischen dem Ehemann und den drei Kindern
sowie über die Überweisung von Fr. 92'000.-- aus der beruflichen Vorsorge des
Ehemannes auf ein Freizügigkeitskonto der Ehefrau wurde am 26. September 2006
erstinstanzlich rechtskräftig entschieden. Auf Appellation beider Ehegatten hin
setzte das Obergericht des Kantons Aargau die gerichtsüblich indexierten
Unterhaltsbeiträge für die Kinder und die Ehefrau neu fest. Es verpflichtete
den Ehemann, an den Unterhalt der drei Kinder bis zu deren 16. Altersjahr
monatlich je Fr. 1'000.-- und anschliessend bis zu deren Mündigkeit monatlich
je Fr. 1'200.--, zuzüglich Kinderzulagen, zu bezahlen. Mit Bezug auf den
nachehelichen Unterhalt waren vorab die Dauer der Leistungspflicht sowie der
Beitrag an den Aufbau der Altersvorsorge streitig. Das Obergericht
verpflichtete den Ehemann zur Zahlung monatlicher Unterhaltsbeiträge ab
Rechtskraft des Scheidungsurteils wie folgt:
Fr. 2'800.00 bis und mit Juni 2010;
Fr. 3'500.00 von Juli 2010 bis und mit Juli 2011;
Fr. 1'902.00 von August 2011 bis und mit Dezember 2011;
Fr. 2'235.00 Januar 2012;
Fr. 2'451.00 von Februar 2012 bis und mit November 2013;
Fr. 1'723.00 von Dezember 2013 bis und mit Juli 2014.
Den Unterhaltsbeiträgen lagen monatliche Nettoeinkommen des Ehemannes von Fr.
9'290.--, inkl. Jahresbonus und zuzüglich Kinderzulagen, und der Ehefrau von
Fr. 1'270.-- (bis und mit Juli 2011), von Fr. 3'500.-- (bis und mit Juli 2014)
sowie von Fr. 8'500.-- (ab August 2014), je inkl. 13. Monatslohn, zugrunde. Die
Ehegatten besassen kein Vermögen (Urteil vom 4. März 2008).

C.
Dem Bundesgericht beantragt der Ehemann, die Unterhaltsbeiträge an die Ehefrau
auf monatlich Fr. 1'037.-- bis und mit November 2011 festzusetzen, basierend
auf einem Nettoeinkommen der Ehefrau von neu Fr. 3'500.-- (bis und mit November
2011) und Fr. 8'500.-- ab Dezember 2011. Für das bundesgerichtliche Verfahren
ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege. Seine weiteren Eingaben vom 18.
April 2008 und vom 4. August 2008 wurden der Ehefrau zur Kenntnisnahme
mitgeteilt. Die Ehefrau schliesst auf Abweisung der Beschwerde und ersucht
ihrerseits um unentgeltliche Rechtspflege. Das Obergericht hat die Akten
zugestellt, auf eine Vernehmlassung aber verzichtet.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen die Festsetzung - Dauer und Höhe -
des nachehelichen Unterhalts (Art. 125 ZGB) ist zulässig. Gemäss Art. 99 Abs. 1
BGG dürfen neue Tatsachen und Beweismittel nur soweit vorgebracht werden, als
erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Ausgeschlossen sind dabei
echte Noven, d.h. Tatsachen, die erst nach dem Entscheid der Vorinstanz
eingetreten sind (BGE 133 IV 342 E. 2 S. 343 f.; 134 IV 97 E. 5.1.3 S. 103), so
dass sämtliche von beiden Parteien neu eingereichten Beweisurkunden, die nach
dem angefochtenen Urteil erstellt wurden und danach eingetretene Tatsachen
betreffen, unzulässig sind. Abgesehen davon tun weder der Beschwerdeführer noch
die Beschwerdegegnerin dar, inwiefern die gesetzliche Voraussetzung für die
nachträgliche Einreichung ihrer Beweismittel erfüllt sein soll (BGE 133 III 393
E. 3 S. 395). Mit diesem Vorbehalt kann auf die Beschwerde eingetreten werden.
Weitere formelle Einzelfragen sind im Sachzusammenhang zu erörtern.

2.
Nachehelicher Unterhalt besteht gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB in einem
angemessenen Beitrag des einen Ehegatten an den anderen Ehegatten, dem nicht
zuzumuten ist, dass er für den ihm gebührenden Unterhalt unter Einschluss einer
angemessenen Altersvorsorge selbst aufkommt. Ausgangspunkt für den gebührenden
Unterhalt ist nach einer rund fünfzehn Jahre dauernden Ehe, aus der drei Kinder
hervorgegangen sind, die zuletzt gemeinsam gelebte Lebenshaltung der Ehegatten
(zuzüglich scheidungsbedingter Mehrkosten).

2.1 Das Obergericht hat die massgebende Lebenshaltung konkret berechnet und
unter Berücksichtigung der trennungsbedingten Mehrkosten die Obergrenze des
sog. Verbrauchsunterhalts festgelegt (E. 4 S. 12 ff.). Es hat einen
unterhaltswirksamen Scheidungsschaden wegen Verzichts der Beschwerdegegnerin
auf eine berufliche Karriere abgelehnt (E. 5 S. 15 f.), hingegen eine Lücke in
der künftigen Altersvorsorge der Beschwerdegegnerin festgestellt und als sog.
Vorsorgeunterhalt zahlenmässig bestimmt (E. 6 S. 16 ff.). Diesem gebührenden
Unterhalt unter Einschluss der Altersvorsorge hat das Obergericht das Einkommen
gegenübergestellt, das sich die Beschwerdegegnerin anrechnen lassen muss (E. 7
S. 18 ff.) und das der Beschwerdeführer tatsächlich erzielt (E. 8 S. 24). Unter
Berücksichtigung des Notbedarfs für den Beschwerdeführer (E. 9.1 S. 24 ff.) und
die Beschwerdegegnerin mit den drei Kindern (E. 9.2 S. 26 ff.) hat das
Obergericht festgelegt, welche Unterhaltsbeiträge den Kindern zustehen und
welchen Beitrag der Beschwerdeführer an die Beschwerdegegnerin bezahlen muss,
damit beide Parteien in gleicher Weise eine gleichwertige Lebenshaltung führen
können (E. 10 S. 30 ff. des angefochtenen Urteils).

2.2 Das Bundesgericht hat die Unterhaltsbemessung nicht von Amtes wegen frei zu
überprüfen, sondern lediglich im Rahmen der - formell ausreichend begründet -
geltend gemachten Rechtsverletzungen (vgl. BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104).
Beschwerdegegenstand ist vor Bundesgericht der Anspruch auf nachehelichen
Unterhalt, der in Art. 125 ZGB offen umschrieben wird. Das kantonale
Sachgericht verfügt diesbezüglich über einen weiten Ermessensspielraum (Art. 4
ZGB). Derartige Ermessensentscheide überprüft das Bundesgericht im
Beschwerdeverfahren zwar grundsätzlich frei. Es übt aber Zurückhaltung und
schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung
anerkannten Grundsätzen abgewichen ist, wenn sie Tatsachen berücksichtigt hat,
die für den Entscheid im Einzelfall keine Rolle hätten spielen dürfen, oder
wenn sie umgekehrt Umstände ausser Betracht gelassen hat, die zwingend hätten
beachtet werden müssen. Ausserdem greift das Bundesgericht in
Ermessensentscheide ein, falls sich diese als offensichtlich unbillig, als in
stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 127 III 136 E. 3a S. 141; 132 III 97
E. 1 S. 99).

2.3 Neben verschiedenen Bedarfspositionen (S. 7 ff. Ziff. 2 und S. 11 ff. Ziff.
4) rügt der Beschwerdeführer zur Hauptsache die Beurteilung der
Erwerbstätigkeit, die der Beschwerdegegnerin tatsächlich möglich und zumutbar
sein soll (S. 13 ff. Ziff. 5), und die Bemessung der Altersvorsorge (S. 9 ff.
Ziff. 3). Ausgehend von der grundsätzlich nicht beanstandeten Methode der
Rentenberechnung (S. 6 f. Ziff. 1) zeigt der Beschwerdeführer abschliessend die
Auswirkungen der beantragten Korrekturen auf den Unterhaltsbeitrag (S. 18 ff.
Ziff. 6) und das massgebende Nettoeinkommen der Beschwerdegegnerin (S. 21 Ziff.
7 der Beschwerdeschrift).

3.
Eigene Erwerbstätigkeit kann einem Ehegatten namentlich durch
Kinderbetreuungspflichten erschwert oder verunmöglicht werden. Der
Betreuungsaufwand und damit die zeitliche Verfügbarkeit des sorgeberechtigten
Elternteils hängt namentlich von der Zahl der Kinder und deren Alter ab. Die
Praxis hat dazu Richtlinien entwickelt, von denen das Obergericht ausgegangen
ist (E. 7.3 S. 20 ff. des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer wendet
ein, die Richtlinien seien überholt und unrichtig angewendet worden (S. 13 ff.
Ziff. 5 der Beschwerdeschrift). Mit Schreiben vom 18. April 2008 bekräftigt er
die ausgezeichneten Berufsaussichten und Möglichkeiten der Wiedereingliederung
der Beschwerdegegnerin in das Berufsleben. Die Beschwerdegegnerin betont ihre
Leistungsbereitschaft, die sie ohne Rechtspflicht bereits ab der Trennung
bewiesen habe. Sie gibt zu bedenken, dass sie während langer Jahre nicht mehr
im erlernten Beruf tätig gewesen sei und ihr deshalb die für Zusatzausbildung
und Einarbeitung notwendige Zeit eingeräumt werden müsse (S. 4 ff. zu Ziff. 5
der Beschwerdeantwort). Die Eigenversorgung der Beschwerdegegnerin ist damit
Hauptstreitpunkt vor Bundesgericht.

3.1 Unter Herrschaft des Scheidungsrechts von 1907/12 ist das Bundesgericht
davon ausgegangen, dass eine Rente mindestens für so lange zuzusprechen ist,
als die der Ehefrau zugeteilten Kinder eine umfassende Fürsorge und Pflege
benötigen, was bis zum 16. Altersjahr des jüngsten Kindes zutreffen dürfte,
sowie für die mutmassliche Dauer einer allfälligen beruflichen
Wiedereingliederung der Ehefrau (BGE 109 II 286 E. 5b S. 289). Die Aufnahme
einer gewissen Teilzeitarbeit kann dem betreuenden Elternteil an sich schon
zugemutet werden, wenn das jüngste Kind mit zehn Jahren dem Kleinkindalter
entwachsen ist (BGE 115 II 6 E. 3c S. 10). Diese Praxis hat das Bundesgericht
auch nach der ZGB-Revision von 1998/2000 fortgeschrieben (Urteile 5C.48/2001
vom 28. August 2001 E. 4b und 5C.100/2005 vom 22. Dezember 2005 E. 2.1, in:
Fampra.ch 2002 S. 148 und 2006 S. 431). Es handelt sich dabei um Richtlinien,
von denen im konkreten Einzelfall unter Würdigung sämtlicher Umstände
abgewichen werden darf (vgl. HAUSHEER/SPYCHER, Unterhalt nach neuem
Scheidungsrecht, Bern 2001, N. 05.57 S. 49 f.).

3.2 Der Beschwerdeführer hält die Praxis für wenig zeitgemäss, weil heute eine
weitgehende Fremdbetreuung der Kinder üblich sei und viele Mütter trotz der
Kinder erwerbstätig seien. Die oftmals von den finanziellen Gegebenheiten
diktierte Lebenswirklichkeit ändert nichts an der Tatsache, dass die
unmittelbare persönliche Betreuung und Pflege vor allem kleiner und im
obligatorischen Schulalter stehender Kinder deren Interessen dient und ein
wesentlicher Gesichtspunkt für die Zuteilung der elterlichen Sorge ist (BGE 115
II 206 E. 4a S. 209 und 317 E. 2 S. 319). An dieser rechtstatsächlichen
Erkenntnis aus der Familienpsychologie hat die ZGB-Revision von 1998/2000
nichts ändern können, so dass die bisherige Rechtsprechung weiterzuführen war
(Urteile 5C.238/2005 vom 2. November 2005 E. 2.1 und 5C.212/2005 vom 25. Januar
2006 E. 4.2, in: Fampra.ch 2006 S. 195 und S. 754 f.). Sie zu überdenken,
können die Vorbringen des Beschwerdeführers keinen Anlass geben. Eine
weitergehende Fremdbetreuung verursacht im Übrigen zusätzliche Kosten, über
deren Bezahlung sich die Ehegatten wiederum zu einigen haben. Es fällt auf,
dass der Beschwerdeführer eine erhöhte Erwerbstätigkeit der Beschwerdegegnerin
fordert, gleichzeitig aber Bedarfspositionen wie Mittagstisch,
Nachhilfeunterricht u.ä. anficht (vgl. E. 5 hiernach).

3.3 Im Einzelnen ergibt sich Folgendes:
3.3.1 Bei drei Kindern unter sechzehn Jahren findet neben der Kinderbetreuung
in der Regel kein Teilzeiterwerb mehr Platz (Urteil 5C.282/2002 vom 27. März
2003 E. 7, in: Fampra.ch 2003 S. 683). Bis zum sechzehnten Altersjahr des
ältesten der drei Söhne (Sommer 2008) kann deshalb von der Zumutbarkeit einer
teilzeitlichen Erwerbstätigkeit nicht ausgegangen werden. Die
Beschwerdegegnerin hat bereits ab der Trennung ein Teilpensum von gut 17 % als
Mundartlehrerin im Kindergarten erfüllt und damit mehr getan, als ihr über die
Haushaltführung und Kinderbetreuung hinaus zumutbar gewesen wäre.

3.3.2 Ab Sommer 2008 hat das Obergericht eine Ausdehnung der Erwerbstätigkeit
auf 30 % als zumutbar erachtet, stattdessen aber von der Beschwerdegegnerin
verlangt, dass sie neben der bisherigen Erwerbstätigkeit die für die Ausübung
des Primarschullehrerberufs erforderliche Zusatzausbildung in Englisch während
maximal sechs Semestern absolviere. Die dagegen erhobenen Einwände des
Beschwerdeführers belegen keine Rechtsverletzung. Die Beschwerdegegnerin ist
ausgebildete Primarschullehrerin und bereit, diesen Beruf künftig auch wieder
auszuüben, was das Obergericht auf Grund der Verdienstmöglichkeiten und der
Lage auf dem Arbeitsmarkt als sinnvoll bezeichnen durfte. Seit März 2004 steht
fest, dass im Kanton Zürich das Fach "Englisch" ab der Unterstufe der
Primarschule obligatorisch ist. Die Zusatzausbildung wird vom Kanton durch
Kostenbeteiligung gefördert und durfte als notwendig bezeichnet werden, auch
wenn sie heute angeblich keine Anstellungsbedingung im Lehrerberuf ist. Neben
der Familienarbeit ab 1992 konnte der Beschwerdegegnerin die Zusatzausbildung
nicht zugemutet werden, solange keiner der drei Söhne das sechzehnte Altersjahr
erreicht hatte. Ab Sommer 2008 hatte die Beschwerdegegnerin nur mehr die drei-
und vierzehnjährigen Buben zu betreuen, so dass das Obergericht ihr neben der
teilzeitlichen Erwerbstätigkeit die Zusatzausbildung und damit eine
ausserhäusliche Tätigkeit von insgesamt rund 30 % zumuten durfte (vgl. zum
Umfang zumutbarer Teilzeiterwerbstätigkeit nach Anzahl Kinder: SCHWENZER,
FamKomm Scheidung, Bern 2005, N. 59 zu Art. 125 ZGB, mit Hinweisen).
3.3.3 Nach Abschluss der Zusatzausbildung hat das Obergericht der
Beschwerdegegnerin ab August 2011 ein Pensum von 50 % als Primarschullehrerin
zugemutet und eine Zeit der Einarbeitung und Bewährung in dieser Arbeit von
weiteren drei Jahren bis Juli 2014 zugestanden. Die Dauer der beruflichen
Wiedereingliederung mag als grosszügig bemessen erscheinen. Es kann aber nicht
gesagt werden, das Obergericht habe dabei sein weites Ermessen überschritten.
Die Beschwerdegegnerin war ab der Geburt des ersten Sohnes im Juni 1992 nicht
mehr als Primarschullehrerin tätig. Der vollzeitliche Lehrerberuf an der
Primarschule kann nicht oder nur bedingt mit einem teilzeitlichen
Mundartunterricht im Kindergarten verglichen werden. Ab August 2011 wird die
Beschwerdegegnerin im Alter von dannzumal dreiundfünfzig Jahren nicht bloss die
Erwerbstätigkeit von gut 17 % auf 50 % ausdehnen, sondern gleichzeitig von
ihrer Lehrtätigkeit im Kindergarten an die Primarschule wechseln müssen.
Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers durfte deshalb eine zusätzliche
Phase der beruflichen Wiedereingliederung berücksichtigt werden und war nicht
schematisch auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem der jüngste Sohn das
sechzehnte Altersjahr vollendet haben wird (November 2011).

3.4 Schliesslich ist zu beachten, dass die Arbeitsmarktlage für
Primarschullehrer heute zwar gut ist, wie der Beschwerdeführer betont, die
Frage aber dahin lautet, ob die Beschwerdegegnerin im Jahr 2011 tatsächlich
eine Vollzeitstelle finden könnte. Es entspricht der gebotenen Vorsicht und
Zurückhaltung, dass das Obergericht zunächst von einem Einkommen aus
fünfzigprozentiger Erwerbstätigkeit ab 2011 ausgegangen ist, die im Jahr 2014
dann auf einhundert Prozent ausgedehnt werden soll (vgl. Urteil 5C.139/2005 vom
28. Juli 2005 E. 1.3, in: Fampra.ch 2005 S. 898).

3.5 Insgesamt kann die Beurteilung der Erwerbstätigkeit, die der
Beschwerdegegnerin tatsächlich möglich und zumutbar sein soll, nicht
beanstandet werden. Das monatliche Nettoeinkommen der Beschwerdegegnerin
beläuft sich damit auf Fr. 1'270.-- bis Juli 2011, auf Fr. 3'500.-- ab August
2011 bis Juli 2014 und auf Fr. 8'500.-- ab August 2014 (E. 7.4 S. 24 des
angefochtenen Urteils).

4.
Der gebührende Unterhalt im Sinne von Art. 125 Abs. 1 ZGB schliesst eine
angemessene Altersvorsorge ein. Zweiter Hauptstreitpunkt ist die Bemessung des
sog. Vorsorgeunterhalts.

4.1 Unter Herrschaft des Scheidungsrechts von 1907/12 hat das Bundesgericht
berücksichtigt, dass in den Fällen, in denen keine lebenslänglichen
nachehelichen Unterhaltsbeiträge in Frage kommen, der Aufbau einer angemessenen
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge ebenfalls zum Unterhaltsanspruch
gehört (vgl. Botschaft, BBl. 1996 I 1, S. 114 bei/in Anm. 352, mit Hinweisen).
Nach geltendem Recht wird durch die Teilung der Austrittsleistungen der
beruflichen Vorsorge und mit dem Splitting und den Betreuungsgutschriften im
Rahmen der AHV die Altersvorsorge für die Zeit bis zur Scheidung geregelt.
Bezüglich der Vergangenheit sollte - hier nicht zutreffende Sonderfälle
vorbehalten (vgl. BGE 129 III 257 E. 3 S. 260 ff.) - keine Lücke in der
Altersvorsorge mehr bestehen. Der sog. Vorsorgeunterhalt im Sinne von Art. 125
Abs. 1 ZGB betrifft den Ausgleich allfälliger künftiger nachehelicher
Einbussen, wenn ein Ehegatte wegen Kinderbetreuungspflichten in den Jahren nach
der Scheidung keiner oder - wie hier vorübergehend - nur einer beschränkten
Erwerbstätigkeit wird nachgehen und deshalb auch nicht die vollen Beiträge in
die eigene Altersvorsorge wird einbezahlen können (vgl. BGE 129 III 7 E. 3.1.2
S. 9; Urteile 5C.48/2001 vom 28. August 2001 E. 4b und 5C.308/2005 vom 12.
April 2006 E. 3.2, in: Fampra.ch 2002 S. 148 und 2006 S. 725).

4.2 Die Rechtsprechung hat sich bisher zu keiner konkreten Berechnungsmethode
äussern müssen und jeweilen auf Antrag des unterhaltspflichtigen Ehegatten
lediglich geprüft, ob der Einbezug eines regelmässig eher bescheidenen Betrags
in den Bedarf des nicht oder nur teilweise erwerbstätigen
unterhaltsberechtigten Ehegatten zu beanstanden sei. Nach einer ersten
Berechnungsart ist der Lebensunterhalt als Einkommensersatz zu betrachten und
in ein fiktives Bruttoeinkommen umzurechnen. Darauf sind die Arbeitgeber- und
Arbeitnehmerbeiträge zu berechnen, die zusammen, erweitert um eine allfällige
Steuerbelastung, den Vorsorgeunterhalt ergeben. Statt des Lebensunterhalts
verwendet eine andere Methode als Berechnungsgrundlage das hypothetische
Bruttoerwerbseinkommen, das der unterhaltsberechtigte Ehegatte nach der
Scheidung erzielen könnte, wenn die ehebedingten Nachteile nie bestanden hätten
und nach der Scheidung nicht weiter bestehen würden. Im Sinne einer dritten
Lösung wird vorgeschlagen, minimale AHV-Beiträge in den Bedarf bei einer
erwerbslosen berechtigten Partei einzubeziehen und nach Ermessen geschätzte
Beiträge an die berufliche Vorsorge einzurechnen (vgl. die Zusammenfassung bei
GLOOR/SPYCHER, Basler Kommentar, 2006, N. 4 Abs. 2 zu Art. 125 ZGB, mit Hinweis
vorab auf SCHWENZER, a.a.O., N. 9 zu Art. 125 ZGB, und FREIVOGEL, FamKomm
Scheidung, Bern 2005, Anhang Unterhaltsberechnungen, N. 23 ff. und N. 27a ff.;
HAUSHEER, Die privatrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts im Jahre 2007:
Familienrecht, ZBJV 144/2008 S. 553 ff., S. 578 ff.).

4.3 Ausgangspunkt des nachehelichen Unterhalts ist der Schaden, der dadurch
entsteht, dass die Versorgung der Ehegatten und der Kinder nicht mehr durch das
einträchtige Zusammenwirken von Mann und Frau im gemeinsamen Haushalt gesichert
ist (BGE 115 II 6 E. 3 S. 8/9). Daran hat die ZGB-Revision von 1998/2000 nichts
Grundsätzliches geändert (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 112 f.). Der gebührende
Unterhalt knüpft an die Lebensverhältnisse der Parteien an, und zwar bei sog.
lebensprägenden Ehen an den in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Standard
(zuzüglich scheidungsbedingter Mehrkosten), auf dessen Fortführung bei
genügenden Mitteln beide Teile Anspruch haben, der aber gleichzeitig auch die
Obergrenze des gebührenden Unterhalts bildet (BGE 134 III 145 E. 4 S. 146), bei
anderen Ehen (z.B. sog. Kurzehen) hingegen an die vorehelichen wirtschaftlichen
Verhältnisse (Urteil 5C.169/2006 vom 13. September 2006 E. 2.4, in: Fampra.ch
2007 S. 147). Unter diesem Blickwinkel erscheint es als folgerichtig, der
Bemessung der Altersvorsorge die für die Ehegatten massgebende Lebenshaltung
zugrunde zu legen. Gegen ein Abstellen auf ein hypothetisches
Bruttoerwerbseinkommen spricht denn auch, dass die Obergrenze des nachehelichen
Unterhalts nicht oder zu wenig beachtet wird, zumal je nach der Höhe des
angenommenen Bruttoerwerbseinkommens auf Kosten des unterhaltspflichtigen
Ehegatten eine Altersvorsorge geäufnet wird, die höher sein kann, als sie bei
weiterbestehender Ehe im Alter wäre. Es kommt hinzu, dass nach dieser Methode
wirtschaftliche Nachteile ausgeglichen werden sollen (vgl. FREIVOGEL, a.a.O.,
N. 27a a.E. ), die die Rechtsprechung nicht als ehebedingt anerkennt (z.B. den
Verzicht auf eine eigene berufliche Laufbahn: Urteil 5C.235/2001 vom 25.
November 2002 E. 3.1.2, in: Fampra.ch 2003 S. 391 f.; vgl. auch HAUSHEER/
SPYCHER, a.a.O., N. 05.02-.04 S. 24 f.).

4.4 Im Vordergrund steht daher, die Altersvorsorge auf Grund der für die
Ehegatten massgebenden Lebenshaltung zu bemessen, d.h. die Lebenshaltung, auf
deren Fortführung der unterhaltsberechtigte Ehegatte grundsätzlich Anspruch
hat, in ein fiktives Bruttoeinkommen umzurechnen und darauf die Arbeitgeber-
und Arbeitnehmerbeiträge zu berechnen, die zusammen, erweitert um eine
allfällige Steuerbelastung, den Vorsorgeunterhalt ergeben. Die Berechnungsart
gestattet es, die angemessene Altersvorsorge entweder direkt zu bestimmen oder
die dafür erforderlichen und bloss geschätzten Beträge auf ihre Angemessenheit
hin zu überprüfen. Für ihre Anwendung ist das konkrete Vorsorgeverhältnis
massgebend und zu berücksichtigen. Anders als bei der Teilung der in der
Vergangenheit während der Ehe erworbenen beruflichen Vorsorge (Art. 122 ZGB)
geht es bei der unterhaltsrechtlichen Altersvorsorge nicht um eine rein
rechnerische Aufgabe, sondern um die Beurteilung der künftigen, allenfalls nur
beschränkt vorhersehbaren Entwicklung der Lebensverhältnisse. Vereinfachungen
sind notwendig und zulässig. Es bleibt eine Ermessensfrage, die das Sachgericht
unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls nach Recht
und Billigkeit zu beantworten hat (vgl. E. 2.2 hiervor).

4.5 Das Obergericht ist nicht vom Standard ausgegangen, den die Ehegatten in
ihrer lebensprägenden Ehe zuletzt gemeinsam gelebt haben (zuzüglich
scheidungsbedingter Mehrkosten). Es hat die Altersvorsorge auf der Grundlage
eines Erwerbseinkommens von Fr. 8'500.-- berechnet (E. 6.3 S. 17 f.) statt auf
der Grundlage der massgeblichen Lebenshaltung zwischen Fr. 3'740.-- und Fr.
4'460.-- monatlich. Dass allein der betragsmässige Unterschied in der
Berechnungsgrundlage zu einer offensichtlich unbilligen Festlegung des
Vorsorgeunterhalts und damit des zuerkannten Unterhaltsbeitrags führt, bedarf
keiner weiteren Ausführungen. Die Einwände des Beschwerdeführers sind in diesem
Punkt begründet (S. 9 ff. Ziff. 3 der Beschwerdeschrift; vgl. zur Berechnung im
Einzelnen: E. 7 hiernach).

5.
Wie bereits vor Obergericht bestreitet der Beschwerdeführer verschiedene
Positionen im Bedarf der Beschwerdegegnerin mit den drei Kindern (S. 11 ff.
Ziff. 4 des Beschwerdeschrift). Er hat sich dazu mit Schreiben vom 4. August
2008 ergänzend vernehmen lassen. Die Beschwerdegegnerin behauptet und belegt
vor Bundesgericht zusätzliche Kosten (S. 3 f. zu Ziff. 4 der
Beschwerdeantwort).

5.1 Das Obergericht hat Kosten von Fr. 176.-- für den Mittagstisch
berücksichtigt, der von den beiden älteren Kindern einmal und vom jüngsten Sohn
zweimal wöchentlich beansprucht wird (E. 9.2.1.3 S. 27 des angefochtenen
Urteils). Der Beschwerdeführer wendet ein, der Mittagstisch dürfe nur bis zum
sechzehnten Altersjahr besucht werden. Entsprechende Feststellungen und Belege
fehlen indessen. Das Obergericht hat die Mittagstischkosten jeweilen ab
Mündigkeit des einzelnen Kindes anteilsmässig aus dem Bedarf gestrichen.
Letztlich kann dahingestellt bleiben, ob der Mittagstisch nur Kindern bis zum
sechzehnten Altersjahr offen steht. Weil von der sorgeberechtigten
Beschwerdegegnerin erwartet wird, dass sie ihre nach der Trennung aufgenommene
Erwerbstätigkeit von 17 % beibehält, obschon sie ihr bis 2008 an sich nicht
zumutbar wäre, und weil die Beschwerdegegnerin ab 2008 bis 2014 ihr
Arbeitspensum stufenweise erhöhen wird (E. 3 hiervor), erscheint es nicht als
rechtswidrig, die Kosten für auswärtiges Essen der Kinder an einzelnen
Wochentagen als Berufsauslagen im Bedarf der Beschwerdegegnerin einzurechnen.
Ob nun die Kinder den offenbar behördlich angebotenen Mittagstisch besuchen
oder sonstwie auswärts verpflegen, spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass
sie irgendwo ausreichend essen dürfen, wenn die sorgeberechtigte
Beschwerdegegnerin arbeitsbedingt keine Mahlzeit anbieten kann. Eine
Ungleichbehandlung besteht nicht, zumal auch im Notbedarf des Beschwerdeführers
Kosten der auswärtigen Verpflegung enthalten sind (E. 9.1.3 S. 26 des
angefochtenen Urteils).

5.2 Das Obergericht hat Kosten für den Nachhilfeunterricht von Fr. 499.-- für
die - offenbar nur die beiden älteren - Kinder bis zu deren Mündigkeit
berücksichtigt (E. 9.2.1.2 S. 26 f.), und zwar im Bedarf der Kinder und nicht
in demjenigen der Beschwerdegegnerin allein (E. 10.2 S. 31 f. des angefochtenen
Urteils). Die Rüge, der Grundsatz der Gleichbehandlung beider Ehegatten sei
verletzt, entbehrt damit der tatsächlichen Grundlage. Mit seinen weiteren
Vorbringen, Verwandte in der Nachbarschaft könnten diese Hilfeleistung
unentgeltlich erbringen, geht der Beschwerdeführer über die verbindlichen
Feststellungen hinaus, ohne ausnahmsweise zulässige Sachverhaltsrügen zu
begründen und zu belegen (Art. 97 Abs. 1 BGG) und ohne sich mit der
obergerichtlichen Begründung zu den Kosten für den Nachhilfeunterricht näher
auseinander zu setzen.

5.3 Das Obergericht hat Wohnkosten der Beschwerdegegnerin mit den Kindern von
Fr. 1'500.-- bis Ende September 2008 und von Fr. 2'000.-- bis Ende November
2013 berücksichtigt. Ab Dezember 2013 ist es von Wohnkosten für die
Beschwerdegegnerin allein von Fr. 1'100.-- ausgegangen (E. 9.2.2.1 S. 27 f. des
angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer bestreitet die Notwendigkeit und
Berechtigung des Wohnortswechsels und der damit verbundenen Erhöhung der
Wohnkosten um Fr. 500.-- ab Oktober 2008. Er verlangt vom Bundesgericht, hiezu
Beweis abzunehmen. Für die Zeit des gemeinsamen Haushaltes hätten die
Wohnkosten für die damals fünfköpfige Familie lediglich Fr. 1'496.-- betragen.
Die Wohnkosten vor über acht Jahren einer Familie mit drei Kindern im
Kleinkind- oder Vorschulalter können nicht massgebend sein für die Beurteilung
der Wohnkosten einer alleinerziehenden, zur Aufnahme einer beruflichen
Tätigkeit gezwungenen Mutter mit drei Söhnen im Alter von dreizehn, vierzehn
und sechzehn Jahren. Richtig ist an der Überlegung des Beschwerdeführers, dass
die Wohnkosten angemessen und in einem ausgewogenen Verhältnis zu den
berechtigten Wohnbedürfnissen stehen sollen. Werden die Wohnkosten des
Beschwerdeführers mit seiner Lebenspartnerin und deren beiden Kindern von Fr.
2'600.-- bzw. für ihn allein von Fr. 1'200.-- berücksichtigt (E. 6.2 hiernach),
liegt weder eine Ungleichbehandlung noch sonst eine Rechtsverletzung darin,
dass das Obergericht der Beschwerdegegnerin mit ihren drei Kindern Wohnkosten
von zunächst Fr. 1'500.-- und ab Oktober 2008 bis November 2013 von Fr.
2'000.-- monatlich zugestanden hat. Die im Bedarf eingesetzten Wohnkosten
können in rechtlicher Hinsicht nicht beanstandet werden, so dass sich weitere
Erörterungen in tatsächlicher Hinsicht erübrigen. In Anbetracht des bis Ende
September 2008 befristeten Mietvertrags der Beschwerdegegnerin (Beilage 1 der
von der Beschwerdegegnerin an der Verhandlung vom 7. September 2006
eingereichten Unterlagen) hätte der Beschwerdeführer Grund und Gelegenheit
gehabt, seine Beweisanträge zu den Wohnkosten ab Oktober 2008 bereits im
kantonalen Verfahren zu stellen. Dazu ist es heute zu spät.

5.4 Die von der Beschwerdegegnerin zusätzlich geltend gemachten
Bedarfspositionen können nicht berücksichtigt werden. Dass der zweitjüngste
Sohn nun ebenfalls eine Zahnspange benötigt, hat das Obergericht vorhergesehen
und deshalb für die beiden jüngeren Kinder die Prämien der Zusatzversicherung
im Bedarf eingerechnet, die die Kosten von Zahnbehandlungen und
Zahnstellungskorrekturen im hier behaupteten Umfang decken sollte (vgl. E.
9.2.2.3 S. 28 f. des angefochtenen Urteils). Dass der älteste Sohn neu an
Zöliakie leidet, hat das Obergericht nicht vorhergesehen und kann im
Beschwerdeverfahren nicht mehr berücksichtigt werden (E. 1 hiervor). Für
allfällige Mehrkosten in diesem Zusammenhang muss die Beschwerdegegnerin auf
Art. 286 Abs. 3 ZGB verwiesen werden, wonach die Eltern bei nicht
vorhergesehenen ausserordentlichen Bedürfnissen des Kindes zur Leistung eines
besonderen Beitrags gerichtlich verpflichtet werden können (Urteile 5C.180/2002
vom 20. Dezember 2002 E. 6 und 5C.240/2002 vom 31. März 2003 E. 5, in:
Fampra.ch 2003 S. 432 und S. 731).

5.5 Die Rügen beider Parteien erweisen sich insgesamt als unbegründet. Es ist
damit von den obergerichtlich festgelegten Bedarfszahlen auszugehen (E. 9.2 S.
26 ff. des angefochtenen Urteils).

6.
Der Beschwerdeführer wendet sich schliesslich auch gegen die Beurteilung seines
Bedarfs. Das Obergericht ist von einem monatlichen Einkommen des
Beschwerdeführers von Fr. 9'290.-- (zuzüglich Kinderzulagen) ausgegangen (E. 8
S. 24) und hat das um die laufende Steuerlast erweiterte und mit einem Zuschlag
auf den Grundbetrag erhöhte Existenzminimum auf Fr. 3'062.20 festgelegt (E. 9.1
S. 24 ff. des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer verlangt eine
angemessene Erhöhung seines Bedarfs und ficht einzelne Bedarfspositionen an (S.
7 ff. Ziff. 2 der Beschwerdeschrift).

6.1 Der Beschwerdeführer bemängelt, sein Bedarf sei im Verhältnis zu demjenigen
seiner drei Kinder zu tief angesetzt. Wenn schon seine Kinder am gehobenen
Lebensstandard zu beteiligen seien, sei auch sein Bedarf angemessen um Fr.
840.-- auf monatlich Fr. 3'902.-- zu erhöhen. Den relativ hohen Barbedarf der
Kinder hat das Obergericht indessen nicht mit der Verbesserung der
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers, an der die Kinder teilhaben sollen
(E. 4.3.2 S. 15), sondern mit einzeln aufgezählten zusätzlichen
Aufwandpositionen (E. 9.2.1 S. 26 f.) und insbesondere auch mit
überdurchschnittlichen Wohnkosten begründet (E. 10.3.2 S. 34 des angefochtenen
Urteils). Der Beschwerdeführer ficht diese bedarfserhöhenden Faktoren erfolglos
an (E. 5 hiervor), so dass der verlangten Erhöhung seines Bedarfs im angeblich
richtigen Verhältnis zu demjenigen seiner Kinder die tatsächliche Grundlage
fehlt.

6.2 Der Beschwerdeführer beanstandet ferner die für den Arbeitsweg und für die
Wohnungsmiete berücksichtigten Kosten. Mit Bezug auf die Arbeitswegkosten
erhebt er die praktisch wörtlich gleiche Rüge wie vor Obergericht und genügt
damit den formellen Anforderungen an die Beschwerdebegründung nicht. Mit der
obergerichtlichen Erwägung, warum nur Fr. 135.-- statt der geltend gemachten
Fr. 500.-- angemessen seien (E. 9.1.1 S. 24 f. des angefochtenen Urteils),
setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander (BGE 134 II 244 E. 2.3 S. 246
f.). Die angefochtenen Wohnkosten betragen für den Beschwerdeführer, seine
Lebenspartnerin und deren zwei Kinder monatlich Fr. 2'600.--. Nach Abzug der
auf die Kinder entfallenden Anteile (je Fr. 225.--) betragen die hälftigen
Wohnkosten, die der Beschwerdeführer zu tragen hat, Fr. 1'075.-- monatlich.
Unter Berücksichtigung der Mobiliarmitbenützung hat das Obergericht in den
Notbedarf Fr. 1'200.-- eingesetzt (E. 9.1.2 S. 25 des angefochtenen Urteils).
Eine Rechtsverletzung ist unter diesen Umständen weder ersichtlich noch
dargetan. Die angebliche Vereinbarung zwischen den Lebenspartnern, wonach sich
der Beschwerdeführer mit Fr. 1'500.-- an den Wohnkosten beteilige, brauchen
sich die Beschwerdegegnerin und die Kinder nicht entgegenhalten zu lassen (vgl.
Urteil 5C.112/2005 vom 4. August 2005 E. 3.1.4, in: Fampra.ch 2006 S. 153).

6.3 Aus den dargelegten Gründen ist für den Beschwerdeführer von einem
Einkommen von Fr. 9'290.-- (zuzüglich Kinderzulagen) bei einem Bedarf von Fr.
3'062.20 monatlich auszugehen.

7.
Der Beschwerdeführer verlangt, den Vorsorgeunterhalt und den geschuldeten
Unterhaltsbeitrag gestützt auf die tatsächlichen Feststellungen des
Obergerichts neu zu berechnen unter Berücksichtigung seiner - unbegründeten (E.
3, 5 und 6 hiervor) - Einwände gegen die Eigenversorgung der Beschwerdegegnerin
und gegen die Beurteilung des jeweiligen Bedarfs der Ehegatten. Auf Grund der
obergerichtlichen Feststellungen ergibt sich Folgendes:

7.1 Das Obergericht hat zuerst den Vorsorgeunterhalt errechnet (E. 6.3 S. 17
f.) und dann den gebührenden Unterhalt einschliesslich Vorsorgeunterhalt
festgestellt (E. 10.3.3.2 S. 35 ff. des angefochtenen Urteils). Die für die
Beschwerdegegnerin massgebende Lebenshaltung setzt sich zusammen aus dem
Grundbetrag, den tatsächlichen Wohnkosten und Krankenkassenprämien, dem Aufwand
für gesundheitlich bedingtes Krafttraining, den Berufsauslagen wie Arbeitsweg
und Mittagstisch der Kinder, den künftig anfallenden Steuern sowie dem Anteil
am letzten ehelichen Lebensstandard. Schwankungen ergeben sich zur Hauptsache
aus den höheren Wohnkosten ab Oktober 2008, den im Zeitablauf wegfallenden
Wohnkostenanteilen der Kinder und schliesslich den der Beschwerdegegnerin
allein anrechenbaren Wohnkosten ab Dezember 2013 (vgl. E. 5.3 hiervor). Es
ergibt sich folgende Lebenshaltung (im Durchschnitt bzw. gerundet), der der
Eigenverdienst der Beschwerdegegnerin (E. 3.5 hiervor) gegenüberzustellen ist:
Zeitraum Lebenshaltung Eigenverdienst
bis 09.2008 3'750.-- 1'270.--

10.2008 - 06.2010 4'130.-- 1'270.--

07.2010 - 07.2011 4'350.-- 1'270.--

08.2011 - 01.2012 4'250.-- 3'500.--

02.2012 - 11.2013 4'460.-- 3'500.--

12.2013 - 07.2014 3'730.-- 3'500.--

7.2 Zur Berechnung des Vorsorgeunterhalts ist vom Bruttoeinkommen auszugehen
(E. 4.4 hiervor). Das Obergericht hat angenommen, dass Arbeitnehmer rund 13 %
des Bruttoeinkommens für Beiträge an die verschiedenen Versicherungs- und
Vorsorgewerke verwenden. Das Nettoeinkommen entspricht damit 87 % des
Bruttoeinkommens. [Bruttoeinkommen = Nettoeinkommen : 87 % x 100 %]
Zeitraum Lebenshaltung Eigenverdienst
("brutto") ("brutto")
bis 09.2008 4'310.-- 1'460.--

10.2008 - 06.2010 4'750.-- 1'460.--

07.2010 - 07.2011 5'000.-- 1'460.--

08.2011 - 01.2012 4'890.-- 4'020.--

02.2012 - 11.2013 5'130.-- 4'020.--

12.2013 - 07.2014 4'290.-- 4'020.--

7.3 Im Bereich der AHV berechnet sich der Vorsorgeunterhalt aus den
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen von rund 10 % auf dem Bruttoeinkommen.
Dabei ist zu beachten, dass auf dem tatsächlichen Eigenverdienst der
Beschwerdegegnerin die AHV-Beiträge entrichtet
werden, die in der Berechnung des Vorsorgeunterhalts deshalb wegzulassen sind.
[AHV-Vorsorgeunterhalt = Lebenshaltung (brutto) ./. Eigenverdienst (brutto) :
100% x 10%.]
Zeitraum Lebenshaltung Eigenverdienst AHV-Vorsorge
("brutto") ("brutto") ("10 %")
bis 09.2008 4'310.-- 1'460.-- 285.--

10.2008 - 06.2010 4'750.-- 1'460.-- 329.--

07.2010 - 07.2011 5'000.-- 1'460.-- 354.--

08.2011 - 01.2012 4'890.-- 4'020.-- 87.--

02.2012 - 11.2013 5'130.-- 4'020.-- 111.--

12.2013 - 07.2014 4'290.-- 4'020.-- 27.--
Die Erziehungsgutschriften, die der Beschwerdegegnerin als Sorgerechtsinhaberin
bis zum sechzehnten Altersjahr der Kinder zustehen (vgl. Art. 29sexies des
Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, AHVG, SR
831.10), können hier - mit Blick auf die Anträge der Parteien (E. 7.5) -
unberücksichtigt bleiben.

7.4 Im Bereich des BVG berechnet sich der Vorsorgeunterhalt aus den
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen auf dem koordinierten Lohn (Art. 8 des
Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenvorsorge, BVG, SR 831.40), d.h. auf dem jährlichen Bruttoeinkommen
abzüglich des Koordinationsbetrags von Fr. 23'205.-- geteilt durch zwölf
Monate. Nach den unangefochtenen Annahmen des Obergerichts betragen die
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge hier 16 %. Was den Eigenverdienst der
Beschwerdegegnerin angeht, werden darauf in der ersten Phase keine BVG-Beiträge
berechnet, weil das Bruttojahreseinkommen (Fr. 1'460.-- x 12 Mt. = Fr.
17'520.--) den gesetzlichen Mindestlohn (Art. 7 BVG: 19'890 Franken) nicht
übersteigt. Hingegen ist zu beachten, dass auf dem Eigenverdienst in der
zweiten Phase die BVG-Beiträge entrichtet werden, die in der Berechnung deshalb
wegzulassen sind. [BVG-Vorsorgeunterhalt = Lebenshaltung (brutto/koordiniert) .
/. Eigenverdienst (brutto/koordiniert) : 100 % x 16 %]
Zeitraum Lebenshaltung Eigenverdienst BVG-Vorsorge
("brutto"/"koordiniert") ("brutto"/"koord.") ("16 %")
bis 09.2008 2'380.-- ---------- 381.--

10.2008 - 06.2010 2'820.-- ---------- 451.--

07.2010 - 07.2011 3'070.-- ---------- 491.--

08.2011 - 01.2012 2'960.-- 2'090.-- 139.--

02.2012 - 11.2013 3'200.-- 2'090.-- 178.--

12.2013 - 07.2014 2'360.-- 2'090.-- 43.--

7.5 Der Unterhaltsbeitrag entspricht damit rein rechnerisch der massgebenden
Lebenshaltung zuzüglich Altersvorsorge (AHV- und BVG- Vorsorge) abzüglich
Eigenverdienst.
Zeitraum Lebenshaltung AHV BVG Eigenverdienst Beitrag
bis 09.2008 3'750.-- 285.-- 381.-- 1'270.-- 3'146.--

10.2008 - 06.2010 4'130.-- 329.-- 451.-- 1'270.-- 3'640.--

07.2010 - 07.2011 4'350.-- 354.-- 491.-- 1'270.-- 3'925.--

08.2011 - 01.2012 4'250.-- 87.-- 139.-- 3'500.-- 976.--

02.2012 - 11.2013 4'460.-- 111.-- 178.-- 3'500.-- 1'249.--

12.2013 - 07.2014 3'730.-- 27.-- 43.-- 3'500.-- 300.--
Für die Bemessung des Unterhaltsbeitrags gilt es Folgendes zu beachten:
7.5.1 Vor Obergericht hat die Beschwerdegegnerin einen monatlichen
Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'800.-- bis Juni 2010 und von Fr. 3'500.-- von Juli
2010 bis Juli 2017 verlangt. Das Obergericht ist davon ausgegangen, es sei an
das Begehren gebunden, weil das Gericht gemäss § 75 Abs. 2 ZPO/AG einer Partei
weder mehr noch anderes zusprechen darf, als sie selbst verlangt (E. 10.3.3.1
S. 35 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdegegnerin beantragt dem
Bundesgericht lediglich die Abweisung der Beschwerde und äussert sich auch in
ihrer Beschwerdeantwort nicht zur Bindung des Gerichts an ihre Anträge. Darauf
ist unter diesen Umständen nicht einzugehen (vgl. E. 2.2 hiervor). Es kann
deshalb dahingestellt bleiben, ob das Gericht an die Begehren mit den
einzelnen, nach Zeitabschnitten in unterschiedlicher Höhe bezifferten
Unterhaltsbeträgen gebunden ist oder an einen entsprechenden Gesamtbetrag für
die ganze Dauer der begehrten Unterhaltsverpflichtung. Die geschuldeten
Unterhaltsbeiträge belaufen sich damit auf monatlich Fr. 2'800.-- bis Juni 2010
und Fr. 3'500.-- von Juli 2010 bis Juli 2011, obwohl sie rein rechnerisch höher
wären.
7.5.2 Ab August 2011 beträgt der Unterhaltsbeitrag Fr. 976.-- monatlich. Der
Beschwerdeführer beantragt dem Bundesgericht, die Unterhaltsbeiträge bis und
mit November 2011 auf Fr. 1'037.-- monatlich festzulegen (vgl. Art. 107 Abs. 1
BGG) . Auf Grund seiner Beschwerdebegründung und seiner bisherigen Vorbringen
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer einen monatlichen
Unterhaltsbedarf der Beschwerdegegnerin in bezifferter Höhe anerkennt und zu
zahlen bereit ist (vgl. zur Auslegung von Beschwerdebegehren: BGE 133 II 409 E.
1.4 S. 414 f.; 134 V 208 E. 1 S. 210). Antragsgemäss ist der Unterhaltsbeitrag
deshalb von August 2011 bis und mit November 2011 auf Fr. 1'037.--
festzusetzen.
7.5.3 Die zeitlich anschliessenden Beträge entsprechen gerundet Fr. 975.-- von
Dezember 2011 bis und mit Januar 2012, Fr. 1'250.-- von Februar 2012 bis und
mit November 2013 und Fr. 300.-- von Dezember 2013 bis und mit Juli 2014. Mit
seinem Einkommen (E. 6 hiervor) vermag der Beschwerdeführer den nachehelichen
Unterhalt neben den Kinderunterhaltsbeiträgen zu decken. Gegenteiliges ist
weder dargetan noch ersichtlich.

8.
Der Beschwerdeführer unterliegt mit Bezug auf den nachehelichen Unterhalt bis
Juli 2011, obsiegt hingegen überwiegend, was den nachehelichen Unterhalt ab
August 2011 betrifft. Es rechtfertigt sich deshalb die Gerichtskosten zu teilen
und die Parteientschädigungen wettzuschlagen (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1
und 2 BGG). Soweit sie nicht gegenstandslos geworden sind, können die Gesuche
beider Parteien um unentgeltliche Rechtspflege gutgeheissen werden. Die
Voraussetzungen dazu sind erfüllt (Art. 64 BGG). Mit Blick auf die Annahmen
über ihre künftigen finanziellen Verhältnisse werden die Parteien darauf
hingewiesen, dass sie der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben, wenn sie
später dazu in der Lage sind (Art. 64 Abs. 4 BGG). Über die Kosten und
Entschädigungen des kantonalen Verfahrens wird das Obergericht neu zu befinden
haben (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Dispositiv-Ziffern 1.5, 2
und 3 des Urteils des Obergerichts des Kantons Aargau vom 4. März 2008 werden
aufgehoben. Dispositiv-Ziffer 1 des obergerichtlichen Urteils wird in Ziffer 5
geändert wie folgt:

5.
Der Gesuchsteller wird gestützt auf Art. 125 f. ZGB verpflichtet, der
Gesuchstellerin ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monatlich vorschüssig
nacheheliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen:

Fr. 2'800.00 bis und mit Juni 2010;
Fr. 3'500.00 von Juli 2010 bis und mit Juli 2011;
Fr. 1'037.00 von August 2011 bis und mit November 2011;
Fr. 975.00 von Dezember 2011 bis und mit Januar 2012;
Fr. 1'250.00 von Februar 2012 bis und mit November 2013;
Fr. 300.00 von Dezember 2013 bis und mit Juli 2014.

2.
Beiden Parteien wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt, soweit ihre
Gesuche nicht gegenstandslos geworden sind.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden den Parteien je zur Hälfte
auferlegt, im Gesamtbetrag indes vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.

4.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5.
5.1 Rechtsanwalt Martin Kuhn wird als unentgeltlicher Anwalt des
Beschwerdeführers bestellt, und es wird ihm für das bundesgerichtliche
Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 3'000.--
ausgerichtet.

5.2 Rechtsanwältin Doris Doggwiler wird als unentgeltliche Anwältin der
Beschwerdegegnerin bestellt, und es wird ihr für das bundesgerichtliche
Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 2'000.--
ausgerichtet.

6.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten des vorangegangenen Verfahrens an
das Obergericht zurückgewiesen.

7.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Zivilgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. November 2008

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli von Roten