Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.243/2008
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_243/2008/bnm

Urteil vom 18. April 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Stadt Zürich, Stadtärztlicher Dienst,
Walchestrasse 31, 8035 Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II.
Zivilkammer, vom 17. März 2008.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerdeführerin wurde am 25. Januar 2008 im Rahmen einer fürsorgerischen
Freiheitsentziehung in das Pflegezentrum A.________ überwiesen. Mit
Rückbehaltungsentscheid vom 8. Februar 2008 lehnte die ärztliche Leitung des
Zentrums ein Entlassungsgesuch der Beschwerdeführerin ab. Mit Urteil vom 19.
Februar 2008 wies der Einzelrichter in Zivilsachen des Bezirks Zürich das
Begehren der Beschwerdeführerin um Entlassung ab. Einer dagegen erhobenen
Berufung gab das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 17. März 2008
nicht statt. Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beschwerdeführerin
sinngemäss, den obergerichtlichen Beschluss aufzuheben und sie aus dem Zentrum
zu entlassen.

2.
Nach den tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts leidet die
Beschwerdeführerin an einer wahnhaften Störung mit starker Depression bei
anhaltender somatoformer Schmerzstörung und latenter Suizidalität sowie an
einem beidseitigen cervio-spondylogenem Schmerzsyndrom und damit an einer
Geisteskrankheit im Sinn von Art. 397a Abs. 1 ZGB. Eine ambulante Behandlung
der sehr stark manifestierten wahnhaften Störung sei - so das Obergericht -
nicht mehr möglich, weil die Beschwerdeführerin die Einnahme von Neuroleptika
derzeit vollständig verweigere und zu Hause wieder in die alten Muster zu
verfallen drohe, so dass eine sehr grosse Eigengefährdung bestehe. Einerseits
liege dies in den immer wieder aufkommenden suizidalen Gedanken, anderseits
darin, dass der Beschwerdeführerin ausserhalb der Klinik oder eines
Pflegezentrums die notwendige und krankheitsadäquate Pflege nicht angeboten
werden könne, zumal insbesondere auch die Ernährung nicht sichergestellt wäre.
Bei einer Entlassung drohe die Gefahr, dass die Beschwerdeführerin nur noch im
Bett liegen bleibe und sich nicht mehr ernähre. Ferner wäre auch die
unmittelbare Körperhygiene (wahrscheinlich) nicht gewährleistet. Zudem bestehe
die zunehmende Gefahr, dass die Beschwerdeführerin weitere Schritte in Richtung
einer Suizidplanung unternehmen bzw. den Suizid durchführe werde. Laut dem
Obergericht sind die beiden Söhne der Beschwerdeführerin nicht in der Lage, für
die Betreuung ihrer Mutter aufzukommen.

3.
Die Beschwerdeführerin verlangt zwar sinngemäss ihre Entlassung ("Jeder weitere
Tag meines Aufenthaltes im Pflegezentrum A.________ nähert mich dem Tode..."),
setzt sich aber mit der Begründung des angefochtenen Entscheides überhaupt
nicht auseinander, sondern beklagt sich darüber, dass ihr keinerlei Hilfe in
Bezug auf ihren Körper angeboten werde, und verlangt, dass ihre Muskulatur
sowie ihr Bewegungsapparat durch einen Medizinexperten untersucht werden. Die
Eingabe entspricht somit den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG in keiner
Weise. Sie ist daher offensichtlich unzulässig, weshalb auf sie im
vereinfachten Verfahren durch den Präsidenten der Abteilung nicht einzutreten
ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 133 IV 287 1.4).

4.
Im Übrigen lassen die festgestellten tatsächlichen Umstände die fürsorgerische
Freiheitsentziehung als mit Art. 397a Abs. 1 ZGB vereinbar erscheinen.

5.
Es werden keine Kosten erhoben.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II.
Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 18. April 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Zbinden