Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.252/2008
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_252/2008/don

Verfügung vom 9. Mai 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Roger Burges,

gegen

Obergericht des Kantons Bern (Kantonale Rekurskommission für fürsorgerische
Freiheitsentziehungen).

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 1. April 2008 des
Obergerichts des Kantons Bern.

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG (Postaufgabe: 21. April 2008) samt Gesuch
um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Verbeiständung) gegen das
Urteil vom 1. April 2008 des Obergerichts des Kantons Bern, das einen Rekurs
der Beschwerdeführerin gegen ihre am 25. März 2008 gestützt auf Art. 397a ZGB
angeordnete Einweisung in die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern im
Sinne der Erwägungen abgewiesen hat,
in die Vernehmlassung des Obergerichts, das auf Gegenstandsloserklärung des
Entlassungsbegehrens wegen der am 28. April 2008 erfolgten Entlassung der
Beschwerdeführerin aus der Klink und im Übrigen auf Beschwerdeabweisung
schliesst,
in die Eingabe der Beschwerdeführerin, die beantragt, das wegen der Entlassung
der Beschwerdeführerin gegenstandslos gewordene Verfahren abzuschreiben, von
der Kostenerhebung abzusehen und ihr die unentgeltliche Rechtspflege sowie
Rechtsverbeiständung zu gewähren,

in Erwägung,
dass die im angefochtenen Urteil bestätigte fürsorgerische Freiheitsentziehung
durch die Entlassung der Beschwerdeführerin am 28. April 2008 beendet worden
ist,
dass daher die gegen dieses Urteil gerichtete Beschwerde nach Art. 72ff. BGG
gegenstandslos geworden und das Verfahren in Anwendung von Art. 71 BGG i.V.m.
Art. 72 BZP abzuschreiben ist,
dass für das bundesgerichtliche Verfahren keine Gerichtsgebühr erhoben wird,
dass die Parteikosten nach Massgabe des mutmasslichen Prozessausgangs zu
verlegen sind (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP),
dass die Beschwerde bei urteilsmässiger Verfahrenserledigung hätte gutgeheissen
werden müssen, weil die auf Grund eines Gutachtens vom 5. September 2006
erfolgte Klinikeinweisung der Beschwerdeführerin mangels Feststellung einer
konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung nicht als bundesrechtskonform erscheint,
dass demzufolge der Staat Bern die Beschwerdeführerin für das
bundesgerichtliche Verfahren zu entschädigen hat,
dass damit das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich
Verbeiständung) gegenstandslos wird,
dass die Verfahrensabschreibung in die Zuständigkeit des Abteilungspräsidenten
fällt (Art. 32 Abs. 2 BGG),

verfügt der Präsident:

1.
Das Verfahren 5A_252/2008 wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2.
Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben.

3.
Der Staat Bern hat die Beschwerdeführerin für das bundesgerichtliche Verfahren
mit Fr. 1'000.-- zu entschädigen.

4.
Diese Verfügung wird der Beschwerdeführerin und dem Obergericht des Kantons
Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 9. Mai 2008
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann