Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.341/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_341/2008/bnm

Urteil vom 23. Dezember 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Marazzi,
Gerichtsschreiber Zbinden.

1. Parteien
X.________,
2. Y.________,
Beschwerdeführer,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Paul Hollenstein,

gegen

Z.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Christian Michel,

Gegenstand
Besuchsrecht,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz,
Kammer III, vom 17. April 2008.

Sachverhalt:

A.
A.a
X.________, geboren xxxx 1998, ist der Sohn der Y.________ und des Z.________.
Das Kind lebt bei seiner sorgeberechtigten Mutter. Umstritten ist das
Besuchsrecht des Vaters.
A.b Nach langwierigen und umständlichen Administrativverfahren, die alle ihren
Ursprung in der Opposition des Kindes und der Mutter gegen ein Besuchsrecht des
Vaters hatten, bestätigte die Vormundschaftsbehörde A.________ am 3. September
2007, die früheren Beschlüsse teilweise bestätigend und präzisierend, das
angeordnete begleitete Besuchsrecht am 1. und 3. Sonntag im Monat von 13.30 Uhr
bis 17.00 Uhr, verpflichtete beide Eltern zur Zusammenarbeit mit der inzwischen
eingesetzten Beiständin, namentlich hinsichtlich allfälliger Hindernisse für
die Ausübung des vorgesehenen Besuchsrechts, und hiess die Mutter, alles zu
unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil
beeinträchtigen könnte; schliesslich trug die Vormundschaftsbehörde der Mutter
auf, den Sohn angemessen auf die Besuche beim Vater vorzubereiten und das Kind
rechtzeitig bei der Pro Juventute in B.________ abzugeben. Die
Vormundschaftsbehörde stellte in Aussicht, dass ein Nichtbefolgen der erwähnten
Anordnungen mit Strafanzeige im Sinn von Art. 292 StGB geahndet werden würde.
Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Schwyz
mit Beschluss vom 22. Januar 2008 ab; darüber hinaus drohte er der Mutter mit
einer Ordnungsbusse von Fr. 300.-- für jeden nicht erfüllten Besuchsrechtstag.
A.c Ein gegen den Vater auf Grund der von der Mutter erhobenen Anschuldigungen
eröffnetes Strafverfahren wurde mit Verfügung des kantonalen Verhöramtes vom
18. Oktober 2007 eingestellt. Eine dagegen gerichtete Beschwerde des Sohnes
wies die Staatsanwaltschaft am 25. Februar 2008 ab; dagegen ist wiederum eine
Beschwerde beim Kantonsgericht hängig. Der Anweisung in Dispositiv-Ziffer 4 des
erwähnten regierungsrätlichen Beschlusses folgend hatte die
Vormundschaftsbehörde mit Beschluss vom 18. Februar 2008 für den Sohn im
Strafverfahren gegen seinen Vater eine Prozessbeistandschaft angeordnet.

B.
B.a Mutter und Sohn fochten den regierungsrätlichen Beschluss vom 22. Januar
2008 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz an, welcher die an ihn
gerichtete Beschwerde gegen die Ernennung einer Prozessbeiständin im
Strafverfahren zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht überwies.

B.b Mit Entscheid vom 17. April 2008 wies das Verwaltungsgericht beide
Beschwerden ab und ermahnte die Eltern erneut zu behutsamem Vorgehen und
kooperativem Verhalten; schliesslich wies es die Beiständin an, die ersten
Besuchsnachmittage nach dem langen Unterbruch engmaschig zu begleiten.

C.
Der Sohn und die Mutter (letztere für sich selbst und in Vertretung ihres
Sohnes) haben beim Bundesgericht gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts
des Kantons Schwyz vom 17. April 2008 Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Sie
beantragen, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, das von der
Vormundschaftsbehörde gewährte, begleitete Besuchsrecht aufzuheben und solange
zu sistieren, bis die psychische Gesundheit des Beschwerdeführers 1 die
Wiederaufnahme des begleiteten Besuchsrechts zulasse. Ferner sei die mit
Beschluss des Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 22. Januar 2008 der
Beschwerdeführerin 2 auferlegte Bestrafung nach Art. 292 StGB und die ihr
angedrohte Ordnungsbusse von Fr. 300.-- während maximal 90 Tagen für jeden
nicht erfüllten Besuchstag ersatzlos aufzuheben. Eventuell sei die Sache zu
neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Vater schliesst auf
Abweisung der Beschwerde.

D.
D.a Mit Verfügung vom 23. Mai 2008 wurde der Beschwerde antragsgemäss
superprovisorisch aufschiebende Wirkung zuerkannt. Am 6. Juni 2008 bestätigte
der Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts entgegen
den Anträgen des Beschwerdegegners und des Verwaltungsgerichts die
aufschiebende Wirkung.

E.
Mit Verfügung des Instruktionsrichters vom 16. Dezember 2008 ist ein Gesuch des
Beschwerdeführers 1 vom 5. Dezember 2008 um superprovisorischen Erlass einer
vorsorglichen Massnahme abgewiesen und dem Beschwerdegegner Frist zur
Stellungnahme angesetzt worden.
Erwägungen:

1.
Das Bundesgericht überprüft seine Zuständigkeit bzw. die Zulässigkeit der ihm
unterbreiteten Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (Art. 29
Abs. 1 BGG; BGE 134 III 115 E. 1, 235 E. 1, 379 E. 1; 133 III 439 E. 2; 132 III
747 E. 4 S. 748).

2.
2.1 Angefochten ist ein letztinstanzlicher Endentscheid (Art. 75 Abs. 1, Art.
90 BGG), mit dem das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz das von der
Vormundschaftsbehörde in Anwendung von Art. 273 Abs. 1 ZGB angeordnete
Besuchsrecht sowie die sinngemäss gestützt auf Art. 306 Abs. 2 und 392 Ziff. 2
ZGB ausgesprochene Ernennung einer Vertretungsbeiständin für das Kind im
Strafverfahren gegen dessen Vater (dazu BGE 1P.848/2005 vom 18. Juli 2006, E.
1.3, in SJ 2006 I S. 549; Ingeborg Schwenzer, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2006,
N. 5 zu Art. 306 ZGB) bestätigt hat. Dabei handelt es sich um eine Zivilsache
im Sinn von Art. 72 Abs. 1 und 2 lit. b Ziff. 6 BGG, die mit Beschwerde in
Zivilsachen angefochten werden kann. Das trifft auch für die Ungehorsamstrafe
zu, zumal deren Anordnung nach konstanter Rechtsprechung an der
zivilrechtlichen Natur der Auseinandersetzung nichts ändert. Darüber hinaus
handelt es sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit, so dass sich
keine Frage bezüglich der Streitwertgrenze stellt (Art. 74 Abs. 1 e contrario
BGG). Auf die von den im kantonalen Verfahren unterlegenen Parteien (Art. 76
Abs. 1 BGG) rechtzeitig (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingelegte Beschwerde ist unter
dem Blickwinkel der genannten formellen Voraussetzungen einzutreten.

2.2 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung in gedrängter Form
darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus,
dass sich der Beschwerdeführer wenigstens kurz mit den Erwägungen des
angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Genügt die Beschwerdeschrift diesen
Begründungsanforderungen nicht, so ist darauf nicht einzutreten, bei
offensichtlichen Begründungsmängeln im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108
Abs. 1 lit. b BGG. Zwar wendet das Bundesgericht das Recht grundsätzlich von
Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG); dies setzt aber voraus, dass auf die
Beschwerde überhaupt eingetreten werden kann, diese also wenigstens die
minimalen Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG erfüllt (BGE 134 II
244 E. 2.1).

2.3 Die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willkürlichen
Anwendung von kantonalem Recht und Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung -
BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255) prüft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen,
sondern nur insoweit, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und
begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdeschrift muss die
wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten,
welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den
angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht
prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen, die
in der Beschwerdeschrift selbst vorgetragen sind (BGE 133 II 396 E. 3.1; 115 Ia
27 E. 4a; 99 Ia 586 E. 3). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur soweit
vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was in
der Beschwerdeschrift ebenfalls näher darzulegen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG).

2.4 Die Beschwerdeführer richten sich zwar gegen den Entscheid des
Verwaltungsgerichts als Ganzes. Die Beschwerde enthält jedoch nur eine
Begründung hinsichtlich der Ziffer 1.1, die sich auf die Bestätigung des
Besuchsrechts, die Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB und die Ordnungsbusse
bezieht. Mit Ziffer 2 des Entscheides bezüglich der Ernennung des
Prozessbeistandes für das Strafverfahren setzen sich die Beschwerdeführer nicht
auseinander und es wird nicht erörtert, inwiefern damit Bundesrecht verletzt
worden ist. Insoweit ist auf die Beschwerde von vornherein nicht einzutreten
(E. 2.2 und 2.3).

3.
3.1 Die Behauptung, eine Entführungsgefahr des Sohnes sei latent vorhanden,
findet im angefochtenen Entscheid keine Stütze. Im Gegenteil hat das
Verwaltungsgericht ausdrücklich erkannt, dass Anhaltspunkte für eine
Entführungsgefahr nicht einmal ansatzweise ersichtlich seien. Dem angefochtenen
Entscheid kann nicht entnommen werden, dass sich die Beschwerdeführer bereits
vor dem Verwaltungsgericht auf die Beziehungen des Beschwerdegegners zu
Südafrika bzw. Deutschland bezogen hätten, und Solches machen sie auch nicht
geltend. Unter diesen Umständen handelt es sich dabei um neue Tatsachen, die
keine Berücksichtigung finden können (Art. 99 Abs. 1 BGG; E. 2.3 vorne). Auf
die Rüge ist nicht einzutreten.

3.2 Die Beschwerdeführer kritisieren das im Strafverfahren eingeholte
aussagepsychologische Gutachten dahingehend, dass es detailliert nachgewiesene
und aufgezeigte wissenschaftliche Mängel aufweise. Wer diese Mängel aufgedeckt
haben will, und worin sie liegen sollen, bleibt jedoch unklar, zumal der
Verweis auf andere Eingaben unzulässig ist. Auf die Rüge ist nicht einzutreten.

3.3 Die Beschwerdeführer beantragen mehrere Berichtigungen des vom
Verwaltungsgericht festgestellten Sachverhaltes, ohne sich freilich auf eine
bestimmte Rechtsgrundlage zu berufen. Zum Teil sind diese Anträge unzulässig:
So kann eine Berichtigung des Protokolls der Vormundschaftsbehörde, also der
ersten Instanz, nicht beantragt werden (Art. 75 Abs. 1 BGG). Berichtigungen,
die sich darin erschöpfen, die eigene Sicht der Dinge vorzutragen, stellen,
genauer besehen, eine Kritik an der Sachverhaltswürdigung des
Verwaltungsgerichtes dar, weshalb sie in diesem Zusammenhang nicht zu hören
sind. Andere Bemerkungen gehen an der Sache vorbei: Der neue und damit ohnehin
nicht zu berücksichtigende (Art. 99 Abs. 1 BGG) Umstand, dass der
Beschwerdegegner seinen Sohn trotz gegenteiliger Anweisung in der Schule
besucht haben soll, widerlegt die Existenz einer solchen Anweisung nicht,
weshalb nicht zu beanstanden ist, dass das Verwaltungsgericht sie auch nannte;
die Angabe des Grundes, weshalb die Besuchstage nicht eingehalten wurden,
vermag die Richtigkeit der Feststellung nicht zu widerlegen, dass die
Beschwerdeführerin 2 die Besuche tatsächlich ablehnte. Soweit auf sie
eingetreten werden kann, sind diese Anträge abzuweisen.

3.4 Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches
Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV, da vier angebotene Zeugen, nämlich die den Sohn
behandelnde Fachpsychologin, der Hausarzt sowie eine weitere Ärztin und die
Hortsleiterin, nicht angehört worden seien. In Bezug auf die letztgenannte
Zeugin fehlt jegliche Begründung, so dass insofern auf die Rüge nicht
einzutreten ist (E. 2.3 vorne). Was die Anhörung der übrigen drei Fachpersonen
anbelangt, hat das Verwaltungsgericht auf deren Anhörung mit der doppelten
Begründung verzichtet, einerseits sei bei der Würdigung ihrer Aussagen auch dem
Arzt-Patienten-Verhältnis Rechnung zu tragen, andererseits sei einem weiteren
Hinausschieben des begleiteten Besuchsrechts durch neue Begutachtungen (und
damit durch ein weiteres, die Entfremdung zwischen dem Sohn und seinem Vater
verstärkendes Zuwarten) das Sammeln praktischer Erfahrungen bei der Ausübung
des begleiteten Besuchsrechts vorzuziehen. Das Verwaltungsgericht hat somit
konkludent durch vorweggenommene Würdigung seine Überzeugung zum Ausdruck
gebracht, dass die anerbotenen Beweismittel ohnehin untauglich gewesen wären,
seine Ansicht zu ändern. Dadurch ist der Anspruch der Parteien auf rechtliches
Gehör - oder, vorliegend zutreffender (BGE 5A_193/2008 vom 13. Mai 2008, E.
3.1; 5A_403/2007 vom 25. Oktober 2007, E. 3), ihr Beweisführungsanspruch gemäss
Art. 8 ZGB - nicht verletzt worden. Ob die Annahme des Verwaltungsgerichtes,
vorzuziehen sei das Sammeln praktischer Erfahrungen durch die Ausübung des
begleiteten Besuchsrechtes, inhaltlich vertretbar sei, ist nicht in diesem
Zusammenhang zu prüfen.

3.5 Die Beschwerdeführer kritisieren verschiedentlich die vorinstanzliche
Sachverhaltsermittlung teils explizit, teils implizit, so bezüglich des
Arzt-Patienten-Verhältnisses.
3.5.1 Auf die explizit erhobene Rüge, das Verwaltungsgericht habe sein Urteil
zu Unrecht auf ein fast zweijähriges Gutachten abgestützt, ist nicht
einzutreten: Es wird hier nicht einmal sinngemäss eine angeblich verletzte
Rechtsnorm erwähnt. Sodann erweist sich der Vorwurf, die vorinstanzliche
Darstellung des angeblich nicht korrekten Verhaltens des Beschwerdegegners an
den Besuchstagen sei "willkürlich und inakzeptabel", als offensichtlich
appellatorisch und mithin unzureichend begründet. Der Vorwurf, das
Verwaltungsgericht habe den Ausgang des Strafverfahrens vorweggenommen, ist
unbegründet: Im Zeitpunkt, da der angefochtene Entscheid gefällt wurde, befand
sich das Strafverfahren tatsächlich in dem vom Verwaltungsgericht angegebenen
Stand.
3.5.2 Bezüglich der übrigen Sachverhaltsrügen nennen die Beschwerdeführer,
entgegen den Begründungsanforderungen (dazu vorne E. 2.3), die vermeintlich
verletzte Rechtsnorm nirgends; nicht einmal implizite berufen sie sich, zum
Beispiel, auf das Willkürverbot. Ohnehin sind die in diesem Zusammenhang
erhobenen Rügen entweder abwegig (so die auf ein nicht einschlägiges Argument
abgestützte Zurückweisung des Vorwurfes ihrer eigenen Verweigerungshaltung)
oder gehen sie an der Begründung des angefochtenen Entscheides vorbei: So
unterstellen die Beschwerdeführer im Rahmen der Diskussion der vorinstanzlichen
Aussagen zum Arzt-Patienten-Verhältnis dem Verwaltungsgericht grundlos, dem
Hausarzt die Ausstellung eines Gefälligkeitszeugnisses vorgeworfen zu haben.
Davon ist im angefochtenen Entscheid keine Rede. Darauf ist nicht einzutreten.

3.6 Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass die Rechtsfrage, ob dem
Beschwerdegegner zu gestatten sei, das festgelegte begleitete Besuchsrecht
auszuüben, auf Grund des durch die Vorinstanz willkürfrei ermittelten
Sachverhalts zu beantworten ist.

4.
Die Beschwerdeführer berufen sich ausdrücklich auf Art. 274 Abs. 2 ZGB. Es ist
zu ihren Gunsten davon auszugehen, dass sie eine fehlerhafte Anwendung dieser
Rechtsnorm rügen wollen, die das Bundesgericht vorliegend frei prüfen kann
(Art. 95 lit. a BGG). Folglich hat die Rüge der willkürlichen Bestätigung des
Besuchsrechts, die mit der willkürlichen Anwendung des genannten Rechtssatzes
übereinstimmt, keine selbständige Bedeutung.

4.1 Eltern, denen die persönliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das
unmündige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr
(Art. 273 Abs. 1 ZGB). Dieser dient in erster Linie dem Interesse des Kindes,
ist aber zugleich auch ein Recht und eine Pflicht des betroffenen Elternteils.
Oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs ist immer
das Kindeswohl, das anhand der Umstände des konkreten Einzelfalles zu
beurteilen ist (BGE 131 III 209 E. 5 S. 212 mit Hinweisen). In der Entwicklung
des Kindes sind dessen Beziehungen zu beiden Elternteilen wichtig, da sie bei
seiner Identitätsfindung eine entscheidende Rolle spielen können (dazu BGE 130
III 585 E. 2.2.2 S. 590 mit Hinweisen).

Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, üben die
Eltern ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind
gekümmert oder liegen andere wichtige Gründe vor, so kann ihnen das Recht auf
persönlichen Verkehr verweigert oder entzogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB).
Gefährdet ist das Wohl des Kindes, wenn dessen ungestörte körperliche,
seelische oder sittliche Entfaltung durch ein auch nur begrenztes Zusammensein
mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist. Erforderlich ist auf
Grund des Gebots der Verhältnismässigkeit, dem Verweigerung oder Entziehung des
persönlichen Verkehrs als Kindesschutzmassnahme unterliegen, dass der
dargelegten Bedrohung nicht durch geeignete andere Vorkehren begegnet werden
kann. Im Interesse des Kindes darf ein Elternteil vom persönlichen Verkehr mit
ihm nur dann gänzlich ausgeschlossen werden, wenn die nachteiligen Auswirkungen
des persönlichen Kontakts sich nicht anderweitig in für das Kind vertretbaren
Grenzen halten lassen (BGE 122 III 404 E. 3b S. 407 mit Hinweisen). Können die
befürchteten Auswirkungen durch die persönliche Anwesenheit einer Drittperson
(sog. begleitetes Besuchsrecht) hinreichend begrenzt werden, so verbieten das
Persönlichkeitsrecht des nicht obhutsberechtigten Elternteils, der Grundsatz
der Verhältnismässigkeit, aber auch Sinn und Zweck des persönlichen Verkehrs
dessen gänzliche Unterbindung (BGE 122 III 404 E. 3c S. 407 f.).

4.2 Das Verwaltungsgericht hat festgehalten, dass seit nunmehr zwei Jahren
(sechzehn Monaten zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides) keine
begleiteten Besuchsnachmittage stattfinden konnten. Selbst wenn sich der
Kindsvater damals nicht korrekt verhalten habe, stünde dies einer
Wiederaufnahme der begleiteten Besuchsnachmittage nicht entgegen: Einerseits
würde deren weiteres Hinausschieben die inzwischen eingetretene Entfremdung
zwischen dem Kind und dem Vater weiter verstärken, andererseits habe sich die
Sachlage dahingehend geändert, dass der Sohn älter geworden sei. Zudem sei das
gegen den Beschwerdegegner eingeleitete Strafverfahren eingestellt worden, wenn
auch der entsprechende Entscheid noch nicht in Rechtskraft erwachsen sei. Unter
diesen Umständen könne vom Vater erwartet werden, dass er die anstehenden
Besuchsnachmittage behutsam angehen werde, ohne seinen Sohn unter Druck zu
setzen. Einschlägige Ermahnungen an den Kindsvater und Anweisungen an die mit
der Besuchsrechtsregelung betraute Beiständin, die ersten Nachmittage
engmaschig zu gestalten, besonders aufmerksam zu überwachen und detailliert zu
dokumentieren, böten für das Wohl des Sohnes ausreichend Gewähr. Voraussetzung
für einen erfolgreichen Ablauf der Besuche sei jedoch, dass auch die
Kindsmutter ihrer Verpflichtung nachkomme, die Beziehung zwischen dem Kind und
dem anderen Elternteil zu fördern und das Kind für die Kontaktpflege positiv
vorzubereiten.

4.3 Dieser Schluss steht mit den oben erwähnten (E. 4.1) Grundsätzen im
Einklang. Danach hat zwar das Kindeswohl Priorität. Es entspricht jedoch gerade
nicht dem Wohl des Kindes, wenn jeglicher Kontakt zwischen ihm und dem nicht
obhutsberechtigten Elternteil unter dem Vorwand verhindert wird, das Kind
selbst suche den Kontakt nicht: Es ist nichts Aussergewöhnliches, dass ein Kind
- je nach den Modalitäten des Auseinanderlebens seiner Eltern und der Art und
Weise, wie der obhutsberechtigte Elternteil es begleitet - mehr oder weniger
Mühe haben kann, in der neuen Situation mit dem anderen Elternteil den Kontakt
zu behalten oder gegebenenfalls wiederherzustellen. Die gegenteilige Annahme
der Beschwerdeführerin 2, wenn das Kind nicht wolle, habe jeglicher Kontakt zu
unterbleiben, ist schlichtweg falsch und verstösst klar gegen die auf fundierte
kinderpsychologische Erkenntnisse (siehe z.B. BGE 127 III 295 E. 4b)
abgestützte Rechtsprechung des Bundesgerichts. Dieses hat vielmehr betont, dass
das Wohl des Kindes nicht nur aus seiner subjektiven Sicht mit Blick auf sein
momentanes Befinden zu beurteilen sei, sondern auch objektiv und mit Blick auf
seine künftige Entwicklung (Urteil 5C.170/2001 vom 31. August 2001, E. 5/a/aa
am Ende, in: FamPra.ch 2002 S. 389). Anderes kann in engen Grenzen bei älteren
urteilsfähigen und bald mündigen Kindern gelten (BGE 5C.250/2005 vom 3. Januar
2006, E. 3.2.1, in: FamPra.ch 2006 S. 751). Niemals jedoch, wenn die angebliche
ablehnende Haltung des Kindes wesentlich - wie vorliegend - durch die
Einstellung der sorgeberechtigten Partei geprägt ist: Dadurch würde das
Besuchsrecht gleichsam in die Hand des sorge- und obhutsberechtigten
Elternteils gelegt (BGE 5C.170/2001 vom 31. August 2001, E. 5/a/cc, in:
FamPra.ch 2002 S. 389). Zudem blendet die Sichtweise der Beschwerdeführerin 2
aus, dass auch der nicht obhutsberechtigte Elternteil einen Anspruch auf
Verkehr mit dem eigenen Kind hat (vorne E. 4.1).

Sodann ist zu bedenken, dass ein völliges Unterbinden der Kontakte nach der
klaren Rechtsprechung die ultima ratio darstellt und nur in Erwägung gezogen
werden darf, wenn die Gefahren für das Kindeswohl sich nicht anders vermeiden
lassen (BGE 122 III 404 E. 3b; 5C.293/2005 vom 6. April 2006 E. 3, in:
FamPra.ch 2006 S. 757; 5P.369/2004 vom 24. November 2004 E. 4.1, in: FamPra.ch
2005 S. 393). Ein begleitetes Besuchsrecht ist ein solches taugliches
Ersatzmittel, auch bei momentaner Überforderung des Kindes (BGE 130 III 585 E.
2.2.2; 5C.243/2005 vom 7. April 2006 E. 4.2, in: FamPra.ch 2006 S. 760). Im
vorliegenden Fall ist nicht ersichtlich, welche Gefahren bestehen könnten, die
sich durch aufmerksame Beaufsichtigung und engmaschige Gestaltung des
Nachmittagsprogramms nicht ausschalten liessen: Weder nennen die
Beschwerdeführer solche, noch sind sie auf Grund der Akten auszumachen. Selbst
wenn die erhobenen Missbrauchsvorwürfe zutreffen sollten, was der bisherige
Verlauf der Strafuntersuchung nicht zu untermauern vermochte, ist nicht
vorstellbar und wird auch nicht dargelegt, dass Missbräuche sich selbst in
Anwesenheit von Drittpersonen ereignen könnten.

Gestützt darauf muss geschlossen werden, dass ein weiteres Sistieren der
Kontakte zwischen Vater und Sohn im vorgesehenen Modus eindeutig
unverhältnismässig ist und gegen die wohlverstandenen Interessen des Vaters und
des Sohnes verstösst.

4.4 Es kann offen bleiben, ob die Beschwerdeführer ihre Rüge der fehlerhaften
Anwendung von Art. 274 Abs. 2 ZGB auf eine den Begründungsanforderungen von
Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG genügende Weise begründet haben. Ihre Einwendungen
vermögen den Schluss des Verwaltungsgerichtes ohnehin nicht als
bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Abgesehen davon, dass die psychischen
und physischen Gesundheitsprobleme, die der Sohn in Zusammenhang mit dem
Besuchsrecht erleiden soll, nicht dargelegt wurden, grenzt das Argument der
Beschwerdeführerin 2, das Verwaltungsgericht habe ihr Kind als Versuchsobjekt
betrachtet, schlicht an Mutwilligkeit: Selbstverständlich hat das
Verwaltungsgericht den Sohn nicht als Versuchsobjekt betrachtet, sondern dafür
gehalten, die Schwierigkeiten, die er mit dem Besuchsrecht auch immer haben
mag, könnten und müssten durch ein kooperatives und positives Zusammenarbeiten
beider Elternteile unter Mitwirkung der Beiständin überwunden werden können. Im
Übrigen hat das Verwaltungsgericht zu Recht darauf hingewiesen, dass es - und
nicht die Gutachter - die Rechtsfrage der Zumutbarkeit und Angemessenheit des
begleiteten Besuchsrechts zu beantworten hat. Die Fachkompetenz der angebotenen
Privatgutachter ist deshalb kein taugliches Argument für den Schluss, nur ihre
Meinung könne massgebend sein. Gegen die gesetzliche Regelung verstösst
schliesslich die Auffassung der Beschwerdeführer, es komme auf den Wunsch des
Vaters, sein Kind zu besuchen, nicht entscheidend an (vgl. vorne E. 6.1 und
6.3).

Vielmehr zeigen die Argumente der Beschwerdeführer, dass sie nicht fähig sind,
von ihrer einseitigen Sichtweise Abstand zu nehmen und auch andere Perspektiven
in Betracht zu ziehen: Besonders auffällig wird dies in der Diskussion des
Gutachtens im Strafverfahren, welches ohne Begründung als fehlerhaft herabgetan
wird, sowie durch die völlig unbegründete Erwähnung einer Fluchtgefahr und die
ebenfalls apodiktische Bezweiflung der Fähigkeit des Vaters zur Ausübung des
Besuchsrechts wegen ihm angelasteter psychischer Beschwerden, wobei es sich um
ein neues und mithin unbeachtliches Argument handelt. Ist eine derartige
Unfähigkeit zur Einsicht beim 10-jährigen Sohn durchaus verständlich und zu
verzeihen, erweckt sie auf Seiten der Beschwerdeführerin 2 schwere Bedenken
hinsichtlich ihrer Kooperationsbereitschaft und, folglich, ihrer
Erziehungsfähigkeiten. Umso gerechtfertigter waren und sind folglich die
Ermahnungen an die Beschwerdeführerin 2 im angefochtenen Entscheid des
Verwaltungsgerichts: Sie wird sie mit Vorteil wahrnehmen. Auf Seiten der
Beiständin und der Vormundschaftsbehörde wird hingegen auch dem Verhalten der
Beschwerdeführerin 2 vermehrt Beachtung geschenkt werden müssen: Ihr Verhalten
als Ausdruck ihrer Erziehungsfähigkeit überhaupt wird näher überwacht werden
müssen, damit gegebenenfalls auch auf dieser Ebene rechtzeitig und erfolgreich
eingegriffen werden kann. Die Vormundschaftsbehörde wird sich mit der hier
genehmigten Besuchsrechtsregelung ohnehin nicht zufrieden geben dürfen: Diese
Lösung als solche darf nur vorläufige Geltung beanspruchen, denn sie
gewährleistet nur ein minimales Besuchsrecht, welches mit der Zeit behutsam
wird ausgeweitet werden müssen (BGE 130 III 585 E. 2.2.2 in fine). In jedem
weiteren, die hiesigen Parteien betreffenden Verfahren wird sich die
Vormundschaftsbehörde zudem überlegen müssen, ob dem heutigen Beschwerdeführer
1 wegen der nicht von der Hand zu weisenden Kollision seiner Interessen mit
jenen der Beschwerdeführerin 2 ein Prozessbeistand zu ernennen ist (Art. 306
Abs. 2 i.V.m. Art. 392 Ziff. 2 ZGB).

4.5 Soweit sie sich gegen die Bestätigung des durch die Vormundschaftsbehörde
eingeräumten begeleiteten Besuchsrechts richtet, erweist sich die Beschwerde
als unbegründet, soweit sie den Begründungsanforderungen überhaupt entspricht.
Sie ist demnach in diesem Punkt abzuweisen.

5.
Gerügt wird schliesslich die Androhung der Bestrafung wegen Ungehorsams gemäss
Art. 292 StGB und die Androhung einer Ordnungsbusse von Fr. 300.-- für jeden
verweigerten Besuchstag. Zur Begründung der Kritik wird angeführt, der
Entscheid des Verwaltungsgerichts sei nicht begründet, für die angedrohten
Massnahmen bestehe keine genügende gesetzliche Grundlage, die gleichzeitige
Androhung von Ordnungsbusse und Ungehorsamstrafe sei unzulässig und verletze
das Recht der Beschwerdeführerin 2 auf persönliche Freiheit sowie das
Willkürverbot.

Der Beschwerdegegner hat dazu ausgeführt, dass die Frage für ihn nicht
prioritär sei, schliesslich aber einen Antrag auf gesamthafte Abweisung der
Beschwerde gestellt, soweit auf dieselbe einzutreten sei.

5.1 Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die
Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch
tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 124 I
49 E. 3a, 241 E. 2, je mit Hinweisen). Daraus folgt die Verpflichtung der
Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass
sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes
einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für
den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst
sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft
geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen
kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden,
von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid
stützt (BGE 134 I 83 E. 4.1; vgl. BGE 133 III 439 E. 3.3; 130 II 530 E. 4.3 S.
540; 129 I 232 E. 3.2; 126 I 97 E. 2b, je mit Hinweisen).

5.2 Der Beschwerdeführerin 2 ist darin beizupflichten, dass im angefochtenen
Entscheid von den angedrohten Massnahmen überhaupt nicht die Rede ist, und noch
weniger von den Einwendungen, welche sie vor Verwaltungsgericht dagegen
vorgebracht hat. Jedoch ergibt sich aus Ziffer 1 des Dispositivs des
angefochtenen Entscheides, wodurch die Beschwerde gegen den einschlägigen
regierungsrätlichen Beschluss vom 22. Januar 2008 abgewiesen wird, dass die
Strafandrohungen aufrecht erhalten werden. Damit verletzt der angefochtene
Entscheid in diesem Punkt den Anspruch der Beschwerdeführerin 2 auf rechtliches
Gehör. Folglich ist die Sache hinsichtlich der angedrohten Ungehorsamstrafe und
Ordnungsbusse zu verfassungskonformer Begründung an die Vorinstanz
zurückzuweisen.

6.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und Ziffer 1.1 des
angefochtenen Entscheides aufzuheben, soweit sie die Ungehorsamstrafe nach Art.
292 StGB und die Ordnungsbusse betrifft; die Sache ist zwecks neuer
Entscheidung hinsichtlich dieser Punkte an das Verwaltungsgericht
zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
eingetreten werden kann.

Der Beschwerdeführer 1 ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren ganz unterlegen,
während die Beschwerdeführerin 2 nur in einem geringen Umfang obsiegt. Der
Beschwerdeführer 1 ist sich der Tragweite des vorliegenden Rechtsmittels sicher
kaum bewusst gewesen. Vielmehr ist die Einlegung und Begründung des
Rechtsmittels ausschliesslich auf die Initiative der Beschwerdeführerin 2
zurückzuführen, deren Interessen übrigens nicht unbedingt mit denjenigen ihres
Sohnes übereinstimmen (vorne E. 4.4 in fine). Es rechtfertigt sich deshalb, dem
Beschwerdeführer 1 trotz des Unterliegens keine Kosten aufzuerlegen (Art. 66
Abs. 1 BGG). Der Beschwerdeführerin 2, die nur in einem geringen Umfang
obsiegt, sind folglich drei Viertel und dem Beschwerdegegner ein Viertel der
Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Überdies ist die
Beschwerdeführerin 2 zur Zahlung einer auf die Hälfte reduzierten
Parteientschädigung an den Beschwerdegegner zu verpflichten (Art. 68 Abs. 1 und
2 BGG).

7.
Durch den Entscheid in der Sache wird das Begehren um Erlass vorsorglicher
Massnahmen vom 5. Dezember 2008 gegenstandslos. Die für die Beantwortung des
Massnahmegesuches angesetzte Frist an den Beschwerdegegner ist folglich
abzunehmen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Dispositiv-Ziffer 1.1 des
Entscheides des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, Kammer III, vom 17.
April 2008 insoweit aufgehoben, als die Sache zwecks neuer Entscheidung
hinsichtlich der angedrohten Ungehorsamstrafe und Ordnungsbusse an das
Verwaltungsgericht zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde
abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdeführerin 2 zu drei
Vierteln (Fr. 1'500.--) und dem Beschwerdegegner zu einem Viertel (Fr. 500.--)
auferlegt.

3.
Die Beschwerdeführerin 2 hat dem Beschwerdegegner eine reduzierte
Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen.

4.
Dem Beschwerdegegner wird die Frist für die Beantwortung des Massnahmebegehrens
vom 5. Dezember 2008 abgenommen, und das nämliche Massnahmenverfahren wird als
gegenstandslos geworden abgeschrieben.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz,
Kammer III, sowie der Vormundschaftsbehörde A.________ zur Kenntnisnahme
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Dezember 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Zbinden