Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.368/2008
Zurück zum Index II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 2008
Retour à l'indice II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 2008


Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_368/2008/don

Urteil vom 25. Juni 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungs- und Konkursamt Bern-Mittelland,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Pfändungsvollzug,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 15. Mai 2008 des
Obergerichts des Kantons Bern (Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und
Konkurssachen).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 15. Mai 2008 des
Berner Obergerichts, das (als SchK-Aufsichtsbehörde) auf eine Beschwerde des
Beschwerdeführers gegen (ihn sowie seine Ehefrau) zu einem Pfändungsvollzug auf
den 1. April 2008 vorladende Verfügungen des Beschwerdegegners nicht
eingetreten ist,
in die (das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege wegen
Aussichtslosigkeit abweisende) Verfügung vom 5. Juni 2008,
in die Mitteilung der Bundesgerichtskasse, wonach der Kostenvorschuss von Fr.
500.-- bezahlt worden sei,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, die Vernehmlassung des Betreibungsamtes sei dem
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 21. April 2008 zugestellt worden, eine
Replik wäre diesem ohne Weiteres möglich gewesen, weshalb ohne Ansetzung einer
Replikfrist entschieden werde, über die vom Beschwerdeführer behauptete
Rechtswidrigkeit der Vorladung zum Pfändungsvollzug in einer früheren
Betreibung habe die Aufsichtsbehörde bereits am 5. März 2008 entschieden,
soweit der Beschwerdeführer die von ihm nicht befolgte Vorladung auf den 1.
April 2008 in der vorliegenden Betreibung beanstande, fehle es an einem
praktischen Interesse an der Beurteilung der diesbezüglichen Rügen, im Übrigen
wären diese unbegründet, weil der 1. April 2008 nicht in die Betreibungsferien
gefallen sei (Art. 56 Ziff. 2 SchKG),
dass das Obergericht weiter erwog, der materielle Bestand der
Betreibungsforderung sei im Vollstreckungsverfahren nicht zu überprüfen, Anlass
zur Eröffnung eines Disziplinarverfahrens nach Art. 14 SchKG bestehe nicht, der
Beschwerdeführer, der eine zum Teil gleich begründete Beschwerde in gleicher
Sache eingereicht habe, prozessiere querulatorisch und mutwillig, weshalb ihm
eine Busse von Fr. 300.-- auferlegt werde (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG),
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2
BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b
BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen
Begründungsanforderungen des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG: Botschaft vom 28.
Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff.,
Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften
(Botschaft, a.a.O. Ziff. 2.2.4, S. 4232) und warum sie von der Vorinstanz
verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift
(entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1
lit. b OG: Botschaft, a.a.O. Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.),
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht
rechtsgenüglich mit den entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen
auseinandersetzt,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser
Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 15. Mai 2008
rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass die vom Beschwerdeführer in seinem nachträglichen Schreiben vom 23. Juni
2008 in Aussicht gestellten Unterlagen mit Erklärungen nicht abgewartet zu
werden brauchen, weil die Beschwerde nach Ablauf der Beschwerdefrist (Art. 100
Abs. 2 lit. a BGG) nicht ergänzt bzw. verbessert werden kann,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende -
Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass das Gesuch um Wiedererwägung der abweisenden Armenrechtsverfügung vom 5.
Juni 2008 ungeachtet der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers
abzuweisen ist, weil dieser nichts vorbringt, was die Richtigkeit der
Verfügung, auf die verwiesen werden kann, in Frage zu stellen vermöchte,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1
BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 5. Juni 2008 wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern
schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. Juni 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann