Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.385/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_385/2008/bnm

Urteil vom 9. Oktober 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Marazzi
Gerichtsschreiberin Gut.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Fürsprecher Beat Widmer,

gegen

Z.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Persönlichkeitsschutz,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 27.
September 2007.

Sachverhalt:

A.
X.________ verteilte in der Zeit von Dezember 2005 bis Mai 2006 drei
Flugblätter, welche die Tätigkeit des Untersuchungsrichters Z.________ vom
Bezirksamt A.________ zum Thema hatten.

A.a Anfang Dezember 2005 liess X.________ ein Flugblatt mit folgendem Inhalt
verteilen:

"So handelt das Bezirksamt A.________ unter anderem ein Strafverfahren ab:

Ein im Kanton Thurgau wohnender Geschäftsmann stellte über eine bedeutende
Summe eine ganze Anzahl fingierter Rechnungen aus, um damit ein Finanzinstitut
täuschen zu können!

Ich, X.________, deponierte beim Polizeiposten A.________ im Juli 2004 gegen
den Geschäftsmann deswegen Strafanzeige!

Das Bezirksamt A.________, vertreten durch den Untersuchungsrichter Z.________,
war beauftragt, eine Strafuntersuchung durchzuführen und folglich die erwiesene
Straftat, die der Geschäftsmann begangen hat, dem zuständigen Gericht zu
überweisen!

Interessanterweise hat das Bezirksamt A.________ bis heute den Fall nicht dem
Gericht angewiesen! Lässt es unser Strafrecht wirklich zu, dass der Ausgang des
Verfahrens vom Gutdünken des Untersuchungsrichters abhängt?
Es stellt sich die Frage, sind nicht alleine Fakten eintscheidend, die zu einer
Verurteilung führen? Ist man dem Bezirksamt A.________, in Strafsachen,
teilweise der Willkür ausgesetzt?
Ich jedenfalls bin irritiert über obiges Verhalten des Bezirksamtes A.________!
Gerne liefere ich Ihnen den schriftlichen Beweis.

Meine Anschrift lautet: [...]"
A.b Mitte Dezember 2005 verfasste X.________ ein weiteres Flugblatt mit
folgendem Inhalt:

"So handelt das Bezirksamt A.________ unter anderem ein Strafverfahren ab:
Fortsetzung:
Gemäss Ausgabe der Thurgauer Zeitung vom 14. Dezember 2005 geht der
Untersuchungsrichter Z.________ interessanterweise nicht auf den erwiesenen
Straftatbestand der Urkundenfälschung (Ausstellen von fingierten Rechnungen)
ein.

Wie kommt es dazu, dass der Untersuchungsrichter die zwei Strafanzeigen vom
Juli 2004 (Ausstellen von fingierten Rechnungen) und vom Oktober 2004
(Prozessbetrug) offenbar verwechselt?

Ist der Untersuchungsrichter Z.________ etwa in Beweisnotstand geraten?

Werden etwa Strafanzeigen, die von ortsansässigen Personen stammen, ganz
grundsätzlich mit mehr Sorgfalt behandelt?

Auf der Rückseite liefere ich ihnen in schriftlicher Form den Beweis der
begangenen Urkundenfälschung des Thurgauer Geschäftsmannes! Den Namen des
Geschäftsmannes und des Rechnungsempfängers habe ich unkenntlich gemacht.
Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung: [...]"

A.c X.________ verfasste Mitte Mai 2006 ein drittes Flugblatt mit folgendem
Wortlaut:

"Der Untersuchungsrichter Z.________ vom Bezirksamt A.________ hat wiederum
seine Amtspflicht missachtet!

Ich, X.________, deponierte beim Polizeiposten A.________ im Mai 2005
Strafanzeige gegen einen S.________ Unternehmer wegen ehrverletzender
Äusserungen! Um die eingegangene Strafanzeige bei der Polizei kümmerte sich
dann der in S.________ wohnhafte Z.________ vom Bezirksamt A.________.

Zu meinem Nachteil hat Z.________ die Strafanzeige gegen den S.________
Unternehmer jedoch nicht an die zuständige Stelle für Ehrverletzungen
weitergeleitet! Z.________ hat es über 360 Tage versäumt und auch nicht für
nötig gehalten, mich in diesem Zeitraum zu informieren, was mit dieser Anzeige
geschehe!

Gemäss Urteil des Bezirksgerichtes A.________ vom 31. März 2006 wäre
dementsprechend Z.________ verpflichtet gewesen, die Strafanzeige an eine
zuständige Amtsstelle weiterzuleiten!

Interessanterweise erkundigte sich Z.________ am 6. April 2006 bei der
Rechtsvertreterin des Unternehmers aus S.________, ob das Urteil vorliege.
Warum holte er diese Informationen nicht beim zuständigen Gericht ein?

Die unterlassene Amtshandlung von Z.________ führte unter anderem zu einem für
mich vorläufig negativen Urteil!

Warum hat Z.________ in der Strafanzeige gegen den S.________ Unternehmer 360
Tage nichts unternommen; was wollte er damit bezwecken?

Aufgrund des Gerichtsurteils steht fest, dass der Untersuchungsrichter
Z.________ wiederum seine Amtspflicht verletzt hat!

Sind Ihnen eventuell weitere Strafanzeigen bekannt, die Z.________ weder
bearbeitet noch weitergeleitet hat?

Gerne nehme ich Ihre Hinweise entgegen und liefere Ihnen den Beweis schwarz auf
weiss.

Meine Anschrift lautet: [...]"

Die Verteilung dieses dritten Flugblattes konnte Z.________ durch ein Verbot im
Rahmen einer vorsorglichen Massnahme des Bezirksgerichts A.________ teilweise
verhindern.

B.
B.a Am 1. September 2006 leitete Z.________ gegen X.________ Klage wegen
Persönlichkeitsverletzung ein. Er stellte den Antrag, es sei festzustellen,
dass X.________ seine Persönlichkeitsrechte widerrechtlich verletzte, indem er
die drei Flugblätter verfasste und in mehreren Gemeinden bzw. im Bezirk
A.________ zur Verteilung brachte. Weiter beantragte er, X.________, unter
Androhung der Ungehorsamsstrafe gemäss Art. 292 StGB, gerichtlich zu verbieten,
die Behauptung, er habe seine Amtspflicht wiederum missachtet, schriftlich oder
mündlich zu verbreiten und das Flugblatt "Der Untersuchungsrichter hat wiederum
seine Amtspflicht missachtet!" zu verteilen. Auch die betreffenden Poststellen
seien anzuweisen, von der Verteilung der aufgegebenen Flugblätter abzusehen.
Zudem verlangte er die Publikation des Urteils.

Das Bezirksgericht A.________ hiess die Klage mit Urteil vom 2. März 2007 gut.

B.b Gegen das Urteil des Bezirksgerichts erhob X.________ Berufung und
verlangte die Abweisung der Klage.

Mit Urteil vom 27. September 2007 hat das Obergericht des Kantons Thurgau die
Berufung teilweise geschützt und in teilweiser Gutheissung der Klage
festgestellt, dass das zweite und dritte Flugblatt von Mitte Dezember 2005 bzw.
Mitte Mai 2006 persönlichkeitsverletzend ist. X.________ wurde unter Androhung
der Straffolge von Art. 292 StGB gerichtlich verboten, die Behauptung,
Z.________ habe wiederum seine Amtspflicht verletzt, schriftlich und mündlich
zu verbreiten sowie das dritte Flugblatt von Mitte Mai 2006 zu verteilen. Die
betreffenden Poststellen wurden angewiesen, von der Verteilung der
aufgegebenden Flugblätter abzusehen und Z.________ berechtigt erklärt, das
Dispositiv des Urteils auf Kosten von X.________ zu publizieren. Das erste
Flugblatt von Anfang Dezember 2005 hat das Obergericht hingegen nicht als
persönlichkeitsverletzend qualifiziert.

C.
X.________ (fortan: Beschwerdeführer) ist am 11. Juni 2008 mit Beschwerde in
Zivilsachen an das Bundesgericht gelangt. Er beantragt die Aufhebung des
Urteils des Obergerichts und die Gutheissung seiner Beschwerde.
Das Obergericht und Z.________ (fortan: Beschwerdegegner) sind nicht zur
Vernehmlassung eingeladen worden.

Erwägungen:

1.
Der Beschwerdeführer wendet sich sinngemäss gegen die Feststellung der
Vorinstanz, er habe in seinem zweiten und dritten Flugblatt Äusserungen
gemacht, die die Persönlichkeit des Beschwerdegegners widerrechtlich verletzt
hätten. Es handelt sich hierbei um eine nicht vermögensrechtliche
Zivilrechtsstreitigkeit, die grundsätzlich mit Beschwerde in Zivilsachen gemäss
Art. 72 Abs. 1 BGG geltend gemacht werden kann (Urteil 5A_78/2007 vom 24.
August 2007, E. 1; BGE 132 III 641 [nicht publizierte] E. 1, 127 III 481 E. 1a
S. 483).

2.
Die Beschwerde genügt nicht den Anforderungen an eine Begründung gemäss Art. 42
Abs. 1 und 2 BGG. Es kann daher nicht darauf eingetreten werden.

2.1
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung in gedrängter Form darzulegen,
inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dabei ist es unerlässlich, dass
die Beschwerde auf die Begründung des angefochtenen Entscheids eingeht und im
Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der
Beschwerdeführer soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die
Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut
bekräftigen, sondern mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten
Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 121 III 397 E. 2a S. 400; Urteil
4A_22/2008 vom 10. April 2008, E. 1). Genügt die Beschwerdeschrift diesen
Begründungsanforderungen nicht, so ist darauf nicht einzutreten (Art. 108 Abs.
1 lit. b BGG; zur Publikation bestimmtes Urteil 1C_380/2007 vom 19. Mai 2008,
E. 2.1; BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104). Zwar wendet das Bundesgericht das Recht
grundsätzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG); dies setzt aber voraus,
dass auf die Beschwerde überhaupt eingetreten werden kann, diese also die
Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG erfüllt.

Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten,
einschliesslich der willkürlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkür
bei der Sachverhaltsfeststellung (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255), geltend
gemacht wird. Dies prüft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur
insoweit, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet
worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Für derartige Rügen gelten die gleichen
Begründungsanforderungen, wie sie gestützt auf Art. 90 Abs. 1 lit. b OG für die
staatsrechtliche Beschwerde gegolten haben (BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254 mit
Hinweisen). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz
gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw.
welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid
verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene
und, soweit möglich, belegte Rügen; auf rein appellatorische Kritik am
angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Wird eine Verletzung des
Willkürverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im
Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und
offensichtlichen Mangel leidet (zur Publikation bestimmtes Urteil 1C_380/2007
vom 19. Mai 2008, E. 2.1; BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588 f., 130 I 258 E. 1.3 S.
261 mit Hinweisen).

2.2 Das Obergericht hat das zweite und das dritte Flugblatt des
Beschwerderdeführers als persönlichkeitsverletzend qualifiziert. Der
Beschwerdeführer habe im zweiten Flugblatt von Mitte Dezember 2005 die Frage
aufgeworfen, ob Strafanzeigen von ortsansässigen Personen "ganz grundsätzlich
vom Bezirksamt A.________ mit mehr Sorgfalt behandelt würden". Obwohl in
Frageform gekleidet, beinhalte diese Aussage eine klare Verdächtigung im Sinne
eines gemischten Werturteils, welches beim Leser den Eindruck erwecke, der
Beschwerdegegner gehe unterschiedlich vor, je nach dem, ob eine Strafanzeige
von einer ortsansässigen oder ortsfremden Person stamme. Darin sei zweifellos
und deutlich erkennbar der Vorwurf der Parteilichkeit enthalten, welcher für
einen Untersuchungsrichter, dem strikte Unparteilichkeit vorgeschrieben sei,
klar ehrverletzend und damit auch persönlichkeitsverletzend sei. Im dritten
Flugblatt von Mitte Mai 2006 habe der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner
vorgeworfen, wiederholt seine Amtspflicht verletzt zu haben. Es treffe zwar zu,
dass es der Beschwerdegegner versäumt habe, eine Strafanzeige an die zuständige
Stelle für Ehrverletzungen weiterzuleiten, und vor diesem Hintergrund habe der
Beschwerdeführer auch den überspitzten Vorwurf der Amtspflichtsverletzung
ableiten dürfen. Keine Berechtigung erhalte er jedoch für den Vorwurf der
wiederholten Amtspflichtsverletzung. Dieser ungerechtfertigte Vorwurf stelle
eine falsche Tatsachenbehauptung dar, sei ohne weiteres geeignet, das Ansehen
des Beschwerdegegners zu schädigen und müsse auch von einem Mitglied einer
Strafbehörde nicht hingenommen werden.

2.3 Mit der Begründung des Obergerichts, insbesondere mit den Kernerwägungen
betreffend die zwei persönlichkeitsverletzenden Äusserungen, setzt sich der
Beschwerdeführer nicht im Ansatz auseinander. Aus der Beschwerde geht nicht
hervor, was der Beschwerdeführer rügen möchte. Insbesondere unterlässt er es
aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt (Art. 95 BGG) oder
eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung vorgenommen haben sollte (Art. 97
Abs. 1 BGG). Vielmehr begnügt er sich damit, weitschweifende Ausführungen zu
den Straftatbeständen der Urkundenfälschung und des Betrugs zu machen und
versucht - indem er sich teils auf nicht festgestellte und nicht gerügte
Tatsachen stützt - darzulegen, weshalb der Beschwerdegegner diese
Straftatbestände seiner Ansicht nach erfüllt habe. Mit diesen Ausführungen
kritisiert der Beschwerdeführer letztlich die Nichteröffnung der
Strafuntersuchung und macht geltend, es hätten genügend Anhaltspunkte
vorgelegen, welche für eine Eröffnung des Strafverfahrens gesprochen hätten.
Weil die Strafuntersuchung zu Unrecht nicht eröffnet worden sei, hätten seine
Flugblätter der Wahrheit entsprochen und folglich seien die
Persönlichkeitsrechte des Beschwerdegegners auch nicht verletzt worden.

Aus diesen Ausführungen des Beschwerdeführers geht nicht hervor, weshalb die
beiden Vorwürfe der Parteilichkeit und der wiederholten Amtspflichtsverletzung
nicht persönlichkeitsverletzend sein sollten. Insbesondere unterlässt es der
Beschwerdeführer aufzuzeigen, inwiefern die Nichteröffnung der
Strafuntersuchung und die behauptete Erfüllung der Straftatbestände mit der
Frage, ob die Flugblätter der Wahrheit entsprechen und ob
Persönlichkeitsverletzungen vorliegen, zusammenhängen sollen. Auch wenn im
konkreten Fall tatsächlich eine Strafuntersuchung hätte eröffnet werden müssen,
könnte daraus nicht einfach gefolgert werden, dass der Beschwerdegegner aus
parteiischen Motiven bzw. weil es sich beim Anzeigeerstatter um eine ortsfremde
Person handelte, auf diese Eröffnung verzichtete. Weiter zeigt der
Beschwerdeführer nicht klar auf, inwiefern die Nichtanhandnahme der
Strafuntersuchung eine Amtspflichtsverletzung bedeuten sollte. Das Verfahren
der Eröffnung der Strafuntersuchung wird in § 72 f. StPO TG geregelt. Ob
genügende Anhaltspunkte für die Eröffnung einer Strafuntersuchung bzw. ihre
Nichtanhandnahme bestehen, ist nach pflichtgemässem Ermessen zu entscheiden.
Eine Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfügung ist nur angezeigt, wenn sich der
Entscheid als offensichtlich falsch erweist und mit grosser Wahrscheinlichkeit
eine Verurteilung des Verzeigten zu erwarten ist. (Thomas Zweidler, Die Praxis
zur thurgauischen Strafprozessordnung, Bern 2005, N. 9 zu § 73 StPO). Das dies
der Fall wäre, wird vom Beschwerdegegner nicht substantiiert behauptet. Der
Beschwerdegegner hatte - wie es das Obergericht zutreffend ausführt -
begründeten Anlass, an der Strafbarkeit des Beschuldigten zu zweifeln.

3.
Die Beschwerdeschrift hat ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerde in Zivilsachen ist ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 107
Abs. 2 BGG). Daher darf sich der Beschwerdeführer grundsätzlich nicht darauf
beschränken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen, sondern
muss einen Antrag in der Sache stellen. Der Beschwerdeführer muss demnach
angeben, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Abänderungen
beantragt werden (vgl. BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383, 133 III 489 E. 3.1 S. 489
f.). Diese Praxis, die den Regeln der früheren Berufung nach Art. 43 ff. OG,
insbesondere Art. 55 Abs. 1 lit. b OG, folgt, wird aus den besonderen
Verhältnissen des Zivilprozesses abgeleitet, welche eine gewisse Formstrenge
rechtfertigen. Aber auch im Zivilprozess unterliegt die Pflicht zur
Antragsstellung in der Sache gewissen Ausnahmen (BGE 134 V 208 E. 1 S. 210, 133
II 409 E. 1.4.2 S. 415 mit Hinweisen).

Vorliegend beantragt der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer lediglich, das
Urteil des Obergerichts vom 27. September 2007 sei aufzuheben und seine
Beschwerde sei gutzuheissen. Einen expliziten materiellen Antrag stellt er
nicht. Auf die Beschwerde ist bereits mangels genügender Begründung nicht
einzutreten (E. 2). Es kann daher offen gelassen werden, ob die Beschwerde auch
wegen unzureichendem Rechtsbegehren nicht zulässig wäre oder ob aufgrund der
Ausführungen in der Beschwerde zu Gunsten des Beschwerdeführers anzunehmen
wäre, dessen Anträge lauteten in der Sache auf Abweisung der Klage.

4.
Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde in Zivilsachen nicht einzutreten. Bei
diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art.
66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Oktober 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Raselli Gut