Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.413/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_413/2008/bnm

Urteil vom 22. August 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt,
Bäumleingasse 1, 4051 Basel.

Gegenstand
Ausstand (Ehescheidung).

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 9. April 2008 des
Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt.

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 9. April 2008 des
Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, das eine Beschwerde des
Beschwerdeführers gegen die Abweisung seines Rekusationsbegehrens gegen den
erstinstanzlichen Instruktionsrichter im Scheidungsprozess abgewiesen hat,
soweit es darauf eingetreten ist,

in Erwägung,

dass das basel-städtische Appellationsgericht erwog, das erst im
Beschwerdeverfahren auch gegen einen Präsidenten des Zivilgerichts gestellte,
im Übrigen völlig unbegründete und ehrverletzende Anschuldigungen enthaltende
Rekusationsbegehren hätte bereits vor erster Instanz gestellt werden müssen und
sei verspätet, sodann könne der Instruktionsrichter nicht wegen der Mitwirkung
in früheren anderen Verfahren (u.a. Rechtsöffnungsverfahren) zwischen den
gleichen Parteien abgelehnt werden, die vom Beschwerdeführer behaupteten
Äusserungen des Instruktionsrichters im Vermittlungsverfahren würden von diesem
ebenso bestritten wie die Behauptung, der Instruktionsrichter habe die Ehefrau
nach der Vermittlungsverhandlung anlässlich einer Audienz in Familiensachen
getroffen und diese beraten, zumal der Instruktionsrichter ohnehin nicht als
Ehegerichtspräsident in Audienzen amte und die Frau durch eine Anwältin beraten
werde,
dass das Appellationsgericht weiter erwog, die vom Beschwerdeführer
aufgestellte Behauptung sexueller Beziehungen seiner Ehefrau mit dem
Gerichtspersonal sei klar ehrverletzend, die erstinstanzliche Verneinung von
Anhaltspunkten für Beratungen oder Absprachen zwischen dem Gericht und der
Ehefrau erweise sich als willkürfrei, schliesslich setze sich der
Beschwerdeführer nicht mit den erstinstanzlichen Erwägungen betreffend die
Nichteinvernahme einer Gerichtsschreiberin als Zeugin auseinander,
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2
BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b
BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen
Begründungsanforderungen des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG: Botschaft vom 28.
Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff.,
Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften
(Botschaft, a.a.O. Ziff. 2.2.4, S. 4232) und warum sie von der Vorinstanz
verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift
(entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1
lit. b OG: Botschaft, a.a.O. Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.),
dass sich im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das
Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise mit den entscheidenden
Erwägungen des Appellationsgerichts auseinandersetzt,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser
Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil des Appellationsgerichts vom 9. April
2008 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass es insbesondere nicht genügt, wenn der Beschwerdeführer, ohne nach Art.
105 Abs. 2/106 Abs. 2 BGG substantiierte Sachverhaltsrügen zu erheben, vor
Bundesgericht seine unbewiesenen Behauptungen wiederholt und dem
Scheidungsgericht (und neu auch dem Präsidenten des Appellationsgerichts)
"rassistische Neigungen", "skandalöse Drohungen", "Korpsgeist des
Richterstandes", "Geheimabsprachen mit der Gegenseite" und "sexuelle
Beziehungen (scil. der Ehefrau) zum Gerichtspersonal" vorwirft,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende -
Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1
BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Appellationsgericht des Kantons
Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. August 2008

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann