Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.42/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 1/2}
5A_42/2008 /zga

Urteil vom 30. Juni 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichter Marazzi,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,
Gerichtsschreiber Levante.

Parteien
1. C______ X____________ Y_________,
2. K___________ Y_________,
3. I______ ______ Y_________, geb. 2004,
4. E________ _____ Y_________, geb. 2005,
Beschwerdeführer,
alle vier vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Susy Stauber-Moser,

gegen

Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Namensänderung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II.
Zivilkammer, vom 7. Dezember 2007.

Sachverhalt:

A.
C______ X____________ und K___________ Y_________ heirateten am 12. August 2003
in Meilen/ZH. Dabei stellte C______ X____________ ihren bisherigen Namen nach
Art. 160 Abs. 2 ZGB vor den Familiennamen Y_________. Am 10. März 2004 wurde
der Sohn I______ ______ Y_________ und am 9. Juli 2005 die Tochter E________
_____ Y_________ geboren.

Mit Eingabe vom 17. November 2006 ersuchten die Ehegatten und ihre beiden
Kinder das Gemeindeamt des Kantons Zürich, Abteilung Zivilstandswesen, die
Änderung des Familiennamens "Y_________" in "X____________" zu bewilligen und
dem Ehemann zu gestatten, seinen angestammten Namen (Y_________) dem
Familiennamen voranzustellen.

B.
Die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich wies das Gesuch um
Namensänderung gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB mit Verfügung vom 12. Februar/4. Juli
2007 ab. Die Ehegatten und ihre beiden Kinder gelangten an das Obergericht des
Kantons Zürich (II. Zivilkammer), welches den Rekurs mit Beschluss vom 7.
Dezember 2007 abwies und die angefochtene Verfügung bestätigte.

C.
Mit Eingabe vom 18. Januar 2008 führen C______ X____________ Y_________ und
K___________ Y_________ sowie ihre beiden Kinder I______ ______ und E________
_____ Y_________ Beschwerde in Zivilsachen und beantragen dem Bundesgericht, es
sei der Beschluss des Obergerichts aufzuheben und ihnen die Änderung des
Familiennamens "Y_________" in "X____________" zu bewilligen. Sodann sei dem
Ehemann zu gestatten, den angestammten Namen dem geänderten Familiennamen
voranzustellen. Eventualiter sei die Führung des Namens der Ehefrau als
Familienname gemäss Art. 30 Abs. 2 ZGB nachträglich zu bewilligen.

Vernehmlassungen sind nicht eingeholt worden.

Erwägungen:

1.
1.1 Angefochten ist ein Entscheid über die (verweigerte) Bewilligung der
Namensänderung, welcher der Beschwerde in Zivilsachen unterliegt (Art. 72 Abs.
2 lit. b Ziff. 3 BGG). Die Beschwerde gegen den letztinstanzlichen kantonalen
und verfahrensabschliessenden Entscheid (Art. 75 Abs. 1, Art. 90 BGG) in einer
nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit ist grundsätzlich zulässig. Die von
den Beschwerdeführern erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde ist unzulässig
(Art. 113 BGG).

1.2 Für das urteilsunfähige Kind wird nach konstanter Rechtsprechung das Gesuch
um Namensänderung vom gesetzlichen Vertreter gestellt (BGE 117 II 6 E. 1b S. 7
f. mit Hinweisen), bzw. im konkreten Fall von den beiden Elternteilen als
gesetzliche Vertreter gemeinsam für ihre Kleinkinder.

1.3 In der Beschwerdebegründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern
der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Mit der
Beschwerde kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (Art.
95 lit. a BGG). Auf Vorbringen der Beschwerdeführer, welche den
Begründungsanforderungen nicht genügen, kann nicht eingetreten werden.

1.4 Soweit die Vorbringen der Beschwerdeführer im vom Obergericht verbindlich
festgestellten Sachverhalt keine Stütze finden (Art. 105 Abs. 1 BGG), kann auf
die Beschwerde nicht eingetreten werden. Neue Tatsachenvorbringen und
Beweismittel (wie u.a. der Bericht der Frauenärztin vom 8. Januar 2008, die
Taufurkunden der Kinder, der Antrag auf Parteibefragung) sind unzulässig (vgl.
Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden,
wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne
von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels für den Ausgang des
Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Dabei bedeutet
"offensichtlich unrichtig" willkürlich (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Mit
dem Vorwurf, dass das Obergericht die weiteren ausführlichen Eingaben der
Beschwerdeführer ausser Acht gelassen und nur auf ihre erste Eingabe und die
Sachdarstellung der Behörde abgestellt habe, wird keine willkürliche
Beweiswürdigung dargetan. Soweit die Beschwerdeführer (in verschiedenem
Zusammenhang) die Unterlassung einer Parteibefragung rügen, legen sie nicht
dar, inwiefern der Sachverhalt nicht bereits hinlänglich abgeklärt sei und eine
Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV vorliege.

2.
Die Beschwerdeführer machen zunächst - in formeller Hinsicht - geltend, die
Vernehmlassung des kantonalen Gemeindeamtes, Abt. Zivilstandswesen, vom 23.
August 2007 sei ihnen erst am 3. Dezember 2007 zugesandt worden und am 5.
Dezember 2007 von ihnen empfangen worden. Der angefochtene Beschluss sei jedoch
bereits am 7. Dezember 2007 gefällt worden, so dass sie ihr Replikrecht trotz
entsprechender Vorbereitung nicht wahrnehmen konnten und die Vorinstanz daher
Art. 29 Abs. 2 BV verletzt habe.

2.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Anspruch auf rechtliches
Gehör ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 BV der Anspruch der Verfahrenspartei, in
alle für den Entscheid wesentlichen Akten Einsicht zu nehmen und sich dazu zu
äussern (vgl. BGE 129 I 85 E. 4.1 S. 88; 133 I 98 E. 2.1 und 2.2 S. 99, 100 E.
4.4-4.6 S. 103 f.). Eine Verfahrenspartei, welche eine Stellungnahme zu einer
ihr zur Kenntnisnahme zugestellten Vernehmlassung für erforderlich hält, muss
diese grundsätzlich unverzüglich einreichen oder beantragen; andernfalls ist
davon auszugehen, dass sie auf Vernehmlassung verzichtet (BGE 133 I 100 E. 4.8
S. 105).

2.2 Ob die Beschwerdeführer rechnen mussten, dass das Obergericht bereits vier
Tage nach der Zusendung bzw. zwei Tage nach der Zustellung der Stellungnahme
des Gemeindeamtes seinen Entscheid fällen würde, und daher ihr Replikrecht
verletzt wurde, kann offen gelassen werden, denn das, was die Beschwerdeführer
in der Replik vorbringen wollten, läuft im Wesentlichen auf die - vom
Bundesgericht frei überprüfbare - rechtliche Würdigung von Tatsachen (im
Ehevorbereitungsverfahren) hinaus, auf welche übrigens bereits in der
erstinstanzlichen Verfügung Bezug genommen wurde. Da insoweit Rechtsfragen
streitig sind, kann eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs im
bundesgerichtlichen Verfahren ohne weiteres geheilt werden. Soweit die
Beschwerdeführer sich in diesem Zusammenhang auf Art. 99 BGG bzw. die
Zulässigkeit neuer Tatsachen und Beweismittel berufen, gehen sie fehl, da sich
diese nicht auf Feststellungen beziehen, welche erst durch den vorinstanzlichen
Entscheid rechtswesentlich geworden sind.

3.
Die Beschwerdeführer haben ihr Gesuch um Namensänderung im Wesentlichen damit
begründet, dass der Name "X____________" mit dem familieneigenen Weinbetrieb
"______" verknüpft sei und eine Kennzeichnungskraft und Garantiewirkung habe.
Diesen Namen habe die Beschwerdeführerin (Mutter) mit der Heirat als
Familiennamen aufgegeben. Die beiden Kinder mit dem Familiennamen Y_________
würden als spätere Betreiber des Gutes dieser Vorteile verlustig gehen bzw.
einen Vertrauensverlust hinnehmen müssen, was die Weiterexistenz des
Familienbetriebes in Frage stellen würde.

Das Obergericht hat im Wesentlichen erwogen, dass das Weingut unter der
Bezeichnung "______" laufe, auch wenn der Name "X____________" auf der Etikette
erscheine, was aber in erster Linie mit dem heutigen Betreiber B_____ 
X____________, dem Vater der Beschwerdeführerin zu tun habe. Ein
Generationenwechsel bedinge für einen Betrieb immer Aufbau von Vertrauen, was
nicht in erster Linie ein Frage des Namens, sondern der Person des Betreibers
sei; zudem sei die Frage der dereinstigen Betriebsübernahme durch die heute
noch kleinen Kinder völlig offen. Eine Diskriminierung aufgrund des
ausländischen (griechischen) Familiennamens sei ebenso auszuschliessen wie ein
Rechtsirrtum hinsichtlich der namensrechtlichen Wirkungen des Eheschlusses. Das
Obergericht ist zum Ergebnis gelangt, dass die Voraussetzungen zu einer
Namensänderung gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB nicht gegeben seien und auch eine
nachträgliche Bewilligung zur Führung des Frauennamens als Familiennamen
(gemäss Art. 30 Abs. 2 ZGB) ausser Betracht falle.

4.
4.1 Der bürgerliche Name einer Person ist grundsätzlich unveränderlich. Die
Regierung des Wohnsitzkantons kann einer Person die Änderung des Namens
bewilligen, wenn wichtige Gründe vorliegen (Art. 30 Abs. 1 ZGB). Ob im
einzelnen Fall ein Grund für eine Namensänderung vorliegt, ist eine
Ermessensfrage, die von der zuständigen Behörde nach Recht und Billigkeit zu
beantworten ist (Art. 4 ZGB; BGE 124 III 401 E. 2a S. 402; 126 III 1 E. 2 S.
2).

4.1.1 Ein wichtiger Grund im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB ist gegeben, wenn das
Interesse des Namensträgers an einem neuen Namen dasjenige der Allgemeinheit
und der Verwaltung an der Unveränderlichkeit des einmal erworbenen und in die
Register eingetragenen Namens sowie an der eindeutigen Kennzeichnung und
Unterscheidung des Einzelnen überwiegt. Der Name soll dem Namensträger das
Fortkommen ermöglichen und erleichtern; aus dem Namen sollen nicht wirkliche
Nachteile oder erhebliche Unannehmlichkeiten erwachsen (BGE 120 II 276 E. 1 S.
277). Die Namensänderung hat den Zweck, ernstliche Nachteile, die mit dem
bisherigen Namen verbunden sind, zu beseitigen, wobei vor allem moralische,
geistige und seelische, aber auch wirtschaftliche oder administrative
Interessen im Spiele stehen können (BGE 108 II 1 E. 5a S. 4; 124 III 401 E. 2b
S. 402, je mit Hinweis; Thomas Geiser, Die neuere Namensänderungspraxis des
schweizerischen Bundesgerichts, ZZW 1993 S. 375 Ziff. 2.11.). Diese Interessen
sind jedoch nach objektiven Kriterien, mithin danach zu werten, wie der zu
ändernde Name auf die Umwelt wirkt; subjektive Gründe des Namensträgers bleiben
bei dieser Wertung grundsätzlich bedeutungslos (Hans Michael Riemer,
Personenrecht des ZGB, 2. Aufl. 2002, S. 114 Rz. 230; Henri Deschenaux/
Paul-Henri Steinauer, Personnes physiques et tutelle, 4. Aufl. 2001, S. 132 Rz.
427; Roland Bühler, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl. 2006, N. 5 zu
Art. 30 ZGB).

4.1.2 Ehegatten darf eine Namensänderung aus wichtigen Gründen im Sinne von
Art. 30 Abs. 1 ZGB bewilligt werden, soweit der oder die neuen Namen Art. 160
oder Art. 30 Abs. 2 ZGB entsprechen (Cyril Hegnauer/Peter Breitschmid,
Grundriss des Eherechts, 4. Aufl. 2000, Rz. 13.29; vgl. Thomas Geiser, Die
Namensänderung nach Art. 30 Abs. 1 ZGB unter dem Einfluss des neuen Eherechts,
ZZW 1989 S. 39 f.). Es kann u.a. ein Wechsel vom Mannesnamen auf den
Frauennamen in Betracht kommen, wobei nach der Lehre bei den Anforderungen an
die "wichtigen Gründe" zu berücksichtigen ist, dass Art. 30 Abs. 2 ZGB diese
Lösung ohne weiteres vorsieht. Die "wichtigen Gründe" sollten sich jedoch in
der Regel aus einem Sachverhalt ableiten, der erst nach der Heirat eingetreten
ist (Hegnauer/Breitschmid, a.a.O., Rz. 13.33; Verena Bräm, Zürcher Kommentar,
N. 21 zu Art. 160 ZGB).

4.2 Die Beschwerdeführer (Eltern) machen geltend, dass die Frage des
Familiennamens im Zeitpunkt des Ehevorbereitungsverfahrens und der
Eheschliessung nicht thematisiert worden sei, da ihnen selbstverständlich
erschien, je ihren angestammten Namen zu behalten. Sie seien nicht darüber
informiert worden, dass allfällige Kinder den Namen des Ehegatten erwerben
würden, sondern seien davon ausgegangen, dass die Kinder einen Doppelnamen
erhalten würden. Zudem hätten sie während des Ehevorbereitungsverfahrens wegen
Fertilitätsproblemen nicht mit einer Schwangerschaft rechnen können. Das
Obergericht habe ihren Sach- und Rechtsirrtum vor dem Hintergrund der
familiären Ausgangslage als wichtigen Grund übergangen.

4.2.1 Die Einwände gehen fehl. Nach dem angefochtenen Urteil hatten sich die
Beschwerdeführer (Eltern) bewusst nicht weiter mit der Frage des Familiennamens
beschäftigt, weil diese selber ausgeführt hätten, dass sie über den Namen nicht
streiten wollten und die gesetzliche Regelung den traditionellen
Gepflogenheiten im Kulturkreis des Ehemannes entspreche. Wenn das Obergericht
erwogen hat, es sei in erster Linie in der Verantwortung der Brautleute, sich
über die verschiedenen rechtlichen Konsequenzen der Eheschliessung zu
informieren, und in ihrer vom geltenden Recht abweichenden Vorstellung über die
namensrechtlichen Wirkung keinen wichtigen Grund zur Namensänderung erachtet
hat, ist dies nicht zu beanstanden. Rein subjektive Gründe fallen für die
Namensänderung ausser Betracht. Die Vorbringen, die Papiere des
Ehevorbereitungsverfahrens seien als blosse "Heiratsformalitäten" von der
Ehefrau ausgefüllt worden, über welche sich diese ebenso wenig wie der Ehemann
Gedanken gemacht habe, zumal der Familiennamen "allenfalls registerrechtliche,
aber keinerlei praktische Bedeutung" habe, sind daher unbehelflich. Entgegen
der Behauptung der Beschwerdeführer wird im Gesuch um Vorbereitung der
Eheschliessung unmissverständlich die Angabe des Familiennamens nach der
Eheschliessung verlangt. Was die Beschwerdeführer als "Entdecken eines Irrtums"
bezeichnen und unter dem Titel "Vertrauensschutz" sowie Verfassungsverletzung
ausführen, stellt keinen Sachverhalt dar, der erst nach der Heirat eingetreten
ist, sondern sind die namensrechtlichen Wirkungen, welche (bereits) mit dem
Eheschluss eintreten, und auf welche im Übrigen - wie das Obergericht zu Recht
festgehalten hat - die Beschwerdeführerin (Ehefrau) in Anbetracht der Erklärung
zur Voranstellung des bisherigen Namen (gemäss Art. 160 Abs. 2 ZGB) gemäss
einer der mehreren gesetzlichen Möglichkeiten offensichtlich aktiv Einfluss
genommen hat.

4.2.2 Die Beschwerdeführer (Eltern) erblicken in der Geburt der Kinder einen
relevanten, nach der Heirat eingetretenen Sachverhalt. Aus dem Umstand, dass
sie im Zeitpunkt (19. Juni 2003) des persönlichen Erscheinens vor dem
Zivilstandsbeamten im Vorbereitungsverfahren (...) nicht mit einer
Schwangerschaft rechnen konnten, können sie nichts für sich ableiten. Das
Obergericht hat in diesem Zusammenhang festgehalten, dass die
Beschwerdeführerin (in Anbetracht des Geburtsdatums des ersten Kindes) im
Zeitpunkt der Trauung bereits schwanger war. Vor diesem Hintergrund stellt kein
Missbrauch bzw. keine Überschreitung des Ermessens dar, wenn die Vorinstanz
geschlossen hat, die Geburt der Kinder stelle keinen Sachverhalt, der erst nach
der Heirat eingetreten ist, und damit keinen "wichtigen Grund" dar.

4.3 Die Beschwerdeführer weisen im Wesentlichen auf die Namenskontinuität
zwecks Unternehmensnachfolge hin, welche vom Obergericht als wichtiger Grund
zur Namensänderung verkannt worden sei.

4.3.1 Die Ehefrau macht geltend, zu einem wesentlichen Teil im Weinbetrieb
mitzuarbeiten; sodann möchte sie dereinst ihrem Vater im Unternehmen
nachfolgen. Durch die Voranstellung des bisherigen Namens könne sie selbst zwar
"X____________" führen, nicht aber ihr Ehemann - welcher sich ebenfalls im
Betrieb engagiere - oder ihre Kinder, welche das Unternehmen weiterführen
sollen. Ob die Bedeutung des Namens "X____________" bzw. dessen immerhin
140-jährige Verbindung mit dem Weingut "______" für die Vermarktung des Weines
(wie das Obergericht ausführt) wirklich von untergeordneter Bedeutung ist,
braucht nicht abschliessend erörtert zu werden. Es steht fest, dass die
Unternehmensnachfolge noch nicht stattgefunden hat und die Mutter noch nicht
Betreiberin des Unternehmens ist. Dass der Ehemann im Weinbetrieb engagiert
sei, lässt sich dem angefochtenen Entscheid ebenso wenig entnehmen wie ein
Hinweis in zeitlicher Hinsicht betreffend die Unternehmensnachfolge. Insoweit
fehlt es an Anhaltspunkten für die geltend gemachten ernstlichen,
wirtschaftlichen Nachteile, die mit dem Familiennamen "Y_________" verbunden
sind und zu deren Beseitigung ein hinreichendes Interesse bestehen könnte.

4.3.2 Das Obergericht hat erwogen, von einer Benachteiligung der Kinder der
Ehefrau gegenüber allfälligen Nachkommen ihres Bruders betreffend die
Betriebsübernahme könne nicht gesprochen werden. Wenn die Vorinstanz
geschlossen hat, das lediglich abstrakte Interesse an der Änderung des Namens
falle vor dem Hintergrund, dass die Zukunft bezüglich einer Betriebsübernahme
völlig offen sei, nicht ins Gewicht, stellt dies keine gesetzwidrige
Ermessenausübung dar. Inwiefern eine allfällige Namensänderung zeitlich
dringlich sein soll und keinen Aufschub bis zum Zeitpunkt ertrage, in dem eine
Betriebsübernahme durch ein Kind feststeht, und eine Verweigerung einen nicht
wieder gutzumachenden sozialen und wirtschaftlichen Nachteil bedeute, ist nicht
ersichtlich. Auch wenn es dem Wunsch der Mutter entspricht, dass die Kinder
(oder eines von ihnen) den Betrieb weiterführen mögen, so ist dies im heutigen
Zeitpunkt spekulativ und vermag keinen wichtigen Grund darstellen, um den
Familiennamen der Ehegatten (oder der Kinder alleine) zu ändern.

4.4 Sodann leiten die Beschwerdeführer einen wichtigen Grund für die
Namensänderung aus der Verfassungswidrigkeit des ehelichen Namensrechts ab. In
der Tat ist anerkannt, dass sich die Regelung gemäss Art. 160 Abs. 1 und Art.
30 Abs. 2 ZGB in ihrer Gesamtheit als verfassungswidrig erweist, indem sie
gegen das in Art. 8 Abs. 3 BV verankerte Gebot der Gleichstellung der
Geschlechter verstösst (BGE 126 I 1 E. 2e S. 4; 116 II 657 E. 5 S. 665; 115 II
193 E. 3b S. 197; statt vieler: Bühler, a.a.O., N. 3 zu Art. 160 ZGB). Die
Beschwerdeführer (Eltern) bringen vor, die verfassungswidrige Regelung habe sie
daran gehindert, sich mit der Tragweite des Familiennamens aktiv
auseinanderzusetzen; wären sie bei Eheschluss vor eine aktive Wahl gestellt
worden, hätten sie sich "klar für den Namen der Ehefrau als Familiennamen
entschieden". Damit wird keine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 ZGB dargetan. Zum
einen gehen die Beschwerdeführer (Eltern) insoweit selber davon aus, dass die
"wichtigen Gründe" sich offenbar nicht aus einem Sachverhalt ableiten, der erst
nach der Heirat eingetreten ist. Zum anderen waren die Ehegatten bereits bei
der geltenden Regelung vor eine "aktive Wahl" gestellt, d.h. sie hätten sich
(gemäss Art. 30 Abs. 2 ZGB) ohne weiteres für den Namen der Ehefrau als
Familiennamen entscheiden können. Das Argument einer "Wiedergutmachung
diskriminierender Folgen von Art. 160 Abs. 1 ZGB" geht an der Sache vorbei.
Insoweit hat das Obergericht keine wichtigen Gründe zur Namensänderung
übergangen.

4.5 Weiter werfen die Beschwerdeführer dem Obergericht eine Rechtsverletzung
vor, weil es im Schutz der Kinder vor Diskriminierung wegen ihres griechischen
Familiennamens keinen Grund zur Namensänderung gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB
gesehen hat. Der Einwand ist unbegründet. Der Name "Y_________" lässt wohl ohne
weiteres auf die griechische Herkunft schliessen. Es ist - wie das Obergericht
zu Recht festgehalten hat - jedoch nicht ersichtlich, dass der griechische Name
in der Schweiz negative Assoziationen wecken sollte, welche den Namensträgern
nachteilig sein könnten (vgl. Urteil 5C.163/2002 vom 1. Oktober 2002, E.3.2,
AJP 2003 S. 702 ff.). Im weiteren ist zu beachten, dass der Name eine
Identifikationsfunktion erfüllt und die griechische Herkunft ein zentrales
Element der Biografie der Kinder ist, auf welches sie Anspruch haben (vgl.
Peter Breitschmid, AJP 2003 S. 705). Insoweit liegt keine Verletzung des
Ermessens bzw. von Art. 30 Abs. 1 ZGB vor.

4.6 Schliesslich rügen die Beschwerdeführer (mit Bezug auf den Eventualantrag),
dass das Obergericht ihnen keine Möglichkeit eingeräumt habe, "nachträglich"
bzw. nach der Heirat ein Gesuch gemäss Art. 30 Abs. 2 ZGB zu stellen, um den
Namen der Ehefrau als Familiennamen zu führen. Der Familienname im Sinne von
Art. 30 Abs. 2 ZGB kann jedoch nur der Name sein, den die Braut im Zeitpunkt
der Trauung trägt. Die Beschwerdeführer verkennen, dass das Gesuch, von der
Trauung an den Namen der Ehefrau als Familiennamen zu führen, von den
Brautleuten, d.h. vor der Trauung gestellt (nicht jedoch entschieden) werden
muss (vgl. Hegnauer/Breitschmid, a.a.O., Rz. 13.22 ff.). Nach der Trauung bzw.
für die Ehegatten ist zur Änderung des Familiennamens eine Namensänderung
gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB notwendig, welche nur aus wichtigen Gründen bewilligt
werden kann (vgl. E. 4.1). Diese Gründe sind vorliegend - wie dargelegt - nicht
gegeben.

5.
Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde unbegründet und abzuweisen, soweit
darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang werden die
Beschwerdeführer gemeinsam kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG). Eine
Parteientschädigung entfällt.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde in Zivilsachen wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'500.-- werden den Beschwerdeführern gemeinsam
auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II.
Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Juni 2008

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Levante