Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.489/2008
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_489/2008/don

Urteil vom 28. Juli 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Dr. med. Y.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug,
Fürsorgerechtliche Kammer, vom 18. Juli 2008.

Erwägungen:

1.
Der Beschwerdeführer wurde am 29. Juni 2008 von Dr. med. Y.________ im Rahmen
einer fürsorgerischen Freiheitsentziehung in die Psychiatrische Klinik
A.________ eingewiesen. Dagegen beschwerte er sich am 3. Juli 2008 beim
Verwaltungsgericht des Kantons Zug und ersuchte um seine Entlassung. Das
Verwaltungsgericht wies am 18. Juli 2008 die Beschwerde ab. Der
Beschwerdeführer gelangt mit einer am 22. Juli 2008 der Post übergebenen
Eingabe an das Bundesgericht mit dem sinngemässen Begehren, ihn aus der Anstalt
zu entlassen.

2.
Nach dem im angefochtenen Urteil erwähnten ärztlichen Gutachten vom 15. Juli
2008 wird beim Beschwerdeführer die Exacerbation einer bekannten paranoiden
Schizophrenie bei fehlender Medikamenten-Compliance diagnostiziert. Gemäss
angefochtenem Urteil besteht beim Beschwerdeführer im Entlassungsfall sowohl
erhebliches und unmittelbares Selbst- als auch Fremdgefährdungspotential.
Insbesondere wird erwähnt, dass er vor der Einweisung seine Mutter mehrmals
bedroht und Gegenstände in der Wohnung der Mutter demoliert hat. Des weiteren
wird ausgeführt, der Beschwerdeführer sei nicht krankheitseinsichtig; bei einer
sofortigen Entlassung sei innerhalb von wenigen Tagen und Wochen mit einem
Absetzen der Medikamente zu rechnen. Der stationäre Aufenthallt in der Klinik
bilde derzeit die einzige Möglichkeit, dem Beschwerdeführer die notwendige
Fürsorge zu erweisen, biete er doch allein Gewähr dafür, eine Stabilisierung
und Verbesserung des Krankheitsbildes zu erreichen. Die Vorbereitung auf ein
Leben ausserhalb der Klinik in einer geeigneten Wohnform sei erst mittelfristig
realisierbar.

3.
3.1 Die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG hat nebst einem Antrag eine Begründung
zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2
BGG), ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wird. In der
Beschwerdeschrift ist m.a.W. (entsprechend den altrechtlichen
Begründungsanforderungen des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG: Botschaft vom 28.
Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001, S. 4207 ff.,
Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen, welche Vorschriften
(Botschaft, a.a.O., Ziff. 2.2.4, S. 4232) und warum sie von der Vorinstanz
verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749). Auch Verfassungsrügen sind
in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Dabei ist in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen
Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft, a.a.O., Ziff.
4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) klar und detailliert anhand der Erwägungen
des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und
inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt worden sind (BGE 130 I
258 E. 1.3 S. 261f.).

3.2 Der Beschwerdeführer setzt sich nicht den genannten Anforderungen
entsprechend mit den Erwägungen des angefochtenen Urteils auseinander und zeigt
nicht auf, inwiefern das Urteil Bundesrecht verletzt. Der Beschwerdeführer
behauptet lediglich, ihm und seiner Mutter gehe es gut und er könne wieder bei
ihr wohnen, was nach dem angefochtenen Urteil nicht der Fall ist.

3.3 Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist somit im vereinfachten
Verfahren (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG) durch den Präsidenten der Abteilung
nicht einzutreten.

4.
Von der Erhebung von Kosten ist abzusehen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug,
Fürsorgerechtliche Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 28. Juli 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:
-
Escher Zbinden