Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.491/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_491/2008/bnm

Urteil vom 22. August 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________ SA,
Beschwerdeführerin,
,
X.________ SA
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ SA,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Fürsprecher Thomas Leder,

Gegenstand
Konkurseröffnung.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 18. Juni 2008 des
Obergerichts des Kantons Zug (Justizkommission).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 18. Juni 2008 des
Zuger Obergerichts (Justizkommission), das eine Beschwerde der
Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzlich über sie am 19. Mai 2008 erfolgte
Konkurseröffnung abgewiesen hat,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin sei
über sie der Konkurs nicht wegen Zahlungseinstellung (Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2
SchKG), sondern auf Grund der fortgesetzten Betreibung der Beschwerdegegnerin
eröffnet worden, ein Konkursaufschub nach Art. 725a OR falle mangels einer
Überschuldungsanzeige (mit revidierter Zwischenbilanz) ausser Betracht, mit der
erstinstanzlichen Erwägung, wonach das Aufschubsgesuch der Beschwerdeführerin
als rechtsmissbräuchliches Nachlassstundungsgesuch zu qualifizieren sei, setze
sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander,
dass das Obergericht weiter erwog, auf Grund der Akten könne keine Rede von
einer unmittelbar bevorstehenden Freigabe der in einem Zürcher Strafverfahren
blockierten Mittel der X.________ AG die Rede sein, die von der
Beschwerdeführerin eingereichte Einstellungsverfügung der dortigen
Staatsanwaltschaft sei ein unzulässiges Novum und die Verweigerung der
Konkursaussetzung nach Art. 173a SchKG nicht zu beanstanden, die
Konkursforderung sei sodann weder getilgt noch verjährt, eine Aufhebung der
Konkurseröffnung auf Grund von Art. 174 Abs. 2 SchKG falle ausser Betracht,
ohne dass die weitere Voraussetzung der Zahlungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin geprüft werden müsse,
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2
BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b
BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen
Begründungsanforderungen des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG: Botschaft vom 28.
Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff.,
Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften
(Botschaft, a.a.O. Ziff. 2.2.4, S. 4232) und warum sie von der Vorinstanz
verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift
(entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1
lit. b OG: Botschaft, a.a.O. Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.),
dass sich im vorliegenden Fall die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das
Bundesgericht nicht mit den entscheidenden Erwägungen des Zuger Obergerichts
auseinandersetzt,
dass sie erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser
Erwägungen aufzeigt, inwiefern das obergerichtliche Urteil vom 18. Juni 2008
rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass es insbesondere nicht genügt, dieses Urteil in vollem Wortlaut
wiederzugeben, den Sachverhalt, ohne substantiierte Sachverhaltsrügen (Art. 105
Abs. 2/106 Abs. 2 BGG) zu erheben, aus eigener Sicht zu schildern, den Zürcher
Behörden Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung in einem Strafverfahren
vorzuwerfen, die Zahlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu behaupten und die
Deblockierung von strafrichterlich beschlagnahmten Vermögenswerten zu fordern,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende -
Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1
BGG) und die Beschwerdegegnerin, die zur Stellungnahme zum Gesuch um
aufschiebende Wirkung aufgefordert worden ist, für ihre Eingaben im Verfahren
nach Art. 103 BGG zu entschädigen hat (Art. 68 Abs. 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche
Verfahren mit Fr. 500.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien sowie dem Obergericht und dem Konkursamt des
Kantons Zug schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. August 2008

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann