Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.609/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_609/2008/bnm

Urteil vom 5. November 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Bern (Plenum),
Postfach 7475, 3001 Bern.

Gegenstand
Ausstandsbegehren gegen alle Mitglieder der kantonalen Aufsichtsbehörde in
Betreibungs- und Konkurssachen.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 11. August 2008 des
Obergerichts des Kantons Bern.

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72ff. BGG gegen den Plenumsentscheid vom 11.
August 2008 des Obergerichts des Kantons Bern, das ein (im Rahmen eines
kantonalen Beschwerdeverfahrens betreffend Pfändungsvollzug gestelltes)
Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers gegen sämtliche Mitglieder der
kantonalen Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen abgewiesen hat,
in die (die Gesuche des Beschwerdeführers um aufschiebende Wirkung und um
unentgeltliche Rechtspflege abweisende) Verfügung vom 12. September 2008 samt
Aufforderung an den Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses von
Fr. 700.--,
in die Bestätigung der Bundesgerichtskasse, wonach der Vorschuss fristgerecht
bezahlt worden sei,

in Erwägung,
dass das Obergericht im Plenumsentscheid vom 11. August 2008 erwog, die wegen
Gehörsverletzung erfolgte Gutheissung einer Beschwerde durch das Bundesgericht
(Urteil 5A_451/2007 vom 4. Februar 2008) lasse die abgelehnten Gerichtspersonen
bei objektiver Betrachtungsweise nicht als befangen erscheinen, zumal der
Beschwerdeführer selbst keine Wiederholung der Verletzung seines Replikrechts
geltend mache, ebenso wenig begründe die im Hinblick auf künftige mutwillige
Beschwerden erfolgte Androhung von Kostenfolgen nach Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5
SchKG und die Auferlegung einer Verfahrensbusse von Fr. 300.-- einen
Ablehnungsgrund,
dass das Obergericht weiter erwog, der Beschwerdeführer habe keine Belege
betreffend die von ihm behauptete Strafanzeige gegen die Aufsichtsbehörde
eingereicht, die Einreichung einer Strafanzeige allein wäre im Übrigen nicht
geeignet, die Mitglieder der Aufsichtsbehörde als befangen erscheinen zu
lassen,
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2
BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b
BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und
warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S.
287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E.
1.4 S. 287f.),
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht
nach den erwähnten Anforderungen mit den entscheidenden obergerichtlichen
Erwägungen auseinandersetzt,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen rechtsgenüglich aufzeigt,
inwiefern der angefochtene Plenumsentscheid des Obergerichts vom 11. August
2008 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass es insbesondere nicht genügt, den Sachverhalt (ohne nach Art. 105 Abs. 2/
106 Abs. 2 BGG substantiierte Rügen zu erheben) aus eigener Sicht zu schildern
und die vom Obergericht bereits widerlegten Vorbringen zu wiederholen,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende -
Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
zumal die Beschwerde nach Ablauf der Beschwerdefrist nicht ergänzt werden kann,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1
BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Bern
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. November 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann