Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.64/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_64/2008 /zga

Urteil vom 14. Oktober 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiber Rapp.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Hans Rudolf Wild,

gegen

Y.________ AG in Liquidation,
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Karl Wüthrich.

Gegenstand
Anfechtung gemäss Art. 285ff SchKG,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, Zivilrechtliche
Abteilung,
vom 11. Dezember 2007.

Sachverhalt:

A.
Die Y.________ AG in Liquidation (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) mit Sitz in
V.________ war die Konzernobergesellschaft der früheren Y.________-Gruppe,
welche sich mit der Verwertung von Marketing- und Fernsehrechten im
Sportbereich befasste. Die operative Kerngesellschaft der Gruppe war die
Z.________ in Liquidation, an welcher die Beschwerdegegnerin zu 90% und der
japanische Konzern A.________ Inc. zu 10% beteiligt waren. Am 21. Mai 2001
wurde über die Beschwerdegegnerin und die Z.________ der Konkurs eröffnet.
X.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) war Mitglied des Verwaltungsrates
der Beschwerdegegnerin. Am 18. Dezember 2000 und 19. Januar 2001, 7. und 9.
März 2001 erhielt er von der Beschwerdegegnerin Zahlungen in der Höhe von
insgesamt Fr. 646'050.-- zur Begleichung von Honorarforderungen für im Jahr
2000 sowie in den Monaten Januar und Februar 2001 geleistete Arbeit.

B.
Am 20. Mai 2003 reichte die Beschwerdegegnerin beim Kantonsgericht Zug gegen
den Beschwerdeführer Klage ein mit dem Begehren, er sei zu verpflichten, ihr
Fr. 646'050.-- nebst 5% Zins auf Fr. 100'000.-- seit dem 18. Dezember 2000, auf
Fr. 100'000.-- seit dem 19. Januar 2001, auf Fr. 409'300.-- seit dem 7. März
2001 und auf Fr. 36'750.-- seit dem 9. März 2001 zu bezahlen. Zusätzlich
beantragte sie, der Beschwerdeführer sei zu verpflichten, sämtliche sich bei
ihm befindlichen Gesellschaftsakten, insbesondere sämtliche Korrespondenz
zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin datierend vom 1. Januar 2000 bis zur
Konkurseröffnung über die Beschwerdegegnerin, herauszugeben, und eine
Vollständigkeitserklärung in Bezug auf die edierten Akten abzugeben.

Mit Urteil vom 4. September 2006 verpflichtete das Kantonsgericht Zug, 2.
Abteilung, den Beschwerdeführer in teilweiser Gutheissung der Klage, der
Beschwerdegegnerin Fr. 646'050.-- nebst Zins zu 5% seit 16. Januar 2004 zu
bezahlen.

C.
Gegen dieses Urteil reichte der Beschwerdeführer beim Obergericht Zug Berufung
ein.

Mit Urteil vom 11. Dezember 2007 wies das Obergericht die Berufung ab und
bestätigte das Urteil des Kantonsgerichts.

D.
Mit Beschwerde vom 28. Januar 2008 beantragt der Beschwerdeführer dem
Bundesgericht die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Abweisung der
Klage, eventualiter die Zurückweisung an die Vorinstanz zur Durchführung eines
Beweisverfahrens und zu neuer Entscheidung. Die Beschwerdegegnerin schliesst in
ihrer Vernehmlassung vom 12. März 2008 auf Abweisung der Beschwerde. Mit
Verfügung vom 13. Februar 2008 wurde der Beschwerde antragsgemäss aufschiebende
Wirkung zuerkannt.

Erwägungen:

1.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in Schuldbetreibungs-
und Konkurssachen, der einen Endentscheid darstellt (Art. 72 Abs. 2 lit. a,
Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG). Da der Streitwert mehr als Fr. 30'000.--
beträgt, ist die Zulässigkeit der Beschwerde in Zivilsachen gegeben (Art. 74
Abs. 1 lit. b BGG).

Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es
prüft eine Verletzung von Grundrechten nur insofern, als eine solche Rüge in
der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2
BGG).

Nach Art. 105 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt
zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Abs. 1). Es kann diese
Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie
offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art.
95 BGG beruht (Abs. 2). Die Voraussetzungen für eine Sachverhaltsrüge nach Art.
97 Abs. 1 BGG und für eine Berichtigung des Sachverhalts von Amtes wegen nach
Art. 105 Abs. 2 BGG stimmen im Wesentlichen überein. Soweit es um die Frage
geht, ob der Sachverhalt willkürlich ermittelt worden ist, sind strenge
Anforderungen an die Begründungspflicht der Beschwerde gerechtfertigt.
Entsprechende Beanstandungen sind vergleichbar mit den in Art. 106 Abs. 2 BGG
genannten Rügen. Demzufolge genügt es nicht, einen von den tatsächlichen
Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Vielmehr
ist in der Beschwerdeschrift nach den erwähnten gesetzlichen Erfordernissen
darzulegen, inwiefern diese Feststellungen willkürlich zustande gekommen sind.
Andernfalls können Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der von den
Feststellungen im angefochtenen Entscheid abweicht, nicht berücksichtigt werden
(BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur
soweit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt
(Art. 99 Abs. 1 BGG).

2.
Die Beschwerde entspricht weitgehend der Berufung vor Obergericht.
Dementsprechend enthält sie teilweise auch Einwände gegen Erwägungen, die nicht
im obergerichtlichen Entscheid enthalten sind, und es fehlen Einwände gegen
Erwägungen, die nur im obergerichtlichen Entscheid enthalten sind. Das
Bundesgericht ist indessen nicht eine weitere Appellationsinstanz. Es prüft die
Eingabe des Beschwerdeführers daher einzig aufgrund der genannten Grundsätze
(oben, E. 1).

3.
Mit der Anfechtung sollen Vermögenswerte der Zwangsvollstreckung zugeführt
werden, die ihr durch eine Rechtshandlung nach den Art. 286-288 SchKG entzogen
worden sind (Art. 285 Abs. 1 SchKG). Nach Art. 288 SchKG sind alle
Rechtshandlungen anfechtbar, welche der Schuldner innerhalb der letzten fünf
Jahre vor der Pfändung oder Konkurseröffnung in der dem andern Teile
erkennbaren Absicht vorgenommen hat, seine Gläubiger zu benachteiligen oder
einzelne Gläubiger zum Nachteil anderer zu begünstigen.

4.
Der Beschwerdeführer macht geltend, durch die Ablehnung seiner Beweisanträge
sei das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und Art. 8 ZGB verletzt sowie eine
willkürliche Beweiswürdigung (Art. 9 BV) vorgenommen worden.

4.1 Vor erster Instanz machte der Beschwerdeführer Zahlungen an Berater in der
Höhe von insgesamt Fr. 6'035'268.12 geltend und verlangte im Hinblick auf den
Nachweis der während der Sanierung ausgeführten Zahlungen die Edition
sämtlicher Zahlungsbelege vom 1. November 2000 bis 31. März 2001 durch die
Beschwerdegegnerin. Das Obergericht erwog, dass diese Zahlungen gemäss
Beschwerdeführer ausschliesslich an Gläubiger geleistet worden seien, welche
betriebsnotwendige Leistungen an die Beschwerdegegnerin erbracht hätten. Mit
der Beschränkung auf Zahlungen an Erbringer betriebsnotwendiger Leistungen habe
die Beschwerdegegnerin bewusst in Kauf genommen, dass die übrigen Gläubiger
benachteiligt würden; die Zahlungen an weitere Gläubiger stellten daher kein
Indiz für eine fehlende Schädigungsabsicht dar, weshalb die Edition der
Zahlungsbelege zu Recht unterblieben sei.

4.2 Sodann beantragte der Beschwerdeführer vor erster Instanz die Einvernahme
von Zeugen, welche bestätigen sollten, dass es sich bei seiner Tätigkeit um
betriebsnotwendige Leistungen gehandelt haben soll. Diesbezüglich führte das
Obergericht aus, dass Forderungen aus betriebsnotwendigen Leistungen nicht
privilegiert zu behandeln seien. Daher habe auf die Zeugeneinvernahme
verzichtet werden können.

4.3 Schliesslich stellte der Beschwerdeführer vor erster Instanz ein Begehren
um Zeugeneinvernahme als Beweis dafür, dass er mit der Zahlungsausführung
nichts zu tun gehabt habe und dass die Zahlungen durch den Sanierungsausschuss
veranlasst worden seien. Das Obergericht führte dazu aus, dass die erste
Instanz die Erkennbarkeit der Schädigungsabsicht nicht nur mit der
Organstellung des Beschwerdeführers begründet habe, sondern sich dabei auch auf
andere Umstände gestützt habe, weshalb nicht nachvollzogen werden könne,
inwiefern die betreffenden Zeugenaussagen zu einer anderen Beurteilung der
Erkennbarkeit führen könne. Auch auf diese Zeugeneinvernahme habe somit
verzichtet werden können.

4.4 Die erste Instanz hat die betreffenden Beweisanträge abgelehnt, indem sie
diesbezüglich eine antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen hat. In deren
Rahmen kann der Richter weitere Beweismassnahmen ablehnen, wenn er aufgrund
bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und zur Auffassung
gelangen durfte, dass weitere Beweisvorkehren an der Sachlage bzw. an der
Würdigung der bereits abgenommenen Beweise voraussichtlich nichts mehr ändern
würden (BGE 130 II 425 E. 2.1 S. 429; 124 I 208 E. 4a S. 211). Die antizipierte
Beweiswürdigung ist ein Teil der Beweiswürdigung, die vom Bundesgericht nur auf
Willkür hin überprüft werden kann, was entsprechend substanziierte Willkürrügen
voraussetzt (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262; 117 Ia 10 E. 4b S. 11 f.). Erweist
sich die antizipierte Beweiswürdigung als willkürfrei, liegt in ihr keine
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 115
Ia 97 E. 5b S. 101).

In der Beschwerde finden sich indes keine substanziierten Ausführungen,
inwiefern der angefochtene Entscheid diesbezüglich unhaltbar und damit
willkürlich sein soll. Vielmehr wendet der Beschwerdeführer gegen die
vorinstanzlichen Erwägungen ein, er habe gar nicht behauptet, alle Zahlungen
seien betriebsnotwendig gewesen. Das Obergericht habe seine Argumentation,
wonach eine Vielzahl von Zahlungen als Indiz gegen eine Schädigungsabsicht zu
werten sei, nicht abgelehnt. Im Übrigen beschränkt er sich darauf, auszuführen,
wie die von ihm gestellten Beweisanträge seiner Ansicht nach hätten gewürdigt
werden müssen. Ist aber mangels Willkürrügen davon auszugehen, dass die erste
Instanz willkürfrei von der Abnahme der betreffenden Beweise absehen durfte,
bleibt für die Gehörsrüge nach dem Gesagten kein Raum.

5.
Strittig ist, ob eine Gläubigerschädigung vorliegt.

5.1 Das Obergericht erwog, dass der Beschwerdeführer in einem
Auftragsverhältnis mit der Beschwerdegegnerin gestanden habe und als
Beauftragter in Ermangelung einer abweichenden Vereinbarung
vorleistungspflichtig gewesen sei; auf seine Vorleistungspflicht lasse
insbesondere auch der Umstand schliessen, dass er einen festen Summensatz pro
Einheit der aufgewendeten Arbeitszeit als Entgelt erhalten habe. Er habe somit
die Gegenleistung kreditiert, sodass es sich bei den Zahlungen der
Beschwerdegegnerin von Fr. 646'050.-- um eine Kreditschuld handle. Wenn der
Schuldner sein Geld zum blossen Zwecke der Tilgung einer Forderung hingebe,
tausche er für seine Leistung keine Gegenleistung ein, die eine Schädigung der
Gläubiger zum Vornherein ausschliessen würde. Somit sei es unerheblich, ob die
vom Beschwerdeführer fakturierten Honorare dem Marktwert seiner
Dienstleistungen entsprächen. Daher liege eine Schädigung der Gläubiger vor.

5.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, die von ihm fakturierten Honorare
hätten dem Marktwert der dafür erbrachten Dienstleistungen entsprochen, weshalb
es an einer Gläubigerschädigung fehle.

5.3 Eine Schädigung der Gläubiger tritt in der Regel nicht ein, wenn die
angefochtene Rechtshandlung im Austausch gleichwertiger Leistungen besteht, es
sei denn, der Schuldner habe mit dem Geschäft den Zweck verfolgt, über seine
letzten Aktiven zum Schaden der Gläubiger verfügen zu können, und sein
Geschäftspartner habe das erkannt oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit
erkennen müssen (BGE 134 III 452 E. 3.1 S. 455; 130 III 235 E. 2.1.2 S. 238).

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts führt die Bezahlung der
Dienstleistungen der Revisionsstelle, selbst wenn diese ihrem Wert nach dem
geleisteten Betrag entsprechen, zu einer Schädigung der übrigen Gläubiger, da
diese lediglich eine Dividende erhalten (BGE 5A_559/2007 vom 16. April 2008 E.
4.3). Dies gilt ebenso für die Bezahlung des Honorars eines Verwaltungsrates.
Auch sie kann dazu führen, dass die Forderungen der übrigen Gläubiger nicht
mehr vollständig befriedigt werden können, und damit eine Gläubigerschädigung
herbeiführen.

Insofern stossen die Einwände des Beschwerdeführers ins Leere.

6.
Sodann ist strittig, ob eine Schädigungsabsicht vorliegt. Das Obergericht
erwog, dass die Organe der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt sämtlicher Zahlungen
an den Beschwerdeführer das Scheitern der Sanierung und darauf folgend die
Konkurseröffnung ernsthaft hätten in Betracht ziehen müssen.

6.1 Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer eine unrichtige Feststellung des
Sachverhalts (Art. 97 BGG), welche zudem gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV)
verstosse.

Zunächst macht er geltend, die Vorinstanz habe einen von ihm angerufenen
Entscheid der Justizkommission des Obergerichts Zug vom 1. Mai 2001
ausgeblendet, aus welchem hervorgehen soll, dass Aussichten auf eine Sanierung
der Beschwerdegegnerin bestanden hätten und damit die an ihn geleisteten
Zahlungen nicht anfechtbar seien. Inwieweit die Feststellungen des Obergerichts
willkürlich zustande gekommen sein sollen, ist jedoch nicht ersichtlich.
Vielmehr hat das Obergericht ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich der
Beschwerdeführer nicht auf Sanierungsbemühungen und bessere
Sanierungsaussichten nach dem Zeitpunkt der letzten Zahlung berufen könne, da
für die Frage der Schädigungsabsicht auf den Zeitpunkt der angefochtenen
Rechtshandlung abzustellen sei (s. unten, E. 6.6). Es hat dabei auf die
entsprechenden kantonsgerichtlichen Erwägungen Bezug genommen, welche sich
explizit mit dem Entscheid der Justizkommission auseinandergesetzt haben. Die
Rüge erweist sich somit als nicht substanziiert (Art. 106 Abs. 2 BGG).

Weiter führt der Beschwerdeführer an, die Vorinstanz hätte sich mit einem
Schreiben der Bank B.________ vom 23. April 2001 auseinandersetzen sollen, aus
welchem hervorgehen soll, dass begründete Aussicht auf Sanierung bestanden
habe. Diesbezüglich beruft er sich auf einen Sachverhalt, den er vor
Obergericht nicht vorgebracht hat, obwohl er dazu durchaus veranlasst gewesen
wäre. Damit hätte das Obergericht diesen Umstand in tatsächlicher und
rechtlicher Hinsicht würdigen können. Da es der Beschwerdeführer jedoch
unterlassen hat, dieses Vorbringen vorinstanzlich geltend zu machen, handelt es
sich um ein neues und somit unzulässiges Beweismittel (Art. 99 Abs. 1 BGG).

6.2 Der Beschwerdeführer macht in allgemeiner Weise geltend, das Obergericht
sei von einem unzutreffenden Beurteilungsmassstab betreffend die
Aussichtslosigkeit der Sanierung ausgegangen, welcher eine erfolgreiche
Sanierung verunmögliche.
6.2.1 So führt der Beschwerdeführer an, das Gebot der Gleichbehandlung der
Gläubiger gelte erst ab dem Zeitpunkt, ab dem aus objektiver Sicht der Konkurs
ernstlich drohe oder gar unabwendbar, eine Sanierung unrealistisch erscheinen
müsse und die Umstellung auf Liquidationswerte zu erfolgen habe. Das
Obergericht hätte nicht darauf abstellen dürfen, ob derart konkrete Vorschläge
für eine Sanierung vorgelegen seien, dass eine Benachteiligung der Gläubiger
praktisch ausgeschlossen gewesen sei und sich eine solche Benachteiligung als
mögliche Folge des Handelns nicht mehr aufgedrängt habe, sondern darauf, ob
eine realistische Sanierungsaussicht im Zeitpunkt der angefochtenen Zahlungen
bestanden habe bzw. ob keine Aussichtslosigkeit vorgelegen sei.

Der Beschwerdeführer rügt weiter, es würde jede Sanierung verhindert, wenn die
Voraussehbarkeit des Konkurses bereits zu Beginn der Sanierung angenommen
würde, da die Notwendigkeit einer Sanierung immer auch eine ernstlich drohende
Konkursgefahr mit umfasse. Wer im Hinblick auf eine denkbare Sanierung
beauftragt werde und im Zeitpunkt seiner Sanierungsleistungen ein Honorar
beziehe, könne keine Gläubigerschädigung beabsichtigen, da er im Zeitpunkt der
Honorarzahlung noch an die Sanierung geglaubt habe. Daher sei eine
Schädigungsabsicht ausgeschlossen, wenn sich die Zahlung auf Verbindlichkeiten
bezögen, welche zur Erhaltung der Überlebenschance des Unternehmens eingegangen
worden seien
6.2.2 Der Beschwerdeführer stützt sich vergeblich auf die Ausführungen des
Handelsgerichts Zürich, wonach es nicht der Zweck der Anfechtungsklage sein
könne, echte Sanierungsbemühungen mit der Gefahr einer späteren
Rückgängigmachung von Rechtshandlungen zu belasten, die Geschäftspartner der zu
sanierenden Gesellschaft in der Regel davon ausgehen dürften, diese sei
mindestens auf absehbare Zeit in der Lage, ihren fälligen Verbindlichkeiten
nachzukommen, weshalb man auch von ihr ohne Risiko Erfüllungshandlungen
entgegennehmen könne, und die Anfechtungsklage die Erkenntnis (beim Schuldner
auch um das Erkennenmüssen, beim Gläubiger um das Erkennensollen) voraussetze,
dass die Sanierung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr möglich sei, dass
nur mehr die Liquidation bleibe (Urteil vom 10. Januar 2007 E. VI.5, in: ZR 106
/2007 S. 105):

Zwar hat die Anfechtungsklage nach der Rechtsprechung nicht zum Zweck, alle
Versuche zur Rettung des Schuldners unmöglich oder sehr gefährlich zu machen.
Es liegt im Interesse der Gläubiger, dass Dritte versuchen, dem Schuldner zu
Hilfe zu kommen, ohne Gefahr zu laufen, im Falle der Nutzlosigkeit der
Bemühungen das Entgelt für ihre Leistungen zurückzahlen zu müssen (BGE 134 III
452 E. 5.2 S. 458; 78 III 83 E. 2 S. 87 f.). Indes schränkt die vom
Beschwerdeführer zitierte Rechtsauffassung des Handelsgerichts den
Anwendungsbereich der Absichtsanfechtung ein und führt zu einer
Ungleichbehandlung der Gläubiger. Die Schädigungsabsicht und ihre Erkennbarkeit
wird daher nicht aufgrund der Tatsache ausgeschlossen, dass sich ein Schuldner
in wirtschaftlichen Schwierigkeiten um Sanierung bemüht. Vorausgesetzt ist
vielmehr, dass die Sanierungsbemühungen als erfolgversprechend erscheinen (BGE
134 III 452 E. 5.5 S. 460). Somit ist dem Obergericht in Bezug auf den
Beurteilungsmassstab betreffend die Schädigungsabsicht keine Verletzung von
Bundesrecht vorzuwerfen. Insofern ist die Beschwerde abzuweisen.

6.3 Was die erste Zahlung vom 18. Dezember 2000 betrifft, führte das
Obergericht aus, es sei an einer Bankensitzung vom 14. Dezember 2000
festgestellt worden, dass ohne Ausgabe einer Anleihe in Form von Asset-Backed
Securities (ABS) und unter Berücksichtigung der erforderlichen Zeit für die
Umsetzung der Restrukturierungsmassnahme von Dezember 2000 bis Juni 2001 ein
zusätzlicher Finanzbedarf von Fr. 120'000'000.-- bis 150'000'000.-- entstehe
und die kurzfristigen Liquiditätsbedürfnisse auch nicht mit ABS gelöst werden
könnten. Der Beschwerdeführer könne aus der Feststellung, anlässlich der
Verwaltungsratssitzung vom 27. November 2000 hätten die Liquiditätskennzahlen
gezeigt, dass nach Durchführung einer ABS die Liquidität unter Kontrolle sei,
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Ausserdem habe die Suche nach dem für das
Gelingen der Sanierung unverzichtbaren strategischen Investor noch angedauert.
Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe einen vermeintlichen Widerspruch
zwischen den Feststellungen betreffend zusätzlichen Finanzbedarf von Fr.
120'000'000.-- bis 150'000'000.-- (anlässlich der Bankensitzung vom 14.
Dezember 2000) und betreffend Liquidität nach Durchführung einer ABS
(anlässlich der Verwaltungsratssitzung vom 27. November 2000) zu seinen Lasten
als Indiz für die Schädigungsabsicht betrachtet. Dem ist entgegenzuhalten, dass
das Obergericht diesbezüglich keinen Widerspruch angenommen und daher auch
keinen solchen zu Lasten des Beschwerdeführers ausgelegt hat. Vielmehr ist es
widerspruchsfrei davon ausgegangen, dass die kurzfristigen
Liquiditätsbedürfnisse nicht hätten befriedigt werden können. Im Übrigen
richtet sich der Beschwerdeführer in appellatorischer Weise und weitgehend in
Wiederholung seiner Vorbringen vor Obergericht gegen die vorinstanzlichen
Ausführungen, sodass nicht ersichtlich ist, inwiefern das Obergericht
Bundesrecht verletzt haben soll. Auch tut er nicht substanziiert dar, inwieweit
die Beweiswürdigung - wie er geltend macht - lediglich punktuell und
willkürlich erfolgt sein soll. Soweit er festhält, man könne getrost davon
ausgehen, dass im Rahmen der Sanierungsmassnahmen nur deshalb neue Kredite
nachgefragt worden seien, weil man vom Gelingen des Sanierungskonzepts
überzeugt gewesen sei, ist ebenfalls nicht ersichtlich, worauf sich seine
Ausführungen stützen. Der Einwand, dass die ab 10. Dezember 2000 mit der
C.________ geführten Verhandlungen zwar schwierig gewesen seien, aber zum
Erfolg geführt hätten, wurde vor Obergericht noch nicht vorgebracht, sodass es
sich dabei um ein unzulässiges Novum handelt (Art. 99 Abs. 1 BGG).

6.4 Betreffend die zweite Zahlung vom 19. Januar 2001 erwog das Obergericht, es
sei an einer Verwaltungsratssitzung vom 8. Januar 2001 festgestellt worden,
dass die Suche nach einem Investor sich erst im Stadium der Vorbereitung der
Due Diligence Arbeiten befinde, sodass Interessenten für eine Übernahme somit
vorhanden gewesen seien, die Übernahme aber noch nicht unter Dach und Fach
gewesen sei. Im Protokoll dieser Sitzung sei die Lage denn auch als trotz aller
Bemühungen immer noch höchst alarmierend bezeichnet worden.

Auch diesbezüglich beschränkt sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen darauf,
in appellatorischer Weise auszuführen, wie sich die Sanierungsbemühungen
zugetragen haben sollen, und allgemein festzuhalten, dass Verwaltungsrat,
Sanierungsausschuss und alle beigezogenen Berater an die Erfolgschancen der
Sanierung geglaubt hätten und auch hätten glauben dürfen. Er legt jedoch nicht
dar, inwiefern das Obergericht Bundesrecht verletzt haben soll; insbesondere
setzt er sich nicht mit der obergerichtlichen Erwägung auseinander, wonach im
Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 8. Januar 2001 die Lage als trotz
aller Bemühungen immer noch höchst alarmierend bezeichnet worden sei.

6.5 In Bezug auf die dritte und vierte Zahlung an den Beschwerdeführer am 7.
und 9. März 2001 führte das Obergericht aus, die D.________ habe der
Beschwerdegegnerin am 28. Februar 2001 mitgeteilt, dass sie der Ausgabe einer
Anleihe in Form von ABS nicht mehr zustimme. Der Beschwerdeführer berufe sich
vergeblich auf zu diesem Zeitpunkt laufende Verhandlungen mit drei potenziellen
Investoren, nämlich A.________, der E.________-Gruppe und der
F.________-Gruppe. A.________ habe der Beschwerdegegnerin - wenn auch nicht
definitiv - am 1. März 2001 mitgeteilt, dass sie deren Vorschlag nicht
akzeptieren könne. Betreffend die E.________-Gruppe seien der
Beschwerdegegnerin zum Zeitpunkt der beiden fraglichen Zahlungen deren
Bedingungen für ein Engagement noch nicht bekannt gewesen, sondern erst am 16.
März 2001 mitgeteilt worden und hätten am 23. März 2001 zu einer Ablehnung des
Angebots durch die Beschwerdegegnerin geführt. Betreffend die F.________-Gruppe
sei nicht erstellt, dass in der ersten Hälfte März 2001 ein ernsthaftes
Interesse bestanden habe. Vielmehr habe der Verwaltungsratspräsident der
Beschwerdegegnerin am 6. März 2001 die übrigen Verwaltungsratsmitglieder
lediglich über zwei Investoren in Kenntnis gesetzt und ausserdem darauf
hingewiesen, dass ohne deren Interesse zur Übernahme keine weitere
Erfolgschance in der Suche nach einer Equity-Lösung ersichtlich sei, dass damit
gerechnet werden müsse, dass ein positiver Eigenkapital-Ausweis zur Erfüllung
von Art. 725 OR per 31. Dezember 2000 nicht mehr gewährleistet sei, und dass
ohne Investor-Kandidat an der für den 15. März 2001 anberaumten
Verwaltungsratssitzung der Antrag auf den unverzüglichen Vollzug der zur
Einleitung der Konkurseröffnung notwendigen Schritte gestellt werden müsse.

Der Beschwerdeführer bestätigt das vom Obergericht zitierte Schreiben der
D.________ vom 28. Februar 2001; er führt dazu lediglich aus, es stehe
nirgends, dass diese ihre Zustimmung zum Finanzierungsprojekt zurückgezogen
hätte, und Verhandlungen mit der D.________ hätten zum "courant normal" gehört.
Weshalb die Vorinstanz trotz der fehlenden Zustimmung der D.________ zum
Finanzierungsprojekt von einem angeblichen "courant normal" hätte ausgehen
müssen und insofern Bundesrecht verletzt haben soll, ist jedoch nicht
ersichtlich. Auch setzt sich der Beschwerdeführer nicht mit den
obergerichtlichen Erwägungen zu den Verhandlungen mit den drei Investoren
auseinander, sondern beschränkt sich auch diesbezüglich auf eine Wiederholung
seiner bereits vor Obergericht vorgebrachten Ausführungen.

6.6 Der Beschwerdeführer richtet sich weiter gegen die obergerichtliche
Erwägung, er berufe sich vergeblich auf Sanierungsbemühungen und bessere
Sanierungsaussichten nach dem Zeitpunkt der letzten Zahlung, da für die Frage
der Schädigungsabsicht auf den Zeitpunkt der angefochtenen Rechtshandlung
abzustellen sei. Er macht geltend, man habe aufgrund seiner
Sanierungsbemühungen und eines Entscheids der Justizkommission des Obergerichts
Zug vom 1. Mai 2001 vernünftigerweise von einer erfolgreichen Sanierung
ausgehen dürfen, auch wenn diese letztlich doch gescheitert sei. So habe die
Justizkommission die Sanierungschancen der Y.________/Z.________-Gruppe auf
mehr als 50% eingestuft, da sich ein potenzieller Investor am 23. April 2001
bereit erklärt habe, der Gruppe gegen die Übertragung sämtlicher Aktien der
Beschwerdegegnerin zunächst EUR 5'000'000.-- und in einer zweiten Tranche EUR
155'000'000.-- zur Verfügung zu stellen. Weshalb aus diesen bereits vor
Obergericht geltend gemachten Vorbringen hervorgehen soll, dass die Vorinstanz
eine Schädigungsabsicht hätte verneinen müssen, ist jedoch nicht ersichtlich.

6.7 Der Beschwerdeführer richtet sich ferner gegen die Ausführungen des
Obergerichts, es seien seit dem 22. Dezember 2000 nur noch von einem
Sanierungsausschuss ausgewählte Forderungen beglichen worden, woraus sich
ergebe, dass ab diesem Zeitpunkt nicht mehr alle Gläubiger hätten befriedigt
werden können. Er macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe dadurch, dass sie
die Mandate des Sanierungsausschusses nicht widerrufen habe, auf die
Einflussnahme auf die Zahlungen verzichtet. Es bestünden keine Anhaltspunkte
dafür, dass der Sanierungsausschuss Zahlungen genehmigt habe, die er nicht
hätte genehmigen dürfen. Der Sanierungsausschuss habe nur fällige Forderungen
bezahlen lassen. Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ist jedoch nicht
ersichtlich, was sich aus der Existenz und der Tätigkeit des
Sanierungsausschusses zu seinen Gunsten ableiten lassen soll. Vielmehr
beschränkt er sich auch diesbezüglich auf appellatorische Kritik am
vorinstanzlichen Urteil.

Auch soweit sich der Beschwerdeführer darauf beruft, er habe der
Beschwerdegegnerin in erster Linie als Anwalt zur Verfügung gestanden, zusammen
mit vielen anderen Anwälten und Finanzberatern, die allesamt für erbrachte
Leistungen im Nachhinein vergütet worden seien, ist nicht ersichtlich, was er
daraus zu seinen Gunsten ableitet.

6.8 In BGE 5A_559/2007 vom 16. April 2008 E. 5.2 war für die Ablehnung des
Anfechtungsrechts gegenüber der Revisionsstelle des Schuldners massgeblich,
dass der Schuldner bei deren Einsetzung und dem damit verbundenen
Zahlungsversprechen des Honorars bzw. der effektiven Zahlung seinen
gesetzlichen Handlungspflichten entsprechend und im Interesse sämtlicher
Gläubiger gehandelt hat. Ob diese Erwägung auch auf einen Verwaltungsrat
übertragbar ist, welcher mit Sanierungsmassnahmen betraut ist, kann vor dem
Hintergrund der Zulässigkeit der Annahme der Schädigungsabsicht dahingestellt
bleiben.

7.
Strittig ist weiter, ob die Schädigungsabsicht für den Beschwerdeführer als den
Begünstigten erkennbar war.

7.1 Das Obergericht erwog, die Organe der Beschwerdegegnerin hätten im
Zeitpunkt sämtlicher Zahlungen das Scheitern der Sanierung und darauf folgend
die Konkurseröffnung ernsthaft in Betracht ziehen müssen. Der Beschwerdeführer
habe selber an der Verwaltungsratssitzung vom 14. Dezember 2000 die mögliche
Überschuldung der Beschwerdegegnerin angesprochen. Ausserdem habe er die
Verhandlungen zur Umsetzung von Restrukturierungsmassnahmen geführt und genaue
Kenntnis von der Liquiditätskrise der Beschwerdegegnerin und den
Finanzierungsfehlbeträgen gehabt, sodass ihm der drohende Konkurs und die
Gläubigerschädigung nicht habe entgehen können. Daran ändere auch die
Genehmigung der Zahlungen durch einen Sanierungsausschuss nichts, zumal dieser
bzw. dessen Mitglieder nicht von der Beschwerdegegnerin unabhängig gewesen
seien.

7.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanzen hätten zur Frage der
Schädigungsabsicht kein Beweisverfahren durchgeführt. Da es bereits an der
Schädigungsabsicht fehle, sei auch das Erfordernis der Erkennbarkeit nicht
gegeben. Er macht weiter geltend, dass kein Sanierer mehr ein Mandat annehmen
oder weiterführen würde, wenn die Erkennbarkeit der Schädigungsabsicht allein
aufgrund seines Wissens um die finanzielle Situation des Schuldners beurteilt
würde. Die Vorinstanzen hätten auf weitere Indizien abstellen müssen, welche
vorgelegen hätten und behauptet worden seien und zu einer Abweisung der Klage
mangels Erkennbarkeit hätten führen müssen. Indes setzt er sich mit den
obergerichtlichen Ausführungen, er selber habe an der Verwaltungsratssitzung
vom 14. Dezember 2000 die mögliche Überschuldung der Beschwerdegegnerin
angesprochen, die Verhandlungen zur Umsetzung der Restrukturierungsmassnahmen
geführt und genaue Kenntnis von der Liquiditätskrise der Beschwerdegegnerin und
den Finanzierungsfehlbeträgen gehabt, nicht auseinander. Vielmehr beschränkt er
sich auf eine Wiederholung seiner bereits vor Obergericht vorgebrachten
Ausführungen. Auch zu den Erwägungen betreffend den Sanierungsausschuss nimmt
er nicht Stellung, sondern führt - ebenfalls in Wiederholung seiner Vorbringen
vor Obergericht - aus, er habe keinen Anlass gehabt, die Entscheidungen des
Sanierungsausschusses zu hinterfragen. Weshalb die Vorinstanz die Erkennbarkeit
zu Unrecht angenommen haben soll, ist somit nicht ersichtlich.

8.
Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden
kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kosten- und
entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche
Verfahren mit Fr. 10'000.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug,
Zivilrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Oktober 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Rapp