Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.654/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_654/2008/don

Urteil vom 12. Februar 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter L. Meyer, Bundesrichter von Werdt,
Gerichtsschreiber von Roten.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Dominik Infanger,

gegen

1. B.________,
2. C.________,
3. D.________,
4. E.________,
5. F.________,
6. G.________,
Beschwerdegegner,
Nrn. 1-3 vertreten durch Rechtsanwalt Wilfried Caviezel.

Gegenstand
Erbteilung,

Beschwerde gegen die Verfügungen des Kantonsgerichts von Graubünden,
Kantonsgerichtspräsidium, vom 6. Juni 2008 und vom 1. Juli 2008.

Sachverhalt:

A.
Am xxxx 1973 starb X.________ (fortan: Erblasser). Er hinterliess als
gesetzliche Erben seine Ehefrau und seine sechs Kinder. yyyy 1998 starb die
Ehefrau des Erblassers, Y.________. Ihre gesetzlichen Erben sind die sechs
Kinder. In die Nachlässe der Ehegatten X.________/ Y.________ teilen sich heute
einerseits der Sohn A.________ (hiernach: Beschwerdeführer) und andererseits
die Tochter B.________ und die Söhne C.________, F.________ und G.________
sowie die Enkelsöhne D.________ und E.________, Nachkommen der am zzzz 2003
verstorbenen Tochter H.________ (im Folgenden: Beschwerdegegner).

B.
Zu seinen Lebzeiten war der Erblasser gemeinsam mit seinem Bruder Inhaber der
Kollektivgesellschaft Gebrüder X.________, die den Betrieb des Hotels
P.________ bezweckte. Am 11. April 1980 wurde in öffentlicher Urkunde
festgestellt, dass mit dem Tod des Erblassers dessen sechs Kinder in die
Kollektivgesellschaft eingetreten seien, deren Gesellschaftsanteil mit der
Nutzniessung der überlebenden Ehefrau belastet sei, und dass der Bruder des
Erblassers aus der Kollektivgesellschaft ausscheide und an seine Stelle die
Kinder des Erblassers träten. Der Kaufpreis für den Gesellschaftsanteil betrage
Fr. 400'000.-- und werde den Erwerbern als Darlehen zur Verfügung gestellt.
Weiter wurde festgehalten, dass sich unter den Aktiven der
Kollektivgesellschaft die Parzellen Nrn. aaaa und bbbb, Hotel P.________,
befänden und dass als Miteigentümer der beiden Grundstücke zu gleichen Teilen
derzeit der Bruder des Erblassers und die sechs Kinder des Erblassers als
Erbengemeinschaft im Grundbuch eingetragen seien. In einem weiteren Vertrag
sollten die Miteigentumshälften in das Eigentum der Kollektivgesellschaft
übertragen werden, was später auch geschah.

C.
Am 22. September 2000 klagten die beiden Töchter der Ehegatten X.________/
Y.________ auf Erbteilung. Die Erben konnten sich an der Referentenaudienz über
die Höhe der Nachlässe ihrer Eltern und die Erbquoten einigen. Sie kamen
überein, dass die Grundstücke nicht bewertet würden und für die Erbteilung der
Betrag massgebend sein solle, der im Rahmen eines Verkaufs erzielt werden
könne. Sie einigten sich über die von den Erben je erhaltenen Darlehen und
einen Erbvorbezug sowie über ihre Darlehensschuld gegenüber dem Bruder des
Erblassers im Zusammenhang mit dem Kauf des Anteils der Kollektivgesellschaft.
Die Darlehen und der Erbvorbezug sollten mit der Eigenkapitalbeteiligung der
Erben am Hotel P.________ verrechnet werden. Der Präsident des Bezirksgerichts
O.________ schrieb das Verfahren infolge Vergleichs ab (Dispositiv-Ziff. 1). Er
listete die Aktiven und Passiven der Nachlässe der Ehegatten X.________/
Y.________ per 5. September 1998 auf (Dispositiv-Ziff. 2), stellte die
quotenmässige Beteiligung der Erben an den Nachlässen fest (Dispositiv-Ziff. 3)
und gab die Einigung über Darlehen und Erbvorbezug wieder (Dispositiv-Ziff. 4
des Abschreibungsbeschlusses vom 20. November 2001). Der Beschluss wurde
rechtskräftig. Unter "Aktiven" findet sich neben anderen Vermögenswerten ein
"Anteil an Kollektivgesellschaft Fr. 737'983.--" verzeichnet. Das Hotel
P.________ oder die Hotelliegenschaft (Parzellen Nrn. aaaa und bbbb) werden
hingegen nicht ausdrücklich erwähnt.

D.
Auf Gesuch der beiden Töchter der Ehegatten X.________/Y.________ hin setzte
der Kreispräsident Chur eine Erbenvertretung über die Nachlässe ein und
bezeichnete Z.________ als Erbenvertreter. Sämtliche Erben stimmten darin
überein, dass der Auftrag des Erbenvertreters auf die restlichen Nachlässe der
Ehegatten X.________/Y.________ beschränkt sein sollte, "mithin ohne das
ebenfalls zur Erbmasse gehörende Hotel und Restaurant P.________" (Verfügung
vom 9. Januar 2002). Der Kreispräsident ordnete in der Folge die öffentliche
Versteigerung mehrerer Grundstücke der Erbengemeinschaft X.________ an
(Verfügung vom 31. August 2004). Die Versteigerung fand am 1. Juli 2005 statt
und erfasste unter anderem die Parzellen Nrn. aaaa und bbbb, Hotel P.________.
Mit der Verwaltung des Erlöses aus der Versteigerung des Hotels P.________ und
anderer Liegenschaften beauftragte der Kreispräsident den Erbenvertreter
(Verfügung vom 27. Juni 2006). Die Firma "Gebr. X.________",
Kollektivgesellschaft, wurde am 17. Oktober 2006 im Handelsregister gelöscht.

E.
Am 22. November 2007 stellten die Beschwerdegegner 1-3 das Gesuch um
Realteilung der Nachlässe der Ehegatten X.________/ Y.________. Zur Hauptsache
beantragten sie die Weisung an den Erbenvertreter, den Erben je bezifferte
Beträge auszurichten, bestehend aus Erbschaft und aus Kapitalguthaben am Hotel
P.________. Die übrigen Beschwerdegegner widersetzten sich dem Begehren nicht.
Der Beschwerdeführer hielt dagegen, nur die im Abschreibungsbeschluss vom 20.
November 2001 aufgelisteten Vermögenswerte könnten in die Realteilung
einbezogen werden. Dazu gehörten das Hotel P.________ und die Hotelliegenschaft
(Parzellen Nrn. aaaa und bbbb) nicht. Diese Vermögenswerte bzw. deren Erlös aus
der Versteigerung seien im Rahmen der Liquidation der Kollektivgesellschaft zu
verteilen. Der Beschwerdeführer stellte entsprechende Begehren für die
Realteilung der Nachlässe (Vernehmlassung vom 4. Januar 2008). Der
Kreispräsident Chur teilte die Auffassung des Beschwerdeführers nicht und
stellte fest, dass der Nachlass des Erblassers auch die Kollektivgesellschaft
bzw. deren Liquidationserlös umfasse (E. II/2 S. 7 f.), dass die Berechnung der
Erbanteile durch die Beschwerdegegner nachvollziehbar sei und mangels
substantiierter Bestreitung durch den Beschwerdeführer von den Kapitalguthaben
gemäss Angaben der Beschwerdegegner auszugehen sei (E. II/3 S. 8) und dass der
Beschwerdeführer seinen Beweisantrag, die Jahresrechnungen der
Kollektivgesellschaft seit 1997 durch einen Bücherexperten überprüfen zu
lassen, mit keinem Wort begründe (E. II/4 S. 8 f.). Der Kreispräsident
entsprach deshalb den Begehren der Beschwerdegegner und verfügte, was folgt
(Dispositiv-Ziff. 1):
1. Der Erbschaftsverwalter Z.________ wird angewiesen, folgende Zahlungen
vorzunehmen:

a) A.________ Fr. 400'007.95
b) D.________ Fr 223'221.90
E.________ Fr. 223'221.90
c) F.________ Fr. 359'864.85
d) G.________ Fr. 634'303.80
e) B.________ Fr 541'474.90
f) C.________ Fr. 566'700.60
Der Erbschaftsverwalter wurde angewiesen, für den Grabunterhalt Fr. 10'000.--
auf ein Sperrkonto zu überweisen (Dispositiv-Ziff. 2) und den allfälligen
Restbetrag nach Bezahlung sämtlicher Kosten der Erbteilung anteilsmässig den
Erben zu überweisen (Dispositiv-Ziff. 3). Der Kreispräsident regelte die
Kosten- und Entschädigungsfolgen (Dispositiv-Ziff. 4 der Verfügung vom 14. März
2008).

F.
F.a Gegen die Verfügung des Kreispräsidenten Chur legte der Beschwerdeführer
Rekurs ein mit folgenden Rechtsbegehren:
Hauptbegehren

1. Die Ziffern 1, 3 und 4 der angefochtenen Verfügung seien vollumfänglich
aufzuheben.

2. a) Die Ziffer 1 des Rechtsbegehrens der Gesuchsteller sei gutzuheissen,
soweit Z.________
angewiesen werden soll, Zahlungen aus dem nachstehend aufgelisteten Nachlass
von
X.________ sel. und Y.________ sel. (Stand 5. September 1998) zu leisten:

- Grundstück Nr. ... im Grundbuch der Stadt Chur [...],
- Grundstück Nr. ... im Grundbuch der Stadt Chur [...],
- Mietzinskonto ... (CHF 39'045.00),
- Anlagekonto ... (CHF 4'834.00),
- Sparkonto ... (CHF 31'403.00),
- Konto ... (CHF 337'983.00),
- Sparheft UBS ... (CHF 37'611.00),
- Sparheft GKB ... (CHF 2'406.00),
- Sparkonto CS ... (CHF 65'200.00),
- Privatkonto CS ... (CHF 4'346.00),
- Sparkonto 60 Plus CS ... (CHF 158'673.70),
- 36 Aktien Aroser Verkehrsbetriebe nom. 100 (CHF 7'920.00),
- 1 Aktie Aroser Verkehrsbetriebe nom. 500 (CHF 1'000.00),
- Grundstück Nr. ... im Grundbuch der Stadt Chur [...],
- Grundstück Nr. ... im Grundbuch der Stadt Chur [...],
- Hälftiger Anteil an der Ferienhütte im Grundbuch der Gemeinde ...,
- Korrentguthaben (CHF 288'568.00) und
- Mietzinsguthaben ... (CHF 113'815.00).

b) Konkret seien aus dem Nachlass von X.________ sel. und Y.________ sel. noch
folgende
Beträge an die Erben zu zahlen:
- Erben H.________ sel. CHF 254'409.50,
- F.________ CHF 271'907.00,
- A.________ CHF 172'307.00,
- G.________ CHF 259'907.00,
- B.________ CHF 276'066.00 und
- C.________ CHF 224'907.00.

c) Im Übrigen, insbesondere in Bezug auf die beantragten Zahlungen aus
Kapitalguthaben
Hotel P.________, sei Ziffer 1 des Rechtsbegehrens der Gesuchsteller
abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist.

3. Ziffer 3 des Rechtsbegehrens der Gesuchsteller sei gutzuheissen, soweit aus
der Erbteilung des Nachlasses von X.________ sel. und von Y.________ ein
Restbetrag aufzuteilen ist.

Eventualbegehren (zu den Ziffern 1 bis 3 hiervor)

4. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das Gesuch sei abzuweisen.
Das Rechtsbegehren-Ziff. 2a entspricht den Aktiven gemäss dem
Abschreibungsbeschluss vom 20. November 2001 und dem Begehren in erster Instanz
unter Weglassung des Vermögenswertes "Anteil an Kollektivgesellschaft Fr.
737'983.--". In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer,
dem Rekurs die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und die vorinstanzlich
offerierten und nicht abgenommenen Beweismittel im Rekursverfahren abzunehmen.
F.b Nach Eingang des Rekurses setzte das Kantonsgericht den Beschwerdegegnern
und der Vorinstanz eine Frist zur Vernehmlassung an und teilte den
Verfahrensbeteiligten sowie dem Erbschaftsverwalter mit, dass bis zum
rechtskräftigen Abschluss des Rekursverfahrens keine Zahlungen gemäss
angefochtener Verfügung geleistet werden dürften (Verfügung vom 14. April
2008). Die Beschwerdegegner schlossen teils ausdrücklich, teils sinngemäss auf
Abweisung des Rekurses, soweit sie sich vernehmen liessen. Die Beschwerdegegner
1-3 legten die Klageschrift vom 22. September 2000 und die Prozessanwort des
Beschwerdeführers vom 22. Januar 2001 neu ins Recht. Sie beantragten, die
superprovisorisch angeordnete aufschiebende Wirkung teilweise aufzuheben und
den Erbschaftsverwalter anzuweisen, die mit Rechtsbegehren-Ziff. 2b vom
Beschwerdeführer anerkannten Beträge auszuzahlen. Das Kantonsgericht teilte die
Vernehmlassungen dem Beschwerdeführer am 21. Mai 2008 zur Kenntnis mit, der
wiederum dem Kantonsgericht sein Schreiben vom 5. Juni 2008 an die
Beschwerdegegner 1-3 in Kopie zustellte, worin er sich zu Ausführungen in der
Vernehmlassung äusserte. Das Kantonsgericht ermächtigte den
Erbschaftsverwalter, die Beträge gemäss Rechtsbegehren-Ziff. 2b des
Beschwerdeführers an die Erben auszuzahlen (Ziffer 2 der Verfügung vom 6. Juni
2008).
F.c Das Kantonsgericht von Graubünden wies den Rekurs ab (Verfügung vom 1. Juli
2008).

G.
Dem Bundesgericht beantragt der Beschwerdeführer, die Verfügung vom 1. Juli
2008 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht
zurückzuweisen unter gleichzeitiger Aufhebung der Ziffer 2 der Verfügung vom 6.
Juni 2008. Eventualiter erneuert er seine Rekursbegehren-Ziff. 2 und 3 und
stellt das Subeventualbegehren, das Gesuch der Beschwerdegegner 1-3 vom 22.
November 2007 abzuweisen unter gleichzeitiger Aufhebung der Ziffer 2 der
Verfügung vom 6. Juni 2008. Er ersucht um aufschiebende Wirkung. Dem
Beschwerdeführer wurde mitgeteilt, dass sich das Gesuch um aufschiebende
Wirkung als gegenstandslos erweist, weil sich die Beschwerde gegen ein
Gestaltungsurteil richtet und deshalb der Beschwerde von Gesetzes wegen
aufschiebende Wirkung zukommt (Präsidialverfügung vom 25. September 2008). Es
sind die kantonalen Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt worden.

Erwägungen:

1.
Streitig ist die Teilung der Erbschaft gemäss Art. 602 ff. ZGB und dabei die
Frage, ob und mit welchem Betrag die Kollektivgesellschaft bzw. deren
Liquidationserlös zur Teilungsmasse gehört. Es handelt sich um eine Zivilsache
(Art. 72 Abs. 1 BGG) und um eine vermögensrechtliche Angelegenheit, deren
Streitwert den Mindestbetrag von Fr. 30'000.-- übersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit.
b BGG; BGE 127 III 396 E. 1b/cc S. 398). Die Beschwerde ist zulässig. Auf
formelle Einzelfragen wird im Sachzusammenhang einzugehen sein.

2.
Der erste Streitpunkt betrifft das Verhältnis zwischen dem Verfahren vor
Bezirksgericht und dem Verfahren vor dem Kreispräsidenten.

2.1 Das bündnerische Recht kennt eine zweistufige Erbteilung: Dem
Bezirksgericht obliegt es, im Erbteilungsprozess die Höhe des Nachlasses und
der auf die einzelnen Erben entfallenden Erbquoten festzustellen, während die
Durchführung der Erbteilung - die reale Teilung des Nachlasses - in den
Aufgabenbereich des Kreispräsidenten fällt (vgl. PKG 1988 Nr. 61 S. 194 f.;
2001 Nr. 36 S. 152 f.). Bundesrecht steht dieser Zweiteilung nicht entgegen,
verlangt aber, dass die in die Teilung einbezogenen Vermögenswerte nachweislich
zur Erbschaft gehören (vgl. BGE 112 II 206). Das Kantonsgericht hat
dafürgehalten, aus der Zweiteilung des Erbteilungsverfahrens folge nicht, dass
der Kreispräsident nur und ausschliesslich jene Vermögenswerte der Realteilung
zuführen dürfe, die im Urteil des ordentlichen Zivilgerichts aufgelistet seien.
Es könne vorkommen, dass sich die Erben von vornherein über gewisse
Nachlassgegenstände und deren Bewertung einig seien, so dass diese im Verfahren
vor Bezirksgericht nicht thematisiert würden. Es sei auch möglich, dass
unbestritten zum Nachlass gehörende Sachen erst später auftauchten oder dass
Nachlassgegenstände vor der Realteilung versilbert würden und ein Bankguthaben
an deren Stelle trete. In allen diesen und vergleichbaren Fällen könnten diese
Vermögenswerte nichtsdestotrotz vom Kreispräsidenten realiter geteilt werden.
Sofern im vorliegenden Fall also Einigkeit darüber herrsche, dass die
Kollektivgesellschaft bzw. deren Vermögenswerte, insbesondere die beiden
Grundstücke Nrn. aaaa und bbbb zum Nachlass gehörten und über deren Bewertung
keine Differenzen bestünden, spiele es keine Rolle, dass diese im
Abschreibungsbeschluss des Bezirksgerichts nicht enthalten seien (E. II/1 S. 12
f. der angefochtenen Verfügung). Der Beschwerdeführer beruft sich dagegen auf
den im Erbteilungsprozess vor Bezirksgericht abgeschlossenen Vergleich und
macht sinngemäss geltend, der Vergleich habe als Teil des
Abschreibungsbeschlusses die Wirkung eines rechtskräftigen Urteils (Art. 114
Abs. 2 ZPO/GR), dem Abschreibungsbeschluss bzw. der darin enthaltenen
Feststellung des Nachlasses komme als öffentlicher Urkunde erhöhte Beweiskraft
zu (Art. 163 ZPO/GR) und der Vergleich bedeute eine Novation (Art. 116 OR; vgl.
BGE 105 II 273 E. 3a S. 277).

2.2 In prozessrechtlicher Hinsicht ist nicht zu beanstanden, dass nach der
gerichtlichen Feststellung der Nachlässe neu eintretende Veränderungen der
Nachlässe in der Teilung berücksichtigt werden (vgl. BGE 105 II 268 E. 2 S.
270; 112 II 268 E. I/1b S. 272). Weitergehend hat das Kantonsgericht
angenommen, dass in die Teilung auch Vermögensgegenstände einbezogen werden
dürfen, deren Zugehörigkeit zu den Nachlässen zwar unter den Parteien nicht
streitig war, im Urteil über den Umfang der Nachlässe aber nicht festgestellt
wurde. Danach handelte es sich beim Begehren um Feststellung der Nachlässe
nicht um eine Feststellungsklage im eigentlichen Sinn, sondern um eine Klage
auf Feststellung der für die Erbteilung massgebenden tatsächlichen
Berechnungsgrundlage, deren urteilsmässige Bestimmung für die Teilungsbehörde
keine verbindliche Vorfrageentscheidung bedeutete (vgl. BGE 84 II 685 E. 4 S.
695 f.; 123 III 49 E. 1 S. 51 f.). Die Richtigkeit der Ansicht kann indessen
dahingestellt bleiben. Denn die Feststellung der Nachlässe beruht hier auf
einem Abschreibungsbeschluss infolge gerichtlichen Vergleichs, der nur mit
Bezug auf die Vollstreckbarkeit dem gerichtlichen Urteil gleichsteht (vgl. PKG
1984 Nr. 25 S. 78 ff.). Im Streitfall kann deshalb über Bedeutung und Inhalt
des gerichtlichen Vergleichs in einem späteren Verfahren - allenfalls auch nur
vorfrageweise - entschieden und dabei bestimmt werden, was als durch Vergleich
erledigt ("res transacta") zu gelten hat (vgl. WALDER, Prozesserledigung ohne
Anspruchsprüfung, Zürich 1966, S. 152 f. und die in E. 2.3 sogleich zitierten
Anwendungsfälle).

2.3 Der Prozessvergleich, der dem Abschreibungsbeschluss zugrunde liegt, muss
nach allgemeinen Grundsätzen ausgelegt werden. Zu ermitteln ist der
tatsächliche Parteiwille, dessen Feststellung das Bundesgericht bindet (Art.
105 Abs. 1 BGG). Kann der wirkliche Wille nicht mehr festgestellt werden, sind
die Erklärungen der Parteien nach dem Vertrauensprinzip auszulegen und ist die
vergleichsweise Einigung gegebenenfalls nach dem hypothetischen Parteiwillen zu
ergänzen. Dabei handelt es sich um Rechtsfragen, die das Bundesgericht prüfen
kann (Art. 106 Abs. 1 BGG). Unter den für Verträge üblichen Auslegungsmitteln
ist beim Vergleich insbesondere dessen Zweck zu berücksichtigen, einen Streit
oder eine Ungewissheit über ein Rechtsverhältnis zu beenden. Wenn Fragen nicht
ausdrücklich geregelt sind, die in engem Zusammenhang mit den vergleichsweise
beigelegten Meinungsverschiedenheiten stehen und deren Beantwortung sich zur
Beilegung des Streites aufdrängt, darf in der Regel davon ausgegangen werden,
dass sie von den Parteien mangels eines ausdrücklichen Vorbehaltes nicht vom
Vergleich ausgenommen werden wollten. Nach dem mutmasslichen Willen der
Parteien rechtfertigt sich in der Regel die Annahme, dass solche Fragen
sinngemäss im Vergleich beantwortet sind. Der Inhalt der Vereinbarung über
solche sinngemäss vom Vergleich erfasster Fragen ist nach dem mutmasslichen
Parteiwillen auszulegen oder eventuell nach dem hypothetischen zu ergänzen
(vgl. Urteile 4C.268/2005 vom 25. Oktober 2005 E. 2.1 und E. 2.2, in: SZZP 2006
S. 173, und 4A.1/2003 vom 4. Juli 2003 E. 3.3, in: sic! 2003 S. 912). Von
diesen Grundsätzen ist im Ergebnis auch das Kantonsgericht ausgegangen.

3.
Zur Ermittlung des Parteiwillens hat das Kantonsgericht vorab auf die
Parteierklärungen im Schriftenwechsel vor dem Bezirksgericht abgestellt. Der
Beschwerdeführer erblickt darin eine Verletzung der Eventualmaxime, zumal die
Beschwerdegegner 1-3 die fraglichen Prozesseingaben erst mit ihrer
Vernehmlassung vom 20. Mai 2008 ins Recht gelegt hätten und nicht bereits im
Verfahren vor dem Kreispräsidenten. Er rügt weiter Verletzungen seines
Anspruchs auf rechtliches Gehör (S. 39 ff. Ziff. 6-12 der Beschwerdeschrift).

3.1 Anwendbar ist das Einführungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch
(EGzZGB, RB/GR 210.100) und damit kantonales Recht, dessen Anwendung und
Auslegung das Bundesgericht auf Willkür hin überprüft (vgl. Art. 95 BGG; BGE
133 III 462 E. 2.3 S. 466). Nach Art. 12 EGzZGB unterliegt die Verfügung des
Kreispräsidenten dem Rekurs an den Kantonsgerichtspräsidenten (Abs. 1), der die
aufschiebende Wirkung erteilen, von Amtes wegen Erhebungen vornehmen und eine
Parteiverhandlung durchführen kann (Abs. 2) und im Übrigen die Vorschriften
über die Beschwerde wegen Gesetzesverletzung (Art. 232 ff. ZPO) sinngemäss
anwendet, in der Beweiswürdigung hingegen frei ist (Abs. 3). Gemäss Art. 233
Abs. 2 ZPO/GR sind in der Beschwerde neue Beweismittel ausgeschlossen. Auf
diese Bestimmung beruft sich der Beschwerdeführer, übersieht damit aber die
Sondervorschrift für das Rekursverfahren, wonach es dem
Kantonsgerichtspräsidenten gestattet ist, von Amtes wegen Erhebungen
vorzunehmen, d.h. neue Beweise zu erheben (vgl. PKG 2002 Nr. 44 S. 242). Die
Regelung ist keineswegs ungewöhnlich und findet ihre Entsprechung in Art. 85
Abs. 3 EGzZGB für die Erbteilungsklage, wonach das Gericht auf Antrag oder von
Amtes wegen weitere Beweiserhebungen anordnen kann. Dass das Kantonsgericht die
neu ins Recht gelegten Beweisurkunden zugelassen hat, erscheint mit Blick auf
die Gesetzesgrundlage und die Rechtsprechung nicht als willkürlich. Die Praxis
zum früheren EGzZGB hat die vergleichbare Vorschrift übereinstimmend ausgelegt
(vgl. PKG 1992 Nr. 63 S. 230 f.). Die Anwendung kantonalen Rechts erweist sich
somit nicht als willkürlich (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 134 I 140 E. 5.4
S. 148; 134 II 124 E. 4.1 S. 133).

3.2 Die kantonsgerichtliche Praxis ist veröffentlicht und dem anwaltlich
vertretenen Beschwerdeführer deshalb bekannt. Das Kantonsgericht hat seine
Rechtsprechung in anderem Zusammenhang auch zitiert und ausdrücklich erläutert
(E. I/1 S. 11 der angefochtenen Verfügung). Der Beschwerdeführer konnte sich
über die Tragweite der angefochtenen Verfügung in diesem Punkt Rechenschaft
geben und sie in voller Kenntnis der Sache an das Bundesgericht weiterziehen,
wie das seine Eingabe von über fünfzig Seiten belegt. Eine Verletzung der
verfassungsmässigen Begründungspflicht liegt nicht vor (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE
134 I 83 E. 4.1 S. 88).

3.3 Der Beschwerdeführer erblickt eine weitere Verletzung seines Anspruchs auf
rechtliches Gehör darin, dass ihm die Vernehmlassung der Beschwerdegegner 1-3
nicht zur Stellungnahme zugestellt worden ist. Die Rüge ist unbegründet. Das
Kantonsgericht hat ihm die Vernehmlassung mitgeteilt. Der Beschwerdeführer
hatte die Möglichkeit, sich vor dem Entscheid zur Vernehmlassung zu äussern,
und hat sich zwar nicht gegenüber dem Gericht, wohl aber gegenüber den
Beschwerdegegnern 1-3 tatsächlich geäussert (Bst. F/b hiervor). Nach der
Entscheidung, die zu seinem Nachteil ausgegangen ist, darf sich der
Beschwerdeführer über eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör
(Art. 29 Abs. 2 BV) deshalb nicht mehr beschweren. Der Verfahrensablauf vor
Kantonsgericht entspricht den bundesgerichtlichen Vorgaben zur Wahrung des
verfassungsmässigen Replikrechts (BGE 133 I 98).

4.
Der dritte Streitpunkt betrifft die Auslegung der Vereinbarung der Parteien,
die dem Abschreibungsbeschluss vom 20. November 2001 zugrunde liegt. Der
Beschwerdeführer rügt willkürliche Tatsachenfeststellungen und Beweiswürdigung
gegenüber dem kantonsgerichtlichen Ergebnis, den Beschwerdegegnern 1-3 sei der
Beweis gelungen, dass auch die Kollektivgesellschaft zur Teilungsmasse gehöre
(S. 35 ff. Ziff. 2-5 der Beschwerdeschrift).

4.1 Aus den wechselseitigen Erklärungen in den Prozesseingaben hat das
Kantonsgericht den wirklichen Willen der Parteien ermittelt. Es hat
festgestellt, dass auch aus der damaligen Sicht des heutigen Beschwerdeführers
die Kollektivgesellschaft einschliesslich des zu dieser gehörenden
Immobilienbesitzes Teil des Nachlasses des Erblassers gebildet habe (E. II/2 S.
13 f. der angefochtenen Verfügung). Die gegenteilige Darstellung des
Beschwerdeführers, namentlich der Hinweis auf Art. 156 Abs. 1 ZPO/GR, wonach
als bestritten gilt, was nicht zugestanden wird, vermag Willkür nicht zu
begründen. Der Prozessantwort des damals anwaltlich vertretenen
Beschwerdeführers vom 22. Januar 2001 lässt sich nicht nur keine Bestreitung,
sondern die Einigkeit mit der Gegenpartei entnehmen, dass das Hotel P.________
resp. die entsprechende Kollektivgesellschaft zum real zu teilenden Nachlass
gehört und zuzuweisen ist (S. 4 f. Ziff. 2 und 3, act. 11/6). Damit
übereinstimmend hat der Bezirksgerichtspräsident in seinem
Abschreibungsbeschluss festgestellt, gegen die klägerische Darstellung in der
Prozesseingabe bezüglich der in den Nachlass fallenden Vermögenswerte und deren
Bewertung sei nichts eingewendet worden mit einer hier nicht zutreffenden
Ausnahme (E. 3 S. 3, act. 04.1 - 1, Beilage Nr. 4).

4.2 In der Prozesseingabe vom 22. September 2000 (act. 11/5), deren Darstellung
der Beschwerdeführer damals geteilt hat (E. 4.1 soeben), wird zwischen dem
Nachlass des Vaters (S. 4 ff.) und dem Nachlass der Mutter (S. 7 ff.)
unterschieden. Danach gehört die Kollektivgesellschaft zum Nachlass des Vaters
(S. 5 f. Ziff. 4), der Kaufpreis von Fr. 400'000.-- für den anderen Anteil an
der Kollektivgesellschaft, den die Kinder des Erblassers dessen Bruder hätten
bezahlen müssen, aber zum Nachlass der Mutter (S. 7 f. Ziff. 6) als deren
"Anteil an der Kollektivgesellschaft Fr. 737'983.--" (S. 10). Offenkundig auf
dieser Angabe beruht der Abschreibungsbeschluss, der unter den Aktiven einen
"Anteil an Kollektivgesellschaft Fr. 737'983.--" feststellt, wobei der Betrag
dem im Jahre 1980 vereinbarten Kaufpreis von Fr. 400'000.-- samt Zinsen bis
xxxx (Todestag der Mutter) entsprechen dürfte (E. II/2/d S. 8 der Verfügung des
Kreispräsidenten vom 14. März 2008). Dass diese Forderung unter den Aktiven der
Nachlässe eigens aufgeführt wird, obschon die ganze Kollektivgesellschaft zu
den Nachlässen gehört hat, ist entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers
folgerichtig, weil im Zeitpunkt der Verfahrensabschreibung die
Kollektivgesellschaft noch als selbstständige juristische Person bestanden hat
und deren Liquidation noch nicht vollzogen war.

4.3 Das Kantonsgericht hat ferner das spätere Verhalten der Parteien
berücksichtigt, das den tatsächlichen Willen und damit erkennen lassen kann,
wie die Parteien selbst ihre Vereinbarung seinerzeit gemeint hatten (BGE 107 II
417 E. 6 S. 418; 132 III 626 E. 3.1 S. 632). Diesbezüglich steht unangefochten
fest, dass die Parteivertreter aller Erben, also auch des schon damals
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführers, dem Kreispräsidenten einen
gemeinsamen Vorschlag einreichten, wonach der Auftrag an den zu bestellenden
Erbenvertreter auf die restlichen Nachlässe der Ehegatten X.________/Y.________
beschränkt sei, "mithin ohne das ebenfalls zur Erbmasse gehörende Hotel und
Restaurant P.________" (S. 2 der Verfügung vom 9. Januar 2002, act. 04.1 - 1,
Beilage Nr. 10). Dieser Betrieb aber ist Gegenstand der Zweckverfolgung und
Hauptaktivum der Kollektivgesellschaft gewesen. Das Kantonsgericht durfte
willkürfrei annehmen, die nachträgliche Umschreibung des Auftrags des
Erbenvertreters durch die Erben bestätige, dass sich die Erben von Beginn an
einig gewesen seien, die Kollektivgesellschaft sei Teil der Erbmasse. Insgesamt
kann die Ermittlung des übereinstimmenden tatsächlichen Willens der Parteien,
die Kollektivgesellschaft bzw. deren Vermögenswerte gehörten zu den Nachlässen,
nicht beanstandet werden. Die Willkürrügen gegenüber dem Beweisergebnis
erweisen sich als unbegründet (vgl. BGE 134 V 53 E. 4.3 S. 62, betreffend Art.
9 BV und Art. 97 Abs. 1 BGG).

5.
Das Kantonsgericht ist auf die Ausführungen des Beschwerdeführers über die
Fortsetzung, die Auflösung und die Wiedereintragung der Kollektivgesellschaft
im Handelsregister nicht eingegangen. Der Beschwerdeführer erblickt darin eine
Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör und wiederholt seine
Vorbringen (S. 42 ff. Ziff. 13-25 der Beschwerdeschrift).

5.1 Die Ansicht des Beschwerdeführers lässt sich dahin gehend zusammenfassen,
die Beschwerdeparteien hätten nach dem Tod ihres Vaters - vorerst gemeinsam mit
dessen Bruder und nach dessen Ausscheiden (1980) allein - die
Kollektivgesellschaft bis zu deren Auflösung weitergeführt, so dass bereits ab
1980 mit Bezug auf die Kollektivgesellschaft von einer partiellen Erbteilung
auszugehen sei und die Kollektivgesellschaft deshalb nicht zu den im
vorliegenden Verfahren zu teilenden Nachlässen gehören könne. Das
Kantonsgericht hat in diesen Vorbringen einen Widerspruch zu früherem Verhalten
und einen Verstoss des Beschwerdeführers gegen Treu und Glauben gesehen und ist
"unter diesen Umständen" darauf nicht eingegangen (E. II/2 S. 15 der
angefochtenen Verfügung). Die verfassungsmässigen Anforderungen genügende
Begründung fehlt der angefochtenen Verfügung somit auch in diesem Punkt nicht.
Die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers ist unbegründet (Art. 29 Abs. 2
BV; BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88).

5.2 Die kantonsgerichtliche Beurteilung kann nicht beanstandet werden. Der
Beschwerdeführer hat die Zugehörigkeit der Kollektivgesellschaft bzw. derer
Vermögenswerte zu den Nachlässen nicht bloss im Erbteilungsprozess (E. 4.1) und
im anschliessenden Verfahren der Bestellung eines Erbenvertreters anerkannt (E.
4.3 hiervor). Gemäss den unangefochtenen Feststellungen des Kantonsgerichts hat
der Beschwerdeführer die Zugehörigkeit zu den Nachlässen vielmehr auch nicht
bestritten, als die öffentliche Versteigerung unter anderem der im Eigentum der
Kollektivgesellschaft stehenden Grundstücke Nrn. aaaa und bbbb angeordnet und
durchgeführt und der Steigerungserlös dem Erbenvertreter zur Verwaltung mit dem
restlichen Nachlassvermögen übergeben wurde (E. II/2 S. 14 f. der angefochtenen
Verfügung; vgl. Bst. D hiervor). Ergänzt werden kann (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass sich der Beschwerdeführer offenbar auch der anschliessenden Löschung der
Kollektivgesellschaft im Handelsregister nicht widersetzt hat, deren
Gesellschafter er gewesen sein will. Auf Grund seines Verhaltens durften die
Beschwerdegegner nach Treu und Glauben annehmen, auch der Beschwerdeführer gehe
davon aus, die Kollektivgesellschaft bzw. deren Vermögenswerte gehörten zu den
Nachlässen ihrer verstorbenen Eltern. Seine im Teilungsverfahren vor dem
Kreispräsidenten vollzogene Kehrtwende enttäuscht das insoweit schützwürdige
Vertrauen, das sein früheres Verhalten bei den Beschwerdegegnern begründet und
diese dazu veranlasst hat, unwiderruflichen Verfügungen mit Bezug auf die
Kollektivgesellschaft, namentlich der Liquidation des Hotelbetriebs P.________
zuzustimmen. Sein Einwand verdient deshalb keinen Rechtsschutz und ist
unbeachtlich (vgl. BGE 125 III 257 E. 2a S. 259; 133 I 149 E. 3.3 S. 154). Zum
gleichen Ergebnis führt die Überlegung, dass die gesamte Abwicklung des
Teilungsverfahrens seit der Anhebung der Erbteilungsklage im Jahre 2000 auf
mehreren behördlichen Verfügungen und Vollzugsakten beruht, die nicht oder
nicht mit Erfolg angefochten wurden und in Rechtskraft erwachsen sind und auch
nicht oder nur schwer rückgängig gemacht werden könnten. Darauf im Zeitpunkt
der Verteilung des Nachlassvermögens nicht nochmals zurückzukommen, gebieten
die Rechtssicherheit und der Rechtsfrieden, damit im Verfahren Erreichtes nicht
immer wieder erneut in Frage gestellt und der Rechtsstreit insgesamt auch
einmal abgeschlossen werden kann (vgl. Urteil 5C.248/2003 vom 5. Februar 2004
E. 2.1, eine Erbteilung betreffend).

5.3 Aus den dargelegten Gründen verletzt es kein Bundesrecht, dass das
Kantonsgericht auf die Vorbringen einer bereits vollzogenen partiellen
Erbteilung mit Bezug auf die Kollektivgesellschaft nicht eingetreten ist.

6.
Der fünfte Streitpunkt betrifft die Substantiierung der Erbteilungsklage.
Seinen Eventualantrag, das Gesuch der Beschwerdegegner 1-3 um Erbteilung
abzuweisen, begründet der Beschwerdeführer mit der mangelhaften Substantiierung
der Liquidation der Kollektivgesellschaft und des Liquidationsergebnisses sowie
der Erbanteile. Er rügt eine Verletzung von Bundesrecht, eine willkürliche
Anwendung kantonalen Rechts und eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs (S. 49
ff. Ziff. 26-35 der Beschwerdeschrift).

6.1 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers ist das Kantonsgericht auf
die Frage der Substantiierung eingegangen. Es hat zu praktisch allen Punkten,
die der Beschwerdeführer vor Bundesgericht erneut aufwirft, Stellung genommen
und insbesondere dargelegt, weshalb die mannigfachen Rügen im Zusammenhang mit
der Behandlung des Komplexes "Kollektivgesellschaft" nicht mehr erhoben werden
könnten und folglich darauf nicht mehr einzugehen sei (E. II/3 S. 15 f. der
angefochtenen Verfügung). Die Begründung genügt den verfassungsmässigen
Anforderungen (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88).

6.2 Der Anspruch auf Teilung der Erbschaft ergibt sich aus Art. 604 Abs. 1 ZGB,
mithin aus Bundesrecht. Die nähere Ausgestaltung des Erbteilungsverfahrens,
wozu namentlich auch der Umfang der Substantiierungspflicht mit Bezug auf die
Klagebegehren gehört, ist demgegenüber grundsätzlich dem kantonalen
Prozessrecht vorbehalten. Dieses wiederum hat jedoch auf die bundesrechtlichen
Vorschriften über die Teilungsart (Art. 607 ff. ZGB) Rücksicht zu nehmen und
darf namentlich der Durchsetzung des bundesrechtlich gesicherten materiellen
Teilungsanspruches nicht entgegenstehen (BGE 101 II 41 E. 3a S. 43). Das
kantonale Gericht verletzt Bundesrecht, wenn es mehr fordert als die Begehren
und die Sachvorbringen, die die Fällung eines vollstreckbaren Teilungsurteils
erlauben. Es genügen die Begehren, den Nachlass auf Grund entsprechender
Behauptungen und Beweisanträge festzustellen, die Erbteile festzustellen und
den Nachlass zu teilen, sowie Sachvorbringen, aus denen wenigstens sinngemäss
hervorgeht, welche Feststellungen zu treffen sind und wie zu teilen ist (BGE
101 II 41 E. 4c S. 45). Das kantonale Prozessrecht darf deshalb weder die
Aufstellung eines genauen Teilungsplans voraussetzen (vgl. Brückner/ Weibel,
Die erbrechtlichen Klagen, 2.A. Zürich 2006, S. 89 N. 201) noch mehr (z.B.
private Schätzungen u.ä.) verlangen als die gegenständliche Umschreibung des
Nachlasses (vgl. SEEBERGER, Die richterliche Erbteilung, Diss. Freiburg i.Ue.
1992, S. 88 f.).

6.3 Fehlende Substantiierung wendet der Beschwerdeführer zunächst bezüglich der
Liquidation der Kollektivgesellschaft und des Liquidationserlöses ein. Der
Einwand ist unbegründet. Bereits mit ihrem Gesuch vom 22. November 2007 haben
die Beschwerdegegner 1-3 die letzte Bilanz des Hotelbetriebs P.________
eingereicht und gestützt darauf die für Erbteilung - ihrer Ansicht nach -
massgeblichen Zahlen aufgelistet (S. 5 f. Ziff. 6, act. 04.1 - 1). Mit
Schreiben vom 23. Januar 2008 haben die Beschwerdegegner 1-3 den
Handelsregisterauszug nachgereicht, wonach per 17. Oktober 2006 die
Kollektivgesellschaft sich aufgelöst hat, die Liquidation durchgeführt wurde
und die Firma erloschen ist (act. 04.1 - 12, Beilage). Das Gesuch um Erbteilung
genügt damit den Substantiierungsanforderungen. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers war im Rahmen der Erbteilung nicht nochmals darzulegen, ob
und wie vor mehr als einem Jahr die Liquidation der Kollektivgesellschaft
durchgeführt worden war. Darauf brauchten die Beschwerdegegner und auch das
Kantonsgericht nicht mehr zurückzukommen (vgl. E. 5.2 hiervor). Die weitere
Frage, ob die eingereichte Bilanz eine ausreichende Grundlage für die
Erbteilung biete, ist eine Frage der sachgerichtlichen Beweiswürdigung, gegen
die der Beschwerdeführer keine begründeten Rügen erhebt, indem er klar und
detailliert anhand der Erwägungen der angefochtenen Verfügung darlegte,
inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG;
BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88). Daran ist der Beschwerdeführer im Übrigen bereits
im erstinstanzlichen Verfahren gescheitert, zumal er seine diesbezüglichen
Bestreitungen nicht substantiierte (E. II/3 S. 8) und seine eigenen
Beweisanträge nicht begründete (E. II/4 S. 8 der Verfügung vom 14. März 2008).

6.4 Ihr Begehren haben die Beschwerdegegner 1-3 mit einem Teilungsplan
versehen. Mangelnde Substantiierung gemäss Art. 138 Ziffer 1 ZPO/GR erblickt
der Beschwerdeführer darin, dass mit keinem Wort begründet worden sei, wie sich
die im Rechtsbegehren genannten Beträge zusammensetzten. Der Einwand ist
unbegründet. Der Teilungsplan stützt sich auf den "Entwurf Erbteilungsvertrag",
den die Beschwerdegegner 1-3 ihrem Gesuch beigelegt haben und dem sich die
Zahlen und die dazugehörigen Belege entnehmen lassen. Es mag zutreffen, dass
auch die Belege, auf die sich der Vertragsentwurf gestützt hat, vollständig
hätten eingereicht werden müssen. Entsprechende Säumnis konnte vorliegend
jedoch nicht schaden, weil der Beschwerdeführer seinen eigenen Teilungsplan auf
der Grundlage desselben Vertragsentwurfs erstellt und lediglich die die
Kollektivgesellschaft betreffenden Positionen und einen Teil der
Erbteilungskosten weggelassen hat. Über die Zahlen hat insoweit erneut
Einigkeit bestanden, so dass sich weitere Belege erübrigt haben. Die
kantonsgerichtliche Beurteilung kann auch in diesem Punkt nicht beanstandet
werden. Der Beschwerdeführer übersieht, dass der Erbteilungsprozess in der
Regel die aktive Teilnahme aller Erben erfordert, wenn - wie hier - der
Teilungsanspruch der Erben als solcher unbestritten ist. Jede Partei ist
diesfalls sowohl Kläger als auch Beklagter und stellt zum eigenen Vorteil
eigene Begehren und Beweisanträge, zumal ein Urteil auch bei Untätigkeit der
eingeklagten Erben erlassen wird (vgl. SEEBERGER, a.a.O., S. 91 f.; BRÜCKNER/
WEIBEL, a.a.O., S. 90 N. 203; PKG 1990 Nr. 2 S. 15 ff.; Urteil C.367/1984 vom
12. November 1984 E. 2, in: ZR 84/1985 Nr. 67 S. 162 f.; BGE 130 III 550 E.
2.1.1 S. 552).

6.5 Es verletzt nach dem Gesagten kein Bundesrecht, dass das Kantonsgericht die
Anforderungen an die Substantiierung als erfüllt betrachtet und das
Eventualbegehren des Beschwerdeführers abgewiesen hat, das Gesuch der
Beschwerdegegner 1-3 abzuweisen.

7.
Aus den dargelegten Gründen muss die Beschwerde gegen die Verfügung des
Kantonsgerichts vom 1. Juli 2008 abgewiesen werden, soweit auf sie einzutreten
ist. Mit dem Entscheid in der Sache wird die Mitanfechtung der Verfügung vom 6.
Juni 2008 betreffend aufschiebende Wirkung im Rekursverfahren gegenstandslos.
Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 6. Juni 2008 (S. 23 ff. Ziff. 1-17 der
Beschwerdeschrift) hätte sich als unzulässig erwiesen. Die angefochtene
(teilweise) Verweigerung der aufschiebenden Wirkung ist ein Zwischenentscheid
im Sinne von Art. 93 BGG (BGE 134 II 192 E. 1.3 und E. 1.4 S. 195 f.; 133 IV
139 E. 4 S. 140). Selbstständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide gemäss
Art. 93 BGG, die unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG nicht
angefochten werden konnten oder wurden, sind nach Art. 93 Abs. 3 BGG durch
Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt
auswirken. Letztere Voraussetzung ist regelmässig nicht erfüllt, wenn eine
vorsorgliche Massnahme angefochten wird, die lediglich für die Dauer des
Verfahrens die Interessen einer Partei schützen soll und deshalb den
Endentscheid nicht beeinflussen kann (vgl. Botschaft zur Totalrevision der
Bundesrechtspflege, BBl 2001 4202, S. 4334). Es kommt vorliegend hinzu, dass
die Verfügung vom 6. Juni 2008, mit der der Erbschaftsverwalter zur Auszahlung
von Teilbeträgen ermächtigt wurde, mangels sofortiger Anfechtung erst mit dem
bundesgerichtlichen Entscheid in der Sache hätte vollstreckt werden können
(vgl. BGE 131 III 87 E. 3.3 S. 89 f. und 404 E. 3.5 S. 407). Im Falle der
Abweisung des Bundesrechtsmittels und damit der Bestätigung der Ermächtigung in
vollem Umfang kann an der Überprüfung der bereits vorsorglich teilweise
angeordneten Ermächtigung deshalb - wie bis anhin kein rechtlich schutzwürdiges
Interesses bestehen (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG; vgl. BGE 131 I 153 E. 1.2 S.
157; 131 II 649 E. 3.1 S. 651).
Die Beschwerde bleibt insgesamt erfolglos. Der Beschwerdeführer wird damit
kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientschädigung ist nicht
geschuldet, da bei den Beschwerdegegnern keine Vernehmlassungen eingeholt
wurden (vgl. Art. 68 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist und soweit sie
nicht gegenstandslos geworden ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden,
Kantonsgerichtspräsidium, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. Februar 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl von Roten