Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.659/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_659/2008/don

Urteil vom 22. Oktober 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
1. X.________,
2. Y.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Advokatin X.________,

gegen

A.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Akteneinsicht (Kindesschutzmassnahmen),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bezirksgerichts C.________, D.________, vom
13. Juni 2008.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerdeführer richten sich gegen den Zwischenentscheid des
Bezirksgerichts B.________ von C.________ vom 13. Juni 2008 betreffend
Abweisung des Gesuchs um Nichtgewährung der Akteneinsicht, welcher ihnen am 23.
Juni 2008 zugestellt worden war, mit Eingabe vom 23. September 2008 an das
Bundesgericht. Sie beantragen überdies, die Rechtsmittelfrist in Anwendung von
Art. 50 Abs. 1 BGG wiederherzustellen. Zudem ersuchen sie um
Beschwerdeergänzung, was ihnen mit Verfügung vom 26. September 2008 nicht
gewährt wurde. Trotzdem haben sie ihre ursprüngliche Beschwerde mit Eingabe vom
15. Oktober 2008 ergänzt und korrigiert.

2.
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen nach Eröffnung des angefochtenen Entscheides
einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Der angefochtene Entscheid wurde den
Beschwerdeführern, wie sie selbst einräumen, am 23. Juni 2008 zugestellt. Die
dreissigtägige Beschwerdefrist begann somit am 24. Juni 2008 zu laufen, wurde
durch die Gerichtsferien vom 15. Juli 2008 bis 15. August 2008 (Art. 46 Abs. 1
lit. b BGG) unterbrochen und endete damit infolge des Sonntages, 24. August
2008, am, Montag. 25. August 2008. Die am 23. September 2008 eingereichte und
am 15. Oktober 2008 ergänzte und korrigierte Beschwerde erweist sich damit als
verspätet.

3.
3.1 Die Beschwerdeführer ersuchen um Wiederherstellung der Rechtsmittefrist
gestützt auf Art. 50 Abs. 1 BGG und begründen dies mit einer 100%-igen
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der Zeit vom 18. bis 25. August
2008, welche eigens für die Redaktion der Beschwerde reserviert gewesen sei.
Sie legen zwei Arztzeugnisse (vom 26. August 2008 und 23. September 2008) ins
Recht, welche die behauptete Arbeitsunfähigkeit (vom 18. bis 24. Oktober 2008)
bzw. die reduzierte Arbeitsfähigkeit bis auf weiteres bescheinigen.

3.2 Ist eine Partei oder ihr Vertreter beziehungsweise ihre Vertreterin durch
einen anderen Grund als die mangelhafte Eröffnung unverschuldeterweise
abgehalten worden, fristgerecht zu handeln, so wird die Frist
wiederhergestellt, sofern die Partei unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen
nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung
nachholt (Art. 50 Abs. 1 BGG).

3.3 Mit den Vorbringen der Beschwerdeführer kann kein unverschuldetes Hindernis
im Sinn der vorgenannten Bestimmung nachgewiesen werden. Die
beschwerdeführernde Mutter behauptet nicht einmal und weist auch nicht nach,
dass sie in der Zeit vom 18. bis 25. August 2008 nicht einmal in der Lage
gewesen wäre, einen Anwaltskollegen mit der Einreichung der Beschwerde zu
beauftragen. Damit ist ein unverschuldetes Hindernis im Sinn von Art. 50 Abs. 1
BGG ausgeschlossen (BGE 119 II 86 E. 2a S. 87). Das Gesuch um Wiederherstellung
der Rechtsmittelfrist ist abzuweisen.

4.
Auf die verspätete und damit unzulässige Beschwerde ist unter Kostenfolge für
die Beschwerdeführer (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Das Gesuch um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bezirksgericht C.________, D.________,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Oktober 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Zbinden